Sonntag, 22. Februar 2026

Stoppt das Töten – Stimmen aus der Ukraine und Russland

Aus der Ukraine berichtet Andrii Konovalov über die Lage von Kriegsdienstverweiger*innen in seinem Land. Er beschreibt die rechtlichen Einschränkungen, den gesellschaftlichen Druck und die schwierige Situation von Menschen, die sich dem Militärdienst entziehen wollen. Trotz aller Hindernisse gebe es weiterhin Stimmen, die auf zivile Konfliktlösungen und internationale Solidarität setzen:

„Nach dem UN-Zivilpakt darf das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen weder eingeschränkt noch außer Kraft gesetzt werden. Dieses Recht ist auch in der Verfassung der Ukraine verankert.

Das ukrainische nationale Recht beschränkt jedoch dieses verfassungsmäßige Recht unzulässig auf bestimmte religiöse Überzeugungen und schließt andere aus, was den Verpflichtungen zu Gleichheit vor dem Gesetz und Nichtdiskriminierung gemäß dem UN-Zivilpakt widerspricht. Zwischen Januar und Juni 2025 registrierte die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine mehr als 125.000 Fälle von Männern, die wegen Desertion oder unerlaubten Verlassens einer Militäreinheit angeklagt wurden. Insgesamt stehen über 2 Millionen Personen wegen Wehrdienstentziehung zur Fahndung.“

Einen Einblick in die Situation in Russland gibt Artem Klyga von Connection e.V. Er schildert die zunehmende Repression gegen Deserteur*innen und Friedensaktivist*innen sowie die Risiken, denen sich Menschen aussetzen, die öffentlich gegen den Krieg auftreten. Gleichzeitig verweist er auf Unterstützungsstrukturen, die Betroffenen helfen, das Land zu verlassen oder sich rechtlich zu verteidigen: „Wer in Russland eine Staatsbürgerschaft oder Aufenthaltsgenehmigung will, muss unterschreiben, dass er Militärdienst leistet. Die Mobilisierung war 2022 nicht vorbei, sondern die Regierung sucht immer neue Wege, Menschen zu rekrutieren.           

Viele Russen werden mit falschen Versprechungen an die Front geschickt, z.B.  um bestimmte Anlagen (z.B. Kraftwerk) zu schützen. In Russland gab es 2025 11.500 Strafverfolgungsfälle wegen Desertion oder Verlassen des Militärs.“

Das Aktionsbündnis „Stoppt das Töten“ wird getragen von: Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), attac Deutschland (auch der verstorbene CDU-Politiker Dr. Heiner Geißler war hier schon Mitglied, Bund für Soziale Verteidigung (BSV), Church and Peace, Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Netzwerk Friedenskooperative, NaturFreunde Deutschlands, Ohne Rüstung Leben (ORL). 

Samstag, 21. Februar 2026

Am letzten Sonntag im Monat westprotest.de-Spaziergang

Keine Autobahn durch Linden-Limmer!
Der Westschnellweg (B6) zwischen der Anschlussstelle Herrenhausen und dem Deisterplatz in Linden-Süd ist gut vier Kilometer lang und umfasst 14 Brückenbauwerke. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) nimmt das Alter der Brücken zum Anlass, den Schnellweg zu “modernisieren”. Im Herbst 2025 hat die Entwicklung der verschiedenen Varianten begonnen. Der Planungsprozess setzt sich fort wie beim Südschnellweg in der Ricklinger Leinemasch. Dort hat die sinnlose Zerstörung der Natur und Naherholungsgebiete Anfang 2024 bereits begonnen.

Den Menschen in Linden, Limmer und Herrenhausen droht eine über zehnjährige Großbaustelle mit Lärm, Staub, dem Verlust an Freiflächen, Grün und Bäumen – egal, ob die Variante “Autobahn” oder “Tunnellösung” umgesetzt werden sollte. Dem Klima droht der Kollaps. Wer heute noch Straßen für mehr Autoverkehr ausbauen will, wird die Klimaziele klar verfehlen und die Klimaschutzgesetze brechen.

Bis zur Fertigstellung dauert es noch viele Jahre. Aber: Die Planung beginnt jetzt – der Widerstand auch!

Es geht auch anders. Setz dich mit uns ein für eine alternative Planung und für eine sozial gerechte Verkehrswende !

Hannover lässt nicht locker. 

Freitag, 20. Februar 2026

Marktkirche entpacken!

Hannover. Wann ist die Sanierung unserer geliebten Marktkirche endlich beendet. Draußen wirbt die VGH-Versicherung mit "Alles Gute kommt nach oben" und meint damit ihre Förderung der künstlerischen Ausgestaltung von Bauplanen. Was daran Kunst sein soll, entzieht sich meinem Empfinden. Eher sieht das großflächige Gemälde wie Verpackungs-Design aus. Christo ist ja leider im Covidjahr 2020 entschlafen. Der hätte es gepackt. 

