Die neue variabel verzinsliche Schatzanweisung des Landes Niedersachsen ist mit einer Laufzeit von 7 Jahren begeben worden. Das Wertpapier im Volumen von 1 Mrd. € wird mit einem Aufschlag von 0,10% zum 3-Monats-Euribor verzinst und ist ab dem 31.5.2012 am Kapitalmarkt erhältlich. Wie Finanzminister Möllring heute in Hannover erklärte, wurde für die Begebung der Schatzanweisung des Landes ein Konsortium bestehend aus NordLB, Bayerische Landesbank, HSBC und Landesbank Baden-Württemberg mandatiert. Die erste Anleihe des Landes, die mit dem Rating von AAA der Agentur FitchRatings versehen sein wird, stieß bei Investoren im In- und Ausland auf reges Interesse, so Möllring. Das Land profitiert mit dieser Anleihe von den weiterhin niedrigen Zinsen für Emittenten höchster Bonität._____________________________________________________________________ Die technischen Daten der Emission lauten: Volumen: 1 Mrd. €, Laufzeit 7 Jahre Valuta: 31.05.2012 Fälligkeit: 31.05.2019 Verzinsung: 3-Monats-Euribor +0,10 % Börsen: Hannover und Frankfurt
Mittwoch, 23. Mai 2012
Niedersachsen begibt variable Jumbo-Schatzanweisung
Dienstag, 22. Mai 2012
MHH rutscht in die roten Zahlen
Pressemitteilung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) vom 22.5.2012: Minus von 15,9 Millionen Euro in 2011 / Hochschule will 170 Stellen einsparen So viele Patienten behandelt wie noch niemals zuvor, ein Höchststand bei den Drittmitteln ¬- und trotzdem ist 2011 kein gutes Jahr für die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) geworden. "Wir haben unser Ziel deutlich verfehlt, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften und mit einem negativen Jahresergebnis von 15,9 Millionen Euro abgeschlossen", betonte Vizepräsident Holger Baumann, zuständig für das Ressort Wirtschaftsführung und Administration, am Dienstag (22. Mail 2012) während der Bilanz-Pressekonferenz. Nach sieben Jahren in Folge mit positiven Bilanzen ist die MHH im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht. "Wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken", ergänzte MHH-Präsident Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann, "denn die MHH ist exzellent aufgestellt." Baumann zählte eine Reihe von Gründen auf, die zu Mehrbelastungen von 23 Millionen Euro geführt hätten. Neben Steigerungen der Personalkosten durch Tariferhöhungen (+ 4,4 Millionen Euro), Sachkostensteigerungen (+ 3,2 Millionen Euro), ein Plus bei den Energiekosten (+ eine Million Euro) und Mindereinnahmen wegen der EHEC-Epidemie (- 2,9 Millionen Euro) - alle in den Fallpauschalen nicht ausgeglichen - führte der Vizepräsident einen überproportionalen Anstieg bei der Belegschaft um 170 Vollkräfte an, ohne dass es im vergangenen Jahr entsprechende Mehrleistungen gegeben habe. "Hinzu kommt, dass in der Krankenversorgung die Preise für unsere stationären Dienstleistungen über den niedersächsischen Landesbasisfallwert gesunken sind", sagte Baumann, was ein Minus von einer halben Million Euro ausmacht. Professor Dr. Dieter Bitter-Suermann ergänzte an dieser Stelle: "Käme ein bundesweit einheitlicher Basisfallwert zum Einsatz, hätte es uns 2011 fünf Millionen Euro Mehrerlös gebracht, ganz zu schweigen vom saarländischen oder rheinland-pfälzischen Landesbasisfallwert, der uns für die gleichen Leistungen 22 Millionen Euro mehr eingespielt hätte." Da bei einer Auslastung der Klinik von mehr als 90 Prozent und einem Allzeithoch bei den ausgegebenen Drittmitteln von mehr als 86 Millionen Euro kaum noch Leistungssteigerungen zu realisieren sind, will die MHH mit einem Sparkurs gegensteuern. Der