"Der helle Frühlingstag, wo Hunderte von Bombenflugzeugen ihr Feuer in die Stadt geworfen hatten, bis sich der Himmel von schwarzem Rauch so verdunkelt hatte, als sei es Nacht geworden. Am Abend, nach diesem Chaos, wo die Straßen nach Gas rochen, weil die Rohre der Gasleitungen kaputt waren, ging ich an einer frischen, noch rauchenden Häuserruine vorüber, und in diesen schwarzen, zerstörten Mauern ertönte ein lautes, unheimliches Rauschen. Aus einem zerbrochenen Rohr floss das Wasser in diesen unendlich traurigen und verzweiflungsvollen Abend hinaus."
Sonntag, 8. Februar 2026
Mein Wunsch zum Sonntag - Miteinander reden:
Israel mit Palästina, Iran mit USA, Russland mit Ukraine usw..Wenn der Hass sich weiter durchsetzt, nützen auch die eroberten Territorien nichts mehr.
Neues zum Fall Anette W. und Töchter
Hannover/JVA Hildesheim. "Update: Dank eurer Spenden konnten wir Verfassungsbeschwerde einlegen – einmal regulär, einmal als Eilantrag. Das Justizministerium Niedersachsen hat das Gnadengesuch für Anette abgelehnt, weil es sich in seiner Argumentation zu 100 % an den (an den Haaren herbeigezogenen) Ausführungen des OLG Celle orientiert hat, anstatt sich die Arbeit zu machen, den Fall ordentlich zu überprüfen. Auch wieder dank eurer Spenden konnte der Anwalt von Anette durchsetzen, dass zumindest Mutter und Tochter Julia per Zoom Kontakt aufnehmen dürfen. Auch wenn das für viele (verständlicherweise) lächerlich wenig erscheint, war es für Anette und ihre Tochter ein riesiges Highlight, sich nach fast drei Monaten zum ersten Mal wieder (digital) zu sehen – miteinander sprechen zu können und sich darauf zu freuen, sich eines Tages wieder in den Arm nehmen zu dürfen. Und genau deshalb brauchen wir euch weiterhin: Wir sind leider noch lange nicht so weit, dass Mutter und Tochter wieder zusammenleben können. Solche Justizskandale sind unfassbar aufwändig, ziehen sich über Monate oder Jahre – und können finanziell schnell in den sechsstelligen Bereich gehen. Wenn ihr könnt, unterstützt die Spendenaktion bitte weiterhin. Und mindestens genauso wichtig: Teilt sie, damit noch mehr Menschen davon erfahren. Anette W. sitzt bis Ende April im Gefängnis – ohne jemals eine Straftat begangen zu haben, ohne ihre Kinder misshandelt oder vernachlässigt zu haben, ohne überhaupt verurteilt worden zu sein. Sie sitzt in Ordnungshaft wegen eines richterlichen Beschlusses, der seit Jahren jegliche Kinderrechte mit Füßen tritt. Ein Beschluss, der darauf basiert, den Kindeswillen mit Polizeigewalt zu brechen und Kinder gegen ihren Willen zu zwingen, bei dem Mann zu leben, der für diese (staatliche) Gewalt maßgeblich verantwortlich ist. Welches Kind würde jemals bei einem Elternteil leben wollen, der staatliche Systeme nutzt, um derart Macht auszuüben? Wie kann irgendeine Behörde oder Justiz ernsthaft behaupten, dass so jemand erziehungsfähig bzw. am Kindeswohl interessiert ist? Das ist Patriarchat in Reinstform. Anette sitzt nur deshalb im Gefängnis und ist von dem einen Kind seit Jahren getrennt, von dem anderen seit ein paar Monaten, weil ein Mann es NICHT verkraftet hat, dass seine Kinder lieber bei der Mama leben wollten. Wäre dieser Mann einer von den Vätern gewesen, die sich nach einer Trennung einen Dreck um ihre Kinder scheren und einfach abgehauen wären, dann würden Anette und ihre Töchter seit Jahren ein ganz normales Leben leben. Keine Behörde und kein Familiengericht hätte diese Familie überhaupt jemals auf dem Schirm gehabt. Aber weil ein Mann das vehemente, über Jahre klar geäußerte NEIN seiner Töchter missachtet hat, konnte das alles überhaupt erst so eskalieren. Und weil ein staatliches System sich zum Helfer dieser massiven Nachtrennungsgewalt gemacht hat. (Sämtliche Einzelpersonen – von Sachbearbeitern bis zu einer Richterin –, die einen Kurswechsel im Sinne der Kinderrechte vornehmen wollten, wurden nachweislich von dem Fall abgezogen oder übergangen.) Es gäbe natürlich viel mehr zum aktuellen Stand der Dinge zu berichten, aber hier hoffen wir auf eure Geduld und bedanken uns nochmals für euer krasses Vertrauen und euren unerschütterlichen Glauben an Gerechtigkeit." Sonja Howard, Organisatorin, Bonn, Nordrhein-Westfalen.
