das vom private-equity-fonds carlyle zum linden-park heruntergeschleifte ehemalige hannoversche einkaufsgebiet ihme-zentrum wird derzeit winterfest gemacht.
passanten, die angesichts des anblicks einiger aktiver handwerker frohlockten, müssen enttäsucht werden. die pressestelle der landesbank berlin bestätigte lediglich maßnahmen solcher art.
ein fortgang der sogenannten revitaliserung ist nicht in sicht.
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Dienstag, 17. November 2009
Mittwoch, 25. März 2009
grausige zeiten
gestern abend habe ich, richtung fössestraße wollend, das hannoversche ihme-zentrum umrundet. besonders an der blumenauer straße/küchengarten wurde augenscheinlich deutlich, dass hier absichtlich an allen seiten gleichzeitig der komplex systematisch auseinandergerissen worden ist, einschließlich brücken und zugängen, statt erstmal auf der einen oder anderen seite mit der sanierung zu beginnen.
there's method in this madness, schoss es mir plötzlich durch den kopf, würde wohl hamlet/shakespeare hier sagen.
aber welche absicht steckt dahinter? vielleicht geht es darum, ein militärisches projekt mitten in hannover im herzen deutschlands zu installieren? der zweite weltkrieg hat ja noch gar nicht aufgehört, sagte rumsfeld bei seiner verabschiedung.
schließlich steckt die rüstungsgeile bush-corona hinter carlyle, wie ich unermütlich als einzige zeitung hannovers berichtet habe.
zur fössestraße kam ich nicht mehr, weil dort ecke küchengarten eine gruppe jugendlicher auf einen am boden liegenden jungen eintrat. ich holte hilfe, aber die jungs behaupteten, das sei nur ein spiel und das ginge mich einen dreck an.
perverse spiele...grausige zeiten.
there's method in this madness, schoss es mir plötzlich durch den kopf, würde wohl hamlet/shakespeare hier sagen.
aber welche absicht steckt dahinter? vielleicht geht es darum, ein militärisches projekt mitten in hannover im herzen deutschlands zu installieren? der zweite weltkrieg hat ja noch gar nicht aufgehört, sagte rumsfeld bei seiner verabschiedung.
schließlich steckt die rüstungsgeile bush-corona hinter carlyle, wie ich unermütlich als einzige zeitung hannovers berichtet habe.
zur fössestraße kam ich nicht mehr, weil dort ecke küchengarten eine gruppe jugendlicher auf einen am boden liegenden jungen eintrat. ich holte hilfe, aber die jungs behaupteten, das sei nur ein spiel und das ginge mich einen dreck an.
perverse spiele...grausige zeiten.
Dienstag, 20. Januar 2009
was du ererbt von deiner mutter....
was du ererbt von deiner mutter, erwirb es, um es zu besitzen, so müsste es eigentlich bei goethe richtigerweise heißen, denn seine mutter, die "frau aja", hat ihm all das vermittelt, was er für sein künstlerisches und gesellschaftliches leben brauchte.
er eiferte mitnichten dem einfach strukturierten kaufmanns-vater nach.
seine schwester cornelia erhielt von der mutter dieselbe vielseitige bildung, aber ihr wurde wegen der engstirnigen gesellschaftlichen strukturen genau die zum verhängnis.
sie wurde an einen dichter verheiratet, der klagebriefe schrieb, sie käme nicht mit den hausfrauenpflichten klar. was wunder! sie zog es dann auch vor, früh zu sterben, ähnlich wie paula becker-modersohn kurz nach der geburt ihrer tochter. die paula wusste genau, das dies das ende ihres malerlebens bedeuten würde. der gefeierte dichter rainer maria rilke wusste es auch und hat ein wunderbares requiem darüber geschrieben "an eine freundin", indem er ganz offen den mann als schuldigen anklagt, ganz ohne emma und frau schwarzer.
und nun zu mir: die prophet gilt nichts im eigenen lande, ist das zweite sprichwort, das ich an dieser stelle weiblich abwandeln möchte: ich bin die einzige gewesen, die wieder und wieder vor carlyle gewarnt hat. nun haben wir den salat: baustopp im ihme-zentrum.
ich habe auch schon im zarten alter von 20 jahren, also vor 40 jahren, vor bredero und ihrem asbest-turm hinterm raschplatz gewarnt. nichts. keine dankbare reaktion vonseiten der stadt, ganz im gegenteil. ich war damals für die stadtoberen wohl zu hübsch, um ernstgenommen zu werden, da wird man schnell im schubfach mieze abgelegt.
nur von bredero kam eine millionenklage ins haus.
ganz zu schweigen auch von meinen erfolgreichen, aber wie immer nicht anerkannten, aktivitäten zur nichtbeteiligung am irak-krieg.
intellektuelle sind in dieser beamtenstadt seit je schlecht angesehen, wo das finanzamt mitte statt einer zweiten mahnung die riesig fettgedruckte "androhung der zwangsvollstreckung" verschickt (vielleicht sogar mit vorliebe an weibliche firmenchefs?), die großen juristischen gesellschaften aber, die alle jede menge rechte und keine persönliche haftung der inhaber haben, die also hingegen, vom finanzamt nord wie rohe eier geschont werden.
das beste historische beispiel für einen hier allzu missliebigen intellektuellen war der hannoveraner philosoph theodor lessing.
auch ich habe null anerkennung, null akzeptanz, null integration. bin inzwischen daran gewöhnt, muss ich ja, leide nicht mehr so stark wie früher, lebe zurückgezogen auf meinem kreativen speicher schreibe an gedichtbänden und büchern, wenn nicht gerade eine ihme- und city-zeitung ansteht, die beste zeitung hannovers, würd' ich jetzt mal sagen - meine zeitung. klar stinkt eigenlob, aber wenn die anderen entschieden zu kurz gehen, dann gehe ich eben entschieden zu weit? (nach wolf biermann).
