"Ich spreche nicht mit dir", sagt eine alte Dame zum Roboter. Schließlich möchte sie ein lebendiges Gespräch ohne Zeitbegrenzung führen.
Nur noch KI-Roboter heißen jetzt „Schwester Gerda“, und „Super-Nurse“, während die Bezeichnung „Krankenschwester“ allgemein abgeschafft ist, zugunsten der in der Minderzahl pflegend tätigen Männer. Im wirklichen Leben heißen sie jetzt „Pflegekraft“, baden hier ein Baby, dessen Mutter nicht dazu in der Lage ist, versorgen dort eine Krebskranke, während sie munter Krankenhauskeime und andere Viren verstreuen könnten, die sich an ihnen wie an einem Taxi festhalten?
Pflegekräfte sind nicht selten selbst krank, suchtmittelaffin, psychisch angeschlagen. Manche nutzen ihre Macht über die Alten aus, um sie zu gängeln, während eine digitale Nursing-App neutral ans tägliche Gehen und die Tabletteneinnahme gemahnen würde, wenn sie denn installiert ist und funktioniert.
Es gibt Übergriffe durch zu pflegende Grapscher: Pflegerinnen an den Busen fassen beispielsweise.
Bettlägerigen Männern die Eichel säubern gehört zu den Pflichtaufgaben, und die eine oder andere lässt sich inzwischen zusätzlich zur Sexualbegleiterin ausbilden, begleitet den Kranken in den
Urlaub. Führt 'ihre Männer' in die Therme aus.
Umgekehrt griff ein Fußpfleger in die Brüste seiner laut um Hilfe rufenden Kundin, wurden Frauen im Altenheim vergewaltigt, und BILD ekelte sich auflagensteigernd davor.
Während von alten Frauen die Unterdrückung ihrer Sexualität verlangt, oder sogar als nicht vorhanden geleugnet wird, gilt die von Männern als normal. (siehe Urteil Sozialgericht am Schluss).
Alte Frauen werden also weit weniger komfortabel betreut,
es sei denn, sie haben genug Geld im Sparstrumpf gehortet. Für die putzen sie auch
mal Fenster, klettern auf eine Leiter, heben Heruntergefallenes auf, und was sonst noch verboten ist für
Pflegekräfte. Nehmen gut 'Trinkgeld', um das Einkommen zu erhöhen und sich ein iPhone leisten zu können?
Differenzen zwischen Kindern und alten Eltern
Seit Familien zu existieren aufgehört haben, wo die alte
Mutter sprachlos in der Zimmerecke dem Geschehen zusah, fördern einige Pflegekräfte auch
die Differenzen zwischen erwachsenen Kindern und Eltern.
Denn mancher alte Mann hat
entsetzliche Angst vor dem eigenen Sohn, oder eine alte Frau vor der Verwandten, die schnell mit der Einweisung
ins Heim bei der Hand ist.
Wozu wurden die Kinder so gut ausgebildet? Um
ihre Karriere den Eltern zu opfern?
Interimsmäßig verfrachten Angehörige ihre lädierten Opas auf Kreuzfahrtschiffe (auch dort ist Sexualbegleitung möglich) oder ins Flugzeug zum Langzeiturlaub, was zur erheblichen Belastung der Stewardessen führen kann, wenn zum Beispiel ein Malheur in die Hose gegangen ist.
So werden die Alten zum gesellschaftlichen Spielball, als lukratives Geschäft für die
Medizinindustrie: Hier eine neue Hüfte, dort ein Nagel in den Oberarm, oder einen Sensor ins Kreuz, ausgewechselte Augenlinsen, Cochleaimplantate, Spondylodese mit Stangen und Schrauben zur Verstärkung der Wirbelsäule. Immer mehr Technik ist machbar. Die Langzeitfolgen und Nebenwirkungen trägt die Patientin aber allein.
Noch werden Assistenzhunde ausgebildet, auch zum streicheln, aber bald übernehmen das die Roboterhunde mit Fellbesatz?
Die steigenden medizinischen Möglichkeiten werden dabei gleichzeitig für die Verletzten genutzt, die in aller Welt am Kriegsfließband ihr schreckliches Schicksal erleiden. Frischen Kriegstoten wurden schon die Organe entnommen und verkauft, heißt es im Untergrund. Der alte Rockefeller starb mit über 100 nach der siebten Herztransplantation. Die Frau wird zur Leihmutter zerlegt, zur Stammzellenspenderin mittels Nabelschnurblut.
Ehefrauen, die ihren dementen
Ehemann pflegten, können manchmal nach seinem Tod monatelang nicht sprechen oder weinen.
