Samstag, 9. Mai 2026

Mein Vater, mein Name, der Krieg

Haugesund. Die haben bei der Marine einen Klempner gebraucht, und so hatte mein Vater in Norwegen stets gut zu essen, musste im 2. Weltkrieg nicht an der Ostfront verrecken. Aus diesem Grund heiße ich Ingeburg, nach Ingeburg von Norwegen, und meine Schwester Dagmar, nach Dagmar von Dänemark. Das Skagerrak hatte ihn nachhaltig beeindruckt.

Heute wie damals stehen die Matrosen in Stavanger am Hafen herum. Im durch untermeerische Bodenschätze inzwischen reich gewordenen Land, wo früher die bitterarmen Arbeiterinnen in der Heringsfabrik ihre Kinder bei der Arbeit unterm Rock verstecken mussten, verdeutlicht nun ein prachtvolles Ölmuseum, wie die neueste Technik in tiefste Tiefen vordringt.

Wo der Bürgermeister von Haugesund residiert, sind noch die von Kugeleinschlägen der Deutschen durchlöcherten Wände zu sehen. Mir war ganz merkwürdig zu Mute, als ich entlang des Hafenbeckens zurück zum Hotel ging. Mein Vater. Mein Name. Der Krieg... ip

Drei deutsche Gartenzwerge. Aufnahme ca. 1954. iparchiv
Norwegisches Erdölmuseum: https://maps.app.goo.gl/NDXfNmBcSANtURcJ9?g_st=ac.    Rio Reiser: Der Krieg, er liegt da im Hinterhof und wartet auf dich: https://youtu.be/JOcKk7rfVVo?si=28_wAtOmOnrfHvLX

Freitag, 8. Mai 2026

Kernfusion und Strahlenschutz - der Laie blickt nicht durch

Information des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS):

  • In Deutschland und weltweit wird Kernfusion als mögliche Energiequelle erforscht.
  • Das Prinzip der Kernfusion basiert auf der Verschmelzung von zwei Atomkernen.
  • Das BfS beobachtet und bewertet die für die Kernfusion relevanten Strahlenschutzaspekte, identifiziert Wissenslücken und initiiert Forschungsprojekte. Das BfS informiert Politik und Öffentlichkeit dazu.
  • Das BfS stellt die Expertise bereit, um den bei Entwicklung und Betrieb von Fusionsanlagen nötigen Strahlenschutz zu gewährleisten. Daher begleitet es zum Beispiel eine Fusionsforschungsanlage mit Messungen.
  • Bei Unfällen in einem Fusionsreaktor werden deutlich geringere radiologische Auswirkungen erwartet, als bei Unfällen in einem Kernkraftwerk möglich sind.

Was ist Kernfusion?

In der Kernphysik gibt es zwei Möglichkeiten, in größeren Mengen Energie für den Menschen nutzbar zu machen: erstens durch die Spaltung von Atomkernen wie etwa von Uran-235. Das wird in Kernkraftwerken gemacht. Zweitens durch das Prinzip der Kernfusion, also der Verschmelzung von Atomkernen – einem Prinzip, mit dem auch Sterne wie unsere Sonne ihre Energie erzeugen.

Warum entsteht bei Fusion und Spaltung von Atomkernen Energie?

Die Kernfusion wird in Deutschland und weltweit mit verschiedenen Ansätzen erforscht. Dabei spielen auch Strahlung und Radioaktivität und somit der Strahlenschutz eine Rolle. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) verfügt hier über vielfältige Kompetenzen, um diese verschiedenen Ansätze im Hinblick auf den Strahlenschutz fachlich zu begleiten.

Auch wenn sich das Grundprinzip ähnelt, unterscheidet sich der Fusionsprozess, der zur Energiegewinnung auf der Erde verfolgt wird, von dem, was in der Sonne passiert:

Kernfusion auf der Sonne

Wie die Sonne möchte auch die Kernfusionstechnik die Verschmelzung leichter, also aus wenigen Bausteinen bestehender Atomkerne zur Energieerzeugung nutzen. Abgesehen davon, dass es sich in beiden Fällen um die Fusion leichter Atomkerne handelt, sind die jeweiligen Fusionsprozesse aber verschieden.

