Freitag, 20. Februar 2026

Phosphorreduktion im Abwasser

ffm. Sauberes Wasser ist die Grundlage für ein intaktes Ökosystem, für Gesundheit und Lebensqualität. Mit einer neuen Anlage zur Phosphorelimination in der Kläranlage Niederrad/Frankfurt wird konkret gehandelt: Da Phosphor einer der Hauptverursacher von Gewässer-Eutrophierung ist, werden damit Seen und Fließgewässer geschützt und eine verlässliche kommunale Daseinsvorsorge für heutige und kommende Generationen geleistet“, sagt Stadtrat Siefert, der für die Stadtentwässerung zuständig ist.

Donnerstag, 19. Februar 2026

Scharfe Hunde und jede Menge Feldjäger (Militär-Polizei) in der City of Music

Hannover. Hochsicherheitsstimmung vorm Alten Rathaus. Jede Menge Feldjäger mit roten Baretts rund um die Marktkirche warteten auf hochrangige Generäle und Parlamentsabgeordnete. Die Gullis sind abgedichtet, auf den hochgelegenen Flachdächern und Roofgardens weiter entfernter Gebäude halten sich Männer auf, die da bei der Kälte sicher nicht freiwillig stehen. Aus den Mannschaftswagen der Polizei wurden Schäferhunde ausgeladen. 
Ich lachte ein wenig zusammen mit einem jungen Fotografen, um nicht zu erstarren, denn vor allem die jungen Leute haben Angst.
Es wird bei diesem NATO-Bankett sicher Leckeres zu essen gegeben haben. Die Wehrmachtsspitzen seinerzeit verstanden sich auch darauf, hatten den Luxus bei wohlhabenden Juden abgeschaut. 
Der Donnerstags-Bauernmarkt an der Marktkirche fand nicht statt, wurde aber weder abgesagt noch verlegt. Gruselige Aussichten für die City of Music, so in den Mittelpunkt der NATO-Übungen gestellt zu werden? iptextfoto 


In Hannovers Altstadt feiert die NATO mit 400 geladenen Gästen heute die Aufrüstung

Hannover. Merz möchte mehr Spargelder der Bundesbürgerinnen locker machen. Dazu dient auch die Rentenreform. 

Verlautbart wird neuerdings, dass zu viel deutsches Geld nach Amerika fließe. Eurobonds seien deshalb angedacht.

Nun- die Pensionsfonds der Amerikaner werden von Private-Equity-Hegdefonds maximal gewinnbringend angelegt. Wir in Hannover bekamen das zu spüren, als Carlyle das Ihme-Zentrum endgültig ruinierte. Ruinen lohnen sich immobilienmäßig nämlich inzwischen am meisten. 

Eine vorbildliche Rentenversicherung gibt es in der Schweiz, alle zahlen von allem für alle: der Millionär von seinen Kapitaleinkünften, der Gemeinderat von seinen Sitzungsgeldern, die Arbeitnehmer vom Lohn, schrieb Dr. Heiner Geißler auf seiner Website. Die wirtschaftlich Stärkeren müssten mehr beitragen als die wirtschaftlich schwächeren. Eine ethisch begründete Solidaritätspolitik sei ökonomisch unschlagbar und allen anderen Finanzierungssystemen überlegen. Sein Wort in Gottes Gehörgang? In der rigoros abgesperrten Altstadt unserer City of Music feiert die NATO mit 400 geladenen Gästen heute die Aufrüstung Europas. ip

Mittwoch, 18. Februar 2026

Klavierimprovisation, Schauspiel, Tanz, Schokolade, Licht

Hannover. 18. März, 18 Uhr | Villa Seligmann Theaterworkshop & KlavierimprovisationImproVision I: Music meets Theater Ashley Hribar, Klavier improvisation Nike AndersenSonja ThöneböhnMarc Beinsen, Schauspiel (Die ImprokokkenGemeinsam mit dem Pianisten und Stummfilm-Improvisator Ashley Hribar eröffnen die “Improkokken” die diesjährige Reihe „ImproVision“ in der Villa Seligmann. In vier Veranstaltungen von März bis November brennt die Leidenschaft der musikalischen Improvisation mit einem Feuerwerk an Ideen und Inspirationen weiter. Nach den Taschenfestivals 2024 und 2025, welche die unbekannte Dimension der Klavierimprovisation in den Mittelpunkt stellten, springt nun der Funke auf andere Kunstgattungen und sinnliche Erfahrungen über. Mit Schauspiel, Tanz, Schokolade und Licht-(Geschwindigkeit) bleibt alles in Bewegung und schärft die “drei Sinne der Villa Seligmann”, das Hören, Sehen und Schmecken.Tickets zu 23/15/erm. 8 Euro sind im Webshop, unter karten@villa-seligmann.de oder Tel. 0511 844887-200 erhältlich.

Sound der Club-Szene: Die neuen Themen der Frankfurter „STADTplus“-Staffel im Frühjahr 2026

Mittwoch. 4. März: „Die Stadt+Die Clubs“: Jede Stadt besitzt einen eigenen Sound. Dieser Sound speist sich dabei nicht nur aus den Acts vor Ort sondern wird geprägt von der jeweiligen Clubszene. Linus Volkmann spürt jener Szene nach. Was hat der konspirative Sponti-Charme der Batschkapp aus Eschersheim (in der einst noch Joschka Fischer den Türsteher gab) noch mit der heutigen Halle in der Gwinnerstraße von Seckbach gemein? Und sind die Spuren von Frankfurt als Stadt der Techno-Revolution (Omen, Dorian Gray, Cocoon Club) wirklich verwischt, oder führen sich einfach an Orten wie dem MOMEM fort? Clubleben aber auch Clubsterben wird Thema eines kurzweiligen Votrags sein. Wie klingt Frankfurt? Volkmann, Autor und Journalist, wurde in Frankfurt geboren und ließ die Mainmetropole dann aber für zwei Jahrzehnte hinter sich, um als Redakteur in Köln zu arbeiten. Während der Pandemie kehrte er zurück nach Frankfurt – und staunte nicht schlecht über die Verfasstheit der Ausgehkultur. Texte von Linus Volkmann finden sich unter anderem bei spiegelonline, Die Zeit, Musikexpress, Rolling Stone. Für das neo-magazin royale von Jan Böhmermann konzipierte er den Beitrag „Eier aus Stahl – Max Giesinger und die deutsche Industriemusik“, das dereinst in den Song „Menschen, Leben, Tanzen, Welt“ mündete und einen Grimme-Preis erhielt.

Dienstag, 17. Februar 2026

Region Hannover mietet ehemaliges Kaufhof-Gebäude an

 Ab 2027 soll BBS Cora Berliner mit knapp 4.000 Schüler*innen einziehen

Region Hannover, 17.02.2026. 18.000 Quadratmeter auf drei Etagen: Für die BBS Cora Berliner will die Region Hannover das ehemalige Kaufhof-Gebäude an der Seilwinderstraße in der Hannoveraner Innenstadt anmieten. Das haben die Mitglieder des Schulausschusses sowie des Regionsausschusses bereits empfohlen; die Regionsversammlung wird das Vorhaben am Dienstag, 24. Februar, beschließen.

Urteil der 5. Strafkammer vom 03.09.2025 wegen gefährlicher Körperverletzung im Krankenhaus in Braunschweig rechtskräftig

Mit Beschluss vom 06.02.2026 (Az.: 1 ORs 2/26) hat das Oberlandesgericht Braunschweig die Revision des Angeklagten gegen das Urteil der 5. Strafkammer vom 03.09.2025, Aktenzeichen 5 NBs 908 Js 69672/23 (324/24), als unbegründet verworfen. Die 5. Strafkammer hatte den Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt und dabei eine Strafe wegen der Beleidigung des Sitzungsvertreters der Staatsanwaltschaft im Rahmen der erstinstanzlichen Hauptverhandlung mit einbezogen. In ihrem Urteil stellt die 5. Strafkammer fest, dass der Angeklagte am 29.08.2023 den Chefarzt einer Klinik in Braunschweig zu Boden schlug oder schubste, sodass dieser das Bewusstsein verlor. Anschließend schlug er dem bewusstlos am Boden liegenden Arzt erst mindestens zehnmal mit den Fäusten gegen den Kopf und trat ihm dann wiederholt gegen den Kopf. Hintergrund war die Verärgerung des Angeklagten über Wartezeiten in der Notaufnahme. Das Oberlandesgericht hat die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen. Damit ist das Urteil rechtskräftig. (Dies ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt). 

Aschermittwoch: Gedenken an Uta Ranke-Heinemann

Vor fünf Jahren, im März 2021, ist Uta Ranke-Heinemann gestorben, die Häretikerin der katholischen Kirche, die Josef Ratzinger angriff, der über die fortwährenden Missbrauchsfälle im Klerus in Geheimdekreten ein Verbot aussandte, diese Fälle bekannt zu machen.

Warum, fragte sie auch, ist seit über 2000 Jahren keine Frau Papst geworden? Meine Anmerkung dazu: weil schon "Wir sind Bundeskanzlerin" nicht zum Wort des Jahres gewählt wurde, dabei würden wir Frauen wirklich gern Papst werden, um den Augiasstall endlich mal durchzuspülen.

Eine der ganz großen Frauen Deutschlands hat keine Nachfolgerinnen gefunden. Dabei brauchen wir dringend viel mehr von solchen mutigen Menschen ip

Werbespot gegen Vergewaltigung von Friedrich Merz: https://youtu.be/LSfKpVP-k9s?si=FKaFCjTCJg1lXYwq

Welche Maßnahmen kümmern sich eigentlich bei uns um Korruption?

Wenn weit dahinten in der Ukraine Korruption vorkommt, wie steht es aber dann damit vor unserer eigenen Haustür? 

Wer kehrt hier den BestechungsDreck weg? 

Aus Kreisen der Betreuerkaste sind Legenden zu hören, dass zum Beispiel beim Wohnungsamt mancher einen Tausender zwischen den Papieren über den Tresen schiebe, und er hat die Wohnung. Legenden? 

Wer überprüft das?

Auch die Anzahl der "Selbstzahler" bei Ärzten und Krankenhäusern wächst kontinuierlich. Wie steht es bei Kontrollfirmen für den Krankheitszustand (Pflegegrad) von Patienten, oder bei denen für finanzielle Bonitätsausweise, oder beim Versicherungsstatus, Stellenvergabe in Ämtern, "Geschenke" für Journalisten und Sozialamtspersonal usw.? 

