Dienstag, 30. Juni 2026

Was Heat Domes alles können

Wenn sich ein starkes Hochdruckgebiet über Teilen der Arktis festsetzt, kann es: ungewöhnlich warme Luft in die Region transportieren, den Himmel aufklaren und die Sonneneinstrahlung erhöhen, über mehrere Tage oder Wochen für außergewöhnlich hohe Temperaturen sorgen.

Die Folgen sind dort oft besonders gravierend: beschleunigtes Schmelzen von Meereis, verstärktes Abschmelzen des Eisschilds auf Grönland, Auftauen von Permafrost Böden. Ein bekanntes Beispiel war 2019, als ein stabiles Hochdruckgebiet über Grönland zu außergewöhnlich hohen Temperaturen und starker Eisschmelze beitrug.

Zwar liegen die Temperaturen selbst während eines arktischen Heat Domes oft nur knapp über dem Gefrierpunkt oder im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Plusbereich. Für die Arktis sind das jedoch extreme Abweichungen vom Normalzustand und sie haben große Auswirkungen auf das Eis.

Die Arktis erwärmt sich langfristig etwa drei- bis viermal schneller als der globale Durchschnitt. Deshalb können dort künftig häufiger außergewöhnlich warme Wetterlagen auftreten, auch wenn sie nicht immer als klassischer Heat Dome einzustufen sind...(erfragt von ip) 

Nulloplasty...

Rona Duwe: Die aufsteigende Klagewelle in den USA gibt eine Perspektive für Deutschland: Wenn die durch Transgender-Eingriffe geschädigten jungen Menschen und Familien nicht mehr schweigen, sondern den Rechtsweg gegen Ärzte, Psychologen, Kliniken und Verbände beschreiten, ist die transgenderideologische Schweigespirale beendet. Über die Leitlinien der in den USA ansässigen WPATH ist ein direkter Einfluss auf deutsche Behandlungsleitlinien erfolgt. Was Gerichte in den USA entscheiden, hat damit indirekt auch Einfluss auf Deutschland.

In Deutschland führte die ehemalige Vizepräsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer Sabine Maur ein Verfahren gegen mich. Am 10.7.26 – wurde in nächster Instanz vor dem Kammergericht Berlin ihre Klage abgewiesen. Maur müsse sich als prominente Vertreterin ihrer Zunft Kritik gefallen lassen. 

Mein Ziel ist weiterhin, mich nicht zum Schweigen bringen zu lassen in meiner offenen Kritik an genderaffimativen Eingriffen. Ich habe das Verfahren zum Anlass genommen, das Thema „nichtbinär” genauer zu untersuchen.

Habe bereits dargelegt, dass es sich bei um einen nicht klar definierten, aktivistischen Begriff handelt, der dennoch krankenkassenfinanzierte Eingriffe ermöglichen soll. Ich habe außerdem erläutert, wie Bundesgesundheitsministerin Warken den G-BA per Verwaltungsauftrag angewiesen hat, Behandlungen für nichtbinäre Personen in die Erstattung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu bringen – und dabei das Methodenbewertungsverfahren umgeht, das das Bundessozialgericht 2023 ausdrücklich als zuständiges Verfahren bezeichnet hatte.

Welche Eingriffe sind es genau, die unter „nichtbinär” über die Krankenversicherungen finanziert werden sollen?

Nichtbinär – der geschlechtslose Körper

Für genderaffirmative Eingriffe erstellt die internationale Organisation WPATH regelmäßig Leitlinien, die auch Grundlage für die Leitlinien in Deutschland sind. In ihrer letzten Version der „Standards of Care” (SOC8, September 2022) wurden zwei neue Kapitel eingeführt: Kapitel 8 „Non-Binary” und Kapitel 9 „Eunuchs”. Beide Kapitel waren in keiner Vorversion enthalten.

Kapitel 8 listet konkrete chirurgische Eingriffe für Personen, die sich als „nichtbinär” oder „agender” beschreiben – also weder als Mann noch als Frau. Finales Ziel ist nicht eine Simulation des Gegengeschlechts, sondern die Schaffung eines geschlechtslosen Körpers ohne erkennbare primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale. Diese Methode nennt sich Nulloplasty.

Die US-amerikanische Gesundheitsplattform QueerDoc, die sich auf genderaffirmative Eingriffe spezialisiert hat, beschreibt Nulloplasty so: die Entfernung innerer und äußerer Genitalstrukturen mit dem Ziel, eine glatte Oberfläche vom Bauch bis zur Leiste zu erzeugen. Das Glans-Gewebe (Penisschaft oder Klitoris) kann dabei entweder vollständig entfernt, als tastbare Erhöhung erhalten oder unter der Haut „vergraben” werden – um ein Empfindungszentrum zu bewahren, ohne das glatte äußere Erscheinungsbild zu stören.

Für Männer umfasst Nulloplasty:

Penektomie: vollständige Amputation des Penis

Orchiektomie: Entfernung der Hoden

Skrotektomie: Entfernung des Hodensacks

Harnröhrenverkürzung

Darüber hinaus empfiehlt WPATH SOC8 unter „nichtbinär” für diese Gruppe zusätzlich:

Penis-erhaltende Vaginoplastik: Aufbau von Vaginalstrukturen bei erhaltenem Penis

Flache Vaginoplastik (shallow vaginoplasty): Aufbau äußerer Strukturen ohne Vaginalkanal

Für Frauen listet WPATH SOC8 unter Kapitel 8 folgende Eingriffe:

Mastektomie (Top Surgery): Amputation beider Brüste – der häufigste Eingriff, der bei Mädchen und Frauen durchgeführt wird, die sich als nichtbinär oder als Transmann bezeichnen. Dieser Eingriff ist der einzige aus diesem Spektrum, über den das Bundessozialgericht bisher entschieden hat (B 1 KR 16/22 R, Oktober 2023 – dazu unten mehr). Er ist in Deutschland an mehreren Kliniken bereits ohne GKV-Kostenübernahme verfügbar.

Hysterektomie: Entfernung der Gebärmutter (zwingend erforderlich, wenn Vaginektomie geplant)

Oophorektomie: Entfernung der Eierstöcke (mit oder ohne Hysterektomie)

Vaginektomie: Entfernung der Vagina

Vulvektomie: Entfernung der äußeren Genitalien (teilweise oder vollständig)

Klitorektomie: Entfernung der Klitoris

Harnröhrenmodifikation

Darüber hinaus empfiehlt WPATH SOC8 für Frauen unter „nichtbinär” auch:

Metoidioplastik: Klitorisvergrößerung nach Testosteronbehandlung, ggf. mit Harnröhrenverlängerung

Phalloplastik: Aufwendige Penisrekonstruktion aus körpereigenem Gewebe (mehrere Operationsschritte)

Die Nulloplasty bei Frauen bedeutet in ihrer vollständigen Form die kombinierte Durchführung von Hysterektomie, Oophorektomie, Vaginektomie, Vulvektomie und Klitorektomie – also die vollständige Entfernung des gesamten weiblichen Reproduktionssystems und aller erogenen Strukturen.

Alle diese Eingriffe sind irreversibel. Sie werden an gesunden Körpern vorgenommen. Komplikationen sind bei diesem Ausmaß der chirurgischen Eingriffe nicht die Ausnahme, sondern Teil des medizinischen Alltags: Narbenbildung, Nervenschäden, Infektionen, chronische Schmerzen, Funktionsverluste. Die Genesungszeit liegt laut QueerDoc bei sechs bis acht Wochen – bei Frauen durch die umfassenderen inneren Eingriffe deutlich länger.

Siehe auch: https://docs.google.com/document/d/1gVlhnKK7l4WWY5VKHZ5d36oZET7Djnif/edit?usp=sharing&ouid=109059165682902576130&rtpof=true&sd=true

Nichtbinär = Eunuch

Parallel zu Kapitel 8 hat WPATH in SOC8 ein eigenes Kapitel 9 für „Eunuch-identifizierte” Personen eingeführt. Es definiert diese Gruppe als Männer, die „Dysphorie“ bezüglich ihrer männlichen Genitalien empfinden und deren operative Entfernung anstreben. Kastration und Penektomie werden als legitime medizinische Interventionen beschrieben – und als angeborene Konstitution, die auch schon Minderjährige betrifft.

Die feministische Journalistin Genevieve Gluck hatte in einer Investigativrecherche herausgefunden, dass das Eunuch-Kapitel direkt durch Kastrationsfetischisten und Pädosadisten beeinflusst war, die in Eunuch-Foren extreme sexuelle Fantasien und Videos teilten – darunter Aufnahmen transgenderaffirmativer Eingriffe an Jungen. Das Eunuch-Archive-Forum wird im SOC8 als Quelle zitiert.

Der deutsche Transgender-Verband dgti e.V. lehnte das Eunuch-Kapitel in seiner Stellungnahme ab – jedoch mit einer aufschlussreichen Begründung: „Die medizinischen Behandlungsempfehlungen gleichen denen von nicht-binären Personen und können mit diesen zusammengelegt werden.”⁹Die DGTI bestätigt damit selbst: Die Eingriffe sind dieselben. Das Label soll verschwinden. Der Inhalt soll unter „nichtbinär” weitergeführt werden.

In deutschen Reddit-Communities sind die Grenzen längst fließend. In Foren wie r/nullectomy, r/germantrans und einschlägigen Eunuch-Communities werden dieselben deutschen Kliniken empfohlen, dieselben Chirurgen, dieselben Kostenschätzungen besprochen. Nichtbinäre und Eunuch-Identifizierte teilen dieselbe Infrastruktur – weil sie nach denselben Eingriffen suchen.

Hormone – dauerhaft, sichtbar, folgenschwer

Chirurgische Eingriffe sind nur der sichtbare Teil. Was häufig unerwähnt bleibt: Geschlechtsangleichende Maßnahmen beginnen fast immer mit Eingriffen in den Hormonhaushalt – und enden für viele dort nie wieder.

WPATH SOC8 empfiehlt für „nichtbinäre” Personen dieselben hormonellen Maßnahmen wie für „binär-transsexuelle”: für Frauen Testosteron, für Männer Östrogen und Antiandrogene. Dazu kommen für Minderjährige Pubertätsblocker (GnRH-Agonisten wie Leuprorelinacetat oder Triptorelin), die die körpereigene Pubertätsentwicklung unterdrücken.

Für Deutschland sind diese Hormone teilweise bereits Leistungen der Krankenversicherung unter der Diagnose F64.0. Für „nichtbinäre“ Personen ist der formale Anspruch bisher nicht gegeben – der F64.0-Umweg wird praktisch genutzt.

Die medizinischen Langzeitfolgen sind erheblich und in der Leitlinienliteratur unzureichend dokumentiert:

Pubertätsblocker unterdrücken nicht nur die Pubertät, sondern auch die Knochendichteentwicklung und die Gehirnreifung. Werden sie nicht abgesetzt, führen sie bei nahezu allen Betroffenen zur anschließenden Hormontherapie – ein Übergang, der in der Praxis selten rückgängig gemacht wird.

Testosteron bei Mädchen und Frauen verursacht sichtbare, teils irreversible Veränderungen: Stimmbruch, Klitorisvergrößerung, Gesichtsbehaarung, androgenetischen Haarausfall. Dazu kommen systemische Langzeitfolgen: erhöhtes kardiovaskuläres Risiko, Atrophie von Uterus und Ovarien.

Wird anschließend eine Oophorektomie (Entnahme der Eierstöcke) vorgenommen, entfällt die körpereigene Östrogenproduktion dauerhaft. Die Frau ist auf lebenslange Substitution angewiesen.

Orchiektomie bei Männern (Entnahme der Hoden) beendet die Testosteronproduktion dauerhaft. Auch hier ist lebenslange Hormonsubstitution die Konsequenz.

