Samstag, 22. Juli 2017

Niedersächsischer Justizvollzug bildet 1.225 Gefangene aus



104 Haupt- und Realschulabschlüsse, 86 Ausbildungsabschlüsse

Das Niedersächsische Justizministerium zieht eine positive Bilanz des Schul- und Ausbildungsjahres 2016/2017. Von den durchschnittlich rund 4.900 in Niedersachsen inhaftierten Gefangenen nahmen 1.225 - und damit ein Viertel - erfolgreich an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen des niedersächsischen Justizvollzugs teil. Die niedersächsischen Justizvollzugseinrichtungen bieten ein umfangreiches Angebot an Qualifizierungsmaßnahmen.

„Unser Ziel ist, dass jeder Gefangene nach seiner Haftentlassung eine Perspektive hat. Dazu gehört ganz wesentlich ein Bildungsabschluss, um eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben“, sagte die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz. „Ich bin stolz, dass auch in diesem Jahr wieder viele Gefangene die Möglichkeiten genutzt haben, die der Niedersächsische Justizvollzug ihnen mit seinen schulischen und beruflichen Bildungsangeboten bietet. Den Absolventinnen und Absolventen gratuliere ich zu ihrem Erfolg und bedanke mich bei den Justizvollzugsbediensteten für ihr außerordentliches Engagement.“

Insgesamt konnten 47 Hauptschul- und 57 Realschulabschlüsse vergeben werden. 32 junge Gefangene erlangten einen Förderschulabschluss. Zusätzlich wurden landesweit 184 Gefangene in Elementar- und Förderkursen auf den Besuch einer schulischen Ausbildungsmaßnahme vorbereitet. Darüber hinaus haben 146 ausländische Gefangene die deutsche Sprache im Rahmen von zertifizierten Vollzeitmaßnahmen erfolgreich erlernt.

86 Abschlüsse konnten in anerkannten Ausbildungsberufen u.a. im Gastronomie-, Metall-, Bau-, Holzbereich vergeben werden. 142 Gefangene absolvierten Maßnahmen zur Berufsvorbereitung und 267 Gefangene konnten eine Einstiegsqualifizierung oder eine Helferausbildung u.a. in den Bereichen Glas- und Gebäudereinigung, Lager-Logistik, Gastronomie, Metallbau und Garten- und Landschaftsbau abschließen. Zusätzlich absolvierten 138 Gefangene den Europäischen Computerführerschein (ECDL) und 126 erwarben Zusatz-qualifizierungen wie das Schweißzertifikat und den Gabelstaplerführerschein.


Hintergrund:
Inhaftierte Menschen sind überdurchschnittlich häufig schlecht gebildet, gering qualifiziert und verfügen oft nur über wenig Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt. Deshalb sind schulische und berufliche Bildungsangebote im Justizvollzug wichtige Voraussetzungen dafür, dass es den Gefangenen nach der Haftentlassung gelingt, Arbeit zu finden. Ein Arbeitsplatz ermöglicht nicht nur ein geregeltes Einkommen, sondern auch eine Tagesstruktur, soziale Kontakte und Anerkennung. Das sind nachweislich die entscheidenden Faktoren für eine gelungene Resozialisierung.

Nach dem Niedersächsischen Justizvollzugsgesetz dienen Arbeit, arbeits-therapeutische Beschäftigung sowie Aus- und Weiterbildung insbesondere dem Ziel, den Gefangenen Fähigkeiten für eine Erwerbstätigkeit nach der Entlassung zu vermitteln bzw. vorhandene Fähigkeiten zu erhalten oder zu fördern. Da die Bildungsvoraussetzungen und Berufserfahrungen der Gefangenen sehr unterschiedlich sind, halten die Justizvollzugseinrichtungen ein breit gestreutes Angebot an schulischen und beruflichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen vor.
Durchschnittlich waren im Schuljahr 2016/2017 in Niedersachsen rund 4.900 Gefangene in Haft.

