Freitag, 9. Februar 2018

„was macht die denn schon“ höre ich es derzeit raunen,

meine skulptur "zeitungsspenderin"


sie betreibt einen blog.
ein wenig historie scheint vonnöten.


Wir frauen sind es leid, keine anerkennung für unsere eigenen leistungen zu bekommen:
schon humboldts forderten, sich an der welt abzuarbeiten, bildung der gesinnung des charakters, anregung aller kräfte des menschen.

Nun denn, hier mein lebenswerk, mehr geht nicht:

1967 mitbegründung des flohmarkts in salzgitter-lebenstedt
1968 meine seite über mädchen auf dem bau in der hannoverschen presse
1969 meine seite in der hannoverschen presse über die #klezmer
1970 gründung des pressedienst hannover, den bald darauf die stadt hannover imitierte.
Aufdeckung des bredero-skandals
1971 gründung der gesellschaft für öffentlichkeitsarbeit, einer der ersten pr-agenturen deutschlands,
mit dem Motto „Gutes tun und darüber reden“
1972 gründung von regional medien
1973 gründung der ihme-zeitung, später mit city-zeitung
1974 gründung 1. #Kunstmarkt europas im ihme-zentrum hannover, danach siedelte er in den kunstverein um, 1. Ausstellung der fotogruppe #spectrum
1975 gründung kunstfest am Aegi, aus dem die kunstförderung der #sparkasse erwuchs
1976 eine ganze seite in meiner zeitung von kunstvereinsdirektorin katrin sello über den gaul vor der universität, über theodor lessing usw.
1977 beiträge zur rettung der üstra-wagenremise
1978 Beiträge über hannah ahrendt und hannover
1979 Veranstaltungen zu Aufwertung der Lavesstraße/Warmbüchenviertel,als Vorläuferin des heute üblichen Quartiersmanagements
1980 Beiträge zur Rettung der markthalle
1981 erstes deisterstraßenfest. beschäftigung mit + interviews zum thema geldsystem
1982 beispielgebende kulturaktionen im ihme-zentrum hannover
1983 kunstausstellungen und operngesang bei reinhardt&Sebesse und renault-bartels
1984 gründung des kulturmagazins „mittendrin“ mit texten zur zukunft der arbeit von mir und ralf dahrendorf, interviews mit martin neuffer zur erneuerung seines straßenkunstprogramms und schlagwörtern, die dann zur #Expo2000 mainstream wurden
1985 anregung des parkpflegewerks georgengarten, interview mit prof. meyer, verheiratet mit dem haus hannover
1986 journalistische herausarbeitung der „ökumenischen meile“ st.clemens-jüd.gedenkstätte-leibniz-kirche, reformierte kirche
1987 gründung der insel-zeitung lanzarote, kanarische inseln, die den mickrigen lancelot-verlag zum medienkonzern machte
1988 Redaktion der Werkszeitungen für die #Hanomag Hannover und Massey Ferguson Eschwege
1989 aufwertung des kinderladens glockseestrolche im ujz glocksee durch zahlreiche fördermaßnahmen
1990 antrag im rat der stadt auf eine zweite #glockseeschule
1991 stimmbildungs- und meditationsgruppen, tauschring-treffen in meinen räumen
1992 wettbewerb zu einer skulptur schwarzer bär
1993 Reformschule Goetheplatz initiiert, mit betriebsbesichtigungen von bäckereien über üstra bis verpackungsbetrieben, einbringen eines sofas in den klassenraum, die ausstattung gehört heute zum standard der schule, anmietung eines kleingartens für die naturgruppe
1994 anregung eines fördervereins engesohder friedhof
1995 Werbung, 100jähriges Jubiläum, PR und Hauszeitung für den Spar- und Bauverein Hannover
1996 Anregung zur unterführung königstraße als lichtkunstwerk
1997 ausbildung von verlagskaufleuten und praktikanten
1998 anregung eines expo-stadtteilbauernhofs
1999 Veröffentlichung meines büchleins „mein hannover
2000 gründung des 1. Hostels hannovers zur expo 2000, aus dessen nachahmern der stadt hannover millionen gewinne erwuchsen
2001 “ zeitungsaktion „dem könig sein treues volk?“ gegen die teilnahme deutschlands am #irak-krieg im umfeld des damaligen #bundeskanzler #gerhardschröder
2002 aufdeckung des dem brandschatzen preisgegebenen mädchenhauses der israelitischen gartenbauschule in hannover- ahlem, aus dem danach die weltberühmte gedenkstätte ahlem entstand
2003 gespräche mit dem vorstandsvorsitzenden von enercity über die beleuchtung der drei heizkraftwerktürme, dessen ausführung internationale beachtung fand
2004 gründung der literaturgruppe freitext mit prof. taureck in meinen räumen
2005 ausgestaltung von 24 fenstern meines hinterhauses zum adventskalender
2006 veröffentlichung „mensch maria“, fotos und texte, die dem gender-wahn widersprachen
2007 veröffentlichung des essays „also sprach die mutter aller götter“ auf amazon
2008 entwicklung von slogans wie "In-TUI-tiv", "Das Herz sagt Harz"
2009 gestaltung von eigenen künstler-büchern
2010 gründung peterspointofpoetry
2011 gescheiterte rettungsaktion für die über 200 bäume am fluss ihme hannover mit punks, ujz glocksee und cordula lüdtke-eichhorn
2012 Aufdeckung der Rolle von Carlyle im ihme-zentrum
2013 der vgh auf die sprünge geholfen, ihren jahreskalender mit punk und graffiti zu modernisieren
2014 aktive teilnahme an der durch die von einer stern-reporterin ausgelöste aktion aufschrei mit eigenen beispielen
2015 vorschlag an den bezirksrat #hannover und stadtteilrunde meines dichter-denker-projekts über den stadttteil mitte mit seinen straßennamen leibnizufer, goethestraße, Humboldtstr., rückertstr., lenaustr. Wielandstr. (es referierten inzwischen prof. antes, prof. reemtsma)
2016 durch recherchen über hinrich wilhelm kopf auf das jubiläum „70 jahre hannover-messe 2017“ gestoßen.   gründung der produzentengalerie peters (u.a sind hier die ersten graffities der glocksee. zu sehen)
2017 stichwort „identitäten“ als kulturprogramm hannover. Kann zur ausstellung ausgearbeitet werden.
2018 Anregung eines vortrags von wissenschaftlerinnen in frankfurt über frauen als unternehmensnachfolgerinnen

