Mittwoch, 28. Dezember 2011
Sonntag, 25. Dezember 2011
merry new crisis and a happy new fear
„reden wir über hannover – das wird genügend harmlos sein“, der seufzer von hannovers brillantestem kulturphilosophen theodor lessing stimmt nicht mehr. schließlich haben wir hier inzwischen die berühmte hannover-connection.
in den rauhnächten zwischen den jahren kam frau ins sinnieren.ihr fielen geschichten über maschi ein, unseren hannoverschen finanzier carsten maschmeyer, den freund des amtierenden cdu-bundespräsidenten.
etwa 14 jahre ist es her, dass er für ein foto mit claudia schiffer bei der ATP-tennis-gala 15 000 DM zahlte.
für gerhard schröders spd-wahlwerbung gab er viel mehr aus, fast das 50fache, aber da stand auch viel mehr auf dem spiel, denn strikte zulassungsregelungen für finanzdienstleister standen damals im raum, es musste ein regierungswechsel mit kanzler schröder her.
nicht nur der AWD trieb damals schindluder mit dem geld anderer leute, auch die RWS AG beispielsweise, die mir persönlich über meine ehemalige steuergehilfin eine sogenannte ausbildungsversicherung fürs kind andrehte, die mein VGH-vertreter aber wieder rückgängig machen konnte, während rws-gründer und chef waldemar von roon in der presse tönte, der markt werde durch betrüger versaut...
ingeburg peters
Samstag, 24. Dezember 2011
moralische männer-mafia
die feiern zum tag der geburt des herrn haben wir nun hinter uns.
und man muss sagen: vater, sohn und heiliger geist leisten ganze arbeit.
das mörderische patriarchat funktioniert so perfekt, dass mir angst und bange wird.
wer eine e-mail schickt, muss sich fragen, ob sie vorratsdaten-gespeichert wird, und überhaupt beim empfänger ankommt.
wer die polizei ruft, braucht glück, dass sie sich auch gerade für seine sache interessiert.
in anderen staaten ist es viel schlimmer?
stimmt. aber hierzulande reicht es auch schon mit dem verfall jeglicher ethik.
insbesondere fällt die versuchte moralische trennung zwischen amt und privatheit auf. sie funktioniert nicht.
denn beispielsweise strauss-kahn wurde vermutlich über seine sexuellen neigungen eine falle gestellt, um den währungsfonds vor restriktionen zu bewahren.
oder als seinerzeit präsident clinton unmut auf sich zog, weil er sich am präsidenten-schreibtisch von republikanischer seite bedienen ließ. ein hotelzimmer wäre zwar sicher etwas dezenter gewesen, was aber in nachfolge john f. kennedys, der die mädchen massenweise ins weiße haus in den swimmingpool holte, clinton wohl nicht nötig schien.
nun haben wir die affäre bundespräsident wulff. hat dem etwa auch jemand versuchungen ins haus geschickt, die straucheln lassen?
andererseits blieb bei bundeskanzler kohl privat alles unter der decke, obwohl er wahre marketendereien zu unterhalten pflegte.
vielleicht, weil er von politischen kräften amerikas gehalten wurde?
seine ehefrau bekam eine lichtallergie und nahm sich das leben.
lässt sich fast bei jeder opernaufführung genießen: das thema frauenopfer, von klaus theweleit ausführlich in seinem buch "männerphantasien" beschrieben.
kurz: mir scheint nicht, dass wir in der trennung von amt und privatheit, in bezug auf die schizophrene teilung von moral, dem gemeinwesen einen gefallen tun. es funktioniert nicht und wird auch nicht eingehalten.
merkel, hillary clinton oder von der leyen dürften sich niemals privat so exaltiert verhalten, wie das gros der politiker es tut, da wäre vielleicht was los...
jenseits von vater und sohn, wo bleibt da die würde der frau? ihre persönlichkeit wird zwangsgespalten in sexobjekt, mutter, heilige, hure, ihre intellektualität und kreativität gestohlen oder abgesprochen.