Gleichklang, Parship und Ehe für alle



Von Ingeburg Peters


Das Insekt hält sich mit schwirrenden Flügeln in der Luft und lässt sein haarfeines Saugrohr, dreimal länger als die eigene Körpergröße, in die Blüte ein. Die Blüte, die Frau, die Energie, die Nahrung.
Tucholsky: Es gibt keinen Erfolg ohne Frauen. Einstein ließ seine Mileva die Relativitätstheorie entdecken und dafür ihr erstes gemeinsames Kind weggeben. Dichter Erich Fried war wie viele andere von Frauen umgeben, Brecht beutete eine nach der anderen aus.
Kafka instrumentalisierte seine Verlobte. Selbst solch ein kontemplativer Künstler wie der Hannoveraner Hermann Wöhler hatte selbstredend eine Gattin fürs Grobe.
Der Mann, egal welcher sexuellen Orientierung, braucht die Frau fast noch mehr als die Sonne. Germaine Greer in ihrem Buch ‚Der weibliche Eunuch‘: „Ein voller Busen ist in Wirklichkeit ein Mühlstein am Hals der Frau: Er macht sie bei Männern beliebt, die aus ihr ein Mammchen machen wollen, aber sie darf niemals annehmen, dass die Glotzaugen der Männer sie selber sehen.“
Als die Partnervermittlung ‚Gleichklang‘ in Hannover gegründet wurde, verteilten die Gründer im Vorfeld psychologische Fragebogen an Frauen ihrer Umgebung. An mich, meine Angehörigen, selbst an die Ehefrau meines damaligen Webadministrators. Wir sollten dafür ein fachlich hoch qualifiziertes psychologisches Gutachten bekommen. Die anderen füllten wohl brav aus, ich nicht. Und wieder Zitat Prof. Germaine Greer, Oxford: „Freud ist der Vater der Psychoanalyse, sie hat keine Mutter.“
Für den Schirmherrn von ‚Gleichklang‘ war die Frauen-Suche ein Erfolg. Er wurde fündig. Das gleichnamige Café auf der Marienstraße in Hannover ist inzwischen verpachtet.
Mit der Ehe-für-alle wird dann wohl demnächst allen jemand zugeteilt. Wie schon im Altertum Penelope gezwungen wurde: Du kannst wählen, aber wählen musst Du!


Dienstag, 18. Juli 2017

So viele Einbürgerungen von britischen Staatsangehörigen in Niedersachsen wie noch nie

Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen

HANNOVER. Im Jahr 2016 erwarben in Niedersachsen 295 Britinnen und Briten die deutsche Staatsangehörigkeit. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, ist die Zahl der eingebürgerten Personen aus dem Vereinigten Königreich damit im Vergleich zum Vorjahr um 368 % gestiegen. Noch nie zuvor haben sich so viele britische Staatsangehörige in Niedersachsen einbürgern lassen.

Ein Zusammenhang mit dem „Brexit" ist naheliegend. Das Interesse an der deutschen Staatsbürgerschaft scheint sich dadurch deutlich erhöht zu haben. Es bleibt abzuwarten, ob es sich hierbei um einen einmaligen Anstieg handelt. Möglicherweise legen sich im Zuge der Austrittsverhandlungen Unsicherheiten und die Zahl der Einbürgerungen von Personen aus dem Vereinigten Königreich nähert sich wieder dem bisherigen Niveau an.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 8.519 Personen per Urkunde Deutsche oder Deutscher. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg von 6,6 %.

Wie bereits in den Vorjahren auch, stellten Personen aus der Türkei mit 15 % (1.278 Personen) den größten Anteil an allen Eingebürgerten. Im Vergleich zum Jahr 2015 reduzierte sich diese Anzahl um rund 25 %.

An Position zwei folgten 650 (7,6 %) eingebürgerte Polinnen und Polen. Auf Platz drei fanden sich 449 (5,3 %) eingebürgerte Personen aus der Ukraine und auf Platz vier 430 (5,0 %) Irakerinnen und Iraker.

Hinweis:
Detaillierte Ergebnisse zu den Einbürgerungen, unter anderem zur Altersstruktur, zum Familienstand und der jeweiligen Rechtsgrundlage sowie Gesamtzahlen nach Geschlecht auf Kreisebene sind in der Regionaldatenbank LSN-Online abrufbar (Zugang: www.statistik.niedersachsen.de). Eine komprimierte Darstellung wird auch in Heft 7/2017 der Statistischen Monatshefte Niedersachsen enthalten sein.

Montag, 17. Juli 2017

So lasst uns denn...

Hoimar von Ditfurths Buchtitel aufgegriffen, Apfelbäumchen und anderes gepflanzt, für die aussterbenden Spatzen und Bienen

Meine #Arche für Insekten,Vögel und anderes Kleingetier. Nur mit den Spatzen muss ich mal n ernstes Wort reden. Seit Jahren bekomme ich nicht eine von den Johannisbeeren ab. Kaum, dass sie rot werden, fällt ein Schwarm über sie her.ip

DFG-VK kündigt Kampagne gegen Fliegerhorst Wunstorf an

Auf der routinemäßigen Mitgliederversammlung hat die Ortsgruppe Hannover/Braunschweig der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) ihre Schwerpunkte für die nächsten zwei Jahre festgelegt. Sie zielen zentral auf den Fliegerhorst Wunstorf, in seiner aktuellen und historischen Dimension.

