Mittwoch, 26. April 2017

Aus Tschernobyl lernen: AKW Grohnde stilllegen

Heute jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 31. mal. Im Jahre 1986 ereignete sich nahe des heute in der Ukraine gelegenen Prypjat die schwerste bekannte Reaktorkatastrophe der Welt. Sie war das Ergebnis einer Verkettung von technischen Mängeln und menschlicher Fehler. In der Folge wurde ein Gebiet das viermal größer ist als der Landkreis Göttingen verstrahlt. Atomkraft ist unbeherrschbar, daher fordert die Kreistagsgruppe Linke PIRATEN PARTEI + die unwiderrufliche Stilllegung des AKW Grohnde. Ein entsprechender Antrag mit einer Aufforderung an den Umweltminister des Landes Niedersachsen, Stefan Wenzel, als zuständige Atomaufsichtsbehörde und das Bundesumweltministerium als weisungsbefugte Behörde wird in der Kreistagssitzung am 26. April gestellt. „Das Kernkraftwerk in Grohnde ist eine Gefahr für uns alle. Hier kommt es allein altersbedingt zunehmend zu Störfällen. Noch fataler ist die fehlende Absicherung gegen mögliche Flugzeugabstürze. Wenn es zu einem GAU kommt, wird ganz Südniedersachsen für viele Generationen für die Menschen unbewohnbar“, so Dr. Mohan Ramaswamy. Die mangelnde Absicherung gegen mögliche Flugzeugabstürze zeigte sich zuletzt vor einigen Wochen, als bundesweit die Mitarbeiter aus den deutschen Atomkraftwerken abgezogen wurden, aufgrund eines unkontrollierten Überfluges einer Passagiermaschine. Neben der dauerhaft akuten Gefahr eines Unglücks besteht zudem ein latent erhöhtes Risiko an Leukämie zu erkranken durch die im Regelbetrieb freigesetzte ionisierte Strahlung .


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