Montag, 23. Januar 2012

Eröffnung der Fotoausstellung "more than seven billion stories" von Franziska Stünkel

Hannover, 23. Januar 2012. Seit Ende letzten Jahres zählt die Weltbevölkerung mehr als sieben Milliarden Menschen. Aus diesem Anlass zeigt die TUI AG die Ausstellung "more than seven billion stories" der Fotokünstlerin Franziska Stünkel. Ihre Fotowerke entstanden in verschieden Städten Europas, Asiens, Afrikas und der USA. Die Aufnahmen von Spiegelungen in Schaufensterscheiben zeigen eine ungewöhnliche Perspektive auf unterschiedliche Lebensgeschichten dieser Welt.  

Hintergrund: Franziska Stünkel studierte Regie, Drehbuch und Fotografie an der Kunsthochschule Kassel, der Universität Hildesheim und der FH Hannover im Fachbereich Bildende Kunst. Ihre Spielfilme liefen in 19 Ländern auf über 100 Internationalen Filmfestivals und wurden mehrfach ausgezeichnet.

Die Ausstellung kann bis zum 18. März 2012 wochentags von 9 - 16 Uhr und am Wochenende nach Vereinbarung im Gebäude der TUI AG, Karl-Wiechert-Allee 4, 30625 Hannover, besucht werden. 
 
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Hannovers Gewerbeimmobilienmarkt 2011

PRESSEINFORMATION
 Rekord: Büroflächenmarkt übertrifft die Erwartungen 
   Auch 2011 starke Umsätze und hohe Nachfrage in der Logistikbranche
Investitionen in Wohnimmobilien hochattraktiv

Hannover –  Hannover ist für Anleger und Investoren eine „sichere Bank“. Das zeigt der Blick auf die Entwicklung des Gewerbeimmobilienmarkts 2011. Die Bilanz, die die Region Hannover jetzt vorlegt, ist einmal mehr erfolgreich: Die Region Hannover erweist sich als starker Regionalmarkt mit hohem Wachstumspotenzial in allen Segmenten des Immobiliengeschäfts.

Boom bei den Büroimmobilien: hohe Umsätze, niedriger Leerstand
2011 war ein Rekordjahr für den Büroimmobilienmarkt: Über 180.000 Quadratmeter Büroflächen wurden in Hannover, Laatzen und Langenhagen umgesetzt. Im Jahr zuvor hatte der Gesamtumsatz bei 106.000 Quadratmetern gelegen. Rund 155.000 Quadratmeter entfielen  im abgelaufenen Jahr auf Vermietungen, etwa 27.000 Quadratmeter wurden von Investoren für den eigenen Bedarf erworben bzw. erstellt.
Begehrt sind große Büroflächen über 1.000 Quadratmeter in zentralen Lagen und an den Ausfallstraßen. Insgesamt wurden 2011 allein im Bereich der City für ca. 40.000 Quadratmeter Flächen neue Mietverträge geschlossen. Am Rand der Innenstadt und den Ausfallstraßen Podbielskistraße, Hildesheimer Straße und Vahrenwalder Straße wurden etwa 70.000 Quadratmeter vermietet.
Wichtige Mietvertragsabschlüsse 2011 waren die geplanten Neubauten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte am Aegidientorplatz (ca. 10.000 Quadratmeter Bürofläche) und der Deutschen Hypo an der Osterstraße (ca. 11.000 Quadratmeter). Bei beiden Objekten wird 2012 mit dem Bau begonnen. Als Eigennutzer hat die Heise Medien Gruppe an der Karl-Wiechert-Allee die alte Zentrale der Versicherung Hannoversche Leben mit über 14.000 Quadratmetern Büroraum erworben. Ebenfalls zur eigenen Nutzung haben der TÜV Nord in Döhren und aha in Groß Buchholz mit dem Bau neuer Verwaltungsgebäude begonnen (jeweils ca. 5.000 Quadratmeter).Die Leerstandsquote lag 2011 weiterhin erfreulich niedrig unter 5 Prozent. Die Spitzenmiete legte im zweiten Halbjahr unerwartet deutlich zu: Sie liegt im Bereich der City bei 13,50 € und damit höher als 2010 (12,80 € pro Quadratmeter).

