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Dienstag, 21. Juli 2026

Soldatische Logik - ein Testosteron-geschwängertes Psychogramm

Über den Hund kamen wir ins Gespräch: Ein reinrassiges Windspiel. "Der Kaiser hat diese Hunde so geliebt, dass er sie mit ins Grab nahm", bedauerte er die 3000 Euro hohen Operationskosten, weil der 25km/h schnelle Hund sich in Maulwurfslöchern beide Hinterläufe brach.

Und unvermittelt: Die 45 Jahre bei der britischen Rheinarmee seien die schönste Zeit seines Lebens gewesen. 
Frage: Haben Sie Menschen erschossen? "Ja natürlich, im Auftrag der Queen. Das gehört zum Beruf. Mein General war sehr stolz, dass er seine gesamte Mannschaft heil aus Afghanistan wieder nachhause zurückbrachte." Im Irak sei er nur kurz gewesen. 

"In Nordirland ist es am heißesten hergegangen. Da haben wir jede Menge Katholiken erschossen." Später hätten die aus Rache zwei Offiziere ermordet. "Da wir an den Nummernschildern unserer Autos identifizierbar waren, wurden dann vorsichtshalber gefälschte Schilder verwendet."

Er sei gegen Wehrpflicht. Für einen Beruf müsse man sich entscheiden können. Ein Lastwagenfahrer entscheide sich ja auch, am Straßenverkehr mit den unzähligen Verkehrstoten teilzunehmen...
Frage: "Entscheidet sich denn einer wirklich, oder gerät er zum Beispiel durch seine finanzielle und soziale Lage hinein?" 
Antwort: "Ich war noch sehr jung, als ich zur Rheinarmee ging." ip

Nachtrag: Die BAOR, British Army of the Rhine, britische Landstreitkräfte, die in Deutschland stationiert waren, 1994 im Zuge der Truppenreduzierungen nach dem Ende des Kalten Krieges aufgelöst und durch die British Forces Germany (BFG) ersetzt), war mehr als eine reine Besatzungsarmee. 
Im Laufe des Kalten Krieges wurde sie zu einer vollwertigen NATO-Kampftruppe, die für einen möglichen Krieg mit der Sowjetunion und ihren Verbündeten vorbereitet wurde.
Aufgrund der langjährigen Stationierung in Deutschland verblieben zahlreiche ehemalige Militärangehörige in Deutschland und sind zum Teil in der Royal British Legion organisiert. 
Ein bekannter Nachfahre britischer Militärangehöriger in Deutschland ist der vormalige niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (Sohn eines britischen Zivilbeamten).



Dienstag, 19. Mai 2026

Triumph der Massenproduktion?

1,51 Millionen Reisende starteten 2025 in Deutschland eine Kreuzfahrt. 

Diese Pötte verschmutzten beim Anlegen in den romantischsten Orten der Welt die Luft. 

Ebenso wie das Ausmaß materieller Vernichtung durch Autos bei weitem alles übertrifft. 

Der Triumph der Massenproduktion hat mehr Menschenopfer gekostet als sämtliche Kriege. Die Gesamtzahl der Verletzten und Verkrüppelten ist sicher noch höher. 

Täglicher Missbrauch von Stärke und Schnelligkeit erklärt auch die Toleranz gegenüber weiteren technologischen Bedrohungen. 

Gewalt ist unser ständiger Begleiter. 

(nach Lewis Mumford, The Pentagon of Power. In seinem Werk beschreibt er große Macht- und Verwaltungssysteme als „Megamaschinen“. Darin funktionieren Menschen wie austauschbare Zahnräder eines riesigen Apparats — etwa in Militärstaaten, Imperien oder modernen Technokratien. Er wollte Städte, die menschlich, gemeinschaftlich, kulturell lebendig und ökologisch sinnvoll sind. Viele heutige Debatten über soziale Medien, Datenkontrolle oder „smarte Städte“ erinnern stark an Mumfords Warnungen vor einer übermächtigen technischen Ordnung.) 

Foto aus Taja Guts Zeitschrift "Individualität"

Samstag, 10. Januar 2026

Und noch ein europäisches Märchen: Little Red Riding Hood, Chaperon Rouge, Rotkäppchen und der Wolf