Das bedeutet für die GKV: Sobald die Gonaden entfernt sind, ist sie dauerhaft in der Pflicht. Die Einmalkosten der Operation sind dabei nur der Anfang. Es folgen lebenslange Folgekosten: Hormonsubstitution, Knochendichtemessung, kardiovaskuläres Monitoring, Krebsvorsorge für entfernte Organe. Werden Eierstöcke oder Hoden entfernt, ist die Fertilität unwiderruflich beendet.

Keine dieser Folgekosten ist in Warkens G-BA-Beauftragung adressiert.

Zur Klarstellung: Nicht jeder, der sich als „nichtbinär” identifiziert, möchte all diese Eingriffe durchführen. Es sollte aber deutlich werden, dass „nichtbinär” als Türöffner für jeden Wunscheingriff fungiert – und sei er noch so drastisch. Das Ziel ist, dass Krankenversicherungen all diese Eingriffe zahlen.

Nulloplasty in Deutschland – „Denk an eine Barbie”

Bisher war unklar, ob Nulloplastien auch in Deutschland durchgeführt werden. Deutsche Kliniken werben nicht – wie ihre US-amerikanischen Pendants – öffentlich mit dieser drastischen Form der Körpermodifikation. Vorgedacht sind sie jedoch bereits in der deutschen Leitlinie zu Transgender-Operationen.

Eine Recherche in deutschsprachigen Reddit-Communities bringt nun zutage, dass diese Eingriffe in Deutschland bereits möglich sind.

Reddit-Communities, die sich mit diesen Eingriffen befassen – darunter r/germantrans, r/nullectomy und r/bodymods – beschreiben den Eingriff so:

„Nulloplasty/Nullectomy hinterlässt bis auf die Harnröhre alles flach. Denk an eine Barbie.”

Es handelt sich um aktive, öffentlich zugängliche Foren, in denen deutsche Kliniken, Chirurgen, Wartezeiten und Kostenübernahmefragen besprochen werden. Die Nutzenden helfen sich gegenseitig dabei, an die Eingriffe zu gelangen.

In einer ausführlichen Recherchesammlung, die in r/nullectomy geteilt wurde, listet ein Nutzer konkret auf, welche deutschen Kliniken Nulloplastien anbieten oder durchgeführt haben:

UKE Hamburg: Nulloplasty möglich, bisher nicht durchgeführt; Kosten ohne Versicherung: 10.000–20.000 Euro

Universitätsklinikum Essen: bereits durchgeführt; erstes Beratungsgespräch frühestens Januar 2027

Lubos Kliniken München: bereits durchgeführt; gilt in der Community als routiniert

Universitätsklinikum München: kann durchgeführt werden

Klinik Sans Souci, Potsdam: kann durchgeführt werden; psychologische Evaluation nur zum Ausschluss organischer Hirnerkrankungen – kein Trans- oder Nichtbinär-Nachweis erforderlich

Klinikum Itzehoe: kann durchgeführt werden

Am Ende der Sammlung steht ein aufschlussreicher Satz:

„A very important problem in Germany, though: Apparently nothing related to non-binary gets covered by any health insurance. I am currently in the process of trying to find ways around this.”

Die Eingriffe sind Realität. Was fehlt, ist die Kassenfinanzierung.

Siehe auch: https://docs.google.com/document/d/1mxH4BVXf_0zeHx3KtadqBDuPSvyl5yUW/edit?usp=sharing&ouid=109059165682902576130&rtpof=true&sd=true

Der Umweg über F64.0

Für GKV-Erstattung ist aktuell die Diagnose F64.0 – binäre Transsexualität nach ICD-10 – erforderlich. Für „nichtbinäre“ Personen ist dieser Weg offiziell geschlossen. In der Community ist der Umweg bekannt:

„Wenn sich die Klinik drauf einlässt, müsste das als normale GaOP durchgehen.”

Nichtbinäre Patienten werden schlicht unter F64.0 abgerechnet – weil es keinen anderen Weg gibt. Genau das hatte Maur in ihrem Fortbildungsvideo erläutert.¹⁴

Warkens G-BA-Beauftragung soll diesen Umweg überflüssig machen: Eine eigene Erstattungsgrundlage für nichtbinäre Personen soll direkt in die ASV-Richtlinie eingeschrieben werden – ohne Evidenzprüfung, ohne parlamentarische Zustimmung.

„Geschlechtsinkongruenz” in der ICD-11: Keine Krankheit mehr – und trotzdem GKV-Leistung

Dass dieser Druck ausgerechnet jetzt entsteht, hat einen konkreten rechtlichen Hintergrund. Deutschland befindet sich in der Übergangsphase zur ICD-11, dem neuen internationalen Diagnoseschlüssel der WHO. Bisher ist „Transsexualismus” als psychische Störung kodiert – das ist die Rechtsgrundlage, auf der GKV-Leistungen bewilligt werden. In der neuen Version heißt die Kategorie „Geschlechtsinkongruenz” und ist ausdrücklich keine psychische Erkrankung mehr.

Das klingt nach Fortschritt – hat aber eine rechtlich brisante Konsequenz: Wenn es keine Krankheit mehr ist, entfällt die Grundlage für die Kassenfinanzierung. Das Bundessozialgericht hat das 2023 ausdrücklich festgehalten: Die gesetzliche Krankenversicherung kennt keinen Anspruch auf körpermodifizierende Behandlungen, der unabhängig vom Vorliegen einer Krankheit besteht. Ohne eine eigene gesetzliche Grundlage – wie etwa §27a SGB V für künstliche Befruchtung – zahlt die Kasse nicht.

Das ist die eigentliche Sprengkraft der Umstellung: Wer die Entstigmatisierung vorantreibt – „keine psychische Erkrankung!” – räumt gleichzeitig die bisherige Rechtsgrundlage weg. Warkens G-BA-Beauftragung ist der Versuch, diese Lücke zu schließen, bevor sie im öffentlichen Diskurs sichtbar wird.

Chirurg und Leitlinienautor in einer Person

Am Universitätsklinikum Essen empfiehlt die Reddit-Community Prof. Dr. Jochen Heß für Nulloplastien – das UKE bestätigt, dass solche Eingriffe dort bereits durchgeführt wurden. Heß ist gleichzeitig Mitautor der deutschen Leitlinie für chirurgische Eingriffe bei Geschlechtsinkongruenz (AWMF S2k, Juni 2025).

Ein Chirurg, der Nulloplastien durchführt, schreibt an der Leitlinie mit, die diese Eingriffe zur Kassenleistung machen soll.

Diese Leitlinie benennt WPATH SOC8 ausdrücklich als ihre maßgebliche internationale Referenz. Nulloplasty taucht darin nicht ausdrücklich auf. Es werden aber Eingriffe beschrieben, bei denen alle primären und sekundären Geschlechtsmerkmale in einem oder zwei Durchläufen entfernt werden. Mit anderen Worten: Was WPATH als Nulloplasty definiert, findet sich in der deutschen Leitlinie wieder – nur unter anderem Namen.

Wie „nichtbinär” in die GKV kommen soll – und warum das nicht trägt

Das Beauftragungsschreiben vom 28. Januar 2026 macht unmissverständlich klar, wie Warken den G-BA führen will. Sie schreibt ausdrücklich, der G-BA solle den Behandlungsumfang festlegen „ohne dass es hierfür notwendigerweise eines komplexen und zeitaufwändigen Methodenbewertungsverfahrens bedarf.”

Vulnerable Mädchen – die willkommene Zielgruppe

Der Begriff „nichtbinär” hat seinen Weg ins deutsche Recht nicht durch die große Haustür genommen. Am 10. Juni 2021 trat das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) in Kraft und änderte §9 SGB VIII: Träger der Jugendhilfe müssen seitdem „die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen, Jungen sowie transidenten, nichtbinären und intergeschlechtlichen jungen Menschen berücksichtigen.” Es war die erste Nennung von „nichtbinär” in einem deutschen Bundesgesetz – eingeführt im Kontext von Antidiskriminierung, ohne dass die Kategorie definiert wurde.

Das Selbstbestimmungsgesetz (SBGG), in Kraft seit dem 1. November 2024, verankerte „divers” als Personenstandsoption – erneut ohne Definition dessen, was „nichtbinär” oder „divers” bedeutet. Die Erklärung gegenüber dem Standesamt genügt.

Wenn eine GKV-Richtlinie für „nichtbinäre Personen” Leistungsansprüche begründen soll, gilt sie damit für eine Gruppe, die das Recht nirgendwo beschrieben hat.

Wer diese Gruppe in der Praxis ist, zeigt die Datenlage. Laut einer Auswertung bundesweiter GKV-Daten (Bachmann et al., Deutsches Ärzteblatt 2024) verzeichnen weibliche Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren den stärksten Anstieg: von 38 pro 100.000 im Jahr 2013 auf 452 pro 100.000 im Jahr 2022 – ein 12-facher Anstieg in zehn Jahren.²⁴ In einer repräsentativen Studie mit über 122.000 Jugendlichen in Wales waren 80% der Jugendlichen, die mit ihrem Geschlecht haderten, Mädchen. Nichtbinäre Jugendliche wiesen die höchsten Werte für emotionale Probleme und Verhaltensauffälligkeiten auf – höher als transgender-identifizierte Jugendliche.²⁵ Klinische Studien zeigen konsistent: Mädchen und junge Frauen, die zur Genderklinik kommen, haben häufig eine Vorgeschichte mit Trauma, Essstörungen, ADHS, Autismus und Selbstverletzung.

Was das in der Praxis bedeutet, zeigt ein konkreter Fall. Das Queer Lexikon betreibt einen öffentlich zugänglichen „Kummerkasten”, der sich explizit an Kinder und Jugendliche richtet und mit öffentlichen Mitteln gefördert wird.²⁷ In der Kummerkastenantwort Nr. 4.456 vom 5. Februar 2024 schreibt ein Mädchen oder eine junge Frau, die sich als Transmann bezeichnet:

„Ich bin trans männlich und bekomme bald Blocker und hoffentlich dann auch in den nächsten Jahren Testo, bin glücklich mit all meinen Entscheidungen und warte auch fieberhaft auf die Mastektomie. […] Ich empfinde extreme Dysphorie in Bezug auf meine Genitalien und hätte nur allzu gerne eine Op, die das verändert, kann mir aber auch nicht wirklich vorstellen, einen Penis zu haben. […] Am liebsten hätte ich da einfach garnichts, könnte da nichts spüren u.s.w.”

Dass sie auf Pubertätsblocker wartet und Testosteron und Mastektomie noch vor sich hat, macht deutlich: Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Minderjährige in einem frühen Stadium der medizinischen Transition.

Die Antwort von „Elias” aus dem Queer-Lexikon-Team empfiehlt Nulloplasty – und erklärt, den Eingriff gebe es „bisher nur in den USA”. Das war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im Februar 2024 sachlich falsch: Lubos Kliniken München hatte Nulloplastien bereits durchgeführt, das UKE Hamburg erklärte den Eingriff für möglich, das Universitätsklinikum Essen führte ihn ebenfalls durch.

Was Elias diesem Mädchen empfohlen hat, ist die vollständige operative Entfernung sämtlicher weiblicher Genitalstrukturen: Gebärmutter, Eierstöcke, Vagina, Klitoris, Schamlippen. Ein irreversibler, die Fertilität dauerhaft beendender Eingriff, der alle erogenen Zonen beseitigt. Empfohlen in einem öffentlich geförderten Kummerkasten für Minderjährige, an ein Mädchen, das erklärt, es wolle „einfach garnichts” mehr spüren.

Dass Minderjährige von der G-BA-Richtlinie betroffen sein werden, hat Warken in ihrem Beauftragungsschreiben selbst eingeräumt: Die Regelung schließe „gerade die Besonderheiten ein, die zum Schutz und zur fachlich gesicherten Versorgung von betroffenen Kindern und Jugendlichen zu beachten sind.”²⁸ Ein Versprechen, das angesichts der fehlenden Definition der Zielgruppe rechtlich nicht einlösbar ist.

Was das bedeutet 

Der Begriff „nichtbinär” klingt harmlos. Kaum jemand kann sich etwas Genaueres darunter vorstellen.