Personalbestand soll auf den Durchschnitt des Jahres 2010 zurückgeführt werden. Damit müssten etwa 170 Vollkraftstellen eingespart werden bei 7.610 Vollkräften insgesamt. Außerdem will die Hochschule versuchen, auch den Anstieg der Sachkosten zu bremsen, in dem bestimmte Kostenarten gedeckelt werden. Schließlich sollen auch Prozesse weiter optimiert und damit Abläufe schneller gemacht werden. Die Krankenversorgung Die MHH hat im vergangenen Jahr mit 57.181 stationären Behandlungsfällen (plus 2.306 Fälle) so viele Patienten betreut wie noch niemals zuvor. Auch im ambulanten Bereich konnte die Hochschule die Behandlungskontakte noch einmal um 52.095 auf 385.437 Behandlungskontakte steigern, rechnet man die Ambulanzzentrum GmbH hinzu waren es sogar 415.782 Behandlungskontakte. Ein Teil dieser Leistungssteigerung geht auf die Übernahme der Hautklinik Linden zurück. Die Verweildauer der Patienten sank erneut leicht von 8,28 Tage im Jahr 2010 auf nunmehr 8,09 Tage. "Wir sind im vergangenen Jahr so fleißig gewesen wie noch nie", sagte MHH-Vizepräsident Dr. Andreas Tecklenburg, "versuchen seit einem Jahrzehnt im gedeckelten Gesundheitskostensystem durch Optimierung zu überleben und doch reichen die Erlöse hinten und vorne nicht." Da die Erlöse über die Fallpauschalen gedeckelt seien, die Kosten aber ständig stiegen, müsse zwangsläufig jede Klinik irgendwann in die roten Zahlen rutschen. "Gerade die EHEC-Edipemie oder die H1N1-Fälle im Jahr zuvor haben gezeigt, wie leistungsfähig die deutsche Spitzenmedizin ist. Dafür werden wir zwar gelobt, doch am Finanzierungssystem im Gesundheitswesen ändert sich nichts." Damit will der Klinik-Manager nicht von eigenen Problemen der MHH ablenken: "Wir werden unsere Hausaufgaben machen und alle gemeinsam an einem Strang ziehen, damit wir unseren erfolgreichen Weg weitergehen können." Die Forschung "Die Luft ist für die MHH dünner geworden." So umriss MHH-Präsident Professor Bitter-Suermann, zuständig für die Ressorts Forschung und Lehre, das Jahr 2011 aus sicht der Forschung. Mit mehr als 86 Millionen Euro ausgegebenen Drittmitteln erzielte die MHH zwar ein Spitzenergebnis und zählt nach wie vor zu den forschungsaktivsten Hochschulen. "Gleichzeitig ist aber die Zahl der nicht verlängerten oder abgewiesenen Anträge gewachsen, denn die Konkurrenz schläft nicht." So schied das Klinische Studienzentrum aus der Förderung des Bundesforschungsministeriums aus, auch der Biobank-Antrag der MHH wurde vom Ministerium nicht berücksichtigt. Beide sind aber unverzichtbar und werden nun aus eigenen Mitteln etabliert. Während die MHH beim Deutschen Zentrum für Lungenforschung und beim Deutschen Zentrum für Infektionsforschung mit zu den geförderten Standorten gehört, wurde die Hochschule beim Deutschen Zentrum für Herzforschung nicht berücksichtigt. Der Mangel an Laborfläche konnte mit Bau des Pädiatrischen Forschungszentrums aus Mitteln des Konjunkturprogrammes II gemindert werden. "Und mit den Neubauten des CRC, des Klinischen Studienzentrum Hannover, und des NIFE, des Niedersächsischen Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung, haben wir gleich neben der MHH zwei hervorragende Kooperationsprojekte am Start", ergänzte der Präsident. Gespannt wartet man an der MHH auf den 15. Juni: Dann entscheidet sich, ob der Exzellenzcluster REBIRTH zu Regenerativer Medizin und die Graduiertenschule Hannover Biomedical Research School (HBRS) weiterhin von der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert werden und ob die MHH innerhalb eines Oldenburger Exzellenzclusters zum Thema Hören berücksichtigt wird.
