Dienstag, 27. Januar 2026

Zu warm, zu trocken – Stadt Hannover legt Waldzustandsbericht 2025 vor

Ein entscheidender Faktor für den Zustand des hannoverschen Stadtwaldes ist das hohe Alter vieler Bäume. Rund 96 Prozent der untersuchten Waldbäume sind älter als 60 Jahre. Gerade alte Buchen und Eichen prägen das Bild des Stadtwaldes, sind jedoch weniger anpassungsfähig gegenüber Hitze, Trockenheit und anderen Stressfaktoren. Diese besondere Altersstruktur erklärt, warum der Stadtwald in Hannover insgesamt stärker unter Druck steht als viele Wälder im Umland. 
Langfristige Pflege statt kurzfristiger Eingriffe:  Seit 2021 führt der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der LHH eine eigene Waldzustandserhebung durch, um den Gesundheitszustand des Stadtwaldes systematisch zu erfassen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für gezielte Maßnahmen zur Klimaanpassung. Dazu gehören unter anderem die Förderung klimaangepasster, heimischer Baumarten, die gezielte Unterstützung der Naturverjüngung sowie der Rückbau überflüssiger Wege in der Eilenriede. 
Allein hier sollen insgesamt rund drei Kilometer Waldwege entsiegelt werden, um den Boden zu entlasten und das Wachstum der Gehölze zu fördern. 
Ergänzend arbeitet die Stadtverwaltung an einem Wassermanagementkonzept, das Regenwasser stärker im Wald hält und gezielt in die Eilenriede einleitet. 
Der vollständige Waldzustandsbericht 2025 ist im Internet abrufbar unter: www.hannover.de/stadtwälder.

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