Mittwoch, 19. August 2026

Wie wir alle sprachlich an das Undenkbare - den Krieg - gewöhnt werden sollen:

dazu hat Leo Ensel ein "Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit" verfasst. Im Herbst stellt er sein Buch an mehreren Orten vor. Wir hoffen auf entsprechendes Interesse.
Mit freundlichen Grüßen
Hannes Hofbauer & Stefan Kraft
Das Buch:
Leo Ensel
WÖRTERBUCH DER KRIEGSTÜCHTIGKEIT
Krieg heißt Töten

ISBN 978-3-85371-563-5, 168 Seiten, 20.- Euro. Auch als E-Book erhältlich
Näheres zum Buch: https://mediashop.at/buecher/woerterbuch-der-kriegstuechtigkeit/


Die Präsentationen im September:
Dienstag, 1. September 2026 um 19 Uhr
im Kulturzentrum Musa, Hagenweg 2a, 37081 Göttingen
Montag, 14. September 2026 um 19 Uhr 30
im Weststadt-Haus, Moltkestraße 10, 89077 Ulm

P.S.: Eben ist im Verlag zum Thema erschienen:
Klaus-Jürgen Bruder u.a. (Hg.)
RASENDE ZERSTÖRUNG
Wirtschaftliche, politische und psychosoziale Folgen der Kriegsvorbereitung

ISBN 978-3-85371-567-3, 256 Seiten, 24.- Euro
Näheres zum Buch: https://mediashop.at/buecher/rasende-zerstoerung/

Die Bücher sind über den Handel oder direkt beim Verlag zu beziehen. Die Versandkosten für Deutschland und Österreich trägt der Verlag.Promedia Druck- und VerlagsgesmbH, Rotenlöwengasse 8/4, A-1090 Wien Tel.: 0043/1/405 27 02

Region Hannover bringt Energiegenossenschaft auf den Weg

Neue Beteiligungsmöglichkeit für Energiewende-Projekte

Region Hannover, 18.08.2026. Für Menschen in der gesamten Region Hannover gibt es zukünftig eine zusätzliche Möglichkeit, sich an Energiewende-Projekten vor Ort zu beteiligen: eine regionsweite Bürgerenergiegenossenschaft. Die Regionsversammlung hat der Gründung der „Region-BEG“ in ihrer heutigen Sitzung zugestimmt. Die neue Genossenschaft soll möglichst vielen Menschen in der Region Hannover eine demokratische und finanzielle Beteiligung an Projekten der Energiewende ermöglichen und bestehende Energiegenossenschaften in den Regionskommunen gezielt ergänzen.

„Die Energiewende gelingt schneller, wenn Menschen sie nicht nur beobachten, sondern konkret mitgestalten können“, sagt Jens Palandt, Erster Regionsrat und Klimadezernent der Region Hannover. „Mit der regionsweiten Genossenschaft schaffen wir ein Instrument, um den Ausbau erneuerbarer Energien voranzubringen, regionale Wertschöpfung in der Region zu halten und unserem Ziel der Klimaneutralität bis 2035 näherzukommen.“

Wie funktioniert eine Energiegenossenschaft?
Eine Energiegenossenschaft ist eine besondere Form des gemeinschaftlichen Wirtschaftens: Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen schließen sich zusammen, um Projekte im Bereich erneuerbare Energien zu finanzieren und zu betreiben, zum Beispiel Photovoltaik-Anlagen oder Windparks.

Bundesweit gibt es bereits rund 1.000 Energiegenossenschaften, die sich vor allem durch die Einlagen ihrer Mitglieder finanzieren. Für die Projektfinanzierung können außerdem Bank- und Förderkredite sowie Zuschüsse verschiedener Förderprogramme genutzt werden. Typisch für Genossenschaften ist das Prinzip „ein Mitglied, eine Stimme“: Anders als bei Aktiengesellschaften zählt in der Generalversammlung grundsätzlich nicht die Höhe der Einlage, sondern die Mitgliedschaft. Wer sich an einer Energiegenossenschaft beteiligt, unterstützt die Energiewende vor Ort und kann auch an möglichen Ausschüttungen beteiligt werden. Eine Rendite ist vom wirtschaftlichen Erfolg abhängig.

