Dienstag, 21. Juli 2026
Soldatische Logik - ein Testosteron-geschwängertes Psychogramm
Dienstag, 19. Mai 2026
Triumph der Massenproduktion?
1,51 Millionen Reisende starteten 2025 in Deutschland eine Kreuzfahrt.
Diese Pötte verschmutzten beim Anlegen in den romantischsten Orten der Welt die Luft.
Ebenso wie das Ausmaß materieller Vernichtung durch Autos bei weitem alles übertrifft.
Der Triumph der Massenproduktion hat mehr Menschenopfer gekostet als sämtliche Kriege. Die Gesamtzahl der Verletzten und Verkrüppelten ist sicher noch höher.
Täglicher Missbrauch von Stärke und Schnelligkeit erklärt auch die Toleranz gegenüber weiteren technologischen Bedrohungen.
Gewalt ist unser ständiger Begleiter.
(nach Lewis Mumford, The Pentagon of Power. In seinem Werk beschreibt er große Macht- und Verwaltungssysteme als „Megamaschinen“. Darin funktionieren Menschen wie austauschbare Zahnräder eines riesigen Apparats — etwa in Militärstaaten, Imperien oder modernen Technokratien. Er wollte Städte, die menschlich, gemeinschaftlich, kulturell lebendig und ökologisch sinnvoll sind. Viele heutige Debatten über soziale Medien, Datenkontrolle oder „smarte Städte“ erinnern stark an Mumfords Warnungen vor einer übermächtigen technischen Ordnung.)
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| Foto aus Taja Guts Zeitschrift "Individualität" |
Samstag, 10. Januar 2026
Und noch ein europäisches Märchen: Little Red Riding Hood, Chaperon Rouge, Rotkäppchen und der Wolf
Ein kleines Mädchen, dem seine Großmutter einst eine rote Kappe geschenkt hatte, daher Rotkäppchen genannt, wird von der Mutter zu der in einem Haus im Wald wohnenden, bettlägerig kranken Großmutter mit einem Korb mit Leckereien (Kuchen und Wein) geschickt. Die Mutter warnt Rotkäppchen eindringlich, es solle nicht vom Weg abgehen. Im Wald lässt es sich auf ein Gespräch mit einem Wolf ein. Dieser horcht Rotkäppchen aus und macht es auf die schönen Blumen auf einer nahen Wiese aufmerksam, worauf Rotkäppchen beschließt, noch einen Blumenstrauß zu pflücken, der Warnung der Mutter zum Trotz. Der Wolf eilt geradewegs zur Großmutter und verschlingt sie. Er legt sich in deren Nachthemd in ihr Bett und wartet auf Rotkäppchen. Bald darauf erreicht Rotkäppchen das Haus, tritt ein, und begibt sich in (bei Perrault) bzw. an (bei den Brüdern Grimm) Großmutters Bett. Dort wundert sich Rotkäppchen über die Gestalt seiner Großmutter, erkennt aber den Wolf nicht, bevor es ebenfalls verschlungen wird. Bei Perrault endet das Märchen hier. Großmutter und Rotkäppchen werden bei den Brüdern Grimm vom Jäger aus dem Bauch des schlafenden Wolfes befreit. Dem Wolf werden stattdessen Steine in den Bauch gefüllt. Wegen des Gewichts der Steine kann der Wolf nicht fliehen und stirbt. In einer italienischen Version, Die falsche Großmutter, befreit sich Rotkäppchen durch seine eigene Schlauheit und flieht. Der Wolf stirbt anschließend.
| Arpad Schmidhammer (1857–1921) • Public domain |
Das Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf kann auch so interpretiert werden, dass es junge Mädchen vor Übergriffen gewalttätiger Männer warnen soll. Die Moral am Ende des Märchens in der Fassung von Perrault lautet: „Kinder, insbesondere attraktive, wohlerzogene junge Damen, sollten niemals mit Fremden reden, da sie in diesem Fall sehr wohl die Mahlzeit für einen Wolf abgeben könnten. Ich sage „Wolf“, aber es gibt da verschiedene Arten von Wölfen. Da gibt es solche, die auf charmante, ruhige, höfliche, bescheidene, gefällige und herzliche Art jungen Frauen zu Hause und auf der Straße hinterherlaufen. Und unglückseligerweise sind es gerade diese Wölfe, welche die gefährlichsten von allen sind.“ (Quelle: Wikipedia)
Sonntag, 4. Januar 2026
Kriminelle Erderhitzung: Erich Kästner "Die Maulwürfe oder Euer Wille GESCHEHE"
Als sie, krank von den letzten Kriegen,
tief in die Erde hinunterstiegen,
in die Kellerstädte, die drunten liegen,
war noch keinem der Völker klar,
daß es ein Abschied für immer war.
