Dienstag, 21. Juli 2026

Mal so richtig auf die Pauke hauen:

Ipfoto Plakate

Soldatische Logik - ein Beispiel

Über den Hund kamen wir ins Gespräch: Ein reinrassiges Windspiel. "Der Kaiser hat diese Hunde so geliebt, dass er sie mit ins Grab nahm", bedauerte er die 3000 Euro hohen Operationskosten, weil der 25km/h schnelle Hund sich in Maulwurfslöchern beide Hinterläufe brach.

Und unvermittelt: Die 45 Jahre bei der britischen Rheinarmee seien die schönste Zeit seines Lebens gewesen. 
Frage: Haben Sie Menschen erschossen? "Ja natürlich, im Auftrag der Queen. Das gehört zum Beruf. Mein General war sehr stolz, dass er seine gesamte Mannschaft heil aus Afghanistan wieder nachhause zurückbrachte." Im Irak sei er nur kurz gewesen. 

"In Nordirland ist es am heißesten hergegangen. Da haben wir jede Menge Katholiken erschossen." Später hätten die aus Rache zwei Offiziere ermordet. "Da wir an den Nummernschildern unserer Autos identifizierbar waren, wurden dann vorsichtshalber gefälschte Schilder verwendet."

Er sei gegen Wehrpflicht. Für einen Beruf müsse man sich entscheiden können. Ein Lastwagenfahrer entscheide sich ja auch, am Straßenverkehr mit den unzähligen Verkehrstoten teilzunehmen...
Frage: "Entscheidet sich denn einer wirklich, oder gerät er zum Beispiel durch seine finanzielle und soziale Lage hinein?" 
Antwort: "Ich war noch sehr jung, als ich zur Rheinarmee ging." ip

Nachsatz: Die BAOR (British Army of the Rhine, britische Landstreitkräfte, die in Deutschland stationiert waren, 1994 im Zuge der Truppenreduzierungen nach dem Ende des Kalten Krieges aufgelöst und durch die British Forces Germany (BFG) ersetzt) war mehr als eine reine Besatzungsarmee. 
Im Laufe des Kalten Krieges wurde sie zu einer vollwertigen NATO-Kampftruppe, die für einen möglichen Krieg mit der Sowjetunion und ihren Verbündeten vorbereitet wurde.
Aufgrund der langjährigen Stationierung in Deutschland verblieben zahlreiche ehemalige Militärangehörige in Deutschland und sind zum Teil in der Royal British Legion organisiert. 
Ein bekannter Nachfahre britischer Militärangehöriger in Deutschland ist der vormalige niedersächsische Ministerpräsident David McAllister (Sohn eines britischen Zivilbeamten).

Montag, 20. Juli 2026

JS Bach: "Wenn du mir nicht den Coffee lässt..."

Ohne Kaffeegenuss und sein enthaltenes Gift Koffein muss man seine körperlichen Grenzen anerkennen. Der Witz ist aber, so aktiv wie gewünscht macht Kaffee gar nicht, sondern erhöht nur das dazugehörige Gefühl, fördert Durchfall bzw. Verdauung, frisst Vitamine aus den Knochen, vertilgt Freie Radikale, von denen der heutige Mensch Massen in sich beherbergt, die er aufgrund der ungesunden Lebensweise nicht mehr mit körpereigenen Mitteln eliminiert. 

So kam es dazu, dass auf seriös machende Ärzte ihn im Internet und in ihrer Praxis mit dem Hinweis empfehlen, Deutschland sei ein Kaffeeland, ohne die enorm schädigenden Nebenwirkungen zu erwähnen, wie Schlaflosigkeit, Nervenzusammenbruch, Sodbrennen, Entwässerung, Ödemverstärkung, Bluthochdruck, oder aber sie herunterzuspielen (Drei Tassen, über den Tag verteilt, seien gar nach neuesten Forschungen gesundheitsfördernd), als würde ihr Kanal von Starbucks gesponsert... Und in fast allen Krankenhäusern wird Kaffee obligatorisch serviert!

Immer dies "nach neuesten Forschungen" als Feigenblatt für beispiellos erfolgreiche Marketingkampagnen koffeinhaltiger Getränke. In der Historie wurde mehrmals Kaffee verboten, wie Arno Peters es in seiner Synchronoptischen Weltgeschichte dokumentierte:

ip
Kaffeeentzug dauert drei Tage. 

E-Scooter

Donnerstag, 16. Juli 2026

Kameras auf der Brust?

