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| Hannover. Beim Fußballspiel St. Pauli gegen 96 wurde die Humboldtstraße für Hunderte mit der Bahn angereiste St. Pauli-Fans zum Fußgängerweg gen Stadion umgepolt. ipfoto Den Vogel aber schießt Braunschweig ab: Braunschweig ist offizieller Partner der Klima-Taler-App. Damit sollen Fans motiviert werden, umweltbewusste Entscheidungen im Alltag zu treffen oder von ihrer emissionsärmeren Anreise zum Spieltag zu profitieren. Mit der Klima-Taler-App können Nutzerinnen und Nutzer durch klimabewusste Entscheidungen - insbesondere umweltverträglicherer Mobilität - digitale Klima-Taler sammeln. Diese lassen sich anschließend gegen attraktive Prämien und Angebote eintauschen. |
Freitag, 23. Oktober 2026
Zu Fuß gehen und Klimataler sammeln
"Wir schaffen das" auf frankfurterisch
Entdeckte in Frankfurt im Teddybär-Geschäft einen Merkel-Teddy mit Merkel-Raute und Brummstimme. Draußen spielte ein Akkordeonist Bach und Piazzolla. Nahm noch ein paar Mini-Bärchen mit. A rabbit with very very long ears was making me smile. Wir hatten doch mal echte Hasen, Schwarzlohkaninchen.
Wartete auf die Straßenbahn, kam dabei mit einer netten ungarischen Übersetzerin ins Gespräch, weil ich ihr den erworbenen rosa Hasen mit überlangen Schlappohren zeigte, und fragte, ob ich den wohl meiner erwachsenen Tochter schenken könne. Klar, sagte sie, und die Schlappohren waren später im Bett der Tochter tatsächlich häufig von ihr als Halswärmer in Gebrauch.
Schenkte der Auslandskorrespondentin einen der fingerhutgroßen Bären. Die war begeistert, wie er wohl heißen könnte. Crossover in Bezug auf Ihren Beruf, er kann Crossy heißen, sagte ich. Wir lachten laut und lange und als die Bahn für mich kam, schickte sie mir ein paar herzgeformte Handgrüße hinterher, bis ich aus ihrem Blickfeld verschwunden war.
Im Chaos von Frankfurt habe ich mich immer gut erholt. Schließlich liegt meine als harmlos bekannte Heimatstadt Hannover im Kriminalitätsranking noch vor Frankfurt...
In die überfüllte Straßenbahn quetschte sich ein schlanker Banker in schlicht wirkendem superteurem Outfit rein und machte noch schnell für einen Obdachlosen Platz. Wir standen wie die Heringe aneinandergepresst, aber er sagte, das sei gar nichts gegen japanische Verhältnisse.
Am Abend vom Ebbelwei-Lokal zu ihr nachhause hatte meine Tochter einen Uber-Fahrer bestellt, der mit seiner aus seitlichen Fahrzeugritzen in wechselnden Farben strahlenden Lightshow die Heimfahrt im Dunklen psychedelisch einfärbte. Highlight war dabei das plötzlich unerwartet im Blickfeld auftauchende kreisrunde, beleuchtete RadissonBlu-Hotel an der Messe. „Macht‘s gut ihr beiden“, verabschiedete er uns. Danke Tochter. Danke Frankfurt. ip
Mittwoch, 21. Oktober 2026
Der Mann, die Folter, der Krieg und der alltägliche Rassismus gegen die weiße Frau
Ich kenne in der Natur kein Lebewesen, das wie der Mann, auch wenn es natürlich in dieser Spezies Ausnahmen gibt, grausam foltert und Krieg führt. Rennschlangen vertilgen zum Frühstück ein Leguanjunges, Tiere und Menschen fressen andere Lebewesen, Pflanzen erdrücken andere Pflanzen, aber immer geht es dabei ums Überleben, nicht um perversen Sadismus.
Nur die menschliche Gesellschaft lässt Männern freie Hand für brutalste Gewalttätigkeit, insbesondere für den Krieg.
Während Begriffe wie Zigeuner oder Neger/Mohr und Penner/Asi/Behinderte stigmatisiert werden, gibt es eine riesige 'Ethnie' weltweit, die nicht geschützt wird, und das ist die Frau. 'Zuweisung' zum Zuständigkeitsbereich Queer-/LTGB-usw. lenkt nur von dieser Tatsache ab. Auch politisch von Links bis Rechts ist die Frau immernoch nur 'mitgemeint'.
Fakt ist: Äußerst selten sind Frauen in Verbrechen verwickelt, das ergibt sich schon aus ihrem Pflegebedürfnis für andere, sie sind aber zumeist durch Männer hineingezwungen. Dennoch werden täglich Frauen gefoltert und ermordet, und in den gebildeteren Schichten zusätzlich psychisch verstümmelt.
Frauen müssen aufhören, Männer energetisch zu unterstützen, ihre Verbrechen zu tolerieren, ihre Zumutungen zu akzeptieren! Melania mit Schlitz am Kleid bis zum Po beim chinesischen Staatsbesuch zum Beispiel.
