Dienstag, 21. Juli 2026

Mal so richtig auf die Pauke hauen:

Ipfoto Plakate

Soldatische Logik - ein Beispiel

Über den Hund kamen wir ins Gespräch: Ein reinrassiges Windspiel. "Der Kaiser hat diese Hunde so geliebt, dass er sie mit ins Grab nahm", bedauerte er die 3000 Euro hohen Operationskosten, weil der 25km/h schnelle Hund sich in Maulwurfslöchern beide Hinterläufe brach.

Und unvermittelt: Die 45 Jahre bei der britischen Rheinarmee seien die schönste Zeit seines Lebens gewesen. 
Frage: Haben Sie Menschen erschossen? "Ja natürlich, im Auftrag der Queen. Das gehört zum Beruf. Mein General war sehr stolz, dass er seine gesamte Mannschaft heil aus Afghanistan wieder nachhause zurückbrachte." Im Irak sei er nur kurz gewesen. 

"In Nordirland ist es am heißesten hergegangen. Da haben wir jede Menge Katholiken erschossen." Später hätten die aus Rache zwei Offiziere ermordet. "Da wir an den Nummernschildern unserer Autos identifizierbar waren, wurden dann vorsichtshalber gefälschte Schilder verwendet."

Er sei gegen Wehrpflicht. Für einen Beruf müsse man sich entscheiden können. Ein Lastwagenfahrer entscheide sich ja auch, am Straßenverkehr mit den unzähligen Verkehrstoten teilzunehmen...
Frage: "Entscheidet sich denn einer wirklich, oder gerät er zum Beispiel durch seine finanzielle und soziale Lage hinein?" 
Antwort: "Ich war noch sehr jung, als ich zur Rheinarmee ging." ip

Nachsatz: Die BAOR (British Army of the Rhine, britische Landstreitkräfte, die in Deutschland stationiert waren, 1994 im Zuge der Truppenreduzierungen nach dem Ende des Kalten Krieges aufgelöst und durch die British Forces Germany (BFG) ersetzt) war mehr als eine reine Besatzungsarmee. 
Im Laufe des Kalten Krieges wurde sie zu einer vollwertigen NATO-Kampftruppe, die für einen möglichen Krieg mit der Sowjetunion und ihren Verbündeten vorbereitet wurde.
Aufgrund der langjährigen Stationierung in Deutschland verblieben zahlreiche ehemalige Militärangehörige in Deutschland und sind zum Teil in der Royal British Legion organisiert. 
Ein bekannter Nachfahre britischer Militärangehöriger in Deutschland ist der vormalige niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (Sohn eines britischen Zivilbeamten).

Montag, 20. Juli 2026

JS Bach: "Wenn du mir nicht den Coffee lässt..."

Ohne Kaffeegenuss und sein enthaltenes Gift Koffein muss man seine körperlichen Grenzen anerkennen. Der Witz ist aber, so aktiv wie gewünscht macht Kaffee gar nicht, sondern erhöht nur das dazugehörige Gefühl, fördert Durchfall bzw. Verdauung, frisst Vitamine aus den Knochen, vertilgt Freie Radikale, von denen der heutige Mensch Massen in sich beherbergt, die er aufgrund der ungesunden Lebensweise nicht mehr mit körpereigenen Mitteln eliminiert. 

So kam es dazu, dass auf seriös machende Ärzte ihn im Internet und in ihrer Praxis mit dem Hinweis empfehlen, Deutschland sei ein Kaffeeland, ohne die enorm schädigenden Nebenwirkungen zu erwähnen, wie Schlaflosigkeit, Nervenzusammenbruch, Sodbrennen, Entwässerung, Ödemverstärkung, Bluthochdruck, oder aber sie herunterzuspielen (Drei Tassen, über den Tag verteilt, seien gar nach neuesten Forschungen gesundheitsfördernd), als würde ihr Kanal von Starbucks gesponsert... Und in fast allen Krankenhäusern wird Kaffee obligatorisch serviert!

Immer dies "nach neuesten Forschungen" als Feigenblatt für beispiellos erfolgreiche Marketingkampagnen koffeinhaltiger Getränke. In der Historie wurde mehrmals Kaffee verboten, wie Arno Peters es in seiner Synchronoptischen Weltgeschichte dokumentierte:

ip
Kaffeeentzug dauert drei Tage. 

E-Scooter

Donnerstag, 16. Juli 2026

Kameras auf der Brust?

Die sogenannten Zugbegleiter:innen (früher Schaffner genannt) der Deutschen Bahn können jetzt Kameras auf der Brust tragen. Was das wohl soll? Im stressigen Schichtdienst sich auch noch mit Technik herumärgern, während die Gefahren doch im menschlichen Bereich liegen? ip

Kernfusion ist keine harmlose Zukunftstechnologie

"Seit über 70 Jahren wird an der Kernfusion geforscht. Seit über 70 Jahren heißt es: Bald ist der Durchbruch da. Doch bis heute ist kein einziges Fusionskraftwerk am Netz. Trotz immer neuer Ankündigungen und Investitionen in Milliardenhöhe bleibt die Kernfusion vor allem eines: ein leeres Zukunftsversprechen.

Trotzdem schafft die Bundesregierung bereits Fakten:

Sie will Kernfusionsanlagen in das Strahlenschutzgesetz aufnehmen. Damit soll die Kernfusion erstmals in Deutschland gesetzlich geregelt werden – aber das reicht nicht aus.

Denn Kernfusion ist keine harmlose Zukunftstechnologie. Tritium, das in Fusionsreaktoren durch hochenergetische Neutronen erzeugt werden soll, ist zugleich ein zentraler Bestandteil moderner Atomwaffen. Außerdem ließe sich in Fusionsreaktoren auch aus Uran Plutonium erzeugen – ebenfalls ein Material, das für Atomwaffen wichtig ist. Bei der Nutzung der Kernfusion besteht also ein echtes Risiko der Weiterverbreitung atomwaffenfähiger Stoffe.

Zudem hat auch die Kernfusion ein Atommüllproblem: Die extremen Belastungen im Reaktor machen es nötig, Bauteile regelmäßig auszutauschen. Das Ergebnis sind große Mengen schwach- und mittelradioaktiver Abfälle, die sicher gelagert werden müssen.

Deshalb müssen für Fusionsanlagen dieselben hohen Sicherheitsmaßstäbe gelten wie für andere Atomanlagen. Das Atomgesetz geht über den reinen Strahlenschutz hinaus. Es regelt die Genehmigung, Aufsicht, den Umgang mit Störfällen, Entsorgung und die Verantwortung für die radioaktiven Abfälle. Kernfusionsanlagen sollten daher nicht nur im Strahlenschutzgesetz, sondern auch im Atomgesetz geregelt werden. Mehr Hintergründe findest Du im Blogartikel meiner Kollegin Miriam Tornieporth.

Die eigentliche Gefahr: verlorene Zeit. Die Debatte über Kernfusion lenkt von den Lösungen ab, die wir längst haben.

Während über eine vermeintliche Zukunftstechnologie gesprochen wird, die vielleicht in einigen Jahrzehnten einsatzbereit sein könnte, gerät der dringend notwendige Ausbau von Wind- und Solarenergie ins Stocken. Das verlängert die Abhängigkeit von Kohle und fossilem Gas – und kostet wertvolle Zeit im Kampf gegen die Klimakrise.

Für den Klimaschutz käme die Kernfusion ohnehin viel zu spät.

Wind und Sonne liefern schon heute saubere, sichere und bezahlbare Energie – ganz ohne das Risiko neuer radioaktiver Abfälle oder waffenfähiger Materialien.

Wir dürfen uns nicht von leeren Zukunftsversprechen blenden lassen.

Wir brauchen keine neue atomare Seifenblase.

Wir brauchen eine konsequente Energiewende – jetzt!

Hilf mit, den Mythos Kernfusion zu entlarven.

Bestelle jetzt unseren neuen Flyer „Seifenblase Kernfusion“, teile die Informationen mit anderen und unterstütze unsere Aufklärungsarbeit. Denn je mehr Menschen die Risiken kennen, desto schwerer wird es, die Kernfusion als vermeintliche Wunderlösung zu verkaufen."

