Botulinum-Gift (im kosmetischen Bereich als Botox bekannt) gelangt „durch die Hintertür“ ins Blut
MHH-Wissenschaftler erforschten im Detail den Weg des hochwirksamen Botulinumtoxins
vom Darm ins Blut / Innovative Therapie in Aussicht / Veröffentlichung in Science Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben in einer internationalen Studie mit mehreren Zentren aufgeklärt, wie das extrem starke Nervengift des Bakteriums Clostridium botulinum vom Verdauungstrakt ins Blut gelangt. Dr. Andreas Rummel und Anna Magdalena Kruel, MHH-Institut für
Toxikologie, veröffentlichen gemeinsam mit Professor Rongsheng Jin, University of California, Irvine, Dr. Min Dong, Harvard Medical School, Boston-Southborough, und Dr. Martin Dorner, Robert Koch-Institut Berlin, ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Science“.
Mit Botulinumtoxin werden seit 1989 schwere Bewegungsstörungen erfolgreich behandelt und als „Botox“ spielt es bei kosmetischer Faltenglättung eine Rolle. Wie aber gelangt dieser aus 14 Molekülen bestehende Eiweißkomplex bei der tödlichen Lebensmittelvergiftung Botulismus, die heutzutage seltengeworden ist, ins Blut? Normalerweise zerlegen Magensaft und Bauchspeicheldrüsen-Enzyme Eiweißkomplexe doch in ihre einzelnen Bestandteile?
Die Wissenschaftler um Dr. Rummel erforschen den Wirkmechanismus Schritt für Schritt: 2012 konnten sie zeigen, dass das Botulinum Neurotoxin eingepackt und so im Magen und Dünndarm
beschützt wird. Im Jahr darauf klärten sie den Aufbau des 14-teiligen Giftkomplexes und dessen Andocken an die Dünndarmwand auf. „Nun beobachteten wir zudem, dass ein ungiftiger Teil, der sogenannte zwölfteilige HA-Komplex, die äußerste Schicht des Dünndarms durchwandert, um von der Rückseite die Kontakte zwischen den Zellen aufzubrechen und so das Gift effizient ins Blut gelangen zu lassen. Dabei bindet der HA-Komplex an den Zellrezeptor ‚E-Cadherin‘“, berichtet Dr. Rummel.
Mit Hilfe von Röntgenstrahlen ermittelten die Forscher die Raumstruktur des HA-Komplexes gebunden an seinen Rezeptor E-Cadherin. Zellbiologische Experimente konnten die funktionelle Rolle der einzelnen Bestandteile zeigen. Anschließend bauten die Forscher den 14-teiligen Toxinkomplex mit gezielten Defekten wieder zusammen und konnten zeigen, dass die Bindung des Komplexes an E-Cadherin essenziell für eine orale Vergiftung mit Botulinum Toxin ist. „Daraus ergibt sich auch eine neue Therapiestrategie: Durch den reinen HA-Komplex, der nicht giftig ist, könnte man die Dünndarmwand vorübergehend durchlässiger machen, damit – wenn gewünscht – schlecht resorbierbare Wirkstoffe wie zum Beispiel Antikörper oder Interferone bei Hepatitis C-Infektionen vom Darm ins Blut gelangen können“, erläutert Dr. Rummel.
Dies ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt
Donnerstag, 19. Juni 2014
Zukunftsgeschäft Logistik: Selbst die Stadtvertreter wussten nicht Bescheid....
Städtische Präsentation des Unternehmens arvato als Netrada-Nachfolger
Die Veranstaltung der Stadt Mitte Mai für das Unternehmen arvato hinterlässt widersprüchliche Gefühle: Seinerzeit wurde die Firma Netrada als lokales Unternehmen angepriesen, bei dem sich keiner eine Insolvenz vorstellen konnte, jetzt wird das Unternehmen arvato als familiengeführtes Firmengeflecht gelobt, welches ganz sicher auf dem Logistikmarkt der nächsten Jahre eine Chance habe. Es hat sich also nichts geändert oder doch?
Der Manager von arvato war zuvor bei Netrada und sagte in der Veranstaltung wörtlich, dass es sich bei der Insolvenz von Netrada nicht um eine wirtschaftlich notwendige Insolvenz gehandelt habe. Warum war sie denn dann notwendig, stellt sich die Frage?
Man könnte meinen, um die unliebsamen Bestandteile zum Anliegerschutz auszuhebeln, denn der
Standortvertrag, mit dem dies gesichert werden sollte, gilt nun nicht mehr.