Sie stauten sich vor den Türen der Schächte
mit Nähmaschinen und Akten und Vieh,
daß man sie endlich nach unten brächte,
hinab in die künstlichen Tage und Nächte.
Und sie erbrachen, wenn einer schrie.
Ach, sie erschraken vor jeder Wolke!
War´s Hexerei oder war´s noch Natur?
Brachte sie Regen für Flüsse und Flur?
Oder hing Gift überm wartenden Volke,
das verstört in die Tiefe fuhr.
Sie flohen aus Gottes guter Stube.
Sie ließen die Wiesen, die Häuser, das Wehr,
den Hügelwind und den Wald und das Meer.
Sie fuhren mit Fahrstühlen in die Grube.
Und die Erde ward wüst und leer.
II
Drunten in den versunkenen Städten,
versunken, wie einst Vineta versank,
lebten sie weiter, hörten Motetten,
teilten Atome, lasen Gazetten,
lagen in Betten und hielten die Bank.
Ihre Neue Welt glich gekachelten Träumen.
Der Horizont war aus blauem Glas.
Die Angst schlief ein. Und die Menschheit vergaß.
Nur manchmal erzählten die Mütter von Bäumen
und die Märchen vom Veilchen, vom Mond und vom Gras.
Himmel und Erde wurden zur Fabel.
Das Gewesene klang wie ein altes Gedicht.
Man wußte nichts mehr vom Turmbau zu Babel.
man wußte nichts mehr von Kain und Abel.
Und auf die Gräber schien Neonlicht.
Fachleute saßen an blanken, bequemen
Geräten und trieben Spiegelmagie.
An Periskopen hantierten sie
und gaben acht, ob die anderen kämen.
Aber die anderen kamen nie.
III
Droben zerfielen inzwischen die Städte.
Brücken und Bahnhöfe stürzten ein.
Die Fabriken sahn aus wie verrenkte Skelette.
Die Menschheit hatte die große Wette
verloren, und Pan war wieder allein.
Der Wald rückte näher, überfiel die Ruinen,
stieg durch die Fenster, zertrat die Maschinen,
steckte sich Türme ins grüne Haar,
griff Lokomotiven, spielte mit ihnen
und holte Christus vom Hochaltar.
Nun galten wieder die ewigen Regeln.
Die Gesetzestafeln zerbrach keiner mehr.
Es gehorchten die Rose, der Schnee und der Bär.
Der Himmel gehörte wieder den Vögeln
und den kleinen und großen Fischen das Meer.
Nur einmal, im Frühling, durchquerten das Schweigen
rollende Panzer, als ging´s in die Schlacht.
Sie kehrten, beladen mit Kirschblütenzweigen,
zurück, um sie drunten den Kindern zu zeigen.
Dann schlossen sich wieder die Türen zum Schacht.
Freitag, 2. Januar 2026
Der Mensch - von der KI (AI) als Sklave abgerichtet
Noch im Jahr 2000 zum Beginn des 21.Jahrhunderts veröffentlichte der Konrad-Zuse-Freundeskreis Hoffnungen auf den gerechten Weltstaat.
Jeder könne nun seine Meinung demokratisch im Internet äußern.
Dass gleichzeitig mit wenigen Suchwörtern ein Profil von Dissidenten und missliebigen Journalistinnen und Künstlerinnen in wenigen Sekunden erstellt werden kann, ermittelte erst 2025 ein hannoverscher Student in seiner Masterarbeit. Iptextfotos
Mittwoch, 15. Oktober 2025
Die machtlose Bevölkerung geht drauf?
Der ehemalige Staatssekretär Willy Wimmer hat es bereits aufgedeckt, und ich habe lange vor diesen Jüngelchen, die das nun erneut darstellen, darüber berichtet: Washington liebt das Planspiel, Deutschland in Gefahr zu bringen, auch um aus der wirtschaftlichen Schuldenmisere herauszukommen. Schon während der Regierung Kohl hatten die USA Eskalationsideen zu solchen Übungen.