Ist die Gefahr gegeben, dass hier Gefälligkeitsbezahlungen fließen?  

Was wird dagegen unternommen? ip

Montag, 16. Februar 2026

Alles eine Frage der Sichtweise

ChatGTP: Im Koran wird Jerusalem nicht direkt beim Namen genannt, sondern sinngemäß umschrieben.

📖 Wichtige Stelle: Sure 17 (Al-Isrā’), Vers 1

Dort heißt es sinngemäß, dass Allah den Propheten Muhammad nachts von der „heiligen Moschee“ (in Mekka) zur „fernsten Moschee“ geführt hat.

Mit der „fernsten Moschee“ (al-Masdschid al-Aqṣā) ist die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem gemeint.

🕋 Bedeutung Jerusalems im Islam

Jerusalem (arabisch al-Quds = „die Heilige“) gilt im Islam als: drittheiligste Stadt nach Mekka und Medina, Ort der Nachtreise (al-Isrāʾ) und der Himmelsreise (al-Miʿrāǧ) des Propheten, gesegneter Ort („den Wir gesegnet haben“ – Koran 17:1).

Sekundärtraumatisierung im Journalismus

Hannover. Journalistinnen verdrängen oft ihre eigene Betroffenheit bei traumatischen Erlebnissen, die sie während einer Berichterstattung erfahren. Sie finden es "geschmacklos", angesichts des Leides anderer Menschen auf sich selbst zu achten. 

Inzwischen ist die Situation auch im Inland derart brisant zugespitzt, dass ein Anruf bei der Trauma-Spezialistin Fee Rojas helfen kann...

0511 / 85 03 08 58 oder schreiben Sie eine e-Mail: post(at)fee-rojas.de. Auch die Biographiearbeit mit Dr. med. Susanne Hofmeister wird von ihr gepflegt.

Dazu meine Anmerkung: Journalismus ist schreiben, was ich sehe, was wahr ist (dic et scribe que vides et audis). Ein äußerst gefährliches Unterfangen in der derzeitigen Kriegs-Situation. ip

Samstag, 14. Februar 2026

Der Teufel ist ein Vergewaltiger

Der Teufel war es, der die Jungfrau schwängerte. Das geht unmissverständlich aus Hildegard von Bingens mittelalterlicher Sequenz "Ordo virtutum" (Tugend-Ordnung) hervor, aktualisiert von ip (gern auch auf lateinisch und englisch).

JEFFREY EPSTEIN: Du lagst schon in meinen Armen, und ich führte dich hinaus. Doch jetzt vereitelst du meine Pläne durch deine Rückkehr.

OPFER: ich habe erkannt, dass ich auf bösen Pfaden gewandelt bin, doch nun nehme ich den Kampf mit dir auf.

SANDRA NAVIDI: Du liebreiche Kämpferin, in der siedenden Quelle, die den gierigen Wolf verschlang - Du ruhmreich Gekrönte, mit Freuden streiten wir an deiner Seite gegen diesen Erz-Verbrecher und seine prominenten Kunden.

OPFER: Satan, ich habe dir den Kopf zertreten und in jungfräulicher Gestalt habe ich ein liebliches Wunder gehegt. So liegst du darnieder mit all deiner Beute.

PRINZ ANDREW: Du weißt nicht, was du da hegst, denn dein Leib enthält nicht die schöne Gestalt, die du nur von einem Mann empfangen kannst - darin überschreitest du das Gebot, dass Gott in der lieblichen Vereinigung erlassen hat; du weißt also nicht einmal, was du bist.

OPFER: Wie könnte mich das berühren? Schon deine Erwähnung beschmiert das Gebot mit dem Schmutz deiner Verderbtheit.

(all rights reserved by ip)

Ergänzend dazu Kris Kristoffersons Song "Silver tongued devil: https://youtu.be/yLi7stNDxxU?si=XWRsDdOaP7jXyYXW

Donnerstag, 12. Februar 2026

UN kritisiert Verfahrenseröffnung wegen Krimineller Vereinigung

Nach Mitteilung der (ehemals) Letzten Generation über die Eröffnung des Hauptverfahrens wegen der angeklagten Bildung einer kriminellen Vereinigung nach § 129 StGB folgt breite Unterstützung: Zahlreiche Persönlichkeiten kritisierten das Vorgehen der Behörden öffentlich. Bereits 21.000 Euro Spenden für die Prozesskosten gingen ein. Nun findet auch Mary Lawlor, UN-Sonderberichterstatterin zur Lage von Menschenrechtsverteidiger:innen beim UN-Menschenrechtsrat klare Worte und unterstreicht damit die Warnung der Aktivist:innen vor der Gefahr solchen staatlichen Vorgehens für die Demokratie in Deutschland:

“Ich bekräftige erneut meine große Besorgnis über die Anwendung des § 129 StGB in diesem Fall, der dazu missbraucht wird, gewaltfreie Handlungen zu sanktionieren, die ausschließlich von völlig legitimen Anliegen in Bezug auf die Klimakrise und die Menschenrechte motiviert sind.” [übersetzt, 1]

Weiter verweist Lawlor auf ihren letzten Bericht an die UN Generalversammlung, in dem sie das Verfahren in Potsdam als “Teil eines breiteren Trends der Unterdrückung legitimen Klimaprotestes in Europa und weltweit” kritisiert. “Das ist ein Weg in die Zerstörung, und die Staaten müssen ihren Kurs ändern.” [übersetzt, 2]

Bereits zuvor hatten fünf Sonderberichterstatter:innen der UN in einem Schreiben an die Bundesregierung zu den §129-Verfahren vor diesen Gefahren gewarnt. Auch Amnesty International kritisiert das Verfahren im Rahmen der Kampagne “Protect the Protest”. [3,4]

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) meldet sich ebenfalls zu Wort zur Verfahrenseröffnung: “Der Straftatbestand des § 129 StGB ist eigentlich zur Bekämpfung geheim agierender krimineller Strukturen bestimmt – nicht, um offen auftretende Protestbewegungen zu verfolgen. Vom friedlichen Protest der Letzten Generation geht keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit aus. Dass das Landgericht dennoch das Hauptverfahren eröffnet, wirkt extrem einschüchternd auf die Zivilgesellschaft.”

“Es ist überwältigend zu sehen, wie viele Menschen bereit sind, uns zu unterstützen. Unsere Gesellschaft und unsere Demokratie leben! Wir müssen nur den Mut finden, uns zusammenzutun und für Veränderung aufzustehen.”, sagt Henning Jeschke, einer der Beschuldigten. “Persönlich berührt mich die Unterstützung sehr. Der Prozess soll uns einschüchtern, aber wir sind darin nicht alleine, das gibt mir Kraft, weiter für eine bessere Welt einzustehen.”

Die Gruppe ruft alle Menschen dazu auf, öffentlich Stellung zu beziehen. Sie bedankt sich für die Spenden und stellt klar: “Dies ist kein Verfahren gegen eine kleine Gruppe an Menschen, es ist ein Verfahren gegen zivilgesellschaftliches Engagement, und damit gegen uns alle.”

Dazu mein Kommentar: Der Großmeister sogenannten "Gewaltlosen Widerstands", Mahatma Gandhi, wird bis heute gefeiert, und Indien schenkte Hannover anlässlich der Hannover-Messe vor zehn Jahren eine riesige Büste als Denkmal nahe dem Maschteich am Rathaus, wo heute noch Menschen Blumen niederlegen. Gandhi schickte eine erkleckliche Anzahl Inder vor die Gewehre der Engländer und versicherte sich dabei vor allem der Aufmerksamkeit von (englischen) Medien. Die Konflikte sprangen später auf Pakistan über, wo Millionen Menschen ihr Leben ließen, während Gandhis "kriminelle Vereinigung?" die Administration der verjagten Engländer übernahm... iptextfoto

Mittwoch, 11. Februar 2026

Die Marktkirche wird wegen NATO-Übung eingegittert

Hannover. Aufgrund der NATO-Übung  „Steadfast Dart 2026" (auf Deutsch "Standhafter Pfeil") werden am 19. Februar von 11 bis 24 Uhr im Innenstadtbereich mehrere Straßen gesperrt und Halteverbotszonen eingerichtet. Auch auf dem Opernplatz und dem Schützenplatz wird es zu Einschränkungen kommen. Der Bereich rund um die Marktkirche (Am Markte, Hanns-Lilje-Platz, Bohlendamm) wird eingegittert. Durchgänge Richtung Altstadt sind vorhanden. 

Happy Ramadan


ffm. Am Dienstag begann für Menschen muslimischen Glaubens der Fastenmonat Ramadan. Wie in den vergangenen beiden Jahren beleuchtet die Stadt Frankfurt aus diesem Anlass die Große Bockenheimer Straße („Freßgass‘“) mit Halbmonden, Sternen und Fanoos-Laternen sowie dem Schriftzug „Happy Ramadan“.

Dienstag, 10. Februar 2026

Gedanken aus dem Eis an den kommenden Frühling

Prosalyrik von ip

Irgendwann wird es Frühling.

Dann sitzen die jungen Leute am Ufer,

und in ihrer Hand glänzt der Smartphone-Bildschirm.


Die Natur ist zart, flexibel, nachgiebig, ruhig.

Das kannst du aber nur ohne Smartphone erleben.

Auch nicht den Gesang der Vögel beim Radfahren. 


Oder die Schmetterlinge mit den großen Augen. 

Oder die violetten Beeren mit gelben Hütchen. 

Überall werden Radwege zulasten der Fußgänger ausgebaut.

Überall diese blinkenden Bildschirme...

Montag, 9. Februar 2026

Bertha von Suttner: Krieg ist kein Heldentum, sondern menschliche Katastrophe. Buddha: ergreife keinen Beruf, der anderen schadet (z. B. Waffenhandel, Betrug).

Bundeskanzler Konrad Adenauer hat sich seinerzeit erfolglos stark gemacht für eine Wiedervereinigung Deutschlands... Inzwischen mutierte die Münchener Sicherheitskonferenz zur internationalen Rüstungs-Messe und zum Frohlocken der Deutschen Bank, Commerzbank, KfW, sowie EIB über massenhaft locker gemachte flüssige Gelder und zu erwartendes "Wachstum". Welch eine perverse Welt. 