Was jedoch unter dem Deckmantel dieses Begriffs ins deutsche Recht eingeschleust wurde und nun auch Krankenkassenleistung werden soll, ist alles andere als harmlos: Selbst extreme körperschädigende Maßnahmen, Manipulationen des Hormonsystems und plastische Operationen an den Genitalien sollen auf Wunsch von der Allgemeinheit finanziert werden. Und mit einmaligen Eingriffen ist es in der Regel nicht getan: Insbesondere durch die mutwillige Schädigung des endokrinen Systems und die Entfernung der Gonaden entstehen dauerhafte Folgekosten.

Die sogenannte Nulloplasty ist eine der extremsten Formen plastischer Chirurgie und massiver körperlicher Schädigung. Man könnte wohl kaum die Allgemeinheit überzeugen, für die Kastration von Männern aufzukommen, die sich als Eunuch identifizieren. Mit den Labels „nichtbinär” und „Nulloplasty” fragt sich kaum noch jemand, was damit genau gemeint ist.

WPATH-Leitlinien werden in der Debatte regelmäßig als Schutzinstrument präsentiert. Der Kiefel-Fall zeigt, wie das in der Praxis aussieht: Die Behandlerinnen hielten die SOC8 für zu restriktiv und umgingen sie aktiv. Brave Space und Amy Ruff, so die Klageschrift, lehnten die WPATH-Standards als zu hohe Barriere ab und ersetzten sie durch ein System maximaler Zugänglichkeit. Was als Mindeststandard gelten soll, wird zur Option. Der Wunsch des Patienten steht im Vordergrund.

In einem aktuellen Interview beschreibt Sabine Maur Ähnliches als ihr Ideal: weniger Gatekeeping, mehr Vertrauen in Patienten und Behandler – und die ICD-11 explizit als Instrument zur Sicherung der GKV-Finanzierung. Nichtbinäre Personen seien, so Maur, „einfach ausgeschlossen worden” – dabei machten sie „immerhin 30 bis 40% der Transcommunity” aus. Ihr Modell: maximale Selbstbestimmung der Patienten, minimale Hürden für Behandler, Kostenübernahme durch die Allgemeinheit. 

Die Versorgung nichtbinärer Personen soll nach ihrer Überzeugung aus dem Selbstzahlerbereich in die Kassenleistung überführt werden – auf genau dem Weg, den Warken mit ihrem G-BA-Auftrag gerade beschreitet.

Montag, 29. Juni 2026

Angela Merkel :"Ich werde alles gegen die AfD tun, was in meiner Macht steht

ARD - 1live: https://youtu.be/_PpNqLHjZ_c?si=wFBn9R8UySmSRoQu

Dazu meine Anmerkung: Bundeskanzlerin Merkel war in China eine hochangesehene Politikerin, die geradeheraus verhandelte und auch durchaus (zum Beispiel Markenplagiate) kritisierte. Sie machte die politische Drecksarbeit mit Putin, aber auch der schätzte sie durchaus als sachliche Gesprächspartnerin. Bush jun. besuchte sie auf seiner Ranch im Epizentrum des Kohle-Bergbaus in Texas. Präsident Obama empfing Merkel mit staatlichen Ehrungen. Nur bei Trump war sie von Anfang an persona non grata, unerwünscht. Und sie machte sich persönlich ein Bild von der Lage in der Arktis. ip

Merkel rügt Merz: https://youtube.com/shorts/bPOpQQmuMD4?si=-DjLrxiP1VLkIs5O

Verkehrsbehinderungen wegen Kriegsvorbereitungen, Brückenerneuerung und Abholzungen für Fahrbahnverbreiterung? Hannover ist in Döhren und an den Schnellwegen besonders betroffen

Baumaßnahmen in Niedersachsen zur Ferienzeit vom 02.07. bis 12.08.2026

A1 Bremen Richtung Hamburg: Horster Dreieck, Überleitung zur A7 Richtung Hannover, Verbindungsfahrbahn gesperrt, Baustelle, bis 03.08.2026, ca. 18:00 Uhr

A1 Osnabrück Richtung Bremen: zwischen Wildeshausen-Nord und Groß Ippener, linker Fahrstreifen gesperrt, Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen verengt, Verkehr wird über den Standstreifen geleitet, Dauerbaustelle, vorübergehende Begrenzung der Fahrbahnbreite auf 3,25 m., bis 02.03.2027, ca. 17:00 Uhr

A2 Hannover – Braunschweig: in beiden Richtungen, zwischen Lehrte-Ost und Hämelerwald, Fahrstreifen gesperrt, Dauerbaustelle auf dem linken Fahrstreifen, Fahrbahnverengung, bis 07.08.2026.

A2 Dortmund – Hannover: in beiden Richtungen, zwischen Bad Nenndorf und Wunstorf-Luthe, geänderte Verkehrsführung, Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen verengt, Dauerbaustelle, Brückenarbeiten, bis 09.11.2026, ca. 17:00 Uhr

A7 Hamburg Richtung Hannover: zwischen Horster Dreieck und Thieshope, Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen verengt, Verkehr wird über die Gegenfahrbahn geleitet, Fahrbahnerneuerung, bis 17.07.2026, ca. 18:00 Uhr

A7 Hamburg Richtung Hannover: zwischen Maschener Kreuz/A39 und Horster Dreieck, Richtungsfahrbahn gesperrt, Dauerbaustelle, bis 17.07.2026, ca. 18:00 Uhr

A7 Hamburg Richtung Hannover: Ausfahrt Maschener Kreuz/A39, Verbindungsfahrbahn in Richtung A39 Lüneburg gesperrt, Fahrbahnerneuerung, Umleitung eingerichtet, bis 17.07.2026

A7 Hannover Richtung Hamburg: zwischen Thieshope und Horster Dreieck, Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt, Fahrbahnerneuerung, bis 17.07.2026

A7 Hannover – Kassel: in beiden Richtungen, zwischen Hildesheim-Drispenstedt und Raststätte Hildesheimer Börde, Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen verengt, Baustelle, bis 01.11.2026, ca. 17:00 Uhr

A7 Kassel – Hannover: in beiden Richtungen, zwischen Derneburg-Salzgitter und Raststätte Hildesheimer Börde, Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt, Wanderbaustelle, vom 22.06.2026 bis 04.07.2026

A29 Oldenburg – Wilhelmshaven: in beiden Richtungen, zwischen Kreuz Oldenburg-Ost und Oldenburg-Ohmstede, Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt, Brückenarbeiten, bis 10.07.2026, 05:00 Uhr

A33 Osnabrück – Bielefeld: in beiden Richtungen, Kreuz Osnabrück-Süd und Rastplatz Teutoburger Wald West, Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt, Dauerbaustelle, bis 05.11.2026, 19:00 Uhr

Darüber hinaus muss mit massiven Behinderungen in Richtung Ostseeküste gerechnet werden, da in Hamburg eine wichtige Brückensanierung stattfindet. Gesperrt wird die A1 zwischen Hamburg-Harburg und Hamburg-Stillhorn. Die beiden Fahrtrichtungen werden jedoch nicht an denselben Wochenenden gesperrt. Der Verkehr in Richtung Norden wird am letzten Juni-Wochenende ausgebremst, die Fahrbahn in Richtung Süden ist an zwei Wochenenden im Juli unpassierbar.

Fahrbahnsperrung Lübeck Richtung Bremen:

Freitag, 3. Juli, 22:00 Uhr, bis Montag, 6. Juli, 05:00 Uhr

Freitag, 10. Juli, 22:00 Uhr, bis Montag, 13. Juli, 05:00 Uhr

Da die ausgeschilderte Ausweichroute über die B75 generell stark belastet ist, müssen Autofahrerinnen und Autofahrer insbesondere zu den Hauptreisezeiten mit erheblichen Verzögerungen rechnen. Wer in Richtung Lübecker Bucht, Fehmarn oder Mecklenburg-Vorpommern unterwegs ist, sollte möglichst früh am Morgen oder außerhalb der typischen An- und Abreisezeiten starten. Eine weitere großräumige Alternative führt über den Elbtunnel sowie die B432 im Bereich Norderstedt und Bad Segeberg.

An Baustellen ist besondere Aufmerksamkeit gefragt. Verkehrsteilnehmende sollten die Beschilderung beachten, die Geschwindigkeit anpassen und ausreichend Abstand halten. Bei Fahrbahnverengungen sorgt das Reißverschlussverfahren für einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss.

Kommt es dennoch zum Stau, muss frühzeitig eine Rettungsgasse gebildet werden. Dabei weichen Fahrzeuge auf der linken Spur nach links aus, alle übrigen fahren nach rechts, damit Einsatzkräfte den Unfallort schnell erreichen können.

Sonntag, 28. Juni 2026

Feministinnen sind halt clever

Diese drei cleveren Typen haben kurzfristig ein Popup-Kellerrestaurant eröffnet. iptextfoto

Samstag, 27. Juni 2026

Hitze-Frankreich und seine Atomkraftwerke

Es gibt zwei Haupttypen von Kühlsystemen: Durchlaufkühlung

Das Kraftwerk entnimmt Wasser aus einem Fluss oder dem Meer.

Das Wasser nimmt Wärme auf.

Anschließend wird es – einige Grad wärmer – wieder zurückgeleitet.

Kühlturmkühlung Das Flusswasser dient hauptsächlich dazu, den Kühlkreislauf zu ergänzen.

Der größte Teil der Wärme wird über Kühltürme an die Luft abgegeben.

Dabei verdunstet ein kleiner Teil des Wassers.

Was passiert bei einer Hitzewelle?

Es gibt mehrere Probleme: Die Flüsse sind wärmer. Warmes Wasser kühlt den Reaktor weniger effizient.

Der Wasserstand sinkt. Es darf nicht mehr Wasser entnommen werden als ökologisch vertretbar ist.

Umweltschutzgrenzen. Das zurückgeleitete Wasser darf den Fluss nicht über zulässige Temperaturen hinaus erwärmen, um Fische und andere Wasserlebewesen zu schützen.

Müssen die Reaktoren dann abgeschaltet werden?

Ja. Der Betreiber Électricité de France reduziert dann die Leistung einzelner Reaktoren oder nimmt sie zeitweise vom Netz. Das ist in heißen Sommern bereits mehrfach passiert, etwa entlang der Flüsse Rhône und Garonne.

In Ausnahmefällen können die Behörden vorübergehend höhere Einleittemperaturen erlauben, wenn die Versorgungssicherheit als besonders wichtig angesehen wird. 

Geht den Kraftwerken das Kühlwasser aus?

Komplett ausgehen würde das Kühlwasser normalerweise nicht. Selbst wenn ein Reaktor abgeschaltet ist, muss er weiterhin gekühlt werden. (erfragt von ip) 

Die nächste Prüf-Demo zum Verbot der AfD findet am 11.07. um 14 Uhr auf dem Opernplatz Hannover statt

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte hat bewiesen:

Prüfen lohnt sich

Es ist das bislang juristisch anspruchsvollste Gutachten zur „Alternative für Deutschland“.

Und es zeigt:

„Die AfD ist verfassungswidrig nach dem Maßstab von Artikel 21 Absatz 2 Grundgesetz. Die Partei geht nach ihren Zielen und nach dem Verhalten ihrer Anhänger*innen darauf aus, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen, insbesondere das Demokratieprinzip und die Menschenwürdegarantie.“ (GFF)

Würde ein zulässiger Verbotsantrag gestellt, hätte dieser vor dem Bundesverfassungsgericht wahrscheinlich Erfolg, schließt die GFF.

Das Argument, ein Verbotsantrag würde scheitern, ist jetzt nicht mehr haltbar. 