In der Sonne wird hauptsächlich dadurch Energie freigesetzt, dass aus vier Wasserstoffkernen durch Fusion in mehreren Schritten ein Heliumkern erzeugt wird. Der Prozess der Energiefreisetzung durch die Verschmelzung von vier Wasserstoffkernen läuft über extrem lange Zeiträume ab. Die Energieerzeugung auf der Erde soll aber schnell erfolgen – über die Fusion von Deuterium und Tritium.

Deuterium ist ein nicht radioaktives Isotop des Wasserstoffs mit einem Proton und einem Neutron. Tritium ist dagegen ein radioaktives Isotop des Wasserstoffs mit einem Proton und zwei Neutronen.

Nach derzeitigem Stand sollen in Fusionsreaktoren Deuterium und Tritium zu einem Heliumkern verschmelzen, obwohl sie sich wegen ihrer positiven elektrischen Ladung abstoßen. Dies erreicht man mit zwei unterschiedlichen Konzepten: Entweder schließt man die positiv geladenen Atomkerne durch ein Magnetfeld ein und heizt sie stark auf, oder man beschießt sie mit Lasern. Die erste Methode heißt Magnetfusion, die zweite Trägheits- oder Laserfusion. Bei der Fusion von Deuterium und Tritium wird ein energiereiches Neutron freigesetzt. Der entstandene Heliumkern ist stabil, also nicht radioaktiv.

Die freigesetzten Neutronen sind für die Kernfusion selbst nicht erforderlich, können im Material, aus dem der Fusionsreaktor besteht, jedoch zusätzliche radioaktive Atomkerne erzeugen. So kann beispielsweise in Bauteilen aus Stahl das radioaktive Kobalt-60 entstehen, das beim Zerfall sehr energiereiche Gammastrahlung aussendet. Den Vorgang, durch den nicht-radioaktives Material zum Beispiel durch Beschuss mit Neutronen radioaktiv gemacht wird, nennt man "Aktivierung“.

Die freigesetzten Neutronen können allerdings verwendet werden, um im laufenden Betrieb eines Fusionsreaktors Tritium zu erzeugen, das dann wieder für den Fusionsprozess verwendet werden kann. Für diesen Teilprozess wird in die Auskleidung eines Fusionsreaktors (technisch "Blanket") Lithium eingebracht. Die bei der Fusion entstehenden Neutronen bilden dann dort Tritium.Das Magnetfeld von Wendelstein 7-X (Juli 2015)  (Bild hat eine Langbeschreibung)

Bei der Kernspaltung wird ein schwerer Atomkern, für die Energiegewinnung meist Uran-235, durch ein Neutron gespalten. Dabei entstehen unter anderem weitere Neutronen, die eine unkontrollierte Kettenreaktion auslösen können. Eine solche unkontrollierte Kettenreaktion ist bei der Kernfusion ausgeschlossen. Zudem werden in der Summe bei der Kernfusion weitaus weniger Radionuklide verwendet oder erzeugt als bei einem Kernkraftwerk. Es entstehen bei der Kernfusion weniger radioaktive Abfälle als bei der Kernspaltung und es würden bei einem Unfall geringere Mengen an Radionukliden freigesetzt werden. Schließlich sind die in einem Fusionsreaktor entstehenden radioaktiven Atomkerne oft kurzlebiger. 

Wie unterscheidet sich die Kernfusion von der Kernspaltung?Bei der Kernspaltung wird ein schwerer Atomkern, für die Energiegewinnung meist Uran-235, durch ein Neutron gespalten. Dabei entstehen mindestens zwei leichtere Atomkerne und es werden mehrere Neutronen freigesetzt. Diese Neutronen können weitere Uran-235-Kerne spalten und so eine Kettenreaktion auslösen. Neutronen sind also für die Kernspaltung notwendig. Ihre Zahl muss aber so eingestellt werden, dass eine unkontrollierte Kettenreaktion vermieden wird. Eine unkontrollierte Kettenrektion trat zum Beispiel bei dem Reaktorunfall von Tschornobyl (russ.: Tschernobyl) im Jahr 1986 in der damaligen Sowjetunion auf. Eine solche unkontrollierte Kettenreaktion ist bei der Kernfusion ausgeschlossen. Denn sobald die für die Kernfusion notwendigen extremen Bedingungen, wie etwa die sehr hohen Temperaturen, nicht mehr gegeben sind, zum Beispiel wegen eines technischen Defekts, ist keine Verschmelzung mehr möglich, der Fusionsprozess kommt also von selbst zum Erliegen. Bei Kernfusion und Kernspaltung gibt es zudem sowohl bei dem für die Energiegewinnung eingesetzten Material als auch bei den radioaktiven Abfällen große Unterschiede. Bei der Kernspaltung kommen Brennstäbe aus angereichertem Uran-235 oder sogenannten Mischoxiden (MOX) zum Einsatz, bei der Kernfusion dagegen Deuterium und Tritium. Dabei ist nur einer der beiden Stoffe radioaktiv, das Tritium.