Milliarden-Beträge für gemeinsame Firmengründungen von Hensoldt bis Helsing, Expansion von Rheinmetall, Lenkwaffenallianzen, Unterwasserdrohnen, Börsengänge im Rüstungs-Sektor, Bundeswehrsatelliten, machen Europa zur Kapitalmarktunion mit Kernbereich Rüstung. Eurobonds sind geplant. iptextfoto

Sonntag, 8. Februar 2026

Augenzeugin über das von den Alliierten nach dem 2.Weltkrieg "zur Strafe" zerbombte Berlin:

 "Der helle Frühlingstag, wo Hunderte von Bombenflugzeugen ihr Feuer in die Stadt geworfen hatten, bis sich der Himmel von schwarzem Rauch so verdunkelt hatte, als sei es Nacht geworden. Am Abend, nach diesem Chaos, wo die Straßen nach Gas rochen, weil die Rohre der Gasleitungen kaputt waren, ging ich an einer frischen, noch rauchenden Häuserruine vorüber, und in diesen schwarzen, zerstörten Mauern ertönte ein lautes, unheimliches Rauschen. Aus einem zerbrochenen Rohr floss das Wasser in diesen unendlich traurigen und verzweiflungsvollen Abend hinaus."

Freitag, 6. Februar 2026

Das System Riverty (Bertelsmann Group), die Zahlungssäumigen und der Alltag von Schaffnern

Zweibrücken/Landstuhl. Ein Sprecher Gewerkschaft der Polizei sprach in die Kamera, das Totschlagen des Zugbegleiters zeige die wachsende Aggression gegen Uniformen und deutete damit dämagogisch im Sinne der Staatsgewalt die Eskalation im Regionalzug um. Dort sollte ein griechischer, in Deutschland nicht gemeldeter, Passagier ohne Ticket den Zug verlassen. Der Totschlag ereignete sich aber wohl kaum gegen die Uniform, wenn auch ein "Gewaltforscher" dies im ZDF ebenfalls nahelegt. Für tausende Zugbegleiter sind Beleidigungen und andere Aggressionen Alltag. 

So läuft es normalerweise: Die Zugbegleiter verlangen den Personalausweis, tippen dessen Daten in ihre Elektronik ein, die eine 60-Euro-Strafrechnung ausdruckt. Nach ein paar Wochen kommt dann eine Mahnung mit 30 € Aufschlag und Androhung von Zinseszinsen und möglicher weiterer Rechtskosten von Riverty, die auch für Amazon das Inkasso abwickeln.

Wieviel oft sehr junge Fahrgäste im Zug bereits zusammengeschlagen wurden, gibt's darüber eine Statistik? Ich kenne den Fall eines Pendler-Schuljungens. Und auch die Antifaschistin Jutta Ditfurth bekam eine Eisenstange in der Bahn auf den Kopf, was zu Gehirnerschütterung und Traumata führte...ip

Nicht die Drohnen töten, sondern die Befehlsgeber! Schluss mit dem Krieg!

https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/wir-sollen-den-krieg-finanzieren-aber-seine-wirklichkeit-nur-selektiv-sehen/

Mittwoch, 4. Februar 2026

20. bis 24. April: Hannover-Messe

Hannover. Sehr geehrte Frau Peters, wir erleben eine „kambrische Explosion“ der Bots, bis 2050 könnten die jährlichen Umsätze mit Robotern 25 Billionen US-Dollar erreichen – so jedenfalls lautet die Prognose, die Adam Jonas, US-amerikanischer Finanz- und Technologieanalyst bei Morgan Stanley, vor wenigen Tagen im Wall Street Journal veröffentlichte. Die „kambrische Explosion“ kennen wir als jene Phase der Evolutionsbiologie, in der sich vor rund 540 Millionen Jahren innerhalb relativ kurzer Zeit extrem viele neue Tierarten und Körperbaupläne entwickelten. Im Cambrian Park war also viel los, und das gilt auch für den Application Park der HANNOVER MESSE, in dem die wachsende Vielfalt robotischer Lebensformen zu entdecken ist. Ihr HANNOVER MESSE Robotik-Team.

Dazu meine Anmerkung: Das akkreditierte Journalistenrudel wird zu positiven Aktionen geführt, und prompt sind dann die Titelseiten voller froher Botschaften, dass alles gut werden wird. Mir zu langweilig... ip

Undercover-Recherche im Vergewaltiger-Netzwerk - wie Kinder im Internet ohne Schutz des Staates Pädokriminellen ausgesetzt sind

Montag, 2. Februar 2026

Dinner in Red und weitere Aktionen zum Equal Payday

Niedersachsen. Die Landesverbände des SoVD Sozialverband Deutschland planen Aktionen zum Equal Payday 2026, der den Tag im Jahr markiert, bis zu dem Frauen arbeiten müssen, um das gleiche Einkommen wie Männer im Vorjahr zu erreichen. Karte herunterladen: sovd.de/EPD-Karte. In Niedersachsen vom 27. Februar bis 8. März mit Kinofilmen, Frauenfrühstück, Diskussionsrunden mit Politikern, generationsübergreifender Historie, Unterhaltungsprogrammen, Dinner in Red, Info-Ständen, Glücksrad und Blumen, sowie Kundgebungen. 

Sonntag, 1. Februar 2026

Tenerife, La más Bonita?

Kanaren. "In-TUI-tiv"* gefragt: Gibt es überhaupt ein Urlaubsparadies, das nicht von Militär besetzt ist? Der Flughafen Teneriffa-Nord dient hauptsächlich als Militärflughafen, die Touristen landen im Süden im ReinaSofiaFlughafen an; aber auch auf Gran Canaria und Lanzarote sitzt die spanische Nato, um die Zufahrtswege von und nach Amerika, Afrika, Europa zu sichern. Eine heile Urlaubswelt gibt es nur für Traumtänzer. 

Hinzu kommt, dass durch die digitale Versklavung der gesamte Urlaub in kleinste Teile zerlegt wird. Fensterplatz?=47€, Essen muss vorbestellt werden=sehr teuer, größeres Handgepäck?=kräftige Zuzahlung, CheckIn 25 € für die, die es online nicht hinbekommen haben. Nagelscheren, Wasserflaschen, Taschenmesser, spitze Gegenstände, Batterien, und eine lange Liste weiterer im Flugzeug verbotener Gegenstände müssen die Passagiere zuhause lassen. Das Urlaubsquartier selbst vor Ort aussuchen? Fehlanzeige: Die Unterkünfte stehen in Abhängigkeit von Buchungskonzernen, die Vorrang haben. ip

*Alle Rechte für den Slogan bei ip

Grafik: ChatGTP

Freitag, 30. Januar 2026

"Menschen, die sich verantwortlich fühlen für jedes Kind in ihrem Stadtteil"

Kinder erkunden mit Oberbürgermeister Josef bei Führungen durch den Römer das Frankfurter Rathaus. Foto:Martin Leissl
ffm. Rund 50 ehrenamtliche Kinderbeauftragte setzen sich im Stadtgebiet für die jüngsten Frankfurterinnen und Frankfurter ein. Dieses Engagement würdigte Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen im Februar bei einer festlichen Verabschiedung und dankte dabei den Kinderbeauftragten für ihren Einsatz in dieser Wahlperiode. Nach der Kommunalwahl am 15. März werden die Kinderbeauftragten von den neuen Ortsbeiräten neu gewählt.

„Wenn ich an Ihre Arbeit denke, sehe ich Menschen, die sich auf den Weg machen. Menschen, die hinschauen und sich einmischen – auch wenn der Gegenwind stark ist. Menschen, die sich verantwortlich fühlen für jedes Kind in ihrem Stadtteil. Egal, ob es mutig Forderungen stellt, schüchtern um Hilfe bittet oder erst lernen muss, dass seine Stimme zählt“, sagte Weber. „Und all das tun Sie ehrenamtlich. Zwischen privaten und beruflichen Terminen, Verpflichtungen und Familienleben, sind Sie präsent – auf Spielplätzen, bei Stadtteilrundgängen, in Ortsbeiratssitzungen, in Kitas und Schulen, im Austausch mit Ämtern. Immer begleitet von Ihrem inneren Kompass: Geht es den Kindern gut? Wird ihre Stimme gehört? Werden sie gesehen?“
 
In der letzten Wahlperiode vertraten die Kinderbeauftragten in den Frankfurter Stadtteilen die Interessen der jüngsten Bürgerinnen und Bürger und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zu kinderfreundlichen Lebensbedingungen in allen Quartieren. Inzwischen ist jeder der 50 Frankfurter Stadtteile mit einer oder einem Kinderbeauftragten besetzt – ein bundesweit einzigartiges, überparteiliches Netzwerk. Die Kinderbeauftragten setzen sich für sichere Schulwege, attraktive Spielplätze, wohnortnahe Büchereien und eine kindergerechte Stadtplanung ein. Sie sprechen an Schulen über Kinderrechte, haben offene Sprechstunden für Kinder und nehmen aktiv an der Kinderrechtskampagne Stadt der Kinder teil – stets mit dem Wohl der Kinder im Blick.
 
In ihrer Ansprache dankte Weber im Namen der Stadt Frankfurt den Engagierten für ihr Verantwortungsbewusstsein und ihren langjährigen Einsatz. Sie sagte: „Sie schenken Frankfurt etwas, das man nicht verordnen kann: eine Kultur der Fürsorge, Aufmerksamkeit und gelebter Kinderrechte. Kinderrechte, die – wie viele von Ihnen immer wieder betonen – in den Alltag gehören. Und zwar nicht als Dekoration, sondern als festes Gerüst.“

Mittwoch, 28. Januar 2026

Kurt-Schumacher-Kaserne wird "hergerichtet"

Hannover. Vor der denkmalgeschützten Nazi-Architektur weht die Deutsche Flagge mit starrem Reichsadler: die Kurt-Schumacher-Kaserne in der Hans-Böckler-Allee wird nun "hergerichtet". Sie wurde zur Aufrüstung der Wehrmacht 1937 errichtet, war zum Kriegsende Unterkunft der 4. amerikanischen Infanteriedivision, dann britisches Militärhauptquartier, und 1975, die Sozialdemokratie als Helfer im US-militärisch besetzten Gebiet entlarvend, nach dem SPD-Politiker benannt. Passt 2026 sogar noch besser, weil die SPD den Kontakt zu ihrer Basis verloren hat und so Westeuropa als militärischen Machtblock für die Strategie des US-Kapitals mitorganisierte (Willy Brandt, Kanzler Schmidt). ip Foto:Wikipedia

Dienstag, 27. Januar 2026

Pressestatement des AStAs der Leibniz Universität zu “profdrcn” und Gert Armin Neuhäuser

Hannover. Als Vertretung der Studierenden der Leibniz Universität Hannover sind wir bestürzt über die Vorwürfe, die die taz am 16.01.2026 gegen den Richter und Honorarprofessor Gert Armin Neuhäuser erhoben hat. Wir fordern sofortiges Handeln des Uni-Präsidiums!