Ein kleines Mädchen, dem seine Großmutter einst eine rote Kappe geschenkt hatte, daher Rotkäppchen genannt, wird von der Mutter zu der in einem Haus im Wald wohnenden, bettlägerig kranken Großmutter mit einem Korb mit Leckereien (Kuchen und Wein) geschickt. Die Mutter warnt Rotkäppchen eindringlich, es solle nicht vom Weg abgehen. Im Wald lässt es sich auf ein Gespräch mit einem Wolf ein. Dieser horcht Rotkäppchen aus und macht es auf die schönen Blumen auf einer nahen Wiese aufmerksam, worauf Rotkäppchen beschließt, noch einen Blumenstrauß zu pflücken, der Warnung der Mutter zum Trotz. Der Wolf eilt geradewegs zur Großmutter und verschlingt sie. Er legt sich in deren Nachthemd in ihr Bett und wartet auf Rotkäppchen. Bald darauf erreicht Rotkäppchen das Haus, tritt ein, und begibt sich in (bei Perrault) bzw. an (bei den Brüdern Grimm) Großmutters Bett. Dort wundert sich Rotkäppchen über die Gestalt seiner Großmutter, erkennt aber den Wolf nicht, bevor es ebenfalls verschlungen wird. Bei Perrault endet das Märchen hier. Großmutter und Rotkäppchen werden bei den Brüdern Grimm vom Jäger aus dem Bauch des schlafenden Wolfes befreit. Dem Wolf werden stattdessen Steine in den Bauch gefüllt. Wegen des Gewichts der Steine kann der Wolf nicht fliehen und stirbt. In einer italienischen Version, Die falsche Großmutter, befreit sich Rotkäppchen durch seine eigene Schlauheit und flieht. Der Wolf stirbt anschließend.

Arpad Schmidhammer (1857–1921) • Public domain

Das Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf kann auch so interpretiert werden, dass es junge Mädchen vor Übergriffen gewalttätiger Männer warnen soll. Die Moral am Ende des Märchens in der Fassung von Perrault lautet: „Kinder, insbesondere attraktive, wohlerzogene junge Damen, sollten niemals mit Fremden reden, da sie in diesem Fall sehr wohl die Mahlzeit für einen Wolf abgeben könnten. Ich sage „Wolf“, aber es gibt da verschiedene Arten von Wölfen. Da gibt es solche, die auf charmante, ruhige, höfliche, bescheidene, gefällige und herzliche Art jungen Frauen zu Hause und auf der Straße hinterherlaufen. Und unglückseligerweise sind es gerade diese Wölfe, welche die gefährlichsten von allen sind.“ (Quelle: Wikipedia)

Sonntag, 4. Januar 2026

Kriminelle Erderhitzung: Erich Kästner "Die Maulwürfe oder Euer Wille GESCHEHE"

Als sie, krank von den letzten Kriegen,

tief in die Erde hinunterstiegen,

in die Kellerstädte, die drunten liegen,

war noch keinem der Völker klar,

daß es ein Abschied für immer war.


Sie stauten sich vor den Türen der Schächte

mit Nähmaschinen und Akten und Vieh,

daß man sie endlich nach unten brächte,

hinab in die künstlichen Tage und Nächte.

Und sie erbrachen, wenn einer schrie.


Ach, sie erschraken vor jeder Wolke!

War´s Hexerei oder war´s noch Natur?

Brachte sie Regen für Flüsse und Flur?

Oder hing Gift überm wartenden Volke,

das verstört in die Tiefe fuhr.


Sie flohen aus Gottes guter Stube.

Sie ließen die Wiesen, die Häuser, das Wehr,

den Hügelwind und den Wald und das Meer.

Sie fuhren mit Fahrstühlen in die Grube.

Und die Erde ward wüst und leer.


II

Drunten in den versunkenen Städten,

versunken, wie einst Vineta versank,

lebten sie weiter, hörten Motetten,

teilten Atome, lasen Gazetten,

lagen in Betten und hielten die Bank.


Ihre Neue Welt glich gekachelten Träumen.

Der Horizont war aus blauem Glas.

Die Angst schlief ein. Und die Menschheit vergaß.

Nur manchmal erzählten die Mütter von Bäumen

und die Märchen vom Veilchen, vom Mond und vom Gras.


Himmel und Erde wurden zur Fabel.

Das Gewesene klang wie ein altes Gedicht.

Man wußte nichts mehr vom Turmbau zu Babel.

man wußte nichts mehr von Kain und Abel.

Und auf die Gräber schien Neonlicht.


Fachleute saßen an blanken, bequemen

Geräten und trieben Spiegelmagie.

An Periskopen hantierten sie

und gaben acht, ob die anderen kämen.

Aber die anderen kamen nie.


III

Droben zerfielen inzwischen die Städte.

Brücken und Bahnhöfe stürzten ein.

Die Fabriken sahn aus wie verrenkte Skelette.

Die Menschheit hatte die große Wette

verloren, und Pan war wieder allein.


Der Wald rückte näher, überfiel die Ruinen,

stieg durch die Fenster, zertrat die Maschinen,

steckte sich Türme ins grüne Haar,

griff Lokomotiven, spielte mit ihnen

und holte Christus vom Hochaltar.


Nun galten wieder die ewigen Regeln.

Die Gesetzestafeln zerbrach keiner mehr.

Es gehorchten die Rose, der Schnee und der Bär.

Der Himmel gehörte wieder den Vögeln

und den kleinen und großen Fischen das Meer.


Nur einmal, im Frühling, durchquerten das Schweigen

rollende Panzer, als ging´s in die Schlacht.

Sie kehrten, beladen mit Kirschblütenzweigen,

zurück, um sie drunten den Kindern zu zeigen.

Dann schlossen sich wieder die Türen zum Schacht.

