Donnerstag, 18. Oktober 2018

"Der Ursprung der Liebe"


Hit der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt: liv stroemquists neues Comic-buch "Der Ursprung der Liebe" avant-verlag, das Antidot gegen Rechts.
Habe das Buch in einem durchgelesen gestern Nacht. Über Schriftstellerin Victoria Benedictsson, die sich die Kehle durchschnitt, als ein Kritiker sie heruntergemacht und dann geküsst hatte (siehe dazu auch Fassbinders Martha) und viele andere Storys mehr.
Nur der Schluss des Buches ist stroemquist nicht gelungen: Auf Macht verzichten für die Liebe. Da bleibt unklar, dass dies vor allem an Männer gerichtet ist; ausgesprochen gefährlich für Frauen, die ohnehin dazu neigen, immer alles aus der Hand zu geben.ip
 
Bei den blutjungen Funkenmariechen ab 11.11., 11 Uhr 11, dem Beginn der Karnevalssaison, wird diese Beinstellung vor allem von älteren Herren geschätzt.ip

Dienstag, 16. Oktober 2018

Wie unoriginell...


Leider habens Philosophen in #Hannover heute noch schwerer als zu Leibniz' Zeiten. Zugunsten technisch orientierter Fächer wurden die #Geisteswissenschaften rigoros ausgedünnt. Bitte zur Bewerbung #Kulturhauptstadt keine Lügen slammen:
Humanismus+Philosophie werden an der Leibniz-Universitaet kleingemacht.ip

Hier die Info der Stadtverwaltung:
Hannover traut sich was und schickt einen Poetry-Slammer nach Berlin, der die Stadt bei der Auftaktveranstaltung „Kulturhauptstadt Europas 2025“ beim Treffen der deutschen Kulturhauptstadtbewerber am 16. Oktober präsentiert. (repräsentiert musse heißen, guter Pressemann, ip)

„Ich soll hier was zu Hannover erzählen.
Aber Hannover hat nichts.
Nichts, was andere Städte nicht auch haben.
Also dachte ich, ich mach mal meine Hausaufgaben
und zähle auf, was andere so draufhaben“,

führt der hannoversche Künstler Tobias Kunze in seine mit der Poetry-Slammerin Ninia LaGrande erarbeitete künstlerisch-kulturelle Hannover-Vorstellung ein.
Und die beginnt mit einer Postkarte des Künstlers Uwe Stelter, die das Neue Rathaus in Hannover abbildet und mit „Paris“ betitelt ist. Dazu slammt Kunze:

„Ah, Paris. L’hotel du ville. Wo freier Bürgerwille quillt
und kulminiert, wird Dialog digital wie analog
vorangetrieben und großgeschrieben
damit Ideen nie den Fokus verlieren
So sind die hohen Türen schon immer offengeblieben!“

Aber das ist doch eine Beschreibung von - Hannover! Ein Fehler?

Keine Zeit zum Nachdenken, denn es kommt schon das zweite Bild. Es zeigt die Leibniz Universität Hannover und ist betitelt mit „London“.
Und der gesprochene Text? Beschreibt wieder Hannover:

„Wie wird die Stadt zum Schmelztiegel, in dem sich die Welt spiegelt?
Wie lernt und lebt, studiert und trägt man Miteinander, Vielfalt der Nationen?
180 Länder mit über 80 Sprachen – ein Ort für Philosophen!
Humanisten, Künstler*innen, die hier eine Zukunft finden;
40.000 Student*innen, die wissen, das mit allen Sinnen
Streben auch meint: nur Vielfalt eint – und kann im Herzen gewinnen!“

Irritierende Vorstellung von Hannover? Ja, aber der Wahnsinn hat Methode.
Es folgt eine Postkarte vom Alten Rathaus mit dem Titel „Copenhagen“ und im Text geht es um – man kann es erraten – ein Radkonzept, das Hannovers Ansinnen beschreibt auf dem Weg hin zur „gefahrenlosen und modernen City … mit gesunder, CO2-neutraler Mobilität.“
Und dann geht es Schlag auf Schlag: Tallinn, Monaco und Edinburgh steht auf den Postkarten, die hannoversche Gebäude zeigen und die vom Poetry-Slammer Kunze von Hannovers Herausforderungen in der Zukunft handeln.
Erst zum Schluss löst der Poetry-Slammer die Widersprüche auf:

„Nun man fragt sich: wo bleibt denn da Hannover?
Hannover spiegelt all das wider, mitten in Europa.
Alles was ich sagte, spielt sich in Hannover ab,
denn all diese Aspekte finden in Hannover ----- Stadt.“

Der Poetry-Slam-Coup ist geglückt: Die Verwirrung zwischen Bild, Titel und Inhalt ist perfekt.
Und was bleibt von Hannovers Auftritt beim Treffen der so genannten Candidate Cities am 16. Oktober in Berlin? Hannover nennt die gesellschaftlichen Herausforderungen vor dem Hintergrund einer globalen, digitalen und mobilen Welt wie beispielsweise Zuwanderung, Armutsbekämpfung und Klimaschutz und lässt keinen Zweifel aufkommen: Hier in der niedersächsischen Landeshauptstadt, mitten in Europa, werden Lösungsansätze für das Miteinander im Kleinen und der europäischen Idee im Großen, für eine kulturelle Vielfalt in einer Stadt, die nachhaltig das gesellschaftliche Leben bereichert, für das Zusammenleben in Zukunft er- und vermittelt.
Auftakt der nationalen Bewerbungsphase zur „Kulturhauptstadt Europas 2025“:
Zum Start des deutschen Wettbewerbsverfahrens für die „Kulturhauptstadt Europas 2025“ hatte die Geschäftsstelle „Kulturhauptstadt Europas 2025“ der Kulturstiftung der Länder für den 16. Oktober die deutschen Kulturhauptstadtbewerber ins Europäische Haus nach Berlin eingeladen.
Informationen zu den Kunstwerke-Postkarten von Uwe Stelter:
Die Postkarten sind Kunstwerke des Künstlers Uwe Stelter, der seit 1996 unter dem Motto „Eine Stadt“ hannoversche Gebäude abbildet, die ihn an andere Orte weltweit erinnern und sie nach ihnen benennt.