Neuhäuser, der von der Leibniz Universität als Honorarprofessor angestellt ist, wird von der taz vorgeworfen, unter dem Account “profdrcn” jahrelang extrem frauen- und queerfeindliche Hetze verbreitet zu haben. Außerdem schützte Neuhäuser 2025 in einem verwaltungsgerichtlichen Urteil einen Polizisten vor der Entlassung, obwohl diesem die Verharmlosung der NS-Zeit zur Last gelegt wurde. [1]
Das Präsidium distanziert sich zwar verbal von den Positionen des Accounts, handelt aber nicht dementsprechend. Wenn diese veröffentlichte Distanzierung als “inakzeptabel und menschenverachtend und zutiefst verstörend" [2] wirklich ernst gemeint ist, müssen weitere Schritte eingeleitet werden. Zum Schutz der Studierenden!
Den Aussagen des Präsidiums an die taz die Äußerungen von „profdrcn“ würden „nicht die wissenschaftliche Kompetenz“ [1] berühren, widersprechen wir klar. Eine Person, deren öffentliches Auftreten frauen- und queerfeindliche Inhalte umfasst und die in ihrer beruflichen Tätigkeit die Verharmlosung der NS-Zeit nicht als dienstrechtlich relevant bewertet, ist mit den Werten universitärer Lehre nicht vereinbar. Dies kann nicht getrennt betrachtet werden.
Aufgrund der weitreichenden Hinweise, die Neuhäuser diesem Profil zuordnen [1], fordern wir vom Präsidium der Leibniz Universität:
       Die umgehende Freistellung Neuhäusers unter Vorbehalt einer eigenen rechtlichen Prüfung, bis eine vollständige Entlastung erfolgt ist
       Fristlose Kündigung, sollte die Urheberschaft Neuhäusers am Profil „profdrcn“ zweifelsfrei nachgewiesen werden
    Eine eigene juristische Prüfung   Schutz von Studierenden vor Repressionen

 Wir unterstützen die von Studierenden organisierte Demonstration unter dem Motto “Kein Platz für Sexismus! - Neuhäuser raus aus der Uni!”, die am Mittwoch den 28.01.2026 um 14 Uhr auf dem Conti Campus stattfinden wird.
Quellen
[1]: taz 16.01.2026, https://taz.de/Hasskommentare-im-Internet/!6142257/
[2]: NDR 22.01.2026,
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/osnabrueck_emsland/osnabrueck-verwaltungsgerichts-praesident-frauen-im-internet-beleidigt,richter-142.html

Samstag, 24. Januar 2026

Vor 20 Jahren löste der rassistische Angriff auf einen Schüler in Pömmelte bundesweit Entsetzen aus

Magdeburg. Am frühen Nachmittag Anfang Januar 2006 beginnt das Martyrium des damals zwölfjährigen Schülers Kevin K. auf einer Busfahrt zwischen Schönebeck und Pömmelte, im Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt). Schon im Bus bepöbelt und bespuckt eine Gruppe rechter Jugendlicher den Jungen, dessen Vater aus Äthiopien stammt. An der Haltestelle Pömmelte verlassen Opfer und Täter den Bus. Kevin will den Weg in ein Kinderheim antreten, in dem er zu diesem Zeitpunkt lebt. Doch die Täter hindern ihn daran. Nötigung, Bedrohung und die rassistische Erniedrigung des Jungen gehen weiter. Er wird getreten, geschlagen, muss die Stiefel eines der Täter ablecken. Schließlich versucht der Haupttäter, seine Zigarette im Auge des Opfers auszudrücken. Nur mit Glück kann Kevin K. sich dem entziehen.

Eine Tat mit Folgen

Nach etwa einer Stunde lassen die Täter von ihrem Opfer ab, nicht ohne ihm die Drohung mit auf den Weg zu geben, sie würden ihn töten, wenn er anderen vom Geschehen an der Bushaltestelle berichte. Später attestieren Ärzte bei Kevin K. zahlreiche Verletzungen. Die Folgen für ihn sind drastisch. Er leidet unter wiederkehrenden Angstzuständen. An eine Rückkehr in einen normalen Alltag ist nicht zu denken. Auch nach der Tat wird er in seinem Umfeld bedroht – so sehr, dass er schließlich die Region verlässt, um andernorts zur Ruhe zu kommen. 2008 stirbt Kevin K. an einer Herzmuskelentzündung. Er wurde nur 15 Jahre alt.

Für den Haupttäter, Francesco L., ist die Tat so etwas wie der öffentliche Auftakt einer Karriere in der jugendkulturellen Neonazi-Szene. Er nimmt an deren Aufmärschen teil, posiert in sozialen Medien lange Zeit mit Insignien des gewaltbereiten Rechtsextremismus. Für ihn bleibt es nicht bei Bekenntnissen zu einer rassistischen Weltanschauung. Jahre später wird Francesco L. wieder gewalttätig. Wieder ist die Tat rassistisch motiviert. L. ist über Jahre ein neonazistischer Intensivstraftäter. Reue und innere Umkehr ließ er in keinem Fall erkennen.

Der Angriff löste damals überregional Entsetzen aus. Den Begriff „Baseballschlägerjahre“ für die rassistische Gewalt der 1990er und 2000er Jahre gab es da noch nicht. Aber dass rechte Jugendliche einen 12jährigen Schüler aus rassistischen Motiven über eine Stunde lang quälen und erniedrigen, ohne dass dies im örtlichen Umfeld der Tat jemand bemerkt haben will und dem Einhalt gebot, konnten viele nicht fassen.

Kontinuitäten rechter Gewalt

Das Geschehen vor 20 Jahren an der Bushaltestelle in Pömmelte ist Beleg dafür, dass die Kontinuität rassistischer und rechts motivierter Gewalt zu keinem Zeitpunkt unterbrochen war. Die Ausdrucksformen des jugendkulturellen Neonazismus haben sich gewandelt. Geblieben ist dessen empathielose und ideologisch motivierte Gewaltbereitschaft, die den Tod ihrer Opfer in Kauf nimmt.

Die Täter von damals und ihr Umfeld sind dem jugendkulturellen Neonazismus längst entwachsen. Ob sie ihre extrem rechten und rassistischen Ansichten ebenfalls abgelegt haben, muss bezweifelt werden. Solche Einstellungen waren in dieser Zeit bei Jugendlichen weit verbreitet. Der Konsum von Rechtsrock wie der Band „Landser“ gehörte zur Lebenswelt junger Menschen in Ostdeutschland.

Die Jugendlichen von damals sind die Eltern von heute. Sie geben ihre Prägung und ihre Werte an ihre Kinder weiter. Von der extrem rechten Jugendkultur der 1990er und 2000er Jahre führt eine Spur zur Normalisierung extrem rechter Einstellungen und ihrer politischen Praxis heute. Um diese Normalisierung zu ergründen, gilt es, das Geschehen vor zwanzig Jahren freizulegen und zu erinnern. David Begrich/Pascal Begrich

Aus dem Blog Miteinander e. V. Magdeburg

Freitag, 23. Januar 2026

"Keine Prostitutionsleistungen für den Medienapparat der Reichen und die militärische Heilslehre!*"

Abschieds-Origami einer Asiatin, die einige Tage in meinem Backpacker-HostelHannover wohnte, dessen Nachahmer der Landeshauptstadt Niedersachsens Millionen einbrachten. ipfoto

Ach das habt ihr berühmten Neurowissenschaftler also mit den superteuren Apparaturen herausgefunden und verifiziert: Das uralte Wissen, dass Menschen Luft, Licht, Wasser und Erdboden benötigen? Und gleichzeitig benutzt, um diese Elemente als tödliche Waffen zu verwenden? Wirklich sagenhaft toll und so gar nicht trivial, wenn ihr doch endlich mit der Zerstörung aufhören würdet! ip

Alle Rechte bei ip

Hannover-Mitte. Ich (damals 30, heute fast 77) mit Schmalle (von den Journalisten des Kabaretts 'Herbert Royal' liebevoll so genannt), dem einst jüngsten Oberbürgermeister Deutschlands, Herbert Schmalstieg, bei der Vorbesprechung eines meiner unzähligen Events für Hannover, wo porträtiert, modelliert und getanzt wurde. Zahlte mir nie ein Honorar, deckte immer nur die Kosten, was mich nun zu dem Wunsch inspiriert hat, als mit dem Grundgesetz Geborene dies in einer Stiftung fortzuführen.

War im Grunde die erste Quartiersmanagerin Hannovers (wie immer unbezahlt), Initiatorin des 1. Kunstmarkts Deutschlands im Ihme-Zentrum, Gedenkstätte Ahlem, des Kunstfestes am Aegi, des ersten Deisterstraßenfestes, DichterDenkerProjektes Calenberger Neustadt, Beleuchtung Heizkraftwerk (ganz schrecklich neuerdings als weitestreichende Werbebelästigung beschriftet!!!), Leibniz aus der Versenkung zu holen,  Reformgrundschule Goetheplatz, Aufwertung Kinderladen Glockseestrolche, und anderer Superlative zur Gemeinschaftsförderung (wie später das erste Backpacker-Hostel Hannovers), gründete eine der ersten PR-Agenturen (zb mit Operngesangsauftritten bei Geschäftsleuten), gab eines der ersten Anzeigenblätter Deutschlands heraus (Ihme-+City-Zeitung), sowie mein Kulturmagazin mittendrin; Gründung und Herausgabe Insel-Zeitung Lanzarote, weitere Kanaren-Impulse, Mitbegründerin der Gruppe "#Freitext" im Hinterhaus Lenaustraße (benannt nach dem Dichter des Weltschmerzes), aus der die gleichnamige Zeitschrift und die Zeit-Schriftstellerplattform erwuchs, sowie Freespeech-Event mit Poetryslammerin Marlene Stamerjohanns und Wienke Zitzlaff, siehe mein Youtube-Kanal https://youtu.be/gByExYpYn94?si=l46-S2v0l9sfiXRu, Sappho-Stiftung Hannover (Wienke ist die sanfte ältere Schwester von Ulrike Meinhof**, jener Journalistin, die den ersten "Offenen Brief an Farah Diba"-Pahlavi in Deutschland schrieb). Bei einer AntiSchah-Demo wurde später der evangelische Student BennoOhnesorg erschossen, nach dem in Hannover die Brücke nach Linden benannt ist.
Ich konnte und kann wie Hermann Hoffmann vom NDR es für sich tat, von mir sagen: Idee: ip, Konzept: ip, Text: ip, Fotos: ip, Layout: ip, Verteilung: ip usw.. 😊

Die wichtigste Leistung war, der Kanzlergattin Doris Schröder-Köpf und anderen SPD-Politikern meine Zeitung vor die Füße zu legen, mit dem Aufruf, nicht am Irak-Krieg teilzunehmen.
Sie lud daraufhin den von mir auf der Titelseite zitierten norwegischen Friedensaktivisten Johan Galtung zur Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz ein, wo er Putin ermutigte, seine Befürchtungen einer Nato-Einkreisung öffentlich zu verlautbaren. Galtung hat mir das kurz vor seinem Tod bestätigt.
Amerikas damaliger Präsident G. W. Bush blitzte schließlich beim Besuch des deutschen Bundestags ab... 

möge Ähnliches noch einmal 2026 gelingen! 