ihre integrität wird im 21. jahrhundert immer noch nicht ermöglicht.
sie wird entweder als köder benutzt, als ehefrau oder arbeitskraft verbraucht, gedemütigt aber in jedem fall.
auch beim fall bettina wulff muss der moralische zeigefinger also auf die männer gerichtet sein.
doppelmoral und heuchelei sind fundament des patriarchalischen systems, leider auch im christentum.
ingeburg peters
und man muss sagen: vater, sohn und heiliger geist leisten ganze arbeit.
das mörderische patriarchat funktioniert so perfekt, dass mir angst und bange wird.
wer eine e-mail schickt, muss sich fragen, ob sie vorratsdaten-gespeichert wird, und überhaupt beim empfänger ankommt.
wer die polizei ruft, braucht glück, dass sie sich auch gerade für seine sache interessiert.
in anderen staaten ist es viel schlimmer?
stimmt. aber hierzulande reicht es auch schon mit dem verfall jeglicher ethik.
insbesondere fällt die versuchte moralische trennung zwischen amt und privatheit auf. sie funktioniert nicht.
denn beispielsweise strauss-kahn wurde vermutlich über seine sexuellen neigungen eine falle gestellt, um den währungsfonds vor restriktionen zu bewahren.
oder als seinerzeit präsident clinton unmut auf sich zog, weil er sich am präsidenten-schreibtisch von republikanischer seite bedienen ließ. ein hotelzimmer wäre zwar sicher etwas dezenter gewesen, was aber in nachfolge john f. kennedys, der die mädchen massenweise ins weiße haus in den swimmingpool holte, clinton wohl nicht nötig schien.
nun haben wir die affäre bundespräsident wulff. hat dem etwa auch jemand versuchungen ins haus geschickt, die straucheln lassen?
andererseits blieb bei bundeskanzler kohl privat alles unter der decke, obwohl er wahre marketendereien zu unterhalten pflegte.
vielleicht, weil er von politischen kräften amerikas gehalten wurde?
seine ehefrau bekam eine lichtallergie und nahm sich das leben.
lässt sich fast bei jeder opernaufführung genießen: das thema frauenopfer, von klaus theweleit ausführlich in seinem buch "männerphantasien" beschrieben.
kurz: mir scheint nicht, dass wir in der trennung von amt und privatheit, in bezug auf die schizophrene teilung von moral, dem gemeinwesen einen gefallen tun. es funktioniert nicht und wird auch nicht eingehalten.
merkel, hillary clinton oder von der leyen dürften sich niemals privat so exaltiert verhalten, wie das gros der politiker es tut, da wäre vielleicht was los...
jenseits von vater und sohn, wo bleibt da die würde der frau? ihre persönlichkeit wird zwangsgespalten in sexobjekt, mutter, heilige, hure, ihre intellektualität und kreativität gestohlen oder abgesprochen.
ihre integrität wird im 21. jahrhundert immer noch nicht ermöglicht.
sie wird entweder als köder benutzt, als ehefrau oder arbeitskraft verbraucht, gedemütigt aber in jedem fall.
auch beim fall bettina wulff muss der moralische zeigefinger also auf die männer gerichtet sein.
doppelmoral und heuchelei sind fundament des patriarchalischen systems, leider auch im christentum.
ingeburg peters
Dienstag, 20. Dezember 2011
Hannover-Connection
da ist die rede von der hochschwangeren hannoverschen ehefrau eines immobilienmaklers, welcher plötzlich der ehemann abhanden kam, von einem unansehnlichen kneipenbesitzer in der altstadt, einem frischen bodybuilder im ehemaligen umfeld der first lady; von nachbarn, die plötzlich von ihr nicht mehr gegrüßt wurden, bevor sie aus der gerberstraße wegzog.
meine journalisten-kollegen von den etablierten medien scheinen seltsamerweise kein interesse an einer erforschung des vorlebens der präsidentengattin zu haben, wie einige gespräche ergaben; die doch vorbildlich zu sein hat, und deshalb in kindergärten auftritt und dort für aufklärung sorgt.