Schon der serbische Erfinder Nikola Tesla stellte fest, dass Frauen die geistige Macht besitzen. Ich meine, sie müssen endlich aufhören, sie an der falschen Stelle zu verbrauchen, sich als Pflegekräfte und Sexobjekte ausbeuten, von hochgeehrten Schriftstellern der Weltliteratur und 'Starfotografen' in entwürdigender Weise darstellen, sich beklauen zu lassen wie zum Beispiel die erste Mathematikstudentin der berühmten Universitätsstadt Heidelberg und Entdeckerin der Relativitätstheorie, die Serbin Mileva Einstein, geborene Maric. ip
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Dienstag, 20. Oktober 2026
Die Perversion der Rechtsordnung
Hannover. Wie sich die Bilder gleichen: Elisabeth und Heinrich Hannover aus Hannover brachten 1966 ein Taschenbuch (Doppelband Fischer Bücherei, Bücher des Wissens) über Politische Justiz 1918-1933 heraus. Die darin geschilderte Perversion der Rechtsordnung zur Rechtfertigung des 'vaterländischen' Mordes an 'Verrätern' war das Gewaltprinzip mitsamt der dazu vorgebrachten 'Legalität'.
Über Hitlers 'Legalitätseid': "Wer ein intaktes Rechtsbewusstsein hatte, musste erkennen, dass der von den Nazis geplante Zukunftsstaat ein Unrechtsstaat sein sollte, dass hier Illegalität zur Macht strebte."
Harmlose Bürger wurden als 'Verräter' zusammengeschlagen, mit durchgeschnittener Kehle und 'Gnadenschüssen' in den Kopf weggeworfen, wie es auch mit der prominenteren Rosa Luxemburg geschah.
Die Justiz verurteilte diese Täter relativ mild. Aber vor allem wurde die Frage nach den Hintergründen der Taten überhaupt nicht gestellt.
Schwerverbrecher Bormann wurde zum Beispiel in 'Abwesenheit' zum Tode verurteilt, später dann 'steckbrieflich' 'bis heute' gesucht.
Heinrich Hannover trug übrigens im Regionshaus der niedersächsischen Landeshauptstadt vor einigen Jahren auf Einladung der Gedenkstätte Ahlem vor, dass die inhaftierte Terroristin Ulrike Meinhof ihn als Rechtsanwalt beauftragt habe, ihre Kinder zu ihrer Schwester Wienke Zitzlaff (einer Sonderschulleiterin, mit der auch der Film 'Bambule' entstand) nach Hannover zu bringen, aber da hatte der pädophile Kindsvater Klaus Rainer Röhl schon das Sorgerecht erhalten.
Dazu meine Anmerkung: Google schickte mir jetzt eine Mitteilung, sie wollten gegen Hassposts und Missbrauch usw. ab Dezember im Netz vorgehen. Ich nahm ersteinmal alle Beiträge aus meiner Online-Zeitung www.regionalmedien.de heraus, die von Fremdsprachlern böswillig uminterpretiert werden könnten. Auch schlug mir youtube die Löschung eines Kurzvideos über Wienke Zitzlaff vor.
Warum ich reagiere? Schließlich hatte ich vor einiger Zeit auf twitter einige tweets von Elon Musk erhalten (ob echt oder unecht), denen dann eine massive Attacke von AfD-Anhängern folgte. Die Polizei bot mir Schutz an.
Momentan steht da nur noch in der Kopfzeile des blogs eine GoogleNachricht über geplante Änderungen im Dezember. Nicht mehr diese Hass-Missbrauchs-Einzelheiten. Sieht für mich aus wie eine Reaktion auf meine Textzurückstellungen.
So eine kleine alte unbedeutende Journalistin aus der deutschen Provinz könnte sich doch gerade gut als Angelpunkt verdrehter Europapolitik eignen? ip
Dienstag, 13. Oktober 2026
Frankfurter Plattform deutschlandweit erfolgreichstes Mitfahr-App-Projekt
Ergänzung zum ÖPNV vermittelt 54.000 Mitfahrten in zwei Jahren und wächst weiter
ffm. Insgesamt 54.000 Mitfahrten und mehr als 5000 registrierte Nutzerinnen und Nutzer: Mit diesen Zahlen ist die arbeitgeberorientierte Mitfahr-App in Frankfurt die deutschlandweit erfolgreichste ihrer Art. Seit dem Start im Oktober 2024 wurden mehr als zwei Millionen Personenkilometer bei durch die Mitfahrplattform vermittelten Fahrten zurückgelegt. Das Pilotprojekt ist eine Kooperation der städtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und des Französischen Unternehmen Karos Mobility, vormals goFLUX. Das Ziel: eine flexible Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr schaffen und den Autoverkehr in Frankfurt reduzieren.