es gibt ein paar lichtblicke in dieser metropole der norddeutschen tiefebene: die justiz-angestellten wehrten sich mit händen und füßen, in den bredero-turm einzuziehen. weiter so!
und ich sehe eine riesen-chance in den zusammengebrochenen bauarbeiten im ihme-zentrum, hannovers größtem baustellen-desaster, wo die bewohner in schon fast artistischer geschicklichkeit die provisorischen bautreppen und-wege benutzen: endlich luft zwischen den türmen zu schaffen und hannover und linden, den jahrhundertelang erz-verfeindeten, sich symbolisch die hand quer über die ihme reichen zu lassen.
er eiferte mitnichten dem einfach strukturierten kaufmanns-vater nach.
seine schwester cornelia erhielt von der mutter dieselbe vielseitige bildung, aber ihr wurde wegen der engstirnigen gesellschaftlichen strukturen genau die zum verhängnis.
sie wurde an einen dichter verheiratet, der klagebriefe schrieb, sie käme nicht mit den hausfrauenpflichten klar. was wunder! sie zog es dann auch vor, früh zu sterben, ähnlich wie paula becker-modersohn kurz nach der geburt ihrer tochter. die paula wusste genau, das dies das ende ihres malerlebens bedeuten würde. der gefeierte dichter rainer maria rilke wusste es auch und hat ein wunderbares requiem darüber geschrieben "an eine freundin", indem er ganz offen den mann als schuldigen anklagt, ganz ohne emma und frau schwarzer.
und nun zu mir: die prophet gilt nichts im eigenen lande, ist das zweite sprichwort, das ich an dieser stelle weiblich abwandeln möchte: ich bin die einzige gewesen, die wieder und wieder vor carlyle gewarnt hat. nun haben wir den salat: baustopp im ihme-zentrum.
ich habe auch schon im zarten alter von 20 jahren, also vor 40 jahren, vor bredero und ihrem asbest-turm hinterm raschplatz gewarnt. nichts. keine dankbare reaktion vonseiten der stadt, ganz im gegenteil. ich war damals für die stadtoberen wohl zu hübsch, um ernstgenommen zu werden, da wird man schnell im schubfach mieze abgelegt.
nur von bredero kam eine millionenklage ins haus.
ganz zu schweigen auch von meinen erfolgreichen, aber wie immer nicht anerkannten, aktivitäten zur nichtbeteiligung am irak-krieg.
intellektuelle sind in dieser beamtenstadt seit je schlecht angesehen, wo das finanzamt mitte statt einer zweiten mahnung die riesig fettgedruckte "androhung der zwangsvollstreckung" verschickt (vielleicht sogar mit vorliebe an weibliche firmenchefs?), die großen juristischen gesellschaften aber, die alle jede menge rechte und keine persönliche haftung der inhaber haben, die also hingegen, vom finanzamt nord wie rohe eier geschont werden.
das beste historische beispiel für einen hier allzu missliebigen intellektuellen war der hannoveraner philosoph theodor lessing.
auch ich habe null anerkennung, null akzeptanz, null integration. bin inzwischen daran gewöhnt, muss ich ja, leide nicht mehr so stark wie früher, lebe zurückgezogen auf meinem kreativen speicher schreibe an gedichtbänden und büchern, wenn nicht gerade eine ihme- und city-zeitung ansteht, die beste zeitung hannovers, würd' ich jetzt mal sagen - meine zeitung. klar stinkt eigenlob, aber wenn die anderen entschieden zu kurz gehen, dann gehe ich eben entschieden zu weit? (nach wolf biermann).
es gibt ein paar lichtblicke in dieser metropole der norddeutschen tiefebene: die justiz-angestellten wehrten sich mit händen und füßen, in den bredero-turm einzuziehen. weiter so!
und ich sehe eine riesen-chance in den zusammengebrochenen bauarbeiten im ihme-zentrum, hannovers größtem baustellen-desaster, wo die bewohner in schon fast artistischer geschicklichkeit die provisorischen bautreppen und-wege benutzen: endlich luft zwischen den türmen zu schaffen und hannover und linden, den jahrhundertelang erz-verfeindeten, sich symbolisch die hand quer über die ihme reichen zu lassen.
Dienstag, 16. September 2008
interesse an altlasten?
am gegenüberliegen ufer des hannoverschen ihme-zentrums wird heute morgen wieder mächtig nach erdproben gebaggert. es bestehen offensichtlich handfeste interessen, dort das ufer abzugraben. vielleicht wollen die parkenden im ihme-zentrum (künftiges shopping-center lindenpark) einfach nicht mehr in wasser-pfützen stehen, und mit investorfonds carlyle, der durch die rüstungsindustrie reich wurde, haben sie einen starken lobbyisten bei der stadt. denn bisher war das interesse an diesen altlasten trotz meiner hinweise schon vor 20 jahren ja gleich null.
andererseits interessiert sich niemand für die belastung beispielsweise des grundstücks rückertstraße 3 ganz in der nähe, wo die reifenfirma globus bötticher einiges an öl und sonstigen rückständen in den boden abgegeben haben dürfte, wie ich vermute. aber dort gibt es keine interessenten, die das erforschen möchten....
andererseits interessiert sich niemand für die belastung beispielsweise des grundstücks rückertstraße 3 ganz in der nähe, wo die reifenfirma globus bötticher einiges an öl und sonstigen rückständen in den boden abgegeben haben dürfte, wie ich vermute. aber dort gibt es keine interessenten, die das erforschen möchten....
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