Mittwoch, 9. September 2026

Stop Palantir? Auf welchen Schultern wird der Fortschritt gestemmt?


"Sie waren zu langsam", schreibt die smarte SMS und möchte eine Neuanforderung. Unser grüner Oberbürgermeister ist aber stolz, dass sich Hannover unter den ersten Zehn der Smart-Citys auf Platz 7 befindet. Dabei geht es hier doch wohl vor allem um Energieversorger enercity und dessen Anforderungen. Alles muss immer schneller werden, Software developer Bentley Systems ist konsultiert, die 'silberne Tonne' umkreist täglich mit viel Dreckausstoß die City, immer enger werden die Maschen des elektronischen Netzes.

Auf welchen Schultern wird der Fortschritt gestemmt? Von Menschen, die sich täglich als Versuchskaninchen mit neuen Anweisungen, Passwort-Plage, unzähligen Updates, 2-Faktor-Sicherung, Erpressung zu neuen Geräten, Ersatz inkompatibler Kopfhörer durch Bluetooth, zum wichtigsten Servomechanismus der Automation abrichten lassen. Angeblich soll sie das Leben erleichtern, in Wirklichkeit versauert sie es, ob in Krankenhäusern, Büros oder im Privatbereich: Wir daddeln nicht mehr freiwillig, sondern werden dazu gezwungen, und gehen dabei menschlich zugrunde.

Ein elektronisches System zur Baumbewässerung wird der Bevölkerung als Leckerchen vorgesetzt, während die Umweltkatastrophen vom Kriegsgetümmel ausgelöst werden. Oder auch detallierteste Infos, wann welche Ampel rot oder grün ist. Smart.Rad in Hannover ist ein solches digitales Projekt der Stadt zur Verbesserung des Radverkehrs. Per App wird Radfahrenden in Echtzeit angezeigt, welche Ampelphase an der nächsten Kreuzung aktiv ist. Aber was ist mit den Fußgängern? 

Entwarf dieses Schild, bevor die Initiative Fuß eV. gegründet wurde. Inzwischen hat die Stadtverwaltung an den gefährlichsten Stellen den Radfahrern Warnschilder auf den Radweg gepinselt, und dies erst nach reichlich schweren Unfällen. Als ob die Raser das überhaupt wahrnehmen bei ihrem Tempo... iptextfotos

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