Freitag, 9. Januar 2026

Hans Christian Andersen: Das Mädchen mit den Zündhölzern - das Märchen zum Wochenende

Ein kleines Mädchen sitzt am Silvesterabend auf der Straße, um seine Schwefelhölzchen zu verkaufen. Es ist dürftig gekleidet und friert; die mit ihren Feiertagsbesorgungen beschäftigten Bürger übersehen das Kind und seine Bettelwaren. Ohne etwas verdient zu haben, wagt sich das Mädchen jedoch nicht nach Hause und harrt frierend zwischen zwei Stadthäusern aus.Verzweifelt vor Kälte zündet das Mädchen eines der Streichhölzchen an, obwohl ihm dies streng verboten ist. Im Lichtschein des Hölzchens fühlt es sich, als würde es an einem warmen Ofen sitzen, doch dies hält nur an, bis das Schwefelholz erlischt. Nach und nach zündet das Mädchen auch die weiteren Streichhölzer an und gleitet so in immer reichhaltigere Träume. Schließlich begegnet es seiner Großmutter und bittet diese, es in den Himmel mitzunehmen. Die Großmutter nimmt das Mädchen zu sich: „(…) sie waren bei Gott“. In der Erzählung wird deutlich, dass das in dieser Welt lebende und leidende Mädchen in der realen Welt einen „sanften“ Erfrierungstod gestorben ist. Gleichzeitig stellt der Erzähler abschließend fest, dass „Niemand wußte, was sie Schönes erblickt hatte, in welchem Glanze sie mit der alten Großmutter zur Neujahrsfreude eingegangen war!“ (Quelle:Wikipedia)

Donnerstag, 8. Januar 2026

Mit Jugendoffizieren die Kids in den Krieg locken? Was seid ihr für Schweine! ip

PRESSEMITTEILUNG Bundeswehr raus aus den Schulen!  Besuche an Schulen in Niedersachsen besonders hoch - Klassenzimmer sind keine Rekrutierungsräume! 

Berlin/Hannover. Die Abgeordnete Maren Kaminski kritisiert die zunehmende Präsenz der Bundeswehr an deutschen Schulen scharf. Laut aktueller Zahlen des Verteidigungsministeriums hat sich die Zahl der Besuche von Vertreter*innen der Bundeswehr an Schulen und Hochschulen seit 2020 mehr als verdoppelt. Von 2.717 Auftritten im Jahr 2020 sind sie auf über 6.100 im Jahr 2024 gestiegen. Dieser Trend zu einer stärkeren militärischen Präsenz in Bildungseinrichtungen setzt sich auch 2025 fort.„Schulen sind Orte der Bildung, nicht der militärischen Rekrutierung. Dieser Trend zur Normalisierung militärischer Präsenz im Klassenzimmer ist hochproblematisch“, so Kaminski. „Während staatliche Bildung demokratisch und vielfältig sein muss, droht durch die Häufung von Bundeswehr-Besuchen die Grenze zwischen sachlicher Information und subtiler Nachwuchswerbung zu verschwimmen.“

Besonders besorgniserregend ist laut Kaminski, dass Niedersachsen beim Umfang dieser Aktivitäten im bundesweiten Vergleich eine herausragende Position einnimmt. Nach Zahlen der Bundesregierung fanden in Niedersachsen im Jahr 2025 insgesamt 570 Bundeswehr-Besuche an Schulen statt (aufgeschlüsselt nach Schulformen: 190 in der Sekundarstufe I, 258 in der Sekundarstufe II und 121 in Berufsschulen sowie 1 sonstige Veranstaltung). Damit gehört Niedersachsen zu den Bundesländern mit überdurchschnittlich vielen Besuchen durch die Bundeswehr und liegt im oberen Feld der bundesweiten Verteilung. 