PRÜF-Gründer Nico Semsrott

Der Umfang der Belege ist krass und das Ergebnis eindeutig. Worauf warten die Ministerpräsident:innen eigentlich?“

Wir demonstrieren weiter jeden 2. Samstag im Monat in Landeshauptstädten. pruef-demos.de

S'wird imma wilda in Schilda

Hannover. Kann es nicht fassen, dass eine Stadtverwaltung in unserem Gartenkunstwerk Georgengarten das Grillen erlaubte, und sogar noch eiserne Entsorgungbehälter installierte. Wenn dann eines Hitzetages die dendrologischen Kostbarkeiten in Flammen aufgehen, ist das fahrlässige Verhalten nicht zu entschuldigen.

Wegen der Hitze ist zur Zeit das Grillen grundsätzlich verboten. Unabhängig vom geltenden Grillverbot aufgrund der Trockenheit und Hitze sei das Grillen grundsätzlich untersagt außerhalb öffentlicher Park- und Grünanlagen, auf Spielplätzen, Friedhöfen, in Wäldern sowie in Gartendenkmalen (zum Beispiel Maschpark, Großer Garten, Berggarten) und in den Landschaftsschutzgebieten, schreibt die Stadtverwaltung und nennt Georgengarten nicht als "GartenDenkmal". 

ipfoto

Freitag, 26. Juni 2026

Seiner Ehefrau im gemeinsamen Reihenhaus in Hannover mehrere Stiche mit einem Küchenmesser versetzt und sie so getötet...

Hannover. Urteilsverkündung im Verfahren 39 Ks 6/26 („Tötungsdelikt in Groß-Buchholz“). 
Nach der Anklageschrift habe der Angeklagte psychisch unter den Folgen einer von seiner Ehefrau im November 2025 ausgesprochenen Trennung gelitten und die Vorstellung entwickelt, diese wolle ihn vergiften oder dazu bringen, sich selbst umzubringen. 
Deswegen sowie aus Angst um Verlust des gemeinsamen Sohnes habe der Angeklagte seiner Ehefrau am 16. Januar 2026 im gemeinsamen Reihenhaus in Hannover mehrere Stiche mit einem Küchenmesser versetzt und sie so getötet.

Gefährlich Heiße Luft

 "An die feuchten Wände muss Luft", belehrte mich ein Handwerker, als ich Steine dagegen gestellt hatte. Auch die Hersteller von Plastikverpackungen haben das begriffen, und in Deckel, Boden und Seiten Löcher gebohrt. 

"Es ist doch kaum noch Luft da",  klagte eine Nachbarin kurz vor ihrem Tod.

Wenn Menschen die frische Luft fehlt, funktioniert auch das Gehirn nicht mehr, das nachweislich enorme Mengen Energie verbraucht.

Die frische Luft wiederum wird in riesigen Mengen von den Rechenzentren der Künstlichen Intelligenz geraubt und für die idiotischen Spekulationsideen der reichsten Männer der Welt verbraucht.

Der Kosmos bietet unendliches Material für die gefährlichsten Experimente. Männer können sich damit gegenüber den Frauen (der meistgejagten, größten Ressource der Welt) beweisen.

Männerhirne sind durch den einseitig abstrahierenden Verstand etwas größer als die der Frauen, deren Corpus Callosum mit 250 Millionen Nervenfasern aber zwischen rechter und linker Gehirnhälfte Informationen verschaltet. Das schafft ganzheitlichere Ordnung im Denken und Fühlen. 

Allerdings kann das Nervensystem bei 42 Grad und höher komplett abschalten. Das meinte wohl der von Douglas Adams ausgedachte Supercomputer HAL (2001: Odyssee im Weltraum) mit der Antwort "42" auf Menschheitsfragen? Wie wir ja auch täglich mit immer präziser generierten Wettervorhersagen bombardiert und schließlich dennoch für immer "ausgeschaltet" werden? 

Steuerte als VwL-Studentin auf das Fach Ordnungspolitik zu. Ordnung, das ist hegen, pflegen, beschirmen als Gegensatz zur Disruption. Ein Hochstapler, der von den Banken jede Menge Geld für seine angekündigten Flüge auf den Mond bekam (es gibt eine DVD darüber), landete im Gefängnis. 

Ob er noch einsitzt, oder nun auf Elons Billionen für weitere Heiße Luft heiß ist? ip

Donnerstag, 25. Juni 2026

Und du bist die Siebte...

Berlin. Expert*innenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ hat nach neun Monaten Arbeit 56 Handlungsempfehlungen an Bundesfamilienministerin Karin Prien übergeben. Der Berg hat also gekreisst, und eine Maus geboren?

Hannover. Die junge Frau mit dem schlaffen kleinen Kind auf ihrer Schulter, das dort wie tot hängt, ruft ihrem skandinavischen, mutmaßlich suchtkranken Exehemann zu: "Leave me." Er: "That's my child." Sie hat drei Kinder mit ihm. 

Ich rufe ihm aufgebracht etwas hinterher, denn ich kenne diese liebenswerte Person, die verantwortungsvoll beruflich bei der Bahn die Weichen stellt, und den Mann im Urlaub im asiatischen Süden kennenlernte. Ich habe an dem seltsamen Verhalten des Kindes, wenn er es von einem Aufenthalt zurück brachte, bemerkt, dass mit ihm etwas nicht stimmen kann. 

Am liebsten würde ich auch der Expertenkommission etwas entgegen schleudern, zumindest denen mit den hundert Kopfgeburten nach neunmonatiger intellektueller Schwangerschaft...

Zur digitalen Gewalt und zur Frauenjagd mittels Datenbrille gibt es mehrere Artikel in der Juli-Ausgabe von www.blaetter.de. 

Szene aus dem Internet: Frau sagt "Dieses Jahr gab es schon sechs Femizide". Kollege tritt hinzu und antwortet:"Und du bist die Siebte". 

Bild: Ingrid Brodnig: Feindbild Frau (Hier geht es um Politikerinnen) , Cover: Brandstätter Verlag


Love Earth and protect her in this hostile world

Fußball: Die Unvergleichlich Unvergesslichen Monty Python: https://youtu.be/PjV9eZzNs2g?si=0igbUiXFeQ3kLKh8

The Earth is calling out for you: https://youtu.be/aTouMWlq754?si=zkjiDyEchyaM7jNO

Mittwoch, 24. Juni 2026

Autoritärer Umbau

"Am 03. und 04. Juli 1926 hat die NSDAP in der damaligen thüringischen Landeshauptstadt Weimar ihren Parteitag abgehalten. Am 04. Juli hält die AFD in der jetzigen thüringischen Landeshauptstadt Erfurt ihren Parteitag ab. Die AFD versucht gar nicht mehr zu verstecken, in welcher Tradition sie steht.", führt Heidi Reichinnek aus, die Vorsitzende der Bundestagsfraktion "Die Linke". Sie bekräftigt außerdem die Präsenz ihrer Partei bei den Blockade-Aktionen: "Natürlich werden Abgeordnete von uns dabei sein!"

Am 4. Juli feiern die USA den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit – das Gründungsereignis der neuzeitlichen Demokratie. Der Politikwissenschaftler Winfried Thaa erinnert daran und warnt: Heute greift die Trump-Regierung nicht nur die demokratischen Werte grundlegend an, sie zerstört auch die institutionelle Ordnung. Auch hierzulande, in Sachsen-Anhalt, droht ein autoritärer Umbau der Institutionen, denn die AfD hat realistische Chancen, mit einer Alleinregierung in die Magdeburger Staatskanzlei einzuziehen. Was die demokratischen Parteien bis zur Landtagswahl noch tun müssen, um eine Machtübernahme der AfD zu verhindern, erläutert der Politikwissenschaftler Jan Niklas Reiche in den Blättern für deutsche und internationale Politik: www.blaetter.de. Eine Insel der Vernunft in einem Meer von Unsinn« Karl Barth 

Kurz vor der Wahl dominiert in Sachsen-Anhalt die AfD die Marktplätze und führt in den Umfragen. Mit einem Sieg würde in Magdeburg eine Regierung unter Führung der Rechtsradikalen möglich, was die Demokratie über das Bundesland hinaus schädigen würde. Noch ist es möglich, dieses Szenario zu verhindern. Ministerpräsident Sven Schulze kommt dabei schon jetzt eine Schlüsselrolle zu.

Außerdem werden weitere interessante Artkel vorgestellt, unter anderem zum neuen antiliberalen Christentum. 

»

Was ist Upcycling? Etwas bunt und auffällig flicken, reparieren usw.

 Stadt Frankfurt und FUAS setzen Zeichen für nachhaltigen Modekonsum

ffm. Eine Talkrunde beleuchtet die sozialen und ökologischen Folgen des Modekonsums, Kleidertausch und Upcycling zeigen nachhaltige Alternativen im Alltag auf: Die Koordinierungsstelle Fairtrade im Dezernat Finanzen, Beteiligungen und Personal der Stadt Frankfurt am Main veranstaltet gemeinsam mit der Stabsstelle Nachhaltigkeit der Frankfurt University of Applied Sciences (FUAS) ein Fair Fashion Event mit zahlreichen Mitmachaktionen. Am Donnerstag, 9. Juli, erwartet Besucherinnen und Besucher von 16 bis 21 Uhr auf dem FUAS-Campus am Nibelungenplatz 1 ein abwechslungsreiches Programm rund um nachhaltige Mode und bewussten Konsum. Die Veranstaltung findet in Gebäude 1, Foyer und Café 1, statt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht zum einen die Kleidertauschbörse: Bis zu fünf gut erhaltene Kleidungsstücke können mitgebracht und gegen andere Lieblingstücke getauscht werden. „Ziel ist es, Kleidung länger zu nutzen, Ressourcen zu schonen und ein Zeichen gegen eine Fast-Fashion-Mentalität zu setzen“, fasst Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff, Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Personal, zusammen. Eine Teilnahme ist auch ohne eigene Kleidungsstücke möglich.

Ein weiterer Programmhöhepunkt ist die Talkrunde „Kaufen, tragen, wegwerfen? – Wer trägt die Folgen unseres Modekonsums?“. Gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Praxis werden die sozialen und ökologischen Auswirkungen der globalen Modeindustrie diskutiert. Der Talk verbindet Fragen des Konsums mit Einblicken in Arbeitsbedingungen entlang globaler Lieferketten, die Umweltfolgen der Textilproduktion sowie Möglichkeiten für einen nachhaltigeren und gerechteren Umgang mit Kleidung. Bergerhoff sagt: „Dabei steht zur Diskussion: Wie viel Verantwortung tragen wir selbst, und wo braucht es politische und wirtschaftliche Veränderungen?“

Neben Kleidertausch und Talkrunde ermöglicht eine Upcycling-Station, Kleidung kreativ aufzuwerten und länger zu nutzen. Besucher:innen können Kleidungsstücke durch sichtbare Reparaturen individuell gestalten und verschönern. Die Upcycling-Station zeigt auf praktische Weise, wie nachhaltige Mode entstehen kann und wie aus kleinen Veränderungen Kleidungsstücke aufgewertet werden können. Musik sowie Speisen und Getränke laden darüber hinaus zum Stöbern, Verweilen und Austausch ein.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten sowie an Studierende und Mitarbeitende der FUAS. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dienstag, 23. Juni 2026

Niedliche Worte - verheerende Verhältnisse

 Sido: https://youtu.be/HCWewPwJK4I?si=5aWx65I4Dft6G3Ad

Die Mainstream-Medien sprechen von "ungewöhnlicher Hitze" und "Rekorden", es fehlen denen authentische, passende Worte. Wettermänner scheinen basserstaunt zu sein, dass es nun nächste Woche wieder kühler wird. Dabei geht es doch schon seit Jahren extrem rauf und runter, nur die Ausschläge werden immer größer. 

Wenn auch ARD und ZDF als öffentlich-rechtliche "Anstalt" sicherlich den Auftrag zur verbalen Deeskalation haben, so ist das Wegducken, wie es ihre auftraggebenden Parlamentarier samt eingekaufter Journaille pflegen, für das "Volk" tödlich. Alberne Ratschläge, die Socken länger zu tragen, verniedlichen die Katastrophe. Dass wir unseren Lebensstil krass vereinfachen müssen, ist schon lange klar, aber im Zusammenhang mit den Extremwettern nicht der Punkt. 

