Freitag, 17. Mai 2019

Schaub für zivile und militärische Bauten

Hannover. Das Staatliche Baumanagement Hannover hat eine neue Amtsleitung. Am Donnerstag führte Gert Leissing, Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Bau und Liegenschaften, Alexander Schaub, in sein neues Amt ein.
Der 44-jährige Alexander Schaub arbeitete nach seinem Architekturstudium zunächst in einem Architekturbüro in Kassel und wechselte 2008 zum Staatlichen Baumanagement. In Hannover und im Staatlichen Baumanagement Weser-Leine sammelte er unter anderem Erfahrung im Landesbau und im Bereich zivile und militärische Bundesbauten. Von 2014 bis zu seinem jetzigen Wechsel nach Hannover war Schaub beim Staatlichen Baumanagement Ems-Weser in Wilhelmshaven als Baugruppenleiter und Vertreter der Amtsleitung tätig. Dort hat er sich vor allem der Bauaufgaben der Bundeswehr in den großen Marineliegenschaften angenommen.

Über das Staatliche Baumanagement Hannover
Das Staatliche Baumanagement Hannover führt als eines von acht staatlichen Bauämtern in Niedersachsen Baumaßnahmen des Landes und des Bundes durch – von der Bauunterhaltung bis hin zu Neubauten mit hochwertigen wissenschaftlichen Ausrüstungen. Mit rund 190 Beschäftigten und einem jährlichen Bauvolumen von 85 Millionen Euro betreut das Amt mehr als 1.000 Bauwerke in und um Hannover. Dazu zählen der Niedersächsische Landtag, die Staatskanzlei, die Ministerien und das Landesmuseum.

 

Donnerstag, 16. Mai 2019

Die KapitalWalze wälzt sich weiter durch meine Straße

#Hannover. Die letzten zwei Bewohner von LenauStraße 11 sind abtransportiert worden. Developer (auf gut deutsch: Investorenknecht) Roman Wrobel war zur Vollendung im für seine Körpergröße völlig überdimensionierten Schlitten angerauscht und besaß die Geschmacklosigkeit, mich sofort auf dem Gehweg anzusprechen, ob ich verkaufe. Ich hätte ja seine Nummer.  Andere aus der Straße würden auch verkaufen... Fragte "Kriegen Sie denn den Hals nicht voll".
Sollte ich also demnächst verunfallen, einem Anschlag erliegen, wegen irgendwas belangt werden, oder meine Hütte brennt ab, denkt an Gremlizas Feststellung: "Wer (bei der Gewinnmaximierung) nicht mitmacht, wird ausgeschaltet." ip

Die geheime Welt der Pilze – Gift, Genuss und Mythos


Mitteilung der Stadt Osnabrück, Referat Medien und Öffentlichkeitsarbeit

Neue Ausstellung im Museum am Schölerberg zeigt heimischen Pilzkosmos und räumt mit Irrglauben auf

16.05.2019. Herkuleskeule, Bauchwehkoralle oder Ziegenlippe…  Pilze – genauso skurril wie ihre Namen sind oft auch ihre Gestalten. Vom 19. Mai bis 26. Januar kann ihre ungemeine Artenvielfalt in einer neuen Ausstellung im Museum am Schölerberg bewundert werden. Und das nicht nur im Miniaturformat. Ein Riesenfliegenpilz vor dem Eingang des Museums lässt vermuten – diese Welt steckt voller Überraschungen und Superlative! Der Natur- und Geopark TERRA.vita und die Pilzfreunde Osnabrück steuern ein großes Rahmenprogramm mit Pilzwanderungen, Pilzsprechstunden und vielen mehr bei.

Die Ausstellung wird am Sonntag, 19. Mai, um 11 Uhr zum Internationalen Museumstag mit einem Vortrag des bekannten Pilzberaters Dietmar Krüger eröffnet und wird bis zum 26. Januar zu sehen sein. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei.