„Wenn Niedersachsen als Flächenland mit vielen Schulen und jungen Menschen im bundesweiten Vergleich besonders oft Ziel dieser Aktivitäten ist, müssen wir hinterfragen, welche Folgen das für das politische Klima und die Bildung unserer Jugendlichen hat,“ sagte Kaminski. „Es geht nicht allein um Zahlen, sondern um die Frage, welche Botschaften und Perspektiven jungen Menschen im Bildungsalltag vermittelt werden.“

Kritik richtet Kaminski nicht nur an die Quantität der Besuche, sondern auch an die Rahmenbedingungen. Junge Menschen dürfen nicht einseitig über militärische Perspektiven, sondern müssen auch über Friedens- und Konfliktforschung, Abrüstung und zivile Konfliktlösung informiert werden.

Auch wenn Jugendoffiziere offiziell keine direkte Personalwerbung betreiben dürfen, ist der Einfluss auf die Identitätsbildung Jugendlicher nicht zu unterschätzen. Friedens-, Entwicklungs- und zivilgesellschaftliche Initiativen erhalten nicht denselben Zugang zu Schulen wie die Bundeswehr, was zu einem Ungleichgewicht in der politischen Bildung führt.

Maren Kaminski unterstreicht: „Es ist Aufgabe des Staates, sicherzustellen, dass politische Bildung an Schulen demokratisch, vielfältig und ausgewogen stattfindet. Klassenzimmer dürfen keine Rekrutierungs-Messe für militärische Karrieren sein.“ Sie fordert daher eine klare Leitlinie zur Rolle externer Akteure in Schulen und eine gesetzliche Prüfung der bisherigen Praxis. 

Winternothilfe für obdachlose Menschen aufgrund der Extremwetterlage in Hannover ausgeweitet

Die Wetterprognosen zeigen klirrende Kälte für das Wochenende an: eine große Herausforderung für viele obdachlose Menschen in Hannover. Aus diesem Anlass weitet die Stadt in Kooperation mit sozialen Träger*innen wie dem Diakonischen Werk Hannover gGmbH die Winternothilfe am Wochenende 9. bis 11. Januar aus. Die städtischen Notschlafstellen sind durchgehend geöffnet, die städtische Straßensozialarbeit wird außerplanmäßig am Wochenende im Einsatz sein und das Cafè Nachtlicht des Diakonischen Werks Hannover öffnet ebenfalls das gesamte Wochenende.

Bereits seit zweiten Januar sind folgende Notschlafstellen durchgehend geöffnet: Feuerwehrstraße (die als Notschlafstelle mit Tagestreff geöffnet ist), Podbielskistr. 115, Wörthstr. 10 (Notschlafstelle für Männer), Langensalzastr. 17 (Notschlafstelle für Frauen), Vinnhorster Weg 73 sowie der sich direkt gegenüber der Notschlafstelle Alter Flughafen befindende städtische Tagesaufenthalt Dornierstraße.

Die städtischen Straßensozialarbeiter*innen sind montags bis freitags und zusätzlich auch am kommenden Wochenende unterwegs, um betroffene Menschen anzusprechen, Hilfsangebote anzunehmen. Bei Bedarf werden Fahrkarten, warme Kleidung, Schlafsäcke etc. ausgegeben.

Das Diakonische Werk Hannover gGmbH öffnet ab Freitag, 9. Januar das Café Nachtlicht statt um 20 Uhr schon um 18.00 Uhr und ab diesem Zeitpunkt durchgehend das ganze Wochenende auch tagsüber bis Montagmorgen um acht Uhr. Die Kosten für diese Maßnahme trägt die Stadt Hannover.

Alle Maßnahmen sind auch im aktuellen Flyer (in der Anlage) in deutscher, englischer und polnischer Fassung zu finden. Sie liegen in den Anlaufstellen im Stadtgebiet aus und sind unter folgendem Link abrufbar: www.hannover.de/LHH-Winternothilfe.