An der richtigen Stelle die richtigen Zusammenhänge erfragen, bei der NASA zum Beispiel, im Pentagon oder beim Massachusetts Institut Technology (MIT)! Und besonders beim Militärprojekt Haarp in Alaska, wo mit Tesla-Erfindungen Impulse zu U-Booten in großen Tiefen ebenso wie zur Ionosphäre gesendet werden. 

Fragen wie "Können Wetterfronten verschoben und erzeugt werden", all das ist "geheim" und wird nicht beantwortet. Die KI als Antwortgeberin ist manipuliert. Also bleiben Konsumenten die Prügelknaben, so einfach ist das. 

Der frische Quell des persönlichen Gesprächs, die authentische Information, das leibhaftige Engagement sind das Wichtigste. Wenn wir es denn überhaupt noch realisieren dürfen. ip

Montag, 22. Juni 2026

Vom Feuerring zur Feuerkuppel?

Die deutsche Zivilbevölkerung wurde 1945 mit dem Feuerring um Dresden bestraft. Die Elbestadt war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach bei Luftangriffen der Briten und US-Amerikaner schwer zerstört worden. Nach Recherchen einer Historikerkommission kamen bis zu 25.000 Menschen in einem Feuersturm ums Leben. 

Nun fällt eine erneute Bestrafung umgekehrt aus?: Die Hitzekuppel sitzt jetzt innendrin im Ring und trifft auch Frankreich und Spanien.

Solche Fantasien kommen einer dieser Tage. Wer denkt angesichts der drohenden 40 Grad nicht an Flucht nach Patagonien oder Neuseeland?

Konnte mich mit Klimaanlagen, selbst abgesehen von der Umweltschädlichkeit, nie so recht anfreunden. Du musst die Fenster geschlossen halten und fühlst dich wie im Käfig. 

Und ja, es kommt auch die Angst vor unzähligen Hitzetoten auf. ip

Nicht abschotten, sondern öffnen - 23 Städte haben sich dieser Forderung angeschlossen

Anlässlich des 75. Jahrestages der Genfer Flüchtlingskonvention fordert Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg das Bleiberecht für Geduldete

Berlin. Jede Minute flieht ein Mensch vor Krieg oder Verfolgung. Weltweit sind aktuell mehr als 117 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben. Allein 2000 von ihnen leben als „Geduldete“ in Frankfurt. Diesen Menschen müsse ein dauerhaftes Bleiberecht eingeräumt werden, forderte Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg am Montag, 22. Juni, bei einer Online-Konferenz im Rahmen des 26. Berliner Symposiums zum Flüchtlingsschutz. 

Anlass des Symposiums ist der 75. Jahrestag der Genfer Flüchtlingskonvention, es steht unter dem Motto „Migration als Chance – eine kommunale Sicht“. Organisiert wurde die Online-Konferenz von der Evangelischen Akademie Berlin.

Bezugnehmend auf ihren Aufruf an die Bundesregierung vom Dezember 2025 sagte Eskandari-Grünberg: „Wir müssen es schaffen, dass geflüchtete und geduldete Menschen, oftmals ja auch Familien mit gut integrierten Kindern, eine dauerhafte Perspektive bekommen – teilweise leben sie ja schon über zehn Jahre in Deutschland.“ Kommunen könnten mehr für die Integration Geflüchteter tun, wenn die Bundesgesetze entsprechend angepasst würden. „Für die Zukunft unseres Landes ist es unerlässlich, dass wir uns nicht abschotten, sondern öffnen. Es heißt wir brauchen Fachleute – die schrecken wir aber mit unserer derzeitigen Politik ab.“

Der Aufruf, dem sich inzwischen Politikerinnen und Politiker aus 23 Städten angeschlossen haben, enthält sieben Forderungen der Kommunen an die Bundesregierung: solide finanzielle Unterstützung für die Aufnahme und Integration von Geflüchteten, schnellere Integration in den Arbeitsmarkt, personelle und digitale Stärkung der Ausländerbehörden, faire Asylverfahren und einen besonderen Schutz für vulnerable Gruppen, einen Schub im sozialen Wohnungsbau und bessere Koordinierung der Verteilung von Geflüchteten, das Bleiberecht für Geduldete sowie besseren Schutz vor Diffamierung und finanzielle Unterstützung für ehrenamtliche Helfer.

Die Genfer Flüchtlingskonvention ist das zentrale Rechtsdokument des internationalen Flüchtlingsrechts. Die Konvention enthält unter anderem eine international verbindliche rechtliche Definition des Begriffs „Flüchtling“ und ist die Rechtsgrundlage für das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR). Sie wurde am 28. Juli 1951 auf einer UN-Sonderkonferenz in Genf verabschiedet und inzwischen von 149 Nationen anerkannt.


Bei den Belegungszahlen am Ende der Statistik

Hannover. Auf der Generalversammlung des Hotel-+Gaststättenverbandes DEHOGA Region Hannover e.V. gab es Klagen: So drückt der fehlende Umsatz weiter auf die Branche – im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten gibt es ein reales Minus von 20 Prozent. Zudem verzeichnet die Gastronomie doppelt so viele Insolvenzen wie andere Branchen, und speziell in Hannover leidet die Hotellerie unter einem spürbaren Besucherschwund.

Cord Kelle, Hoteldirektor des Congress Hotel am Stadtpark, wie's daraufhin, dass Hannover bei den Belegungszahlen am Ende der Statistik von insgesamt 22 untersuchten Großstädten und Ballungsräumen liegt. „Wir müssen leider feststellen, dass sich innerhalb der letzten beiden Jahre nichts bewegt hat“, sagte Kelle vor den Mitgliedern und stellte noch einmal die Frage, was die Stadt eigentlich mit der Bettensteuer mache. „Aus Sicht des DEHOGA ist bislang noch nicht erkennbar, wie der Tourismus davon profitiert.“

Sonntag, 21. Juni 2026

Don't waste - wirf nicht weg, dann ist genug für alle da

Obwohl oder gerade weil wir in Zeiten unvorstellbar rasanter Vernichtung von Ressourcen leben, sei es finanziell an der Börse oder durch Hedgefonds, und vor allem durch Rüstung und Wetterkrieg, sollte gerade der Gedanke, dass es für alle reichen kann, wenn wir nichts verschwenden, nicht fatalistisch aufgegeben werden. Sozusagen als politisches Statement, wenn wir schon sonst nichts mehr mitentscheiden dürfen und jegliche Kontrollinstanzen fehlen. 

In Hannover beispielsweise sieht es recht flau mit Zero Waste aus. Nachdem Manfred von Biologisch trotz großem Engagement unverschuldet eine Riesenpleite hingelegt hat, gibt es nur noch einen einzigen Laden seiner Frau aus der Kette in der Stephanusstraße, der auf Zero-Waste achtet. Die Bauernmärkte freitags am Bahnhof und donnerstags an der Marktkirche sind nicht immer erreichbar. Eine Initiative im Kulturbüro hält die Idee aufrecht:

Wenn du hingegen einen Unverpackt-Laden in Frankfurt suchst, sind diese Adressen besonders interessant:

Ulf - unverpackt einkaufen! – großer Unverpackt-Laden mit Bio-Lebensmitteln, Reinigungsmitteln zum Nachfüllen und nachhaltigen Haushaltsprodukten (ausgerechnet im Millionärsviertel Sachsenhausen!). 
Ulf un:verpackt!
Die Auffüllerei - unverpackt einkaufen – in Bornheim. Eigene Behälter können mitgebracht werden. 
frankfurt-berger-strasse.de
franco Unverpackt Laden – im Nordend, mit Fokus auf nachhaltige, regionale und biologische Produkte. 
unverpackt.net
gramm.genau – Unverpackt-Laden in Bockenheim mit Lebensmitteln, Haushaltswaren und Zero-Waste-Café.
– kleiner Unverpackt-Laden im Frankfurter Westen.
Laut lokalen Verzeichnissen und Frankfurter Community-Empfehlungen gehören insbesondere Ulf und Die Auffüllerei zu den bekanntesten und beliebtesten Unverpackt-Läden der Stadt.

Mein fabelhafter längster Tag des Jahres - ein Gleichnis zur Tag- und Nachtgleiche

Den GoldElritzen hatte ich einen ausgehöhlten Stein ins Becken gelegt. Und wenn ich gucken kam, lugten sie wie kleine Schiffe im Hafen in Reih und Glied unter dem Stein hervor. 

GoldElritzen sind Rudeltiere.

Aber der kleine seichte Teich ist verschlammt. Siedelte sie deshalb mitsamt dem ausgehöhlten Stein auf Nachbarin Karlottas Vorschlag hin in die Regentonne im Vorderhof um, wo auch eine Seerose den letzten strengen Winter überstanden hat. Da fühlen sie sich jetzt offensichtlich sehr wohl und können vor der Hitze wegtauchen. 

Leider ist beim Umzug die Mutter weggespült worden. Sie hatte einen schwarzen Fleck auf dem Rücken, den ich durch das Einfüllen von gefärbtem spitzkantigen Dekosand statt hellem Spielsand verursacht hatte. 

Ich fand nur noch ihr Skelett. ip

"Küstenautobahn" und Kriegstransporte

Oldenburg. Fridays for future sowie weitere Gruppen setzen sich dafür ein, dass auf den Bau der sogenannten Küstenautobahn verzichtet wird. Stattdessen soll deutlich mehr Geld in klima- und umweltfreundliche Verkehrsmittel investiert werden.

Bei der A20 handelt es sich um das teuerste, längste und umweltschädlichste Autobahnprojekt Deutschlands. Die Baukosten belaufen sich nach Angaben der Bundesregierung mittlerweile auf 8,5 Milliarden Euro.

Freitag, 19. Juni 2026

Die disziplinierte Kundschaft

Hannover. Unterm Bahnhof bei Lidl ist es angenehm kühl. Und du lernst die schöne neue Automatikwelt verstehen. Das frisch im eigenen Lidl-Betrieb gebackene Brot wird hinter einer Barriere berührungslos von dir ausgesucht, in die Ausgabe verschoben, dort geschnitten und zum Einpacken präsentiert.

Nebenan steht ein Obdachloser mit einigen Cent in der Hand vor den Fertiggetränken "to go" aus Molke, und eine kräftige Angestellte mit riesiger Wischmaschine verdrängt ihn vom Regal, was ich unverschämt finde (der Obdachlose auch, er murmelt etwas von eigenständigem Leben, Respekt usw.). Begreife aber erst später, dass es sich hier um eine Technik handeln könnte, unliebsame Kunden in den Griff zu bekommen. 

Und da fallen mir NP und Rewe und Rossmann ein, die auch während der Geschäftszeit reinigen und Regale befüllen. Dadurch können sie wohl auch manchen Diebstahl verhindern. 

Es kommt die Zeit, wo diese Reinigungsmaschinen mit Kameras alles registrieren, was das Kundenvolk macht. In Frankfurt gibt es ja auch schon Busse, die automatisch Falschparker filmen. Und Befüllung, Reinigung, Überwachung vollautomatisch ablaufen, wie ich es schon in einer amerikanischen Flaschenherstellerfabrik ohne Arbeiter in Rinteln erlebte. Einziger Engpass war dort der Quarzsand, deshalb wurden Flaschensammler aufgerufen, noch fleißiger zu sein, während mann die Gründervilla verfallen ließ. 

Am Supermarktausgang folgt das Registrieren der Barcodes durch die Kundin, elektronisches Bezahlen und den Kassenzettelbarcode an die Ausgangssperre halten; das hat sie alles schon längst drauf, um nicht an der Bargeldkasse Schlange zu stehen. Dauert das Einscannen aber zu lange, bricht der Apparat kurzerhand ab und du musst von vorn anfangen...Disziplinierung der Menschen ist das Stichwort. 