Wird diese einmalige Mischung aus Kunst, Performance, Journalismus und politischer Schönheit fortgeführt werden? Deshalb meine Idee einer multimedialen Stiftung mitten im Herzen Hannovers, die sich selbst gehört, und den Beteiligten die Möglichkeit gibt, in diesem Sinne weiter zu agieren. 
Ingeburg Peters 
*Überschriftzitat: Peter Bürger
**später von 150 000 Polizisten gejagt und gefasst (ein "Wissenschaftler" ließ nach Ulrikes Tod in Stammheim ihr Gehirn herausoperieren, die Töchter haben es später getrennt begraben. Laut WDR-Interview mit Zitzlaff drohte ihr ein Kontaktbeamter: "Wenn Sie uns nicht sagen, wo sie ist, erschießen wir Ihre Schwester..." 

Donnerstag, 22. Januar 2026

Konzertreihe Junges Podium vom Sinfonieorchester Hannover

Das Junge Sinfonieorchester Hannover setzt seine Konzertreihe „Junges Podium“ im Februar 2026 mit zwei Konzerten fort: am 14. Februar 2026 in Stadthagen sowie am 19. Februar 2026 um 19.30 Uhr in der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Auf dem Programm stehen die zeitgenössische Komposition „kristallisation“ von Marc L. Vogler (Gewinner des Kompositionswettbewerbs des Sinfonieorchesters Hannover), Johannes Brahms’ Violinkonzert mit der Solistin Enting Zhou (Klasse Prof. Ulf Schneider) sowie Franz Schuberts Sinfonie Nr. 3. Die musikalische Leitung übernehmen Magdalena Klein und Tobias Rokahr.

Trumps Friedensrat: eine feindliche Übernahme der globalen Regierungsführung

Newsletter abonnieren The Global Coalition for Democracy vernaillen@democracy-international.org 

 Davos, 22. Januar 2026 Heute hat Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos offiziell seine Initiative „Friedensrat“ vorgestellt und die Charta des Gremiums mit den ersten Mitgliedsstaaten unterzeichnet. Democracy International warnt davor, dass der Friedensrat eine gefährliche Entwicklung für die globale Demokratie darstellt, und zwar aus folgenden Gründen:

1) Trump wird persönlich als erster Vorsitzender des Aufsichtsrats fungieren. Er wird in der Gründungsurkunde mehrmals namentlich erwähnt.

2) Gemäß einem Entwurf der Satzung des Vorstands verfügt der Vorsitzende über weitreichende Befugnisse, darunter das Recht, Mitgliedstaaten einzuladen und auszuschließen, die Häufigkeit der Sitzungen festzulegen, Resolutionen einzubringen, Abstimmungen mit einem Veto zu belegen und die Organisation nach Belieben umzustrukturieren.

3) Der Vorstand würde durch Beiträge seiner Mitglieder finanziert. Normalerweise hätte jedes Land eine Amtszeit von höchstens drei Jahren; der Entwurf sieht jedoch vor, dass jeder Staat, der 1 Milliarde Dollar beisteuert, einen ständigen Sitz erhält.

4) Auch private Interessen sind mit den Aktivitäten des Gremiums verknüpft. Geschäftsleute wie Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn, Steve Witkoff und Marc Rowan bekleiden beratende Funktionen im Board of Peace, was Fragen nach dem Einfluss persönlicher Netzwerke auf die globale Entscheidungsfindung aufwirft.

Der Friedensrat verkörpert die rein transaktionsorientierte Weltanschauung des Immobilienmoguls Trump. Die Macht konzentriert sich in den Händen einer einzelnen Person, und globale Entscheidungsfindung wird zum Privileg derer mit den tiefsten Taschen. In diesem Modell leitet sich Einfluss nicht aus demokratischer Legitimität ab, sondern aus Geld, persönlichen Beziehungen und militärischer Stärke.

Nicht die Reform, die wir brauchen

„Die Verfahren der Vereinten Nationen verfügen trotz aller Mängel über eingebaute Kontrollmechanismen, die sicherstellen, dass kein einzelnes Land – geschweige denn eine einzelne Person – Entscheidungen von globaler Tragweite treffen kann“, sagte Caroline Vernaillen, Leiterin der Abteilung für globale Politik und Interessenvertretung bei Democracy International. „Eine Krise nach der anderen hat eine Wahrheit unmissverständlich deutlich gemacht: Die globale Entscheidungsfindung bedarf dringend einer Reform. Diese sollte uns jedoch hin zu mehr Gerechtigkeit, Verantwortlichkeit und Repräsentation führen.“

In den vergangenen Jahren haben die Diskussionen über eine Reform des Vetorechts der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats an Fahrt aufgenommen und würden einen historischen Wandel hin zu mehr Inklusion bedeuten. Die Einrichtung eines Konkurrenzgremiums, in dem ein Mitglied die gesamte Macht innehat und private Wirtschaftsinteressen eine unangefochtene Stellung einnehmen, wäre ein schwerer Rückschlag.

Über viele Jahre hinweg hat die Unterstützung für ernsthafte Vorschläge zur Demokratisierung der globalen Governance zugenommen. Democracy International hat drei konkrete Instrumente entwickelt: eine UN-Weltbürgerinitiative, die es Bürgern ermöglicht, Themen auf die Tagesordnung der UN-Generalversammlung und des Sicherheitsrats zu setzen; eine UN-Parlamentarische Versammlung, die eine direkte politische Vertretung gewährleistet; und einen UN-Sondergesandten für die Zivilgesellschaft, der einen unkomplizierten Zugang der Zivilgesellschaft zu den Vereinten Nationen sicherstellt. Diese Vorschläge stärken die Legitimität und das Vertrauen in die internationale Zusammenarbeit.

Nur die Demokratie kann dauerhaften Frieden schaffen.

„Der Friedensrat ist ein zynischer und schamloser Machtgriff, der das Potenzial birgt, das Leben der neun Milliarden Menschen auf diesem Planeten unwiderruflich zu verschlechtern. Wird dieses Modell uns unparteiische Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien bringen? Wird es neutrale Friedenstruppen und einen sinnvollen Wiederaufbau für die Zivilbevölkerung ermöglichen?“, fragte Vernaillen. „Oder wird es öffentliche Anprangerungen demokratisch gewählter Politiker , Milizen zur Durchsetzung des Willens des Meistbietenden und protzige Küstenabschnitte hervorbringen, die Millionen Menschen vertreiben? “

„Die Realität globaler Governance ist, dass Dialog, Kooperation und Kompromissbereitschaft unersetzlich sind. Kann Entscheidungsfindung schneller oder effizienter erfolgen? Ja. Doch die Geschichte zeigt, dass Entscheidungen, wenn Schnelligkeit an die Stelle von Legitimität tritt, wenigen und nicht vielen dienen.“

„Unser Planet ist kein Private-Equity-Fonds und keine Reality-TV-Show. Frieden und Wohlstand lassen sich nicht von einem Konzernvorstand aus erreichen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Milliardäre und die reichsten Nationen das Völkerrecht kaufen und den Rest von uns Chaos und Gewalt überlassen. Wenn es um Frieden geht, sind wir alle Anteilseigner.“

Was ist der Friedensrat?

Zu den ersten Mitgliedstaaten, die sich Trump auf der Bühne anschlossen, gehörten Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate, der Türkei, Saudi-Arabiens und Ungarns.

In seiner Rede behauptete Trump, dass „jeder Teil“ seines Friedensrates sein wolle. Tatsächlich haben Länder, die als Verbündete der USA gelten, wie Großbritannien und Frankreich, das Angebot abgelehnt.

Ursprünglich als kleines Kontrollgremium für den Gaza-Waffenstillstandsplan gedacht, hat sich der Friedensrat rasch zu etwas weitaus Ambitionierterem entwickelt: einem potenziellen Rivalen der Vereinten Nationen und ihres Sicherheitsrates.

In seiner Rede in Davos bezeichnete Trump den Friedensrat als „eines der folgenreichsten Gremien in der Geschichte der Welt“ und erklärte, der Rat werde auch mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten. Auf die Frage, ob dieses neue Gremium die UN ersetzen solle, antwortete er jedoch Anfang der Woche: „Das könnte sein“, und fügte hinzu, die Vereinten Nationen hätten „ihr Potenzial nie ausgeschöpft“. Dies geschieht kurz nach einer Anordnung des Präsidenten, die die US-Beteiligung an 66 UN-Organisationen und internationalen Organisationen aussetzt.

Wer ist Democracy International?

Democracy International setzt sich für das Recht, die Fähigkeit und die Verantwortung jedes Bürgers ein, die Gesellschaft, in der er lebt, aktiv mitzugestalten. Aus dieser Überzeugung heraus arbeiten wir daran, dass die Menschen die letztendliche politische Macht innehaben, indem wir die direkte Demokratie und die Bürgerbeteiligung auf lokaler, nationaler und transnationaler Ebene stärken. Da Demokratie von unten nach oben wachsen muss, fördern wir die Entscheidungsfindung durch die Betroffenen selbst – und zwar dort, wo diese Entscheidungen am meisten Gewicht haben.

