Donnerstag, 25. Juni 2026

Und du bist die Siebte...

Berlin. Expert*innenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ hat nach neun Monaten Arbeit 56 Handlungsempfehlungen an Bundesfamilienministerin Karin Prien übergeben.

Hannover. Die junge Frau mit dem schlaffen kleinen Kind auf dem Arm ruft ihrem skandinavischen, mutmaßlich suchtkranken Ex zu: "Leave me." Er: "That's my child." Sie hat drei Kinder mit ihm. 

Ich rufe ihm aufgebracht etwas hinterher, denn ich kenne diese wunderbare Mutter, die den Mann im Urlaub im asiatischen Süden kennenlernte. Und ich habe an dem seltsamen Verhalten des Kindes, wenn er es von einem Aufenthalt zurück brachte, bemerkt, dass mit ihm etwas nicht stimmen kann. 

Am liebsten würde ich auch der Expertenkommission etwas entgegen schleudern, denen mit den hundert Kopfgeburten nach neunmonatiger intellektueller Schwangerschaft...

Zur digitalen Gewalt und zur Frauenjagd mittels Datenbrille gibt es mehrere Artikel in der Juli-Ausgabe von www.blaetter.de. 

Szene aus dem Internet: Frau sagt "Dieses Jahr gab es schon sechs Femizide". Kollege tritt hinzu und antwortet:"Und du bist die Siebte". 

Bild: Ingrid Brodnig: Feindbild Frau (Hier geht es um Politikerinnen) , Cover: Brandstätter Verlag


Love Earth and protect her in this hostile world

Fußball: Die Unvergleichlich Unvergesslichen Monty Python: https://youtu.be/PjV9eZzNs2g?si=0igbUiXFeQ3kLKh8

The Earth is calling out for you: https://youtu.be/aTouMWlq754?si=zkjiDyEchyaM7jNO

Mittwoch, 24. Juni 2026

Autoritärer Umbau

"Am 03. und 04. Juli 1926 hat die NSDAP in der damaligen thüringischen Landeshauptstadt Weimar ihren Parteitag abgehalten. Am 04. Juli hält die AFD in der jetzigen thüringischen Landeshauptstadt Erfurt ihren Parteitag ab. Die AFD versucht gar nicht mehr zu verstecken, in welcher Tradition sie steht.", führt Heidi Reichinnek aus, die Vorsitzende der Bundestagsfraktion "Die Linke". Sie bekräftigt außerdem die Präsenz ihrer Partei bei den Blockade-Aktionen: "Natürlich werden Abgeordnete von uns dabei sein!"

Am 4. Juli feiern die USA den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit – das Gründungsereignis der neuzeitlichen Demokratie. Der Politikwissenschaftler Winfried Thaa erinnert daran und warnt: Heute greift die Trump-Regierung nicht nur die demokratischen Werte grundlegend an, sie zerstört auch die institutionelle Ordnung. Auch hierzulande, in Sachsen-Anhalt, droht ein autoritärer Umbau der Institutionen, denn die AfD hat realistische Chancen, mit einer Alleinregierung in die Magdeburger Staatskanzlei einzuziehen. Was die demokratischen Parteien bis zur Landtagswahl noch tun müssen, um eine Machtübernahme der AfD zu verhindern, erläutert der Politikwissenschaftler Jan Niklas Reiche in den Blättern für deutsche und internationale Politik: www.blaetter.de.

Kurz vor der Wahl dominiert in Sachsen-Anhalt die AfD die Marktplätze und führt in den Umfragen. Mit einem Sieg würde in Magdeburg eine Regierung unter Führung der Rechtsradikalen möglich, was die Demokratie über das Bundesland hinaus schädigen würde. Noch ist es möglich, dieses Szenario zu verhindern. Ministerpräsident Sven Schulze kommt dabei schon jetzt eine Schlüsselrolle zu.

Außerdem werden weitere interessante Artkel vorgestellt, unter anderem zum neuen antiliberalen Christentum. 

»Eine Insel der Vernunft in einem Meer von Unsinn« Karl Barth

Was ist Upcycling? Etwas bunt und auffällig flicken, reparieren usw.