„Wir freuen uns über den Erfolg der Mitfahrplattform, der uns darin bestätigt, dass es eine große Nachfrage nach innovativen Mobilitätsangeboten gibt“, sagt Prof. Tom Reinhold, Geschäftsführer von traffiQ. „In einer Pendlerstadt wie Frankfurt am Main brauchen wir solche flexiblen Ergänzungen zum öffentlichen Nahverkehr. Jedes Auto weniger auf der Straße bedeutet weniger Emissionen und entlastet den Verkehrsfluss für alle, die nicht ohne Weiteres auf Bahnen und Busse umsteigen können.“
Über die Mitfahr-App von Karos können Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Plattform zum Bilden von Fahrgemeinschaften zur Verfügung stellen. Als Projektpartner in Frankfurt nutzen gegenwärtig der Flughafenbetreiber Fraport und das Siemens-Schaltanlagenwerk in Fechenheim diese Möglichkeit. In den Belegschaften kommt das Angebot bestens an: „Die Nachfrage wächst kontinuierlich: Mit fast 4000 Mitfahrten war der September 2026 der erfolgreichste Monat seit Projektbeginn“, erklärt Reinhold. „Die Mitfahrtplattform hat einen sehr positiven Effekt für den Klimaschutz: Bei allen Fahrten zusammen wurden bisher bereits 250 Tonnen CO2 eingespart.“ Das ist so viel, wie rund 11.500 Bäume im Jahr absorbieren können.
Für die Unternehmen bieten sich durch die Mitfahr-App mehrere Vorteile: Sie können ihren Beschäftigten, die für ihren täglichen Arbeitsweg bisher alleine im Auto fahren, eine kostengünstige und nachhaltigere Alternative anbieten und zugleich ihren Bedarf an Unternehmensparkplätzen reduzieren.
In Zukunft soll das Projekt auf weitere Unternehmen in Frankfurt ausgeweitet werden – idealerweise solche, die sich in räumlicher Nähe zu den bestehenden Projektpartnern befinden. Ziel ist, die Anzahl an Mitfahr-Angeboten und -Anfragen weiter zu erhöhen und die Wahrscheinlichkeit passender Strecken zu optimieren.
Die Mitfahr-App ermöglicht es den Beschäftigten der Unternehmen, sich für gemeinsame Fahrten zu verabreden, Fahrgemeinschaften zu bilden und so einfach und umweltfreundlicher zur Arbeit zu gelangen. Wer Kolleginnen oder Kollegen in seinem Fahrzeug mitnimmt, erhält dafür drei Euro als Anreiz. Für Mitfahrerinnen und Mitfahrer, die ein Deutschland-Ticket oder ein anderes ÖPNV-Abo besitzen und dieses in der App hinterlegt haben, ist das Angebot kostenlos. Alle anderen zahlen 50 Cent pro Fahrt. Auch für den seltenen Fall einer kurzfristigen Absage einer Fahrt ist gesorgt: Dann übernimmt die Karos-App die Kosten für ein Taxi oder ÖPNV-Ticket, sodass das Ziel sicher erreicht wird.
Derzeit wird die Anreiz-Zahlung von bis zu drei Euro pro Fahrt von traffiQ übernommen. Zudem wird das Pilotprojekt über das Förderprojekt „SMILE“ des Bundesministeriums für Verkehr gefördert, an dem neben Fraport und Karos auch die Hochschulen Bielefeld und RheinMain beteiligt sind. Sowohl Pilot- als auch Förderprojekt laufen noch bis Mitte 2027. Von dann an soll sich die Mitfahrplattform selbst tragen. Ziel ist es, Frankfurt weit eine Ergänzung des Nahverkehrsangebots zu schaffen, die keine zusätzlichen Kosten verursacht. Damit dies gelingt, werden derzeit verschiedene Finanzierungsmodelle geprüft. Denkbar wäre beispielsweise, Einnahmen durch die Bewirtschaftung freiwerdender Parkflächen zu generieren. Auch eine teilweise Reinvestition des Geldes, das die beteiligten Unternehmen durch ihren geringeren Bedarf an Parkplätzen einsparen, wäre möglich.
Dazu meine Anmerkung: Als Schülerinnen des KaiserWilhelm-Ratsgymnasiums (KWR) Hannover in einem Wettbewerb der Boston Consulting Group eine Mittransport-App für Gegenstände vorschlugen, gewannen Designerinnen von Schultaschen. Die enttäuschten Mädchen wurden dann kliischeehaft als Trost zu einem Eis eingeladen...
Online-Bewertungen eröffnen neue Perspektiven auf Pflegequalität
Hannover, 13. Oktober 2026. Was macht gute Pflege aus, und was davon wird im Internet sichtbar? Diesen Fragen ist das Forschungsprojekt ErPA – Erfahrungsberichte und Bewertungen von Pflegebedürftigen und Angehörigen in den sozialen Medien – drei Jahre lang an der Hochschule Hannover (HsH) und der Universität Bielefeld nachgegangen. Die Ergebnisse liegen nun vor: Online-Bewertungen bilden eine Perspektive auf Pflegequalität ab, die in den etablierten Qualitätssystemen bislang kaum berücksichtigt wird.