wurden sie vielleicht von der regierung darum gebeten, still zu halten? bei einer neuwahl könnte die cdu die stimmen-mehrheit verlieren...und außerdem soll ja angela merkel mit bildzeitungs-mehrheitsaktionärin friede springer befreundet sein, was allerdings die kreditaffären-berichterstattung nicht verhindert konnte.
nehmen wir an, bettinas liebes gesicht, ihr bezauberndes verhalten, stände also zur zeit unter dem eigennützigen schutz unseres staates und dennoch wäre was dran an den gerüchten?
auch das stände in uralter patriarchalischer tradition.
schon zur künstlerischen ausführung von herrlichen engelsgesichtern im deckengemälde der sixtinischen kapelle im vatikan wurden römische modelle zweifelhaften lebenswandels hereingelassen.
ip
netter kommentar auf twitter: Warum hätte Maschmeyer die Werbung für Wulffs Buch nicht bezahlen sollen? Wenn das verfilmt wird, spielt Veronica Ferres bettina wulff."
Der ultimative Lesetipp
Der Heilige Vater in Rom als Urbild aller Scheinväter,
Josef verlangte keine Unterhaltszahlungen von Gott
...mehr über das Männer-Gerangel bei Luise Pusch, der berühmten hannoverschen Linguistin:
Scheinväter
Josef verlangte keine Unterhaltszahlungen von Gott
...mehr über das Männer-Gerangel bei Luise Pusch, der berühmten hannoverschen Linguistin:
Scheinväter
Freitag, 16. Dezember 2011
enercity erhöht Geschäftsanteile an der Danpower GmbH
Ausbau des Contracting-Geschäfts im Rahmen von K2020 wird fortgesetzt
Weitere zehn Prozent der Geschäftsanteile an der Danpower GmbH erwirbt enercity rückwirkend zum 1. Januar 2011 von der globos energy AG. Der Erhöhung der Geschäftsanteile stimmte am 16. Dezember 2011 der Aufsichtsrat der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft zu. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Hannover AG hatte seine Zustimmung bereits am 22. November 2011 gegeben.
enercity hält nun 84,9 Prozent der Geschäftsanteile der Danpower GmbH. Die übrigen 15,1 Prozent werden von der globos energy AG gehalten.
„Die Anteilsaufstockung ist ein weiterer Schritt für den Ausbau unserer Contracting-Aktivitäten. In den nächsten Jahren werden wir rund 90 Millionen Euro für Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien bereitstellen und insbesondere unsere Contracting-Töchter sollen auf dieser Basis Biomasseanlagen mit einer Erzeugungsleistung von mehr als 30 Megawatt realisieren“, begründet Michael Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG, die Investition.
enercity hat in seiner Unternehmensstrategie K 2020 festgeschrieben, bis zum Jahr 2020 durch den Aufbau entsprechender Biomasse- und Windkraft-
Erzeugungskapazitäten alle Privatkunden im Stammgebiet ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu versorgen. Neben Investitionen in Windenergie ist der Ausbau des Contracting-Geschäfts eine weitere wichtige strategische Säule für das Erreichen dieses Ziels.
Weitere zehn Prozent der Geschäftsanteile an der Danpower GmbH erwirbt enercity rückwirkend zum 1. Januar 2011 von der globos energy AG. Der Erhöhung der Geschäftsanteile stimmte am 16. Dezember 2011 der Aufsichtsrat der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft zu. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Hannover AG hatte seine Zustimmung bereits am 22. November 2011 gegeben.
enercity hält nun 84,9 Prozent der Geschäftsanteile der Danpower GmbH. Die übrigen 15,1 Prozent werden von der globos energy AG gehalten.