Versprochen worden waren bis zu 500 neue sozialversicherungs-pflichtige Arbeitsplätze. Die gibt es jetzt nicht mehr. Stattdessen wird der Standort in Garbsen aufgelöst und zieht hierher um. Wer sich Hoffnung auf Arbeit gemacht hat, wird enttäuscht. Und die Stadt? Sie „verkauft“ arvato als Erfolg, weil nach der Insolvenz von Netrada mit arvato die Hallennutzung gesichert sei.
Die Frage der Standortsicherung stellt sich nach der Insolvenz nicht, wenn wir uns anschauen, was lange davor auf dem Gelände geschehen und investiert worden ist: die alten Bebauungspläne sahen private und gewerbliche Nutzung vor. Eine Vielzahl an interessierten Nutzern wäre vorhanden gewesen. Das hätte tatsächlich neue Arbeitsplätze geschaffen, selbst dann, wenn es einem der Nutzer mal wirtschaftlich schlechter ergangen wäre. Die Bauten hätten beginnen können, die Leitungen dazu lagen, Straßen und Wege waren angelegt. Stattdessen wurde für die jetzige Megahalle diese Infrastruktur für Millionen mit unseren Geldern – Steuern bzw. Kosten als Telekom- und Stadtwerkekunden – zurückgebaut, der Baumbestand teils abgeholzt etc.. Obgleich am Standort von Netrada in Garbsen noch freie Flächen in ähnlicher Größe bereit gestanden hätten und von der Umschichtung der Verwaltung von Garbsen an die Messe weniger gesprochen worden ist, musste es der Messestandort sein. Und nun all dieser Aufwand und Kosten und noch vor Beginn der Hallennutzung ist der erste Interessent abgesprungen und der zweite Interessent insolvent. Wie geht es jetzt weiter?
Arvato hat bislang die Optionen auf die anderen 60 Prozent – der jetzige Bau umfasst 40 Prozent, eine 2.Halle in derselben Größe über die Cousteaustraße und Verwaltungsgebäude im Stadtbahndreieck wären optional möglich – nicht vom Insolvenzverwalter übernommen. Traut sich arvato das Wachstum, mit dem Netrada geplant hatte, also nicht zu? Diese Aussage lässt trotzdem Hoffnung aufkommen, dass die Cousteaustraße mit den alten Bäumen doch erhalten bleibt. Gleichzeitig ist aber auch zu bangen, an wen der Insolvenzverwalter die Optionen für die restlichen Flächen ausgibt. Und dann?
Überrascht waren die arvato Manager über ihre Pflichten, die der Standort Messe mit sich bringt, z. B. ein Tiefenbohrloch offen zu halten oder, dass sie neben einer Deponie gebaut haben. Wie hat die Stadt arvato informiert? Über die aktuellen Absackungen auf den Parkplätzen oberhalb der Deponie wussten selbst die Stadtvertreter nicht Bescheid. Dabei ist es augenfällig, dass die Senkungen signifikant zugenommen haben. Es bestanden und bestehen weiterhin viele offene Fragen. Arvato hat einen Tag der offenen Halle angekündigt. Datum und Details standen noch nicht fest. Falls wir eingeladen werden, geben wir es bekannt und bleiben von pro.kronsberg „am Ball“.
Initiative pro.kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft e. V.
Email: pro.kronsberg@live.de - Internet: www.prokronsberg.blogspot.com
Presseinformation - kopiert und eingefügt
hannovers häfen und unterirdische geheimnisse
Mittwoch, 11. Juni 2014
Mehr genehmigt und schneller berichtet
Mitteilung
an die Medien
Rüstungsexportbericht
2013 bezeugt expansive Genehmigungspolitik
Einzelausfuhrgenehmigungen
auf Allzeithoch
Fast
zwei Drittel aller Einzelausfuhrgenehmigungen in
Drittländer
Historischer
Höchstwert beim Kleinwaffenexport
„Die
schwarz-gelbe Bundesregierung hat 2013 den Waffenhandel in
den entscheidenden Segmenten auf schier unglaubliche
Negativrekorde hochgeschraubt“, erläutert Jürgen Grässlin,
Sprecher der Bundessprecher der Deutschen
Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
(DFG-VK) und Sprecher der Kampagne „Aktion Aufschrei –
Stoppt den Waffenhandel!“. „Mit keinem Argument zu
rechtfertigen ist die Tatsache, dass die
Einzelausfuhrgenehmigungen auf den neuen Allzeitrekord von
5,846 Mrd. Euro gesteigert wurden. Dass mit 62 Prozent fast
zwei Drittel der Einzelausfuhrgenehmigungen für sogenannte
‚Drittländer‘ erteilt worden sind, belegt das ganze Desaster
einer völlig enthemmten Rüstungsexportpolitik“, so Grässlin.
