ffm. Softwaregestützte Systeme und künstliche Intelligenz können ein entscheidender Baustein sein, um aktuelle und künftige Herausforderungen in der forstlichen Praxis zu meistern. Um frische Impulse zu bekommen und sich fachlich auszutauschen, lädt das Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Donnerstag, 5. Februar, bereits zum vierten Mal zum Waldkongress ein. Bei einem Pressetermin am Freitag, 30. Januar, haben Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, und Tina Baumann, Leiterin des StadtForsts, das Programm des Fachkongresses präsentiert. Tina Zapf-Rodríguez sagte: „Heute stehen wir mitten in einem rasant fortschreitenden Wandel: Im Frankfurter Stadtwald, aber auch in anderen Regionen, zeigen die Bäume Stresssymptome durch Hitze, Trockenheit und Extremwetter. Der Waldkongress ist daher ein wichtiger Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis, um gemeinsam zu lernen, wie unsere Wälder zukunftsfähig und klimaresilient werden. Der Kongress hat sich etabliert und zeigt, wie groß das Bedürfnis ist, miteinander ins Gespräch zu kommen, voneinander zu lernen, bisheriges Wissen zu überdenken und Erkenntnisse für die eigene Arbeit zu nutzen.“
Sechs Fachvorträge erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zeigen, wie präzise Daten zu Baumarten, Waldgesundheit und Klimaprognosen in den forstlichen Alltag einfließen können. Den Auftakt bildet das Thema „Zwischen Skepsis und Zuversicht: Wie Forstfachleute den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Praxis sehen am Beispiel eines KI-Tools für Waldaufbau“. Ein anschauliches Beispiel für die Verzahnung von Forschung und Praxis.
Weitere Themen sind unter anderem die Nutzung digitaler Zwillinge, moderne Analyseverfahren zur Beurteilung des Waldzustands, Bruch- und Standsicherheit von Bäumen sowie Maßnahmen für Arten- und Biotopschutz. „Arten- und Biotopschutz gehören zur Kernaufgabe der Arbeit im Forst. Neue Technologien und Analysemethoden können helfen, Lebensräume zu überwachen, Vielfalt zu sichern und Wälder langfristig klimaresilient zu gestalten“, ergänzte die Dezernentin.

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