Sonntag, 25. Dezember 2011

merry new crisis and a happy new fear

„reden wir über hannover – das wird genügend harmlos sein“, der seufzer von hannovers brillantestem kulturphilosophen theodor lessing stimmt nicht mehr. schließlich haben wir hier inzwischen die berühmte hannover-connection.
in den rauhnächten zwischen den jahren kam frau ins sinnieren.
ihr fielen geschichten über maschi ein, unseren hannoverschen finanzier carsten maschmeyer, den freund des amtierenden cdu-bundespräsidenten.
etwa 14 jahre ist es her, dass er für ein foto mit claudia schiffer bei der ATP-tennis-gala 15 000 DM zahlte.
für gerhard schröders spd-wahlwerbung gab er viel mehr aus, fast das 50fache, aber da stand auch viel mehr auf dem spiel, denn strikte zulassungsregelungen für finanzdienstleister standen damals im raum, es musste ein regierungswechsel mit kanzler schröder her.
nicht nur der AWD trieb damals schindluder mit dem geld anderer leute, auch die RWS AG beispielsweise, die mir persönlich über meine ehemalige steuergehilfin eine sogenannte ausbildungsversicherung fürs kind andrehte, die mein VGH-vertreter aber wieder rückgängig machen konnte, während rws-gründer und chef waldemar von roon in der presse tönte, der markt werde durch betrüger versaut...
ingeburg peters

Dienstag, 20. Dezember 2011

Der ultimative Lesetipp

Der Heilige Vater in Rom als Urbild aller Scheinväter,
Josef verlangte keine Unterhaltszahlungen von Gott
...mehr über das Männer-Gerangel bei Luise Pusch, der berühmten hannoverschen Linguistin:


Scheinväter

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Frauen-Quote: Ophelia, das Wasser trägt!

maischberger soll kürzlich ein kuriositätenkabinett von frauen im talk gehabt haben, habe die sendung nicht gesehen.
alle hätten abhängigkeit vom mann gezeigt, das stört einige scheinheilige.
dabei greift doch gerade hier die normative kraft des faktischen.
nehmen wir die handwerker. sie benehmen sich überwiegend wie halbgötter, besonders gegenüber frauen.
bei einem wasser-schaden musste ich mir witze anhören, sie kämen nunmal nicht rein ins loch.
und wenn frau ausdrücke wie adapter verwendet, scheinen sie zum trotz nicht verstehen zu wollen. vor wut tränenüberströmt verließ ich das büro des installateurs. es war einfach zuviel für einen sensiblen menschen, keinen schritt in der sache vorangekommen zu sein.
überlege schon, immer 30 euro für puff oder porno als bestechungsgeld bereit zu halten, nur um normal behandelt zu werden. ebenso für den fahrenden lebensmittelhändler in der nebenstraße, den ich nicht mehr frequentiere, seit er in anwesenheit eines männlichen kunden, dem er wohl eine freude machen wollte, sagte, ich solle die porree-stange reinstecken. keineswegs ein einzelfall, sondern millionen clicks für ähnliche sprüche auf youtube.
gestern hatte ich einen besonders üblen tag diesbezüglich. ein bekannter hannoverscher historiker rief an, dr. x., ich möge ihn aus einer senioren-residenz befreien und in sein haus bei hannover zurückbegleiten, wo wir beginnen könnten, seine memoiren aufzusetzen. er wäre schließlich ein bedeutender bürger.
frage, wie alt er denn sei inzwischen. 75 jahre.  sage, das ist ja heutzutage kein alter mehr. da antwortet er mitten in seiner offensichtlichen notlage: man ist so alt wie man sich fühlt, frau so alt, wie sie sich an-fühlt...
während ich mit ihm telefoniere und seine bonmots verkrafte, klingeln drei roma an meiner tür; ich schwöre, es war so. die frau verlangt den mann zu sprechen. entnervt schon von dr. x. schreie ich aus dem fenster: hier gibt es keinen mann. da setzt eine beschimpfungskanonade vor meiner haustür ein.

oder das thema merkel. die chef sagt Nein.

täglich wird journalistische jauche über sie gegossen. entscheidet die kanzlerin aber unübersehbar richtig, werden ihre minister oder andere politiker zitiert.

aus all dem kann ich nur einen schluss ziehen: frauen-quote!!!

nur die frauen-quote für führungskräfte hilft künftig weiter.
klick peter lichts lied vom ende des kapitalismus an. da begreifst du schlagartig die bestehende männerquote in den führungsriegen der wirtschaft.
in der familie gibt es die frauenquote seit je.
es geht also ums durchbrechen bestehender quoten.

ex-verfassungsrichterin jutta limbach wird nicht müde zu betonen, dass die bürger das recht im alltag leben und durchsetzen müssen.
im bürgerlichen gesetzbuch waren die frauen noch bis in die 70er-Jahre der entscheidungsgewalt ihres ehemanns unterworfen (drastische künstlerische dokumentation dazu der film martha von rainer-werner fassbinder).

alle menschen sind vor dem gesetz gleich, ein schöner satz, aber die wirklichkeit sieht anders aus.

zwar wird auch mittelbare diskriminierung inzwischen angeprangert, weil neutrale kriterien sich faktisch überwiegend negativ auf frauen auswirken.

aber dennoch: frauen, nehmt euch anwälte und setzt per gesetz quoten durch.
sie sind für die gesellschaft das, was für hamlets ophelia ein schwimm-kurs gewesen wäre:
ohne quoten kommen wir unter der herr-schaft der wirtschaftlichen und persönlichen geilheit nicht weiter!
ingeburg peters