Wer im Herbst in die Pilze geht, der sammelt häufig Steinpilz, Pfifferling & Co. Doch das, was da in der Pfanne landet, ist nur ein Bruchteil einer Welt, die weitestgehend im Verborgenen liegt. „Pilze sind überall, ob in unseren Frühstücksbrötchen, in unserer Medizin oder im Waschmittel. Man findet sie sogar im Tiefseeboden oder im Weltall. Sie beeinflussen unser tägliches Leben mehr, als die meisten von uns ahnen.“ stellt Norbert Niedernostheide, Direktor des Museums am Schölerberg, heraus. Mit schätzungsweise bis zu fünf Millionen Arten gibt es mehr Pilz- als Pflanzenarten auf der Welt. „Dennoch spielen sie in der öffentlichen Wahrnehmung und Bildungsarbeit der meisten Naturkundemuseen bislang nur eine kleine Rolle. Ich bin daher stolz, dass es uns gelungen ist, aus diesem außergewöhnlichen Thema eine spannende Ausstellung zu gestalten.“

Die Schau im Museum am Schölerberg bringt Pilze im wahrsten Sinne des Wortes groß raus und klärt vermeintlich einfache Fragen:  Was sind Pilze überhaupt? Wo leben sie? Wie pflanzen sie sich fort? Wie ernähren sie sich? Drei Meter hohe Pilzmodelle versetzen Besuchende in die Ameisenperspektive, während unter der Lupe Mikrokosmos der Pilzwelt entdeckt werden kann. Riechstationen überraschen mit intensiven Gerüchen – vom leckeren Trüffel-Aroma bis zum beißenden Aas-Geruch der Stinkmorchel. In der Abteilung Pilze als Parasiten wird es noch skurriler. Hier befallen sie Insekten und machen diese zu echten Zombies. Neben einer großen Sammlung detailgetreuer Pilzmodelle zu heimischen Arten, verblüfft eine Keramikpilzsammlung mit der Gegenüberstellung von Speise- und Giftpilzen.

Jan Hendrik Hoerner, Wissenschaftlicher Volontär im Museum, hat lange zusammen mit Ausstellungsgestaltern und der Unterstützung von verschiedensten Leihgebern und Partnern wie unter anderem der Universität Bielefeld, der Goethe-Universität Frankfurt am Main, dem Museum Wiesbaden oder auch Kunsthandwerkern das Konzept der Ausstellung auf das Museum am Schölerberg zugeschnitten. „Schön ist es, dass es dem Museum gelingt auch naturwissenschaftliche Themen über eine gewisse Ästhetik zu vermitteln.“ so Patricia Mersinger, Leiterin des Fachbereiches Kultur der Stadt Osnabrück.

Pilzwissen live! Pilzberatungen, Wanderungen und Workshops und mehr
„Toll ist auch die Zusammenarbeit mit dem Natur- und Geopark TERRA.vita und den Pilzfreunden Osnabrück“ freut sich Niedernostheide. Gemeinsam mit den Pilzexpertinnen und -experten sind rund 40 Veranstaltungen für Jung und Alt als Begleitung zur Ausstellung entstanden: Pilz-Fans und solche, die es werden wollen, können in offenen Pilzsprechstunden ihre Pilzfunde bestimmen lassen, in kulinarischen Workshops Rezepte ausprobieren oder auf Wanderungen ihre Artenkenntnis aufpolieren. Höhepunkt wird das Pilz- und Apfelfest am 22. September mit einer großen Frischpilzausstellung und unterschiedlichen Aktivstationen. Alle Veranstaltungen unter: www.geheime-welt-der-pilze.de

Die Ausstellung wird gefördert von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, der Haarmann-Stiftung Umwelt Natur, der Stiftung der Sparkasse Osnabrück und dem Landschaftsverband Osnabrücker Land.

Eröffnung: Sonntag | 19.05.2019 | 11 Uhr | Eintritt frei
Laufzeit: Bis 26. Januar 2020
Eintritt: Der Eintritt ist im Ticket für das Museum am Schölerberg enthalten.
Ort: Museum am Schölerberg, Klaus-Strick-Weg 10, 49082 Osnabrück
Öffnungszeiten: Montag: geschlossen, Dienstag: 9 bis 20 Uhr, Mittwoch bis Freitag: 9 bis 18 Uhr, Samstag: 14 bis 18 Uhr, Sonntag: 10 bis 18 Uhr



Ist die #Europawahl wirklich eine Wahl?