Die sogenannten Zugbegleiter:innen (früher Schaffner genannt) der Deutschen Bahn können jetzt Kameras auf der Brust tragen. Was das wohl soll? Im stressigen Schichtdienst sich auch noch mit Technik herumärgern, während die Gefahren doch im menschlichen Bereich liegen? ip

Kernfusion ist keine harmlose Zukunftstechnologie

"Seit über 70 Jahren wird an der Kernfusion geforscht. Seit über 70 Jahren heißt es: Bald ist der Durchbruch da. Doch bis heute ist kein einziges Fusionskraftwerk am Netz. Trotz immer neuer Ankündigungen und Investitionen in Milliardenhöhe bleibt die Kernfusion vor allem eines: ein leeres Zukunftsversprechen.

Trotzdem schafft die Bundesregierung bereits Fakten:

Sie will Kernfusionsanlagen in das Strahlenschutzgesetz aufnehmen. Damit soll die Kernfusion erstmals in Deutschland gesetzlich geregelt werden – aber das reicht nicht aus.

Denn Kernfusion ist keine harmlose Zukunftstechnologie. Tritium, das in Fusionsreaktoren durch hochenergetische Neutronen erzeugt werden soll, ist zugleich ein zentraler Bestandteil moderner Atomwaffen. Außerdem ließe sich in Fusionsreaktoren auch aus Uran Plutonium erzeugen – ebenfalls ein Material, das für Atomwaffen wichtig ist. Bei der Nutzung der Kernfusion besteht also ein echtes Risiko der Weiterverbreitung atomwaffenfähiger Stoffe.

Zudem hat auch die Kernfusion ein Atommüllproblem: Die extremen Belastungen im Reaktor machen es nötig, Bauteile regelmäßig auszutauschen. Das Ergebnis sind große Mengen schwach- und mittelradioaktiver Abfälle, die sicher gelagert werden müssen.

Deshalb müssen für Fusionsanlagen dieselben hohen Sicherheitsmaßstäbe gelten wie für andere Atomanlagen. Das Atomgesetz geht über den reinen Strahlenschutz hinaus. Es regelt die Genehmigung, Aufsicht, den Umgang mit Störfällen, Entsorgung und die Verantwortung für die radioaktiven Abfälle. Kernfusionsanlagen sollten daher nicht nur im Strahlenschutzgesetz, sondern auch im Atomgesetz geregelt werden. Mehr Hintergründe findest Du im Blogartikel meiner Kollegin Miriam Tornieporth.

Die eigentliche Gefahr: verlorene Zeit. Die Debatte über Kernfusion lenkt von den Lösungen ab, die wir längst haben.

Während über eine vermeintliche Zukunftstechnologie gesprochen wird, die vielleicht in einigen Jahrzehnten einsatzbereit sein könnte, gerät der dringend notwendige Ausbau von Wind- und Solarenergie ins Stocken. Das verlängert die Abhängigkeit von Kohle und fossilem Gas – und kostet wertvolle Zeit im Kampf gegen die Klimakrise.

Für den Klimaschutz käme die Kernfusion ohnehin viel zu spät.

Wind und Sonne liefern schon heute saubere, sichere und bezahlbare Energie – ganz ohne das Risiko neuer radioaktiver Abfälle oder waffenfähiger Materialien.

Wir dürfen uns nicht von leeren Zukunftsversprechen blenden lassen.

Wir brauchen keine neue atomare Seifenblase.

Wir brauchen eine konsequente Energiewende – jetzt!

Hilf mit, den Mythos Kernfusion zu entlarven.

Bestelle jetzt unseren neuen Flyer „Seifenblase Kernfusion“, teile die Informationen mit anderen und unterstütze unsere Aufklärungsarbeit. Denn je mehr Menschen die Risiken kennen, desto schwerer wird es, die Kernfusion als vermeintliche Wunderlösung zu verkaufen."

Herzliche Grüße Carolin Franta und das ganze .ausgestrahlt-Team

Dazu meine Anmerkung: "Einen Grenzwert für die Verträglichkeit radioaktiver Strahlung gibt es nicht. Der Glaube an Grenzwerte täuscht über das tödliche Risiko hinweg." schrieben Gould und Goldman 1992. Frederic Vester 1987: "Kernenergie ist nicht ökonomisch. Die Atomwirtschaft konfrontiert unsere Gesellschaft mit Auseinandersetzungen, die den politischen Grundkonsens bedrohen." 

Auch bei den Störchen werden die Flugzeiten kürzer...

Mehr als 200 Weißstorchpaare in der Region - 357 Jungstörche werden flügge

Region Hannover, 16.17.2026. Der Weißstorchbestand in der Region Hannover wächst weiter: In seiner vorläufigen Saisonbilanz für 2026 hat Dr. Reinhard Löhmer, ehrenamtlicher Beauftragter für die Weißstorchbetreuung in der Region Hannover, 204 besetzte Nester erfasst. Das sind 17 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2025. Von den 204 Paaren haben 147 erfolgreich gebrütet und voraussichtlich rund 357 Jungstörche aufgezogen.

Seit 1934 wird der Weißstorchbestand in der Region erfasst. Damals wurden 55 Paare gezählt. Den historischen Tiefststand erreichte der Bestand 1988 mit nur neun Paaren.

