Samstag, 11. Juli 2026
Freitag, 10. Juli 2026
Aber bitte mit veganer Sahne
Nur Ja heißt Ja
Zum heutigen Abstimmungsergebnis des Bundesrats zu „Nur Ja heißt Ja“ äußert sich die Niedersächsische Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann :„Heute ist ein großer Tag für die Stärkung der sexuellen Selbstbestimmung in unserem Land und für den Schutz von Opfern sexueller Gewalt. Der Bundesrat hat einer Entschließung, die Hamburg und Niedersachsen eingebracht haben, zugestimmt und damit ein wegweisendes Signal gesetzt. Sexuelle Handlungen setzen die freiwillige und erkennbare Zustimmung aller Beteiligten voraus. Unser Ziel ist es, bestehende Schutzlücken zu schließen und dem Prinzip der sexuellen Selbstbestimmung noch größeres Gewicht beizumessen – diesem Ziel sind wir heute ein großes Stück näher gekommen. Die „Nur ja heißt ja“-Lösung verlagert die Verantwortung dahin, wo sie hingehört: zu den Tätern. Unsere Botschaft ist klar: Sex braucht Einvernehmen. Schweigen, Unsicherheit oder Erstarren dürfen nicht zur Straflosigkeit von Sexualstraftätern führen. Wer die Grenzen eines anderen Menschen missachtet, verletzt dessen Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und gehört dafür konsequent bestraft. Es wird Zeit für ein Sexualstrafrecht, das unserem Anspruch als moderne Gesellschaft genügt: Die sexuelle Selbstbestimmung und die körperliche Unversehrtheit stehen nicht zur Disposition.“
Eierkartons auf den Boden der Biotonne legen!
Abfallwirtschaftsbetrieb informiert: Maden-Alarm im Bioabfall. So bleibt die Biotonne im Sommer sauber
Der Sommer sorgt für warme Temperaturen, bringt jedoch auch Herausforderungen für die Abfallwirtschaft und die Haushalte mit sich. Wenn Bioabfälle in der Hitze gären, lässt der Maden-Alarm meist nicht lange auf sich warten. Die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) gibt praktische Tipps, wie der Abfall sauber durch die heißen Tage kommt und positioniert sich als nützlicher Alltagsberater.
Aus richtig getrennten Küchen- und Gartenabfällen stellt aha hochwertigen Kompost her. Damit der Weg dorthin nicht zur Geruchsprobe wird, helfen ein paar einfache Handgriffe im Alltag:
Die aha-Checkliste:
Der Schattenspender: Stellen Sie die Biotonne unbedingt an einen schattigen Platz. Direkte Sonneneinstrahlung beschleunigt den Gärprozess und zieht Fliegen magisch an.
Die Feuchtigkeitsbremse: Legen Sie den Boden der Biotonne sowie den Küchen-Bioeimer mit etwas Zeitungspapier oder Eierkartons aus. Das saugt austretende Flüssigkeiten auf – denn ohne Feuchtigkeit können sich Maden nicht entwickeln.
Gut verpackt: Wickeln Sie nasse Bioabfälle in Zeitungspapier ein. Wichtig: Plastiktüten und auch sogenannte „Bio-Plastikbeutel“ sind absolut tabu. Sie zersetzen sich in den Kompostieranlagen nicht schnell genug und verbleiben als Mikroplastik in der Umwelt.
Deckel zu: Der Tonnendeckel sollte im Sommer konsequent geschlossen bleiben. Das verhindert, dass Fliegen ihre Eier im Müll ablegen, und dämmt Gerüche ein.
Die Geruchskiller (Hausmittel): Eine dünne Schicht Kaffeepulver oder Natron über dem Abfall bindet schlechte Gerüche und hält Ungeziefer fern. Auch ein Stück Karton oben auf dem Abfall schützt vor unerwünschten Gästen.
