Freitag, 3. Februar 2017

Stabat Mater - Französische Meisterwerke in der Marktkirche


Hannover. Am Samstag, den 25. März 2017 um 18 Uhr konzertiert das Collegium Vocale Hannover zusammen mit dem Oldenburger Kammerchor (Ltg.: Johannes von Hoff) und dem Jungen Sinfonieorchester Hannover (Ltg.: Tobias Rokahr und Martin Lill) in der Marktkirche Hannover. Unter der Leitung von Florian Lohmann stehen das Stabat Mater von Francis Poulenc und das Requiem von Gabriel Fauré auf dem Programm. Als Solisten werden Francisca Prudencio (Sopran) und Samuel Hasselhorn (Bariton) zu hören sein.
Das Stabat Mater aus dem Jahr 1950 ist Poulencs erstes Werk für Chor mit Orchester und basiert auf der gregorianischen Choralmelodie des mittelalterlichen Gedichts, welches die Mutter Jesu in ihrem Schmerz um den Gekreuzigten als zentralen Inhalt hat. Poulenc komponierte dieses Stück in Gedenken an seinen verstorbenen Freund und Maler Christian Bérard. In zwölf kurzen Sätzen wird der Zuhörer in eine zutiefst bewegende Klangwelt entführt, die von dramatisch-düsterem Pathos bis hin zu leichtfüßigem, beinahe frivolem Salonton reicht. Faurés Requiem aus dem Jahr 1900 hingegen ist ein klanglich friedvolles und kammermusikalisch-intimes Werk, in welchem der Tod als willkommene Befreiung angesehen wird. Der warme und voluminöse Chorklang mischt sich mit dem von tiefen Streichern dominierten Orchester zu gedämpft-defensiven, fast impressionistisch changierenden Klangfarben.
Aus der Teilnahme am Niedersächsischen Chorwettbewerb 2013, bei welchem das Collegium Vocale Hannover einen „hervorragenden Erfolg“ erreichte und mit einem 2. Preis sowie weiteren Sonder- und Förderpreisen abschloss, entwickelte sich eine Chorfreundschaft mit dem damals erstplatzierten Oldenburger Kammerchor. Erstmalig musizieren beide Chöre in einem chorsinfonischen Kooperationsprojekt gemeinsam mit dem Jungen Sinfonieorchester Hannover, welches mit seinem Ruf als „semiprofessionelles“ Orchester von herausragendem musikalischen Niveau seit über 50 Jahren nicht aus dem hannoverschen Kulturleben wegzudenken ist.


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