Internationale Marken prägen den Einzelhandelsstandort
Hannover ist und bleibt auch 2011 einer der zehn besten und begehrtesten Einzelhandelsstandorte Deutschlands. International expansive Unternehmen haben die Stadt im Fokus. So eröffnete das irische Label Primark im November im ehemaligen Sinn-Leffers-Warenhaus in der Osterstraße auf über 9.000 Quadratmetern einen seiner größten Stores in Europa. Dies hat den südlichen Bereich der Einkaufscity deutlich belebt. Ebenfalls Ende November hat das spanische Label Desigual ein Geschäft mit  1.200 Quadratmetern in der Bahnhofstraße 8
(ehemalige Ernst-August-Markthalle) eröffnet. Das US-amerikanische Kult-Label Hollister plant die Eröffnung eines Stores in der Ernst-August-Galerie für März 2012 (800 Quadratmeter).
Der Umbau des Kröpcke-Centers geht mit sichtbaren Fortschritten voran - der erste Bauabschnitt (5.000 Quadratmeter) wurde im November 2011 durch Peek&Cloppenburg bezogen. Bis 2013 sollen die Umbauten am Schnittpunkt der hannoverschen Toplagen abgeschlossen und die „Operation am offenen Herzen“ der Innenstadt beendet werden.

Logistik: Umsätze und Nachfrage bleiben unverändert hoch
Einen sehr guten Flächenumsatz verzeichnet die Region Hannover trotz knappen Flächenangebots auch im Bereich Logistik, 2011 wurden über 310.000 Quadratmeter Hallenflächen gehandelt. Das Ergebnis liegt damit ähnlich hoch wie im Jahr 2010 (313.000 Quadratmeter) und bestätigt wieder einmal die hohe Attraktivität des Standorts für diese Branche. Wichtige Einzelprojekte sind
- die Erweiterung des Automotive-Dienstleisters syncreon am Standort Wunstorf um 19.000 Quadratmeter,
- das Logistikzentrum für die aus Übersee gelieferten Teile des neuen Modells VW Amarok in direkter Nähe zum VW-Nutzfahrzeug-Werk in Stöcken. 45.000 Quadratmeter sind dort geplant.
- Am Flughafen geht im Frühjahr das neue AirCargoTerminal an den Start - die Mietverträge für 23.000 Quadratmeter Flächen wurden 2011 noch vor Fertigstellung geschlossen.
- In Garbsen hat der Elektrogroßhandelskonzern Sonepar mit der Erweiterung seines Großlagers begonnen. Bis August 2012 soll die bestehende Halle um gut 13.000 Quadratmeter auf 39.000 Quadratmeter erweitert werden.
Auffallend ist im vergangenen Jahr der hohe Umsatz an kleineren Flächen unter 10.000 Quadratmeter in Bestandsobjekten. Dies belegt die sehr gute Drittverwendungsfähigkeit von Logistikimmobilien in der Region Hannover.
Aktuell in der Diskussion ist die mögliche Ansiedlung eines Versandhandelszentrums mit einer 110.000 Quadratmeter Halle auf Teilen der heutigen Parkplätze der Messe östlich des Messeschnellwegs. Dies wäre neben dem Kaufland-Lager in Barsinghausen-Bantorf (70.000 Quadratmeter im ersten Bauabschnitt) das größte Logistikprojekt in der Region Hannover.
Schon jetzt ist abzusehen: Auch in den nächsten Jahren wird in der Region Hannover in die logistische Infrastruktur investiert. So soll 2013 endlich der Startschuss für den Bau einer Mega-Hub-Anlage in Lehrte fallen -  jahrelang gab es bei diesem Thema Stillstand, weil die Finanzierungszusage des Bundes fehlte. Auch der trimodale Ausbau eines neuen Hafenstandortes in Wunstorf ist in Planung. In dessen direkter Nähe entwickeln die Stadt Wunstorf und die Region Hannover Flächenpotenziale im Umfang von ca. 90 Hektar – nach Expertenmeinung ein in Niedersachsen „konkurrenzloser“ Standort für Logistik.