Herzliche Grüße Carolin Franta und das ganze .ausgestrahlt-Team

Dazu meine Anmerkung: "Einen Grenzwert für die Verträglichkeit radioaktiver Strahlung gibt es nicht. Der Glaube an Grenzwerte täuscht über das tödliche Risiko hinweg." schrieben Gould und Goldman 1992. Frederic Vester 1987: "Kernenergie ist nicht ökonomisch. Die Atomwirtschaft konfrontiert unsere Gesellschaft mit Auseinandersetzungen, die den politischen Grundkonsens bedrohen." 

Auch bei den Störchen werden die Flugzeiten kürzer...

Mehr als 200 Weißstorchpaare in der Region - 357 Jungstörche werden flügge

Region Hannover, 16.17.2026. Der Weißstorchbestand in der Region Hannover wächst weiter: In seiner vorläufigen Saisonbilanz für 2026 hat Dr. Reinhard Löhmer, ehrenamtlicher Beauftragter für die Weißstorchbetreuung in der Region Hannover, 204 besetzte Nester erfasst. Das sind 17 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2025. Von den 204 Paaren haben 147 erfolgreich gebrütet und voraussichtlich rund 357 Jungstörche aufgezogen.

Seit 1934 wird der Weißstorchbestand in der Region erfasst. Damals wurden 55 Paare gezählt. Den historischen Tiefststand erreichte der Bestand 1988 mit nur neun Paaren.

Wie hat sich der Weißstorchbestand 2026 entwickelt?

Der Weißstorchbestand ist gegenüber dem Vorjahr von 187 auf 204 Paare und damit um gut neun Prozent gewachsen. Dr. Reinhard Löhmer registrierte insgesamt 20 neue Nestgründungen. Dabei besiedeln die Tiere zunehmend auch Gebiete, in denen historisch keine Weißstörche vorkamen. Ein Beispiel ist das Stadtgebiet von Springe mit inzwischen sechs Nestern.

Zum Bestandswachstum hat nach Einschätzung des Experten insbesondere der starke Jahrgang 2024 beigetragen. Viele dieser nun zweijährigen Tiere haben sich erstmals an der Brut beteiligt oder bereits eigene Nester gegründet.

Wo liegen die Storchenhochburgen in der Region?

Mit Abstand die meisten Weißstorchpaare leben weiterhin in Wunstorf. Dort wurden in diesem Jahr 60 besetzte Nester gezählt – sieben mehr als 2025. Es folgen Neustadt a. Rbge. mit 37 Paaren und Garbsen mit 17 Paaren.

Der starke Bestand in Wunstorf konzentriert sich vor allem auf die Aueniederung im Raum Bokeloh, Mesmerode und Idensen. „Die weitere Zunahme ist nach wie vor erstaunlich, weil sich der Lebensraum in diesem Gebiet seit Langem nicht erkennbar verändert hat“, sagt Dr. Reinhard Löhmer.

Wie erfolgreich verlief die Brut?

Von den insgesamt 204 Paaren haben 147 erfolgreich gebrütet. 57 Paare beziehungsweise 27,9 Prozent blieben ohne Bruterfolg. Am Ende der Saison werden voraussichtlich rund 357 Jungstörche ausgeflogen sein. Das entspricht durchschnittlich 1,75 Jungtieren je Paar und liegt damit ungefähr auf dem langjährigen Mittel von 1,8.

Die meisten erfolgreichen Paare haben zwei oder drei Jungstörche aufgezogen. In zehn Nestern werden jeweils vier Junge flügge. Den Spitzenwert erreicht ein Brutpaar in Steinwedel mit fünf Jungstörchen.

Trotz eines insgesamt guten Nahrungsangebots fiel das Brutergebnis nicht höher aus. Dr. Reinhard Löhmer erklärt: „Durch die nasse und kühle Witterung zur Zeit der Eisheiligen und der Schafskälte gab es relativ hohe Verluste bei den Jungen. Betroffen waren sowohl frühe als auch späte Bruten. Gleichzeitig berichteten Landwirte von zahlreichen Mäusen im Grünland. Mäusejahre sind für Störche eigentlich Jahre mit hoher Reproduktion – wenn das Wetter mitspielt.“

Warum wächst der Bestand weiter?

Eine wesentliche Ursache liegt nach Einschätzung des Experten im veränderten Zugverhalten. Mehr als 70 Prozent der Brutvögel in der Region gehören inzwischen zu den sogenannten Westziehern. Viele von ihnen überwintern nicht mehr in Westafrika, sondern im spanischen Raum oder bereits in Mitteleuropa. Dadurch sind die Zugwege kürzer geworden und die Tiere müssen häufig nicht mehr die Sahara überqueren.

„Die Vogelgrippe im Großraum Madrid hat entgegen den Befürchtungen nicht zu gravierenden Einbußen im Brutbestand geführt“, sagt Dr. Reinhard Löhmer. „Der starke Jahrgang 2024 hat mögliche Verluste offenbar kompensiert und zugleich zum erneuten Anstieg der Zahl der Brutpaare beigetragen.“

Wie verlässlich ist die Bilanz und wie geht es weiter?

Die Zahlen sind noch vorläufig. Die ersten Jungstörche sind bereits flügge. Mit wenigen Ausnahmen werden bis Anfang August alle Jungtiere ihre Nester verlassen haben. Eine vollständige Erfassung wird zunehmend schwieriger, weil Weißstörche neue Gebiete besiedeln und immer häufiger in Bäumen brüten. Inzwischen befinden sich mehr als 33 Prozent der Nester in oder auf Bäumen. Durch die Belaubung ist der Bruterfolg dort gegen Ende der Saison häufig kaum noch zu erkennen. Hinweise aus der Bevölkerung auf bislang nicht erfasste Nester können deshalb bei der Bestandserhebung helfen.

Auch für das kommende Jahr erwartet Dr. Reinhard Löhmer grundsätzlich eine weitere Zunahme: „Durch den ebenfalls starken Jahrgang 2025 ist im kommenden Frühjahr mit weiteren Brutpaaren zu rechnen – vorausgesetzt, Seuchen oder Katastrophen bremsen die Entwicklung nicht aus.“

Mittwoch, 15. Juli 2026

Putin kann täglich aus dem Zwei-plus-Vier-Vertrag aussteigen, wenn weiter deutsche Drohnen aus dem Baltikum kommen,

... und auch aus der FEINDSTAATENKLAUSEL der Uno-Charta, wenn gezielte Provokationen von Pistorius anhalten. 

Ulrich Heyden im Gespräch: https://youtu.be/HZYqDBcP5LE?si=q-afYgk2yHqPG-9h

Dazu ChatGTP: 'Der Zwei-plus-Vier-Vertrag (offiziell: Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland) wurde am 12. September 1990 von den beiden deutschen Staaten (Bundesrepublik Deutschland und DDR) sowie den vier Siegermächten des Zweiten Weltkriegs (USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich) unterzeichnet. Er schuf die völkerrechtlichen Voraussetzungen für die deutsche Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990.

Die wichtigsten Inhalte sind:

Volle Souveränität Deutschlands

Deutschland erhielt seine vollständige staatliche Souveränität zurück.

Die Vorbehaltsrechte der vier Siegermächte für Deutschland und Berlin wurden beendet.

Endgültige Grenzen

Deutschland erkannte seine bestehenden Grenzen als endgültig an.

Insbesondere wurde die Oder-Neiße-Grenze zu Polen bestätigt.

Deutschland verpflichtete sich, keine Gebietsansprüche gegenüber anderen Staaten zu erheben.

Friedenspflicht

Deutschland erklärte, dass von seinem Staatsgebiet nur Frieden ausgehen werde.

Angriffskriege wurden ausgeschlossen und bleiben verfassungswidrig.

Begrenzung der Streitkräfte

Die Bundeswehr wurde auf höchstens 370.000 Soldaten begrenzt.

Deutschland verpflichtete sich zur Rüstungskontrolle.

Regelungen zu ausländischen Truppen und Atomwaffen

Nach dem Abzug der sowjetischen Truppen aus Ostdeutschland durften dort keine ausländischen NATO-Truppen und keine Atomwaffen stationiert werden.

Die sowjetischen Streitkräfte sollten bis Ende 1994 vollständig aus dem Gebiet der ehemaligen DDR abziehen.

Verzicht auf ABC-Waffen

Deutschland bekräftigte seinen Verzicht auf die Herstellung, den Besitz und die Verfügung über atomare, biologische und chemische Waffen.

Bedeutung

Der Zwei-plus-Vier-Vertrag wird häufig als das „Friedensabkommen“ zur deutschen Einheit bezeichnet, obwohl er diesen Namen nicht trägt. Er beseitigte die letzten völkerrechtlichen Hindernisse für die Wiedervereinigung und legte die außen- und sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen des vereinten Deutschlands fest.