Mittwoch, 21. Januar 2026

Trump: Ohne die USA ist die Nato ein Nichts

Mein Vorschlag: Ok, Herr Trump, dann verlassen wir gerade deshalb dieses widerliche Militär-Bündnis.ip

Unsicherheit der Lebensverhältnisse trotz höchster Technisierung und größtem Reichtum in Deutschland, für die Zwecke des Systems real instrumentalisiert, das ist die Situation der Bevölkerung.

Sonntag, 18. Januar 2026

Man erfährt, dass Zugführer außerplanmäßig anhalten, damit Fahrgäste austreten können

Wenn ichs nicht selbst erlebt hätte, könnte ich es nicht glauben : 

Bundesregierung soll US-Basen schließen

Grönland-Konflikt: Gegen die US-Aggression – 

US-Präsident Donald Trump droht damit Grönland zu annektieren – so ein Kauf des Landes nicht zustande kommt. Gegen europäische Staaten, die Militär nach Grönland entsandt haben, wollte Trump ab Februar Strafzölle verhängen. Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) fordert von der deutschen Regierung Konsequenzen auf das feindliche Gebaren des US-Präsidenten gegen Grönland. „Der US-Präsident ist ein autoritärer Herrscher mit imperialen Bestrebungen, der sich weder an nationales US-Recht noch an internationales Recht hält“, verurteilt Ralf Buchterkichen, Bundessprecher der DFG-VK, die Politik Donald Trumps. Er fordert von der US-Regierung Abstand von ihren Annexionsplänen zu nehmen: „Die Bundesregierung muss ihr Zögern ablegen und deutliche Konsequenzen ziehen“, so Buchterkirchen. Von der Bundesregierung fordert die DFG-VK:

Die Schließung von US-Militärbasen in Deutschland – die Basen sind ein zunehmender Unsicherheitsfaktor, zumal Deutschland und Europa mit einer friedensfähigen Politik für ihre eigene Sicherheit sorgen können.Den Abzug der US-Atomwaffen vom Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz.Keine Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland sowie Verhandlungsinitiativen für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen. Eine Auflösung aller Kooperationen mit der US-Armee und US-Geheimdiensten – die US-Institutionen haben (etwa in Venezuela) immer wieder völkerrechtswidrige Einsätze durchgeführt und sollten daher kein Partner für Deutschland sein, das genügend andere Kooperationspartner*innen hat.Kein Kauf von US-Waffen, insbesondere der in Anschaffung befindlichen F-35-Kampfjets für die Bundeswehr (bei denen zudem ein Lahmlegen aus den USA mittels eines so genannten „Kill-Switch“ nicht ausgeschlossen ist). Ein Ende deutscher Rüstungsexporte an die USA, insbesondere keine Erlaubnis für Bau und Betrieb von Waffenproduktions- und Munitionsfabriken durch deutsche Unternehmen (wie etwa aktuell von Rheinmetall und Sig Sauer) in den USA. Den Einsatz der Bundesregierung für einen internationalen Vertrag, der militärische Aktivitäten in der Arktis – ähnlich wie im seit 1959 bestehenden Antarktis-Vertrag – untersagt.

„Auch auf gesellschaftskultureller Ebene könnte man den US-Aggressionen begegnen“, so Ralf Buchterkirchen: „Die Weltfußballorganisation FIFA hat sich bereits im Dezember letzten Jahres durch die Vergabe eines extra neu ausgerufenen Friedenspreises an US-Präsident Trump lächerlich gemacht. Deutschland sollte sich überlegen die Fußball-WM in den USA zu boykottieren“, so Buchterkirchen. Mindestens sollte die Bundesregierung verlangen spiele der Herren-Nationalmannschaft nur in den anderen an der WM beteiligten Ländern – Kanada und Mexiko – auszutragen.

Den Menschen in Grönland empfiehlt der Friedensverband sich über Soziale Verteidigung als gewaltfreie Methode des Widerstands gegen einen militärischen Besatzer zu informieren: „Militärisch mögen die USA Grönland erobern können, beherrschen täten sie Land und Leute damit aber noch lange nicht“, so Buchterkirchen. Er verweist auf aktuelle Informationen des „Instituts für Friedensarbeit und Gewaltfreie Konfliktaustragung“. Von Dänemark, zu dem das lediglich teil-autonome Grönland gehört, fordert Buchterkirchen den 2009 getroffenen Beschluss, ein Referendum über die Unabhängigkeit Grönlands durchzuführen, umzusetzen: „Die Menschen in Grönland sollten in einem fairen und sachlichen Prozess selbst entscheiden ob sie zu einem anderen Staat gehören wollen oder nicht“, meint der DFG-VK-Sprecher.



Freitag, 16. Januar 2026

Pflanzen atmen wie wir

Auch Äpfel und Birnen haben Poren wie wir, durch die sie atmen. Während die technisch groß im Kommen befindlichen digitalen Zwillinge vor allem den Zustand von Maschinen überwachen, wären sie bei der Luftreinhaltung für unsere Pflanzen, für unsere Nahrung, dringlicher notwendig. Selbstverständlich gilt das auch für Lichteinfall, Wasser und Boden. Ipideenfoto

Donnerstag, 15. Januar 2026

So geht das Kriegsdienstverweigern:

 https://kdv.dfg-vk.de/ Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) sieht sich durch aktuelle Medienberichte deutlich bestätigt: Laut einem Bericht der „Augsburger Allgemeinen“ ist die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung innerhalb kurzer Zeit um mehr als 70 Prozent gestiegen. Für die DFG-VK ist dies ein klares gesellschaftliches Signal gegen die politische Debatte um die Wiedereinführung oder Ausweitung von Wehr- und Zwangsdiensten.

Es ist nicht heldenhaft, zu sterben: Jesse Welles

Mittwoch, 14. Januar 2026

BUND: 10 Fakten über die Lebensmittelindustrie: Was steckt hinter unserem Essen?

Unsere Erde braucht Freunde

Die folgenden zehn Fakten basieren auf aktuellen Recherchen aus dem Konzernatlas 2026:

  1. Klimakiller Lebensmittelproduktion
    Die Produktion von Nahrungsmitteln ist für etwa ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Fleisch- und Milchkonzerne verursachen teilweise genauso viele Emissionen wie einige Ölkonzerne.
  2. Einseitige Ernährung durch Konzerne 
    Zucker- und fetthaltige Produkte versprechen schnelle Gewinne und hohe Dividenden. Die operativen Margen für Kekse und andere Süßwaren betragen rund 18 Prozent, während sie für Produkte wie Obst oder Gemüse nur bei 5 Prozent liegen. Das hat erhebliche Auswirkungen: In Deutschland ist jeder siebte Todesfall auf ungesunde Ernährung zurückzuführen.
  3. Verbotene Pestizide auf Umwegen zurück im Regal
    Internationale Konzerne nutzen im Ausland oft schwächere Schutzstandards, um ihr Geschäft zu erweitern – häufig zulasten von Gesundheit und Umwelt. Im Jahr 2024 genehmigte die Europäische Union den Export von über 120.000 Tonnen Pestiziden, die innerhalb Europas verboten sind. Diese Pestizide kehren wie ein Bumerang zurück: In fast jeder zweiten importierten Banane finden sich Rückstände von in der EU verbotenen Pestiziden.
  4. Ungerechter Lohn
    Landarbeiter*innen erhalten lediglich 7 Prozent der Wertschöpfung entlang der Lieferkette einer Banane aus den wichtigsten Lieferländern der EU.
  5. Marktmacht der Supermarktriesen
    Die vier Supermarktketten Edeka, Rewe, Aldi und Lidl/Kaufland kontrollieren mittlerweile etwa 88 Prozent des deutschen Lebensmitteleinzelhandels. Durch diese Marktmacht bestimmen die Konzerne die Preise und senken die Einnahmen der Erzeuger*innen. Vor 30 Jahren, im Jahr 1995, lag ihr Marktanteil noch bei 55 Prozent.
  6. Millionenschwere Lobbyarbeit der Agrarindustrie
    Damit die Agrarindustrie an ihrem Geschäftsmodell nichts ändern muss, betreibt sie sehr umfangreiche Lobbyarbeit. Allein 50 Millionen Euro haben Konzerne und Verbände eingesetzt, um eine EU-Verordnung zu verhindern, die den Pestizideinsatz halbieren sollte.
  7. David gegen Goliath bei Lobbyausgaben
    Die 20 größten Wirtschaftsakteure verfügen über ein Lobbybudget von etwa 125 Millionen Euro, während die 20 größten Umweltverbände weniger als 10 Millionen Euro aufbringen. Die Lobbyausgaben der Landwirtschaft übersteigen jene der Verteidigungs- sowie der Öl- und Gasindustrie.
  8. Digitalisierung und neue Abhängigkeiten
    Künstliche Intelligenz, selbstfahrende Traktoren, Roboter-Mähdrescher: Die Digitalisierung kann Landwirt*innen die Arbeit erleichtern. Allerdings erhöht sie auch die Abhängigkeit von großen Konzernen wie Amazon, Microsoft, Bayer und anderen.
  9. Strukturwandel in der Landwirtschaft
    Große Höfe werden immer größer, während kleine Höfe zunehmend verschwinden: Zwischen 2000 und 2023 ist die durchschnittliche Betriebsfläche in Deutschland um 75 Prozent gestiegen. Seit 2010 haben etwa ein Viertel der landwirtschaftlichen Betriebe mit weniger als 5 Hektar ihre Tätigkeit eingestellt.
  10. Das Sterben von kleinen Betrieben
    Obwohl die UNESCO die deutsche Brotkultur als immaterielles Kulturerbe anerkennt, werden traditionelle Handwerksbäckereien zunehmend von industriellen Strukturen verdrängt. Seit 1998 hat sich die Zahl der Bäckereibetriebe mehr als halbiert. Wem gehört die Landwirtschaft? Wer verstehen will, wie eng unser Ernährungsalltag mit globalen Strukturen und politischen Entscheidungen verwoben ist, findet im Konzernatlas 2026 auf über 50 Seiten die entscheidenden Zusammenhänge.

Der Schnee ist weg, kommt aber wieder

Da staunen Schneemann und Elchin. Hat ihn etwa der World Wildlife Fonds aus der Ariel-Werbung für 30 Grad* weggewaschen? Aber nach 14 Tagen ist er wieder zurück...iptextfotos
*dafür wurde die Chemie im Waschmittel noch giftiger, so dass Kinder davon ferngehalten werden müssen.
Und manches Auto bestand den Elchtest bei dem rutschigen Wetter nicht.