Wie weit kann ich #europa auf die lokale ebene herunterspiegeln? Auf hannover versuchsweise und dann auf ostdeutschland?
#hannover:
 An der ihme gab es vor 50 jahren riesige fabrikruinen, den gasometer, wo jetzt die berufsschule ist, eine finstere gegend war es, meine straße vermüllt, mit allerlei schrägen bewohnern. Das mit dem müll ist durch die hotelinvestoren mit ihren arktisgewinnen besser geworden…
Wie ist es im Umfeld? Nicht nur das ruinierte  ihmezentrum ist von brütenden tauben belastet, so dass man es ohne gesundheitsgefahr nicht mehr durchqueren kann. Dieselbe situation herrscht im bahnhof. Wer sich dort etwas zu essen kauft, darf nicht nach oben blicken. Die fahrstühle der bahn sind  versifft, der gesamte raschplatz sowieso. Es werden milliarden eu-gelder für den mega-hub Lehrte ausgegeben, aber die infrastruktur im kleinen geht vor die hunde. Auch in linden am küchengarten und beim limmern in der limmerstraße scherben über scherben.
Die bürgerinnen wandern zum bezirksrat oder in die bürgersprechstunde, werden dort nur noch mehr frustriert. Die auf entengröße vollgefressenen, bald flugunfähigen, tauben seien ein europäisches tierschutzproblem…
 Die polizei geht nur noch zu zweit auf streife. Und als kürzlich am kiosk humboldtstraße einige osteuropäer gefilzt wurden, rückte sogar ein ganzes dutzend mehrsprachige polizist!nnen an , denen die freunde der festgenommenen den blanken hintern zeigten. Da heißt es ruhig bleiben.
#ostdeutschland:
Hatte an einer wanderung entlang der ehemaligen zonengrenze teilgenommen. Obwohl die teilnehmer!nnen bereits zur kindergeneration der damaligen ddr gehörten, konnte ich das ungeheure leiden spüren, wenn wir an den einst vom westen verbarrikadierten brücken und gebäuden und landschaften vorbeikamen. Liebevoll hat man dort nach der wende restauriert. Müll wegwerfen wird nicht toleriert. Und nun soll die eu das sagen haben? Eine organisation zur zerstörung europas? Eine walze zum plattmachen regionaler eigenaktivitäten als vorbereitung weiterer wirtschaftlicher globalinteressen, wenn es sein muss, auch mit militärischen mitteln?
Die eu als verarschung? Auch die einführung des euros war für mich nichts weiter als eine währungsreform zugunsten des kapitals. Die Troika hat die südlichen Länder erpresst, die europäische kommission braucht für ihre teils kriminellen entscheidungen nicht einmal die zustimmung des europäischen parlaments. Zwar wurde wegen TTIP und Ceta nachverhandelt, aber nur auf Druck der zu Zehntausenden auf der Straße demonstrierenden Menschenmassen. Ansonsten hat uns die EU noch mehr Massenproduktion und Erdzerstörung gebracht.
ip




Mittwoch, 15. Mai 2019

Gesundheitsamt informiert über Zecken

Start der Zeckensaison 
Region Hannover kein FSME-Risikogebiet / vor der Urlaubsreise an die FSME-Impfung denken

 

Region Hannover. Die Temperaturen steigen – und damit startet auch die Zeckensaison. Zecken können gefährliche Krankheiten wie Borreliose oder Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) auf den Menschen übertragen. Wer jedoch ein paar Regeln zur Vorbeugung oder nach einem Zeckenstich beachtet, kann die Gefahr einer Infektion deutlich reduzieren. Das Gesundheitsamt der Region Hannover informiert über die wichtigsten Regeln.

Wer seine Urlaubsreise plant, sollte sich informieren, ob das Reiseziel in einem sogenannten FSME-Risikogebiet liegt. Dazu zählen – neben Süddeutschland und seit diesem Jahr auch der Landkreis Emsland – viele Länder in Mittel- und Osteuropa. „Derzeit gibt es keine Therapiemöglichkeiten bei FSME-Infektionen. Wer sich in entsprechenden Gebieten aufhält, sollte sich daher unbedingt impfen lassen“, sagt Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Gesundheitsamtes der Region Hannover. Die Region Hannover zählt zwar nicht zu den FSME-Risikogebieten, dennoch kann auch hier eine FSME-Impfung sinnvoll sein – „besonders für  Personen, die sich beruflich oder in ihrer Freizeit häufig in der freien Natur aufhalten“, so Dr. Yilmaz. Einen Überblick über FSME-Risikogebiete gibt es unter www.nlga.niedersachsen.de

 