Samstag, 13. Oktober 2018

das waren die nazis: mörder

https://www.nachrichten.at/…/Hitlers-Tod-und-ein-sechsfache…
goebbels mordete seine eigenen kinder und seine frau magda (vormals quandt, ja die aus der BMW-familie. deren sohn #haraldquandt hatte er adoptiert, er war aber noch nicht aus dem krieg zurück).ip

Das Denkmal für das KZ Stöcken steht an einer Schnellstraße, aus Steuergeldern finanziert


Heute lässt die Elektro(auto)industrie seltene Erden, Lithium usw. von den Zwangsarbeitern Afrikas abbauen.

Bei den überlebenden Zwangsarbeitern aus dem KZ neben #Varta #Hannover (nun in amerikanischem Besitz) in Stöcken hat sich noch niemand entschuldigt.

Uschi Kiesling von der KZ-Arbeitsgemeinschaft Hannover-Stöcken: "Eine 'Fluktuation' von 80 Toten unter den 1500 Zwangsarbeiterinnen durch Bleivergiftung und Prügel wurde von Herbert Quandt regelmäßig aus anderen KZ's 'ausgeglichen'."

Die Alliierten haben die Quandts als Mitläufer weißgewaschen, weil sie die Batterieproduktion brauchten.
Sie hätten deshalb wohl letztlich sogar Hitler als Mitläufer bezeichnet. So konnte Harald Quandt Landminen für Afrika und gegen den Kommunismus produzieren und bei BMW als Mehrheitsaktionär einsteigen.

Der Quandt-Familie ging es einzig darum, gut zu leben, sie demütigten arrogant Bitten der Überlebenden um eine Entschuldigung (wie es übrigens auch Gräfin Marion Dönhoff mit ihren ehemaligen Gutsleuten hielt, die sie im Stich ließ).

Ich kenne in Hannover einige Großbürgerliche, und nicht nur die zum Amüsierpöbel gehörenden,  die genauso denken: Spaß haben, a good time. ip

https://youtu.be/l9hNjmJxc0U


Mein Gruß aus der Lenaustraße

Freitag, 12. Oktober 2018

VHS: Vortrag zum Thema „nachhaltige Geldanlagen“


Die Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS) bietet am 12. November 2018 (Montag) von 17 bis 19.15 Uhr den Vortrag „Nachhaltige Geldanlagen – welche Angebote gibt es und was ist dabei zu beachten?“ an. Der Vortrag ist eine Kooperation mit der Verbraucherzentrale Bremen und der Klimaschutzagentur Region Hannover und findet im Haus der VHS, Burgstraße 14, statt. Mehr Informationen gibt es unter www.vhs-hannover.de. Der Eintritt ist frei.
Zum Vortrag:
Was machen Banken eigentlich mit meinem Geld? Bei konventionellen Banken weiß man in der Regel als Kunde nicht, was die Bank mit dem eingezahlten Geld macht. Rendite und Risiko sind die Faktoren, nach denen konventionelle Banken entscheiden, mit wem sie Geschäfte machen. Die Auswirkungen auf Menschen und Umwelt werden nicht berücksichtigt. Immer mehr Menschen möchten finanzielle Ziele mit ethischen, sozialen und ökologischen Wertvorstellungen in Einklang bringen und damit unter anderem den Klimaschutz unterstützen. Sie wählen Geldanlagen, die etwa den Ausbau der erneuerbaren Energien fördern oder Investitionen in Kohle, Atomkraft, Waffen oder Tabak ausschließen.
Doch welche Angebote am Markt halten, was sie versprechen? Bei diesem Vortrag erfahren die BesucherInnen, was Nachhaltigkeit bei Geldanlageprodukten bedeutet. Zudem erhalten sie einen Überblick über verschiedene ethisch-ökologische Anlageformen.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Gepflegte Armutskaschierung


Von mir befragte alleinstehende, gepflegt aussehende Rentnerinnen hatten durch die Bank um die 1000 € Rente im Monat, einige nur wegen der Hinterbliebenenrente vom Ehemann, andere lagen noch darunter.
Davon zahlen sie Miete, Nebenkosten usw., immer an der Armutsgrenze entlang lavierend.
Wer kümmert sich um diese ehemaligen Modistinnen, geschiedenen Hausfrauen und Mütter, Selbstständigen, Aushilfskräfte, die stolz bis zum Zusammenbruch ihren Alltag selbst bestreiten, bis es gar nicht mehr geht?
In den Niederlanden gibt es moderne kommunale Konzepte, um diese tapfere Gruppierung vor Obdachlosigkeit oder Heimaufenthalt zu bewahren.
Hier sind Sie gefordert, Ministerpräsident Weil - und Ihre Partei! ip