Warum braucht es eine regionsweite Energiegenossenschaft?
In mehreren Regionskommunen sind bereits Energiegenossenschaften aktiv und leisten wichtige Arbeit für den Ausbau der erneuerbaren Energien und den Klimaschutz. Die neue regionsweite Genossenschaft soll diese Initiativen nicht ersetzen, sondern um größere, kommunenübergreifende Projekte ergänzen. „Die bestehenden Energiegenossenschaften bringen viel Erfahrung mit. Deshalb wollen wir sie als mögliche Gründungsmitglieder zum Mitwirken einladen“, berichtet Margarete Albes, Leiterin des Fachbereichs Energie und Klima der Region.

„Als erste Projekte der neuen Genossenschaft kommen insbesondere Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Liegenschaften in Betracht. Auf den großen Dächern können Anlagen maßgeblich zur Energiewende beitragen und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Regionsverwaltung selbst so schnell wie möglich klimaneutral wird“, erklärt Albes. Über konkrete Projekte auf Flächen der Region Hannover oder ihrer Tochterunternehmen entscheiden abschließend weiterhin die zuständigen politischen Gremien.

Wie läuft die Genossenschaftsgründung konkret ab?
Seit dem entsprechenden Grundsatzbeschluss der Regionsversammlung vom 11. November 2025 hat die Verwaltung die Gründung der Energiegenossenschaft vorbereitet. So hat sie einen Satzungsentwurf und einen Businessplan erarbeitet und sich mit dem Genoverband e. V. abgestimmt, der Genossenschaftsgründungen unterstützt.

Nach dem heutigen Beschluss der Regionsversammlung beginnt die konkrete Vorbereitung der Gründung. Ziel ist es, bis zur Gründungsversammlung einen tragfähigen Kreis von Gründungsmitgliedern zu gewinnen. Angesprochen werden sollen Menschen mit Bezug zur Region Hannover ebenso wie Kommunen, Institutionen und bestehende Energiegenossenschaften. Dieser Kreis soll die Genossenschaft gemeinsam auf den Weg bringen und die Grundlage für den weiteren Mitgliederaufbau schaffen.

Parallel bereitet die Verwaltung die weiteren formalen Schritte vor. Dazu gehört insbesondere die Organisation der Gründungsversammlung, die im Frühjahr 2027 stattfinden soll. Anschließend folgen die Prüfung und die Eintragung in das Genossenschaftsregister.

Die Region Hannover engagiert sich selbst als Gründungsmitglied mit zwei Geschäftsanteilen. Nach der Gründung arbeitet die Genossenschaft eigenverantwortlich. Die operative Geschäftsführung übernimmt der Vorstand, der vom Aufsichtsrat bestellt wird und aus mindestens zwei Mitgliedern besteht. Der Aufsichtsrat wird durch die Generalversammlung gewählt, in der alle Mitglieder vertreten sind. Die Region bleibt Mitglied der Generalversammlung und soll gemäß Satzung im Aufsichtsrat vertreten sein.

Wie kann ich mich an der Genossenschaft beteiligen?
Jeder Geschäftsanteil kostet 500 Euro. Wer sich als Gründungsmitglied engagieren oder bereits Anteile vorzeichnen möchte, erhält hierzu beim Fachbereich Energie und Klima der Region Hannover weitere Informationen. Ansprechpartnerin Anne-Kristin Mathiszig ist telefonisch unter 0511 / 616 -21091 oder per Mail an klimaschutz@region-hannover.de erreichbar.