Kurz zusammengefasst:

✅ volle Souveränität Deutschlands,

✅ Anerkennung der endgültigen Grenzen,

✅ Verzicht auf Gebietsansprüche und Angriffskriege,

✅ Begrenzung der Streitkräfte,

✅ Regelung des Abzugs sowjetischer Truppen und der NATO-Präsenz im Osten,

✅ Grundlage für die deutsche Wiedervereinigung.

Die Feindstaatenklausel (Enemy State Clauses) der UNO-Charta bezeichnet die Artikel 53, 77 und 107 der Charta der Vereinten Nationen von 1945.

Sie richtete sich ursprünglich gegen die Staaten, die im Zweiten Weltkrieg Gegner der Alliierten waren – insbesondere Deutschland, Japan, Italien sowie deren Verbündete.

Die Kernaussage lautet:

Den Siegermächten wurde erlaubt, gegen einen ehemaligen Feindstaat auch ohne vorherige Zustimmung des Sicherheitsrates militärische Maßnahmen zu ergreifen, falls dieser erneut eine aggressive Politik verfolgen sollte.

Heute hat die Klausel praktisch keine Bedeutung mehr

Mit dem Beitritt der Bundesrepublik Deutschland (1973) und später des vereinten Deutschlands zur UNO sowie der vollständigen Souveränität durch den Zwei-plus-Vier-Vertrag (1990) gilt Deutschland als gleichberechtigtes Mitglied der Vereinten Nationen.

Die Feindstaatenklauseln werden seit Jahrzehnten als überholt und gegenstandslos angesehen.

Mehrfach haben die Mitgliedstaaten der UNO erklärt, dass diese Bestimmungen keine praktische oder rechtliche Bedeutung mehr haben.

Warum stehen sie noch in der UNO-Charta?

Die Charta kann nur durch ein aufwendiges Änderungsverfahren geändert werden. Dafür ist unter anderem erforderlich:

eine Zweidrittelmehrheit der Generalversammlung und

die Zustimmung von zwei Dritteln der Mitgliedstaaten einschließlich aller fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates.

Da die Klauseln als wirkungslos gelten, wurde dieses Verfahren bislang nicht durchgeführt.

Häufiges Missverständnis

Es wird manchmal behauptet, Deutschland könne sich wegen der Feindstaatenklausel nicht auf seine Souveränität berufen oder jederzeit von den Siegermächten angegriffen werden. Das entspricht nicht der heute herrschenden völkerrechtlichen Auffassung. Der Zwei-plus-Vier-Vertrag und die spätere Staatenpraxis haben diese Bestimmungen faktisch überholt.

Kurz zusammengefasst:

Die Feindstaatenklausel war eine Übergangsregelung aus der Nachkriegszeit.

Sie erlaubte ursprünglich Maßnahmen gegen ehemalige Kriegsgegner.

Für Deutschland hat sie heute keine praktische oder anerkannte rechtliche Wirkung mehr, obwohl die entsprechenden Artikel aus formalen Gründen noch im Wortlaut der UNO-Charta enthalten sind.'

Dienstag, 14. Juli 2026

Allenthalben Identitätsprobleme: Menschen in der Verstreutheit

"Jürgen, wir haben uns Spargel aus Deutschland mitbringen lassen. Du kannst etwas davon abhaben" sagt eine Deutsche zu einem Deutschen auf dem Flughafen von Lanzarote, der dasjenige für Auswanderer und Langzeiturlauber bedeutet, was ein Bahnhof in Deutschland für Migranten ist, die hier allerdings wegen fehlender Kaufkraft massiv von Security-Diensten vertrieben werden: Kommunikationsgelegenheit. 

Diaspora (Verstreutheit) bezeichnet die Zerstreuung einer Volks-, Religions- oder Kulturgemeinschaft außerhalb ihres ursprünglichen Heimatgebiets sowie Gemeinschaft der Menschen, die dort leben und ihre Verbindung zur Herkunft bewahren. Viele Mitglieder einer Diaspora pflegen ihre Sprache, Kultur, Nationalität, manchmal auch gefährlich inhumane Traditionen, sogar im Ausland und fühlen sich dem Heimatland verbunden, schicken Geld an zurückgelassene Verwandte, sprechen in der Familie die Muttersprache. 

Beispielsweise leben Juden und Inder oft auf dem Globus verstreut, aber auch Asiaten in Amerika, Kurden im Vorderen Orient, Deutsche in Südafrika, Türken in Deutschland, sowie Geflüchtete aus Syrien, Sudan, Iran und der Ukraine usw. Die Supermärkte haben sich darauf eingestellt. Musste mich an die Ziegenköpfe in der Auslage eines Fleischerladens erst gewöhnen. 

Identitätsarbeit 

Ein türkischer Staatsbürger, der in Deutschland aufgewachsen ist und nur deutsch spricht, wird von manchen Deutschen als Türke angesehen und behandelt, aber in der Türkei wegen seiner Sprache, seines Wohnorts und seiner Sozialisation als Deutscher. Das Bewusstsein der eigenen Identität stimmt nicht immer mit der Identifizierung durch die Umwelt überein (z. B. verstehen sich manche Nachfahren von Deutschen, die aus Russland stammen, noch als Deutsche, werden aber hierzulande als Fremde behandelt).

Die Diaspora-Liste ist schier endlos: https://de.wikipedia.org/wiki/Diaspora. Buchautor Robin Cohen: "Die letzten Spuren ihrer ursprünglichen kulturellen Zugehörigkeit von Menschen in einer Diaspora bestehen häufig im Widerstand der im Exil lebenden Gemeinschaft gegen einen Wechsel der Sprache und in der Aufrechterhaltung der traditionellen religiösen Praxis."

Zum manchmal widersprüchlichen Nebeneinander besteht nach Wissenschaftler Heiner Keupp die alltägliche Identitätsarbeit aus Vertrauen, Anerkennung, Authentizität, Handlungsfähigkeit, Ressourcen und Kommunikation. Zugleich sieht er aber auch einen Zwang zur Selbstbehauptung.

Für mich ist eines sicher: die Antwort auf Fragen der Identität liegt ganz bestimmt nicht bei der AfD! ip

Die Stadt Frankfurt bietet auch dieses Jahr einen "Deutschsommer" für Kinder mit viel Spaß und Events an. Die systematische Auswertung der Sprachtests, die jeweils vor und nach der Programmteilnahme durchgeführt werden, bestätigen eine Wirksamkeit des Ansatzes: Die Ergebnisse des Sprachtests waren 2025 mit einer Übertrittsquote von den leistungsschwächeren in die leistungsstärkeren Gruppen im Bereich Verbbildung mit 43 Prozent sehr gut. Im Satzbau lag die Übertrittsquote bei 30 Prozent. 

Zudem stärkt der Deutschsommer nachweislich die Selbstwirksamkeit sowie die Kommunikations- und Kooperationskompetenzen der Kinder umfassend: Die Kinder werden selbstbewusster, eigenständiger und offener, neue Freunde kennenzulernen. Auch die persönlichen Erinnerungen ehemaliger Teilnehmerinnen und Teilnehmer spiegeln diese Wirkung wider.

Und Deutsche im Ausland? Lernen sie die dortige Sprache? Siehe oben. Besonders leicht haben es die Engländer, die das Sichaneignen anderer Sprachen aufgrund ihrer Muttersprache als Lingua Franca oft nicht für notwendig halten. ip

Theodor Storm: Die Bienen häng(t)en Zweig um Zweig sich an der Edelheide Glöckchen

Hannover. Konnte dieses Kalenderbild eines Fotografen, dessen Namen ich mir zudem nicht einmal merkte, in seinen gedeckten, dunkleren Farben des Originals leider nur unzureichend digital bearbeiten, das die Lüneburger Heide ganz ohne Flugzeugtrails und südliche Bläue zeigt, wie ich es nur einmal in der Rhön erlebte, wo es auch noch Funklöcher gab.