Montag, 21. Mai 2012
Original Sacher-Torte
"Dann war es keine echte, dann war es die falsche Bäckerei, das falsche Café, eben kein Original Sacher-Café." war meine Entgegnung mit der Erkenntnis: Sogar in Wien selbst, dem Geburtsort der Original Sacher-Torte, muss man also aufpassen, um das geniale Original-Gebäck aufzufinden.
Geschweige denn in Norddeutschland, in Hannover gar. Hier kann man weit und breit nur miserable Kopien kosten, die den Namen nicht verdienen.
Mit dem Luxus-Problem schon über viele Jahre befasst, gibt es dank des Internets für mich inzwischen eine ganz einfache, erfrischende Lösung: http://shop.sacher.com/ angeklickt - und Sie bekommen die mit Schokoladenglasur überzogene, süße Kaloriensünde in dem Holzkistchen mit Goldecken, das an eine Zigarrenschachtel erinnert, direkt ins Haus geliefert.
Wenn dann nochmal jemand etwas Ungenaues sagt, lassen Sie ihn oder sie einfach kosten.
Ich hab's getan und vor allem die jungen Leute verdrehten die Augen vor Entzücken: Dieser zarte Schmelz außen, innen Marillenkonfitüre-Füllung. Und schwupps war die relativ flache, gedrungene Torte weg, es reichte nicht mehr für die Nachzügler.
Im Sacher-Shop entdeckte ich auch noch Gewürzguglhupf, Schokerlkuchen mit Eierlikör und das ganze übliche Merchandising-System. Sowie Bilder vom Hotel Sacher Wien, der Heimat Heimito von Doderers und seiner Strudlhofstiege, das mich von außen etwas an die Optik von Kastens Hotel in Hannover erinnert. Es liegt gegenüber der Wiener Staatsoper und wird heute von Mutter und Tochter Dkfm. Gürtler geleitet.
Ich war noch nie in Wien, wo 1832 der 16jährige Kocheleve Franz Sacher am Hofe des Fürsten Metternich die weltberühmte Original-Sacher-Torte als Dessert kreierte. Sie wird nach wie vor in traditioneller Weise und reiner Handarbeit hergestellt. Am besten schmeckt sie mit ungesüßtem Schlagobers. Fachgerecht teilt man die süße Köstlichkeit mit einem befeuchteten Sägemesser. ip
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| Hier hinein zu gehen, dazu gehört natürlich schon ein wenig Courage und die entsprechend korrekte Kleidung...ins Hotel Sacher. Die Original Sacher-Torte hingegen kann man inzwischen dank Internet zuhause in T-Shirt und 5-Euro-Hosen verkosten. |
Samstag, 19. Mai 2012
Dienstag, 15. Mai 2012
Umweltdetektivtag Kräuter
Aktionstag für Kinder von 6 – 11
Jahren
Was kann man alles mit Kräutern
machen? Wann ist ein Kraut ein Unkraut und kann man wirklich Brennnesseln essen?
Am 29.Mai 2012 können Mädchen und
Jungen selbst einen Nachmittag lang als Umweltdetektiv oder Umweltdetektivin
forschen, Gartenkräuter selbst pflanzen, spielen und viel Spaß mit anderen
Kindern haben.
Der Aktionstag findet statt am
Dienstag, den 29.05.12 von 15.00 – 17.30 Uhr im Garten der Naturfreundejugend in
Hannover Hainholz und kostet 3,- € für Mitglieder der Naturfreunde und 5,- € für
alle anderen.
Anmeldung und
Information:
Naturfreundejugend Hannover
Maschstr.