Für das Projekt wurden erstmals in Deutschland Online-Bewertungen stationärer Pflegeeinrichtungen wissenschaftlich ausgewertet. Das Forschungsteam analysierte mehr als 114.000 Google-Bewertungen von nahezu 10.000 Einrichtungen. Ergänzend führte es qualitative Interviews und befragte An- und Zugehörige sowie Einrichtungsleitungen. Das Projekt wurde von September 2023 bis August 2026 vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung gefördert.
„Online-Bewertungen sind weit mehr als Sterne im Internet. Sie machen sichtbar, was Menschen im Alltag als gute oder schlechte Pflege erleben – etwa Freundlichkeit, Kommunikation, Atmosphäre oder den Umgang mit Angehörigen. Genau diese Perspektive wird in klassischen Qualitätsberichten bislang nur begrenzt abgebildet“, sagt Prof. Dr. Nina Fleischmann von der Hochschule Hannover.
Zwischenmenschliches steht im Vordergrund
Die Analysen zeigen: In den Bewertungen spielen pflegefachliche Einzelaspekte meist eine untergeordnete Rolle. Die Verfasserinnen und Verfasser schildern vor allem zwischenmenschliche Erfahrungen und den Umgang im Alltag. Negative Bewertungen werden besonders häufig gelesen und kommentiert und können das öffentliche Bild einer Einrichtung nachhaltig prägen. Nur wenige Einrichtungen reagieren bislang aktiv auf Rückmeldungen im Netz. 87 Prozent der befragten Angehörigen hatten bereits Online-Bewertungen zu Pflegeeinrichtungen gelesen. Bei der Wahl einer Einrichtung wiegen persönliche Eindrücke, Empfehlungen und der Ruf des Hauses jedoch schwerer als die Sternebewertung. Viele Angehörige wünschen sich, dass Einrichtungen insbesondere auf kritische Bewertungen öffentlich reagieren.
Rund zwei Drittel der befragten Einrichtungsleitungen halten Online-Bewertungen für wichtig für die Außenwirkung ihrer Einrichtung. Gleichzeitig begegnen viele ihnen mit gemischten Gefühlen: Kritik greifen sie lieber im persönlichen Gespräch auf, der öffentliche Charakter digitaler Bewertungen wird teilweise als belastend empfunden. Etwa die Hälfte der befragten Einrichtungen beantwortet Online-Bewertungen aktiv.
Nach Einschätzung des Forschungsteams können digitale Erfahrungsberichte bestehende Verfahren der Qualitätsmessung zwar nicht ersetzen, aber sinnvoll ergänzen. Sie zeigen, welche Erfahrungen Bewohnerinnen und Bewohner sowie Angehörige mit Pflege verbinden und welche Erwartungen sie an eine gute Versorgung haben. ErPA liefert damit Impulse für die Qualitätsentwicklung, die Versorgungsforschung und die Diskussion über nutzerorientierte Qualitätsindikatoren in der Langzeitpflege.
Online-Abschlussveranstaltung am 25. November
Zum Abschluss des Projekts lädt das Forschungsteam am 25. November 2026 von 9 bis 12 Uhr zu einer Online-Veranstaltung ein. Nach einem Überblick über die zentralen Ergebnisse stehen die im Projekt entwickelten Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Online-Bewertungen in der stationären Altenpflege im Mittelpunkt. Sie sollen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Praxis diskutiert und weiterentwickelt werden. Anmeldungen sind bis zum 13. November 2026 per E-Mail an nina.fleischmann@hs-hannover.de möglich. Weitere Informationen unter https://hs-h.de/abschlussveranstaltung-erpa.
Sonntag, 11. Oktober 2026
Samstag, 3. Oktober 2026
Das Grüne Band wächst zusammen
Der BUND hat zum Tag der Deutschen Einheit gleich mehrere tolle Neuigkeiten: Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen haben ihre Abschnitte des Grünen Bandes als Nationale Naturmonumente unter besonderen Schutz gestellt. Gleichzeitig zeigt die jüngste Erfassung: Mindestens 7.000 Insektenarten leben am Grünen Band.
Dienstag, 29. September 2026
An alle, die noch des Lesens mächtig sind
Liebe Leserin, lieber Leser, wir freuen uns, die aktuellste Neuerscheinung des Verlages präsentieren zu können: "Globalisierung im Übergang". Darin beschäftigt sich die Wirtschafts- und Sozialhistorikerin Andrea Komlosy mit den Zerfallsprozessen unseres kapitalistischen Weltsystems und fragt, ob und unter welchen Bedingungen und Folgen dies zu einer Teilung der Einflußsphären führt. Dem Abstieg des transatlantischen Blocks steht der Aufstieg eines pazifisch-eurasischen Raumes gegenüber.Wir hoffen auf entsprechendes Interesse und grüßen aus Wien Hannes Hofbauer & Stefan Kraft. P.S.: Das Buch ist über den Handel oder direkt beim Verlag zu beziehen. Die Versandkosten für Deutschland und Österreich trägt der Verlag. Das Buch:
Andrea Komlosy GLOBALISIERUNG IM Übergang Zerfall, Teilung oder Erneuerung des Weltsystems ISBN 978-3-85371-562-8, br., 288 Seiten, 27.- Euro, auch als E-Book erhältlich Näheres zum Buch: https://mediashop.at/buecher/
Freitag, 25. September 2026
Oh, Welch ein wunderschöner Morgen...