Alle jahreszahlen nach dem gedächtnis, für korrekturen offen.
In allen zeiten dazwischen familienarbeit, putzen, renovieren, zeitungmachen (pro zeitung ein nervenzusammenbruch)
Fortsetzung/Ergänzung folgt
Ingeburg Peters
www.regionalmedien.de
www.ingeburgpeters.de
www.city-zeitung.de
www.ihmezeitung.de
www.hostelhannover.de
Facebook: https://www.facebook.com/profile.php?id=100011739246583
Twitter: https://twitter.com/ingeburgpeters


Mittwoch, 7. Februar 2018

das ist doch keine #lebensart...thema #artenschutz neue folge

Zum Foto: Eine Mischung aus Christine schraders magazin #lebensart und Achim brandaus #lindenentdecken. #Madsack Anzeigenmagazin. Originell ist was anderes.ip
Homo homini lupus - einer ist des anderen Wolf

#hannover. achim #brandau fing damit an. sein büchlein Linden entdecken lag auf den tresen der inserenten. aber wo auch nur das geringste #anzeigengeschäft zu wittern ist, lugt #madsack um die ecke. so liegt nun "#LEBENSARTLINDEN" mit schöneren fotos und texten, vom prekären profi-personal gestaltet, auf den tischen hannover-lindens.
so war es schon immer. kaum war eine publikation von #misburg bis #linden attraktiv geworden, kam madsack.
es ist wie zwischen apple und microsoft, steve jobs und bill gates, nachahmer sind die hechte im karpfenteich, und die wiederum werden letztlich von haien geschluckt.
mir erzählte ein nachbar auf der glockseestraße vom Hochwasser 1946. ich berichtete davon auf twitter und facebook. am tag darauf stand ne doppelseite des alten "Chefreporters" Dieter tasch in der haz. schnell aus der versenkung geholt und nachrecherchiert, reiner zufall natürlich.
dabei kann ich die uhr danach stellen, wann die tagespresse meine social media-themen aufgreift, zum beispiel neulich die frage nach den für neu verkauften aktionen der zukunftswerkstatt und ihrem Brutalismus. auch meinem tweet über den leine-angler folgte ne große tageszeitungsstory.
morgens in aller frühe ackert sich ein madsack-Redakteur durch social media. dann erst gehts in die redaktion. 