Die Drohnen der Zukunft werden uns dann wohl letztlich die Waren und Nahrungsergänzungsmittel in einer wetterfesten Box abladen. Und die Supermärkte sind endlich die physische Anwesenheit der Kundschaft ganz los. ip

FrauenÖrtchen?

Hannover. Will mich über die Ehrungspraxis bedeutender Bürger:innen eigentlich nicht echauffieren. Aber es wird Frauen mit Gedenktafeln an besonderen "FrauenOrten" gedacht, also von der Gesamt-Gesellschaft abgespalten. MännerORTE gibt's nicht, sie sind allenthalben vertreten. 

Berühmte Hannoveranerinnen wie die Linguistin und Autorin Luise F. Pusch werden mit professoralem Unkraut verwechselt, wobei ihre Ideen schamlos geklaut und verfälscht werden. Die bulgarischstämmige Dagmar v. Garnier legte auf dem Vorhof der Leibnizkirche Hannover eine Spirale mit kleinen Gedenktafeln von Frauen aus. Das von ihr initiierte Frauen-Gedenk-Labyrinth reiste seitdem als Wanderausstellung durch verschiedene Städte. Gegen Gebühr konnten Mutter, Schwester, Verwandte usw. dort erinnert werden. Die Aktion versackte schnell in Bedeutungslosigkeit.

Und Hannovers erste Frauenbeauftragte Dr. Müller? Bekommt sie vielleicht ein FrauenÖrtchen? 

Vom Landesfrauenrat Niedersachsen initiierte Gedenktafeln: https://www.frauenorte-niedersachsen.de/. Die Intention ist löblich, der Name unglücklich gewählt. Bitte abschaffen!

Die Zeiten, als selbst Museen spezielle Ausstellungen über "Frauen-Kunst" veranstalteten (zum Beispiel das Sprengelmuseum mit "Garten der Frauen", die Frankfurter Schirn mit einer ähnlichen  Schau) sollten vorüber sein. ip

Milliardenschwere Gerechtigkeitslücken schließen und Familienstiftungen als Sparmodelle verhindern

KIEL. Die Finanzministerin und Finanzminister der norddeutschen Länder (Nord-FM) Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sprechen sich parteiübergreifend für eine Weiterentwicklung der Erbschaftsteuer aus. 

Besonderen Reformbedarf sehen sie bei den bestehenden Ausnahmen (Verschonungsregelungen) für große Betriebsvermögen. In der Praxis können derzeit sehr hohe Vermögen teilweise nahezu steuerfrei übertragen werden. Allein 2024 wurden bundesweit in 45 Fällen ursprünglich festgesetzte Steuern von 3,6 Milliarden Euro auf lediglich rund 200 Millionen Euro reduziert – ein Steuererlass von ca. 95 Prozent. Insbesondere sogenannte Familienstiftungen werden inzwischen offen als Steuersparmodelle beworben, um Vermögende künstlich „mittellos“ erscheinen zu lassen.

Die Finanzressorts der Nordländer machen deutlich: Solche Modelle haben nichts mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen oder Unternehmen zu tun. Deshalb sollten Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt und eine Art Mindestbesteuerung großer Vermögen sichergestellt werden. Ziel sei mehr Belastungsgleichheit zwischen verschiedenen Vermögensarten.

Dazu meine Anmerkung: Zig Stiftungen von Aldi, sowie der Schwarz-Familie mit Lidl und Kaufland, Rossmann, Bertelsmann fallen mir auf Anhieb ein usw. ...ip

Die Erbschaftsteuer zählt zu den wichtigsten Einnahmequellen der Länder. Damit ist sie zentral für die Finanzierung von Schulen, Polizei, Justiz und öffentlicher Infrastruktur. Aus Sicht der Nord-FM müssen auch sehr große Vermögensübertragungen einen angemessenen Beitrag dazu leisten. 

Forderungen nach einer Abschaffung der Erbschaftsteuer weisen die Nord-FM ausdrücklich zurück. Auch eine Regionalisierung lehnen die Finanzressorts der Nordländer ab: Die Höhe der Erbschaftsteuer darf nicht vom Wohnort abhängen; es brauche keinen Standortwettbewerb zwischen den Ländern.

Immobilienprivilegien auf den Prüfstand

Auch steuerliche Sonderregeln für große Wohnungsunternehmen sollten überprüft werden. Nach Ansicht der Finanzministerin und Finanzminister der Nordländer darf die steuerliche Begünstigung künftig nicht mehr allein von formalen Kriterien wie der Zahl der Wohnungen abhängen. Entscheidend müsse vielmehr sein, ob tatsächlich unternehmerische Leistungen erbracht würden oder ob es sich lediglich um reine Vermögensverwaltung handele. Ziel sei eine bundesweit einheitliche und rechtssichere Anwendung der Regeln.

Unten lernen - oben wohnen, das ist klimaschonend und lebensrettend

Die erste Hybridschule Deutschlands wird bald im Schönhof-Viertel in Frankfurt-Bockenheim eröffnet, eine vierzügige inklusive Ganztags-Grundschule. Sie bietet Platz für rund 500 Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 4. Über der Schule entstehen 134 Wohnungen, in denen Lehrkräfte, Familien, Alleinerziehende wohnen können. Und die Kinder sind vor Autoverkehr geschützt, müssen sich nicht mit wie auch immer gearteten "Rollern" in Lebensgefahr begeben.

Donnerstag, 18. Juni 2026

Frankfurter Hitzebus verteilt bis in die Nacht hinein Wasserzerstäuber zum Abkühlen der Haut

ffm. Wasser, Kappen, Sonnencreme: Ordentlich verstaut Daniel Schneider Dinge im Auto, die bei großer Hitze unerlässlich sind. Das Auto ist kein gewöhnliches Auto und der Sonnenschutz ist auch nicht für Daniel Schneider. Er ist für die obdachlosen Menschen in Frankfurt.

144 Flaschen Wasser hat Schneider an diesem schwülen Vormittag bereits in den weißen Transporter gewuchtet, der als Hitzebus durch die Stadt fährt. Dazu kommen an diesem Tag noch zwei Dutzend bunter Schirmmützen, ein Schuhkarton voller Sonnencremetuben, Sonnenschirme und – ganz neu – Wasserzerstäuber zum Abkühlen der Haut. Sorgfältig sortiert der Sozialarbeiter die Ausstattung in die Schubladen im Kofferraum. Jeder Handgriff sitzt: Wenn die Temperaturen steigen, muss der Bus bereit sein. Bis zu 125 Liter Wasser am Tag verteilen Schneider und seine Kolleginnen und Kollegen an Menschen, die auf der Straße leben. Wenn die Sonne in der Stadt brennt, sind es vor allem Menschen ohne Dach über dem Kopf, die der Hitze schutzlos ausgeliefert sind – und auch nachts glüht die Stadt weiter.

Der Hitzebus ist deshalb während der Hitzewelle jeden Abend von 18 bis 2.30 Uhr unterwegs. „Wir fahren los, wenn die Situation übersichtlicher ist und man obdachlose Menschen auch leichter entdecken kann. Ab Mitternacht ist es deutlich einfacher, mit dem Bus jemanden zu finden, der im desolaten Zustand draußen übernachtet. Morgens sind die Leute eher noch frisch“, erklärt Schneider.

Wer möchte, wird von den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern mit dem Hitzebus auch zu einer Notübernachtungsstätte gefahren, um dort den tropischen Nächten auszuweichen. Bis zu 150 Personen erreichen der staatlich anerkannte Sozialarbeiter und seine Kolleginnen und Kollegen in einer Hitzewelle so jede Nacht.„Dehydrierte Obdachlose mit Sonnenstich findet man eher abends.“

Unter der Telefonnummer 069/431414 können Bürgerinnen und Bürger den Frankfurter Verein ganzjährig – im Winter wird der Hitzebus zum Kältebus – kontaktieren, wenn sie Personen ohne Obdach begegnen, die Schutz und Unterstützung bei extremen Temperaturen brauchen. Das Angebot ist Teil des Klimawandel-Aktionsplans der Stadt Frankfurt.


Wie entsteht Obdachlosigkeit?

Hannover. Johann Jobst Wagener stiftete sein prachtvolles Gebäude vor dem heutigen Üstrabetriebshof als Unterkunft für arme Frauen, dennoch finden meist Männer hier Zuflucht. Die Mitarbeiter der Wagener-Stiftung haben alle Hände voll zu tun, schlimme Handyverträge zu stornieren und so manche anderen spontanen "Kaufhandlungen" zu glätten.

Die Werbe-Verführung ist besonders durch Social Media riesig geworden, und so weiß die Schuldnerberatung ein Lied davon zu singen, wie letztlich Obdachlosigkeit entsteht, wenn Banken das pfändungsfreie Konto mit Hürden umgeben, und dann sitzt so mancher schnell auf der Straße.

Ein makaberer "Wohltäter" Hannovers, Johann Duve, stieg 1611 nach dem Bankrott seines Sohnes zum reichsten Kaufmann Hannovers auf. Er forderte schon damals die Privatisierung aller städtischen Betriebe. Seine Wohltaten allerdings ließ er sich regelmäßig durch Steuererlasse und Rechnungen für Turmsanierungen bezahlen. Kurz - sein martialisches Brunnendenkmal am Leibnizufer hat frappante Ähnlichkeit mit den sich selbst beweihräuchernden Aktivitäten heutiger "Philanthropen".

Wenn jetzt das „Bündnis starker Sozialstaat“ zum Protest gegen Kürzungen aufruft, (Kundgebung vorm Landtag „S.O.S. SOZIALSTAAT!“ am 24 Juni, 11:30 bis 14 Uhr) ist der Anlass die am Folgetag stattfindende Ministerpräsidentenkonferenz, bei der Entscheidungen mit weitreichenden Folgen für soziale Sicherungssysteme und soziale Infrastruktur erwartet werden.

Was das nun mit Jobst Wagener und Johann Duve zu tun hat? 
Dem Wohlwollen von heutigen privaten, dadurch steuersparenden, Stiftern und Billionären ausgesetzt zu sein, in einer Welt voller aufdringlicher Werbung für schnelle Kredite, Flachbildschirme und Autos, Rüstung und Schönheitsoperationen sowie exzessivem Alkoholkonsum schon im Jugendalter; deren aggressives Marketing von Firmen kommt, deren Besitzer identisch mit den "Wohltätern" sind, die praktisch zugleich Kundenjagd für Produkte wie Instagram, Facebook usw.. ausüben, auch das bildet den Hintergrund von Obdachlosigkeit, von Überschuldung, von Armut. ip
Kitsch ins Quadrat, Duves muskulöser Sämann mit dem vollen Sack vorm Bauch. iptextfoto

Mittwoch, 17. Juni 2026

Küchen, Waschmaschinen und Trockner werden durch die Weihnachtsaktion der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung finanziert

Hannover. Aus einer Baustelle wird ein Zuhause: Mit der symbolischen Schlüsselübergabe hat die Gundlach Bau und Immobilien GmbH & Co. KG den zweiten Bauabschnitt des Wohnprojekts der Stiftung EIN ZUHAUSE im Karl-Imhoff-Weg abgeschlossen. Sieben weitere Wohnungen stehen künftig Menschen zur Verfügung, die auf dem angespannten Wohnungsmarkt kaum Chancen haben. Der Einzug der ersten Mieterinnen und Mieter ist für Anfang August geplant.

Bis dahin werden die Außenanlagen fertiggestellt und die Wohnungen mit Einbauküchen ausgestattet. Küchen, Waschmaschinen und Trockner werden durch die Weihnachtsaktion der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung finanziert. Darüber wird gesondert berichtet.

(meine Frage dazu: sind auch Mikrowelle, Dampfgarer, Kaffeevollautomat inklusive?) 

Dienstag, 16. Juni 2026

Wismut-Biobank mit Zellen Strahlungserkrankter

Noch heute erkranken ehemalige Uranbergarbeiter der Wismut an Krebs - wird jetzt an niedrigerer Dosierung gearbeitet? 