Hannover. War wiedermal in Linden, über das malerische Ihme-Zentrum nun zurück nachhause an der Glocksee. iptextfoto
Donnerstag, 24. September 2026
Das Mutterprinzip: Die Birnen sind reif in Kočevje/Koprivnik, deutsch Gottschee
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| https://de.wikipedia.org/wiki/Gottscheer |
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| Bärenkacke am Wegesrand. upfoto |
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Buchenwälder mit Bärenfamilien, Füchsen, Wölfen, und nach den Rehen röhrenden Hirschen, umgeben Koprivnik. Upfoto |
Mittwoch, 23. September 2026
Die Ladies im Baskenland sind traditionell mutig
Donnerstag, 10. September 2026
Mittwoch, 9. September 2026
Sonntag, 6. September 2026
Von den Nazis ermordet - von der Akademie gelöscht: Edith-Stein-Haus umbenannt
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| Das Edith-Stein-Haus ist umbenannt. iptextfoto |
Die Katholische Kirche hatte ihr im Gegensatz zu manch anderen hochbegabten Nonnen freie Hand für ihr literarisches Werk gelassen. Dennoch starb sie 1942, von den Nazis ermordet, in Auschwitz, und ich empfinde ihre Löschung gerade jetzt als unangemessen.
Zwar wurde sie 1998 zur Schutzpatronin Europas als 'Teresa Benedicta vom Kreuz' ernannt, aber der ebenfalls intellektuelle Papst Benedikt, Josef Ratzinger, 2022 verstorben, er hob zynisch die Erfindung der Waschmaschine zur Befreiung der Frau hervor, hätte die Namensähnlichkeit verhindern sollen, finde ich... Die Gesegnete und der Segner? ip
Montag, 31. August 2026
Hannover alltags
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| Nahe dem Höltydenkmal an der Goseriede hat dieser Ast die Kurve gekriegt. |
| Der prägende, nicht fotografierte, Eindruck war allerdings der brausende Autoverkehr nach Ferienende. Gegen diese brutale Realität der Karosserien sind alle Umweltschutz-Versprechen Wortgeklingel. |
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| Wo das abgerissene Postscheckamt stand, breitet sich nun ein schier endloses Wolkenmeer über dem Bauzaun aus. Nun soll hier ein Wolkenkratzer in die Höhe schießen. |
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| Imposante Platanen spiegeln sich in der Fassade des stillgelegten Kaufhauses Karstadt. |
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| Transparent konkreter Poesie an der Dornröschenbrücke. Alle Rechte vorbehalten: iptextfotos |
Sonntag, 30. August 2026
OutdoorGraffitigalerie zum bummeln und betrachten
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| Hannover. Goetheplatz/Braunstraße /Glockseestraße/Lenaustraße. ipfotos |
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| Von sensitiv bis zärtlich. Eine Passantin: "Besser als vorher sieht die Berufsschule jetzt auf jeden Fall aus." |
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| Versteckte Ecke, um keinen Affen zu kriegen, sondern nur Graffitikunst zu genießen. |
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Beklaute Frau
Brachte vor 30 Jahren mein Kulturmagazin mittendrin heraus. Kurz darauf rief das Deutsche Fernsehen eine Sendung gleichen Namens ins Leben. Wir würden uns verbreitungsmäßig nicht in die Quere kommen, schrieben die Justiziare auf meinen Protest hin. Es kamen noch weitere hinzu, die den Titel kopierten, letztlich eine Kirchenzeitung in Hannover, aber da hatte ich schon längst aufgegeben.
Während ich mir keinen Urlaub leisten konnte, um die Druckkosten zu bezahlen, sprach ein hochstaplerischer ehemaliger Mitarbeiter auf ner Party locker über mittendrin, als sei es sein Magazin, als habe er irgendetwas damit zu tun, obwohl er zum Zeitpunkt der Erstellung nicht einmal in Deutschland war und ich mutterseelenallein mein Projekt voran brachte.
So ist es mir oft ergangen. Eine Verwandte referierte überall über meine Gründung des ersten Backpackerhostels in Hannover. Schnell wurde es kopiert, und in direkter Nachbarschaft schamlos realisiert, nachdem man sich bei mir schlau gemacht hatte...
Auch mein Heft "Mein Hannover" führte kurz nach Erscheinen zur erfolgreichen e-bookserie einer mir unbekannten Person. "Wenn Sie sich nicht verkaufen können...", kommentierte eine Bekannte den Vorgang des "Beklautseins", über den es im Literarischen Salon Hannover am 26. Oktober um 20 Uhr sogar eine eigene Veranstaltung anderer Autorinnen gibt: "Beklaute Frauen", Audimax im Welfenschloss.
