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Montag, 3. Mai 2021

Baerbock-Branding

Von Ingeburg Peters 


Maenner ruehren die werbetrommel für annalena baerbock aus #Hannover, (die schon bei mir im backpackerhostel war), weil sie den frühling symbolisiert, Aufbruch, das Vorwärts. 

#Habeck heuchelte sich ne Träne aus den Augen (Maennerweinen ist ganz modern in dieser Szene), #Stroebele preist die Gruenen als Erfolgsgeschichte, die doch (wie in jeder Oper) auf ner Menge Frauenleichen beruht.

Baerbock, 40 jährig, relativ jung für die politische szene, gut aussehend, mit der Partei „Die Grünen“ das Gute an sich symbolisierend. Als Figur einer aufbruchsstimmung, vorbereitet von der Autistin Greta Thunberg, die noch zu jung, und wirklich unschuldig, für eine Leitungsfunktion ist und sie auch gar nicht will – sowie vorbereitet von Vor-Denkerinnen wie Olympe de Gouges, #rosaluxemburg (vergessen) , #JuttaDitfurth (verleugnet), #PetraKelly (ermordet), Luise Pusch, Angela Merkel. 

Dieses Baerbock-#Branding für das #Deutschlandmarketing lassen sich die Chefs nicht nehmen. Es kommt wie gerufen in einer Zeit des bevorstehenden Weltuntergangs. Und ja, auch für uns Frauen hat es etwas, diese Anpassung ans herrschende System, weil zum Beispiel unsere Kinder in befristeten Jobs gefangen sind, um dem Gespenst der Arbeitslosigkeit zu entgehen. Hauptsache Arbeit, Hauptsache Struktur. Gutausgebildete besetzen schnell die guten Stellen. Kinderhaben ist kaum noch drin. Die Pandemie macht uns turbo zu Sklavinnen des #homeoffice, wodurch die Wirtschaft ihre Kosten noch weiter senken kann, weil das Zuhause nun steuerlich absetzbar ist, und jegliche #Privatheit abhanden kommt, die uns eigentlich in Grundgesetz und Menschenrechten garantiert wurde. Weil der Finanzsektor sich so noch weiter aufblähen kann.

Die meisten Hungernden arbeiten in der Landwirtschaft. Das erscheint paradox, aber die Monokulturisierung durch Konzerne hat sie ruiniert.

Es gibt keine Hoffnung mehr, wobei ich dies Wort trotz Blochs Elaboraten noch nie leiden konnte, denn es verhindert das Tun. Nur noch Baerbock zum Sympathischmachen der Rüstung und Benutzung von Greta Thunbergs Tun gegen den Verbrecher-Berg.