Angesichts der derzeitigen Verhältnisse kommt es mir vor, wie in einer anderen Welt fotografiert, an anderem Ort, einem anderen Deutschland mit Nebelschwaden über der Loreley, Herbst am Wohldenberg, dunkelbraunen Ackerfurchen, Alleen imposanter Baumriesen neben Landstraßen, einem Feldweg mit blühenden Bäumen, und was ich sonst noch von seinen durchkomponierten Bildern an die Wand gehängt habe. Und das wurde es wohl auch...iptextfoto

Montag, 13. Juli 2026

Tipps für Busfahrten an heißen Tagen

Fenster und Dachluken geschlossen halten 

Plätze abseits der Türbereiche wählen

Verschiedene Wagenbereiche ausprobieren

Stoßzeiten zwischen 12 und 17 Uhr wenn möglich meiden

Ausreichend trinken

Rücksicht nehmen und auf andere Fahrgäste achten (ffminfo) 

Sonntag, 12. Juli 2026

Fetisch Intelligenz

 

Foto: Literaturhaus 
Hannover. Gisela Schmalz ist Professorin für Digital Business an einer internationalen Hochschule. Am 14. 9. um 19 Uhr referiert sie im Literaturhaus, Sophienstraße 2, darüber, warum heute so viele Kinder als hochbegabt gelten. Warum sind Tech-Manager und rechtsextreme Influencer von Intelligenz besessen? 

In ihrem Sachbuch untersucht sie, wie IQ, Leistungsdenken und KI-Diskurse Gesellschaft und Politik prägen und genutzt wird, um Menschen zu bewerten, zu sortieren und soziale Unterschiede zu legitimieren. Schmalz plädiert für ein humanistisches Verständnis von Intelligenz. WWW.LITERATURHAUS-HANNOVER. DE

Samstag, 11. Juli 2026

Allenthalben unerbetene Botschaften

Hannover. Wenn jedes Unternehmen Informationen, welcher Art auch immer, so weithin sichtbar wie enercity über die Stadt ergießen würde, hätten wir bald keine eye-catching-freie Minute der Erholung mehr.  upfoto

An der Bastion gegenüber dem Heizkraftwerk spielte sich Samstagabend niedersächsische Apartheid ab. 95 Prozent schwarzes Publikum feierte eine "Hiphop-Party gegen Rechts" mit reichlich Raggae, während an der Bar Strandleben rein weiß in den Liegestühlen und Hängematten gelagert wurde. Auf den Rasenflächen war es dann etwas gemischter. ip

If I had a song...

 Song for freedom

Hast du keine Angst? https://youtu.be/Ys_mgEcVXDE?si=mKx-CibfPIH69-Op

Freitag, 10. Juli 2026

Nur Ja heißt Ja

Zum heutigen Abstimmungsergebnis des Bundesrats zu „Nur Ja heißt Ja“ äußert sich die Niedersächsische Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann :„Heute ist ein großer Tag für die Stärkung der sexuellen Selbstbestimmung in unserem Land und für den Schutz von Opfern sexueller Gewalt. Der Bundesrat hat einer Entschließung, die Hamburg und Niedersachsen eingebracht haben, zugestimmt und damit ein wegweisendes Signal gesetzt. Sexuelle Handlungen setzen die freiwillige und erkennbare Zustimmung aller Beteiligten voraus. Unser Ziel ist es, bestehende Schutzlücken zu schließen und dem Prinzip der sexuellen Selbstbestimmung noch größeres Gewicht beizumessen – diesem Ziel sind wir heute ein großes Stück näher gekommen. Die „Nur ja heißt ja“-Lösung verlagert die Verantwortung dahin, wo sie hingehört: zu den Tätern. Unsere Botschaft ist klar: Sex braucht Einvernehmen. Schweigen, Unsicherheit oder Erstarren dürfen nicht zur Straflosigkeit von Sexualstraftätern führen. Wer die Grenzen eines anderen Menschen missachtet, verletzt dessen Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und gehört dafür konsequent bestraft. Es wird Zeit für ein Sexualstrafrecht, das unserem Anspruch als moderne Gesellschaft genügt: Die sexuelle Selbstbestimmung und die körperliche Unversehrtheit stehen nicht zur Disposition.“

Eierkartons auf den Boden der Biotonne legen! Maden-Alarm!

Abfallwirtschaftsbetrieb informiert: Maden-Alarm im Bioabfall. So bleibt die Biotonne im Sommer sauber

Der Sommer sorgt für warme Temperaturen, bringt jedoch auch Herausforderungen für die Abfallwirtschaft und die Haushalte mit sich. Wenn Bioabfälle in der Hitze gären, lässt der Maden-Alarm meist nicht lange auf sich warten. Die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) gibt praktische Tipps, wie der Abfall sauber durch die heißen Tage kommt und positioniert sich als nützlicher Alltagsberater.

Aus richtig getrennten Küchen- und Gartenabfällen stellt aha hochwertigen Kompost her. Damit der Weg dorthin nicht zur Geruchsprobe wird, helfen ein paar einfache Handgriffe im Alltag:

Die aha-Checkliste:

Der Schattenspender: Stellen Sie die Biotonne unbedingt an einen schattigen Platz. Direkte Sonneneinstrahlung beschleunigt den Gärprozess und zieht Fliegen magisch an.

Die Feuchtigkeitsbremse: Legen Sie den Boden der Biotonne sowie den Küchen-Bioeimer mit etwas Zeitungspapier oder Eierkartons aus. Das saugt austretende Flüssigkeiten auf – denn ohne Feuchtigkeit können sich Maden nicht entwickeln.

Gut verpackt: Wickeln Sie nasse Bioabfälle in Zeitungspapier ein. Wichtig: Plastiktüten und auch sogenannte „Bio-Plastikbeutel“ sind absolut tabu. Sie zersetzen sich in den Kompostieranlagen nicht schnell genug und verbleiben als Mikroplastik in der Umwelt.

Deckel zu: Der Tonnendeckel sollte im Sommer konsequent geschlossen bleiben. Das verhindert, dass Fliegen ihre Eier im Müll ablegen, und dämmt Gerüche ein.

Die Geruchskiller (Hausmittel): Eine dünne Schicht Kaffeepulver oder Natron über dem Abfall bindet schlechte Gerüche und hält Ungeziefer fern. Auch ein Stück Karton oben auf dem Abfall schützt vor unerwünschten Gästen.

Regelmäßige Reinigung: Eine schnelle Spülung der Tonne nach der Leerung beugt hartnäckigem Befall vor.

Mit diesen einfachen Kniffen leisten alle Bürgerinnen und Bürger gemeinsam einen Beitrag für eine saubere und nachhaltige Umwelt.

Weiterführende Informationen zur richtigen Abfalltrennung finden Interessierte online unter www.aha-region.de/bioabfaelle.

Ein Lichtblick im Energie-Desaster

Hannover setzt auf Power-to-Heat-Anlagen: Flexible Lösung für Stromüberschüsse im Energiesystem

enercity erweitert Fernwärmeportfolio um flexible Elektroheizkessel

Neue Power-to-Heat-Anlagen verzahnen Strom- und Wärmesektor enger und stärken Versorgungssicherheit

Nutzung von erneuerbarem Überschussstrom entlastet Netze und trägt zur Preisstabilität bei

Deutschland produziert immer häufiger mehr Strom aus Wind- und Solaranlagen, als aktuell genutzt werden kann. Das führt zu teils sehr niedrigen bis negativen Strompreisen und erhöht zunehmend den Druck auf die Netze. In Hannover entsteht eine konkrete Lösung für diese Herausforderung: enercity baut die Fähigkeit aus, solche Stromüberschüsse gezielt aufzunehmen und für die Wärmeversorgung nutzbar zu machen.

Dazu erweitert das Unternehmen sein Fernwärmeportfolio um eine neue Power-to-Heat-Anlage mit 50 Megawatt (MW) Leistung. Die elektrisch betriebenen Heizkessel am Standort Herrenhausen wandeln Strom in Wärme um und können flexibel eingesetzt werden. Das ist insbesondere dann entscheidend, wenn viel erneuerbare Energie im Netz ist oder ein sehr hoher Wärmebedarf entsteht, beispielsweise an besonders kalten Wintertagen. Sie bieten eine unkomplizierte Technik, um Hannover zu jeder Zeit sicher mit Fernwärme zu versorgen. Eine weitere seit 2020 bestehende Anlage wird ebenfalls von 20 auf 26 MW erweitert.   