Zähle mich zu den meist beklauten und könnte dazu Beispiel an Beispiel reihen. Die Bekannte: "Sie sind halt ein Außenseiter". Wohl wahr. Ich verkaufe mich nicht. Auch in der Kunstgalerie meiner alten Freundin Maria Marghescu wurde mittendrin geklaut statt gekauft, erzählte sie mir.
Frauen schweigen immer noch viel zu oft, wo sie aufstehen müssten, um gesehen, gelesen und gehört zu werden.
Die mittendrins sind nach wie vor brandaktuell, nur etwas angestaubt. Holen Sie sich eine oder mehrere verschiedene Ausgaben ab! "Schwarz auf Weiß" ist es doch ein viel angenehmeres Lesen und Leben. ip - Performerin
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| Mein damaliger Umschüler Lutz nebst Gattin am mittendrinStand in der hannoverschen Altstadt. |
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| Auch das Kultusministerium schaute vorbei. ipfotos |
Samstag, 29. August 2026
Hannover global
| FEMTOPIA von Shiva, Fany und AFC am Goetheplatz. Die Sprühfarben sind zwar immer noch giftig, aber Öko war gestern, wozu auch, bei all der Rüstung? iptextfoto |
Hannover. Bin aus der Innenstadt zurück.
Das Bauhaus wird von zwei verbitterten Verkäufern für den gesamten Laden aufrecht erhalten, einen Betriebsrat gibt's sowieso nicht. SFU hat schon 18 Uhr geschlossen. Der neu eröffnete SportScheckladen Georgstraße 14 führt aus Platzgründen keine Wandersandalen... Lockerflockig begleiten Polizisten die Gaza-Demo "Free Palestine". Es ist überall brechend voll (außer bei Horstmann&Sander), denn es hat Geld gegeben.
Manche Restaurants firmieren nur noch arabisch. Ich entdecke sehr wenige meiner Ethnie in der Menge. Vor C&A singt einer schöne orientalische Lieder zur Gitarre, verstärkt durch Lautsprecherboxen. Bei Rewe an der Kasse sammelt ein Junge begeistert alte Euroscheine, einfach nur so, ohne Grund.
Die chinesische Händlerin lobt meine Kenntnisse von ein paar Wortzeichen in archaischem Alt-Chinesisch. Die meisten Zeichen hätten mehrere Bedeutungen. Ich könne das mittels ChatGTP auf modernes Chinesisch erweitern. Wir sprechen über das Dao, die Zusammenarbeit mit der Natur, die so viel klüger ist als Menschen, und ich kaufe ein paar Sushi-Nori-Algen.
Auf dem Flohmarkt zeigt ein Händler beim Standabbau auf zwei Kinder, die ohne Mutter hier seien - abgehauen. Ein Gewitter kommt auf. ip
Thema Methan und C02
ip-nachgefragt: Warum ist Methan so interessant?
Methan bleibt nur ungefähr 12 Jahre in der Atmosphäre. Deshalb wirkt eine Reduzierung relativ schnell. CO₂ dagegen bleibt über sehr lange Zeiträume im Klimasystem. Das führt zu einem wichtigen Unterschied:CO₂-Reduktion → entscheidend für die langfristige Begrenzung der Erwärmung. Methan-Reduktion → besonders wirksam, um die Erwärmung in den nächsten Jahrzehnten zu verlangsamen.
Wo wäre eine 30-%-Reduktion am einfachsten?
🛢️ Öl und Gas: besonders großes Potenzial. Methanlecks können häufig durch Lecksuche, Reparatur und Auffangen des Gases verhindert werden.
🗑️ Abfälle: ebenfalls relativ gut beeinflussbar, z. B. durch Auffangen von Deponiegas und bessere Abfall- und Abwasserbehandlung.
🐄 Rinder: schwieriger. Hier müsste mann beispielsweise Fütterung, Tiergesundheit, Produktivität und teilweise auch die Anzahl der Tiere verändern.
Kurz gesagt: Eine Reduktion um 30 % in diesen Bereichen könnte die Erwärmung bis in die 2040er grob um 0,2 °C abschwächen – und das zusätzlich zu den langfristig viel wichtigeren CO₂-Einsparungen.