Donnerstag, 21. November 2019

Pressefreiheit



Von Ingeburg Peters

Journalismus macht süchtig. deshalb wollen so viele junge leute "etwas mit medien machen“, nur dass das image längst nicht mehr der harten journalistischen realität entspricht.
wir saßen quasi zur rechten gottes, das ohr direkt an den neuesten innovationen, an den smartesten männern.
Wir führten ein leben wie könige, mit eigens gestelltem schiff durch die fjorde norwegens reisend, in luxus-suiten plus mehreren schlafzimmern für die familie an den schönsten orten der welt residierend. Paketeweise Butter von der Butterabsatzzentrale bekommen, Goldperlen fürs Schaumbad bei der Essenseinladung ins Luxushotel, Nachtferngläser von der SpardaBank, neben Ivana Trump in Paris Chanel-Modenschau angeschaut, segeltoerns von Bredero in der Ägäis für befuerworter ihres betonklotzes am hannoverschen raschplatz usw..
Das ist durchs internet vorbei. Hier können sich jetzt nicht nur dumpfbacken und trolls auslabern, auch die gebildeten und belesenen bekamen ein forum, so dass die verbale vormachtstellung und meinungshoheit der journalisten schlagartig radikal schrumpfte.
Manchmal, wenn die themen es hergaben, verglich ich meine texte mit denen von FAZ-ikone schirrmacher und konstatierte bei aller bescheidenheit, dass sie besser formuliert waren. Schirrmacher konnte sich alles erlauben, zum beispiel den abdruck des gesamten menschlichen genoms auf mehreren doppelseiten, er war das aushängeschild seiner zeitung, und jedes medium leistet sich einen solchen mann, während das restliche journalistenvolk brav die tendenz des verlags zu vertreten hat (dasselbe gilt übrigens auch für die meisten buchverlage).
augsteins magazin "der spiegel" wurde reich durch angst-anzeigen, die firmen schalteten, um vermeintlichen etwaigen unangenehmen recherchen vorzubeugen. undercoverjournalist wallraff spielte ähnliche doppelspielchen, zum beispiel mit dem gerling-konzern.
"ich kann da für eine zeitung schreiben", sagte ulrike meinhof zu ihrer schwester, und machte "konkret" durch ihre offenen briefe an farah diba berühmt. 
Zu meiner zeit sahen sich journalisten als verkannte genies, inzwischen werden sie auf journalistenschulen zurechtgestutzt, um dann zum beispiel bei der #ARD die paralleltexte zur werbung zu formulieren. Dabei habe ich einige mädchen und jungs auf den weg des journalismus gebracht, die für mich ganz ohne journalistenschule und zeilenauszählen wundervolle und exakt recherchierte texte schrieben, einfach weil sie vom elternhaus aus dazu befähigt worden waren und ich an sie glaubte.
Unsere #bundeskanzlerin tritt für die pressefreiheit ein, so wie sie den ausbau der atomenergie etwas einschränkte und das schengen-abkommen etwas offen ließ, und den armen frauen und müttern etwas geld zukommen ließ. Wenn sie nicht mehr im amt sein wird, dann geht es hier erst richtig los mit der unterdrückung…Dann haben die Lobbyisten und PR-Leute der Mächtigen erst richtig freie Bahn..
Aber wie sagte die ermordete russische journalistin Anna Politkowskaja: Journalisten müssen über das berichten, was sie sehen.
Journalisten werden 2019 von AfD-Weidel, die den Trump gibt, als dumm lächerlich gemacht.
Als die Junge Presse #Hannover, Luxuskinder der Grünen, in der Türkei recherchierte, war sie plötzlich inhaftiert.
Ein Blogger verstarb im Hambacher Forst.
Journalistin Jutta Ditfurth bekam in der Bahn mit voller Wucht eine Eisenstange auf den Kopf geschlagen. Sie konnte daraufhin zwei Monate lang nicht mehr arbeiten. Der Täter wurde nicht gefasst, obwohl sie in ihrer menschenfreundlichen Art ihn betäubt fragte, warum er das getan hätte, und er antwortete, er könne sie nicht leiden...
Listen getöteter oder bedrohter Journalist!nnen hat der Verband Reporter ohne Grenzen.
Mutige Journalistinnen wie Gaby Weber, die die gigantischen Abbau-Löcher in Argentinien besichtigte, freuen sich über jeden neuen Tag, den sie erleben…
Am 23. November gibt es nun in Hannover Demonstrationen für die Pressefreiheit. 






Samstag, 12. März 2011

Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen!