Flexibilität für ein volatiles Energiesystem

„Wir sehen im Energiesystem immer häufiger Situationen, in denen sehr viel erneuerbarer Strom im Netz ist – bis hin zu negativen Preisen. Gleichzeitig fehlt es an flexiblen Lösungen, diesen Strom sinnvoll einzusetzen“, sagt Carsten Heckmann, enercity-Bereichsleiter Fernwärme und Wasser. „Genau hier setzen wir in Hannover an: Wir machen überschüssigen Strom gezielt nutzbar und verbinden so Strom- und Wärmemarkt intelligent.“

Power-to-Heat-Anlagen reagieren gezielt auf diese Marktsituationen: Wenn viel Strom ins Netz drängt und die Preise sinken, wird elektrische Energie in Wärme umgewandelt und ins Fernwärmenetz eingespeist oder dem Fernwärmespeicher zugeführt. Damit verschiebt sich die Wärmeerzeugung in wirtschaftlich günstige Zeitfenster und erneuerbarer Strom kann effizient verwertet werden.

Gleichzeitig tragen die Anlagen zur Versorgungssicherheit bei: Bei hoher Wärmenachfrage können sie kurzfristig zugeschaltet werden und zusätzliche Leistung bereitstellen. Power-to-Heat ist dabei kein Dauerläufer, sondern wird gezielt in Situationen eingesetzt, in denen das Energiesystem Unterstützung benötigt.

Baustein für den Kohleausstieg und integriertes System

Die neu entstehenden Anlagen sind Teil der weit fortgeschrittenen Dekarbonisierung der Fernwärmeerzeugung in Hannover. Bis Ende 2027 soll der zweite Kohleblock vollständig ersetzt werden. Ab diesem Zeitpunkt kann bereits ein sehr großer Teil der Fernwärme klimaneutral erzeugt werden. Neben Power-to-Heat setzt enercity dabei auf ein breites Portfolio aus klimaneutralen Technologien: Dazu gehören unter anderem Großwärmepumpen, die Umweltwärme aus Fluss- und Klärwerkswasser nutzen, sowie erweiterte Abfallwärmenutzung. Durch die Verwendung regionaler Ressourcen stärkt das Unternehmen die Resilienz gegenüber geopolitischen Konflikten und reduziert durch die Abkehr von fossilen Importen die Preissensitivität.

Besonders wirksam wird Power-to-Heat im Zusammenspiel mit dem bestehenden Fernwärmesystem und Wärmespeichern. Am Standort Herrenhausen ist diese Kombination bereits erprobt: Seit 2020 kann dort ein Elektroheizkessel mit 20 MW Leistung das Fernwärmespeicherwasser von 98°C schnell auf die im Winter erforderliche Vorlauftemperatur von bis zu 120°C erhitzen. Der Speicherinhalt kann dadurch auch bei der Spitzennachfrage genutzt werden. Dies erspart den Einsatz anderer Erzeugungsanlagen und ermöglicht eine wirtschaftliche Fernwärme Erzeugung. 

Die neuen Power-to-Heat-Anlagen stärken nicht nur die Versorgungssicherheit und sorgen für einen weiteren Impuls in die regionale Wertschöpfung, sondern schaffen die Voraussetzungen, Strom- und Wärmesektor enger zu verzahnen – ein zentraler Baustein für ein zunehmend von erneuerbaren Energien geprägtes Energiesystem.

Modernes Betteln gehen - Croudfunding mit Profit für GoFundme

Berlin. Die profitorientierte Plattform Gofundme sammelte laut Wikipedia bis März 2017 drei Milliarden US-Dollar ein bei einem damaligen monatlichen Spendenumsatz von bis zu 140 Millionen US-Dollar und generierte einen Jahresgewinn von 100 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig wurde das Unternehmen damit zum größten seiner Art. Bis 2020 hat sich die Gesamtsumme der Spenden weiter erhöht und nunmehr verdreifacht. Seit Ende 2017 sei das Unternehmen mit einem Büro in Berlin auch in Deutschland aktiv. 

Die größte GoFundMe-Kampagne für George Floyds Familie, der Official George Floyd Memorial Fund, sammelte am Ende rund 14,6 Millionen US-Dollar von mehr als 500.000 Spendern. Daneben gab es weitere Kampagnen, unter anderem für seine Tochter Gianna, die etwa 2,3 Millionen US-Dollar einbrachte. Zusätzlich erhielt die Familie 2021 in einem zivilrechtlichen Vergleich mit der Stadt Minneapolis 27 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Diese Zahlung war aber getrennt von GoFundMe und hatte nichts mit den Spendensammlungen zu tun. Seine strafrechtliche Vergangenheit hatte keinen Einfluss auf die rechtliche Bewertung seines Todes im Jahr 2020. Der ehemalige Polizeibeamte Derek Chauvin wurde wegen Floyds Tötung strafrechtlich verurteilt. Die Gerichte bewerteten den Einsatz der Gewalt anhand der Umstände des Vorfalls, nicht anhand von Floyds früheren Straftaten.

Wie sieht es nun, besonders beschwerlich bei "kleineren" Fällen, im Einzelnen aus? 

Jemand, der Spenden eingesammelt hat, muss nach Abschluss der Kampagne bürokratisch genau bei gofundme das Geld für den Zweck einsetzen, der genannt wurde, zum Beispiel Anwaltskosten, die ruckzuck in die Höhe schießen können, und abrechnen. Da kann schonmal fürs Überleben dennoch nichts mehr übrig bleiben. Freundinnen der Person, die ihr persönlich etwas zukommen lassen wollten, verschwinden im Dschungel der Kleinstbeträge, auf dem dies Geschäftsmodell basiert. ip

Mittwoch, 8. Juli 2026

Antichristliche Gedanken zur Wochenmitte

Jesus hatte Brüder und Schwestern. Deren Vater war vermutlich Josef? Die Namen der Schwestern sind nicht überliefert.  

Korrekterweise waren das aber seine Halbgeschwister, denn als Vater von Jesus gilt für Christen Gott selbst.

Will mich jetzt nicht auch noch über Adam und Eva, die aus seiner Rippe entstanden sein soll, auslassen. Das Umgekehrte schien mir aufgrund der physiologischen Ausstattung, wenn überhaupt, stets wahrscheinlicher. 

Was esoterisch verwirrte Männerhirne so an Unsinn ausbrüten, das widerspricht jeglicher Vernunft. Bin schon lange aus der Kirche ausgetreten. ip

Eva isst vom Baum der Erkenntnis. ip Foto: adpharm

Deutschland ist nach den USA zweitstärkstes Quantencomputing-Zentrum... Firmen gehen rüber

Mehrere deutsche Quantencomputing-Unternehmen stehen an dem Punkt, in die USA zu gehen oder haben dies bereits angekündigt. Dabei geht es vor allem um Zugang zu Kunden (Hyperscaler, Pharma, Verteidigung, HPC), Kapital und Talenten.

Die Kandidaten sind: eleQtron (Siegen)

Gilt als eines der stärksten deutschen Hardware-Unternehmen (Ionenfallen-Technologie). Hat 2026 eine Series-A-Finanzierung über 57 Mio. Euro abgeschlossen – eine der größten Finanzierungsrunden Europas in diesem Bereich.

eleQtron - Engage Quantum

Der Fokus liegt derzeit noch auf dem Aufbau der Technologie und industriellen Skalierung in Europa. Eine größere US-Expansion wurde bislang nicht offiziell angekündigt, wäre aber ein logischer nächster Schritt, sobald erste kommerzielle Systeme verfügbar sind. 

Q.ANT (Stuttgart)

Ist bereits den entscheidenden Schritt gegangen. Hat seinen US-Hauptsitz in Austin (Texas) eröffnet. 

Q.ANT 

planqc (Garching) Entwickelt Neutral-Atom-Quantencomputer. Arbeitet international mit Industrie und Forschung zusammen.

Bisher liegt der Schwerpunkt jedoch noch auf Europa; eine große US-Niederlassung wurde bislang nicht bekanntgegeben.

★★★★★

Bereits in den USA aktiv:

eleQtron

★★★★★

Sehr wahrscheinlich als nächster großer Kandidat:

planqc

★★★★☆

Gute Technologie, Expansion wahrscheinlich später. 

Der US-Markt ist besonders attraktiv, weil dort mit Unternehmen wie IBM, Google, Microsoft, IonQ und Rigetti Computing die größten Kunden, Partner und Investoren sitzen. Zudem investiert die US-Regierung erhebliche Mittel in den Aufbau einer heimischen Quantenindustrie. 