und der titel lebensart gehört natürlich eigentlich zu #christineSchrader und ihrem gleichnamigen magazin der #taobuchhandlung. die kompatibilität hat der justitiar garantiert abgecheckt.
ip

„One Billion Rising“: Protest und Tanz am Valentinstag

Foto: Landeshauptstadt Hannover / Neue Medien

Aktionsbündnis „Stoppt sexualisierte Gewalt“ ruft zum Mitmachen auf

Hannover  – Eine Milliarde Menschen stehen auf gegen sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen – und tanzen! Das steht hinter der weltweiten Aktion „One Billion Rising“. In Hannover gibt es dazu am Valentinstag am Mittwoch, 14. Februar 2018 um 16.30 Uhr eine spezielle „Dance Demo“ am Kröpcke. Das Aktionsbündnis „Stoppt sexualisierte Gewalt“ in Hannover lädt ein, dabei zu sein, aufzustehen und mitzumachen.

Gemeinsam mit den Frauenhäusern und Frauen- und Mädchenberatungsstellen in der Region Hannover haben sich über 30 Organisationen, Vereine und Verbände in Hannover zum Aktionsbündnis zusammengeschlossen. Dazu gehört der niedersächsische Landesfrauenrat ebenso wie die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros und Vertreterinnen aus Parteien, Gewerkschaften und Verbänden. Die Aktion am Valentinstag setzt auch in Hannover ein deutliches Signal gegen Sexismus und Rassismus in unserem Land. Mit dabei ist unter anderem die Gewinnerin des Poetry Slam der Region Hannover 2017 Tabea Farnbacher.

Wichtigster Programmpunkt ist jedoch der gemeinsame Tanz: Die Kampagne „One billion rising“ lädt weltweit Frauen und Männer ein, mit Tanz-Kundgebungen gegen Gewalt gegen Frauen zu protestieren. „I am rising“ („Ich stehe auf“) heißt: gemeinsam tanzen, sich erheben, stark machen gegen die Gewalt, mit der Frauen und Mädchen sich täglich auseinandersetzen müssen. Die Initiatorinnen verstehen die Aktion als eine Art globalen Streik, einen Akt weltweiter Solidarität und als Zeichen der Verweigerung, sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen als gegeben hinzunehmen. Eine sehr einfache, aber wirkungsvolle Tanzchoreographie lädt zum Mittanzen ein und fordert zum Mitmachen auf.

„Wir fordern auch in Hannover, endlich wirksam gegen Sexismus vorzugehen“, so Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover. Weltweit war bereits jede dritte Frau Opfer von Gewalt. Jede dritte Frau, das sind eine Milliarde Frauen (one billion). In Deutschland werden jedes Jahr mehr als 7.300 sexuelle Nötigungen und Vergewaltigungen angezeigt, das sind zwanzig am Tag. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher, da die Täter oft aus dem sozialen Umfeld der Opfer stammen und viele Opfer sich schämen, die Tat anzuzeigen.
„Wir ermutigen alle Frauen und Mädchen, die sexuelle Gewalt erlebt haben, sich Unterstützung zu holen. Sie müssen damit nicht allein bleiben. Und wir ermutigen alle, nicht wegzuschauen. Sexuelle Gewalt geht uns alle an“, sagt Petra Klecina vom Frauennotruf Hannover. Das Aktionsbündnis in Hannover lädt alle Frauen und Männer herzlich ein, gemeinsam am 14. Februar um 16.30 Uhr am Kröpcke aufzustehen – gegen Gewalt gegen Frauen.
dies ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt




Dienstag, 6. Februar 2018

Engel&Völkers checkt den Wohnungsmarkt:

Hamburg ist nach wie vor der Leuchtturm für Investoren im Norden. Mit einem um 27,1% gestiegenen Transaktionsvolumen (rd. 1,5 Mrd. EUR) und einer leicht erhöhten Transaktionsanzahl (438 Objekte) von 2,6 % liegt der einzige A-Standort der Region deutlich vor den anderen Städten. Anleger zahlen für Wohn- und Geschäftshäuser in der Hansestadt Quadratmeterpreise von bis zu 3.900 EUR in den guten Lagen und kalkulieren dort mit Faktoren bis zum 29-Fachen der Jahresnettokaltmiete.
Attraktive Rendite-Risiko-Profile
Ein genauer Blick auf die Wohnungsmärkte kleinerer Standorte mit attraktiveren Rendite-Risiko-Verhältnissen ist in der Region Nord lohnend. Steigende Bevölkerungszahlen, sinkende Wohnungsleerstände, anziehende Mieten, die zunehmende Kaufkraft sowie höhere Renditen machen die Städte in der zweiten Reihe für Investoren attraktiv.
Vor diesem Hintergrund nehmen Anleger verstärkt auch Lübeck, Kiel und Flensburg in ihren Fokus. Dort sind in der Vergangenheit die Quadratmeterpreise für Zinshäuser in den guten Lagen auf über 2.500 EUR gestiegen, bewegen sich aber deutlich unter dem Niveau von Hamburg. Parallel dazu wurden in Flensburg (+ 8,7 %) und Lübeck (+ 8,6 %) seit 2013 die höchsten Veränderungen der Kaufkraft registriert. Die durchschnittlichen Angebotsmieten liegen in den Universitätsstädten bei 6,94 EUR/m² (Flensburg), 7,81 EUR/m² (Kiel) bzw. 7,84 EUR/m² (Lübeck). In diesen drei Städten bleibt aufgrund der steigenden Bevölkerungszahlen die Nachfrage nach Wohnraum hoch.
Bezogen auf das Transaktionsvolumen ist Hannover mit 300 Mio. EUR der zweitgrößte Markt im Norden. Mit einem Quadratmeterpreis von 2.350 EUR in guten Lagen liegt die niedersächsische Landeshauptstadt im Mittelfeld der Region Nord. Die Angebotsmiete von durchschnittlich 8,40 EUR/m² (+ 4,1%) ist hingegen die zweithöchste in Norddeutschland.
Alternativen im Umfeld
Durch den stetig wachsenden Vermietungsmarkt werden immer mehr Privatinvestoren aus dem Umkreis von Hannover auf Hildesheim aufmerksam. Nach geringen Preisanstiegen im Jahr 20 16 hat sich dieser Trend fortgesetzt. Der spürbare Nachfrageüberhang wirkt sich zunehmend auf das Preisniveau aus. Bei einem Quadratmeterpreis von 1.300 EUR in guten Lagen kalkulieren Investoren mit dem 15-Fachen der Jahresnettokaltmiete. Mit 7,8 % sind hier die Angebotsmieten (6,37 EUR/m²) im Vergleich zum Vorjahr am deutlichsten gestiegen.
In Braunschweig stieg das durchschnittliche Objektvolumen um 17 % auf rund 1,1 Mio. EUR an. Dies ist der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre und ein Indiz für den steigenden Nachfrageüberhang. Mit einem Quadratmeterpreis von 2.000 EUR und dem Faktor 19,5 in den guten Lagen gilt die zweitgrößte Stadt Niedersachsens nach wie vor als attraktiver Anlagestandort für Immobilieninvestoren.
Potenziale im Nordwesten
Hinsichtlich der Transaktionsanzahl (248) ist Bremen der dynamischste Markt hinter Hamburg. Der Markteinstieg ist jedoch mit einem Quadratmeterpreis von 2.500 EUR in der Spitze der guten Lagen sowie einem Faktor von 19 deutlich günstiger. Das Bevölkerungswachstum von 3,4 % auf ca. 565.000 Einwohner und eine Zunahme der Kaufkraft um 7,7 % sorgen auch zukünftig für ein attraktives Investitionsumfeld im Stadtstaat.
Wesentlich preiswerter ist Bremerhaven. Bei einem Quadratmeterpreis von 1.050 EUR und dem 10,5-Fachen der Jahresnettokaltmiete in den guten Lagen bieten sich bei durchschnittlichen Angebotsmieten von 5,34 EUR/m² (+ 4,9 %) nördlich von Bremen Entwicklungspotenziale. Die steigende Einwohnerzahl (+ 5,1%) seit 2012 und die sich positiv entwickelnde Kaufkraft (+ 6,9 %) seit 2013 sind vielversprechende Indikatoren. Emden, als Solitär der Region, liegt in etwa auf dem Niveau von Hildesheim und Bremerhaven. Mit 1.400 EUR/m² ist der Preis für eine Anlageimmobilie in den guten Lagen jedoch höher.