Atomkatastrophe Japan –

Die vollständig außerparlamentarische Anti-AKW-Bewegung der 1970er Jahre hat dazu beigetragen, dass von 90 bis 600 (!) Atomkraftwerken, die Atomkapital und CDU/FDP sowie SPD/FDP-Regierungen in den 70ern ernsthaft planten, heute »nur« 17 Atomkraftwerke laufen.
Grüne und Sozialdemokraten zeigen heute heuchlerisch mit dem Finger nur auf die CDU/FDP statt auch auf sich selbst. Aber die SPD/Grüne Bundesregierung (1998-2005) hat mit ihrem sogenannten Atomkonsens von 2000 die Laufzeit von Atomkraftwerken verlängert und den AKW-Betreibern einen sicheren Betrieb garantiert! Der grüne Umweltminister Jürgen Trittin hat Anti-AKW-DemonstrantInnen in Gorleben 2001 sogar gedroht!
Rot/Grün hat darüberhinaus mit den konkreten Bedingungen ihres »Atomkonsenses« ermöglicht, dass die CDU/FDP-Bundesregierung die Laufzeit von Atomkraftwerken im Jahr 2010 weiter verlängern konnte (z.B. Übertragung von Reststrommengen).

Beispiel AKW Biblis:
Das störanfällige und mit 36 Jahren älteste deutsche AKW Biblis A (1974) sollte ursprünglich selbst nach dem Willen seiner Betreiber nur 20-25 Jahre lang laufen, also maximal bis 2000.

-- Der rot-grüne Atomkonsens ermöglichte aber eine Laufzeitverlängerung bis 2010.

-- Der schwarz-gelbe Atomvertrag von 2010 verlängerte den AKW-Betrieb bis 2020.

Im AKW Biblis kam es zu hunderten von Störfällen, mindestens einmal (1987) stand Biblis kurz vor einem GAU (größter anzunehmender Unfall)

SPD und Grüne versuchen die Menschen über ihre Kumpanei mit den Atomkonzernen hinwegzutäuschen. Aber man sehe sich nur einmal, neben den atomfreundlichen rot-grünen Gesetzen, die vielen sozialdemokratischen und grünen RepräsentantInnen in Atomkonzernen an (z.B. als Berater und Aufsichtsräte von Siemens, EnBW, RWE, Informationskreis Kernenergie usw. usf.).

Für die betroffenen Menschen in Japan sind die Kernschmelze, die Erdbeben, der Tsunami grauenhaft. In den Nachrichten hören wir nun, dass sich die Atomkatastrophe von Japan nur »regional« auswirken soll. Wer diesen Unsinn glaubt, möge sich diese Karte über die weltweite Verbreitung der Radioaktivität von Tschernobyl seit 1986 ansehen:

https://qed.princeton.edu/getfile.php?f=Radioactive_fall-out_from_the_Chernobyl_accident.jpg

Wer immer noch zögert, möge sich im Internet die Fotos der Kinder von Tschernobyl ansehen.

Es werden sehr viele Menschen sterben und die Zahl der Krebserkrankungen wird kurz- und langfristig steigen. Große Teile von Natur werden radioaktiv verseucht werden. Das ist bei kritischer Analyse der bisherigen Nachrichten jetzt schon Stand der Dinge.
Atomkraftwerke zerstören und Menschen und Natur. Schon im so genannten »ungestörten Normalbetrieb« erzeugen sie radioaktive Niedrigstrahlung und machen Menschen krebskrank. AKWs sind überflüssig, ihre Energie ist menschenfreundlich ersetzbar.
Aber es gibt harte Interessen an diesen mörderischen Anlagen: Auch sogenannte »friedliche/zivile« AKWs sind waffenfähig und für die Betreiber höchst profitabel.

Es gibt nur eine Konsequenz:

-- Alle Atomanlagen weltweit sind sofort stillzulegen!