Rüstungs-Krebswachstum statt normaler wellenförmiger Zyklen und Kooperationen sollen nun retten. Das kann nicht funktionieren. Aber die machtlose Bevölkerung der "Bananenrepublik" Deutschland geht in Kriegen drauf?
Während unsere alliierten Beschützer (nach der Strafzerbombung Deutschlands zum Ende des 2. Weltkriegs und darauf folgendem Marshallplan, Carepaketen usw.) nun von uns Militarisierung verlangen, entwickeln sich die "Werkbänke" Chinas mit Russland als Energielieferant emanzipiert. ip
Montag, 6. Oktober 2025
Die Sicherheitslüge
Milliarden fließen in Panzer und Raketen, doch vor der wahren Bedrohung verschließt Europa die Augen: die fatale Abhängigkeit von Energieimporten aus Krisenregionen und erpresserischen Regierungen. Susanne Götze und Annika Joeres decken auf, warum militärische Aufrüstung ohne Energiesouveränität eine gefährliche Illusion ist – und was das für die Zukunft der EU bedeutet. Susanne Götze, Annika Joeres: Die Sicherheitslüge. Wie Europa sich mit Waffen schützen will – aber mit Öl & Gas erpressbar macht, 112 Seiten, Buch 12,00 €, E-Book 9,99 €, Ökom-Verlag
Montag, 29. September 2025
Rüstungswahn und Bürgerpleiten - Bankpolitik, Staatsfinanzen und unternehmerisches Kalkül
Zitate der Woche: Carl Fürstenberg: deutscher Bankier jüdischer Herkunft aus Danzig 1870-1914, mit „wieder aktuellen" Bonmots und Einsichten, die von ihm überliefert sind:
„Aktionäre sind dumm und frech. Dumm, weil sie Aktien kaufen, und frech, weil sie dann noch Dividende haben wollen.“
„Der Reingewinn ist derjenige Teil der Bilanz, den der Vorstand beim besten Willen nicht mehr vor den Aktionären verstecken kann.“
„Wenn der Staat Pleite macht, geht natürlich nicht der Staat pleite, sondern der Bürger.“
Laut einer Rezension (im Spiegel) erzählte Fürstenberg stolz, wie er zur Eintreibung von Rückzahlungen aus einer serbischen Anleihe ging und dabei – quasi als Mittel – Staatsmonopole für Tabak, Alkohol, Papier etc. pfändete.
Diese Geschichte zeigt exemplarisch, wie weit Bankpolitik, Staatsfinanzen und unternehmerisches Kalkül bei ihm ineinander übergingen.
Fürstenberg äußerte sich auch zur politischen Lage, z. B. zum Rüstungswahn vor dem Ersten Weltkrieg. In der Spiegel-Rezension heißt es, er führe den Ausbruch des Krieges mitunter auf diesen Rüstungswahn zurück.
Dienstag, 29. Juli 2025
Der göttlichen Tochterschaft beraubt
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| Madonna in der Weinlaube (Gemälde im Frauenhaus am Straßburger Münster) |
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Goethe war sisch ooch kee Guter, sagt man in Sachsen
Montag, 23. Juni 2025
Samstag, 7. Juni 2025
Verhöhnte und verspottete Frauen über die Jahrhunderte... Dedicated 2025 to Donald from ip
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| Der Hund bellt den schlagenden Mann an. |
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| So hätte Daumier (1808-1879) wohl Frankreichs HauteCoutureTopmodel, FirstLady Macron, porträtiert. |
Mittwoch, 16. April 2025
Gewalt untergräbt die Gesundheit
Der Krieg ist der Vater aller Dinge? Der Frieden ist die Mutter aller Mütter! IP
Wenn Frauen ihr ganzes Leben lang nur Nackenschläge, Verachtung, Missachtung bekommen, verleumdet werden, angeklagt für Dinge, die sie gar nicht getan haben, dann fällt es manchmal schwer, über all die Demütigungen hinweg zu sehen. Was heute noch in Form von Zitaten berühmter Männer über die Frau in Umlauf ist (zuvorderst natürlich Aphorismen von Nietzsche, danach in Ziellinie vom homosexuellen Oscar Wilde, sowie Pleitegeier Balzac, das scheint den woken Diversity-Anhängern mutwillig zu entgehen.