Freitag, 2. Januar 2026

Der Mensch - von der KI (AI) als Sklave abgerichtet

https://www.stopai.info/

Noch im Jahr 2000 zum Beginn des 21.Jahrhunderts veröffentlichte der Konrad-Zuse-Freundeskreis Hoffnungen auf den gerechten Weltstaat. 

Jeder könne nun seine Meinung demokratisch im Internet äußern. 

Dass gleichzeitig mit wenigen Suchwörtern ein Profil von Dissidenten und missliebigen Journalistinnen und Künstlerinnen in wenigen Sekunden erstellt werden kann, ermittelte erst 2025 ein hannoverscher Student in seiner Masterarbeit. Iptextfotos 


Mittwoch, 15. Oktober 2025

Die machtlose Bevölkerung geht drauf?

Der ehemalige Staatssekretär Willy Wimmer hat es bereits aufgedeckt, und ich habe lange vor diesen Jüngelchen, die das nun erneut darstellen, darüber berichtet: Washington liebt das Planspiel, Deutschland in Gefahr zu bringen, auch um aus der wirtschaftlichen Schuldenmisere herauszukommen. Schon während der Regierung Kohl hatten die USA Eskalationsideen zu solchen Übungen. 

Rüstungs-Krebswachstum statt normaler wellenförmiger Zyklen und Kooperationen sollen nun retten. Das kann nicht funktionieren. Aber die machtlose Bevölkerung der "Bananenrepublik" Deutschland geht in Kriegen drauf?

Während unsere alliierten Beschützer (nach der Strafzerbombung Deutschlands zum Ende des 2. Weltkriegs und darauf folgendem Marshallplan, Carepaketen usw.) nun von uns Militarisierung verlangen, entwickeln sich die "Werkbänke" Chinas mit Russland als Energielieferant emanzipiert. ip

Montag, 6. Oktober 2025

Die Sicherheitslüge

Milliarden fließen in Panzer und Raketen, doch vor der wahren Bedrohung verschließt Europa die Augen: die fatale Abhängigkeit von Energieimporten aus Krisenregionen und erpresserischen Regierungen. Susanne Götze und Annika Joeres decken auf, warum militärische Aufrüstung ohne Energiesouveränität eine gefährliche Illusion ist – und was das für die Zukunft der EU bedeutet. Susanne Götze, Annika Joeres: Die Sicherheitslüge. Wie Europa sich mit Waffen schützen will – aber mit Öl & Gas erpressbar macht, 112 Seiten, Buch 12,00 €, E-Book 9,99 €, Ökom-Verlag

Montag, 29. September 2025

Rüstungswahn und Bürgerpleiten - Bankpolitik, Staatsfinanzen und unternehmerisches Kalkül

Zitate der Woche: Carl Fürstenberg:  deutscher Bankier jüdischer Herkunft aus Danzig 1870-1914, mit „wieder aktuellen" Bonmots und Einsichten, die von ihm überliefert sind:

„Aktionäre sind dumm und frech. Dumm, weil sie Aktien kaufen, und frech, weil sie dann noch Dividende haben wollen.“ 

 „Der Reingewinn ist derjenige Teil der Bilanz, den der Vorstand beim besten Willen nicht mehr vor den Aktionären verstecken kann.“

„Wenn der Staat Pleite macht, geht natürlich nicht der Staat pleite, sondern der Bürger.“ 

Laut einer Rezension (im Spiegel) erzählte Fürstenberg stolz, wie er zur Eintreibung von Rückzahlungen aus einer serbischen Anleihe ging und dabei – quasi als Mittel – Staatsmonopole für Tabak, Alkohol, Papier etc. pfändete. 

Diese Geschichte zeigt exemplarisch, wie weit Bankpolitik, Staatsfinanzen und unternehmerisches Kalkül bei ihm ineinander übergingen. 

Fürstenberg äußerte sich  auch zur politischen Lage, z. B. zum Rüstungswahn vor dem Ersten Weltkrieg. In der Spiegel-Rezension heißt es, er führe den Ausbruch des Krieges mitunter auf diesen Rüstungswahn zurück. 