„Toptäterin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel, die als
Vorsitzende des geheim tagenden Bundessicherheitsrats die
immens hohen Waffenausfuhrgenehmigungen an Militärs
kriegführender und menschenrechtsverletzender Staaten
verantwortet.
„Die
humanitäre Rhetorik von Frieden, Freiheit und Sicherheit
wird durch die Rüstungsexportpolitik der Bundesregierung
konterkariert“, kritisiert der Geschäftsführer der
ökumenischen Initiative Ohne Rüstung Leben (ORL) und
Sprecher der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den
Waffenhandel!“ Paul Russmann. „Zu den führenden
Empfängerländern deutscher Kriegswaffen zählen
menschenrechtsverletzende Regime in Algerien, Katar,
Saudi-Arabien und Indonesien. Das ist ein Skandal.“
Nachdrücklich weist Russmann darauf hin, dass die
„Kleinwaffenexporte von Pistolen über Maschinenpistolen bis
hin zu Sturm- und Maschinengewehren mit 82,63 Millionen Euro
einen neuen historischen Höchstwert erreicht haben. Es
wurden Ausfuhrgenehmigungen für die besonders problemtischen
Drittländer von 42,23 Millionen Euro erteilt“, so Russmann
„Aufgrund langjähriger Recherchen wissen wir, dass in eben
solchen Ländern mit deutschen Gewehren Massaker und
Massenmord verübt werden. Zudem vereinbarte die von Angela
Merkel und Philipp Rösler geführte Bundesregierung mit der
algerischen Regierung unter Führung von Staatschef
Bouteflika Waffenlieferungen im Wert von rund 10 Milliarden
Euro, die im Rüstungsexportbericht 2013 nur ansatzweise
auftauchen.
„Die
lobenswerte Schnelligkeit der Veröffentlichung des
Rüstungsexportberichts der schwarz-roten Bundesregierung
wiegt die drei Negativrekorde bei den
Einzelausfuhrgenehmigungen, beim Export in Länder außerhalb
von EU und Nato und beim Kleinwaffenexport nicht auf“,
kritisiert Christine Hoffmann, pax christi-Generalsekretärin
und Sprecherin der Kampagne „Aktion Aufschrei – Stoppt den
Waffenhandel!“ die heute im Rüstungsexportbericht 2013
veröffentlichte Bilanz schwarz-gelber Waffenhandelspolitik.
„Die SPD hat vor der Bundestagswahl eine Wende beim
Waffenhandel versprochen. Wenn die Sozialdemokraten dieses
Versprechen einlösen wollen, muss Wirtschaftsminister Sigmar
Gabriel jedwede Genehmigung und den Export von Kriegswaffen
und sonstigen Rüstungsgütern an menschenrechtsverletzende
Staaten sofort unterbinden. Da darf auch vor der Rücknahme
bereits erteilter positiver Bescheide auf Voranfragen nicht
halt gemacht werden“, fordert Hoffmann. „Die Bundesregierung
täuscht die Öffentlichkeit, wenn sie vorgibt, den
Waffenhandel gesenkt zu haben. De facto wurden Einzel- und
Sammelausfuhren im Gesamtwert von 8,34 Milliarden Euro
erteilt.“
Donnerstag, 5. Juni 2014
Größte Erkältungswelle seit fünf Jahren
Atemwegserkrankungen um 24 Prozent gestiegen Rekordhoch bei erkältungsbedingten Arbeitsunfähigkeitsfällen Atemwegserkrankungen sind traditionell die häufigste Ursache von Krankschreibungen. 2013 waren es 36,61 Fälle je 100 Versichertenjahre - ein Anstieg von über 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit kletterten die erkältungsbedingten Arbeitsunfähigkeitsfälle auf ein Rekordhoch seit 2008. Bundesweite Zahlen des Robert Koch-Instituts bestätigen, dass Krankschreibungen durch Atemwegserkrankungen 2013 den höchsten Wert der letzten zehn Jahre erreichten. Gleichzeitig dauerte die sogenannte Grippewelle mit insgesamt 19 Wochen länger an als in den Vorjahren.
Quelle:hkk-Fehlzeitenreport der Bremer Krankenkasse
Dienstag, 3. Juni 2014
Niedersachsen bundesweites Schlusslicht im Landesbasisfallwert
Man muss nicht alles glauben, was in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) steht. Vor allem nicht, wenn es ums Friederikenstift geht, dem gut geführten, funktionierenden Leuchtturm unter den hannoverschen Krankenhäusern.