Während vom Zigeunerschnitzel bis zum Mohrenkopf inzwischen viel Diskriminierendes feinsäuberlich elimiert wird, werden Sprüche über Frauen geduldet und weiterhin publiziert. Von Ken Jebsen über Daniele Ganser und Dr. Drewermann bis Von Hirschhausen schwingen sich neben den geldgierigen, frauenverachtenden Kriegsherren auch immer mehr "Jesus-Nachfolger" zu Gurus auf, die den Stein der Weisen gefunden zu haben glauben. Hirschhausen: "Du hast ne Schraube locker? Such nach der Mutter!" Das dreht die Wahrheit über die Frau ins Gegenteil um.
Julia Roberts sagte einmal:
„Frauen, ihr seid keine Rehabilitationszentren für schlecht erzogene Männer.
Es ist nicht eure Aufgabe, ihn zu reparieren, zu ändern, zu erziehen oder großzuziehen.
Ihr wollt einen Partner, kein Projekt.“
Simone de Beauvoir: "Nur wenig Männer wünschen im Grunde ihres Herzens, dass die Frau sich weiter vollendet. Ihre Verächter sehen nicht ein, was sie dabei gewinnen könnten, ihre Verehrer sehen zu klar, was sie dabei verlieren würden."
Und bei dieser Gelegenheit: die meisten Unfälle passieren im Haushalt, sagen Ärzte. Das aber erfährts Statistische Bundesamt nicht, weil Hausfrauen und Ruheständlerinnen oft nicht unfalllversichert sind. Ip
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| Über strukturelle und militärische Gewalt berichtete ich in meinen Printausgaben, nun online. Ip |
Montag, 14. April 2025
Das Recht des Stärkeren
ist das stärkste Unrecht. (Marie von Ebner-Eschenbach)
Als eine türkische Studentin mir Frohe Ostern wünscht, die an der Leibnizuniversität "Nordamerikanische Kultur" studiert, rutscht mir raus, dass es die dort momentan nicht gebe. Aber dann denke ich an den Häuptling Seattle, und die Nachfahren der afrikanischen Sklavinnen, an die assimilierten Einwanderer aus aller Herren Länder. Doch, partiell und versteckt lässt sie sich aufspüren. Ip
Montag, 24. März 2025
Furcht und Hoffnung...
Dienstag, 4. März 2025
3 Haiku von ip
Borke des Baumes
verbrannt schon ist dein Gesicht
Reliquie nunmehr.
Felsklippen klagen:
Okay Google, du gewannst,
jahrtausendelang
Weiße Fahne weh‘
Die Feuer lodern weithin
Wir wollen Krieg nicht
Montag, 16. Dezember 2024
Rüstungsmesse in Hannover- Keine Abstimmung mit dem Rat
Zur kommenden Rüstungsmesse ab 2027 auf dem Messegelände erklärt SGH-Fraktionsvorsitzender Dirk Machentanz: "Hannover ist Hiroshima-Friedensstadt, führend bei Mayors for Peace und richtet nächstes Jahr den Kirchentag aus. Sein Image als Friedensstadt verliert Hannover mit dieser Rüstungsmesse, die ein Beitrag dafür ist, dass wir ‚kriegstüchtig‘ werden – Boris Pistorius dürfte sich freuen.
Ein Unding ist auch, dass Ratsmitglieder dies aus der Zeitung erfahren und keine Ratsabstimmung vorgesehen ist. Diese Waffenschau ist ein fatales Signal in einer Zeit, in der Krieg droht. Hannover sollte sich seiner Friedenswurzeln besinnen und gerade jetzt Verhandlungen und Diplomatie mit Nachdruck einfordern, um den weiteren Weg in die Katastrophe abzuwenden.
Ich sehe vor meinem geistigen Auge die Trümmerlandschaft, die der Zweite Weltkrieg in Hannover hinterlassen hatte. Die Stadtmodelle sind ja aus dem Rathaus bekannt. Nun droht mit einem modernen Krieg noch viel Schlimmeres. Und das kann nur heißen: Unsere Stadt und unser Land müssen auch in Zukunft friedensfähig statt ‚kriegstüchtig‘ sein!“
Dienstag, 5. März 2024
Deutschland als Knecht der Rüstungs-Schmarotzer
Donnerstag, 29. Februar 2024
Dichterin Marlene Stamerjohanns: 8.März, die toten Soldaten und eine 7jährige Heldin
| OFFIZIERSLITZE |