Bei einem Unfall in einem Fusionsreaktor im Leistungsbetrieb könnten große Mengen des Tritiums freigesetzt werden. So sind etwa bei dem geplanten europäischen Demonstrationskraftwerk DEMO einige Kilogramm dieses Stoffes vorgesehen. Das Fusionsprodukt, der Heliumkern, ist dagegen nicht radioaktiv, das heißt, er ist stabil.

Sowohl bei der Kernspaltung als auch bei der Kernfusion können die bei dem Spaltungs- oder Fusionsprozess entstehenden Neutronen das Material, aus dem der jeweilige Reaktor besteht, aktivieren und dadurch radioaktive Atomkerne erzeugen. Hierdurch können in beiden Fällen radioaktive Abfälle entstehen.

Einblicke in die verschiedenen zur Fusion diskutierten Forschungsansätze geben zum Beispiel das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik sowie die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA). Letztere veröffentlichte den sogenannten World Fusion Outlook (IAEA World Fusion Outlook 2025).

Welche Rolle spielt Strahlenschutz bei der Kernfusion?

Die Entwicklung und der Bau von Fusionsanlagen zur kommerziellen Elektrizitätserzeugung sind ein großes gesellschaftliches Thema, bei dem es gilt, beträchtliche technologische Herausforderungen zu meistern. Dabei spielen auch Strahlung und Radioaktivität und somit der Strahlenschutz eine Rolle.

Das BfS wirkt zum Beispiel mit beim Erarbeiten von Normen, etwa für den Einsatz von Tritium. Schon heute, im Forschungsstadium, ist das Amt Teil der Emissionsüberwachung. So kontrolliert das BfS an der Fusionsanlage Wendelstein 7-X in Mecklenburg-Vorpommern Proben von Ableitungen in die Luft.

Bei Unfällen in einem Fusionsreaktor werden aus physikalischen Gründen deutlich geringere radiologische Auswirkungen erwartet als bei Unfällen in einem Kernkraftwerk. Daher liegen die maximal möglichen Strahlendosen für die Bevölkerung selbst bei einem schweren Unfall in einem Fusionskraftwerk um mehrere Größenordnungen unter den maximal möglichen Strahlendosen bei einem schweren Unfall in einem Kernkraftwerk.

Spät, zu spät? Behinderung von Betriebsratsarbeit als Offizialdelikt ausgestalten

Sitzung des Bundesrates am 8. Mai 2026 Auszug Rede der Niedersächsischen Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann „Entschließung des Bundesrates: Betriebsratswahlen besser schützen – Behinderung von Betriebsratsarbeit als Offizialdelikt ausgestalten“:

"Der Erfolg der Bundesrepublik Deutschland beruht nicht auf der Leistung einiger weniger. Er beruht auf der Leistung der vielen – der Millionen von Menschen, die jeden Morgen früh aufstehen, die fleißig sind und die zum Wohle des großen Ganzen beitragen. Dabei hat sich über die ganze Nachkriegsgeschichte hinweg gezeigt, dass Deutschland immer dann am erfolgreichsten ist, wenn stabile Verhältnisse herrschen. Wenn die Machtverhältnisse im Gleichgewicht sind. Wenn nicht einige wenige entscheiden, sondern wenn die, die es betrifft, über ihre eigenen Angelegenheiten mitentscheiden können – weil es in der Regel dem Erfolg des Ganzen dient, wenn unterschiedliche Perspektiven eingebracht werden und am Ende alle an einem Strang ziehen, anstatt gegeneinander zu arbeiten.

Unser staatliches Gleichgewicht basiert also zumindest auch darauf, dass sich Menschen auf Augenhöhe begegnen. Das gilt sowohl im Verhältnis des Staates zu seinen Bürgerinnen und Bürgern als auch im Verhältnis zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden.

