Montag, 16. März 2026

Twinkle twinkle, little satellite?

Wenn frau zu den Sternen aufschaut, und pausenlos bringen Satelliten Unruhe ins Bild, entsteht die Frage, wer eigentlich Elon Musk und anderen die Genehmigung erteilen durfte, unsere Erde mit Satelliten zu ummanteln, kommerziell zu nutzen, und sie einfach nach Belieben an- und abzuschalten. ip

Vertrag in Kraft seit: 10. Oktober 1967
Unterzeichner: Über 110 Staaten, darunter alle großen Raumfahrtnationen wie USA, Russland, China, Deutschland.

Europa: Deutschland – Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) für Start- und Betriebsgenehmigungen, Bundesnetzagentur für Frequenzen, BAFA für Export kontrolle. Frankreich – CNES (Centre National d’Études Spatiales) genehmigt Satellitenstarts und koordiniert internationale Zusammenarbeit. Italien – ASI (Agenzia Spaziale Italiana) reguliert Satellitenprojekte und Starts.Vereinigtes Königreich – UK Space Agency vergibt Lizenzen für Satellitenstarts und -betrieb, inkl. Frequenzgenehmigungen.

Nordamerika: USA –FCC (Federal Communications Commission): Genehmigung der Funk Frequenzen. FAA Office of Commercial Space Transportation: Genehmigung von Raketen starts. NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration): Genehmigung von Erdbeobachtungssatelliten für Umwelt- und Wetterdaten.Kanada – Canadian Space Agency (CSA) koordiniert Satellitenbetrieb, Startgenehmigungen und internationale Registrierung.

Asien: China – China National Space Administration (CNSA) genehmigt alle Satellitenstarts und betreibt Satellitenüberwachung.

Indien – ISRO (Indian Space Research Organisation) ist sowohl Betreiber als auch Genehmigungsbehörde.

Japan – JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency) genehmigt Satellitenstarts und Koordination im Orbit.

International: UNO – UN Office for Outer Space Affairs (UNOOSA): Internationale Registrierung von Satelliten gemäß dem Weltraumvertrag. U

International Telecommunication Union (ITU): Zuweisung und Koordination von Frequenzen und Orbitalpositionen.

Commerzbank: Brief an Bundeskanzler

Frankfurt. Oberbürgermeister Mike Josef wendet sich in einem Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz und Ministerpräsident Boris Rhein: Es geht um das Übernahmeangebot der UniCredit für die Commerzbank. Josef fordert, alles zu tun, um die Bank als unabhängiges Institut und wichtigen Arbeitgeber am Finanzplatz Frankfurt zu erhalten.

UniCredit (Hauptsitz Mailand) hat bereits rund 26–30 % der Commerzbank-Aktien gekauft und versucht jetzt, mehr Kontrolle zu bekommen. Wenn eine große Bank von einer ausländischen Gruppe übernommen wird, könnte die Entscheidungsmacht ins Ausland verlagert werden. 

Wieviel Graffiti denn noch?

Die neuerlichen Pläne der Stadt Hannover für den Raschplatz stoßen bei der Partei Die Linke auf deutliche Kritik. Statt hunderttausende Euro in Graffiti-Projekte, Kunstinstallationen und Eventformate zu investieren, muss die Stadt nachhaltig soziale Hilfsangebote fördern.

„Der Raschplatz ist kein Marketingproblem, sondern ein sozialpolitisches“, erklärt Felix Mönkemeyer, Ratsmitglied der Linken. „Wenn die Stadt 250.000 Euro für ein Bodengraffiti ausgeben kann, dann sollte sie erst recht ausreichend Mittel für niedrigschwellige medizinische Versorgung, Sozialarbeit und Unterstützung für wohnungslose Menschen bereitstellen. Wer die Probleme am Raschplatz wirklich lösen will, muss bei den Ursachen ansetzen. Frühere Maßnahmen vor Ort haben bereits gezeigt, dass Aufwertungsprojekte häufig zu Verdrängung führen, ohne die sozialen Probleme wirklich zu lösen.“

Aus Sicht der Linken braucht es für den Raschplatz eine langfristige soziale Strategie statt kurzfristiger Imageprojekte. Das Ziel muss sein, den Platz für alle Menschen lebenswerter zu machen. Dafür müssen die Bedürfnisse aller berücksichtigt und soziale Unterstützungsstrukturen ausgebaut werden.