Wohn-Immobilienmarkt: viele attraktive Projekte in Umsetzung oder Planung
Anleger aus dem In- und Ausland haben in Deutschland 2011 kräftig in Wohnimmobilien investiert, auch in Hannover. Investoren und Projektentwickler nehmen die Stadt überregional als lohnenden Standort wahr. Objekte in Citynähe, mit sehr guter Verkehrsanbindung ans Zentrum und Angebote, die auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten sind,  spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Wohnimmobilien in Hannover und den angrenzenden Kommunen.

Aktuelle Projekte wie das Mosaik Eilenriede im Zoo-Viertel, der Büntekamp in Kirchrode, die Erweiterungen im Pelikanviertel entlang der Günther-Wagner-Allee sowie der zero:e park in Wettbergen zeugen als Leuchtturmprojekte von der hohen Attraktivität des Wohnstandortes Hannover. Durch den Leitbildprozess Hannover City 2020+ stehen vermehrt auch innerstädtische Grundstücke für eine Wohnbauentwicklung in der Diskussion, u.a. am Klagesmarkt, am Marstall und am Köbelinger Markt.

Die demografischen Perspektiven Hannovers sehen zudem günstig aus: Die Bevölkerung der niedersächsische Landeshauptstadt wächst bis 2030 um etwa sechs Prozent. Junge Familien und ältere Menschen zieht es verstärkt nach Hannover. Auch die Anzahl der Ein-Personenhaushalte wird weiter zunehmen. Damit steigt die Nachfrage nach Wohnraum, der unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden muss. Darüber hinaus ist die energetische Sanierung von Gebäuden ein Thema, das immer stärker ins Blickfeld rückt. Auch dadurch sind in den nächsten Jahren umfangreiche  Investitionen in den Wohnungsbestand zu erwarten.

Zur methodischen Erhebung der Daten:
Die Region Hannover, Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, trägt die Gesamtbilanz zum gewerblichen Immobilienmarkt regelmäßig gemeinsam mit den wichtigsten regionalen Partnern der Immobilienwirtschaft zusammen. 2011 haben insgesamt 16 Partner am Immobilienmarktbericht und der Gesamtbilanz mitgearbeitet. Der nächste Immobilienmarktbericht 2012 ist für Ende September in Vorbereitung und erscheint pünktlich zur Expo Real 2012 in München.

Weitere Informationen und den aktuellen Immobilienmarktbericht 2011 finden Sie unter www.immobilienmarktbericht-hannover.de.

Sonntag, 22. Januar 2012

MHH stellt Veranstalter des Nord-Süd-Dialogs Rechnung für Servicekräfte

Medizinische Hochschule Hannover
 
22. Januar 2012
Presseinformation

Hochschule schickte noch am Freitag Schreiben an Firma von Manfred Schmidt
Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat noch am Freitagnachmittag um 16 Uhr dem Veranstalter des „Nord-Süd-Dialogs 2009“ eine Rechnung über die Inanspruchnahme von Servicekräften des MHH-eigenen Veranstaltungsmanagements geschickt. Nach der Überprüfung der Zahlen und der Empfängeradresse hat die Hochschule den Betrag von 5245 Euro plus Organisations- und Bekleidungspauschale zuzüglich Mehrwertsteuer der Firma von Veranstalter Manfred Schmidt in Rechnung gestellt.
Die MHH war wenige Wochen vor dem Nord-Süd-Dialog von dem damaligen Staatssekretär Olaf Glaeseker gebeten worden, die Veranstaltung mit Servicekräften zu unterstützen. In der MHH entstand der Eindruck, es handele sich um eine Veranstaltung der Staatskanzlei. Glaeseker stellte persönlich einen Kontakt zwischen dem MHH-Veranstaltungsmanagement und der Agentur Schmidt her. Der MHH-Veranstaltungsmanager fragte bei der Agentur an, wer die Rechnung begleiche, und wurde an Olaf Glaeseker verwiesen. Der damalige Staatssekretär wies im darauf folgenden Telefonat den MHH-Veranstaltungsmanager an, keine Rechnung zu stellen.
Die MHH hatte im Zusammenhang mit dem Nord-Süd-Dialog 2009 ausschließlich mit Olaf Glaeseker als einziger Person aus der Staatskanzlei Kontakt. Eine Rechnung für die Servicekräfte hat die Hochschule erstmals am vergangenen Freitag direkt an die Agentur Schmidt geschickt, zuvor hatte keine Rechnungsstellung gegenüber der Staatskanzlei stattgefunden.