Insbesondere eleQtron und planqc ist zu beobachten. Beide verfügen über eigenständige Hardware-Technologien und könnten bei erfolgreicher Skalierung für große US-Technologiekonzerne oder Rüstungsunternehmen strategisch interessant werden. (ermittelt von ip, unter Verwendung ChatGTP)

Selbst den Buchen geht es schlecht

https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/schadensmanagement/komplexkrankheiten/vitalitaetsschwaechung-der-buche

++ widersetzen erhält Morddrohungen ++

 Debatte um Pressefreiheit und Apollo News +++

widersetzen erhält Morddrohungen. Die aktuelle Debatte um Pressefreiheit und den Umgang mit Apollo News und Junge Freiheit nutzt das Bündnis für eine Klarstellung und kritisiert, dass Aussagen medial verdreht wurden.

"Wir haben von Anfang an zur Deeskalation aufgerufen. Menschen anzugreifen, und seien es rechte Provokateure, ist nicht unser Aktionskonsens. Jetzt stehen unsere Sprecher*innen im Fokus eines koordinierten rechten Angriffs. Sie werden diffamiert, rassistisch und transfeindlich beleidigt, ihre Arbeitgeber ins Visier genommen und sie bekommen Morddrohungen. Apollo, Bild, Nius, Welt und junge Freiheit hetzen den rechten Mob auf uns. Ihr Geschäftsmodell sind politische Hetzkampagnen. Das ist der Grund, warum man ihnen keine Interviews geben darf. Ich bin erschüttert davon, wie wenig Solidarität es mit den Betroffenen gibt.", sagt Lena Raupach von widersetzen.

widersetzen ist ein bundesweites antifaschistisches Bündnis mit  Lokalgruppen in über 80 Städten. An den Aktionen gegen den Parteitag in Erfurt beteiligten sich 50.000 Menschen, davon allein 17.000 bei  widersetzen.

Dienstag, 7. Juli 2026

Bitte hört mit dem Krieg auf! 🙏 ip

Setzt auch den Nationalparks zu: der Eichenprozessionsspinner. Durch die zunehmend warmen Temperaturen ist davon auszugehen, dass sich die Raupen dauerhaft etablieren. Die Raupe dieses Schmetterlings bildet an alten Eichen Gespinste und namensgebende Prozessionen, wenn die Raupen sich aus am Stamm gebildeten Nestern in die Baumkronen aufmachen, um dort die Eichenblätter zu fressen. Im Raupenstadium haben die Tiere Brennhaare, die Allergien und Reizungen von Haut- und Schleimhaut bei Kontakt sowie beim Einatmen auslösen können. Gerade an Wanderwegen und bei sommerlich-windigem Wetter sind diese Brennhaare eine Gefahr für die Besuchenden. Foto: Lücke
Deutschland wäre ohne den Einfluss des Mannes heute zu zwei Dritteln mit Buchenwäldern bedeckt. Das Erscheinungsbild Europas ist durch seine Buchenwälder geprägt: Vor 6.500 Jahren bedeckten sie 40 Prozent des europäischen Kontinents. Es ist die Anpassungsfähigkeit der Buche, die es ihr ermöglicht hat, sich innerhalb weniger Jahrtausende nach der letzten Eiszeit aus isolierten Gebieten in den Alpen, Karpaten und Pyrenäen auszubreiten.

Fünf Teilgebiete in Deutschland In Deutschland gehören zu den als UNESCO-Welterbe anerkannten Teilgebieten der Grumsiner Forst

Exterin Brandenburg, der Nationalpark Kellerwald-EderseeExterner Link: in Hessen, der Nationalpark JasmundExterner Link: auf Rügen und der Serrahner Buchenwald im Müritz-NationalparkExterner Link: in Mecklenburg-Vorpommern sowie der Nationalpark HainichExterner Link: in Thüringen. Der Nationalpark Jasmund zeigt Tiefland-Buchenwälder auf Kalk und Geschiebelehm. Buchenwälder, Kalkklippen und das Meer bilden eine faszinierende Kulisse. Der Buchenwald scheint an den Kalkklippen in die See zu stürzen. Das raue Küstenklima und dessen Interaktion mit der Topografie führten zu einer Vielzahl verschiedener Buchenwaldgesellschaften, die vereinzelt zwischen Strömen und Mooren liegen. Im Teilgebiet Serrahn des Müritz-Nationalparkes, gelegen inmitten einer ausgedehnten Wald- und Seenlandschaft, vermittelt der Buchenwald eine Vorstellung dessen, wie die deutschen Tiefland-Buchenwälder einst ausgesehen haben. Seen und Moore bereichern die Waldlandschaft, schaffen eine reiche Diversität der Habitate und bilden die Grundlage für eine üppige Biodiversität. Im UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-ChorinExterner Link: befindet sich der größte, noch zusammenhängende Tiefland-Buchenwald der Erde.

Erweiterung eines europaweit einzigartigen Waldökosystems

Ursprünglich bestand das im Jahr 2007 zum Welterbe ernannte grenzüberschreitende Gebiet aus zehn Waldgebieten in der Slowakei und der Ukraine. 

Im Jahr 2011 kamen fünf Buchenwaldgebiete in Deutschland hinzu, womit die Welterbestätte fortan als „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ bekannt wurde. 

Mit dieser ersten Erweiterung empfahl das Welterbekomitee gleichzeitig, weitere außerordentliche Buchenwaldbestände in Europa zu identifizieren, um den Schutz dieses einzigartigen Waldökosystems zu gewährleisten und den Ausbreitungsprozess der Buche angemessen abzubilden. 

2017 wurde die Welterbestätte um 63 und 2021 um 16 Teilgebiete erweitert und umfasst nun Buchenwaldgebiete in achzehn Vertragsstaaten der UNESCO-Welterbekonvention unter dem Titel „Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas“. (aus UNESCO-Welterbe.de)

© JasperLovesEarth, Commons Wiki

Montag, 6. Juli 2026

Was, wenn

Was, wenn Trump und Putin im Geheimen am selben Strang ziehen? Putin ist es doch nach eigenen Aussagen sehr recht, wenn seine Permafrostböden auffrieren. Ihn kümmert deren CO2-Ausstoß genauso wenig wie Trump. 

Was, wenn die KI-Besitzer dann die für ihre vollkommen unnötigen Robotikpläne dringend benötigten immensen Energielieferungen auch aus Russland beziehen und nur die Europäische Union weiterhin am Nasenring durch die politische Manege gezogen wird? 

Was, wenn Deutschland insbesondere durch die AfD, die bekanntlich zu beiden Seiten beste Kontakte pflegt, in den Faschismus getrieben wird...ip

Von Humanisten bis HiphopPartei - 26 Parteien können an den Kommunalwahlen teilnehmen

Kommunalwahlen in Niedersachsen am 13. September 2026

HANNOVER. Im Anschluss an die öffentliche Sitzung des Niedersächsischen
Landeswahlausschusses teilte heute der Niedersächsische Landeswahlleiter Markus
Steinmetz mit, dass sich am 13. September 2026 insgesamt 26 Parteien mit Wahlvorschlägen an den Kommunalwahlen beteiligen können.
Neben CDU, SPD, AfD Niedersachsen, GRÜNE und Die Linke, die aufgrund ihrer Vertretung im Deutschen Bundestag bzw. im Niedersächsischen Landtag keine Wahlbeteiligungsanzeige einreichen mussten, hat der Landeswahlausschuss 21 weitere politische Vereinigungen als Parteien anerkannt. Dies sind (in alphabetischer Reihenfolge):
Basisdemokratische Partei Deutschland Landesverband Niedersachsen
dieBasis LV Niedersachsen
Bündnis C - Christen für Deutschland Bündnis C
BÜNDNIS DEUTSCHLAND Landesverband Niedersachsen
Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit BIG
Bündnis Sahra Wagenknecht - Vernunft und Gerechtigkeit - Landesverband Niedersachsen BSW Niedersachsen
DAVA-Niedersachsen
Die Demokraten
Die Haie-Partei mit Biss HAIE
Die Urbane. Eine HipHop Partei – Landesverband Niedersachsen Die Urbane. Niedersachsen
Familien-Partei Deutschlands FAMILIE
Freie Demokratische Partei Landesverband Niedersachsen e.V. FDP
FREIE WÄHLER Niedersachsen FREIE WÄHLER
Liberale Demokraten - Die Sozialliberalen Niedersachsen LD NDS
Ökologisch-Demokratische Partei Landesverband Niedersachsen ÖDP
Partei der Humanisten Niedersachsen PdH Niedersachsen
Partei des Fortschritts Landesverband Niedersachsen PdF
Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative – Landesverband Niedersachsen
Die PARTEI Partei für Gerechtigkeit und Menschlichkeit, Landesverband Niedersachsen
PGM NDS
PARTEI MENSCH KLIMA TIERSCHUTZ Tierschutzpartei
Piratenpartei Niedersachsen PIRATEN
Volt Deutschland Landesverband Niedersachsen Volt

Die Vereinigung „Die Republikaner (REP)“ hatte ebenfalls eine Wahlbeteiligungsanzeige eingereicht. Eine Zulassung als Partei zu den Kommunalwahlen 2026 wurde durch den Landeswahlausschuss aufgrund formaler und materieller Mängel abgelehnt.

