Hannover. Johann Jobst Wagener stiftete sein prachtvolles Gebäude vor dem heutigen Üstrabetriebshof als Unterkunft für arme Frauen, dennoch finden meist Männer hier Zuflucht. Die Mitarbeiter der Wagener-Stiftung haben alle Hände voll zu tun, schlimme Handyverträge zu stornieren und so manche anderen spontanen "Kaufhandlungen" zu glätten.
Die Werbeverführung ist besonders durch Social Media riesig geworden, und so weiß die Schuldnerberatung ein Lied davon zu singen, wie letztlich Obdachlosigkeit entsteht, wenn Banken das pfändungsfreie Konto mit Hürden umgeben, und dann sitzt so mancher schnell auf der Straße.
Ein weiterer "Wohltäter" Hannovers, Johann Duve, stieg 1611 nach dem Bankrott seines Sohnes zum reichsten Kaufmann Hannovers auf. Er forderte schon damals die Privatisierung aller städtischen Betriebe. Seine Wohltaten allerdings ließ er sich regelmäßig durch Steuererlasse und Rechnungen für Turmsanierungen bezahlen. Kurz - sein martialisches Brunnendenkmal am Leibnizufer hat frappante Ähnlichkeit mit den sich selbst beweihräuchernden Aktivitäten heutiger "Philanthropen".
Was das nun mit Jobst Wagener und Johann Duve zu tun hat?
Dem Wohlwollen von privaten Stiftern und Billionären ausgesetzt zu sein, in einer Welt voller aufdringlicher Werbung für Flachbildschirme und Teslalimousinen, Rüstung und Schönheitsoperationen sowie exzessivem Alkoholkonsum schon im Jugendalter; deren aggressives Marketing von Firmen kommt, deren Besitzer identisch mit den "Wohltätern" sind, die praktisch zugleich Kundenjagd für Produkte wie Instagram, Facebook usw.. ausüben, auch das bildet den Hintergrund von Obdachlosigkeit, von Überschuldung, von Armut. ip
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| Kitsch ins Quadrat, Duves muskulöser Sämann mit dem vollen Sack vorm Bauch. iptextfoto |


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