Dienstag, 29. Juli 2025

Der göttlichen Tochterschaft beraubt

Madonna in der Weinlaube
(Gemälde im Frauenhaus am Straßburger Münster) 
Unterhielt mich mit einer hochbegabten Großbürgerlichen über Intelligenz. Sie verehrte demütig ihren "sehr gebildeten" Mann, auch ihren "umfassend gebildeten" Vater, und war überzeugt, deren Intelligenz sei vererbbar.
Aber natürlich könne auch ein "Postbote" seine Intelligenz vererben, räumte sie ein. 
Dass Frauen sowohl genetisch durch ihre X-Chromosomen als auch epigenetisch durch Schwangerschaft und Erziehung deutlich stärkeren Einfluss auf die Intelligenz ihrer Kinder haben, fiel bei ihr unter den Tisch.
Dabei sind die weiblichen Fähigkeiten in jeder Hinsicht gigantisch und die alchemistische Wissenschaft will ihr das als größte Ressource enteignen. Eines von unzähligen, schon genetisch überragenden Beispielen: Die Eier der Frauen können Zwillinge produzieren. Alle Embryos sind anfangs weiblich, aus female entsteht dann erst male. Das Kind trägt lebenslang spezielle Immunzellen der Mutter in sich. 
Eine unterwürfige Verehrung des Mannes ist lebensgefährlich, liebe intelligente Frauen! Morgens um 7 aufstehen, um seine Karriere zu unterstützen, führt genau dahin, dass wir in Europa jetzt als Brückenkopf zum nächsten Krieg dienen. Das Stockholm-Syndrom gegenüber dem Mann ist bei Frauen epidemisch verbreitet und wird als Überlebensmechanismus angesehen.
Männer seien interessanter als Frauen, sagte sie noch. Warum wohl: Welch eine Selbstverachtung als bloßes "Gefäß". Inzwischen hängt sie an den Lippen ihres Sohnes und der Großsöhne. 
Von einer Intellektuellen wie Mary Daly, der niemand den Mund verbieten konnte, hatte sie wohl noch nie etwas gehört. 
Die mehrfache Doktorin und Philosophie-Professorin Daly: "Verstand und Sinne der Frauen werden verstümmelt und ausgehungert, derart geschwächt, dass sie immer wieder einen Schuss 'Mann' brauchen, sogar nach ihm verlangen. 
Immer mehr Betrug in immer kleineren Dosierungen. Symptome der Gefolterten sind Dankbarkeit für jedes Körnchen Wahrheit in der Lüge, das 'Recht', Männer wählen zu dürfen. Die abhängigen Opfer beschützen Dracula selbst. Weibliche Mittäterschaft ist Masosadismus.
Die kulturellen Erscheinungsformen bringen Frauen und Natur um. Frauen und Elemente sind domestiziert, unserer elementalen göttlichen Tochterschaft beraubt. Alles soll in die Rolle von Brutreaktoren, Gefäßen, Vehikeln verwiesen werden, also in Stereotypen. Unsere wahre Anwesenheit realisiert den verborgenen Sinn hinter der vorherrschenden Sinnlosigkeit. Die Hirne der Frauen sind von Plastiküberzügen des Sadostaats verseucht. "

The Beatles: She loves you, yeah yeah yeah. 
With a girl like that you know you should be glad.

Sind wohlerzogene Kinder erwachsen, wird die Unterdrückung mit Unterstützung insbesondere der Verwandtschaft, aber auch der gesamten Gesellschaft, fortgesetzt. Die Frau ist weiter bevormundet und ausgegrenzt, ausgestoßen aus jeglichem relevanten Diskurs. 
Derzeit wollen zum Beispiel einige rührselige Oberbürgermeister nur die Kinder aus Gaza retten. Dass diese nicht von ihren Müttern oder stellvertretenden Vertrauten weg wollen, kommt ihnen in ihrer PR-geeigneten Pseudo-Nächstenliebe gar nicht in den Sinn.
Hier ein paar drastische historische Beispiele: 
Anna Magdalena war eine gefeierte Sängerin am Fürstenhof von Anhalt-Köthen, wo auch J.S. Bach tätig war.
Nach der Heirat unterstützte sie ihren Mann sowohl künstlerisch als auch organisatorisch – durch das Kopieren seiner Werke, das Führen des Haushalts und die musikalische Erziehung der 17 Kinder (vier aus Bachs voriger Ehe). 
Ihre Schreibweise ist in zahlreichen Bach-Manuskripten zu finden. Schlussendlich starb sie (wie auch die Mathematikerin, erste Studentin in Heidelberg, Begründerin Relativitätstheorie Mileva Einstein) im Armenhaus.

Goethe war sisch ooch kee Guter, sagt man in Sachsen 

Wieviele Frauen zb an Goethes Werken mitwirkten, ist ein eigenes, weitläufiges Thema (Marianne Willemer deutlich am berühmten Ginkgo-Gedicht). Seinen Faust-Schinken 2. Teil, als der Dichterfürst über 80 war, beeinflusste übrigens der arme Poet und neben Goethes Frauen ausgebeutete Johann Peter Eckermann aus dem Hannoverschen... 
Goethes von der Mutter, "Frau Aja" genannt (der Vater konnte nur gut kaufmännisch rechnen), mit ihrem Bruder gleichwertig erzogene, hochgebildete Schwester Cornelia starb mit etwas über 20 Jahren am Kummer, den Haushalt eines Dichters führen zu sollen... 
Auch Brecht und Heiner Müller bedienten sich großzügig in ihren Werken beim weiblichen Geschlecht.
Und schlussendlich noch ein banales Beispiel aus dem Alltagsbereich einer Journalistin: Hatte als Volontärin die Idee einer Serie "Junge Kneipen". Ein Redakteur ließ sich ohne mein Wissen dafür feiern und beschenken. 
Fazit: Hat sie einen guten Einfall, wird er ihr sofort geklaut und weiterverwendet. Hat er einen, bezieht man sich auf ihn, würdigt ihn zumindest in den Fußnoten weiterer Publikationen.  ip

Samstag, 7. Juni 2025

Verhöhnte und verspottete Frauen über die Jahrhunderte... Dedicated 2025 to Donald from ip

Der Hund bellt den schlagenden Mann an.