Damit können nun insgesamt 26 Parteien Wahlvorschläge bei den örtlichen Wahlleitungen für die Kommunalwahlen am 13. September 2026 in Niedersachsen einreichen. 

Landeswahlleiter Markus Steinmetz erinnert daran, dass die Frist für die Einreichung von Wahlvorschlägen für die Wahlen der kommunalen Vertretungen sowie der Mitglieder der Stadtbezirks- und Ortsräte am Montag, dem 20. Juli 2026, um 18.00 Uhr und für die zeitgleich stattfindenden Direktwahlen bereits am kommenden Montag, dem 06. Juli 2026, um 18.00 Uhr, abläuft.

Als Krüppel enden?

Hannover. Die nächste Hitzewelle steht vor der Tür. Jungs, springt nicht (und schon gar nicht als "Mutprobe") von Kanalbrücken (oder per Kopfsprung über Uferbefestigungen, wie mehrfach am Ihme-Zentrum geschehen....) ins Wasser. 
Gestern passierte wieder ein solches Unglück erneut bei Seelze. Die Beine sind mehrfach gebrochen, der Restkörper wird noch untersucht... ip

Sonntag, 5. Juli 2026

Merz muss weg

Hannover/Erfurt. Während beim Schützenausmarsch* in Hannover sowohl die katholische (mit einem Papst aus Pappe auf dem Wagen) als auch die evangelische Kirche wie bei einem Karnevalsumzug mitmarschierten, war unter den zehntausenden protestierenden verzweifelten Menschen in Erfurt gegen die AfD lediglich eine Pfadfindergruppe auszumachen...

Die völlig übermüdeten jungen Demonstranten schliefen teilweise auf dem Straßenpflaster ein. Kreative LED-Banner am Himmel und andere friedliche Aktionen verpufften im Nichts. Bei den Älteren machte sich so etwas wie Mitleid mit den Jugendlichen breit, denn alle diese Menschenmassenproteste prallen spurlos an der Merz-Regierung ab. ip

Aktionsgruppe 'widersetzen': Wir sind gekommen, um den Parteitag zu verhindern. Das ist uns nicht gelungen. Der Grund dafür ist, dass der SPD-Innenminister Georg Maier und seine Polizei es ihnen möglich gemacht hat. Es ist ihnen gelungen, weil die Polizei generalstabsmäßig und hochprofessionell das Falsche getan hat. Sie haben sich nachts mit den Faschisten an Feldwegen getroffen und sie in die Halle hofiert, wo die Feiglinge sich acht Stunden vor ihrem Parteitag verschanzt haben.

*Den Arm zum Gruß erhoben. Foto LHH
Merkel über Merz: https://youtube.com/shorts/bPOpQQmuMD4?si=-DjLrxiP1VLkIs5O

Reingeschmissen wird sich alles, von "Flex" bis "Badesalz"

"Dagegen war Heroin öko", sagt jemand über die neuen synthetischen Drogen, die beispielsweise als "Flex" oder "Badesalz" aus Chemielaboren kommen, ihre Konsumenten klapperdürr und hoch aggressiv machen, aber billiger sind. Eingenommen wird alles, egal, was die weit aufgerissenen Augen erspähen können. Passanten wechseln vorsichtshalber die Straßenseite. 

In die Psyche von Drogenabhängigen, die nur noch den Rausch haben wollen, können selbst Fachleute nicht mehr vordringen. Umschlagplätze sind vor allem die Bahnhöfe von Hannover (im hinteren Bereich) und Frankfurt (im vorderen). (avh)

Freitag, 3. Juli 2026

Abschaffung des Informations- und Presserechts?

 Abgeordnetenwatch Info: "Der Schock nach dem gestrigen Tag sitzt noch immer tief.

Denn was die Koalitionsspitzen von Union und SPD gestern angekündigt haben, ist ein Frontalangriff auf die freie Zivilgesellschaft.

Nach den Plänen der Bundesregierung soll es das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) in seiner jetzigen Form bald nicht mehr geben – Unterlagen von staatlichen Stellen sollen zukünftig Geheimsache bleiben.

Transparenz-Anfragen von Bürger:innen über das IFG könnten zukünftig tausende Euro kosten und sollen überhaupt nur bei „berechtigtem Interesse“ erlaubt sein. Journalist:innen und zivilgesellschaftliche Organisationen wie abgeordnetenwatch sollen nach den Plänen der Koalition überhaupt keine IFG-Anfragen mehr stellen dürfen.

Übersetzt bedeutet das: Die Abschaffung des Informations- und Presserechts, wie wir es kennen. Kanzleramt und Ministerien könnten sämtliche Transparenz-Anträge abbügeln oder mit Gebühren belegen, die jede Anfrage im Keim ersticken. 

Bisher ermöglicht das IFG die Kontrolle staatlichen Handelns überhaupt erst – nur dank des Gesetzes können z.B. Unterlagen zu verdeckten Lobbytreffen oder geheimen Absprachen zwischen Politik und Konzernen an die Öffentlichkeit gelangen.

Dass vor allem CDU und CSU das IFG in seiner jetzigen Form kaltstellen wollen, hat einen einfachen Grund: Durch Transparenz-Anfragen über das IFG haben abgeordnetenwatch und andere zivilgesellschaftliche Akteure wie FragDenStaat in der Vergangenheit immer wieder Lobbyskandale in den Reihen der Union aufgedeckt.

So konnten wir etwa das geheime Lobbyschreiben veröffentlichen, mit dem Philipp Amthor dem US-Konzern August Intelligence in der Bundesregierung Türen öffnete. Und auch Jens Spahns geheime Maskenliste wurde erst nach abgeordnetenwatch-Recherchen über das IFG einsehbar.

Lobbytreffen, Kungeleien, einseitige Einflussnahme – all das könnte für die Öffentlichkeit zukünftig zur Blackbox werden, die für immer verschlossen bleibt.

Damit wollen und dürfen wir uns auf keinen Fall abfinden! Jetzt ist der Zeitpunkt, laut und unmissverständlich klarzumachen, dass wir als Gesellschaft nicht tatenlos zusehen, wenn die Bundesregierung politische Transparenz beerdigt.

Gemeinsam mit anderen bekannten zivilgesellschaftlichen Organisationen plant abgeordnetenwatch in diesem Moment öffentliche Aktionen, mit denen wir der Bundesregierung klarmachen, dass die Koalitionspläne gestoppt werden müssen."

Dazu meine Anmerkung: Auch der Journalistin Dr. Gabriele Weber (www.gabyweber.com) wurden die von ihr angeforderten Eichmann-Akten nach der abgelaufenen Schutzfrist dennoch nicht ausgehändigt, sondern bleiben weiter geheim. Ihr Prozess gegen die Bundesregierung wurde und wird mit Spenden finanziert. Banküberweisung bitte auf den Namen Gabriele Weber IBAN DE43120300001207441294, bic BYLADEM1001 oder über Paypal: gaby.weber@gmx.net.

Winzige 3-D-Minitumoren zerstören Brustkrebszellen in der Tierärztlichen Hochschule Hannover

TiHo-Forschende lösen in 3D-Minitumoren den Zelltod aus und finden heraus, dass das Erzwingen des Zelltods von Krebszellen auch das Immunsystem alarmieren und dessen Angriff auf den Tumor verstärken kann.

3. Juli 2026 Ein Forschungsteam unter der Leitung von Professor Dr. Sjoerd van Wijk, Professor für Zellbiologie am Institut für Physiologie und Zellbiologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), und Dr. Francesco Pampaloni von der Goethe-Universität Frankfurt, untersuchte eine Form des programmierten Zelltods, die sogenannte Nekroptose, bei fortgeschrittenem Brustkrebs. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin Signal Transduction and Targeted Therapy (Springer Nature: https://www.nature.com/articles/s41392-026-02755-9#Sec11).