"Der Fliegerhorst Wunstorf ist heute die zentrale Drehscheibe in Mitteleuropa für weltweite Militäreinsätze. Von hier werden militärische Eingriffe in der ganzen Welt durchgeführt", so Brunhild Müller-Reiß, eine der SprecherInnen der DFG-VK Hannover. „Für den Militärtransporter A400M wurde für fünfzig Millionen Euro die Landebahn erweitert, der gesamte Umbau wird am Ende fast eine halbe Milliarde Euro gekostet haben. In Zukunft wird militärischer Nachschub über das nahe Hannover gelegene Wunstorf gehen“, schließt sie an.

Ralf Buchterkirchen, ebenfalls Sprecher_in, ergänzt: "Krieg beginnt hier. Wir wollen nicht, dass aus der Region heraus die militärische Logik von Macht und Gewalt exportiert wird. Hier sehen wir uns als Friedensbewegung in der Verantwortung".

Mit öffentlichen Aktionen und Informationsveranstaltungen wollen die Friedensaktivist_innen auf die in der direkten Umgebung gelegene Militärbasis und ihre Risiken für den europäischen und weltweiten Frieden aufmerksam machen und zum Protest anregen.

Scharf greifen die Aktivist_innen zudem die Vergangenheitsbewältigung der Bundeswehr an. Dass gerade von diesem historisch schwer belasteten Militärgelände wieder Krieg ausgehen soll, empört. Hier wurden die Geschwader ausgebildet, die später Gernika (span. Guernica), Coventry und Warschau angegriffen haben. Eine öffentliche Auseinandersetzung dazu erfolgt bis heute nicht, stattdessen hält die Stadt Wunstorf noch immer daran fest, mit einer eigenen Straße die Kriegsverbrecher des Geschwader Boelcke zu ehren. Hier ist Aufarbeitung und Auseinandersetzung dringend nötig – und gilt es, sich endlich von den Kriegsverbrechen der Wehrmacht zu distanzieren. Die DFG-VK Hannover wird immer wieder Proteste unterstützen, die Aufarbeitung einfordern und die Schließung des Fliegerhorstes Wunstorf fordern.

 

Tempus fugit

Wurde gefragt:
Erscheinst du denn nicht mehr im Druck?

Nein,nach jeder Ausgabe ein Nervenzusammenbruch... Und vor der Haustür wird nicht mal mehr die FAZ oder Süddeutsche aufgehoben, obwohl (oder gerade weil?) dort Studenten wohnen.

Und hast du keine Angestellten mehr?

Nein, die Computer übernehmen die gleichförmigen Arbeiten, und dies "Schwungrad" sein, bin froh, dass ich das los bin.
Dadurch entsteht mehr Zeit für meine meinungsstarke Onlinezeitung www.regionalmedien.de

Der gesamte Begriff der Information ist durch das Internet obsolet geworden. Welche Information und von wem? Von der Regierung, oder von einer Nichtregierungsorganisation usw., wer entscheidet wann?
Der Redakteur sucht Meldungen von Diensten heraus, die von der Größe her gerade in sein Layout passen...usw.
IP

Freitag, 14. Juli 2017

Der Filmtipp: Fassbinders "Martha"

Erst heute vor 40 Jahren durften Frauen ohne Einwilligung des Ehemanns berufstätig werden.
Nun - mit Gleichberechtigungs-Gehirnwäsche hat mich damals an meinem Geburtstag, 1.Tag Volljährigkeit, ein 25Jahre älterer Vereinsberichterstatter, der zu dem Zeitpunkt bereits 2familien samt Hausständen hinter sich gelassen hatte, 100 000 DM Kredite unterzeichnen lassen.
Heute setze ich mich deshalb für die Entnutzung der Frau ein. Nett sein war gestern.
Ein extrem guter film ueber Hausfrauen- und Berufstaetigkeit vor 40 Jahren incl. maennlichem sadismus und weiblicher opferhaltung ist "Martha" von Rainer Werner Fassbinder, einschliesslich der legendaeren kamerarundfahrten seines kuerzlich verstorbenen kameramanns. ip

https://t.co/xVy6ur6r1F Wenn Helmut nach Hause kommt...: gruseliger kann es nur Edgar Allen Poe darstellen

Philosoph Peter Sloterdijk: "Dass die Domestikation des Menschen das große Ungedachte ist, vor dem der Humanismus von der Antike bis in die Gegenwart die Augen abwandte -dies einzusehen genügt, um in tiefes Wasser zu geraten."
Siehe auch der italienische Philosoph Diego Fusaro unter www.filosofico.net