Regelmäßige Reinigung: Eine schnelle Spülung der Tonne nach der Leerung beugt hartnäckigem Befall vor.
Mit diesen einfachen Kniffen leisten alle Bürgerinnen und Bürger gemeinsam einen Beitrag für eine saubere und nachhaltige Umwelt.
Weiterführende Informationen zur richtigen Abfalltrennung finden Interessierte online unter www.aha-region.de/bioabfaelle.
Ein Lichtblick im Energie-Desaster
Hannover setzt auf Power-to-Heat-Anlagen: Flexible Lösung für Stromüberschüsse im Energiesystem
enercity erweitert Fernwärmeportfolio um flexible Elektroheizkessel
Neue Power-to-Heat-Anlagen verzahnen Strom- und Wärmesektor enger und stärken Versorgungssicherheit
Nutzung von erneuerbarem Überschussstrom entlastet Netze und trägt zur Preisstabilität bei
Deutschland produziert immer häufiger mehr Strom aus Wind- und Solaranlagen, als aktuell genutzt werden kann. Das führt zu teils sehr niedrigen bis negativen Strompreisen und erhöht zunehmend den Druck auf die Netze. In Hannover entsteht eine konkrete Lösung für diese Herausforderung: enercity baut die Fähigkeit aus, solche Stromüberschüsse gezielt aufzunehmen und für die Wärmeversorgung nutzbar zu machen.
Dazu erweitert das Unternehmen sein Fernwärmeportfolio um eine neue Power-to-Heat-Anlage mit 50 Megawatt (MW) Leistung. Die elektrisch betriebenen Heizkessel am Standort Herrenhausen wandeln Strom in Wärme um und können flexibel eingesetzt werden. Das ist insbesondere dann entscheidend, wenn viel erneuerbare Energie im Netz ist oder ein sehr hoher Wärmebedarf entsteht, beispielsweise an besonders kalten Wintertagen. Sie bieten eine unkomplizierte Technik, um Hannover zu jeder Zeit sicher mit Fernwärme zu versorgen. Eine weitere seit 2020 bestehende Anlage wird ebenfalls von 20 auf 26 MW erweitert.
Flexibilität für ein volatiles Energiesystem
„Wir sehen im Energiesystem immer häufiger Situationen, in denen sehr viel erneuerbarer Strom im Netz ist – bis hin zu negativen Preisen. Gleichzeitig fehlt es an flexiblen Lösungen, diesen Strom sinnvoll einzusetzen“, sagt Carsten Heckmann, enercity-Bereichsleiter Fernwärme und Wasser. „Genau hier setzen wir in Hannover an: Wir machen überschüssigen Strom gezielt nutzbar und verbinden so Strom- und Wärmemarkt intelligent.“
Power-to-Heat-Anlagen reagieren gezielt auf diese Marktsituationen: Wenn viel Strom ins Netz drängt und die Preise sinken, wird elektrische Energie in Wärme umgewandelt und ins Fernwärmenetz eingespeist oder dem Fernwärmespeicher zugeführt. Damit verschiebt sich die Wärmeerzeugung in wirtschaftlich günstige Zeitfenster und erneuerbarer Strom kann effizient verwertet werden.
Gleichzeitig tragen die Anlagen zur Versorgungssicherheit bei: Bei hoher Wärmenachfrage können sie kurzfristig zugeschaltet werden und zusätzliche Leistung bereitstellen. Power-to-Heat ist dabei kein Dauerläufer, sondern wird gezielt in Situationen eingesetzt, in denen das Energiesystem Unterstützung benötigt.
