beim g8-gipfel einigte man sich auf begrenzung der globalen erwärmung um maximal zwei grad. abgesehen davon, dass solche stirnvorderlappen-beteuerungen an sich schon kritisch sind, geht mir durch den kopf, dass die mittel, diese begrenzung zu erreichen, eventuell schon bei diesem versprechen allen beteiligten bekannt waren, nicht aber der bevölkerung.
die g8-teilnehmer dachten möglicherweise dabei keineswegs an co2-reduzierung, an einschränkung des abgasausstoßes und ähnliches, sondern ganz im gegenteil an gigantische wetter-manipulations-möglichkeiten, die einigen beteiligten ebenso gigantische gewinne bringen, aber inoffiziell im dienste der menschheit als schutz vor der aggressiven sonneneinstrahlung eingesetzt werden, zum beispiel durch kaltluft-einschleusung als abkühlungsinstrument, künstliche wolkenbildung und ähnliches wetter-engineering, für das viele flugzeuge, maschinen und chemisches material benötigt wird.
neulich sagte mir ein wissenschaftler lächelnd, die nächste generation könne noch kinder bekommen, danach sei es vermutlich aus mit der menschheit. so sei das nunmal in der wechselhaften erdgeschichte.
na fein, bis dahin, kalt, heiß, kalt, heiß. und vor allem, keine information für die ach so dumme bevölkerung, alles geheim bis zum untergang.
Samstag, 18. Juli 2009
Freitag, 17. Juli 2009
ferienzeit
die deutsche bahn scheint ja total am ende zu sein.
ich sitze mit anderen im fahrradwaggon von westerland nach hannover.
es wird heißer und heißer, wir bekommen fast keine luft mehr und wenden uns ans personal.
das ist relativ ungerührt, die klimaanlage sei wohl in dem wagen ausgefallen.
wir passagiere haben schon apokalyptische gedanken, ringen mit dem atem.
fenster zum öffnen sind auch keine da, was mich an eine freundin erinnert, deren diesbezügliche ängste bei ic und ice ich immer lächerlich fand.
schließlich setzen wir uns in einen anderen waggon.
aber eine weile vor hannover müssen wir ja wieder in den stickigen sauna-wagen, um die räder zu packen.
am hauptbahnhof angekommen, falle ich mehr oder weniger aus dem zug vor erschöpfung.
und die gute erholung durch seeluft ist mit einem kräftigen hexenschuss wieder aufgehoben.
ich sitze mit anderen im fahrradwaggon von westerland nach hannover.
es wird heißer und heißer, wir bekommen fast keine luft mehr und wenden uns ans personal.
das ist relativ ungerührt, die klimaanlage sei wohl in dem wagen ausgefallen.
wir passagiere haben schon apokalyptische gedanken, ringen mit dem atem.
fenster zum öffnen sind auch keine da, was mich an eine freundin erinnert, deren diesbezügliche ängste bei ic und ice ich immer lächerlich fand.
schließlich setzen wir uns in einen anderen waggon.
aber eine weile vor hannover müssen wir ja wieder in den stickigen sauna-wagen, um die räder zu packen.
am hauptbahnhof angekommen, falle ich mehr oder weniger aus dem zug vor erschöpfung.
und die gute erholung durch seeluft ist mit einem kräftigen hexenschuss wieder aufgehoben.
Montag, 6. Juli 2009
unbeugsam gegenüber hyperenteignung
acht wundervolle denim-hosen mit braunem blumendruck und gummizug, stabil gearbeitet, mit taschen, werden mich über diesen sommer bringen.
die wirtschaftskrise macht's möglich, das stück hat nur einen einzigen euro gekostet.
die inhaberin persönlich suchte mir die passende größe beim schein der taschenlampe heraus. offenbar hatte man ihr den strom abgedreht.
ich wollte sie zum dank noch zu einer tasse kaffee einladen, aber sie war schon zu sehr in ihrer hyper-depression aufgrund hyper-deflation gefangen.
wie sie mir dennoch unterm lichtkegel etwas raussuchte, obwohl ich beteuerte, es sei wirklich unter diesen umständen nicht nötig, das hatte was von unbeugsamem widerstand des mittelstandes gegen seine hyperenteignung.
ich war beeindruckt und danke ihr dafür.
die wirtschaftskrise macht's möglich, das stück hat nur einen einzigen euro gekostet.
die inhaberin persönlich suchte mir die passende größe beim schein der taschenlampe heraus. offenbar hatte man ihr den strom abgedreht.
ich wollte sie zum dank noch zu einer tasse kaffee einladen, aber sie war schon zu sehr in ihrer hyper-depression aufgrund hyper-deflation gefangen.
wie sie mir dennoch unterm lichtkegel etwas raussuchte, obwohl ich beteuerte, es sei wirklich unter diesen umständen nicht nötig, das hatte was von unbeugsamem widerstand des mittelstandes gegen seine hyperenteignung.
ich war beeindruckt und danke ihr dafür.