Montag, 5. Februar 2018

bekommt wienke zitzlaff nun einen straßennamen in hannover?

am 4.märz jährt sich der todestag von wienke zitzlaff, stifterin des frauenprojekts in hannover-linden.
der nachruf auf sie ist weiterhin sehr lesenwert:


Nachruf für Wienke
von Astrid Osterland
Wienke Zitzlaff ist nicht mehr unter uns. Am 4. März 2017 ist sie im Alter von 85 Jahren von uns gegangen. Sie, nicht aber ihre Ideen und Visionen. Denn die hat sie mit uns, den Mitarbeiterinnen der SAPPhO-Stiftung, lebendig erhalten. Wir werden in diesem Sinne ihr ideelles und materielles Vermächtnis bewahren und weiter entwickeln.
Ihr Leben war geprägt von der Tatsache, dass sie die Schwester von Ulrike Meinhof war. Solidarisch bis zum Tod der Jüngeren, ging sie gleichwohl bewusst einen anderen Weg, um das zu verwirklichen, was ihnen beiden wichtig war: eine (geschlechter)gerechte, solidarische Welt über alle nationalen, sexuellen, ökonomischen, Alters- und sonstigen Grenzen hinweg. Eine Welt, in der nicht zählt, was eine hat oder woher  sie kommt, sondern wer sie ist, wofür sie sich einsetzt. Wienkes Haltung war zutiefst antikapitalistisch, antifaschistisch, antimilitaristisch und ganz und gar lesbisch-feministisch. Das alles gehörte für sie selbstverständlich zusammen. Und so lebte sie auch. Eingebunden in das Netzwerk ihrer politischen Freundinnen, zu denen auch wir, die Frauen der SAPPhO-Stiftung zählten.
Sie mischte sich ein und erprobte ihre Vision von einem solidarischen Lebenszusammenhang  in ihrem eigenen Wohnprojekt „Lesben hausen e.V.“.  „e.V!“ wohlgemerkt. Denn darauf kam es ihr an. Sie wollte ihren Traum  von gemeinschaftlichem Eigentum in Lesbenhand verwirklichen und ihren Vorsatz, „die Häuser denen in die Hände zu geben, die darin wohnen“ gleich dazu.  Was sie einbrachte war das Haus, ihr Eigentum. Was sie daraus machte, war ein Verein aller Bewohnerinnen, die dieses Eigentum gemeinschaftlich bewohnen und verwalten. Basisdemokratie und gemeinsame Verantwortung  für das, was ein solches Haus möglich macht: miteinander, nicht nebeneinander leben und altwerden und sich gegenseitig zu unterstützen, wenn es eng wird und frau alleine nicht zurechtkommt.
Dazu Wienke Originalton: „Meine Grundgedanken sind: Gemeinsames Eigentum, das gemeinsam – und bitte nicht zentralistisch – verantwortlich verwaltet und erhalten wird. So habe ich mir Kommunismus, Sozialismus vorgestellt – und den Traum gebe ich  nicht auf“. Dieses Versprechen hat sie bis an ihr Lebensende gehalten und ist mit ihren Wohnfreundinnen im gemeinsamen Haus alt geworden.
Als Linke ging es ihr darum, die Macht des Eigentums zu brechen und das hieß für sie: Vergemeinschaftung des Eigentums. Als Lesbe ging es ihr darum, eine gemeinschaftliche Lebensform jenseits von Ehe und Familie zu verwirklichen.
In den 50er Jahren groß geworden, erfuhr Wienke den gesellschaftlichen Druck zur Ehe mit all den Abhängigkeiten, die das für Frauen bedeutete. Um Kinder zu bekommen, heiratete sie zwar, wohl wissend, dass dies damals unbedingte Voraussetzung für die Mutterschaft war.  Sie wollte und bekam zwei Töchter und arbeitete sich langsam aus „der Forderung, eine männerorientierte Frau zu sein, heraus“. Genauer gesagt: sie ging viel weiter und lebte ihre Liebe, Freundschaft und Solidarität mit Frauen.
„Für mich ist lesbisch leben eine Lebensform“ und damit viel mehr als eine „sexuelle Orientierung“, denn wir haben uns „dem Zwang zur Ehe entzogen“, weil wir selbstbestimmt und unabhängig von einem „Ernährer“ leben wollen“. So das selbstbestimmte Credo von Wienke, das ihrem Leben  Richtung gab, als berufstätige Frau mit zwei Kindern unabhängig von einem Mann zu leben.