Darüber hinaus sind weitere Anlaufstellen: das Café Luna (für Frauen und FLINTA*) des Diakonischen Werks Hannover gGmbH, geöffnet täglich 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr und das Café Mensch der Obdachlosenhilfe e.V. in der Podbielskistraße 102, täglich von 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr - montags, mittwochs und freitags zudem bereits ab 17.00 Uhr im Rahmen einer Lebensmittelausgabe.

Die Kältebusse der Caritas, der Johanniter Unfallhilfe und der Malteser kooperieren auch in diesem Winter und fahren im Wechsel zu den Betroffenen an festgelegte Standorte. Es gibt eine warme Mahlzeit und medizinische Basisversorgung. Die Sozialarbeiter*innen und Ehrenamtlichen stehen als Ansprechpartner*innen zur Verfügung, leisten Beziehungsarbeit und vermitteln in das weiterführende Hilfesystem. Die Üstra bietet auch in diesem Jahr die Übernachtung in der Station Kröpcke (Ebene 5 hinter den Fahrtreppen) ab einer Außentemperatur unter drei Grad Celsius an, und zwar zwischen 21 Uhr und 5 Uhr.

Leere Kassen - Öffentliches Finanzierungsdefizit im 1. bis 3. Quartal 2025 bei 108 Milliarden Euro

Wiesbaden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Ergebnissen der vierteljährlichenKassenstatistik Kassenstatistik mitteilt, verzeichneten alle Ebenen des Öffentlichen Gesamthaushalts − Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung – ein Minus. Zwar trug der Bund wie in den Vorjahren seit 2020 den größten Anteil des Gesamtdefizits, jedoch ist das Finanzierungsdefizit bei den Gemeinden weiter gewachsen.

Mittwoch, 7. Januar 2026

Was passiert mit pädokriminellem Material?

Uelzen. 2003 schrieb Hauke Goos im Spiegel einen sehr guten Artikel über den pädokriminellen Wolfgang Stulpe, der Uelzen zu einer anerkannten Stadt der Kunst machte, und dort trotz des Missbrauchs einer großen Anzahl Jungen weiterhin als Kunstförderer geschätzt wird. 

Goos schrieb damals, die Massen von Videos und anderen Materialien in diesem Zusammenhang hätten gerade knapp in einen VW-Bus der Polizei gepasst. Sie seien dann wohl verbrannt worden. 

Die Frage bei den gigantischen Kinderporno-Vergehen (auch von Edathy bis hin zu weiteren Promis, von Niedersachsen bis europaweit) stellt sich, ob dieses Material einfach nicht aufgearbeitet wurde. Und wenn dem so ist, warum? ip

https://www.spiegel.de/panorama/das-oeffentliche-geheimnis-a-37bc90f4-0002-0001-0000-000026109851?utm_source=chatgpt.com

Über 50 Jahre Flohmarkt-Export

Paris/Hannover/Salzgitter. Performance-Künstler Reinhard Schamuhn, das Huhn, das goldene Eier legte, exportierte die Idee des bundesweit ersten Flohmarkts von Paris nach Hannover. Von dort aus verbreitete sich der Flohmarktvirus in Deutschland weiter. 

In Salzgitter-Lebenstedt realisierten meine ehemaligen Schulfreundinnen und Schulfreunde in der sterilen Fußgängerpassage, wo sich unsere Zeitungsredaktion der Salzgitter-Presse befand, einen weiteren. Die Grafikerin Rosemarie Lemcke schnitzte das Flohmarktschild, wir alle waren voll involviert, pausenlos in Aktion. Ein kleiner Zeitungsvolontär aus Hannover, Günstling der damals bei der Hannoverschen Presse noch üblichen SPD-Vetternwirtschaft, war auch dabei. 