München. Veranstaltung des Bundesamtes für Strahlenschutz. In der DDR war sie ein großer Arbeitgeber, in Westdeutschland dagegen kaum bekannt: die Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft (SDAG) Wismut. Bis zur Wiedervereinigung 1990 produzierte sie Uran für die sowjetische Atomindustrie – mit erheblichen Folgen für die Umwelt und die Gesundheit vieler Beschäftigter. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) führt seit den 1990er Jahren die sogenannte Wismut-Studie durch, um gesundheitliche Folgen der beruflichen Strahlenbelastung, wie etwa Lungenkrebs, zu untersuchen.

30 Jahre nach Beginn der Forschungen richtete das BfS dazu den „Zweiten internationalen Uranbergarbeiter-Workshop“ in München aus. BfS-Vizepräsident Florian Rauser sagte: „Die Wismut-Studie ist die weltweit größte Kohortenstudie zu Bergarbeitern und dem radioaktiven Gas Radon, das beim Uranabbau allgegenwärtig ist. Daher ist sie für die internationale Strahlenschutzforschung von großer Bedeutung – und sie spielt auch eine Rolle in den aktuellen internationalen Diskussionen zur Regulation von Niedrigdosen.

„Der Uranabbau durch die SDAG Wismut ist ein prägender Bestandteil ostdeutscher Geschichte und Lebensrealität, der bis in die Gegenwart nachwirkt“, sagt BfS-Vizepräsident Rauser. Rechnerisch lasse sich zeigen, dass noch heute ehemalige Bergarbeiter der Wismut an radonbedingtem Lungenkrebs erkrankten. Das Risiko nehme allerdings stark ab, je länger die Tätigkeit an radonbelasteten Arbeitsplätzen zurückliege.

Neue Antworten erhoffen sich die Forschenden bei der Frage, welche Wirkung sehr kleine Strahlendosen auf Menschen haben können. Hier sollen Projekte mit internationalen Partnern die Forschung vorantreiben. Die Daten der Studie stellt das BfS auf Antrag auch externen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern (und Unternehmen?) zur Verfügung.

Die Datengrundlage der Wismut-Studie

Als einer der größten Uranproduzenten der Welt beschäftigte die Wismut zwischen 1946 und 1990 in den Abbaugebieten in Thüringen und Sachsen über 400.000 Menschen. Insbesondere zu Beginn des Uranabbaus in den 1940er und 1950er Jahren waren die Uranbergarbeiter der Wismut extrem hohen Konzentrationen des radioaktiven Gases Radon, das aus Uran entsteht, und Quarzfeinstaub ausgesetzt.

Die Wismut-Kohorte

Für rund 60.000 Bergarbeiter wurde aufwendig rekonstruiert, in welchem Maß sie Radon und dessen Folgeprodukten, Quarzfeinstaub und äußerer Strahlung ausgesetzt waren. Diese Bergarbeiter bilden die Wismut-Kohorte – die größte Uranbergarbeiter-Kohorte der Welt. Eine Kohorte ist eine Gruppe von Personen mit einem gemeinsamen Merkmal (hier: Tätigkeit als Uranbergarbeiter). 

Seit Ende der 1990er Jahre lässt das BfS regelmäßig ermitteln, welche Personen aus der Wismut-Kohorte verstorben sind und wenn ja, an welcher Todesursache. Anhand der Daten untersucht das BfS die Zusammenhänge zwischen der beruflichen Strahlen- und Staubbelastung und den Todesursachen. Aufbau und Nachverfolgung der Wismut-Kohorte wurden und werden vom Bundesumweltministerium finanziert.

Wismut-Biobank von Menschen... 

Neben der Wismut-Kohorte hat das BfS eine "Biobank" mit biologischen Zell-Proben von etwa 1.000 ehemaligen Beschäftigten der Wismut aufgebaut. Dabei geht es darum, biologische Wirkungen von Strahlung auf zellulärer Ebene zu untersuchen und biologische Merkmale, die auf eine unterschiedliche individuelle Strahlenempfindlichkeit hindeuten, zu identifizieren.

Internationale Kooperationen

Die Daten der Wismut-Kohorte fließen auch in internationale Kooperationen ein. Derzeit laufen zwei weltweite Pooling-Projekte („PUMA“ – Pooled Uranium Miners Analysis und „iPAUW“ – International Pooled Analysis of Uranium Processing Workers), bei denen die Daten von Uranbergarbeiter- und Uranaufbereiter-Kohortenstudien zusammengeführt und gemeinsam ausgewertet werden.

40jähriges Jubiläum Frauen(Gleichstellungs-)beauftragte in Hannover

Ursula Müller hat einige Anekdoten über den hannoverschen Amtsschimmel auf Lager:
"Für mich völlig unerwartet kam die heftigste Reaktion in einer verwaltungsinternen Diskussion und die größte Ablehnung auf meinen Einwand, eine städtische Broschüre dürfe nicht den Titel "Ansprechpartner Stadt" tragen. Da die Stadt grammatikalisch weiblich ist, könne es nur "Ansprechpartnerin" heißen. Ich erspare Ihnen die Irrationalität, mit der die männliche Form verteidigt wurde. Gerade diese Kontroverse hat mir aber andererseits wieder Sympathisantinnen zugeführt, die dadurch begriffen, dass es nicht um die Sache, sondern um männliche Vormacht geht."

Am 2. Juni 1986 startete Dr. Ursula Müller als erste Frauenbeauftragte Hannovers (1986-1998), im damaligen Frauenbüro–Referat für Gleichstellungsfragen. Nur wenige Städte in Deutschland hatten damals eine solche Einrichtung. Begleitete in meinen Publikationen ihre Arbeit (siehe Zeitungsausschnitt).
Dr. Müller erhielt anonyme Drohbriefe und eine Drohung der NPD. Anlass war offenbar ein Artikel in der Bild, der den Titel trug: "Wie Frau Dr. Müller die deutsche Sprache entman(n)en will! " damit wurde auf die Empfehlung zur Vermeidung des Pronomens 'man' Bezug genommen, aber zugleich richtig erkannt, dass diese Sprachregelung eine Beschneidung männlicher Privilegien darstellt."

Montag, 15. Juni 2026

Freier mit Kindersitz in der City?

Hannover. Camping-Schrader in der Herschelstraße gab aus angeblichen "Konkurrenzgründen" auf, die ich für unehrlich halte. 

War mit der darüber wohnenden Inhaberin des alteingesessenen Camping-Bedarfsgeschäftes verabredet, als sie vorwarnte, es würden sich vor der Haustür mit Drogen zugedröhnte Mädchen in den Beifahrersitz von Autos der Freier fallen lassen, die auf dem Rücksitz den Kindersitz installiert haben. Solche Szenarien muss eine Anwohnerin ersteinmal aushalten... 

Sie hat es nicht ausgehalten. Nun schafft die Stadt dort eine neue soziale Versorgungsstelle für drogensüchtige und obdachlose Menschen in der Innenstadt als zweite Anlaufstelle neben Mecki 2.0, mit Diamorphinambulanz sowie Übernachtungsmöglichkeit, 46 Mikroappartements mit je eigenem Bad und Toilette für obdachlose Männer, die Straßensozialarbeit ist dreimal wöchentlich im Haus. 

Die Lage hinter der Galerie Ernst-August, für deren Bau großzügig über Denkmalsschutzaspekte hinweg gesehen und das historische Bahngebäude abgerissen wurde, war für Camping-Schrader zusätzlich ungünstig. 

Weiter ausufernde Straßenprostitution vom Intercity-Hotel bis in die Herschelstraße stieg durch die an sich positive bauliche Auflockerung des Steintorviertels und Schließung Bordell Braunstraße (für die bessere Optik der enercity-Zentrale?) an. Manches "Etablissement" verlagerte sich ein paar Straßen weiter. Das niederländische Vorbild für hell erleuchtete Prostitutionsgebiete mit Bewachung und Sanitäranlagen außerhalb der Stadt wurde nicht kopiert, Freierbestrafung nicht ins Visier genommen. Ein 'alternativer' Makler bot noch einer potentiellen Mieterin die Herschelstraße als attraktives Domizil 'Innenstadt' an...ip

Bundesregierung erklärt Anzahl der Kriegsdienstverweigerungen zur Staatsgeheimsache

DFG-VK kritisiert beispiellosen Angriff auf Transparenz bei der Ausübung eines Grundrechts

Stuttgart, 15.6.2026 - Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) kritisiert die Weigerung der Bundesregierung, aktuelle Zahlen zur Kriegsdienstverweigerung offenzulegen (siehe https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106256.pdf). In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage verweist die Bundesregierung erstmals darauf, dass die Veröffentlichung entsprechender Daten das „Staatswohl“ gefährden könne.

(ip: und bist du ehrlich in dieser Welt, ehrlich, lebst du gefährlich in dieser Welt, gefährlich) Quelle: Liedtext "Die Prinzen" 

Erbengemeinschaft der verheerenden Folgen sind wir alle

Kenne persönlich fünf emeritierte Professoren (einer davon inzwischen in der Forschung ums Leben gekommen), je zwei Tierärzte und zwei Geologen sowie einen Porsche fahrenden Volkswirt, die enormes Geld mit ihrem Forschungswissen bei denen verdienten, die es brauchen konnten, internationalen Konzernen, von Sterilisation über Seuchenverbreitung (virologische Forschungsstätte Insel Riems) bis Arktis, wirtschaftlichen Gutachten und Bodenschätzesuche. 

Im Drittmittelsystem unserer Universitäten sind sie steinreich geworden, nach dem Motto 'Der Rest der Welt macht es doch auch', indem sie ihre Studien gewinnbringend und ohne Skrupel verkauften. "Nach uns die Sintflut"? 

Ihre Erbengemeinschaft sind wir alle und die, die nach uns kommen...ip

Sonntag, 14. Juni 2026

Nachhaltigkeit soll interdisziplinär ausgebildet werden

Biotechnologie und Umwelttechnik (BIU) - von der Natur lernen. 
Hannover. Der Studiengang beschäftigt sich mit aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit, Bioökonomie, Nahrungsmittel, Umwelt- und Ressourcenschutz, Produktqualität und -sicherheit sowie digitaler Transformation. Er vermittelt das erforderliche praktische und wissenschaftliche Know-How, um diese Zukunftstechnologien zielgenau einsetzen zu können. Inhalte des Studiums sind technologische und wissenschaftliche Kenntnisse und es werden Fähigkeiten für eine ressourcenschonende Optimierung des Gesamtsystems aus Umwelt, Mensch und Produktion vermittelt. Dazu gehört ein hoher Praxisanteil, beispielsweise direkt in Unternehmen, bei denen schon im Studium erste Berufserfahrungen gesammelt werden.https://f2.hs-hannover.de/studium/bachelor-studiengaenge/biotechnologie-und-umwelttechnik-biu Dazu meine Anmerkung: Missbrauchspotential beim Biotransfer ist riesig. Das Verhalten von Kindern wird eingehend studiert, Vögel und Delphine werden militärisch mit Erkundungssensoren geimpft, Boehringer forscht an Biowaffen (natürlich nur an denen des Gegners...) usw..ip

Dieser Biozüchter lässt sich auf dem Lindener Markt studienhalber auf die Finger schauen. ipfoto 

Man muss ein Mann sein in dieser Welt, Mann sein!

Bissendorf/Hannover. Vor Jahr und Tag telefonierte ich mit einem Wissenschaftler von einer Peptidfirma, die Eiweiße für Antibabypillen herstellte. "Wenn ich eine Frau wäre, würde ich mich um die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe kümmern," sagte er. Nun, er war keine Frau, und die Pillen damals konnten Embolien erzeugen, derart stark war die Dosierung, um junge Frauen jederzeit für Sex verfügbar zu machen. Wieviel Todesfälle oder Schädigungen es dadurch gab, wurde wohl niemals öffentlich untersucht. Man war ja keine Frau. ip

Inzwischen ist die Pille besser dosiert, dennoch zeigt das folgende Plakat, dass immernoch Vorsicht geboten ist, liebe Frauen: Escherstraße 10, https://fmgz-hannover.de/ 

ipfoto am unterirdisch schlecht finanziell ausgestatteten Frauen- und Mädchen-Gesundheitszentrum Region Hannover e.V.