Lesen die Figuren in der Mitte vielleicht in der HAZ? Das wäre Schleichwerbung. Hingegen hat die FAZ ihre berühmte Skulptur "Dahinter steckt immer ein Kluger Kopf" in einen Vorgarten entsorgt und lässt auf ihrem Grundstück als konkreten Akt der Menschenliebe mietgünstige Wohnungen errichten...  Iptextfoto 


Phosphorreduktion im Abwasser

ffm. Sauberes Wasser ist die Grundlage für ein intaktes Ökosystem, für Gesundheit und Lebensqualität. Mit einer neuen Anlage zur Phosphorelimination in der Kläranlage Niederrad/Frankfurt wird konkret gehandelt: Da Phosphor einer der Hauptverursacher von Gewässer-Eutrophierung ist, werden damit Seen und Fließgewässer geschützt und eine verlässliche kommunale Daseinsvorsorge für heutige und kommende Generationen geleistet“, sagt Stadtrat Siefert, der für die Stadtentwässerung zuständig ist.

Donnerstag, 19. Februar 2026

Spürhunde und jede Menge Feldjäger (Militär-Polizei) in der City of Music

Hannover. Hochsicherheitsstimmung vorm Alten Rathaus. Jede Menge Feldjäger mit roten Baretts rund um die Marktkirche warteten auf hochrangige Generäle und Parlamentsabgeordnete. Die Gullis wurden abgedichtet, auf den hochgelegenen Flachdächern und Roofgardens weiter entfernter Gebäude hielten sich Männer und Scharfschützen auf, die da bei der Kälte sicher nicht freiwillig standen. Aus den Mannschaftswagen der Polizei wurden Schäferhunde ausgeladen. 
Ich lachte ein wenig zusammen mit einem jungen Fotografen, um nicht zu erstarren, denn vor allem die jungen Leute haben Angst.
Es wird bei diesem NATO-Bankett sicher Leckeres zu essen gegeben haben. Die Wehrmachtsspitzen seinerzeit verstanden sich auch darauf, hatten den Luxus bei wohlhabenden Juden abgeschaut. 
Der Donnerstags-Bauernmarkt an der Marktkirche fand nicht statt, wurde aber weder abgesagt noch verlegt. Gruselige Aussichten für die City of Music, so in den Mittelpunkt der NATO-Übungen gestellt zu werden? iptextfoto 


In Hannovers Altstadt feierte die NATO mit 400 geladenen Gästen

Hannover. Merz möchte mehr Spargelder der Bundesbürgerinnen locker machen. Dazu dient auch die Rentenreform. 

Verlautbart wird neuerdings, dass zu viel deutsches Geld nach Amerika fließe. Eurobonds seien deshalb angedacht.

Nun- die Pensionsfonds der Amerikaner werden von Private-Equity-Hegdefonds maximal gewinnbringend angelegt. Wir in Hannover bekamen das zu spüren, als Carlyle das Ihme-Zentrum endgültig ruinierte. Ruinen, und insbesondere ihre Grundstücke, lohnen sich immobilienmäßig nämlich inzwischen am meisten. 

Eine vorbildliche Rentenversicherung gibt es in der Schweiz, alle zahlen von allem für alle: der Millionär von seinen Kapitaleinkünften, der Gemeinderat von seinen Sitzungsgeldern, die Arbeitnehmer vom Lohn, schrieb Dr. Heiner Geißler selig auf seiner Website. Die wirtschaftlich Stärkeren müssten mehr beitragen als die wirtschaftlich schwächeren. Eine ethisch begründete Solidaritätspolitik sei ökonomisch unschlagbar und allen anderen Finanzierungssystemen überlegen. Sein Wort in Gottes Gehörgang? 

In der rigoros abgesperrten Altstadt unserer City of Music feierte nun die NATO mit 400 geladenen Gästen. Die Umsätze der Geschäftsleute brachen dramatisch ein. Nur Hannovers vornehmes Vorzeigehotel KastensLuisenhof machte als Unterkunft der Generäle gut Kasse. ip

Mittwoch, 18. Februar 2026

Klavierimprovisation, Schauspiel, Tanz, Schokolade, Licht

Hannover. 18. März, 18 Uhr | Villa Seligmann Theaterworkshop & KlavierimprovisationImproVision I: Music meets Theater Ashley Hribar, Klavier improvisation Nike AndersenSonja ThöneböhnMarc Beinsen, Schauspiel (Die ImprokokkenGemeinsam mit dem Pianisten und Stummfilm-Improvisator Ashley Hribar eröffnen die “Improkokken” die diesjährige Reihe „ImproVision“ in der Villa Seligmann. In vier Veranstaltungen von März bis November brennt die Leidenschaft der musikalischen Improvisation mit einem Feuerwerk an Ideen und Inspirationen weiter. Nach den Taschenfestivals 2024 und 2025, welche die unbekannte Dimension der Klavierimprovisation in den Mittelpunkt stellten, springt nun der Funke auf andere Kunstgattungen und sinnliche Erfahrungen über. Mit Schauspiel, Tanz, Schokolade und Licht-(Geschwindigkeit) bleibt alles in Bewegung und schärft die “drei Sinne der Villa Seligmann”, das Hören, Sehen und Schmecken.Tickets zu 23/15/erm. 8 Euro sind im Webshop, unter karten@villa-seligmann.de oder Tel. 0511 844887-200 erhältlich.