Wie hat sich der Weißstorchbestand 2026 entwickelt?

Der Weißstorchbestand ist gegenüber dem Vorjahr von 187 auf 204 Paare und damit um gut neun Prozent gewachsen. Dr. Reinhard Löhmer registrierte insgesamt 20 neue Nestgründungen. Dabei besiedeln die Tiere zunehmend auch Gebiete, in denen historisch keine Weißstörche vorkamen. Ein Beispiel ist das Stadtgebiet von Springe mit inzwischen sechs Nestern.

Zum Bestandswachstum hat nach Einschätzung des Experten insbesondere der starke Jahrgang 2024 beigetragen. Viele dieser nun zweijährigen Tiere haben sich erstmals an der Brut beteiligt oder bereits eigene Nester gegründet.

Wo liegen die Storchenhochburgen in der Region?

Mit Abstand die meisten Weißstorchpaare leben weiterhin in Wunstorf. Dort wurden in diesem Jahr 60 besetzte Nester gezählt – sieben mehr als 2025. Es folgen Neustadt a. Rbge. mit 37 Paaren und Garbsen mit 17 Paaren.

Der starke Bestand in Wunstorf konzentriert sich vor allem auf die Aueniederung im Raum Bokeloh, Mesmerode und Idensen. „Die weitere Zunahme ist nach wie vor erstaunlich, weil sich der Lebensraum in diesem Gebiet seit Langem nicht erkennbar verändert hat“, sagt Dr. Reinhard Löhmer.

Wie erfolgreich verlief die Brut?

Von den insgesamt 204 Paaren haben 147 erfolgreich gebrütet. 57 Paare beziehungsweise 27,9 Prozent blieben ohne Bruterfolg. Am Ende der Saison werden voraussichtlich rund 357 Jungstörche ausgeflogen sein. Das entspricht durchschnittlich 1,75 Jungtieren je Paar und liegt damit ungefähr auf dem langjährigen Mittel von 1,8.

Die meisten erfolgreichen Paare haben zwei oder drei Jungstörche aufgezogen. In zehn Nestern werden jeweils vier Junge flügge. Den Spitzenwert erreicht ein Brutpaar in Steinwedel mit fünf Jungstörchen.

Trotz eines insgesamt guten Nahrungsangebots fiel das Brutergebnis nicht höher aus. Dr. Reinhard Löhmer erklärt: „Durch die nasse und kühle Witterung zur Zeit der Eisheiligen und der Schafskälte gab es relativ hohe Verluste bei den Jungen. Betroffen waren sowohl frühe als auch späte Bruten. Gleichzeitig berichteten Landwirte von zahlreichen Mäusen im Grünland. Mäusejahre sind für Störche eigentlich Jahre mit hoher Reproduktion – wenn das Wetter mitspielt.“

Warum wächst der Bestand weiter?

Eine wesentliche Ursache liegt nach Einschätzung des Experten im veränderten Zugverhalten. Mehr als 70 Prozent der Brutvögel in der Region gehören inzwischen zu den sogenannten Westziehern. Viele von ihnen überwintern nicht mehr in Westafrika, sondern im spanischen Raum oder bereits in Mitteleuropa. Dadurch sind die Zugwege kürzer geworden und die Tiere müssen häufig nicht mehr die Sahara überqueren.

„Die Vogelgrippe im Großraum Madrid hat entgegen den Befürchtungen nicht zu gravierenden Einbußen im Brutbestand geführt“, sagt Dr. Reinhard Löhmer. „Der starke Jahrgang 2024 hat mögliche Verluste offenbar kompensiert und zugleich zum erneuten Anstieg der Zahl der Brutpaare beigetragen.“

Wie verlässlich ist die Bilanz und wie geht es weiter?

Die Zahlen sind noch vorläufig. Die ersten Jungstörche sind bereits flügge. Mit wenigen Ausnahmen werden bis Anfang August alle Jungtiere ihre Nester verlassen haben. Eine vollständige Erfassung wird zunehmend schwieriger, weil Weißstörche neue Gebiete besiedeln und immer häufiger in Bäumen brüten. Inzwischen befinden sich mehr als 33 Prozent der Nester in oder auf Bäumen. Durch die Belaubung ist der Bruterfolg dort gegen Ende der Saison häufig kaum noch zu erkennen. Hinweise aus der Bevölkerung auf bislang nicht erfasste Nester können deshalb bei der Bestandserhebung helfen.

Auch für das kommende Jahr erwartet Dr. Reinhard Löhmer grundsätzlich eine weitere Zunahme: „Durch den ebenfalls starken Jahrgang 2025 ist im kommenden Frühjahr mit weiteren Brutpaaren zu rechnen – vorausgesetzt, Seuchen oder Katastrophen bremsen die Entwicklung nicht aus.“