In Deutschland sind wir darum zu Recht stolz auf unser funktionierendes System der Sozialpartnerschaft – das zentrale Element des deutschen Wirtschaftssystems. Ein wesentliches Element dessen ist die betriebliche Mitbestimmung. Eine Studie, die das BMAS in Auftrag gegeben hat, zeigt sehr deutlich, dass das Bestehen eines Betriebsrats in einem Unternehmen in der Regel zu besseren Arbeitsbedingungen und einer höheren Zufriedenheit der Beschäftigten beiträgt.

 Die Studie zeigt darüber hinaus, dass die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeberinnen, Arbeitgebern und Betriebsräten in der Praxis überwiegend kooperativ verläuft. Im Idealfall profitieren also nicht nur die Beschäftigten selbst vom Bestehen von Mitbestimmungsgremien, sondern das gesamte Unternehmen. Diese Mitbestimmung ist dem Land etwas wert – und zwar so viel, dass völlig zu Recht § 119 des Betriebsverfassungsgesetzes die Verhinderung oder Beeinflussung von Betriebsratswahlen ebenso wie die Behinderung der Betriebsratsarbeit unter Strafe stellt. Damit wird deutlich: Die Gründung von Betriebsräten, freie Wahlen und eine ungehinderte Arbeit der Betriebsverfassungsorgane sind gesetzlich gewollt – die demokratische Teilhabe im Betrieb wird damit rechtlich abgesichert.Die Vorschrift greift allerdings zu kurz. Denn derzeit ist § 119 des Betriebsverfassungsgesetzes ein absolutes Antragsdelikt. Das heißt, dass die Tat nur verfolgt werden kann, wenn bestimmte, im Gesetz genannte Berechtigte einen Strafantrag stellen.

Antragsberechtigt sind auf Arbeitnehmerseite aber nur ein bereits bestehender Betriebsrat oder eine vergleichbare Vertretung, der Wahlvorstand oder eine im Betrieb vertretene Gewerkschaft. Wenn also in einem Unternehmen keine Gewerkschaft vertreten ist und erstmalig ein Betriebsrat gewählt werden soll und schon die Einleitung der Wahl behindert wird, dann ist niemand antragsberechtigt. Die Verhinderung von Betriebsratswahlen bleibt in solchen Fällen also – entgegen der ausdrücklichen Zielsetzung des § 119 Betriebsverfassungsgesetz – ungestraft. Das wollen wir ändern. Mit dieser Entschließung wollen wir dafür sorgen, dass § 119 des Betriebsverfassungsgesetzes künftig als Offizialdelikt ausgestaltet wird.

Das bedeutet, dass die Staatsanwaltschaft dann auch von sich aus ermitteln kann – etwa auf Grundlage einer einfachen Strafanzeige oder auch infolge einer Presseberichterstattung.Hiermit setzen wir ein klares Zeichen zugunsten der freien und demokratischen Mitbestimmung in Betrieben. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass die Sozialpartnerschaft wirksam funktioniert – zum Wohle aller."

Donnerstag, 7. Mai 2026

Omas Feiertipps: Was hat es mit "Pfingsten" auf sich? Kuriositäten religiösen Glaubens. Auch die Zeit der Festivals beginnt!

Das sogenannte Pfingstwunder war die Ausgießung des Heiligen Geistes über die versammelten engsten Schüler (Apostel) von Jesus. Das Ereignis wurde bald als die Geburtsstunde der christlichen Kirche angesehen und bis heute im Pfingstfest - am fünfzigsten Tag nach Ostern - gefeiert.

Im 2. Kapitel der Apostelgeschichte wird es geschildert als "ein Brausen vom Himmel wie eines gewaltigen Windes", der zerteilte Zungen mit sich führt und unter dessen Einfluss die Apostel wie betrunken in fremden Sprachen zu predigen beginnen, die sie nie gelernt haben.