Baustein für den Kohleausstieg und integriertes System
Die neu entstehenden Anlagen sind Teil der weit fortgeschrittenen Dekarbonisierung der Fernwärmeerzeugung in Hannover. Bis Ende 2027 soll der zweite Kohleblock vollständig ersetzt werden. Ab diesem Zeitpunkt kann bereits ein sehr großer Teil der Fernwärme klimaneutral erzeugt werden. Neben Power-to-Heat setzt enercity dabei auf ein breites Portfolio aus klimaneutralen Technologien: Dazu gehören unter anderem Großwärmepumpen, die Umweltwärme aus Fluss- und Klärwerkswasser nutzen, sowie erweiterte Abfallwärmenutzung. Durch die Verwendung regionaler Ressourcen stärkt das Unternehmen die Resilienz gegenüber geopolitischen Konflikten und reduziert durch die Abkehr von fossilen Importen die Preissensitivität.
Besonders wirksam wird Power-to-Heat im Zusammenspiel mit dem bestehenden Fernwärmesystem und Wärmespeichern. Am Standort Herrenhausen ist diese Kombination bereits erprobt: Seit 2020 kann dort ein Elektroheizkessel mit 20 MW Leistung das Fernwärmespeicherwasser von 98°C schnell auf die im Winter erforderliche Vorlauftemperatur von bis zu 120°C erhitzen. Der Speicherinhalt kann dadurch auch bei der Spitzennachfrage genutzt werden. Dies erspart den Einsatz anderer Erzeugungsanlagen und ermöglicht eine wirtschaftliche Fernwärme Erzeugung.
Die neuen Power-to-Heat-Anlagen stärken nicht nur die Versorgungssicherheit und sorgen für einen weiteren Impuls in die regionale Wertschöpfung, sondern schaffen die Voraussetzungen, Strom- und Wärmesektor enger zu verzahnen – ein zentraler Baustein für ein zunehmend von erneuerbaren Energien geprägtes Energiesystem.
Modernes Betteln gehen - Croudfunding mit Profit für GoFundme
Berlin. Die profitorientierte Plattform Gofundme sammelte laut Wikipedia bis März 2017 drei Milliarden US-Dollar ein bei einem damaligen monatlichen Spendenumsatz von bis zu 140 Millionen US-Dollar und generierte einen Jahresgewinn von 100 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig wurde das Unternehmen damit zum größten seiner Art. Bis 2020 hat sich die Gesamtsumme der Spenden weiter erhöht und nunmehr verdreifacht. Seit Ende 2017 sei das Unternehmen mit einem Büro in Berlin auch in Deutschland aktiv.
Die größte GoFundMe-Kampagne für George Floyds Familie, der Official George Floyd Memorial Fund, sammelte am Ende rund 14,6 Millionen US-Dollar von mehr als 500.000 Spendern. Daneben gab es weitere Kampagnen, unter anderem für seine Tochter Gianna, die etwa 2,3 Millionen US-Dollar einbrachte. Zusätzlich erhielt die Familie 2021 in einem zivilrechtlichen Vergleich mit der Stadt Minneapolis 27 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Diese Zahlung war aber getrennt von GoFundMe und hatte nichts mit den Spendensammlungen zu tun. Seine strafrechtliche Vergangenheit hatte keinen Einfluss auf die rechtliche Bewertung seines Todes im Jahr 2020. Der ehemalige Polizeibeamte Derek Chauvin wurde wegen Floyds Tötung strafrechtlich verurteilt. Die Gerichte bewerteten den Einsatz der Gewalt anhand der Umstände des Vorfalls, nicht anhand von Floyds früheren Straftaten.
Wie sieht es nun, besonders beschwerlich bei "kleineren" Fällen, im Einzelnen aus?
Jemand, der Spenden eingesammelt hat, muss nach Abschluss der Kampagne bürokratisch genau bei gofundme das Geld für den Zweck einsetzen, der genannt wurde, zum Beispiel Anwaltskosten, die ruckzuck in die Höhe schießen können, und abrechnen. Da kann schonmal fürs Überleben dennoch nichts mehr übrig bleiben. Freundinnen der Person, die ihr persönlich etwas zukommen lassen wollten, verschwinden im Dschungel der Kleinstbeträge, auf dem dies Geschäftsmodell basiert. ip