Muskel- und Gliederschmerzen, Gleichgewichtsverlust, Störungen des Bewegungsapparats oder hohes Fieber: Das sind einige der Symptome der Krankheit FSME. In den meisten Fällen heilt die Krankheit zwar komplett ab – dann ist der Patient bzw. die Patientin gegen FSME auch immun. In wenigen Einzelfällen können aber Gesundheitsschäden wie Lähmungen, Gleichgewichtsstörungen oder Probleme mit der Aussprache zurückbleiben, leider können auch Todesfälle vorkommen. Eine andere durch Zecken übertragene Erkrankung ist die Borreliose. Sie ist meist an einer großen, kreisrunden Rötung um den Biss zu erkennen: Der Durchmesser beträgt mindestens vier Zentimeter. Diese Stelle breitet sich danach weiter aus und kann Fieber und Muskelschmerzen auslösen. In dem Fall sollten Betroffene umgehend einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Mithilfe von Antibiotika kann diese Erkrankung innerhalb kurzer Zeit geheilt werden. Bleibt die Behandlung aus, kann Borreliose schwerere Ausmaße annehmen.

 

Wie schütze ich mich vor Zecken?

Einen sicheren Schutz vor Zeckenstichen gibt es nicht. Aber Sie können das Risiko minimieren:

Vermeiden Sie den Aufenthalt im hohen Gras oder Unterholz.Tragen Sie geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und lange Hosen.Ziehen Sie die Socken über die Hosenbeine – denn Zecken sitzen hauptsächlich im Unterholz und an Gräsern.Tragen Sie helle Kleidung. Zecken lassen sich gut darauf erkennen und noch vor einem Stich entfernen.Verwenden Sie insektenabweisende Mittel. Diese helfen zumindest eine Weile, sind aber kein sicherer Schutz vor Zecken.Suchen Sie Ihren ganzen Körper nach Zecken ab, nachdem Sie sich in der Natur aufgehalten haben. Zecken sind winzig klein und krabbeln auf dem Körper und der Kleidung herum, um eine geeignete Einstichstelle für das Blutsaugen zu finden. Sie bevorzugen dünne und warme Hautstellen. Deshalb sollten Sie an den Armen, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie im Schritt gründlich nach Zecken suchen.

 

Wie entferne ich richtig eine Zecke?

Wichtig bei allen Hilfsmitteln ist, dass die Zecke möglichst hautnah gegriffen wird, so dass das Tier nicht gequetscht wird. Andernfalls können gefährliche Körperflüssigkeiten austreten. Die Zecke sollte langsam und kontrolliert herausgezogen werden. Hausmittel wie Öl oder Nagellackentferner sind nicht geeignet, um Zecken zu entfernen.

 

Worauf muss ich achten, wenn ich von einer Zecke gestochen wurde?

Jede Zecke hinterlässt nach dem Biss eine gerötete Hautstelle. Nach einigen Tagen sollte diese Rötung verschwunden sein. Gleichzeitig ist es unmöglich, bereits nach 24 Stunden Symptome von schweren Krankheiten wie Borreliose oder FSME zu entwickeln. Das geschieht frühestens nach sieben Tagen.

 

Europawahl: jetzt müssen wieder die Frauen zum Stimmenfang herhalten

Jetzt zur #Europawahl wird wieder groß mit und für die #Frauen geworben, die dort angeblich #Gleichberechtigung bekommen. Das Lied kennen wir doch schon aus Afghanistan, wo sie vor den #Taliban geschützt werden sollten, und im vorderen Orient wegen der #KopftuchFrage.
JeanClaude #Juncker hat nur für die Reichen gesorgt. Alles andere ist Stimmenfang.
Yanis Varoufakis, Ehemaliges Mitglied des griechischen Parlaments: "Wir denken, dass die Europäische Union eine Demokratie-freie Zone ist, die wir konfrontieren, aber nicht zerschlagen, müssen. Wir sind verpflichtet, innerhalb dieser Europäischen Union gegen diese Europäische Union zu sein."

Montag, 13. Mai 2019

Noch bis zum 3. Juni in Hannover: Ana Lahak, mexikanische Schamanin

Da kann man sich die teuren Sanctuary's in Thailand und den CO2-Ausstoß der Flugzeuge sparen. 
Das Gute liegt so nah: Zur Zeit in Hannover.