 Stadt Frankfurt und FUAS setzen Zeichen für nachhaltigen Modekonsum

ffm. Eine Talkrunde beleuchtet die sozialen und ökologischen Folgen des Modekonsums, Kleidertausch und Upcycling zeigen nachhaltige Alternativen im Alltag auf: Die Koordinierungsstelle Fairtrade im Dezernat Finanzen, Beteiligungen und Personal der Stadt Frankfurt am Main veranstaltet gemeinsam mit der Stabsstelle Nachhaltigkeit der Frankfurt University of Applied Sciences (FUAS) ein Fair Fashion Event mit zahlreichen Mitmachaktionen. Am Donnerstag, 9. Juli, erwartet Besucherinnen und Besucher von 16 bis 21 Uhr auf dem FUAS-Campus am Nibelungenplatz 1 ein abwechslungsreiches Programm rund um nachhaltige Mode und bewussten Konsum. Die Veranstaltung findet in Gebäude 1, Foyer und Café 1, statt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht zum einen die Kleidertauschbörse: Bis zu fünf gut erhaltene Kleidungsstücke können mitgebracht und gegen andere Lieblingstücke getauscht werden. „Ziel ist es, Kleidung länger zu nutzen, Ressourcen zu schonen und ein Zeichen gegen eine Fast-Fashion-Mentalität zu setzen“, fasst Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff, Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Personal, zusammen. Eine Teilnahme ist auch ohne eigene Kleidungsstücke möglich.

Ein weiterer Programmhöhepunkt ist die Talkrunde „Kaufen, tragen, wegwerfen? – Wer trägt die Folgen unseres Modekonsums?“. Gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Praxis werden die sozialen und ökologischen Auswirkungen der globalen Modeindustrie diskutiert. Der Talk verbindet Fragen des Konsums mit Einblicken in Arbeitsbedingungen entlang globaler Lieferketten, die Umweltfolgen der Textilproduktion sowie Möglichkeiten für einen nachhaltigeren und gerechteren Umgang mit Kleidung. Bergerhoff sagt: „Dabei steht zur Diskussion: Wie viel Verantwortung tragen wir selbst, und wo braucht es politische und wirtschaftliche Veränderungen?“

Neben Kleidertausch und Talkrunde ermöglicht eine Upcycling-Station, Kleidung kreativ aufzuwerten und länger zu nutzen. Besucher:innen können Kleidungsstücke durch sichtbare Reparaturen individuell gestalten und verschönern. Die Upcycling-Station zeigt auf praktische Weise, wie nachhaltige Mode entstehen kann und wie aus kleinen Veränderungen Kleidungsstücke aufgewertet werden können. Musik sowie Speisen und Getränke laden darüber hinaus zum Stöbern, Verweilen und Austausch ein.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten sowie an Studierende und Mitarbeitende der FUAS. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dienstag, 23. Juni 2026

Niedliche Worte - verheerende Verhältnisse

 Sido: https://youtu.be/HCWewPwJK4I?si=5aWx65I4Dft6G3Ad

Die Mainstream-Medien sprechen von "ungewöhnlicher Hitze" und "Rekorden", es fehlen denen authentische, passende Worte. Wettermänner scheinen basserstaunt zu sein, dass es nun nächste Woche wieder kühler wird. Dabei geht es doch schon seit Jahren extrem rauf und runter, nur die Ausschläge werden immer größer. 

Wenn auch ARD und ZDF als öffentlich-rechtliche "Anstalt" sicherlich den Auftrag zur verbalen Deeskalation haben, so ist das Wegducken, wie es ihre auftraggebenden Parlamentarier samt eingekaufter Journaille pflegen, für das "Volk" tödlich. Alberne Ratschläge, die Socken länger zu tragen, verniedlichen die Katastrophe. Dass wir unseren Lebensstil krass vereinfachen müssen, ist schon lange klar, aber im Zusammenhang mit den Extremwettern nicht der Punkt. 

An der richtigen Stelle die richtigen Zusammenhänge erfragen, bei der NASA zum Beispiel, im Pentagon oder beim Massachusetts Institut Technology (MIT)! Und besonders beim Militärprojekt Haarp in Alaska, wo mit Tesla-Erfindungen Impulse zu U-Booten in großen Tiefen ebenso wie zur Ionosphäre gesendet werden. 