Künstler Schamuhn, der Mann mit dem Zylinderhut, hat in der Landeshauptstadt Niedersachsens nie eine bleibende Ehrung seiner, der Stadt Hannover Millionen einbringenden, Flohmarktgründung erfahren, weder finanziell noch mit einem Straßenschild, so wie der städtisch bezahlte Kümmerer Mike Gehrke es völlig ungerechtfertigt am Flohmarkt bekam. Eine Schande! ip

Leseempfehlung: Tochter Anette Schamuhn: Reinhard Schamuhn – Das verrückte Huhn. Ein Benefiz-Buch. 

"Kulturdiener" Schamuhn (rechts) mit Kabarettist Dietrich Kittner. Foto aus meinem Heft "Mein Hannover" ip. 

Dienstag, 6. Januar 2026

Was ist Nachhaltigkeit?

Transformationsforscherin Maja Göpel erklärt es auf YouTube: 

Nachhaltigkeit ist Regeneration der Ressourcen,

Die Aufmerksamkeit aufs Konstruktive lenken, 

Realwerte schaffen, 

Emissionen sparen, 

Benennen statt Schönreden, 

Ehrliches Hingucken, 

Mich selbst verändern (Resilienz), 

Lebensstil ändern statt konsumieren, 

Das Finanzsystem zurücksetzen und neu denken. 

Meine Anmerkung dazu: Allen voran Helmuth Creutz, aber auch Margit Kennedy, Bernd Litaer und andere haben sich gegen das Zinseszinssystem positioniert. Genützt hat es nichts. Im Gegenteil: Die Neocons haben Trump ins Rennen geschickt, mit "Flood the zone with shit", sagt Göpel, als Ablenkung vom mörderischen Finanzgebaren. Ganz wichtig wäre meines Erachtens die radikale Besteuerung von allem, was mit Computern und Robotik zu tun hat. 

Wind-+Solarparks haben einen enormen Material- und Wartungsverbrauch. Außerdem ruinieren sie die Natur sowohl am Boden als in der Luft (Vögel, Insekten usw.) In den Wüsten der Welt ist Solar nützlich, aber da passt das den Imperialisten so lange nicht, so lange sie das Land nicht annektiert haben. 

Ohnehin werden die Erneuerbaren für die neuen KI(AI)-Serverfarmen und andere Industrie verbraucht. ip

Indianische Flechtarbeit aus Quito, Ecuador. Für Eltern, die ihren Kids die heißesten neuesten Smartphones geschenkt haben, hier ein paar Rettungsanker: klicksafe.de, USK-Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, Sherlock Phones-SCHAU HIN!

Ein Nachhaltigkeitsbeispiel aus Frankfurt: Der wohl schönste Baum der letzten Jahrzehnte begeisterte hunderttausende Weihnachtsmarktbesucherinnen und -besucher und schmückte an Heiligabend beim Großen Stadtgeläute sowie über die Feiertage den weihnachtlichen Römerberg. Das Team um Weihnachtsbaumkosmetiker Jörg Renneissen baut ihn nun zurück. Zunächst werden Lichterketten und Schleifen entfernt, dann wird der Baum entastet. Anschließend wird der verbliebene Stamm am Freitag, 9. Januar, mit Hilfe der Berufsfeuerwehr Frankfurt aus seiner Halterung gehoben. Noch vor Ort wird der Stamm dann zerlegt und vom Bauhof Schlüchtern im Auftrag der Baumpaten, der Touristischen Arbeitsgemeinschaft Bergwinkel, verladen. Nach der notwendigen Trocknungszeit des Holzes wird es später von den Beruflichen Schulen in Schlüchtern zu einem überdimensionalen Bingo-Spiel, also zu großen Kugeln, weiterverarbeitet. Da der Baum nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich nachhaltig verwertet werden soll, wird dieses Spiel dann natürlich auch zum Einsatz kommen. Sicher auch in Frankfurt.

Am Bahnhof Hannover wurde der gesamte Baumschmuck einfach dem Müll übergeben...ipfotos