Die Praxis breitete sich aus. Bald redeten die Frühchristen allerorten in Zungen (wissenschaftlich Glossolalie genannt). Paulus hob die Glossolalie in den gleichen Rang wie die Prophetie. Sie wird laut Psychologe Julian Jaynes bis in die jüngste Zeit im Umkreis von Kirchen der Hauptlinie des Protestantismus praktiziert und manifestiert sich stets im Rahmen einer gottesdienstlichen Veranstaltung mit Gesang und Zurufen, die in eine bewusstseinsverengende Trance und rhythmische Entladungen führen können. Die Beziehung einer Gruppe mit engem Zusammenhalt zu einem charismatischen autoritativen Führer ist dabei nötig. Man gibt seine Steuerungsmechanismen aufgrund der als wohlwollend empfundenen Autoritätsfigur auf. (Das Standardwerk "Psychologie der Massen" von Le Bon gehört in diesen Zusammenhang sowie Rupert Sheldrakes Festival-Euphorie).

Auch die Zeit der Festivals beginnt nun!

In Hannover gibt es am Himmelfahrtstag Norddeutschlands größtes Open-Air-Jazz-Festival vorm Rathaus. Es wirbt für die gute Energie des Energieversorgers und Sponsors der Stadt. iptextfoto 

Zentrales Happening des hannoverschen Glocke-Festivals ist die Graffiti-Jam, die am 9. Mai auf dem Glockseehof in der Hall of Fame und der angrenzenden Berufsschule stattfindet. Die Jam dient als Plattform für mehr Austausch und Vernetzung in der Szene. 

Am Muttertag endet das Glocke-Festival

Hannover. Eine Gruppe Halbwüchsiger liefert sich eine hitzige Diskussion. "Schwöre bei deiner Mutter!", ruft einer. Immerhin scheint sie doch noch etwas wert zu sein, die Mutter. ip

Am Muttertag endet um 16 Uhr das Glocke-Festival. Wie in jedem Jahr sind wieder Künstler*innen aus den Partnerstädten Hannovers dabei. Dieses Jahr verschönern 45rpm und Vents137 aus Bristol sowie Eskaer aus Poznan die hannoverschen Wände. Weitere Infos auf der Website: https://www.graffiti-netz-hannover.de.

Mittwoch, 6. Mai 2026

Großes Interesse an Munitionsaltlasten in der Nordsee

Bremerhaven.Für die Menschen auf Wangerooge ist die militärische Vergangenheit der Insel allgegenwärtig. Bombentrichter, alte Bunker und militärische Anlagen zeugen von dieser Zeit. Aber nicht nur auf der Insel, sondern auch im Meer finden sich militärische Altlasten, hauptsächlich von Verklappungen nach dem zweiten Weltkrieg. 

Durch die Strömung landen die Munitionsreste regelmäßig an unseren Stränden, wie die Bewohner*innen von Insel und Küste am besten zu berichten wissen. 

Auf großes Interesse stießen auch deshalb die Informationsveranstaltungen vom Projekt REMARCO des Deutschen Schifffahrtsmuseum und Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark-Haus und der evangelischen Kirche auf Wangerooge. 

Das Projekt REMARCO beschäftigt sich mit der Überwachung, Risikobewertung und Altlastensanierung von Munition in der Nordsee. Es wird über den aktuellen Stand informiert, diskutiert und ausgetauscht. Die starke Resonanz zeigt, wie relevant das Thema für Bewohner*innen und Gäst*innen auf Wangerooge ist. 

Auf der Insel existieren enormes lokales Wissen und werden praktische Maßnahmen durchgeführt. Aber es wird auch Handlungsbedarf gesehen, das Bewusstsein für das Thema weiter zu schärfen und politische Maßnahmen anzuregen, die die aktuelle (Umwelt-)Problematik, auch in Bezug auf gegenwärtige Kriege, thematisieren.

Das Team im Museumshafen ist komplett und nimmt volle Kraft in Richtung Zukunft: Die neue Leiterin Nina Nustede und die Technische Mitarbeiterin Jessica Langer

Dienstag, 5. Mai 2026

Mehr Farbe in die Stadt? Graffiti-„GLOCKE Festival“ in Hannover

Hannover. Dieses langweilige Seitengebäude an der Glockseestraße ist just in enercity-Farben getaucht. ipfotos 

Am 8. Mai war Kick-Off der Graffiti-Jam. Das Team stand ab 12 Uhr auf dem Parkplatz der BBS bereit. Ab sofort sollen jedes Jahr die Wände an der Sporthalle der BBS neu bemalt werden. 

Die wilden Graffiti an der Turnhalle Berufsschule Goetheplatz sind im Auftrag der Stadt Hannover überstrichen und sollen mit neuen Künstler-Graffiti versehen werden.