Samstag, 13. Juni 2026

Die Ärzteschaft wird uns nicht helfen können...

Kriege sind die von Männern gemachte größte Vernichtung von Gesundheit und Leben mit Auswirkungen über Generationen

Deutschland wäre im NATO-Bündnisfall sowohl Aufmarschgebiet für NATO- Truppen als auch Drehscheibe für verletzte Soldaten und Zivilisten. Die Bundeswehr rechnet mit bis zu 1000 verletzten Soldaten täglich über Jahre hinweg. Zudem würde eine massive Flüchtlingswelle von Verletzten erwartet. Sowohl im Bündnis- wie im Verteidigungsfall würde das zivile Gesundheitssystem in erheblichem Maße einbezogen. Dabei fehlt medizinisches Personal schon in Friedenszeiten. Medizinische Ethik und militärische Logik geraten in Konflikt. Das Wort Atomkrieg wird vermieden, steht aber im Raum, zudem CBRN (chemische, biologische, radiologische, nukleare Gefahren). 
Mehr auf www. ippnw. de

Freitag, 12. Juni 2026

40 Jahre Eurocities: Vier Jahrzehnte Zusammenarbeit für starke Städte

Utrecht. Mit ihrer Jahreskonferenz in Utrecht hat das europäische Städtenetzwerk Eurocities diese Woche sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Seit seiner Gründung im Jahr 1986 hat sich Eurocities von sechs Gründungsstädten, darunter Frankfurt am Main, zu einem Netzwerk von mehr als 220 europäischen Großstädten entwickelt. Ziel des Zusammenschlusses ist es, den Austausch bewährter Lösungen zu fördern und die Interessen der Städte gegenüber den EU-Institutionen wirksam zu vertreten.

Frankfurt war gemeinsam mit Barcelona, Birmingham, Lyon, Mailand und Rotterdam eine der sechs Gründungsstädte von Eurocities. Noch vor der Gründung von Eurocities hat sich Frankfurt im Jahr 1970 mit seinen drei Partnerstädten Lyon, Birmingham und Mailand in einem „Viererbund“ zusammengeschlossen.

Die Gründung von Eurocities zeigte das Bestreben, den Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen den Städten besser zu koordinieren. Das Netzwerk ermöglicht Städten einen engen Austausch zu Zukunftsfragen wie beispielsweise Klimaschutz, Digitalisierung, sozialem Zusammenhalt und Bürgerbeteiligung. Gleichzeitig stärkt es die Rolle der Kommunen in der europäischen Politik und erleichtert die Zusammenarbeit bei gemeinsamen Projekten und Förderprogrammen.

Mit Blick auf den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2028 – 2034 der Europäischen Union haben die deutschen Städte zusammen mit Eurocities im vergangenen Jahr in einem gemeinsamen Schreiben an Bundeskanzler Friedrich Merz eine stärkere Berücksichtigung kommunaler Belange in der EU-Finanzpolitik gefordert. 

In ihrem Schreiben forderten die deutschen Städte unter anderem: die feste Verankerung von Städtekapiteln im MFR, einen direkten Zugang zu Fördermitteln der EU und die Beteiligung der Städte in allen Programmphasen. 

Viele dieser Forderungen finden inzwischen Unterstützung im Europäischen Parlament. Nun liegt der Ball beim Europäischen Rat, der den Finanzrahmen einstimmig annehmen muss. „Ich hoffe, dass sich die deutsche Bundesregierung klar für die Belange der Städte einsetzt, denn 75 Prozent der Menschen in Europa leben in Städten und Gemeinden. Hier entscheidet sich also maßgeblich, ob Europa seine Ziele erreicht. Damit wir die Aufgaben wie soziale Infrastruktur, digitale Angebote oder Mobilität wirksam erfüllen können, brauchen wir einen verlässlichen Zugang zu europäischen Finanzmitteln“, sagt Eileen O’Sullivan, zuständige Dezernentin für Internationales. 

Dazu meine Anmerkung: Die Utrechter Baufirma Bredero hat mit ihrem Brutalismushochhaus (Sichtbeton) hinterm hannoverschen Hauptbahnhof (und Segeltouren in der Ägäis für Journalisten?) entscheidend dazu beigetragen, dass "Hinterm Bahnhof" bis heute "Hinterm Bahnhof" geblieben ist. Solche Fehler wie die Bahnhofsproblematik finden sich in vielen europäischen Städten, auch hier könnte eine verstärkte Zusammenarbeit von Vorteil sein.

2006 übernahm das niederländische Unternehmen Maxime Invest das Gebäude. Seither gibt es Probleme bei der Finanzierung und Gebäudenutzung, sodass 14 Geschäftsetagen leer stehen und eine Investitionsruine darstellen. Nach kontroverser Diskussion sollten 2008 verschiedene niedersächsische Gerichte als Mieter in das Hochhaus einziehen, was am Widerstand der Beschäftigten scheiterte. Auch gab es Überlegungen der Oberfinanzdirektion Niedersachsen, mehrere Landesbehörden, wie die Landesschulbehörde und Teile des Landessozialamtes, im Bredero-Hochhaus unterzubringen. 2011 plante die Stadt Hannover, im Bredero-Hochhaus künftig das Bürgeramt Mitte und die Kfz-Zulassungsstelle zusammenzulegen was 2012 an den Verhandlungen mit dem Eigentümer scheiterte. Foto: Axel Hindemith • Public domain

Donnerstag, 11. Juni 2026

Die Optik zu verbessern reicht nicht

Die Stadt Hannover möchte ihren Einkaufsbahnhof sauber halten, frei von Obdachlosen, Alkoholikern, Drogensüchtigen usw. Auf die Treppenstufen darf sich schon lange niemand mehr setzen. 

Es werden mit der Firma Gundlach neue Wohnungen für "Menschen in schwierigen Lebenslagen" gebaut und neuwertige Schlafsäcke in Versorgungszentren abseits von Kaufland und Raschplatz verteilt.

Den Bahnhofs-Anspruch teilen sich fast alle Großstädte. Da wird zum Hinterausgang hinaus gedrängt, oder in die Tiefgeschosse desselben. Dort steht deshalb an den Eingängen der Supermärkte jeglichen Bedarfs eine Menge Wachpersonal und hat reichlich zu tun. ip

Vor allem die aktuellen Zahlen zum Thema Alkohol zeigen die Dimension des Haupt-Problems: 2024 konsumierten deutschlandweit 8,6 Millionen Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahre eine riskante Menge Alkohol. 9,5 Millionen hatten mindestens eine Episode des Rauschtrinkens im Jahr. Der erste Alkoholkonsum erfolgt im Durchschnitt bereits mit 15,1 Jahren, der erste Rausch mit 16,2. 

„Diese Zahlen zeigen deutlich, dass wir früher und konsequenter präventiv ansetzen müssen. Dafür braucht es eine auskömmliche Refinanzierung der Suchtprävention. Deshalb fordern wir, dass es in jeder Fachstelle für Sucht und Suchtpräventionen eine Präventionsfachkraft im Team geben sollte und diese auskömmlich refinanziert werden muss. Denn gerade Präventionsarbeit leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, Menschen davor zu schützen, erst in eine Sucht zu geraten. Das hilft hohe Folgekosten für die Gesellschaft zu vermeiden und stärkt gleichzeitig das gesellschaftliche Verständnis dafür, dass Sucht eine Krankheit ist – und kein individuelles Versagen“, betont Diakonie-Chef Hans-Joachim Lenke. "Auch begrüße ich, dass das Bundesfamilienministerium das sogenannte ‚Begleitete Trinken‘ abschaffen möchte. Das ist ein längst überfälliger Schritt in Richtung Prävention. Denn insbesondere der Konsum von Alkohol für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ist besonders schädlich, da ihre Organe und vor allem das Gehirn sich noch entwickeln."

Als alle Wetterstationen durchdrehten...

...das war der Tag, an dem die Thermometer verrückt wurden. Jedes zeigte eine andere Temperatur an. (ip-Prosa, all rights reserved)

Mittwoch, 10. Juni 2026

Durstig

Hannover. 30 soziale Einrichtungen melden Bedarf für Trinkwasser im Gesamtvolumen von knapp 20.000 Euro an. Die Anzahl der Wasserflaschen wurde weiter erhöht, um mehr Menschen zu erreichen. 

Die Stadtverwaltung rückt beim bundesweiten Hitzeaktionstag am 11. Juni auch die Bedürfnisse obdachloser Menschen bei hohen sommerlichen Temperaturen in den Fokus. 

Die Marktkirche Hannover bietet an Hitzetagen ab dreißig Grad Celsius zu den gewohnten Öffnungszeiten, montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 9.30 bis 18 Uhr Trinkwasser für obdachlose Menschen an. Eine Übersicht der Trinkwasserbrunnen in Hannover ist unter folgendem Link zu finden: www.hannover.de/LHH-Trinkwasserbrunnen-in-Hannover

Der Flyer „Tipps bei großer Hitze“ wird demnächst verfügbar sein und im Netzwerk der Obdachlosenhilfe verteilt: www.Hannover.de/LHH-Sommerhilfe. 

Dazu meine Anmerkung: Gestern stand auf dem Bürgersteig vor Mecki 2 am Raschplatz ein flott gekleideter obdachloser Klient und starrte mit entgleisten Gesichtszügen exzessiv jedem vorbeigehenden Frauenhintern hinterher... Hilfswillige Frauen, ob als Spenderinnen oder Ehrenamtliche, brauchen ein dickes Fell, um solch Größenwahnsinnigen standzuhalten, im Obdachlosenbereich wie in den Chefetagen. Ein Asphalt-Zeitungsverkäufer zynisch zum großzügigen "Trinkgeld" einer Dame: "Ich kauf mir Schnaps dafür, nur dass dir das klar ist". Möglicherweise spricht er damit eine Wahrheit aus, die dem Ehemann zuhause beim

nicht über die Lippen kommt und dient ihr zum Ersatzmitgefühl/eventuell Ablasshandel sozusagen, wer weiß. ip

Dienstag, 9. Juni 2026

Plastikabfälle aus Laboren

Weltweit fallen jedes Jahr etwa 5,5 Millionen Tonnen Plastikabfälle allein aus Laboren an. Das sind 2 Prozent der globalen Menge an Plastikmüll bei nur 0,2 Prozent Forschern... (Quelle: MHH) 

Resilienz-Campus beginnt am 1.Juli - möge es gelingen

 Hannover, 9. Juni 2026. Der Verbundantrag „Resilient@Campus“ wurde von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre in der Förderlinie „Die Welt ist mein Campus“ zur Förderung ausgewählt – als einer von nur 29 geförderten Anträgen unter insgesamt 219 Anträgen. Unter der Leitung der Hochschule Hannover (HsH) entwickelt der Hochschulverbund gemeinsam mit der FH Münster und der HNE Eberswalde in den kommenden vier Jahren innovative Ansätze zur Förderung psychischer Resilienz von Studierenden in Zeiten multipler gesellschaftlicher Krisen.

Ausgangspunkt des Projekts ist eine Realität, die Hochschulen zunehmend beschäftigt: Studierende erleben die Auswirkungen von Klimakrise, gesellschaftlichen Unsicherheiten und Transformationsdruck nicht nur intellektuell, sondern auch emotional und psychisch. Gleichzeitig wird mentale Gesundheit bislang häufig außerhalb von Studium und Lehre verortet.

Mit „Resilient@Campus“ entsteht deshalb eine evidenzbasierte Toolbox, die Lehrende dabei unterstützt, psychische Resilienz als Teil kompetenzorientierter Hochschulbildung mitzudenken und Studierende in ihrer Handlungs- und Transformationsfähigkeit zu stärken.