Rave - handgemacht zurück zu den Wurzeln des Techno
Raving with the neighborhood to raise awareness: https://youtu.be/puBKcI7c0F8?si=Nq32mzj0fhwlhtJA Die beiden Xylophone verstärken den meditativen handgemachten Rave-Sound der Blechbläser. Anmerkung: Habe in sehr ähnlicher Intention ein Video vom Georgengarten Hannover, Richtung Nienburger Straße, mit der abtauchenden U-Bahn, Joggern, Hundeausführenden und Radfahrern gemacht, und von meinem damaligen Jahrespraktikanten Viktor Eisenstadt mit Bachs Wohltemperiertem Klavier musikalisch unterlegen lassen. Leider ist es auf irgendeiner Festplatte verschwunden. ip
Mittwoch, 26. August 2026
ip: 5.000 000 = Fünf Millionen Literflaschen Wasser zur Etablierung junger Bäume🌳Empfehlenswert dazu: das Kapitel übers Wetter in Peter Wohllebens neuem Bestseller "Bakterien - die heimlichen Helden" im Piper-Verlag
Hannover. Bewässert werden neben Straßenbäumen vor allem öffentliche Pflanzkübel im Innenstadtbereich sowie einzelne Beete mit etwa 11.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr. Zum Vergleich: Ein Haushalt mit 4 Personen verbraucht grob 180.000 Liter pro Jahr. Dann entspräche die Menge ungefähr 61 Haushalten für ein Jahr. (ip)
Bewässert werden derzeit insgesamt rund 5.000 Bäume, dabei handelt es sich in der Regel um jüngere Bäume, die sich noch an ihren Standorten etablieren müssen. In 1-Liter-Flaschen wären das 5 Millionen Flaschen Wasser. (ip) 400 modernste digitale Bodenfeuchtesensoren stehen dem Grünflächenamt zur Verfügung...
Neu gepflanzte Straßenbäume werden insgesamt fünf Jahre lang von der Stadt mit Wasser versorgt. In den ersten zwei bis drei Jahren erhalten sie in der Regel wöchentlich rund 200 Liter Wasser. Ab dem dritten Standjahr wird die Wassergabe auf einen zweiwöchentlichen Rhythmus reduziert. Damit soll erreicht werden, dass die Bäume zunehmend selbstständig mit den vorhandenen Wasserressourcen auskommen.
Neun Bewässerungsfahrzeuge mit Gießarmen stehen dafür zur Verfügung. In besonders trockenen Jahren kann der Bedarf deutlich steigen. So wurden etwa im trockenen Jahr 2022 mehrere Hundert ältere Straßenbäume zusätzlich bewässert. Eine vergleichbare Situation zeichnet sich in diesem Sommer bislang nicht ab. Eine Ausnahme bilden die Linden an der Georgstraße, die mit Laubabwurf erkennbar unter Trockenstress leiden. Der Grund: Der Standort ist für Straßenbäume besonders schwierig. 🌳
Montag, 24. August 2026
Manipulations-Strategien der Tech-Industrie
Hannover. Seminar mit Schriftsteller Kersten Flenter zum Thema Künstliche Intelligenz vom 12. Bis 16.10. beim Bildungsverein in der Viktoriastraße 1 in Linden. Gemeinsam werden Handlungsmöglichkeiten gegen Populismus und digitale Beeinflussung entwickelt - für einen selbstbewussten Umgang mit KI und sozialen Medien in einer demokratischen Gesellschaft.
Sandra Navidi berichtet: https://youtu.be/S6KD6qO6QH8?si=yb2n9ER4D1CJYcTG
Wählt echte Frauen statt diese Metropolis-Puppen und Servomechanistinnen
Lonely blue Planet...
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Freitag, 21. August 2026
Die toten Winkel der Empathie
Seit über 20 Jahren reist Carolin Emcke nach Israel-Palästina. Zuletzt war sie dort, um mit Menschen aus Bee'ri oder Jenin, aus Tel Aviv oder Ramallah zu sprechen – und die toten Winkel der Empathie im hiesigen Diskurs auszuleuchten. Was bedeutet radikaler Humanismus? Wozu verpflichtet uns die Erinnerung an die Geschichte? Gibt es Grenzen der Pflicht, im Namen der Menschenrechte zu sprechen? Oder darf nichts uns daran hindern, die anderen als Teil des universalen Wirs wahrzunehmen? Carolin Emcke stellte sich diese Fragen bereits vor dem 7. Oktober und Gaza. Aber seither sind sie noch dringlicher. Es geht letztlich um die existenzielle Frage: Den Abend moderiert Vasco Boenisch. Sa.,3.10.2016 Schauspielhaus |
Der Weg zum Urwald
Hannover. Die Landeshauptstadt Niedersachsens hat vor 30 Jahren die erste Naturwaldparzelle in der nördlichen Eilenriede ausgewiesen. Seitdem wird dieses Naturschutzprojekt wissenschaftlich begleitet und zeigt eine erstaunliche Entwicklung der Biodiversität und des Waldes. Über die Jahre wurde das Konzept sukzessive ausgeweitet, sodass die Stadt nunmehr über 148 Hektar Naturwaldparzellen verfügt – das entspricht 10 % der Forstbetriebsfläche. Aktuelle Informationen zu den städtischen Wäldern und die detaillierten Ergebnisse der Gutachten bietet das Internet unter www.Hannover.de/stadtwälder.
Mittwoch, 19. August 2026
Wie wir alle sprachlich an das Undenkbare - den Krieg - gewöhnt werden sollen:
dazu hat Leo Ensel ein "Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit" verfasst. Im Herbst stellt er sein Buch an mehreren Orten vor. Wir hoffen auf entsprechendes Interesse.