Shakespeare als Slapstick Comedy


Noch bis zum kommenden Wochenende: Alles von Shakespeare bei den Kunstfestspielen #Hannover in der Warenannahme Faust. Hier ordnet der Vortragende seine Darsteller. Eine Tabascoflasche ist Hektor, ein Döschen Liebesperlen Cressida (sie muss alle Generäle küssen), eine PlastikZitrone dient als Helena. Kassandra, die Rütteldose, wird abgekanzelt mit "she talks rubbish" - sie redet Müll.
Die poetische Skakespeare-Sprache ist weg.
Kunst, wie Zadek in seiner Inszenierung mit Angela Winkler als Hamlet sie noch verstand, Beuys mit den Rieselfeldern, Schlingensief mit der ironisierenden "Ausländer-Raus"-Aktion in Österreich, scheint dem Entertainment gewichen. Aber die Genannten sind halt alles alte Tote - und Shakespeare kann sich ohnehin schon lange nicht mehr wehren.
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Mittwoch, 8. Mai 2019

oh, ein igel scheint sich in meinem gärtchen heimisch zu fühlen.

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Die Tochter ihrer als Gründerin des Zahnmobils berühmten Mutter Dr. Ingeburg Mannherz in deren Fußstapfen

Dr. Alexandra Mannherz am Lindener Marktplatz zu #Hannover ist für mich die Königin der hiesigen Zahnheilkunde.
Präzise Wurzelfuellungen sind für sie eine Selbstverständlichkeit, wenn auch arbeitsintensiv, um einen Zahn zu retten, wo andere es sich bequem machen mit "Raus damit - Implantat rein".
Alexandra: "Wie sagt meine Mutter immer: Mit Geduld und Spucke klappt es."
Und ganz nebenbei bekommen ihre Patienten noch Lebensberatung, zum Beispiel bei Phantomschmerzen. Ip

Samen statt gentechnisch haltbar gemachter Schnittblumen

Muttertag/Naturtipp

NABU: Summ, Summ, Summ – summ

Natur verschenken und Danke sagen / Wilde Blumensamen für Balkon und Garten
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Hannover –
Jedes Jahr werden vielerorts Schnittblumen verschenkt. Der Anlass ist es auch wert – aber warum nicht einfach mal an eine nachhaltige Alternative denken? Denn dadurch wird ein wertvoller Beitrag für Umwelt und Natur geleistet.

Nicht nur Mütter profitieren von dieser Aktion, sondern auch unsere heimischen Insektenarten. Anstelle handelsüblicher Sträuße, die in kurzer Zeit verwelken und den Beschenkten – im besten Fall – vierzehn Tage erfreuen, ist eine wilde Mischung aus einheimische Samen nützlich für Hummeln, Bienen und Schmetterlinge. Hier können die Beschenkten selbst aktiv werden und dem Insektensterben auf dem eigenen Balkon oder im heimischen Garten entgegentreten.

Die Anzahl und Vielfalt der Insekten nimmt seit Jahren dramatisch ab. Dieser Rückgang bedroht nicht nur einzelne Arten des vielfältigen Insektenreiches, es stellt auch eine Bedrohung für die Vogelwelt, diverse Kleinsäuger und zahlreiche, durch Insekten bestäubte, Pflanzenarten dar. Der Insektenschwund betrifft dabei weniger die Honigbiene, sondern sämtliche Wildbienen und Hummeln, Schmetterlinge, Käfer und weitere flügellose Insekten sowie zahlreiche andere Bestäuber.

„Insekten sind für das Gleichgewicht der Ökosysteme unentbehrlich“, erklärt Matthias Freter vom NABU Niedersachsen. „Doch in den letzten Jahrzehnten gehen ihre Bestände dramatisch zurück. Als Nahrungsquelle bilden Insekten eine wichtige Grundlage für eine Vielzahl weiterer Tierarten wie Vögel, Säugetiere, Amphibien oder Reptilien.“ So füttern beispielsweise die meisten Brutvogelarten ihre Jungen mit Insekten.

Der NABU Niedersachen gibt Tipps, wie man zum Muttertag Samen-Kugeln für Balkon und Garten selber basteln kann.

Samen-Kugeln, so geht‘s:
Für Samenkugeln werden Kompost, torffreie Blumenerde, Tonerde, Wasser und leere Eierkartons gebraucht. Selbstverständlich wird eine Wildsamenmischung benötigt – die Liste an pollen- sowie nektarspendenden und auch optisch ansprechenden Pflanzen ist lang. So können beispielsweise Wiesensalbei, Wegwarte oder Wilde Möhre eingesetzt werden.