Mit atomfeindlichen Grüßen

Jutta Ditfurth

- ÖkoLinX-ARL -

P.S.: Die Quellen, Belege und weiterführende Informationen finden Sie u.a. in meinen Büchern »Krieg, Atom, Armut. Was sie reden, was sie tun: Die Grünen« (2011), »Feuer in die Herzen«, »Lebe wild und gefährlich« usw.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

beim lesen von jutta ditfurth im ICE

die protagonistin ist eine unberingte frau. sie ist allergisch gegen beringung als zeichen, dass sich jemand in ihrem haushalt niedergelassen hat. "Dass man, wenn man heiratet, so furchtbar festsitzt, ist etwas schwer.“ formulierte es schon Paula Modersohn-Becker treffend.
im großraumwaggon des ice starrt ein macho-sack auf ihre unberingten hände und guckt, ob sie ihm kontaktsignale aussendet, vielleicht körperteile präsentiert wie Oberschenkel ihm entgegen hebt oder sonstwas, weil er gern zu seiner neben ihm sitzenden, oval nickelbebrillten adretten bubikopf-frau in der frisch gestärkten rötlichen bluse sagen möchte, haste die gesehen, das war vielleicht ne scharfe nudel. je oller, je doller.“
die protagonistin möchte dennoch freundlich bleiben, weil für sie frau für freundlich gleich freundschaftlich steht.
der sack versucht nun, mit dem schaffner zu konspirieren, um sich gemeinsam mit ihm über die frau lustig zu machen. die aber beharrt auf ihrer freundlichkeit und bremst damit den schaffner aus.
ulrike meinhofs mutter war eine außergewöhnliche frau. sie liest das in einem buch von jutta ditfurth mit riesigen tiefschwarzen lettern auf blutrotem grund auf dem buchrücken und blutroten lettern auf tiefschwarzem grund auf dem titel. sie kann dies buch gar nicht auf dem sitz liegen lassen, um aufs klo zu gehen, so auffällig ist es. es steht drin, dass hans-jürgen krahl schwul war, der ihr mal avancen gemacht hatte, oder warum hatte er sie vom club voltaire in die wohnung seines freundes gelotst? ob der alte setzer noch lebt?
viele, die die frau früher kannte, murmelten damals was von 'auch dabei bei der raf', einige der fahndungsgesichter erkannte sie später wieder, die hatten bei erich herumgesessen im gasthus honovera in der hannoverschen altstadt.
den meinhof-buchumschlag vorsichtshalber entfernen vor dem aufsklogehen. heinrich böll wird darin zitiert, dass die nazis zur erreichung ihrer politischen ziele keine bankraube wie die raf unternehmen mussten. der bankier schröder und die deutsche bank rückten das geld freiwillig raus, kommentiert böll sarkastisch.
zum ersten mal liest sie etwas von wolf biermanns antifaschistischer mutter, von emma biermann. und wie sagte der vertrauensdozent der studienstiftung des deutschen volkes, ernst heinitz: es sind die begabtesten, sensibelsten und kritischsten, die sich nicht mit den verhältnissen abfinden wollten und auf abwege kommen.
vom brief einer sklavenmutter (renate riemeck) an ihr sklavenkind ist die rede.
Und: masken für ihren privatsafe fertigten die pathologen für sich an, fertigten sie nach dem tod der terroristen von deren gesichtern an. beim auftakt des zeitalters der bürgerkriege, genannt terrorismus.
ulrike meinhoffs gehirn musste nachträglich extra bestattet werden, nachdem die wissenschafts-enthusiasten endlich gezwungen wurden, es herauszurücken.
der ICE hält außerplanmäßig wegen „eines personenunfalls auf den schienen“. da fahren wir schon wieder. „da hat‘s geraucht“ kramen reisende ihre ice-störungserlebnisse heraus aus den erinnerungen.
der schaffner kommt vorbei und scherzt „zwei tote haben wir heute sogar auf der strecke“. die frau fragt: „wie ist das für den zugführer?“. der schaffner grinst fröhlich: „wenn der so vor ihm steht und ihm noch zuwinkt...wir holen die strecke schon wieder auf.“ die frau versucht sich ebenfalls sarkastisch: ein personenunfall, was ist das schon gegen die aussicht der neutronenbombe für die hungernden.

„kaffee bitte schön“, der kellner hat noch einen becher auf dem tablett. zwei siebzig. schweineteuer. vielleicht ist es ne doppelte portion.