Dienstag, 13. Januar 2026

Was ist Hass?

Nelson Mandela: "Während der langen, einsamen Jahre [im Gefängnis] wurde aus meinem Hunger nach Freiheit für mein eigenes Volk der Hunger nach Freiheit für alle Völker, ob weiß oder schwarz. 

Ich wusste so gut, wie ich nur irgend etwas wusste, dass der Unterdrücker genauso befreit werden muss wie der Unterdrückte. 

Ein Mensch, der einem anderen die Freiheit raubt, ist ein Gefangener des Hasses." (Quelle:Wikipedia) 

Requiem für die Perpetua mobilia

Hannover-Linden. Elektronik-Menzel ist schon seit längerem verschwunden. Für die flächenintensive Ansiedlung von Denns Biomarkt gegenüber dem noch erheblich mehr raumgreifenden Rewe am Küchengarten zwang die städtische Vermietungsgesellschaft Firmen wie Menzel, BartonsBrille und BekleidungsReents zum Umzug. Reents schloss das Geschäft sofort für immer. 

Diese Geschäftsleute waren untereinander befreundet. Menzel zog dann aus der Limmerstraße ein Stück um die Ecke Richtung Fössestraße, aber das Publikum für seine beliebten Perpetuum-Mobile-Versuche im Schaufenster fehlte, der künstlerisch engagierte Inhaber trockenete sozusagen mental aus. BartonsBrille, Stifter der Froschskulptur, die jetzt auf einem Spielplatz steht, musste zum energieintensiven, bis zum Boden verglasten Eckpunkt Küchengarten umziehen, geradewegs in die NoNazi-Graffiti-Zone hinein, und verkaufte schließlich aus "Ruhestandsgründen".

Lauf der Welt, denken viele. Kulturelle Verarmung, denke ich. Und die Stadt Hannover hilft nicht, denn Denns hätte sicher auch noch woanders Platz gefunden. ip

Montag, 12. Januar 2026

Herrenhausen Science Movie Night: „Ressource oder Risiko? Permafrostböden im Wandel“

 Fr., 13. Feb. 2026, 18 Uhr, Schloss Herrenhausen, Hannover

Permafrostböden kommen in kalten Regionen wie der Arktis vor. Es sind Böden, die mindestens zwei Jahre lang gefroren bleiben. In ihnen sind alte Mikroorganismen und Viren aus der Vorzeit sowie außergewöhnlich gut erhaltene Tierüberreste und Artefakte verborgen. Eingeschlossene Gase und Eisstrukturen enthalten Klimadaten aus der Vergangenheit, die helfen, klimatische Veränderungen zu verstehen.

Die Dokumentation „Auf dünnem Eis“ beleuchtet die Auswirkungen des Klimawandels auf indigene Völker und nimmt uns mit in ein zerbrechliches Ökosystem, das für die Land- und Rohstoffgewinnung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Wie können wir dieses Wissen nutzen, um Lösungen zu entwickeln, die dem Klimaschutz und auch den Interessen der betroffenen Gemeinschaften gerecht werden?

Im Anschluss an den Film der Science Movie Night diskutieren Expert:innen die langfristigen Folgen und dringend erforderlichen Maßnahmen, um den Herausforderungen der Permafrostschmelze zu begegnen.

„Auf dünnem Eis“, Regie: Henry M. Mix, Boas Schwarz, 2020, 52 min., anschießende Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Julia Boike, Expertin für Permafrost, Alfred-Wegener-Institut, Potsdam, Prof. Dr. Georg Guggenberger, Geschäftsführende Leitung Abteilung Bodenkunde, Leibniz Universität Hannover, Prof. Dr. Judith Schicks, Expertin für Gashydratforschung, GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung, Potsdam. Moderation durch Jan Hüsing, Gründer von Forst erklärt. 

Samstag, 10. Januar 2026

❄️❄️❄️ Winter-Nostalgie - Welcher Demiurg (Admin) hat sie uns geschickt - und wann wiederholt es sich?

Hannover. Der Schlittenhund liebt dieses Wetter, wähnt sich im Paradies, tobt los und versucht, dem Schneemann die Nase abzuknabbern. (shvideos). 
Die Kinder hatten Spaß beim Schneekuchen backen. Omas zogen ihre Enkel mit dem Schlitten hinter sich her. ip

Und noch ein europäisches Märchen: Little Red Riding Hood, Chaperon Rouge, Rotkäppchen und der Wolf

Ein kleines Mädchen, dem seine Großmutter einst eine rote Kappe geschenkt hatte, daher Rotkäppchen genannt, wird von der Mutter zu der in einem Haus im Wald wohnenden, bettlägerig kranken Großmutter mit einem Korb mit Leckereien (Kuchen und Wein) geschickt. Die Mutter warnt Rotkäppchen eindringlich, es solle nicht vom Weg abgehen. Im Wald lässt es sich auf ein Gespräch mit einem Wolf ein. Dieser horcht Rotkäppchen aus und macht es auf die schönen Blumen auf einer nahen Wiese aufmerksam, worauf Rotkäppchen beschließt, noch einen Blumenstrauß zu pflücken, der Warnung der Mutter zum Trotz. Der Wolf eilt geradewegs zur Großmutter und verschlingt sie. Er legt sich in deren Nachthemd in ihr Bett und wartet auf Rotkäppchen. Bald darauf erreicht Rotkäppchen das Haus, tritt ein, und begibt sich in (bei Perrault) bzw. an (bei den Brüdern Grimm) Großmutters Bett. Dort wundert sich Rotkäppchen über die Gestalt seiner Großmutter, erkennt aber den Wolf nicht, bevor es ebenfalls verschlungen wird. Bei Perrault endet das Märchen hier. Großmutter und Rotkäppchen werden bei den Brüdern Grimm vom Jäger aus dem Bauch des schlafenden Wolfes befreit. Dem Wolf werden stattdessen Steine in den Bauch gefüllt. Wegen des Gewichts der Steine kann der Wolf nicht fliehen und stirbt. In einer italienischen Version, Die falsche Großmutter, befreit sich Rotkäppchen durch seine eigene Schlauheit und flieht. Der Wolf stirbt anschließend.

Arpad Schmidhammer (1857–1921) • Public domain

Das Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf kann auch so interpretiert werden, dass es junge Mädchen vor Übergriffen gewalttätiger Männer warnen soll. Die Moral am Ende des Märchens in der Fassung von Perrault lautet: „Kinder, insbesondere attraktive, wohlerzogene junge Damen, sollten niemals mit Fremden reden, da sie in diesem Fall sehr wohl die Mahlzeit für einen Wolf abgeben könnten. Ich sage „Wolf“, aber es gibt da verschiedene Arten von Wölfen. Da gibt es solche, die auf charmante, ruhige, höfliche, bescheidene, gefällige und herzliche Art jungen Frauen zu Hause und auf der Straße hinterherlaufen. Und unglückseligerweise sind es gerade diese Wölfe, welche die gefährlichsten von allen sind.“ (Quelle: Wikipedia)

Einer ist des anderen Wolf?


Hannover/Arktis. Seit ich über die politisch brisanten Arktis-Aktivitäten des hannoverschen Geologen und selbsternannten "Geomanten" Professor Hinz schrieb, der dort die untermeerischen Grenzen zu Russland definierte, bekomme ich als im Hinterhaus wohnende von dessen Erbengemeinschaft, zu der das Vorderhaus Lenaustraße 12 gehört, kaum Antwort mehr auf eine mail. 

Stattdessen "kümmert" sich der Polizist Kai Meinders um das dortige verkommene Treppenhaus, schaut zu mir herüber, würde auch bei mir "putzen". Er hat "nebenbei" die Reinigungs-Firma Meinders gegründet, die durch ihn "inhabergeführt" Hausbesitzern helfen will, "rechtzeitig Vandalismus und Ähnliches festzustellen..." Gehört er etwa schon zum neuen, städtisch vorgeschlagenen Programm der "Ordnungsbotschafter"? 

ALeRRo-Hostel (zusammengesetzt aus 'Le'na+PleitefirmaRAI'Bauleiter'+Lenagatte'Ro'man)-Besitzerin Lena Levit nebenan fährt mit ihrem gigantisch teuren Schlitten vor und stellte mir zu Weihnachten einen Pappteller mit Fingerfood aufs Fensterbrett, wie einem Straßenhund. Dabei hat sie schamlos die Hostel-Idee kopiert, zur Expo2000 als Erstes Hostel Hannovers von mir realisiert, und 20 Jahre lang für Backpacker mit Freude im Hinterhaus betrieben, nachdem mir ein größerer Zeitungsauftrag verloren gegangen war... 

Da sagte der Erbengemeinschafts-Agent Vorderhaus doch noch vor einiger Zeit, er sei froh, dass jemand wie ich ab und zu nach seinem Haus sehen würde (praktisch einem Studentenwohnheim ohne Aufsicht) ... So eine beleidigende Frechheit...

Die Begierde auf weitere Besitz-Abrundungen seitens der steinreichen Nachbarn scheint groß. Man kriegt den Hals nicht voll? Getreu dem Motto 'Homo homini lupus'? (Einer ist des anderen Wolf) Da übernehme ich lieber die Rotkäppchen/Großmutterrolle nach Gebrüder Grimm. ip

Freitag, 9. Januar 2026

Hans Christian Andersen: Das Mädchen mit den Zündhölzern - aktuelles Märchen

Ein kleines Mädchen sitzt am Silvesterabend auf der Straße, um seine Schwefelhölzchen zu verkaufen. Es ist dürftig gekleidet und friert; die mit ihren Feiertagsbesorgungen beschäftigten Bürger übersehen das Kind und seine Bettelwaren. Ohne etwas verdient zu haben, wagt sich das Mädchen jedoch nicht nach Hause und harrt frierend zwischen zwei Stadthäusern aus.Verzweifelt vor Kälte zündet das Mädchen eines der Streichhölzchen an, obwohl ihm dies streng verboten ist. Im Lichtschein des Hölzchens fühlt es sich, als würde es an einem warmen Ofen sitzen, doch dies hält nur an, bis das Schwefelholz erlischt. Nach und nach zündet das Mädchen auch die weiteren Streichhölzer an und gleitet so in immer reichhaltigere Träume. Schließlich begegnet es seiner Großmutter und bittet diese, es in den Himmel mitzunehmen. Die Großmutter nimmt das Mädchen zu sich: „(…) sie waren bei Gott“. In der Erzählung wird deutlich, dass das in dieser Welt lebende und leidende Mädchen in der realen Welt einen „sanften“ Erfrierungstod gestorben ist. Gleichzeitig stellt der Erzähler abschließend fest, dass „Niemand wußte, was sie Schönes erblickt hatte, in welchem Glanze sie mit der alten Großmutter zur Neujahrsfreude eingegangen war!“ (Quelle:Wikipedia)

Ipideenfoto 

Donnerstag, 8. Januar 2026

Mit dem Beispiel Jugendoffiziere die Kids in den Krieg locken? ip

PRESSEMITTEILUNG Bundeswehr raus aus den Schulen!  Besuche an Schulen in Niedersachsen besonders hoch - Klassenzimmer sind keine Rekrutierungsräume! 