Dienstag, 17. Januar 2012

Subventionen waren nicht gerechtfertigt

Landesrechnungshof kritisiert Förderung der Cemag Anlagenbau durch das Land

Der Landesrechnungshof moniert schwere Versäumnisse des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums bei der Vergabe von Fördermitteln an das inzwischen insolvente Unternehmen Cemag-Anlagenbau in Hameln. In drei von fünf geprüften Fällen in den Jahren 2004 bis 2009 sei die Förderung nicht gerechtfertigt gewesen, heißt es in einem aktuellen Prüfungsbericht, der NDR 1 Niedersachsen vorliegt. Es geht insgesamt um Subventionen in Höhe von über 1,2 Millionen Euro.

In einem Fall habe das Wirtschaftsministerium die Vergabevorschriften rückwirkend geändert. Von dieser Sonderregelung habe allein die Cemag profitiert. Die Folgen waren dem Ministerium ganz offenbar bekannt. Der Landesrechnungshof zitiert aus einem Vermerk aus dem Wirtschaftsministerium vom März 2007:

„Dieser Kunde gilt als problematisch und bedarf der politischen Behandlung ... er wendet sich seit Jahren standardgemäß direkt an die Hausleitung und versucht hier offenbar seinem Bruder einen direkten Bauauftrag für das gewerbliche Projekt zuzuschanzen ...“

In einem weiteren Fall erhielt die Cemag einen Zuschuss für eine technische Entwicklung. Das Projekt wurde zwar abgebrochen, das Land zahlte danach aber weitere 57 000 Euro für das Vorhaben. Ebenfalls nicht nachvollziehbar ist für den Landesrechnungshof auch die Förderung beim Bau eines Cemag-Schulungs- und Verwaltungsgebäudes. Hier sei unnötigerweise eine Luxussanierung mitfinanziert worden, so der Vorwurf.

Kritisch sehen die Rechnungsprüfer auch, dass die Cemag durchgängig von 2003 bis 2009 Subventionen erhalten hat, ohne das jemals kontrolliert worden wäre, ob die Förderung erfolgreich war. Insgesamt gewährte Niedersachsen dem Unternehmen laut Landesrechnungshof Bürgschaften in Höhe von mindestens 16,6 Millionen Euro sowie Fördermittel von fast zwei Millionen Euro.

De Cemag Anlagenbau war im Juli 2009 in die Insolvenz gegangen. Das Unternehmen war in den vergangenen Tagen noch einmal in die Schlagzeilen geraten, weil der damalige Ministerpräsident Wulff mehrfach Gast bei Unternehmenschef Ali Memari Fard war.


Dies ist eine NDR-Presseinformation, kopiert und eingefügt.

Nur 8 % der landwirtschaftlichen Betriebe werden von Frauen geführt

WIESBADEN - Männer dominieren traditionell Führungspositionen in der Landwirtschaft: Lediglich 8 % der rund 299 000 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland wurden 2010 von Frauen geführt. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin (20. bis 29. Januar 2012) mit.