Der Satzungsentwurf und weitere Information zur geplanten Gründung sind unter https://ris.hannit.de/public/vo020?VOLFDNR=2006864&refresh=false&TOLFDNR=2024962 abrufbar.

Dienstag, 18. August 2026

Zum Winter kommen dann exorbitante Energiepreise auf die Bevölkerung zu

Hannover. Nachdem die Stadtverwaltung am Ihme-Ufer und in der Braunstraße über 200 intakte alte Bäume roden ließ, päppelt sie nun als Hauptanteilseigner enercity AG Neuanpflanzungen aus Wassersäcken auf. Aber dieser Wahn gelingt nur unter enormen Kosten, während die restlichen alten Bäume in der Umgegend verrecken. Brechend voll mit hunderten Autos (zumeist Verbrenner): der enercity-Riesenparkplatz am historischen Stadtwerke-Gasometer... Copyright iptextfotos

Montag, 17. August 2026

Abgeordnetenwatch deckt auf:

Drehtür-Politik: Wie die Goldgräber-Stimmung für vergoldete Lobbykontakte sorgt

108 Milliarden Euro gibt der Bund 2026 für Verteidigung aus, so viel wie nie seit dem Kalten Krieg. Und es wird mehr: Der reguläre Wehretat soll sich bis 2030 auf 184 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Wo so viel Geld fließt, lassen sich die richtigen Kontakte vergolden. Das zeigen zwei Wechsel aus dem Kanzleramt und dem Verteidigungsministerium zur Rüstungslobby. 

Für Tech-Start-ups und die Rüstungsindustrie bedeutet die „Zeitenwende“ volle Auftragsbücher. Ob das Geld immer in die richtigen Projekte fließt, bezweifeln inzwischen viele – vom SPD-Haushaltspolitiker bis zum Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Wer davon aber auf jeden Fall profitiert, sind Menschen mit den passenden Kontakten ins Innere des politischen Betriebs. Zwei aktuelle Wechsel:

Hero Warrings führte zuletzt den Kommunikationsstab von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer im Kanzleramt. Ab Mitte September leitet er das Berliner Büro von Thyssenkrupp Steel Europe als Head of Government Affairs. Der Stahlkonzern stellt gerade seine energie- und industriepolitischen Weichen neu und gewinnt einen Mann, der die Entscheidungswege im Kanzleramt aus nächster Nähe kennt. Thyssenkrupp Steel arbeitet anscheinend gerne mit Ex-Politikern: In der Vergangenheit öffnete Ex-Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) dem Konzern die Türen. 

Thomas Hitschler (SPD) steuerte als Parlamentarischer Staatssekretär im Verteidigungsministerium bis 2025 die Rüstungsbeschaffung des Bundes mit. Heute steht er auf der anderen Seite: Im Februar gründete er eine eigene Firma, die er im Juli ins Lobbyregister eintrug. Interessengebiete: Rüstungsangelegenheiten, inklusive Beschaffung. Drei Kunden aus genau diesem Feld vertritt er schon:

Das deutsch-britische Start-up Hypersonica, das Deutschlands erste Hyperschallraketen baut.

Den Rüstungs-Neueinsteiger Daimler Truck, der bis 2028 eine Milliarde Euro mit Verteidigungsgütern umsetzen will.

Und die La Famiglia GmbH, die sich bei der Bundesregierung unter anderem für Investitionen in Drohnen und elektronische Kriegsführung einsetzt und ein wichtiger Investor von Europas höchstdotiertem Rüstungsstart-up, der Helsing GmbH, ist.