Es gehört mit Anna- und Henriettenstift zu den Diakonischen Diensten Hannover (DDH), und die hatten gemeinsam 2013 noch 1 Mio. Plus zu verzeichnen, ganz im Gegensatz zu den Regionskrankenhäusern wie Siloah oder MHH, denen ohne weiteres 27 Mio. Defizitausgleich zuerkannt, oder wo mal eben 400 Stellen abgebaut werden.
Bei der Diakonische-Dienste-Gruppe musste entgegen einer inzwischen korrigierten HAZ-Berichterstattung bisher niemand auf Gehalt oder unbefristeten Vertrag verzichten. Allerdings wurde erstmal die Besetzung von 54 neu geplanten Stellen verschoben.
Denn zwei Drittel aller Krankenhäuser schreiben inzwischen rote Zahlen. Und auch die DDH-Gruppe mit ihren 300 Millionen Umsatz in 13 Betriebsgesellschaften arbeitet an einem Konsolidierungsprogramm bis 2017, über dessen Einsparungen derzeit verhandelt wird: Während die meisten anderen Krankenhäuser gar kein Weihnachtsgeld mehr zahlen, werden hier die 4 500 Mitarbeiter gefragt, für 4 Jahre nur 80 Prozent der Jahressonderzahlungen als vorsorgliche Sparmaßnahme zu genehmigen. Auch Synergien sollen weiter verbessert werden. Die seit 475 Jahren bestehenden kirchlichen Wurzeln könnten ermöglichen, dass von Kirchen-Seite ein erhöhter Zuschuss geleistet wird. Das sind einige der Programmpunkte.
Aber vor allem fordert die DDH-Gruppe vom Land Niedersachsen, der Pflicht nachzukommen, aus der bundesweit letzten Stelle im sogenannten Landesbasisfallwert (Duale Finanzierung durch Krankenkassen und Bund) herauszukommen und den Bundesdurchschnitt zu erreichen, damit die Diakonischen Dienste nicht zu viel aus eigener Tasche bezahlen müssen.
Die politischen Rahmenbedingungen der Refinanzierung müssten unbedingt geändert werden, sagt Achim Balkhoff, Leiter der DDH-Unternehmenskommunikation: "Wäre die DDH beispielsweise in Rheinland-Pfalz angesiedelt, würde sie dort 10 bis 12 Mio. mehr für gleiche Leistung erhalten..."
Ingeburg Peters
FEINE STICHE
PRESSEINFORMATION
– ZWEITER TEXTILKUNSTMARKT KLOSTER BRUNSHAUSEN –
Bad
Gandersheim 16. und 17.08.2014 11.00
- 18.00 Uhr Eintritt:
2 €
Im
vergangenen Jahr fand zum ersten Mal ein neuer Markt für Textilschaffende unter
dem Titel
„Feine Stiche“ in der idyllischen Klosteranlage Brunshausen in Bad Gandersheim
statt. Die
Zelte der Aussteller waren auf dem gesamten Gelände verteilt, so dass es für die
Besucher in der historischen Klosteranlage Brunshausen überall etwas zu
entdecken gab.
Thorsten
Henke, Veranstalter vom Portal zur Geschichte: „Bei bestem Wetter mit rund 40
engagierten Ausstellern ein gelungener Auftakt für eine neue
Veranstaltungsreihe! Die Teilnehmer, die sogar aus Hamburg, Berlin, Chemnitz
oder Ulm kamen, präsentierten extravagante Hüte und Mützen, schicke Taschen und
Geldbörsen aus Stoff, Leder und Kunststoffplane und natürlich Kleidung und
Schals aller Art von sportlich bis elegant.“ Edle
Materialien kamen dabei zum Einsatz, so z.B. Gestricktes in Merino, Kashmir oder
Seide. Auch bei den verarbeiteten Stoffen waren Leinen, Baumwolle oder Seide
bevorzugte Materialien. Es gab Kinderkleidung, originelle Kuscheltiere,
flauschige Wolldecken und Vieles mehr – Qualität zu bezahlbaren Preisen.
Im
August diesen Jahres wird ein weiterer Markt folgen! Ein
Highlight auf der Empore der Klosterkirche wird wieder die Sonderschau sein. In
diesem Jahr
präsentiert sich die Patchworkgilde Deutschland e.V. und vermittelt an
verschiedenen Beispielen
die zahlreichen Techniken des Quiltens.
Kurzführungen
durch die Dauerausstellung historischer Textilien in der Klosterkirche und im
Sommerschloss vermitteln Interessantes und Kurzweiliges über die Klosteranlage
Brunshausen.
Und
für junge Besucher finden ganztägig Kinderworkshops statt.
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