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Sonntag, 5. Juli 2009
don't do it on purpose
ich liebe meinen stadtteil, die calenberger neustadt in hannover, habe aber schlechte erfahrungen gemacht, so etwas zu äußern. beispielsweise über die herrliche kastanie gegenüber dem ihme-zentrum an der im bau befindlichen neuen brücke habe ich ähnliches gesagt.
die blätter des baumes spielten wunderschöne schattenspiele mit der ihme und der wasserspiegel blinkte wie ein feuerwerk im abendlicht. dieser baum ausgerechnet war der erste, den sie abholzten. nun klafft dort eine lücke mit hässlichem blick auf das zentrum, das dem fluss ihme imagemäßig schwer geschadet hat.
dennoch: außer der abholzerei gibt es wenig kleinkariertes hier.
die graffiti-galerie ist schon weltweite touristenattraktion und ich schwelge täglich beim durchgehen in einem farb- und formenrausch, versehen mit coolen sprüchen, meiner "privatgalerie", 24 stunden geöffnet.
heute morgen belauschte ich eine weibliche stimme am biker-übungsgelände der glocksee, die offenbar als personal trainer eines jungen fungierte: "valentino rossi said, don't do it on purpose". ich zeigte mich erstaunt, dass da eine frau unter dem helm steckte. ich wollte gern zusehen. "no" sagte sie. ich: "only one time?". da zeigte sie den stinkefinger.
ach ja doch, es gibt kleinkariertes im stadtteil: den neuen bezirksbürgermeister folta.
die parteien rotieren mit der besetzung dieses postens und die spd hatte offenbar nur folta zur verfügung, seit ewigkeiten der partei treu ergeben.
der fuhr bisher in turnhosen und shirt über der unglücklichen figur in seinem liegerad hier herum, oder joggte in einer weise, die vom anblick wie auch der ausführung her für außenstehende reine folter war. aber egal, das war wenigstens authentisch er.
nun aber läuft er bei dieser brüllenden hitze in anzug und krawatte herum, tag für tag.
dabei macht doch ein anzug noch keinen sommer.
oder machen kleider bezirksbürgermeister?
da sehne ich mich aber echt nach seinen vorgängerInnen zurück.
und 'ne hirn-einspritzmaschine, falls er sich derartiges erhoffen würde, ist allenfalls bei sience fiction-filmen in den anzug eingebaut.
die linke kümmert sich ja wenigstens um die alkoholiker im stadtteil, aber die spd, wen will herr folta eigentlich mit seinem neuen outfit ansprechen, wen erreichen?
eher sollte er wiedermal in seine alten klamotten schlüpfen und sich am ujz glocksee auf die bank setzen und die nase in den wind halten: die dort herausgegrabenen altlasten riechen nach teer und machen einen aufenthalt für empfindliche fast unmöglich.
die blätter des baumes spielten wunderschöne schattenspiele mit der ihme und der wasserspiegel blinkte wie ein feuerwerk im abendlicht. dieser baum ausgerechnet war der erste, den sie abholzten. nun klafft dort eine lücke mit hässlichem blick auf das zentrum, das dem fluss ihme imagemäßig schwer geschadet hat.
dennoch: außer der abholzerei gibt es wenig kleinkariertes hier.
die graffiti-galerie ist schon weltweite touristenattraktion und ich schwelge täglich beim durchgehen in einem farb- und formenrausch, versehen mit coolen sprüchen, meiner "privatgalerie", 24 stunden geöffnet.
heute morgen belauschte ich eine weibliche stimme am biker-übungsgelände der glocksee, die offenbar als personal trainer eines jungen fungierte: "valentino rossi said, don't do it on purpose". ich zeigte mich erstaunt, dass da eine frau unter dem helm steckte. ich wollte gern zusehen. "no" sagte sie. ich: "only one time?". da zeigte sie den stinkefinger.
ach ja doch, es gibt kleinkariertes im stadtteil: den neuen bezirksbürgermeister folta.
die parteien rotieren mit der besetzung dieses postens und die spd hatte offenbar nur folta zur verfügung, seit ewigkeiten der partei treu ergeben.
der fuhr bisher in turnhosen und shirt über der unglücklichen figur in seinem liegerad hier herum, oder joggte in einer weise, die vom anblick wie auch der ausführung her für außenstehende reine folter war. aber egal, das war wenigstens authentisch er.
nun aber läuft er bei dieser brüllenden hitze in anzug und krawatte herum, tag für tag.
dabei macht doch ein anzug noch keinen sommer.
oder machen kleider bezirksbürgermeister?
da sehne ich mich aber echt nach seinen vorgängerInnen zurück.
und 'ne hirn-einspritzmaschine, falls er sich derartiges erhoffen würde, ist allenfalls bei sience fiction-filmen in den anzug eingebaut.
die linke kümmert sich ja wenigstens um die alkoholiker im stadtteil, aber die spd, wen will herr folta eigentlich mit seinem neuen outfit ansprechen, wen erreichen?
eher sollte er wiedermal in seine alten klamotten schlüpfen und sich am ujz glocksee auf die bank setzen und die nase in den wind halten: die dort herausgegrabenen altlasten riechen nach teer und machen einen aufenthalt für empfindliche fast unmöglich.