Die Mehrheit (64 %) der etwa 25 000 weiblichen Betriebsleiter führte den Betrieb in Teilzeit. Bei den Männern lag die entsprechende Quote bei 48 %. Die meisten teilzeittätigen Betriebsleiter und -leiterinnen gehen zusätzlich einer anderen Erwerbstätigkeit außerhalb des Landwirtschaftsbetriebes nach.

Donnerstag, 12. Januar 2012

...er starb im frühen Morgenrot ...

Herzzerreißend: Stadtbaurat Uwe Bodemann im Morgengrauen bei der Abholzungsaktion des Ihme-Ufers 2011 im Disput mit einem sehr bekannten hannoverschen Musiker, der argumentierte, er sei schon älter und die Bäume seien ihm wichtiger als sein eigenes Wohl.
wenn die stadt hannover normalerweise einen baum zu fällen hat, wie jetzt bei fünf pappeln in der dannenbergstraße, wird den baum-sensiblen hannoveranern stets eine umfangreiche erklärung dazu gegeben.
den detailreichen erklärungstext für die pappelfällung abzuschreiben, über die einzelnen äste, kronen und austriebe, ist mir zu mühsam. man kann ihn vielleicht beim presseamt einsehen.
vermisst haben wir anwohner der glocksee in der calenberger neustadt derartiges schmerzlich, als hier 2011 über 100 bäume innerhalb 24 stunden an der ihme gefällt und weggeschafft wurden.
auch informiert niemand darüber, warum dieser tage im damm zur ihme am üstra-betriebshof dort im erdreich vorhandene alte spundwände, deren genauen standort niemand kennt, geortet und auf dem pflaster farbig markiert werden.
gibt es vielleicht investoren in diesem zusammenhang?
ein eil-antrag der bürgerinitiative calenberger loch zur verhinderung weiterer abholzungen wurde vom gericht gerade dieser tage kostenintensiv abgeschmettert.
so muss ab nächster woche mit einem weiteren baum-massaker gerechnet werden.
noch nichteinmal die hannoversche allgemeine (als "hausblatt" der stadt?, kleiner scherz) erhielt auskunft, wann die fällungen wieder aufgenommen werden.
vermutlich will man auf teufel komm raus ähnliche baum-besetzungen wie 2011 im vorfeld vermeiden, wo sogar ein über 70 jahre alter ratsherr sich in den ästen festkrallte oder ein mitglied des vereins 'begegnung zwischen christen und juden' von vermummten "ninjas" abgeseilt wurde.
Die Bürgerinitiative lädt daher auch weiterhin zu den montäglichen Treffen im Café Glocksee ein (immer 20:00 h), um die aktuellen Entwicklungen zu besprechen und die zukünftigen Aktivitäten abzustimmen.
informierte bewohner der calenberger neustadt warten pessimistisch aufs nächste hochwasser. denn da überschwemmungen das erdreich schnell durchnässen und an der ihme all die abdämmenden alten gemäuer mit riesenaufwand weggesprengt wurden, rechnen viele mit dem schlimmsten. die bäume hier hätten als schutz stehenbleiben müssen, wo sie waren; zum anlehnen, hineinklettern, durch alle wetter unbeirrt langsam weiterwachsend. Im boden verwurzelt, den wind jeden tag durch das geäst abfedernd, ein stabiler und beständiger schutz waren sie...
schon unglaublich eindrucksvoll, wieviel arbeit sich aktive vom jugendzentrum glocksee gemacht haben, um  das desaster am calenberger loch an der ihme zu veranschaulichen.
auf jedem holzkreuz ist ein baum verzeichnet, der hier einmal stand, einer von über 100 bei nacht und nebel weggeschafften: weide, kastanie, birne, erle und so weiter, manchmal auch nur: ganz toller baum, das war ein schöner baum.
das treibt einem die tränen in die augen, auch im hinblick auf die hitzewüste, die nach der noch bevorstehenden kältewüste nächstes jahr hier auf uns zukommt.
wie sang alexandra "mein freund, der baum, ist tot, er starb im frühen morgenrot...mein alter freund aus kindertagen."
auch unseren kindern waren diese bäume alte freunde.