Abraham a Sancta Clara (1644-1709): 
Die Eiche und die Haselnuss - der Mann als "Sturmwind" 
Es ist vor einiger Zeit ein Weib unbarmherzig von ihrem Mann geschlagen worden. Übel zugerichtet läuft sie ins Feld hinaus, um ihr selbst das Leben zu nehmen aus purer Verzweiflung. Doch setzte sie sich nieder hinter eine Haselnussstaude, und weinte unaussprechlich. Da fängt die Haselnussstaude an zu reden: "Siehst du den Eichbaum da, wie er zerzaust und zerrauft ist, und schau mich an, wie ich ganz unverletzt bin. Wenn ein starker Sturmwind wütet, so ist dieser Eichbaum trotzig. Deshalb wird er so zerfetzt. Ich aber neige und biege mich. Deshalb bleibe ich unbeschädigt. Lerne doch ein anderes Mal das Maul zu halten. 
Die Leiden der Ehe - Männer untereinander
Vier Saufbrüder hatten viel Schmähwort über ihre Weiber ausgesprengt. Sie seien Kettenhunde. Der vierte sagte, seine Frau trage immerdar einen Regenbogen im Gesicht und wer solches nicht glaubt, der komme mit ihm. Wie sie ihm nun das Geleit nach Hause gaben, da war sie rot, blau und gelb um die Augen wegen der frisch ausgestandenen Stöße.
 So hätte Daumier (1808-1879) wohl Frankreichs
HauteCoutureTopmodel, FirstLady Macron, porträtiert.


(Anmerkung: Gestern ging ich hinter einem jungen Paar her, das sich stritt. Sie schubste ihn, er zurück mit den Worten "Du musst immer noch einen drauf setzen." Meine Versuche, sie zu beruhigen, schlugen fehl. Dann bogen sie ab und ich hörte noch in der Ferne ihr Schreien. ip)

Walther von der Vogelweide (um ca. 1225):

Waz soll lieblich sprechen? waz sol singen?
waz sol wibes schoene? was sol guot?
Sit man niemand siht nach froiden ringen,
sit man übel ane vorthe tuot,
Sit man triuwe mile zuht ubd ere
Wil verpflegen so sere,
so verzagt an froiden maneges muot

und 2025 leider immer noch brandaktuell:

Was soll lieblich sprechen? Was soll singen?
Was soll der Frauen Schönheit? Was soll Güte?
Seit niemand mehr nach Freude strebt,
seit man Böses ohne Scham tut,
seit man Treue, Maß, Anstand und Ehre
so sehr vernachlässigen will,
so verzagt an Freude mancher Mut.

Mittwoch, 16. April 2025

Gewalt untergräbt die Gesundheit

Der Krieg ist der Vater aller Dinge? Der Frieden ist die Mutter aller Mütter! IP

Wenn Frauen ihr ganzes Leben lang nur Nackenschläge, Verachtung, Missachtung bekommen, verleumdet werden, angeklagt für Dinge, die sie gar nicht getan haben, dann fällt es manchmal schwer, über all die Demütigungen hinweg zu sehen. Was heute noch in Form von Zitaten berühmter Männer über die Frau in Umlauf ist (zuvorderst natürlich Aphorismen von Nietzsche, danach in Ziellinie vom homosexuellen Oscar Wilde, sowie Pleitegeier Balzac, das scheint den woken Diversity-Anhängern mutwillig zu entgehen. 

Während vom Zigeunerschnitzel bis zum Mohrenkopf inzwischen viel Diskriminierendes feinsäuberlich elimiert wird, werden Sprüche über Frauen geduldet und weiterhin publiziert. Von Ken Jebsen über Daniele Ganser und Dr. Drewermann bis Von Hirschhausen schwingen sich neben den geldgierigen, frauenverachtenden Kriegsherren auch immer mehr "Jesus-Nachfolger" zu Gurus auf, die den Stein der Weisen gefunden zu haben glauben. Hirschhausen: "Du hast ne Schraube locker? Such nach der Mutter!"  Das dreht die Wahrheit über die Frau ins Gegenteil um. 

Julia Roberts sagte einmal:

„Frauen, ihr seid keine Rehabilitationszentren für schlecht erzogene Männer.

Es ist nicht eure Aufgabe, ihn zu reparieren, zu ändern, zu erziehen oder großzuziehen.

Ihr wollt einen Partner, kein Projekt.“

Simone de Beauvoir: "Nur wenig Männer wünschen im Grunde ihres Herzens, dass die Frau sich weiter vollendet. Ihre Verächter sehen nicht ein, was sie dabei gewinnen könnten, ihre Verehrer sehen zu klar, was sie dabei verlieren würden."