„Die Anteilsaufstockung ist ein weiterer Schritt für den Ausbau unserer Contracting-Aktivitäten. In den nächsten Jahren werden wir rund 90 Millionen Euro für Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien bereitstellen und insbesondere unsere Contracting-Töchter sollen auf dieser Basis Biomasseanlagen mit einer Erzeugungsleistung von mehr als 30 Megawatt realisieren“, begründet Michael Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG, die Investition.
enercity hat in seiner Unternehmensstrategie K 2020 festgeschrieben, bis zum Jahr 2020 durch den Aufbau entsprechender Biomasse- und Windkraft-
Mittwoch, 7. Dezember 2011
Frauen-Quote: Ophelia, das Wasser trägt!
maischberger soll kürzlich ein kuriositätenkabinett von frauen im talk gehabt haben, habe die sendung nicht gesehen.
alle hätten abhängigkeit vom mann gezeigt, das stört einige scheinheilige.
dabei greift doch gerade hier die normative kraft des faktischen.
nehmen wir die handwerker. sie benehmen sich überwiegend wie halbgötter, besonders gegenüber frauen.
bei einem wasser-schaden musste ich mir witze anhören, sie kämen nunmal nicht rein ins loch.
und wenn frau ausdrücke wie adapter verwendet, scheinen sie zum trotz nicht verstehen zu wollen. vor wut tränenüberströmt verließ ich das büro des installateurs. es war einfach zuviel für einen sensiblen menschen, keinen schritt in der sache vorangekommen zu sein.
überlege schon, immer 30 euro für puff oder porno als bestechungsgeld bereit zu halten, nur um normal behandelt zu werden. ebenso für den fahrenden lebensmittelhändler in der nebenstraße, den ich nicht mehr frequentiere, seit er in anwesenheit eines männlichen kunden, dem er wohl eine freude machen wollte, sagte, ich solle die porree-stange reinstecken. keineswegs ein einzelfall, sondern millionen clicks für ähnliche sprüche auf youtube.
gestern hatte ich einen besonders üblen tag diesbezüglich. ein bekannter hannoverscher historiker rief an, dr. x., ich möge ihn aus einer senioren-residenz befreien und in sein haus bei hannover zurückbegleiten, wo wir beginnen könnten, seine memoiren aufzusetzen. er wäre schließlich ein bedeutender bürger.
frage, wie alt er denn sei inzwischen. 75 jahre. sage, das ist ja heutzutage kein alter mehr. da antwortet er mitten in seiner offensichtlichen notlage: man ist so alt wie man sich fühlt, frau so alt, wie sie sich an-fühlt...
während ich mit ihm telefoniere und seine bonmots verkrafte, klingeln drei roma an meiner tür; ich schwöre, es war so. die frau verlangt den mann zu sprechen. entnervt schon von dr. x. schreie ich aus dem fenster: hier gibt es keinen mann. da setzt eine beschimpfungskanonade vor meiner haustür ein.
oder das thema merkel. die chef sagt Nein.
täglich wird journalistische jauche über sie gegossen. entscheidet die kanzlerin aber unübersehbar richtig, werden ihre minister oder andere politiker zitiert.
aus all dem kann ich nur einen schluss ziehen: frauen-quote!!!
nur die frauen-quote für führungskräfte hilft künftig weiter.
klick peter lichts lied vom ende des kapitalismus an. da begreifst du schlagartig die bestehende männerquote in den führungsriegen der wirtschaft.
in der familie gibt es die frauenquote seit je.
es geht also ums durchbrechen bestehender quoten.
ex-verfassungsrichterin jutta limbach wird nicht müde zu betonen, dass die bürger das recht im alltag leben und durchsetzen müssen.
im bürgerlichen gesetzbuch waren die frauen noch bis in die 70er-Jahre der entscheidungsgewalt ihres ehemanns unterworfen (drastische künstlerische dokumentation dazu der film martha von rainer-werner fassbinder).
alle menschen sind vor dem gesetz gleich, ein schöner satz, aber die wirklichkeit sieht anders aus.
zwar wird auch mittelbare diskriminierung inzwischen angeprangert, weil neutrale kriterien sich faktisch überwiegend negativ auf frauen auswirken.