Im Verein SAFIA, Lesben gestalten ihr Alter fand sie ihre „lesbische Heimat“ und Freundinnen, die sie lebenslang begleiteten. Wienke zählte auf die Wahlverwandtschaft, nicht die Blutsverwandtschaft. Sie suchte die Solidargemeinschaft mit Frauen, nicht die Versorgungsgemeinschaft mit einem Mann.
Wienke wusste nicht nur, was sie wollte, sondern sie wusste auch, wie konkret umzusetzen ist, was ihr vorschwebte. Und als eines Tages die Frage aufkam: wie können wir unsere Häuser, die wir gemeinschaftlich bewohnen und das Vermögen, das wir uns erarbeitet haben, über die Generationen hinweg für Lesben erhalten, gründete sie mit ihren SAFIA-Schwestern….na, was denn sonst? … eine Stiftung, benannt nach der Dichterin SAPPhO, die wie kaum eine andere dafür steht, was Frauen einander sein und erreichen können, wenn sie füreinander da sind.
Als alte Linke dachte sie in ihren Wünschen nicht  nur an sich selbst sondern darüber hinaus. „Meine Idee ist, dass die Feministinnen/Lesben, die viel Geld haben, sich mit denen zusammentun, die wenig haben und gemeinsam verantwortlich ein Wohnprojekt gründen und verwalten. Damit nicht eine allein davon profitiert, dass andere z.B. an ihrem Haus mitarbeiten, soll eine Stiftung zwischengeschaltet werden: Eine Stiftung wird Eigentümerin des Hauses und  die Bewohnerinnen sind autonome Verwalterinnen“. Dafür braucht es einen Verein, der die Verantwortung für alle Belange des gemeinschaftlichen Projektes übernimmt. Die Stiftung als organisatorischer Boden für solidarisch-lesbische Lebensformen über die Generationengrenzen hinweg. Das war ihr Traum, oder genauer einer ihrer vielen Träume von einer besseren Welt.
Die SAPPhO-Frauenwohnstiftung ist der Beitrag von Wienke und ihren Mitstreiterinnen für die Erhaltung von Lebensräumen und Orten der Kommunikation, die Lesben ein diskriminierungsfreies Zusammensein gerade auch im Alter ermöglichen.
In diesem Geiste haben wir mit Dir, liebe Wienke, viele Jahre zusammengearbeitet, zum Wohle der Stiftung und im Sinne der Lesben, die uns ihre Vermögenswerte anvertraut haben, um sie in den Kreislauf der Solidargemeinschaft zurück zu geben.
Das waren bewegende und bewegte Jahre, die Du mit Deinem steten Einsatz für die Ziele der Stiftung, Deinem geradlinigen Denken und Handeln und Deiner lesbischen Solidarität mit uns gearbeitet und gestaltet hast. Wir werden Dich sehr vermissen.
Dein Traum ist auch unser Traum und wir werden weiter daran arbeiten, ihn Wirklichkeit werden zu lassen. Das versprechen wir Dir
Deine SAPPhO-Schwestern
Astrid, Esche, Gisela, Hila, Mubina, Renate, Ruth, Ute
Hier noch einige Links zu Wienke:
Es gibt einen Film über Wienke:
anders leben – Lesben im Alter
Der Film anders leben – Lesben im Alter portraitiert drei alte Lesben: Wienke, die ehemalige Sonderschul-Rektorin und politische Aktivistin, Hannelore, die frühere Leistungssportlerin, und Christel, die Besitzerin einer der ersten Lesbenkneipen im Nachkriegs-Berlin.
Ein Film über drei selbstbewusste, unkonventionelle Frauen. Ein Film übers „Normal-“ und „Anderssein“, über Verdrängung und Befreiung. Nicht zuletzt auch: Eine Hommage ans Älterwerden.
Deutschland 2005, 60 Min.
Regie, Schnitt: Isabel Rodde
Kamera: Alexandra Czok, Beate Middeke, Andreas Buhr, Isabel Rodde
Produktion: medien konkret, Büro für Kultur- und Medienprojekte, Hannover


zum jahrestag und wegen der politischen lage noch schnell ein wenig eigene hannoversche historie. mein interview mit ihr: https://www.youtube.com/watch?v=gByExYpYn94