Und bei dieser Gelegenheit: die meisten Unfälle passieren im Haushalt, sagen Ärzte. Das aber erfährts Statistische Bundesamt nicht, weil Hausfrauen und Ruheständlerinnen oft nicht unfalllversichert sind. Ip 

Über strukturelle und militärische Gewalt berichtete
ich in meinen Printausgaben, nun online. Ip

Montag, 14. April 2025

Das Recht des Stärkeren

 ist das stärkste Unrecht. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Als eine türkische Studentin mir Frohe Ostern wünscht, die an der Leibnizuniversität "Nordamerikanische Kultur" studiert, rutscht mir raus, dass es die dort momentan nicht gebe. Aber dann denke ich an den Häuptling Seattle, und die Nachfahren der afrikanischen Sklavinnen, an die assimilierten Einwanderer aus aller Herren Länder. Doch, partiell und versteckt lässt sie sich aufspüren. Ip

Montag, 24. März 2025

Furcht und Hoffnung...

...sind die zwei größten Menschenfeinde: 
die Lebensangst und die Illusion vom Leben. 
Sieh nur hinter dich ins Freie. 
Anschaun, wenn es dir gelingt, dass es dann ins Innre dringt, 
dann nach Außen wiederkehrt, bist am herrlichsten belehrt. 
(J. W. Goethe, genannt Der Zeus von Weimar) 
Und hier ein bekannteres Goethe Zitat, derzeitig hochaktuell:
"Krieg, Handel, Piraterie, dreieinig sind sie, nicht zu trennen." 

Dienstag, 4. März 2025

3 Haiku von ip

 

Borke des Baumes

verbrannt schon ist dein Gesicht 

Reliquie nunmehr. 

 

Felsklippen klagen: 

Okay Google, du gewannst, 

jahrtausendelang

 

Weiße Fahne weh‘

Die Feuer lodern weithin

Wir wollen Krieg nicht

Montag, 16. Dezember 2024

Rüstungsmesse in Hannover- Keine Abstimmung mit dem Rat


Zur kommenden Rüstungsmesse ab 2027 auf dem Messegelände erklärt SGH-Fraktionsvorsitzender Dirk Machentanz: "Hannover ist Hiroshima-Friedensstadt, führend bei Mayors for Peace und richtet nächstes Jahr den Kirchentag aus. Sein Image als Friedensstadt verliert Hannover mit dieser Rüstungsmesse, die ein Beitrag dafür ist, dass wir ‚kriegstüchtig‘ werden – Boris Pistorius dürfte sich freuen.

 Ein Unding ist auch, dass Ratsmitglieder dies aus der Zeitung erfahren und keine Ratsabstimmung vorgesehen ist. Diese Waffenschau ist ein fatales Signal in einer Zeit, in der Krieg droht. Hannover sollte sich seiner Friedenswurzeln besinnen und gerade jetzt Verhandlungen und Diplomatie mit Nachdruck einfordern, um den weiteren Weg in die Katastrophe abzuwenden.

 Ich sehe vor meinem geistigen Auge die Trümmerlandschaft, die der Zweite Weltkrieg in Hannover hinterlassen hatte. Die Stadtmodelle sind ja aus dem Rathaus bekannt. Nun droht mit einem modernen Krieg noch viel Schlimmeres. Und das kann nur heißen: Unsere Stadt und unser Land müssen auch in Zukunft friedensfähig statt ‚kriegstüchtig‘ sein!“

 

Dienstag, 5. März 2024

Deutschland als Knecht der Rüstungs-Schmarotzer


Wikipedia: Daron Acemoglu und James A. Robinson haben festgestellt, dass es bei den Wirtschafts- und Sozialordnungen eine große Bandbreite gibt, die von inklusiven bis zu extraktiven Systemen reicht. Inklusive Systeme zeichnen sich aus durch eine breite aktive Beteiligung der Bürger in Wirtschaft und Politik, die Förderung der Ausbildung, der Wissenschaft und der unternehmerischer Initiative, die persönliche Freiheit bei der Wahl der Ausbildung und der Berufswahl, ein breit verteiltes Wissen der Bürger, die Existenz von persönlichem Eigentum usw. Hinzu kommt ein allgemein verbindliches Rechtssystem und eine zentrale Institution, die Ordnung und Recht gewährleistet, eine Vielfalt im wirtschaftlichen Wettbewerb ohne Beschränkung des Zugangs zu den Märkten usw. Alle Menschen haben dadurch einen Anreiz, für sich selbst und die Gesellschaft etwas zu tun, weil sie wissen, dass sie unmittelbar oder mittelbar selbst davon profitieren. Inklusive Systeme sind symbiotische Systeme.