aber dennoch: frauen, nehmt euch anwälte und setzt per gesetz quoten durch.
sie sind für die gesellschaft das, was für hamlets ophelia ein schwimm-kurs gewesen wäre:
ohne quoten kommen wir unter der herr-schaft der wirtschaftlichen und persönlichen geilheit nicht weiter!
ingeburg peters
alle hätten abhängigkeit vom mann gezeigt, das stört einige scheinheilige.
dabei greift doch gerade hier die normative kraft des faktischen.
nehmen wir die handwerker. sie benehmen sich überwiegend wie halbgötter, besonders gegenüber frauen.
bei einem wasser-schaden musste ich mir witze anhören, sie kämen nunmal nicht rein ins loch.
und wenn frau ausdrücke wie adapter verwendet, scheinen sie zum trotz nicht verstehen zu wollen. vor wut tränenüberströmt verließ ich das büro des installateurs. es war einfach zuviel für einen sensiblen menschen, keinen schritt in der sache vorangekommen zu sein.
überlege schon, immer 30 euro für puff oder porno als bestechungsgeld bereit zu halten, nur um normal behandelt zu werden. ebenso für den fahrenden lebensmittelhändler in der nebenstraße, den ich nicht mehr frequentiere, seit er in anwesenheit eines männlichen kunden, dem er wohl eine freude machen wollte, sagte, ich solle die porree-stange reinstecken. keineswegs ein einzelfall, sondern millionen clicks für ähnliche sprüche auf youtube.
gestern hatte ich einen besonders üblen tag diesbezüglich. ein bekannter hannoverscher historiker rief an, dr. x., ich möge ihn aus einer senioren-residenz befreien und in sein haus bei hannover zurückbegleiten, wo wir beginnen könnten, seine memoiren aufzusetzen. er wäre schließlich ein bedeutender bürger.
frage, wie alt er denn sei inzwischen. 75 jahre. sage, das ist ja heutzutage kein alter mehr. da antwortet er mitten in seiner offensichtlichen notlage: man ist so alt wie man sich fühlt, frau so alt, wie sie sich an-fühlt...
während ich mit ihm telefoniere und seine bonmots verkrafte, klingeln drei roma an meiner tür; ich schwöre, es war so. die frau verlangt den mann zu sprechen. entnervt schon von dr. x. schreie ich aus dem fenster: hier gibt es keinen mann. da setzt eine beschimpfungskanonade vor meiner haustür ein.
oder das thema merkel. die chef sagt Nein.
täglich wird journalistische jauche über sie gegossen. entscheidet die kanzlerin aber unübersehbar richtig, werden ihre minister oder andere politiker zitiert.
aus all dem kann ich nur einen schluss ziehen: frauen-quote!!!
nur die frauen-quote für führungskräfte hilft künftig weiter.
klick peter lichts lied vom ende des kapitalismus an. da begreifst du schlagartig die bestehende männerquote in den führungsriegen der wirtschaft.
in der familie gibt es die frauenquote seit je.
es geht also ums durchbrechen bestehender quoten.
ex-verfassungsrichterin jutta limbach wird nicht müde zu betonen, dass die bürger das recht im alltag leben und durchsetzen müssen.
im bürgerlichen gesetzbuch waren die frauen noch bis in die 70er-Jahre der entscheidungsgewalt ihres ehemanns unterworfen (drastische künstlerische dokumentation dazu der film martha von rainer-werner fassbinder).
alle menschen sind vor dem gesetz gleich, ein schöner satz, aber die wirklichkeit sieht anders aus.
zwar wird auch mittelbare diskriminierung inzwischen angeprangert, weil neutrale kriterien sich faktisch überwiegend negativ auf frauen auswirken.
aber dennoch: frauen, nehmt euch anwälte und setzt per gesetz quoten durch.