IHK-Sicherheitsforum-Wirtschaftslobby treibt Militarisierung der Gesellschaft voran
Hannover. Anlässlich des Sicherheitsforums der IHK Hannover am 12. Februar kritisiert die hannoversche Bundestagsabgeordnete der Fraktion Die Linke, Maren Kaminski, die Ausrichtung und politische Stoßrichtung der Veranstaltung scharf. Unter dem Schlagwort „Sicherheit“ werde eine einseitige militärisch-ökonomische Agenda vorangetrieben, die gesellschaftliche Sicherheit systematisch auf Aufrüstung, Abschottung und wirtschaftliche Verwertungsinteressen verenge. Die Zusammensetzung des Forums macht diese Schieflage deutlich: Militärische Akteure, Sicherheitsbehörden sowie Unternehmen aus dem Verteidigungs- und Dual-Use-Bereich dominieren die Veranstaltung. Zivile Perspektiven, etwa aus Kommunen, dem Gesundheitswesen, dem Katastrophenschutz, von Gewerkschaften oder aus der öffentlichen Daseinsvorsorge bleiben weitgehend außen vor. Sicherheit wird so nicht als gesellschaftliche Aufgabe verstanden, sondern als Standortfaktor und Geschäftsmodell.
Besonders entlarvend ist dies mit Blick auf das erklärte Ziel des Forums, den Schutz kritischer Infrastruktur zu diskutieren. Der großflächige Stromausfall in Berlin hat eindrücklich gezeigt, wie fragil zentrale Versorgungsstrukturen sind und dass es im Ernstfall zivile Katastrophenhilfe ist, die Sicherheit konkret herstellt. Dass mit dem Technischen Hilfswerk ausgerechnet jene Organisation fehlt, die bei Stromausfällen, Blackouts und Infrastrukturausfällen bundesweit eine Schlüsselrolle spielt, ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer bewussten politischen Schwerpunktsetzung.
Maren Kaminski erklärt: „Wer über kritische Infrastruktur spricht, aber das Technische Hilfswerk außen vor lässt, blendet reale Sicherheitsvorsorge gezielt aus. Das THW steht für praktische Hilfe, zivile Kompetenz und ehrenamtliches Engagement, offenbar passt das nicht in ein Sicherheitsverständnis, das vor allem militärische Akteure und wirtschaftliche Interessen in den Mittelpunkt rückt. Diese Auslassung ist ein politisches Signal: Zivile Sicherheit zählt weniger als militärische Anschlussfähigkeit.“
Während Milliarden für Rüstung, Überwachung und militärische Strukturen mobilisiert werden, bleiben die tatsächlichen Grundlagen gesellschaftlicher Sicherheit unterfinanziert: marode Strom- und Verkehrsnetze, überlasteter Katastrophenschutz, Personalmangel in Kommunen, soziale Unsicherheit. Diese Schieflage ist politisch gewollt und sie verschärft tatsächliche Risiken für die Bevölkerung.