Bei extraktiven Systemen konzentriert sich Macht, Reichtum und Wissen auf eine kleine selbsternannte Elite, die i. d. R. nicht besonders gut qualifiziert ist, denn sie ist meist durch Geburtsrecht oder Parteibuch an die Spitze gekommen. Sie wird auch nicht kontrolliert, denn es gibt keine Gewaltenteilung; Legislative, Jurisprudenz und Exekutive sind in der Hand der Elite. Die Bürger werden mehr oder weniger als Sklaven des Systems erzogen und behandelt, es gibt kein oder nur ein sehr geringes Privateigentum, der Zugang zum Beruf wird z. B. durch Zünfte beschränkt, unternehmerische Initiativen unterdrückt, Märkte monopolisiert usw. Dadurch fehlt in einem extraktiven System für die allermeisten Menschen der persönliche Anreiz und die Motivation, mehr als das allernotwendigste zu tun. Allgemeine Bildung, Fortschritt und Innovation wird von der Elite unterdrückt, weil dadurch ihre Macht gefährdet werden könnte. Wegen der großen sozialen Unterschiede zwischen den vielen ganz Armen und den wenigen ganz Reichen sind extraktive Sozialordnungen sehr viel konfliktträchtiger als inklusive. Sie sind deshalb weniger stabil, und ihre Aufrechterhaltung erfordert einen großen militärischen und finanziellen Aufwand. Extraktive Eliten sind – naturwissenschaftlich gesehen – Schmarotzer.


Donnerstag, 29. Februar 2024

Dichterin Marlene Stamerjohanns: 8.März, die toten Soldaten und eine 7jährige Heldin


OFFIZIERSLITZE

Am 8. März  besuchte eine Frau K. zunächst die Kriegsgräberstätte und dann den HNO Arzt.
Aber wie ist denn das passiert, fragte der Arzt und schwenkte den Scheinwerfer ins Dunkle.. 
Och, sagte die Frau, das war schon immer so.
Schon in der Schule. Da konnte ich dem Lehrer am besten von den Lippen ablesen.
Aber  wie ist denn das passiert.
Och, sagte die Frau, da war doch dieses Erdloch, das hatte mein Großvater gegraben, genau zwei Meter mal zwei Meter. 
Aber in die Rückwand hatte mein Großvater ein Brett befestigt, da konnte man  hinuntersteigen und auch darauf sitzen.
Das hatte mein Großvater genau zwischen 2 Bäume gegraben am Rand von der Tonkuhle.
Dies Loch ist für die Kinder und die Mutter, sagte er und etwas weiter zwischen den nächsten Bäumen war dieses zweite Loch, genau so groß und auch mit einem Brett, das hatte er für sich und die Großmutter gegraben.
„War das denn im Krieg.?“ 
Vorher hatten wir ein anderes Erdloch, ganz unten in der Tonkuhle.
Da stand eine Baubude, da konnten wir tagsüber drin spielen.
Das kann man vom Tiefflieger aus sehen, sagte der Großvater, und wenn er ein Geräusch hörte, sprangen wir sofort in das Loch.
Die Kinder ganz unten, dann die Mutter, dann die Großmutter und ganz oben ich, sagte der Großvater, wenn sie schießen, treffen sie mich zuerst und ihr könnt überleben, so machen das die wilden Bienen auch hier im Wald, damit nicht das ganze Volk ausgerottet wird, wenn die bösen  Waldameisen angreifen.
„Haben sie sich denn dort erkältet?“
Ganz unten lagen die Federbetten.
Ich hatte keine Angst vor den bösen Waldameisen und hab mich dann nachts immer hochgehangelt und in der Baubude geschlafen.
Einmal, nachts, wurde auf die Baubude geschossen, da war morgens ein Loch in der Decke.
„Hat es denn da ganz laut geknallt?“
Deshalb hat mein Großvater diese beiden Erdlöcher ganz oben am Waldrand gegraben. Unter den Bäumen.
„Und haben sie denn da immer im Erdloch gelebt.?“ Ich war immer im Wald.
Ich bin immer weggelaufen in den Wald. Jeden Morgen. Da lagen nämlich ganz viele Soldaten, die lagen alle auf einer weißen Plane mit zwei roten Stoffbahnen drauf, 
Alle Soldaten lagen da, nur einer, der stand genau in der Mitte, wo die beiden Bahnen sich kreuzen, der stand immer und trug ein Gewehr.
Du kannst hier aber nicht  bleiben, sagte der Soldat mit dem Gewehr und dann hab ich mich neben die Plane auf den Laubboden gesezt. Ein Soldat, der da lag, der war auch stark verwundet.
„So so,“ sagte der Arzt , „da haben sie sich bestimmt erkältet auf dem Laubboden?“.
Weißt du was, sagte der Soldat, ich habe nur ein Bein und keine Hände, ich kann mich nicht so gut bewegen.
Das macht nichts, sagte ich, ich hab auch schon Soldaten verbunden, zuhause in der Scheune auf dem Heuboden, da hab ich den Soldaten die Schuhe ausgezogen und ihnen die Füße verbunden. Glaub mir, das war nicht so schlimm, die Füße waren ja noch dran , die sahen bloß ganz bunt aus.
Mach doch mal meinen Tornister auf, und hol da mal was raus, das sieht ganz silbrig aus, sagte der Soldat.
Ich holte das Silbrige raus und legte es dem Soldaten auf dem Bauch, er hatte nämlich ein kaputtes Hemd an
Mach das mal auf, sagte der Soldat, das ist nämlich ein Geschenk, eine Handtasche.
Die hab ich selbst gemacht, aus Soldatenlitze, echte Offizierlitze, die ist eigentlich für meine Schwester, die Tasche.
Weißt du, sagte der Soldat, ich hab nämlich eine kleine Schwester, die ist genau so alt wie du, wie alt bist du denn? Sieben Jahre, sagte ich
Meine Schwester wird im März acht Jahre, am 8. März wird sie acht Jahre, und ich wollte ihr die Tasche eigentlich zum Geburtstag schenken.
„Heute haben wir auch den 8. März,“ dachte der Arzt.
Eine echte Theatertasche, weißt du. 
Ich werde meine Schwester wohl nicht wiedersehen. Wieso denn nicht?
Ich hab das so im Gefühl.
Weißt du, sagte der Soldat, du bist jetzt meine kleine Schwester und ich schenke dir jetzt die Tasche.
Du darfst sie aber nicht verlieren und auch nicht verschenken, auch nicht. wenn du groß bist, du musst ganz doll darauf aufpassen. Wenn du groß bist, kannst du sie mit ins Theater nehmen.
Ich habe den Soldaten dann nicht mehr besucht.
Das war wohl die Angst vor diesem Gefühl, das er hatte.

