Montag, 8. Dezember 2025

2X (UN) (UN)RECHT RECHT?? PROJEKT-Nachdenken über Verantwortung


Mit dem Projekt „2x (Un)Recht?“ beleuchtet die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel ein bislang wenig beachtetes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte: den Umgang mit der Entschädigung von NS-Justizverurteilten in der BRD und der DDR.

Im Mittelpunkt stehen Menschen, die während der NS-Zeit von der Justiz verfolgt wurden – und deren Leid auch nach 1945 kaum Anerkennung fand. Das Projekt fragt, wie Entschädigung verstanden wurde und ob es Unterschiede in der Entschädigungspraxis in den beiden deutschen Staaten gab.

Das von der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel durchgeführte und vonder Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) geförderte bundesweite Pilotprojektverbindet historische Forschung mit gesellschaftlicher Teilhabe. Entstanden ist ein partizipativer Erinnerungsprozess, in dem Angehörige von Verurteilten und Inhaftierten, Schüler*innen und Forschende gemeinsam neue Formen des Gedenkens entwickeln – von einer interaktiven App über eine Webseite, Workshopangebote und Podcasts bis hin zu einer Ausstellung. Als Erinnerungs- und Lernort zu Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus und ihren Folgen bewährt die Gedenkstätte die historischen Orte des ehemaligen Strafgefängnisses Wolfenbüttel, macht sie zugänglich und fördert mit Projekten wie „2x(Un)Recht?“ das Nachdenken über Verantwortung, Gerechtigkeit und Erinnerungskultur heute.

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