Im Gegensatz zum zufälligen Zelltod können manche Zellen aktiv beschließen, durch einen kontrollierten Prozess zu sterben. Dieser Vorgang wird als programmierter Zelltod bezeichnet. Es gibt verschiedene Formen davon, wie beispielsweise Apoptose und Nekroptose. Zellen greifen auf den programmierten Zelltod zurück, wenn sie beschädigt oder gestresst sind, sich zu Krebszellen entwickeln oder von schädlichen Mikroben befallen werden. Dieser Selbstzerstörungsmechanismus trägt zum Schutz des Körpers bei, spielt aber auch bei vielen Krankheiten eine Rolle, wie beispielsweise bei Infektionen, Entzündungen und Krebs. Ein großes Problem bei Krebs ist, dass manche Tumore und Krebszellen lernen, die Apoptose zu umgehen, wodurch sie überleben können, obwohl sie eigentlich absterben müssten. Diese Resistenz kann Krebsbehandlungen weniger wirksam machen, insbesondere bei fortgeschrittenen oder sich ausbreitenden (metastasierenden) Krebserkrankungen.

Die Forschenden verwendeten für ihre Arbeit sogenannte Organoide, also winzige 3D-Minitumoren, die im Labor aus den Krebszellen echter Patientinnen gezüchtet wurden. Diese Minitumoren ähneln dem ursprünglichen Krebs sehr stark, weshalb sie sich gut eignen, um Therapien zu entwickeln und zellbiologische Experimente durchzuführen. Die Forschenden fanden heraus, dass, wenn sie in Brustkrebszellen, die gegen den normalen Zelltod (Apoptose) resistent waren, eine andere Form von Zelltod, die Nekroptose, auslösten, zwei wichtige Vorgänge stattfanden: Die Krebszellen starben ab und die sterbenden Zellen sendeten zusätzlich Notsignale aus, die das körpereigene Immunsystem aktivieren konnten. Diese Signale sind an der Stimulierung von Immunreaktionen beteiligt, darunter Signalwege, die mit natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) in Verbindung stehen – das sind Immunzellen, die dabei helfen, Krebszellen aufzuspüren und zu zerstören. Vereinfacht ausgedrückt legt die Studie nahe, dass das Erzwingen des Zelltods schwer zu bekämpfender Krebszellen durch Nekroptose nicht nur die Krebszellen direkt beseitigen, sondern auch das Immunsystem alarmieren und dessen Angriff auf den Tumor verstärken könnte.

Apoptose und Nekroptose sind beides Formen des programmierten Zelltods, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrem Ablauf und ihren Folgen für das umliegende Gewebe. Die Apoptose ist ein kontrollierter und meist nicht entzündlicher Prozess, bei dem die Zelle schrumpft, ihr Erbgut geordnet abbaut und schließlich in kleine membranumhüllte Bestandteile zerfällt, die von Fresszellen beseitigt werden. Da die Zellmembran dabei weitgehend intakt bleibt, tritt kein Zellinhalt aus und es kommt normalerweise nicht zu einer Entzündungsreaktion.

Die Nekroptose ist ebenfalls ein regulierter Zelltod, verläuft jedoch anders. Dabei schwillt die Zelle an, verliert ihre Membranintegrität und platzt schließlich auf. Dadurch werden Zellbestandteile in das umliegende Gewebe freigesetzt, was eine Entzündungsreaktion auslöst und das Immunsystem aktiviert. Die Nekroptose tritt häufig als Alternative auf, wenn die Apoptose blockiert ist, beispielsweise bei bestimmten Virusinfektionen.

Diese Forschungsergebnisse zeigen zudem, dass hochentwickelte 3D-Minitumoren (Organoide) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern helfen können, besser zu verstehen, wie Krankheiten entstehen und wie Behandlungen beim Menschen wirken könnten. Da diese Modelle natürlichen, komplexen Geweben sehr ähnlich sind, liefern sie oft realistischere Ergebnisse als herkömmliche Labormethoden und können den Bedarf an Tierversuchen verringern.

Sjoerd van Wijk und sein Team wollen diese Organoidmodelle nun weiterentwickeln und nutzen, um Zellstress und -schäden, Krebs sowie Infektionskrankheiten zu untersuchen. Ihr Ziel ist es, komplexe, auf Organoiden basierende Labormodelle zu schaffen, die physiologisches menschliches und tierisches Gewebe so genau wie möglich nachbilden und Forschenden helfen, Krankheiten zu erforschen und potenzielle Behandlungen effektiver zu testen. (Presseinfo TiHo) 

Auf und Ab - Up and down

In Budapest sind es 40 Grad heute. Besonders alte Leute leiden. Jeder Schritt fällt schwer. In solventen Einrichtungen werden Klimaanlagen eingebaut, aber der Einbau dauert natürlich eine geraume Weile. Bis alles fertig ist, wird es Herbst? Die Branche boomt, der Stromverbrauch steigt immens, auch für die Ventilatoren und Kühl-- sowie Gefriergeräte. 

Hannover hat 18 Grad, was nach dem Heat Dome (und ein neuer ist angekündigt...) vor allem wegen der stürmischen Windböen als kalt empfunden wird. Der Körper weiß nicht, wie er sich anpassen soll an das Auf und Ab. Wo sind die Socken? ip

Broken flowers after the heat dome. Die Natur ist voller Analogien. iptextfoto 

Donnerstag, 2. Juli 2026

Sowohl SPD als auch CDU betreiben in der Region Hannover billiges Wahlkampfgetöse um VW

"Wer die Arbeitsplätze bei VW wirklich retten will, muss an die exorbitant hohen Energie- und Rohstoffkosten ran, die der deutschen Industrie die Luft zum Atmen nehmen. VW ist nur die Spitze des Eisbergs. Stattdessen kappen Bundesregierung und EU mit ihrer verheerenden Sanktionspolitik noch die letzten Gas-, Öl- und Rohstofflieferungen aus Russland und gießen so weiteres Öl ins Feuer. Wenn diese selbstmörderische Politik nicht beendet wird, geht bald auch ein größerer Teil der übrigen Wirtschaft den Bach runter, weil an der Industrieproduktion viele Wertschöpfungsketten hängen.“ Ratsfraktion Soziale Gerechtigkeit Hannover, Dirk Machentanz. 

Grün- und Kleingartenflächen sind auch aus klimatischen Gründen zu erhalten

Hannover. Die Informationspolitik der Stadt ist, gelinde gesagt, ausbaufähig“, so Karsten Plotzki, Linken-Bezirksratsherr in Buchholz-Kleefeld. „Den Stadtbezirksratsmitgliedern und der interessierten Öffentlichkeit liegen bis heute weder ein Verkehrsgutachten noch Berechnungen zur  Einsichtnahme vor. Es ging also nie um die MHH, sondern immer um die Wohnbauflächen im nördlichen Kleefeld.“, konkretisiert Plotzki seine Kritik.

„Selbstverständlich setzt sich die Linke für einen ÖPNV-Ausbau und bezahlbaren Wohnraum ein, allerdings muss die Umnutzung bestehender Immobilien stets Vorrang vor Neubauten haben, gerade, wenn dieser an einer Stelle entsteht, die bereits seit Jahrzehnten von engagierten Kleingärtnern genutzt und bewirtschaftet wird.“, so Maren Kaminski, Oberbürgermeister-Kandidatin der Linken für die Landeshauptstadt Hannover.

„Die Grün- und Kleingartenflächen sind auch aus klimatischen Gründen zu erhalten. Sie sorgen in Zeiten des Klimawandels für kühle Frischluft und sind für die Grundwasserbildung und den damit verbundenen Schutz des anliegenden Stadtwaldes Eilenriede wichtig.“, ergänzt Karsten Plotzki.

Dazu meine Anmerkung: Die Kleingärten an der Limmer-Schleuse wurden rigoros für den Neubau der Wasserstadt plattgemacht. Im krass kontrastierenden Hintergrund prangt gruselig nach wie vor der ausgeweidete ehemalige Conti-Bau, als weiteres hannoversches Schandmal. ip


Mittwoch, 1. Juli 2026

Texas ist der Kohlebauch der Hitze

 Democracy now: https://youtu.be/r7ZVqXuBXHk?si=X6CSDkXsK9DQAcTz

Die Sklaverei ist zurück! Bauarbeiter (meist arme Schlucker, die illegal über die Grenze kommen) sterben in Texas und anderswo in der Hitze. Über 40 Grad in der Sonne fängt der Körper an, von innen zu schmelzen. Die Kohleindustrie in Texas ist einer der Hauptverursacher des Desasters.