„Und haben sie die Tasche noch?“

Ich habe dann immer auf dieser Tasche geschlafen im Erdloch, mit meinem linken Ohr darauf geschlafen. Und sie auch am Tag an mein linkes Ohr gehalten. Bald bekam ich Ohrenschmerzen und das Ohr hat geeitert auf die Tasche. Da hat meine Mutter mir eine Wollstrickmütze aufgesetzt und Lappen unter die Mütze geschoben.
Ich hab dann die Tasche auf das rechte Ohr gelegt und bekam dann auch Ohrenschmerzen. Ich wollte sie ja nicht verlieren.
Zuhause, als wir wieder ein richtiges Zimmer hatten, hab ich die Nähte von der Tasche aufgetrennt, da hatte ich eine  kleine Decke, nachher habe ich oft eine Kerze darauf gestellt.
„Und der Soldat?“
Das ist es ja, ich weiß nicht, sagte die Frau, er war doch mein großer Bruder.
Nach dem Krieg bin ich sofort zur Tonkuhle gelaufen.
Da waren rundherum Erdhügel aufgeworfen, in jedem Erdhügel steckte ein Stock und auf jedem Stock steckte ein Helm.
Einen Helm hab ich untersucht, da war innen eine Lederklappe mit einem Druckknopf, unter der Klappe lagen Briefe und Karten und  Nummern auf Metall. Ich konnte den Druckknopf nicht wieder verschließen und bin einfach weggelaufen. 

Da waren noch andere Kinder am Waldrand. Ich hab noch einmal zurück geschaut. Ich sah die Papiere heraus fallen. Sie wehten über die Erdhügel.
In der nächsten Woche sind die Soldaten alle umgebettet worden.  
Sie liegen hier auf dem Heldenfriedhof, 426 Soldaten, 426 Kreuze, einige sind noch nicht einmal 17 jahre alt geworden.
Mein Soldat ist nicht dabei.

Aber  sieben haben keinen Namen auf dem Kreuz. Und denken Sie, Herr Doktor, einer von den sieben Namenlosen Soldaten könnte mein großer Bruder sein.
„Das ist  doch aber schon über 60 Jahre her und längst Geschichte“.
Ja ja, sagte die Frau, eine lange Geschichte, aber sehen Sie,  Sie sind OhrenArzt. Und wirklich, Sie haben ein offenes Ohr... 
Das ist jetzt aber schon über 60 Jahre her und sehr seltsam, sagte der Arzt, 
sie haben nämlich in jedem Ohr ein Loch im Trommelfell, man kann da sehr tief hineingehen, haben sie denn noch nie an eine Operation gedacht?
Doch doch, sagte die frau, ich hatte auch schon oft einen Termin, aber sehen Sie, Sie sind Ohrenarzt und haben mir jetzt die ganze Zeit zugehört, heute, am 8. März. Wenn Sie mich operieren und ich diese Hörgeräte trage, wem kann ich dann noch diese Geschichte erzählen.






Dienstag, 5. Dezember 2023

Mehrere Arten von Flucht


#Wohlstand wird gerade jetzt in der #Vorweihnachtszeit deutlich.Die einen flüchten in südliche Hotels, Ringo Starr, Alice Schwarzer und anderes Pack in Steuerparadiese, manche in den TraditionsAdvent. Was aber, wenn wir wirklich flüchten müssen, um Wasser anstehen, klapperdürr vor Hunger, wie es nach dem Beschuss der Alliierten schon einmal der Fall war...