Fünf Teile Tonerde, drei Teile Kompost/Humus/Blumenerde, ein Teil Samen und ein Teil Wasser werden gut vermengt. Anschließend durchkneten bis eine zähe Masse entsteht, ggf. noch etwas Wasser hinzufügen und golfballgroße Kugeln formen. Die fertigen Kugeln lassen sich erstmal gut in den Eierkartons zwischenlagern. Danach mindestens zwei Tage trocknen lassen. In kleine Säckchen aus Jute, Leinen, Kraftpapier oder in Eierkartons liebevoll verpackt, sind die kleinen Samenkugeln nun zum Verschenken bereit.

Der NABU Niedersachsen hält ein Info-Paket mit umfangreichen, detaillierten Bauplänen für so genannte Insektennisthölzer, Insektennisthilfen und Hummelkästen bereit. Das Info-Pakte kann angefordert werden gegen Einsendung eines 5-Euro-Scheins beim: NABU Niedersachsen, Stichwort „Insekten“, Alleestraße 36, 30167 Hannover.

Enigma


für Hans Werner Henze aus der Zeit der ARIOSI

Nichts mehr wird kommen.
Frühling wird nicht mehr werden.
Tausendjährige Kalender sagen es voraus.
Aber auch Sommer und weiterhin, was so gute Namen
wie ,sommerlich‘ hat –
es wird nichts mehr kommen.
Du sollst ja nicht weinen,
sagt eine Musik.
Sonst
sagt
niemand
etwas.
Ingeborg Bachmann

Erich Kestner 1930

Am zwölften Juli des Jahres 2003
lief folgender Funkspruch rund um die Erde:
daß ein Bombengeschwader der Luftpolizei
die gesamte Menschheit ausrotten werde.
Die Weltregierung, so wurde erklärt, stelle fest,
daß der Plan, endgültig Frieden zu stiften,
sich gar nicht anders verwirklichen läßt,
als alle Beteiligten zu vergiften.
Zu fliehen, wurde erklärt, habe keinen Zweck,
Nicht eine Seele dürfe am Leben bleiben.
Das neue Giftgas krieche in jedes Versteck,
man habe nicht einmal nötig, sich selbst zu entleiben.
Am 13. Juli flogen von Boston eintausend
mit Gas und Bazillen beladene Flugzeuge fort
und vollbrachten, rund um den Globus sausend,
den von der Weltregierung befohlenen Mord.
Die Menschen krochen winselnd unter die Betten.
Sie stürzten in ihre Keller und in den Wald.
Das Gift hing gelb wie Wolken über den Städten.
Millionen Leichen lagen auf dem Asphalt.
Jeder dachte, er könne dem Tod entgehen,
keiner entging dem Tod und die Welt wurde leer.
Das Gift war überall, es schlich wie auf Zehen.
Es lief die Wüsten entlang, und es schwamm übers Meer.
Die Menschen lagen gebündelt wie faulende Garben.
Andere hingen wie Puppen zum Fenster heraus.
Die Tiere im Zoo schrien schrecklich, bevor sie starben.
Und langsam löschten die großen Hochöfen aus.
Dampfer schwankten im Meer, beladen mit Toten.
Und weder Weinen noch Lachen war mehr auf der Welt.
Die Flugzeuge irrten mit tausend toten Piloten,
unter dem Himmel und sanken brennend ins Feld.
Jetzt hatte die Menschheit endlich erreicht, was sie wollte.
Zwar war die Methode nicht ausgesprochen human.
Die Erde war aber endlich still und zufrieden und rollte
völlig beruhigt ihre bekannte elliptische Bahn.

Der Abschiedsgesang unserer Vogelwelt bei den Kunstfestspielen




Oh wie schön ist es doch zur Zeit, in #Hannover zu leben:  Pierre-Laurent Aimard, dessen Messiaen-Aufnahmen ich natürlich alle habe, spielt in Herrenhausen den  vollständigen „Katalog der Vögel“. Komponist Olivier Messiaen hatte reichlich Ärger wegen seiner visionären Komposition, mancher Auftraggeber wollte diesen Teil eliminiert wissen.  Aber wie Ingeborg Bachmann in ihrem Gedicht „Enigma“ oder Erich Kestner mit „Das letzte Kapitel“ setzte er dem Weltuntergang mit den sterbenden Vogelarten seine fein erfühlten Vogelstimmen entgegen.
Ich empfehle die vollständige Edition seines Werkes mit 25 CD’s von #WarnerClassics zum Vorab-Einhören in die eigenwilligen Tempi- und Lautstärken-Wechsel  wie auch die zarten Melodien, wenngleich die Nachbarn protestieren dürften.
 Ingeburg Peters
Catalogue d’Oiseaux, 25.05.17 Uhr, Großer Garten, 20 Uhr Gartentheater, 23 Uhr Schloss,
26.05. 6 Uhr Großer Garten