Sie sind 'fertig'-gemacht. Eine warf ihren riesigen Plastikkoffer voller verschiedener Medikamente aus Protest "versehentlich" in den Ausguss...
Der Notrufknopf um den Hals funktioniert begrenzt. Bei einer Patientin kamen die Sanitäter erst am nächsten Tag. Außerdem ist zu viel Technik ohnehin mehr Belastung als Entlastung.
Gequälte Tierheimhunde zu adoptieren ist bei den sogenannt 'Gesunden' hingegen große Mode. Oder
10 Prozent des Gehalts für die dritte Welt abgeben, auch Gewinne aus dem Handel mit Rüstungsaktien an einen Gnadenhof in Südafrika zu spenden, und abgelegte Kleidung zu Oxfam bringen. Tausende für Selbstoptimierung in Sachen Longevity auszugeben.
Saubermachen frisst das Zeit-Budget
Zum Abschluss möchte ich noch ein paar weitere Gedanken zur ambulanten Pflege äußern. Die Mitarbeiterinnen sind in einem Zeitfenster befangen. Je nach Fall 40 oder 60 Minuten, oder weniger. Und die gehen meist fürs Saubermachen drauf.
Gestorbene werden manchmal erst am Montag nach dem Wochenende gefunden, das macht das dicke Fell unserer versklavten "Alltags-"Heldinnen" durchlässig.
In dieser knappen Zeit wird also nur das Wichtigste erledigt. Was die Klienten der etwas niedrigeren Pflegestufen, eigentlich aber alle, wirklich brauchen, ist jedoch Anleitung zur Bewegung in jedweder Form, vom Einkaufen gehen mit Rollator bis Treppensteigen oder Tai Chi und Kraft- sowie Gleichgewichts-, Aufstehtraining nach dem Hinfallen. Dazu werden sie dann aber auf Ergotherapie/Fitnesscenter und andere externe Leistungen verwiesen, wo sie wegen der kräftezehrenden An- und Abfahrt doch nicht erscheinen oder bald wieder abbrechen.
Es wird ihnen geraten, sich eine kleine Wohnung mit Fahrstuhl zu besorgen, selbst wenn sie, wenn auch mühselig, Stufen noch selbst schaffen, um etwas Flüssigkeit in ihre Gelenke zu bekommen. Manche Pflegekraft genießt ihre Macht, Ratschläge zu geben, als seien die Kundinnen unmündig geworden. Wer sich darauf einlässt, wird es tatsächlich.
Altenpflege sollte wertschätzende Assistenz zur Selbstständigkeit und Gesunderhaltung sein; und statt Kontrolle Hilfe dort geben, wo es nicht mehr allein geht. Wohngemeinschaften werden verstärkt gefördert. ip
Sozialgericht Hannover zum Thema Sex (siehe oben), Urteil vom 11. Juli 2022, - S 58 U 134/18 - nicht rechtskräftig: 'Auf Antrag des Klägers schloss die BG mit dem Kläger einen entsprechenden Budgetvertrag und bewilligte ihm als Leistung zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ein persönliches Budget für Sexualbegleitung durch zertifizierte Dienstleisterinnen für den Zeitraum März 2016 bis insgesamt Februar 2018. Den Folgeantrag des Klägers auf Gewährung eines weiteren persönlichen Budgets ab März 2018 lehnte die BG ab. Leistungen zur Befriedigung des Sexualtriebs fielen nicht unter den Bereich der Heilbehandlung oder Pflege, weil es sich nicht um die Behandlung einer Krankheit bzw. nicht um Hilfe bei gewöhnlich regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens eines Menschen handele. Es handele sich auch nicht um Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft, weil die Befriedigung sexueller Bedürfnisse durch den Einsatz Prostituierter nicht die Teilnahme am Leben in der Gesellschaft ermögliche oder erleichterte. Das SG Hannover hat am 11. Juli 2022 der Klage stattgegeben. Die Leistungen zur sozialen Teilhabe nach § 39 SGB VII beschränkten sich nicht darauf, Kontakte zur Außenwelt zu knüpfen oder Hilfsmittel zur Bewältigung der Anforderungen des täglichen Lebens bereitzustellen, sondern sie sollten auch das gestörte seelische Befinden des Behinderten verbessern und sein Selbstbewusstsein stärken. Sexuelle Bedürfnisse zählten zu den grundlegenden menschlichen Bedürfnissen und könnten daher im Rahmen von Teilhabeprozessen auch indirekt eine große Rolle spielen, nämlich für die persönliche Entwicklung und das seelische Befinden. Damit sei eine selbstbestimmte Sexualität Voraussetzung für eine wirksame und gleichberechtigte Teilhabe und soziale Eingliederung des Menschen mit Behinderung.' ip (all rights reserved)