ingeburg peters

Mittwoch, 11. Januar 2012

Die Nord-Südachse fehlt im Nahverkehr Hannover-Linden


Die bevorstehende Diskussion um die Ergebnisse des Gutachtens zu Hochflur vs. Niederflur sollte alle interessierten Lindener aufrufen, sich mit dem Nahverkehr im eigenen Stadtteil zu beschäftigen. Eines der Hauptargumente der Hochflurbefürworter wird die geringfügig teurere Beschaffung von Niederflurfahrzeugen sein. Diese Beschaffung ist aber nur deshalb teurer, weil sie mit einem günstigen Mengenrabatt der Hochflurfahrzeuge verglichen wird.
Sollte der von Ihnen diskutierte Gedanke des späteren Rückbaus der rückbaubaren Haltestelle auf der Benno-Ohnesorg-Brücke weitere Anhänger finden, so könnte eine Ausweitung des Niederflursystems im Bereich der Linien 9, 10 und 17 angedacht werden. Da zudem am anderen Ende über die Anbindung der Südstadt und List an das Niederflursystem diskutiert wird, könnte sich das Kostenargument erheblich relativieren. In den Vordergrund rücken dann städtebauliche und mobilitätsinnovative Argumente. Das alles ist Zukunftsmusik, muss aber bei einer so wichtigen Richtungsentscheidung dringend mitgedacht werden. Da die Koalitionsvereinbarung im Anschluss an das Gutachten ja eine Befragung der Anrainer der Linie 10 vorsieht, sollten wir auch auf diese Flexibilität des Niederflursystems hinweisen.
Das Hochflursystem führt zu einer Ausdünnung der Haltepunkte, wie die geplanten Haltestelle auf der Limmerstraße und die Verschiebung der Schwarze-Bär-Haltestelle zeigen. Die Haltestellen Leinaustraße und Ungerstraße sollen zu einer Haltestelle "Köthnerholzweg" zusammengefasst werden. Die Benno-Ohnesorg-Brücken-Haltestelle ist der Ersatz für die Haltepunkte Deisterstraße/Falkenstraße und optional Friedrikenstift. Auch die Haltestelle Nieschlagstraße und andere an der Linie 9 könnten zur Disposition stehen. Die neuen Hochbahnfahrzeuge werden über keine Trittklappstufen mehr verfügen, so dass durchgehend Hochbahnsteige zwingend notwendig werden.
Im Gegensatz dazu bietet das Niederflursystem auch Möglichkeiten der Querverbindungen, wie sie sich gerade für Linden anbieten. Dankenswerter Weise hat mich Ernst Barkhoff auf die Broschüre "Röhrleef u.a. 1989: Let's go west"(www.pielawa.de/download/lets-go-west.pdf) hingewiesen, in der ein zentraler Punkt erwähnt wird: Durch die Größe und Eigenständigkeit Lindens, das zudem durch die Wasserwege getrennt wird, passt der Stadtteil nicht uneingeschränkt in das sternförmige Straßenbahnnetz, das auf das Zentrum Kröpcke/Bahnhof ausgerichtet ist. Linden hat den Charakter eines eigenständigen Zentrums, das auch eine dementsprechende Infrastruktur benötigt. Vor allem eine Nord-Südachse, die Süd, Bahnhof Fischerhof, Mitte mit Ihmezentrum und Nord verbindet, sieht das Sternnetz nicht vor. Die Busringlinie ist hier nur ein unvollständiger Ersatz. Ich breche die Gedanken an dieser Stelle ab und fordere zur Weiterdiskussion auf.

Mit besten Grüßen
Daniel Gardemin


Dr. Daniel Gardemin Stadtteilgruppensprecher Bündnis 90/Die Grünen Linden-Limmer
Büro Nieschlagstraße – 30449 Hannover
privat: Nedderfeldstraße 22 – 30451 Hannover – 0511/2829779 – 0179/2652910 – daniel@gardemin.dewww.gardemin.de