Donnerstag, 27. April 2017

Wachsende Angst um Altersvorsorge /


AXA Deutschland-Report 2017:  Ruheständler bangen um ihr Auskommen / Alle Bundesländer im Vergleich
Mehrheit der Berufstätigen sieht sich im Alter nicht mehr abgesichert, besonders in Berlin / Stärkere Unterstützung betrieblicher Altersversorgung gefordert / Absicherung im Alter zählt für 79 Prozent der Berufstätigen zu den wichtigsten drei Zielen Köln, 27. April 2017. Exakt 70 Prozent aller Ruheständler in Deutschland be­klagen die Höhe der gesetzlichen Renten als nicht angemessen im Ver­gleich zu ihren Einzahlungen. Zu diesem Ergebnis kommt der AXA Deutschland-Report 2017. Rund sechs von zehn Ruheständlern geben eine gewachsene Angst beim Thema Altersvorsorge an. Damit hat sich dieser Wert gegenüber dem Vorjahr nochmals verschlechtert. Und auch  61 Prozent der Erwerbstätigen erklären inzwischen, dass sie sich nicht mehr ausreichend für den Ruhestand abgesichert sehen, insbesondere vor dem Hintergrund der schon seit Jahren andauernden Niedrigzinsen. Es fordern daher drei Viertel aller Ruheständler (75 Prozent) und zwei Drittel aller Erwerbstätigen (66 Prozent), erhöhte Rentenbezüge als wichtigstes Ziel staatlicher Politik in Deutschland zu setzen - deutlich vor anderen Zielen wie etwa vermehrten Bildungsangeboten oder einer verbesserten Gesundheitsversorgung.


Schwierig

Der Umgang mit Obdachlosen ist nicht gerade einfach für Normalbürger. An der Ihme saß in der Morgenkälte ein Mann mit vollem Gepäck und starrte vor sich hin, dazu Musikuntermalung vom Kofferradio. Fragte: "Kann ich helfen? Do you speak German?" Schreit er mich an: "Ich spreche deutsch, englisch, französisch, türkisch und noch viel mehr." "Also ich soll Sie in Ruhe lassen?" "Ja - und grüßen Sie schön." "Wen?" "Sie wissen schon..."
Dies Urmisstrauen und hinzu Geringschätzung einer Frau, die bestimmt jemand zum "Grüßen" haben muss. Trollte mich resigniert.ip


Ausflugszeit

Die Saison für Ausflüge ist da.
Auf dem Anna-Turm im Deister lärmen Männergruppen.
Die zu den ostfriesischen Inseln übersetzenden Schiffe sind voller Damen-Mannschaften mit Sekt im Gepäck. Ja ist denn jetzt jeden Tag Silvester?
Altengruppen fahren mit der Bimmelbahn zum Brocken hoch.
Gosch in Westerland wird von Tagesausflüglern überrannt, im Gogärtchen Kampen lässt es sich an den Außenbars etwas stilvoller saufen.
Rette sich, wer kann. ip

Flohmarkt im Familienzentrum Südstadt

Kaffee – Kuchen – Kaufen:
Das Familienzentrum Südstadt in der Mendelssohnstraße 24 lädt am Samstag, 6. Mai 2017, von 10 bis 13 Uhr zum Flohmarkt unter dem Motto „Kaffe – Kuchen – Kaufen“ ein. Interessierte haben die Möglichkeit, Kleidung, Haushaltsgegenstände, Bücher und alles, was das Leben schöner macht zu entdecken. Zusätzlich lädt ein großes Kuchenbuffet zum Verweilen ein. Und während die Eltern stöbern, können sich die kleinen Gäste beim Kinderschminken in Löwen, Elfen oder Schmetterlinge verwandeln lassen. Wer etwas verkaufen möchte, kann sich unter Tel. 0511 / 88 99 37 anmelden. Die Tischgebühr beträgt 5 Euro sowie einen selbstgebackenen Blechkuchen. Das Familienzentrum Südstadt ist eine Einrichtung der Stephansstift Kindertagesstätten und Familienzentren gGmbH.


Stadtarchiv Hannover präsentiert Ausstellung „Papier ist nicht geduldig“


Papier ist noch immer der wichtigste Informationsträger – und vom Verfall bedroht. Archive und andere Kulturinstitutionen verfügen in großem Umfang über historisch wertvolle Handschriften, Grafiken und Akten. Die Erhaltung dieses Kulturguts ist eine tägliche Herausforderung, denen sich eine Wanderausstellung im Stadtarchiv Hannover unter dem Titel „Papier ist nicht geduldig“ widmet. Die Ausstellung ist vom 4. Mai bis zum 16. Juni, dienstags und donnerstags von 11 bis 18 Uhr, freitags von 8.30 bis 15.30 Uhr, zu sehen.
Zur Ausstellung: Die vom Arbeitskreis der nordrhein-westfälischen Papierrestauratoren entwickelte Schau zeigt anhand von Tafeln eindrücklich, welche Schäden den schriftlichen Zeugnissen drohen und welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden können. Die Berücksichtigung grundlegender konservatorischer Anforderungen bei der Aufbewahrung gehört ebenso dazu wie die Restaurierung der Papiere und Pergamente in Fachwerkstätten. Auch größeren Notfällen wie Bränden müssen die Einrichtungen begegnen können, mit Plänen, Übungen und regionalen Notfallverbünden. Weitere Schautafeln wenden sich speziellen Überlieferungen wie Fotografien und Grafiken zu. Das Stadtarchiv Hannover ergänzt die Wanderausstellung durch eigene Beispiele, mit denen die Notwendigkeit von Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen demonstriert wird. Daneben werden zwei Archivführungen zum Thema angeboten, die insbesondere die Arbeit der Restaurierungswerkstatt zeigen. Ein Vortrag von Dr. Barteleit aus dem Bundesarchiv zum Thema „Vom Bewahren des Vergangenen: Das Problem der Masse“ widmet sich schließlich dem Problem der Bearbeitung von Massenakten. Veranstaltungen während der Ausstellung: Archivführungen am 15. und 24. Mai, jeweils 17 Uhr, „Papierschäden: Erkennen, Behandeln und Versorgen“ Vortrag am 18. Mai, 18.30 Uhr, Dr. Sebastian Barteleit, Bundesarchiv, Berlin: „Vom Bewahren des Vergangenen - das Problem der Masse“

Kein Anlass zum Feiern!