sie sind für die gesellschaft das, was für hamlets ophelia ein schwimm-kurs gewesen wäre:
ohne quoten kommen wir unter der herr-schaft der wirtschaftlichen und persönlichen geilheit nicht weiter!
ingeburg peters
Dienstag, 6. Dezember 2011
Wärme für Magen und Seele
Ökumenische Essenausgabe in neuen Räumen am Leibnizufer wiedereröffnet – Träger fordern mehr begleitende Hilfen für Menschen auf der Straße
Die Ökumenische Essenausgabe an der Clemenskirche hat in neuen Räumen am Leibnizufer 13-15 ihre Pforten geöffnet. „Wir sind dem Caritasverband Hannover e.V. sehr dankbar, dass wir seine Räumlichkeiten nutzen dürfen“, sagt Johannes Lim, Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde St. Heinrich. Die ökumenische Essenausgabe war bisher im Souterrain der Propstei St. Clemens untergebracht. Mit 38 Plätzen war der Raum jedoch zu eng geworden. „Wir möchten, dass die Leute länger beim Essen verweilen können, miteinander ins Gespräch kommen und auch die Seele wärmen“, erklärt Pastor Hans-Martin Joost, der Leiter des Diakonischen Werkes Hannover. Jetzt, mit zehn Sitzplätzen mehr, ist das möglich.
Die ökumenische Essenausgabe wurde vor 23 Jahren als ehrenamtliche Initiative der katholischen, evangelisch-lutherischen und evangelisch-reformierten Kirchengemeinden in der Neustadt gegründet. Später übernahm das Diakonische Werk die Koordination des Projektes. Erstmals ist die Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis in diesem Jahr wieder als Trägerin mit eingestiegen.
120-160 Gäste genießen in den Wintermonaten von Montag bis Samstag eine warme Mahlzeit mit Obst, Dessert und Kaffee am Leibnizufer und können hier auch Kontakte zu den Beratungsangeboten von Caritas und Diakonie knüpfen. 30 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich dafür. Aber auch Gäste legen mit Hand an: So hat ein Wohnungsloser den Wagen geschweißt, mit dem vormittags das Essen vom Friederikenstift geholt wird.
Der Umbau hat rund 75.000 Euro gekostet und ist durch zahlreiche Spender sowie einen Zuschuss des Bezirksrates Mitte unterstützt worden. Für den laufenden Betrieb von Dezember bis März rechnen die Träger mit laufenden Kosten von 30.000 Euro. Partner wie Unternehmen und Schulen unterstützen das Projekt durch Sachspenden und tatkräftige Mitarbeit. Heute, am Nikolaustag, waren Kinder der Katholischen Grundschule Kardinal-Bertram-Schule zu Gast, um den Gästen der Essensausausgabe Nikolauspakete zu überreichen.
„In Hannover leben etwa 150 bis 200 Menschen auf der Straße“, schätzt Hans-Martin Joost. Für diese Menschen, fordert Gottfried Schöne, Leiter der Zentralen Beratungsstelle für Personen in besonderen sozialen Schwierigkeiten beim Diakonischen Werk, solle die Region Hannover mehr tun. Die Mittel, die das Land für wohnungslose Menschen zur Verfügung stellt, fließen in stationäre Einrichtungen. „Es müsste mehr begleitende Hilfen auf der Straße geben“, fordert Schöne. Hier sei auch die Region in der Pflicht, eigene Mittel zuzuschießen.
Dies ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.
Montag, 5. Dezember 2011
Lied vom Ende des Kapitalismus
Peter Licht
Kreisler: Kapitalistenlied
Ja, wer sagt denn, daß, ich auch wirklich schießen muß,weil ich heutzutag einen Revolver trag,
ja wo seht ihr denn da einen Zusammenhang,
weil ich 'Hände hoch' von euch verlang.
Nein, ich liebe euch und ich schieß nicht gleich,
warum habt denn ihr so schrecklich Angst vor mir,
ich bin Mensch und Christ und ein Revolver ist
kein Zeichen von Gewalt, wenn ich ihn halt.