Montag, 6. Mai 2019

Der komplette Shakespeare, alle 36 Dramen, in neun Tagen.

 Ist das nicht größenwahnsinnig? Sechs Performer*innen der englischen Theatergruppe Forced Entertainment brauchen dazu wenig: einen Tisch, eine Sammlung von Alltagsgegenständen, ihre Stimme und je Werk rund 45 Minuten. Ob “Hamlet”, “Macbeth” oder “Romeo & Julia”, alles wird in voller Besetzung gespielt, geschrumpft auf 36 Miniaturen in Tischformat, mit Salzstreuern als Königen und Spraydosen als Dienern auf einer rohen Tischplatte.
Forced Entertainment ist mit “Complete Works” ein Meisterwerk gelungen, das mit hinreißendem Witz, eiskalt zugespitzt und berührend die reine Erzählkunst in den Mittelpunkt stellt. Das Publikum wird von sprechenden Tassen, Senf-Gläsern oder Nagellack-Entfernern mitgenommen in eine Welt voll kindlicher Verspieltheit. Wie Puppenspieler hauchen die Performer*innen ihren liebevoll umsorgten Objekten Leben ein, und führen das Publikum mit wenigen Mitteln an die verschiedensten Orte von Shakespeares Universum.
Tim Etchells, Künstlerische Leiter von Forced Entertainment, der bei den KunstFestSpielen 2018 mit der Licht- und Soundinstallation “Best of All/What Can” begeisterte, gelingt dabei mit seinen Performer*innen eine gefeierte Revitalisierung der berühmtesten wie auch der unbekannten Werke Shakespeares, die vom Publikum als Marathonprojekt oder in ausgewählten Einzelveranstaltungen erlebt werden können.
Für die Complete Works sind die KunstFestSpiele erstmals zu Gast im Kulturzentrum Faust. Für unsere Besucher*innen ist ein Shuttle von Herrenhausen zum Spielort und zurück in Planung.
Von und mit Robin Arthur, Jerry Killick, Richard Lowdon, Claire Marshall, Cathy Naden und Terry O’Connor.
Künstlerische Leitung: Tim Etchells
Kostüme: Richard Lowdon
Ton und Licht: Jim Harrison
Dauer: jeweils zwischen 45 und 60 Minuten
Sprache: Englisch, keine Übertitel, empfohlen ab 15 Jahre.
Ticket-VVK:
www.kunstfestspiele.de/shakespeare-tickets
Beim Kauf von 5 Karten für verschiedene Stücke erhalten Sie eine sechste Eintrittskarte für eine weitere “Table Top”-Veranstaltung gratis. Erhältlich nur im Künstlerhaus. Print-at-home am Veranstaltungstag bis eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn, danach Karten nur an der Abendkasse.
Eine Produktion von Forced Entertainment, koproduziert von den Berliner Festspielen – Foreign Affairs Festival, Berlin und Theaterfestival, Basel.
weitere Infos und das volle Programm:
kunstfestspiele.de

Ich und Sylt - oder: wie ich mich selbstständig machte



Anekdoten zu meinem 70. Geburtstag von Ingeburg Peters

Die zu denen gehören, die es geschafft haben, kehren jetzt, nach den Feiertagen, zurück aus Sylt, Sizilien oder von sonst woher. Wobei #Sylt mit Helgoland die Tagesausflügler-Plage gemeinsam hat, und am Gogärtchen in Kampen hängen an der Außentheke auch nicht mehr die Feinsten herum.