Landesarmutskonferenz zum Tag der Arbeit:

Presseinfo Hannover – Für die Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen ist der 1. Mai, der Tag der Arbeit, kein Feiertag, sondern Anlass auf grundsätzliche Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft hinzuweisen: Die immer größer werdende Spaltung der Gesellschaft zwischen Arm und Reich spiegelt sich auch im Bereich der Erwerbsarbeit wider. Das vermeintliche Jobwunder ist teuer erkauft: mit einer wachsenden Armutsquote und das oft trotz Arbeit! Lars Niggemeyer (DGB Niedersachsen) fordert als Sprecher der LAK: „Die unteren 40 Prozent der Beschäftigten verdienten 2015 weniger als Mitte der Neunziger. Fast 300.000 Erwerbstätige waren laut Landesamt für Statistik 2015 in Niedersachsen dem Armutsrisiko ausgesetzt, soviel wie Osnabrück und Wolfsburg zusammen Einwohner haben. Völlig abgehängt sind Langzeitarbeitslose, deren Zahl mit fast 100.000 in Niedersachsen seit Jahren nahezu unverändert ist. Die LAK fordert einen ausreichend finanzierten öffentlich geförderten Beschäftigungssektor für Langzeitarbeitslose zu fairen Bedingungen!“Martin Fischer (Diakonie in Niedersachsen) weist als Sprecher der LAK darauf hin: „Die Armutsgefährdungsquote lag im Jahr 2015 in Niedersachsen bei 15,9 Prozent und damit um 0,6 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Das war die höchste Quote seit der ersten bundesweit vergleichbaren Berechnung für das Jahr 2005. Laut Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) gelten dementsprechend circa 1,233 Millionen Menschen in Niedersachsen als armutsgefährdet. Die Armutsschwelle liegt bei 930 Euro. Erwerbslose tragen als Personengruppe mit 58,5 Prozent das höchste Armutsrisiko. Die LAK fordert eine deutliche Erhöhung der Regelsätze für Hartz IV!“ Meike Janßen (SoVD Niedersachsen) betont als LAK Sprecherin: “Jeder 80. Deutsche ist Vermögensmillionär, während auf der anderen Seite die Tafeln die wachsende Nachfrage von Menschen, die Probleme mit ausreichender Ernährung haben, kaum noch decken können, und ein Viertel aller Beschäftigten im Niedriglohnsektor arbeiten. Die LAK Niedersachsen fordert mehr Investitionen in Bildung und Infrastruktur und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer.“ Die LAK sieht gerade zum 1. Mai Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbände und alle gesellschaftlichen Akteure stärker als bisher in der Pflicht, sich nachhaltig im Kampf gegen Armut, gegen prekäre Beschäftigung, Niedriglöhne und Arbeitslosigkeit zu engagieren.
Die gesellschaftliche Entwicklung zu mehr Rassismus und Ausgrenzung zeigt, wie notwendig dieses Engagement ist. Die Landesarmutskonferenz LAK Niedersachsen wurde 1995 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von Verbänden, Gewerkschaften und Initiativen. Details und aktuelle Mitglieder siehe anbei.

Begrünte Bunker und grüne Höfe - Vorträge am 3. und 17. Mai in der VHS

Dach- und Fassadenbegrünung:
In der diesjährigen Vortragsreihe zur Dach- und Fassadenbegrünung stehen im Mai noch zwei Veranstaltungen an: Am kommenden Mittwoch (3. Mai) präsentiert Diplom-Geoökologe Michael Richter unter dem Titel „Grüne Dachlandschaften und begrünte Bunker“ Beispiele aus Hamburg. Exakt zwei Wochen danach (17. Mai) referiert Gartenarchitekt Andreas Ackermann über „Grüne Höfe und grüne Wände“. Beginn im Veranstaltungsraum der Ada- und Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover, Burgstraße 14, ist jeweils 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Mittwoch, 3. Mai 2017, 18 Uhr: „Grüne Dachlandschaften und begrünte Bunker“
– Beispiele aus Hamburg Diplom-Geoökologe Michael Richter (HafenCity Universität Hamburg) stellt die Gründachstrategie der Stadt Hamburg vor, die ebenfalls eine grüne Dachlandschaft fördern will und dazu unter anderem Visionen für die Begrünung von alten Bunkern entwickelt hat.
Mittwoch, 17. Mai 2017, 18 Uhr: „Grüne Höfe und grüne Wände“ – Von der Entsiegelung bis zur Bepflanzung Gartenarchitekt Andreas Ackermann aus Hannover wird bei seinem Vortrag auf die Entsiegelung unnötig betonierter Flächen und auf ihre Bepflanzung eingehen und gute Beispiele begrünter Höfe, Einfahrten und Wände vorstellen. Weitere Informationen zum Thema: (05 11) 70 03 82 47 (BUND-Projektbüro Linden) sowie www.begruenteshannover.de.