Mit freundlichen Grüßen
Hannes Hofbauer & Stefan Kraft
Das Buch:
Leo Ensel
WÖRTERBUCH DER KRIEGSTÜCHTIGKEIT
Krieg heißt Töten
ISBN 978-3-85371-563-5, 168 Seiten, 20.- Euro. Auch als E-Book erhältlich
Näheres zum Buch: https://mediashop.at/buecher/
Die Präsentationen im September:
Dienstag, 1. September 2026 um 19 Uhr
im Kulturzentrum Musa, Hagenweg 2a, 37081 Göttingen
Montag, 14. September 2026 um 19 Uhr 30
im Weststadt-Haus, Moltkestraße 10, 89077 Ulm
P.S.: Eben ist im Verlag zum Thema erschienen:
Klaus-Jürgen Bruder u.a. (Hg.)
RASENDE ZERSTÖRUNG
Wirtschaftliche, politische und psychosoziale Folgen der Kriegsvorbereitung
ISBN 978-3-85371-567-3, 256 Seiten, 24.- Euro
Näheres zum Buch: https://mediashop.at/buecher/
Die Bücher sind über den Handel oder direkt beim Verlag zu beziehen. Die Versandkosten für Deutschland und Österreich trägt der Verlag.Promedia Druck- und VerlagsgesmbH, Rotenlöwengasse 8/4, A-1090 Wien Tel.: 0043/1/405 27 02
Dienstag, 18. August 2026
Zum Winter kommen dann exorbitante Energiepreise auf die Bevölkerung zu

Montag, 17. August 2026
Abgeordnetenwatch deckt auf:
Drehtür-Politik: Wie die Goldgräber-Stimmung für vergoldete Lobbykontakte sorgt
108 Milliarden Euro gibt der Bund 2026 für Verteidigung aus, so viel wie nie seit dem Kalten Krieg. Und es wird mehr: Der reguläre Wehretat soll sich bis 2030 auf 184 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Wo so viel Geld fließt, lassen sich die richtigen Kontakte vergolden. Das zeigen zwei Wechsel aus dem Kanzleramt und dem Verteidigungsministerium zur Rüstungslobby.
Für Tech-Start-ups und die Rüstungsindustrie bedeutet die „Zeitenwende“ volle Auftragsbücher. Ob das Geld immer in die richtigen Projekte fließt, bezweifeln inzwischen viele – vom SPD-Haushaltspolitiker bis zum Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Wer davon aber auf jeden Fall profitiert, sind Menschen mit den passenden Kontakten ins Innere des politischen Betriebs. Zwei aktuelle Wechsel:
Hero Warrings führte zuletzt den Kommunikationsstab von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer im Kanzleramt. Ab Mitte September leitet er das Berliner Büro von Thyssenkrupp Steel Europe als Head of Government Affairs. Der Stahlkonzern stellt gerade seine energie- und industriepolitischen Weichen neu und gewinnt einen Mann, der die Entscheidungswege im Kanzleramt aus nächster Nähe kennt. Thyssenkrupp Steel arbeitet anscheinend gerne mit Ex-Politikern: In der Vergangenheit öffnete Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) dem Konzern die Türen.
Thomas Hitschler (SPD) steuerte als Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium bis 2025 die Rüstungsbeschaffung des Bundes mit. Heute steht er auf der anderen Seite: Im Februar gründete er eine eigene Firma, die er im Juli ins Lobbyregister eintrug. Interessengebiete: Rüstungsangelegenheiten, inklusive Beschaffung. Drei Kunden aus genau diesem Feld vertritt er schon:
Das deutsch-britische Start-up Hypersonica, das Deutschlands erste Hyperschallraketen baut.
Den Rüstungs-Neueinsteiger Daimler Truck, der bis 2028 eine Milliarde Euro mit Verteidigungsgütern umsetzen will.
Und die La Famiglia GmbH, die sich bei der Bundesregierung unter anderem für Investitionen in Drohnen und elektronische Kriegsführung einsetzt und ein wichtiger Investor von Europas höchstdotiertem Rüstungsstart-up, der Helsing GmbH, ist.
Zuvor war bereits der ehemalige SPD-Abgeordnete und Duzfreund von Verteidigungsminister Pistorius, Johannes Arlt, zum Drohnenhersteller Stark gewechselt. Das Start-up wird unter anderem vom umstrittenen Tech-Milliardär Peter Thiel finanziert und erhielt, ebenso wie Helsing, bereits einen Großauftrag der Bundeswehr. Mehr dazu: Die verdeckten Lobbynetzwerke der Konzerne
Seitenwechsel wie diese sind nicht verboten. Aber sie zeigen, wie schnell sich politisches Insiderwissen und Kontakte zu Geld machen lassen und wie Konzerne sich damit Einfluss sichern. (Info kopiert und eingefügt)











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