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Samstag, 4. Juli 2009
independence day
heute feiert die private amerikanische handelskammer, american chamber of commerce, sektion niedersachsen, und sicher alle anderen zweigstellen auch, den amerikanischen unabhängigkeitstag, mit einem barbecue, bestehend aus hamburgern, spare ribs und allem, was sonst noch als amerikanisch gilt. auf einer pressekonferenz im italienischen restaurant sempre cariba gegenüber der hannoverschen markthalle lud rob smith dazu ein.
ich war die erste, die eintrudelte, da berieten die gastgeber noch. dann kam vera könig, bei der neuen presse zuständig für regionale wirtschaft, so dass wir uns bei mineralwasser die zeit mit gesprächen vertreiben konnten. eiscafé hätte ich lieber getrunken, den führte das lokal aber nicht.
dann erschienen rob smith, die pressereferentin von honeywell und eine unternehmensberaterin am tisch und rob smith schlug vor (sie wollten etwas über die stimmung am markt hannover erfahren) dass wir journalistinnen uns vorstellten. das fand ich ungewöhnlich.
dann stießen noch weitere zwei von uns kleinen lichtern dazu, vom niedersächischen wirtschaftsjournal und pressedienst nord.
an diesem punkt nun hätte ich als rob smith oder pressereferentin ein paar nette italienische vorspeisen servieren lassen, aber nichts dergleichen. weiterhin nur wasser.
ich las in den presseinformationen und rob smith sprach vom gedämpften abschwung in deutschland, der nur durch abwrackprämie und kurzarbeit derart gedämpft sei.
in der presseinformation wurde die deutsche abhängigkeit von amerikanischem kapital dargestellt, ein positiv-szenarium für deutschland entworfen und dann aber gleich danach ein deftiges negativ-szenarium. das letztere, und eigentlich die ganze pressekonferenz, empfand ich irgendwie als eine einzige riesige drohung.
ich unterbrach, derart heruntergezogen, die runde unhöflich, was mir hinterher sehr leid tat, aber too late, denn ich wollte gehen. die kollegin musste auch zurück in die redaktion, blieb aber noch, nachdem mein plötzlicher abgang als enorm störend vermerkt worden war.
naja, und heute ist independence day. für die amerikaner.
dazu noch ein song der amerikanerin amanda palmer:
http://www.youtube.com/watch?v=1CY_l5K4614&feature=channel
ich war die erste, die eintrudelte, da berieten die gastgeber noch. dann kam vera könig, bei der neuen presse zuständig für regionale wirtschaft, so dass wir uns bei mineralwasser die zeit mit gesprächen vertreiben konnten. eiscafé hätte ich lieber getrunken, den führte das lokal aber nicht.
dann erschienen rob smith, die pressereferentin von honeywell und eine unternehmensberaterin am tisch und rob smith schlug vor (sie wollten etwas über die stimmung am markt hannover erfahren) dass wir journalistinnen uns vorstellten. das fand ich ungewöhnlich.
dann stießen noch weitere zwei von uns kleinen lichtern dazu, vom niedersächischen wirtschaftsjournal und pressedienst nord.
an diesem punkt nun hätte ich als rob smith oder pressereferentin ein paar nette italienische vorspeisen servieren lassen, aber nichts dergleichen. weiterhin nur wasser.
ich las in den presseinformationen und rob smith sprach vom gedämpften abschwung in deutschland, der nur durch abwrackprämie und kurzarbeit derart gedämpft sei.
in der presseinformation wurde die deutsche abhängigkeit von amerikanischem kapital dargestellt, ein positiv-szenarium für deutschland entworfen und dann aber gleich danach ein deftiges negativ-szenarium. das letztere, und eigentlich die ganze pressekonferenz, empfand ich irgendwie als eine einzige riesige drohung.
ich unterbrach, derart heruntergezogen, die runde unhöflich, was mir hinterher sehr leid tat, aber too late, denn ich wollte gehen. die kollegin musste auch zurück in die redaktion, blieb aber noch, nachdem mein plötzlicher abgang als enorm störend vermerkt worden war.
naja, und heute ist independence day. für die amerikaner.
dazu noch ein song der amerikanerin amanda palmer:
http://www.youtube.com/watch?v=1CY_l5K4614&feature=channel
Donnerstag, 2. Juli 2009
angeekelt
spiegel online heute: porno ist pop neben us-militär startet groß-offensive.
ich bin angeekelt.
ich bin angeekelt.
Mittwoch, 1. Juli 2009
kälberbluten
das beängstigende blutschwitzen von rund 150 kälbern ist nach einer bundesweiten umfrage geklärt.
laut auskunft der ludwig-maximilians-universität münchen wurden alle muttertiere dieser mysteriös verendeten kälber mit dem gleichen impfstoff geimpft....ip
laut auskunft der ludwig-maximilians-universität münchen wurden alle muttertiere dieser mysteriös verendeten kälber mit dem gleichen impfstoff geimpft....ip
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