Dazu meine Anmerkung: Alles nur, weil Oberbürgermeister Onay Kulturhauptstadt werden muss, um der NATO zu gefallen? Klappt doch auch so, ohne das viele Geld auszugeben. Es ist wie beim Friedensnobelpreis ohne Frieden... Und "Hinterm Bahnhof" bleibt hinterm Bahnhof, wie seit über einem halben Jahrhundert.ip

Samstag, 14. März 2026

Mit dem Tod von Jürgen Habermas endet eine Epoche

Starnberg. Jürgen Habermas, der international renommierte Denker, ist am Samstag, 14. März, im Alter von 96 Jahren gestorben. Habermas prägte als Professor für Philosophie an der Goethe-Universität die intellektuelle Landschaft Europas und der gesamten Welt. 

Seine Assistentin Ildiko Dornbach und weitere Studenten unterstützte er bei der Bildung einer Landkommune in Italien, die bis heute funktioniert. Seine tiefe Überzeugung von der Kraft einer Vernunft basierten Kommunikation hat Maßstäbe auch für künftige Generationen gesetzt.

"Er hat die Kritische Theorie seiner Lehrer Theodor W. Adorno und Max Horckheimer (der berühmten linken "Frankfurter Schule" ) durch kommunikationstheoretische Ansätze weitergeführt und mit dem Begriff des kommunikativen Handelns eine universelle Gesellschaftstheorie geschaffen, die auf der Grundlage der Rationalität von Verständigung im Medienzeitalter basiert. 

Das weltweit rezipierte Werk ‚Die Theorie des kommunikativen Handelns‘ gehört zum Kanon der bedeutendsten Werke der Philosophie des 20. Jahrhunderts und hat den internationalen Ruhm von Jürgen Habermas begründet. Jürgen Habermas war ohne Zweifel der wichtigste Philosoph der alten Bundesrepublik, der bis an sein Lebensende an den Debatten und Diskursen als ein wacher und scharfer Analytiker teilgenommen hat. Mit ihm verlieren wir einen großen Denker und einen überzeugten Demokraten, dessen Stimme dem Land fehlen werden.“ sagt die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Auch nach seiner Emeritierung blieb Habermas eine einflussreiche Stimme in politischen und philosophischen Debatten. Seine Beiträge zur europäischen Integration, zu Fragen der Demokratie und zur Rolle der Öffentlichkeit fanden weltweit Beachtung. 

Mein Wort zum Sonntag: Thema "Disruption"

Nur meine verbrauchte Küchenschürze erinnert noch daran, wann Disruption in Hannover zugunsten der Militarisierung und Robotik einsetzte.
In den USA begann diese brutale "Disruption" des 21.Jahrhunderts mit NineEleven, als beispielsweise ein Unternehmer auf einen Schlag seine 3000 Angestellten einschließlich seines Bruders im zusammenstürzenden WorldTradeCenter sterben sah. 
Seitdem brechen nicht nur die geopolitischen Strukturen und globalen Lieferketten auseinander, auch Liebespaare, Freundinnen und sogar Verwandte nehmen voneinander Abstand.
Es herrscht die von den Oligarchen erzwungene Leere, die nicht das geringste mehr mit Meditation, Fitness, Mutterschaft oder Eheglück zu tun hat.
Ob die neue KI-Weltordnung wohl noch lebenswert sein wird? ip

Freitag, 13. März 2026

Und wiedereinmal kuschen die Gewerkschaften - Zukunft für VW-Werk in der Friedensstadt Osnabrück intern schon festgelegt auf reine Waffenschmiede

Osnabrück. Nach Insider-Informationen hat der Betriebsrat von VW Osnabrück auf der Betriebsversammlung am Donnerstag den vollständigen und langfristigen Werksumbau auf Rüstung angekündigt. Betriebsratsvorsitzender Placke sagt: "Das wird nicht nur ein kurzer Ausflug in die Rüstungsproduktion".

