Wenn sich ein starkes Hochdruckgebiet über Teilen der Arktis festsetzt, kann es: ungewöhnlich warme Luft in die Region transportieren, den Himmel aufklaren und die Sonneneinstrahlung erhöhen, über mehrere Tage oder Wochen für außergewöhnlich hohe Temperaturen sorgen.
Die Folgen sind dort oft besonders gravierend: beschleunigtes Schmelzen von Meereis, verstärktes Abschmelzen des Eisschilds auf Grönland, Auftauen von Permafrost Böden. Ein bekanntes Beispiel war 2019, als ein stabiles Hochdruckgebiet über Grönland zu außergewöhnlich hohen Temperaturen und starker Eisschmelze beitrug.
Zwar liegen die Temperaturen selbst während eines arktischen Heat Domes oft nur knapp über dem Gefrierpunkt oder im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Plusbereich. Für die Arktis sind das jedoch extreme Abweichungen vom Normalzustand und sie haben große Auswirkungen auf das Eis.
Die Arktis erwärmt sich langfristig etwa drei- bis viermal schneller als der globale Durchschnitt. Deshalb können dort künftig häufiger außergewöhnlich warme Wetterlagen auftreten, auch wenn sie nicht immer als klassischer Heat Dome einzustufen sind...(erfragt von ip)

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