24
Fon:
0511 – 809 45 66
Fax:
0511 – 980 56 35
eMail:
post@naturfreundejugend-hannover.de
geht uns die puste aus? beschäftigungspolitische vorschläge zu vatertag und himmelfahrt
"es sind die eisheiligen", wenden in stammtisch-manier die ewig gestrigen alte bauernregeln auf die derzeitigen klima-verhältnisse an, während die mauern fast einfrieren, aber durch die dachfenster dennoch eine gnadenlose sonnenstrahlung brennende hitze erzeugt.
viele leute klagen über atem-not und schlaflosigkeit, haben enorme kreislauf-probleme wegen des auf und ab der temperaturen.
aber interessiert es jemand in politik und medien wirklich in dem nötigen maße, dass uns offensichtlich die puste auszugehen droht?
mal hier und da ein allgemeiner hinweis auf klima-veränderungen, teilweise sogar von pr-agenturen für schleichwerbung missbraucht, das war's dann schon.
niemand sucht offensichtlich möglichkeiten, schnell und gründlich gegenzusteuern, man geht lieber zur tagespolitik über.
während 80 000 deutsche in der rüstungsindustrie tätig sind und millionen von menschen weltweit durch kleingewehre von heckler und koch getötet werden, finden sich in deutschland gesamtgesellschaftlich nur marginal winzige kreise bereit, mit der natur zusammen zu arbeiten statt gegen sie.
wasser galt einst als heilig, die atemluft in allen religionen (atman, prana, chi usw.) als kern-element des lebens.
das sind doch die wirklich wichtigen und mit hochdruck und reichlichen geldmitteln auszustattenden und zu bearbeitenden zusammenhänge hier und jetzt: in diese bereiche könnten wir die 80 000 Feinmechaniker des militärisch-industriellen Komplexes hinüberleiten.
Finanziell könnte sich Deutschland das ohne weiteres leisten.
Es müsste nur der Volkswille gehört werden, und der ist gegen Rüstung und für eine lebenswerte Zukunft.
Boehringer, Rheinmetall, Krauss Maffei Wegmann, Thyssen Krupp ("I payed Hitler") könnten ihren derzeit wieder florierenden gewinnträchtigen Rüstungsbereich, von dem unsere Eltern sich beim letzten Kriegsende mit vollmundigen Parolen wie "Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus" verabschiedet hatten, umwandeln in einen technischen Emissionsfreiheits-Beratungsservice (das lange Wort habe ich grad erfunden) - beispielsweise für China und Indien. Imagine...
Ingeburg Peters
viele leute klagen über atem-not und schlaflosigkeit, haben enorme kreislauf-probleme wegen des auf und ab der temperaturen.
aber interessiert es jemand in politik und medien wirklich in dem nötigen maße, dass uns offensichtlich die puste auszugehen droht?
mal hier und da ein allgemeiner hinweis auf klima-veränderungen, teilweise sogar von pr-agenturen für schleichwerbung missbraucht, das war's dann schon.
niemand sucht offensichtlich möglichkeiten, schnell und gründlich gegenzusteuern, man geht lieber zur tagespolitik über.
während 80 000 deutsche in der rüstungsindustrie tätig sind und millionen von menschen weltweit durch kleingewehre von heckler und koch getötet werden, finden sich in deutschland gesamtgesellschaftlich nur marginal winzige kreise bereit, mit der natur zusammen zu arbeiten statt gegen sie.
wasser galt einst als heilig, die atemluft in allen religionen (atman, prana, chi usw.) als kern-element des lebens.
das sind doch die wirklich wichtigen und mit hochdruck und reichlichen geldmitteln auszustattenden und zu bearbeitenden zusammenhänge hier und jetzt: in diese bereiche könnten wir die 80 000 Feinmechaniker des militärisch-industriellen Komplexes hinüberleiten.
Finanziell könnte sich Deutschland das ohne weiteres leisten.
Es müsste nur der Volkswille gehört werden, und der ist gegen Rüstung und für eine lebenswerte Zukunft.