Eine Einheitsfront aus Konzernvorstand, Geschäftsführung und Gewerkschaft gibt alles, dass dieser Umbau möglichst sicher und reibungslos über die Bühne geht. Denn eine Rüstungskonversion der Fabrik ist nicht unstrittig. Seit Bekanntwerden der Vorschläge um eine mögliche Übernahme durch Rheinmetall im Frühjahr letzten Jahres regt sich Widerstand aus der Osnabrücker Bevölkerung und darüber hinaus:

Die IG Metall Osnabrück tut derweil alles dafür, dass sich Ihre Mitglieder bloß nicht an der Debatte beteiligen. Auf der Betriebsversammlung letzten Donnerstag gab sich der 1. Bevollmächtigte Stephan Soldanski sogar die Mühe, eine Bildpräsentation mit Bildern von Aktionen vorzuführen (Aufhängen eines Banners mit einer Friedenstaube, Antimilitaristisches Winterfest...), um die Beschäftigten scharf dazu anzuhalten, sich bloß nicht an solchen Aktionen zu beteiligen. Überhaupt, so wird Soldanski von einem Besucher der Betriebsversammlung zitiert, sei er froh, dass die Polizei gegen solche antimilitaristischen Zusammenhänge ermittle. Soldanski rief die Beschäftigten auf, auf keinen Fall mit Aktivisten zu sprechen und auch nicht mit der Presse. Solche "Störfeuer" seien schädlich im Kampf um zukünftige Arbeitsplätze.

Werksintern scheint schon klar, dass die einzige aktuell angestrebte Zukunftsoption eine hundertprozentige Umstellung auf Rüstungsaufträge ist. Bei den meisten Übernahmegesprächen und Pilot-Projekten, an denen die Entwicklungsabteilung arbeitet, gehe es um Rüstungsaufträge.

Die Rüstungsproduktion konkretisiert sich Tag für Tag. Erst am Montag war über einen Bericht in der Automobilwoche bekannt geworden, dass für das Werk bereits ein Produktionauftrag von Rheinmetall ergangen ist - ab April sollen dort 60 bis 100 Beschäftigte gepanzerte Fahrerkabinen bauen.

Während Rheinmetall gestern einen Kauf des Werks offiziell absagte, war zeitgleich die Delegation eines unbekannten Unternehmens im Werk. Nach Konzerninformationen ist mindestens ein weiteres Rüstungsunternehmen im Gespräch mit dem Werk.

Nachtrag zum Weltfrauentag - alle Emotionen sind hilfreich

Hannover. Gestern erlebte ich eine zarte blonde Polizistin, die einen renitenten Autofahrer am Marstall anschrie, während ihr Kollege im Streifenwagen wartete. Der Angeschriene schrie zurück und sie verlangte nun seinen Ausweis. Passanten waren gebannt von der Szene und ich fand es einfach nur wirklich gesund, dass eine Frau durch ihre ewige Zwangserziehung zur Freundlichkeit endlich auch einmal andere Emotionen zeigt, ohne dafür gleich umgebracht zu werden (dies passiert öfter zuhause im zeugenlosen Bereich). ip

Karsten Siefert von Hannover Concerts: wir sind stolz, die wunderbare Alison Moyet für ein Konzert am Sonntag, 20. September 2026, im Kuppelsaal Hannover ankündigen zu dürfen. Die Fans dürfen sich auf Songs von Yazoo und Tracks ihrer Soloalben freuen. Tickets sind ab sofort erhältlich.https://youtu.be/Z8CeAHfAD2w?si=TP9xhgZTDkGVqMgt

Pipilotti Rist: "Wicked Game" https://youtu.be/cHGHh1o8IIE?si=qgU_8xIEGPmmffs9