Sylt 1: ich war krank. Der Arzt hatte vegetative Dystonie festgestellt. Mein selbsternannter Schirmherr aktivierte seine Kontakte zur Arbeiterwohlfahrt und schickte mich zur Erholung nach Rantum ins Heim des Jugendsozialwerks. Aber im Familientrakt wurde ich von den Ehepaaren wenig wohlwollend aufgenommen, und in ein Mehrbettzimmer umquartiert, in dem außer mir noch eine Lehramts-Studentin logierte. Wir trampten zusammen über die Insel, um Krabben am Hafen zu kaufen - und abends gings in die Tenne: setzten uns dort auf die sogenannte Hühnerleiter, von der aus die Herren an der Bar zu einem Drink herunter baten. Der Besitzer einer hannoverschen Druckerei lud mich ins Hotel Stadt Hamburg ein, es gäbe dort ein tolles Frühstück. Nun war ich als gefühlte Inhaberin des Pressedienst Hannover gute Frühstücke mit Rosinenstuten und Ostfriesentee gewohnt, ließ mich also unangetastet wieder zurück fahren zum Jugendsozialwerk. Die Mitbewohnerin kam irgendwann gegen Morgen zurück.
Am Wochenende reiste der selbsternannte Schirmherr an und legte mir weitere Kreditverträge der Sparkasse Hannover zur Unterschrift vor. Den ersten hatte er mich an meinem Volljährigkeitsgeburtstag unterschreiben lassen. Das sei alles nur formal. Er bekäme von Generaldirektor Fascher (später unehrenhaft entlassen) so viel Geld, wie er nur wolle. Warum aber musste ich unterschreiben? Weil man wusste, dass eine 25 Jahre jüngere Person letztendlich für alles aufkommen müsste? Ich hatte bei der Tageszeitung, wo er rausgeflogen war und mich als Geisel mitriss, aus lauter langer Weile täglich den halben Lokalteil unter Kritik der Kolleginnen vollgeschrieben. Selbstständig sein war eine attraktive Option für mich. Als meine Elternfamilie schließlich nach jahrelangem Aufenthalt aus Indien zurückkehrte, hatte ihnen die Sparkasse meine Kredit-Informationen ins Haus geschickt. Zu spät.
Am nächsten Wochenende reiste der selbsternannte Schirmherr erneut an, um mir im Wiener Café Westerland mitzuteilen, dass mein bester Schulfreund Werner sich umgebracht habe. Er sagte damals nicht, dass Werner im Büro angerufen hatte, um mich zu sprechen. Wer den Schirmherrn kennt, weiß, was der ihm gesagt haben wird: „Frau Peters weilt auf Sylt.“

Sylt 2: Redakteur Fischer von der Kurzeitung Westerland schrieb für unseren Pressedienst und lud in sein Reihenhaus ein. Wir sollten die Gewinner eines Preisausschreibens mimen und saßen bei Wodka mit dem Inhaber einer Bar zusammen, wo ich plötzlich aufstand und ein Taxi nahm, das auf offener Strecke mit mir Angetrunkener anhielt, bis ich dem Fahrer erklärt hatte, dass ich zur Kurzeitung gehöre, und er mich gefälligst dorthin fahren solle…meine Liebe zur Kommunikation hat mich schon oft gerettet.
Anderntags waren wir bei einem aufgehübschten Konzern-Erben (Arndt von Bohlen und Halbach, Krupp; der Firma, die den speziellen gefährlichen Stacheldraht zur Abschottung Westdeutschlands von der DDR geliefert hat) zur Party eingeladen, aber die Freundin von Fischer entsprach nicht der Norm der schönen Reichen, wurde nicht eingelassen, also gingen wir alle wieder. In der Pony-Disko setzte dann der Schirmherr seine Sonnenbrille auf, war im Promirausch, denn auch Playboy Gunter Sachs hatte dort Freigetränke. Anschließend sahen wir bei der Ausdruckstänzerin Valeska Gert dem expressiven Nackttanz eines Mädchens zu.

Sylt 3: Ich saß gemütlich in meinem hannoverschen Hinterhöfchen, als der selbsternannte Schirmherr mich trickreich drängte, den Marketingchef des Supermarktes Huma, mit dem ich telefonisch verhandelt hatte, in Hamburg persönlich aufzusuchen und einen Abstecher nach Sylt zu machen...
Ließ mich breitschlagen, stand daraufhin auf dem riesigen Containerhof der Firma, und bekam tatsächlich einen langfristigen Riesenauftrag für Doppelseiten, sogar wöchentlich, konnte jedoch nur eine  monatliche Insertion stemmen.

Auf Sylt ließ ich mich, mit dem Gesicht nach unten, in den heißen Sand fallen.