Boehringer, Rheinmetall, Krauss Maffei Wegmann, Thyssen Krupp ("I payed Hitler") könnten ihren derzeit wieder florierenden gewinnträchtigen Rüstungsbereich, von dem unsere Eltern sich beim letzten Kriegsende mit vollmundigen Parolen wie "Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus" verabschiedet hatten, umwandeln in einen technischen Emissionsfreiheits-Beratungsservice (das lange Wort habe ich grad erfunden) - beispielsweise für China und Indien. Imagine...
Ingeburg Peters
Samstag, 5. Mai 2012
"ABC der Lähmungen- Ein Kneipenroman"
jede freie stunde meiner volontärszeit habe ich, wie andere intellektuelle auch, bei erich im gasthus honovera in der hannoverschen altstadt verbracht.
alle lokale, die es heute dort in nachfolge gibt, bieten nichts, aber auch wirklich gar nichts von dem, was erich und erika boten: heimat, diskurs, familienersatz.
mein verlobter kellnerierte sogar für ihn. ich hockte derweil herum, an die abgeschabte holzverkleidung gelehnt, ins weiße luchterhand-büchlein vertieft, thema alexander mitscherlich über die idee des friedens und die menschliche aggressivität.oder war's suhrkamp?
adam seide hat nun diese kneipen-szenerie im oben genannten buch beschrieben.
wenn ich das bild von erich dazu ansehe, dieses völlig selbstlosen, bescheidenen, gutmütigen menschen, den wir alle sehr lieb hatten, denke ich gern an die schön verrückte zeit zurück.
wollte ich journalistenkollegen von dpa oder überregionalen zeitungen ein wenig hannover-flair schnuppern lassen, führte ich sie natürlich zu erich. wohin sonst?
gesuchte terroristen saßen dort neben zuhältern und professoren, kommunistischen setzern und nymphomanischen setzerinnen, drogenabhängigen, waisenkindern, abgerissenen wohnungslosen, eloquenten alkoholikern, kindergärtnerinnen, hotelerben, und natürlich dichtern und bildenden künstlern.
von zeit zu zeit machte man sich sein späßchen mit erich.
vor allem am nachmittag des heiligen abends musste jeder anwesend sein, der was auf sich hielt, denn dann wurde der gesamte weihnachtsbaum in brand gesetzt("angezündet").
das gab's nur einmal, das kommt nie wieder. ip
ISBN 978-3-03774-046-0 (ISBN 978-3-03774-044-6 führt nicht zum Ziel !)
alle lokale, die es heute dort in nachfolge gibt, bieten nichts, aber auch wirklich gar nichts von dem, was erich und erika boten: heimat, diskurs, familienersatz.
mein verlobter kellnerierte sogar für ihn. ich hockte derweil herum, an die abgeschabte holzverkleidung gelehnt, ins weiße luchterhand-büchlein vertieft, thema alexander mitscherlich über die idee des friedens und die menschliche aggressivität.oder war's suhrkamp?
adam seide hat nun diese kneipen-szenerie im oben genannten buch beschrieben.
wenn ich das bild von erich dazu ansehe, dieses völlig selbstlosen, bescheidenen, gutmütigen menschen, den wir alle sehr lieb hatten, denke ich gern an die schön verrückte zeit zurück.
wollte ich journalistenkollegen von dpa oder überregionalen zeitungen ein wenig hannover-flair schnuppern lassen, führte ich sie natürlich zu erich. wohin sonst?
gesuchte terroristen saßen dort neben zuhältern und professoren, kommunistischen setzern und nymphomanischen setzerinnen, drogenabhängigen, waisenkindern, abgerissenen wohnungslosen, eloquenten alkoholikern, kindergärtnerinnen, hotelerben, und natürlich dichtern und bildenden künstlern.
von zeit zu zeit machte man sich sein späßchen mit erich.
vor allem am nachmittag des heiligen abends musste jeder anwesend sein, der was auf sich hielt, denn dann wurde der gesamte weihnachtsbaum in brand gesetzt("angezündet").
das gab's nur einmal, das kommt nie wieder. ip
ISBN 978-3-03774-046-0 (ISBN 978-3-03774-044-6 führt nicht zum Ziel !)
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