Ja, wer sagt denn, daß ich auch töten muß,
wenn ich überdies zufällig wirklich schieß.
Sagt mir, wer von euch das für eine Drohung hält,
wenn die Kugel fliegt und jemand fällt.
Nein, ich liebe euch und ich töt´ nicht gleich,
warum habt denn ihr so schrecklich Angst vor mir,
ich bin Mensch und Christ und ohne Zweifel ist
ein Mord für mich sehr mies, auch wenn ich schieß.
Ja, wer sagt denn, daß ich nicht eure Freiheit will,
weil ich ohne Hass die Tür verrammeln lass.
Warum seht ihr das Haus als ein Gefängnis an,
weil nur ich nach draußen gehen kann.
Das ist kein Arrest, ich halt niemand fest,
warum habt denn ihr so schrecklich Angst vor mir,
ist die Tür versperrt, bleibt ihr unversehrt,
ja, ihr alle seid in Sicherheit.
Ja, wer sagt, daß ich nicht euer Bestes will,
wenn ich Geld verprass und euch was lernen lass.
Habt ihr einmal die Schule hinter euch gebracht,
könnt ihr sehen, wie fröhlich Arbeit macht.
Nein, ich liebe euch und ich mach euch reich,
nicht charakterlich und nicht so reich wie mich,
aber reich genug, seid nicht superklug,
und begnügt euch gleich, dann seid ihr reich!
So kommt Stein auf Stein, seht ihr endlich ein,
daß ich dazu auch einen Revolver brauch,
wenn ich ohne Hass die Tür verrammeln lass,
und wenn nötig dann auch schießen kann.
Und wenn ihr das erst einseht seid ihr frei,
dann wählt ihr auch die richtige Partei!
Dann laßt ihr meine Sache nicht im Stich -
und dann kriegt ihr Revolver, so wie ich!
Schluss mit der Nahrungsmittel-Spekulation!
Sonntag, 4. Dezember 2011
hause geh'n...
für mich ist ziemlich klar, was guttenberg derzeit zu seinem geistigen amok-lauf antreibt. ich vermute, seine familie macht im hintergrund druck. die kinder vor allem wollen wieder weg aus amerika, reime ich mir zusammen. die wollen nachhause. der kulturschock ist doch oft größer als vermutet.
ich war mal über weihnachten in manhattan und wurde sofort von bedeutenden leuten als künstlerin anerkannt, während mir hier in hannover stets die alten vorurteile hinterherlaufen.
in amerika wird jeder schnell gefeiert. aber kinder interessiert sowas nicht. die sagen: komm pappa, wir fliegen zurück.
ip
ich war mal über weihnachten in manhattan und wurde sofort von bedeutenden leuten als künstlerin anerkannt, während mir hier in hannover stets die alten vorurteile hinterherlaufen.
in amerika wird jeder schnell gefeiert. aber kinder interessiert sowas nicht. die sagen: komm pappa, wir fliegen zurück.
ip
Freitag, 2. Dezember 2011
43,03 euro
gestern brauchte ich noch ein paar sachen vom bio-supermarkt, hirse und butter und obst. beim befüllen des einkaufskorbs überschlug ich die euros, rund 20 euro schätzte ich und wollte an der kasse entsprechend rückgeld. der kassierer aber beharrte auf über 40 euro für die paar sachen. das lenkte meinen blick auf die cents hinter dem komma, zweimal 89 cents, dann zweimal 79, zweimal 69, 59, dreimal 99 cents. und das passierte mir, die ja eigentlich von berufs wegen von diesen 99cent-tricks weiß - theoretisch zumindest. praktisch falle ich voll drauf rein.
jede hartz4-empfängerin muss sowieso in den schrottsupermärkten kaufen. da gibt es zwar auch die 89 cent hinterm komma, aber davor weniger euro. ip
jede hartz4-empfängerin muss sowieso in den schrottsupermärkten kaufen. da gibt es zwar auch die 89 cent hinterm komma, aber davor weniger euro. ip
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