Fragen wie "Können Wetterfronten verschoben und erzeugt werden", all das ist "geheim" und wird nicht beantwortet. Die KI als Antwortgeberin ist manipuliert. Also bleiben Konsumenten die Prügelknaben, so einfach ist das. 

Der frische Quell des persönlichen Gesprächs, die authentische Information, das leibhaftige Engagement sind das Wichtigste. Wenn wir es denn überhaupt noch realisieren dürfen. ip

Montag, 22. Juni 2026

Vom Feuerring zur Feuerkuppel?

Die deutsche Zivilbevölkerung wurde 1945 mit dem Feuerring um Dresden bestraft. Die Elbestadt war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach bei Luftangriffen der Briten und US-Amerikaner schwer zerstört worden. Nach Recherchen einer Historikerkommission kamen bis zu 25.000 Menschen in einem Feuersturm ums Leben. 

Nun fällt eine erneute Bestrafung umgekehrt aus?: Die Hitzekuppel sitzt jetzt innendrin im Ring und trifft auch Frankreich.

Solche Fantasien kommen einer dieser Tage. Wer denkt angesichts der drohenden 40 Grad nicht an Flucht nach Patagonien oder Neuseeland?

Konnte mich mit Klimaanlagen, selbst abgesehen von der Umweltschädlichkeit, nie so recht anfreunden. Du musst die Fenster geschlossen halten und fühlst dich wie im Käfig. 

Und ja, es kommt auch die Angst vor unzähligen Hitzetoten auf. ip

Nicht abschotten, sondern öffnen - 23 Städte haben sich dieser Forderung angeschlossen

Anlässlich des 75. Jahrestages der Genfer Flüchtlingskonvention fordert Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg das Bleiberecht für Geduldete

Berlin. Jede Minute flieht ein Mensch vor Krieg oder Verfolgung. Weltweit sind aktuell mehr als 117 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben. Allein 2000 von ihnen leben als „Geduldete“ in Frankfurt. Diesen Menschen müsse ein dauerhaftes Bleiberecht eingeräumt werden, forderte Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg am Montag, 22. Juni, bei einer Online-Konferenz im Rahmen des 26. Berliner Symposiums zum Flüchtlingsschutz. 

Anlass des Symposiums ist der 75. Jahrestag der Genfer Flüchtlingskonvention, es steht unter dem Motto „Migration als Chance – eine kommunale Sicht“. Organisiert wurde die Online-Konferenz von der Evangelischen Akademie Berlin.

Bezugnehmend auf ihren Aufruf an die Bundesregierung vom Dezember 2025 sagte Eskandari-Grünberg: „Wir müssen es schaffen, dass geflüchtete und geduldete Menschen, oftmals ja auch Familien mit gut integrierten Kindern, eine dauerhafte Perspektive bekommen – teilweise leben sie ja schon über zehn Jahre in Deutschland.“ Kommunen könnten mehr für die Integration Geflüchteter tun, wenn die Bundesgesetze entsprechend angepasst würden. „Für die Zukunft unseres Landes ist es unerlässlich, dass wir uns nicht abschotten, sondern öffnen. Es heißt wir brauchen Fachleute – die schrecken wir aber mit unserer derzeitigen Politik ab.“

Der Aufruf, dem sich inzwischen Politikerinnen und Politiker aus 23 Städten angeschlossen haben, enthält sieben Forderungen der Kommunen an die Bundesregierung: solide finanzielle Unterstützung für die Aufnahme und Integration von Geflüchteten, schnellere Integration in den Arbeitsmarkt, personelle und digitale Stärkung der Ausländerbehörden, faire Asylverfahren und einen besonderen Schutz für vulnerable Gruppen, einen Schub im sozialen Wohnungsbau und bessere Koordinierung der Verteilung von Geflüchteten, das Bleiberecht für Geduldete sowie besseren Schutz vor Diffamierung und finanzielle Unterstützung für ehrenamtliche Helfer.

Die Genfer Flüchtlingskonvention ist das zentrale Rechtsdokument des internationalen Flüchtlingsrechts. Die Konvention enthält unter anderem eine international verbindliche rechtliche Definition des Begriffs „Flüchtling“ und ist die Rechtsgrundlage für das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR). Sie wurde am 28. Juli 1951 auf einer UN-Sonderkonferenz in Genf verabschiedet und inzwischen von 149 Nationen anerkannt.