Zuvor war bereits der ehemalige SPD-Abgeordnete und Duzfreund von Verteidigungsminister Pistorius, Johannes Arlt, zum Drohnenhersteller Stark gewechselt. Das Start-up wird unter anderem vom umstrittenen Tech-Milliardär Peter Thiel finanziert und erhielt, ebenso wie Helsing, bereits einen Großauftrag der Bundeswehr. Mehr dazu: Die verdeckten Lobbynetzwerke der Konzerne

Seitenwechsel wie diese sind nicht verboten. Aber sie zeigen, wie schnell sich politisches Insiderwissen und Kontakte zu Geld machen lassen und wie Konzerne sich damit Einfluss sichern. (Info kopiert und eingefügt)

Sonntag, 16. August 2026

Einsamkeit - das gesellschaftliche Phänomen

Als 'Schlüssel 26' ist eine Freundin nun zuhause registriert. Im Krankenhaus hieß sie 'Oberschenkelhalsbruch'. Die 'Schulter' war ihre Bettnachbarin.

Niemand will sie jetzt, und auch sie will niemanden mehr: vegetiert interesselos dahin, während draußen die Trockenheit alles zerfrisst.

Aber das Leben trägt sie noch immer, und sie trägt das Leben.

Denkt: der Sinn, der sich nennen lässt, ist nicht der wirkliche Sinn. Liebe wärmt bei Kälte und kühlt bei Hitze. Es handelt sich um ein gesellschaftliches Problem, nicht um ein individuelles.

ip-Prosa/Grafik (alle Rechte vorbehalten) 

Freitag, 14. August 2026

Null Hoffnung - Frauen, springt ab von der Weltuntergangsuhr und nehmt den Männern die Definitions- und die Handlungsmacht ab

Waldbrände entstehen aus Brandstiftung. Wenn die Großkopfeten einige Scheite im Kamin auflegen, und die Grünen mit Pallets heizen, hilft das einzig der Holzindustrie.
Wettermacho Kachelmann: https://youtu.be/ehniCUyqEXo?si=EftTc_eE1qhFJM6K
Peter Wohlleben: Jeder noch so kleine Schritt zählt: https://youtu.be/e68wpk38CoY?si=jPklPsW0FqnWkw23

Häusliche Gewalt gegen Frauen: Die Zahlen sind eindeutig, das Leid kaum auszuhalten.

Tanz als Sprache des Unsagbaren: „Fassaden“ Film und Publikumsgespräch zu häuslicher Gewalt. Auf Einladung der Ballett Gesellschaft Hannover kommt die Regisseurin Alina Cyranek nach Hannover. 

Nach einer Vorstellung ihres Spielfilms „Fassaden“ findet in Kooperation mit dem Kino am Raschplatz ein Publikumsgespräch am 13. September 2026 um 11.00 Uhr im Kino am Raschplatz, Raschplatz 5, 30161 Hannover statt. 

Häusliche Gewalt gegen Frauen: Die Zahlen sind eindeutig, das Leid kaum auszuhalten. 

Was Frauen in toxischen Beziehungen erleben, welche Auswirkungen die Gewalt auf ihr Leben hat und wie sie einen Ausweg und Hilfe finden, dies macht Alina Cyranek in ihrem Dokumentarfilm FASSADEN sichtbar. 

In dem Film erzählt Sandra Hüller die Geschichte einer Frau, die aus einer langjährigen gewalttätigen Beziehung ausbricht, sowie von einem politischen und gesellschaftlichen System, das lieber wegschaut. 

Dabei erschafft ein Tanzpaar Bilder einer Beziehung, hochästhetisch, physisch, poetisch und lässt somit Raum für Vielschichtigkeit und Komplexität solch einer Beziehung. 

Im Jahr 2025 registrierte die Polizei in der Region Hannover 6.631 Fälle Häuslicher Gewalt. Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. 

Betroffene brauchen nachhaltige Unterstützung vor, während und nach der Trennung. Oft hört die Gewalt nach der Trennung dennoch nicht auf; sie findet nur andere Formen. Die Täter kommen fast immer ungestraft davon.“ 

Vorverkauf-Karten können an der Kasse und online im Kino am Raschplatz erworben werden. Link zum Trailer https://youtu.be/_0Br9nfDPX8?si=1MusgEeZtYCj3cij