Berlin/Hannover. Die Abgeordnete Maren Kaminski kritisiert die zunehmende Präsenz der Bundeswehr an deutschen Schulen scharf. Laut aktueller Zahlen des Verteidigungsministeriums hat sich die Zahl der Besuche von Vertreter*innen der Bundeswehr an Schulen und Hochschulen seit 2020 mehr als verdoppelt. Von 2.717 Auftritten im Jahr 2020 sind sie auf über 6.100 im Jahr 2024 gestiegen. Dieser Trend zu einer stärkeren militärischen Präsenz in Bildungseinrichtungen setzt sich auch 2025 fort.„Schulen sind Orte der Bildung, nicht der militärischen Rekrutierung. Dieser Trend zur Normalisierung militärischer Präsenz im Klassenzimmer ist hochproblematisch“, so Kaminski. „Während staatliche Bildung demokratisch und vielfältig sein muss, droht durch die Häufung von Bundeswehr-Besuchen die Grenze zwischen sachlicher Information und subtiler Nachwuchswerbung zu verschwimmen.“

Besonders besorgniserregend ist laut Kaminski, dass Niedersachsen beim Umfang dieser Aktivitäten im bundesweiten Vergleich eine herausragende Position einnimmt. Nach Zahlen der Bundesregierung fanden in Niedersachsen im Jahr 2025 insgesamt 570 Bundeswehr-Besuche an Schulen statt (aufgeschlüsselt nach Schulformen: 190 in der Sekundarstufe I, 258 in der Sekundarstufe II und 121 in Berufsschulen sowie 1 sonstige Veranstaltung). Damit gehört Niedersachsen zu den Bundesländern mit überdurchschnittlich vielen Besuchen durch die Bundeswehr und liegt im oberen Feld der bundesweiten Verteilung. 

„Wenn Niedersachsen als Flächenland mit vielen Schulen und jungen Menschen im bundesweiten Vergleich besonders oft Ziel dieser Aktivitäten ist, müssen wir hinterfragen, welche Folgen das für das politische Klima und die Bildung unserer Jugendlichen hat,“ sagte Kaminski. „Es geht nicht allein um Zahlen, sondern um die Frage, welche Botschaften und Perspektiven jungen Menschen im Bildungsalltag vermittelt werden.“

Kritik richtet Kaminski nicht nur an die Quantität der Besuche, sondern auch an die Rahmenbedingungen. Junge Menschen dürfen nicht einseitig über militärische Perspektiven, sondern müssen auch über Friedens- und Konfliktforschung, Abrüstung und zivile Konfliktlösung informiert werden.

Auch wenn Jugendoffiziere offiziell keine direkte Personalwerbung betreiben dürfen, ist der Einfluss auf die Identitätsbildung Jugendlicher nicht zu unterschätzen. Friedens-, Entwicklungs- und zivilgesellschaftliche Initiativen erhalten nicht denselben Zugang zu Schulen wie die Bundeswehr, was zu einem Ungleichgewicht in der politischen Bildung führt.

Maren Kaminski unterstreicht: „Es ist Aufgabe des Staates, sicherzustellen, dass politische Bildung an Schulen demokratisch, vielfältig und ausgewogen stattfindet. Klassenzimmer dürfen keine Rekrutierungs-Messe für militärische Karrieren sein.“ Sie fordert daher eine klare Leitlinie zur Rolle externer Akteure in Schulen und eine gesetzliche Prüfung der bisherigen Praxis. 

Winternothilfe für obdachlose Menschen aufgrund der Extremwetterlage in Hannover ausgeweitet

Die Wetterprognosen zeigen klirrende Kälte für das Wochenende an: eine große Herausforderung für viele obdachlose Menschen in Hannover. Aus diesem Anlass weitet die Stadt in Kooperation mit sozialen Träger*innen wie dem Diakonischen Werk Hannover gGmbH die Winternothilfe am Wochenende 9. bis 11. Januar aus. Die städtischen Notschlafstellen sind durchgehend geöffnet, die städtische Straßensozialarbeit wird außerplanmäßig am Wochenende im Einsatz sein und das Cafè Nachtlicht des Diakonischen Werks Hannover öffnet ebenfalls das gesamte Wochenende.

Bereits seit zweiten Januar sind folgende Notschlafstellen durchgehend geöffnet: Feuerwehrstraße (die als Notschlafstelle mit Tagestreff geöffnet ist), Podbielskistr. 115, Wörthstr. 10 (Notschlafstelle für Männer), Langensalzastr. 17 (Notschlafstelle für Frauen), Vinnhorster Weg 73 sowie der sich direkt gegenüber der Notschlafstelle Alter Flughafen befindende städtische Tagesaufenthalt Dornierstraße.

Die städtischen Straßensozialarbeiter*innen sind montags bis freitags und zusätzlich auch am kommenden Wochenende unterwegs, um betroffene Menschen anzusprechen, Hilfsangebote anzunehmen. Bei Bedarf werden Fahrkarten, warme Kleidung, Schlafsäcke etc. ausgegeben.

Das Diakonische Werk Hannover gGmbH öffnet ab Freitag, 9. Januar das Café Nachtlicht statt um 20 Uhr schon um 18.00 Uhr und ab diesem Zeitpunkt durchgehend das ganze Wochenende auch tagsüber bis Montagmorgen um acht Uhr. Die Kosten für diese Maßnahme trägt die Stadt Hannover.

Alle Maßnahmen sind auch im aktuellen Flyer (in der Anlage) in deutscher, englischer und polnischer Fassung zu finden. Sie liegen in den Anlaufstellen im Stadtgebiet aus und sind unter folgendem Link abrufbar: www.hannover.de/LHH-Winternothilfe.

Darüber hinaus sind weitere Anlaufstellen: das Café Luna (für Frauen und FLINTA*) des Diakonischen Werks Hannover gGmbH, geöffnet täglich 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr und das Café Mensch der Obdachlosenhilfe e.V. in der Podbielskistraße 102, täglich von 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr - montags, mittwochs und freitags zudem bereits ab 17.00 Uhr im Rahmen einer Lebensmittelausgabe.

Die Kältebusse der Caritas, der Johanniter Unfallhilfe und der Malteser kooperieren auch in diesem Winter und fahren im Wechsel zu den Betroffenen an festgelegte Standorte. Es gibt eine warme Mahlzeit und medizinische Basisversorgung. Die Sozialarbeiter*innen und Ehrenamtlichen stehen als Ansprechpartner*innen zur Verfügung, leisten Beziehungsarbeit und vermitteln in das weiterführende Hilfesystem. Die Üstra bietet auch in diesem Jahr die Übernachtung in der Station Kröpcke (Ebene 5 hinter den Fahrtreppen) ab einer Außentemperatur unter drei Grad Celsius an, und zwar zwischen 21 Uhr und 5 Uhr.

Trotz Schneefall: Trockenheit im Harz nimmt Jahr für Jahr zu

 Aus einer Pressemitteilung der Harz Wasserwerke von 2019

"Der Klimawandel wirkt sich im Harz schneller und gravierender aus als bisher gedacht: Denn es wird immer trockener im Harz. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Harzwasserwerke gekommen, "Wir müssen uns in Niedersachsen auf die Folgen des Klimawandels möglichst gut vorbereiten", sagte Minister Lies. In der Studie, die sich auf die Analyse von Daten aus den Jahren 1941 bis 2018 stützt, hatten die Harzwasserwerke herausgefunden, dass anders als bisher in der Forschung prognostiziert die Niederschlagsmenge auf das ganze Jahr gesehen im Harz abnimmt. "Bisher sind Klimaforscher davon ausgegangen, dass die Sommer zwar heißer und trockener werden, aber das durch mehr Regen und Schnee im Winter ausgeglichen wird. Dem ist aber nicht so", erklärte Dr. Christoph Donner, Technischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke. "Das bestätigt den Eindruck unserer erfahrenen Mitarbeiter, dass es im Westharz im Trend immer trockener wird." Für Niedersachsens größten Wasserversorger ist diese Erkenntnis besonders wichtig, da rund drei Viertel der Wasserressourcen der Harzwasserwerke aus den Talsperren im Westharz gewonnen werden. Sollte sich bestätigen, dass Trockenjahre wie 2018 die Regel werden, müssen wir uns langfristig anpassen.Als Vorversorger wollen wir die Wasserbedarfe unserer Kunden auch in Zukunft decken und Nutzungskonflikte ums Wasser minimieren", sagte Dr. Donner. "Die Talsperren als Multifunktionsspeicher sind dafür ideal geeignet. Darum arbeiten wir daran, herauszufinden, wie wir sie an den Klimawandel bestmöglich anpassen können." Von den rückgängigen Niederschlägen sind perspektivisch insbesondere der Einzugsbereich der Sösetalsperre und Oktertalsperre betroffen. Darüber hinaus wurde in der Studie ebenfalls festgestellt, dass es - anders als von Klimaforschern vorhergesagt - nicht mehr Hochwasser in den Wintermonaten gibt. Ein zunehmender Trend ist dagegen beim Wetterextrem Dürreperiode im Sommer zu beobachten. Die Veränderung der Trends und damit der Prognosen für die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft im Harz konnte nur dadurch festgestellt werden, dass bisher vorliegendes Datenmaterial um die vergangenen zehn Jahre weitergeschrieben wurde. Um statistische Fehlinterpretationen auszuschließen, wurden alle Daten einer wissenschaftlichen Signifikanzprüfung unterzogen. Die Studie "Wasserwirtschaft im Westharz" steht ab sofort auf der Internetseite der Harzwasserwerke zur Verfügung unter: https://www.harzwasserwerke.de "