„Echte Sicherheit entsteht nicht durch mehr Waffen, sondern durch funktionierende öffentliche Infrastruktur, soziale Stabilität und solidarische Krisenvorsorge“, so Kaminski weiter. „Wer Resilienz ernst meint, muss zivile Strukturen stärken, statt Sicherheitsfragen der Rüstungs- und Verteidigungsindustrie zu überlassen.“
Die IHK Hannover trägt mit ihrem Sicherheitsforum dazu bei, militärische Logiken weiter in Wirtschaft und Gesellschaft zu verankern und kritische zivile Perspektiven aus dem sicherheitspolitischen Diskurs zu drängen. Eine demokratische Debatte über Sicherheit sieht anders aus.(PRESSEMITTEILUNG)
Samstag, 7. Februar 2026
Die Fische in Werra und Weser sind krank
Liebe Unterstützer*innen, Geschwüre, Rötungen, Vernarbungen. Die Fische in Werra und Weser sind krank. Arten verschwinden. Das Ökosystem droht zu kollabieren. Warum? Seit Jahrzehnten leitet das Unternehmen K+S seine Salzabwässer in die Werra und damit auch weiter in die Weser.
Ohne Umweltverbände wie dem BUND würde niemand eingreifen. Niemand würde es aufhalten. Mindestens 14 Jahre möchte K+S noch so weitermachen. Das hat das Unternehmen jüngst angekündigt. Damit bricht es seine langjährigen Zusagen, die Salzbelastung zu reduzieren.
Doch wir sind da. Mehrmals konnten wir dem geschundenen Fluss zur Seite stehen. Manchmal haben intensive Gespräche mit K+S geholfen, manchmal aber nur der Schritt vor Gericht. Auch dieses Mal werden wir ihn verteidigen. Wir werden erneut klagen.
Nicht nur für die Werra geht der BUND juristische Wege. Unsere Klagen helfen in ganz Deutschland, die Zerstörung der Natur zu stoppen. Aber der Gang vor Gericht ist oft lang und teuer. Helfen Sie mit, machen Sie ihn möglich.
Freitag, 6. Februar 2026
Bruder Hahn?: Für Spaß im Bett war ihm jedes Mittel recht?
Weltgesundheitsorganisation, Bundeskriminalamt, Zoll und Apotheken warnen: Gefälschte Potenzmittel und andere Medikamentenfälschungen gefährden Ihre Gesundheit. Schon vor 10 Jahren wurden in der EU 2,7 Millionen illegal importierte Arzneimittel durch den Zoll beschlagnahmt - und die Dunkelziffer liege um ein Vielfaches höher.
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Das System Riverty (Bertelsmann Group), die Zahlungssäumigen und der Alltag von Schaffnern
Zweibrücken/Landstuhl. Ein Sprecher Gewerkschaft der Polizei sprach in die Kamera, das Totschlagen des Zugbegleiters zeige die wachsende Aggression gegen Uniformen und deutete damit dämagogisch im Sinne der Staatsgewalt die Eskalation im Regionalzug um. Dort sollte ein griechischer, in Deutschland nicht gemeldeter, Passagier ohne Ticket den Zug verlassen. Der Totschlag ereignete sich aber wohl kaum gegen die Uniform, wenn auch ein "Gewaltforscher" dies im ZDF ebenfalls nahelegt. Für tausende Zugbegleiter sind Beleidigungen und andere Aggressionen Alltag.
So läuft es normalerweise: Die Zugbegleiter verlangen den Personalausweis, tippen dessen Daten in ihre Elektronik ein, die eine 60-Euro-Strafrechnung ausdruckt. Nach ein paar Wochen kommt dann eine Mahnung mit 30 € Aufschlag und Androhung von Zinseszinsen und möglicher weiterer Rechtskosten von Riverty, die auch für Amazon das Inkasso abwickeln.
Wieviel oft sehr junge Fahrgäste im Zug bereits zusammengeschlagen wurden, gibt's darüber eine Statistik? Ich kenne den Fall eines Pendler-Schuljungens. Und auch die Antifaschistin Jutta Ditfurth bekam eine Eisenstange in der Bahn auf den Kopf, was zu Gehirnerschütterung und Traumata führte...ip

