Donnerstag, 9. April 2026

The Story of Four Jewish Teenagers: Surviving the Holocaust and Rebuilding Life in Israel

Die Gedenkstätte Bergen-Belsen hat eine Website „Their Own Words“ zum Lernen über den Holocaust entwickelt, bei der es um die Verfolgung einer weit verzweigten jüdischen Familie aus den Niederlanden geht. Mehrere Familienmitglieder waren in Bergen-Belsen inhaftiert, vier der überlebenden Familienmitglieder haben nach der Befreiung ihre Geschichte niedergeschrieben. Ab, Annelie, Chanan und No’omi stehen daher im Zentrum. Eingeführt werden sie durch ihre Enkel*innen, die mit dieser generationellen Brücke die Familiengeschichte mit dem Heute verknüpfen. Im Vordergrund der Website stehen das Leben vor der Inhaftierung, die Deportation nach Bergen-Belsen, der Lageraufenthalt, die Befreiung und das Leben danach. Basierend auf diesen Berichten sowie auf Dokumenten, Fotos und Videos kann die Website zu verschiedenen Zwecken genutzt werden: zur Vorbereitung eines Besuches der Gedenkstätte, zur pädagogischen Arbeit in Bergen-Belsen sowie zur Auseinandersetzung mit der Geschichte Bergen-Belsens ohne einen Besuch des historischen Ortes. Die Gedenkstätte Bergen-Belsen konzipierte die Website u.a. zur Nutzung in mehrtätigen Seminarprogrammen zum Thema Judenverfolgung am Beispiel der Niederlande.
Ab dem 15. April wird „Their Own Words“ freigeschaltet und zugänglich sein. Die Website ist derzeit auf Englisch verfügbar, eine deutsche, hebräische und niederländische Fassung sind in Arbeit.

Freude, schöner Götterfunken, meine Lenaustraße bekommt echte Bäume

Hannover. Habe mich so lange Zeit für die nach dem Dichter des Weltschmerzes benannte Lenaustraße eingesetzt. Hier wurde in meinem Hinterhaus auch die Gruppe "Freitext" gegründet. Und ich habe schon wieder Neues vor, ökologisch, intellektuell, künstlerisch. Nikolaus Lenau, Niembsch Edler von Strehlenau, wäre bestimmt begeistert über diese Rückverwandlung städtischen Raums.
Nun müsste noch die Berufsschule übergestrichen oder mit zauberhaften Graffiti als Hintergrund grasgrün oder himmelblau oder kosmologisch geheimnisvoll dekoriert werden. Dafür kommt meines Erachtens nur einer der ganz großen Graffiti-Künstler in Frage: BeNeR1 aus Hannover, der auch das Hannah-Arendt-Graffiti in der Falkenstraße schuf. iptextfoto

Verein „Kinder im Zentrum Gallus“ (KIZ) initiiert Nachbarschaftsgarten

Gemeinsam Gärtnern für mehr sozialen Zusammenhalt

Frankfurt. In Nied-Süd startet ein neuer Nachbarschaftsgarten: Ab Samstag, 11. April, wird eine kleine Fläche in der Grünanlage nahe der Alzeyer Straße probeweise zu einem gemeinschaftlichen Treffpunkt für Jung und Alt. Initiiert wird das Projekt vom Grünflächenamt sowie dem Stadtplanungsamt, umgesetzt wird es durch den Verein „Kinder im Zentrum Gallus“ (KIZ). Das Projekt Nachbarschaftsgarten ist Teil des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt Nied“ und versteht sich als erster Impuls für die geplante Neugestaltung der gesamten Grünanlage an der Alzeyer Straße. Die Testphase ist für die Saison von Frühling bis Herbst angelegt.
Zum Auftakt der Testphase laden das Stadtplanungsamt und das Grünflächenamt gemeinsam mit dem Verein KIZ  zum Mitmachen am Samstag, 11. April, von 10 bis 14 Uhr ein. Treffpunkt ist die Grünfläche hinter dem Parkplatz an der Alzeyer Straße 54. Gemeinsam sollen Hochbeete aufgebaut und befüllt werden. Vorerfahrungen sind nicht nötig. Ansprechpartnerin vor Ort ist AckerCoach und Gartentherapeutin (IGGT) Sonja Löw.
Hintergrund
Die „Soziale Stadt Nied“ ist ein Stadterneuerungsgebiet der Stadt Frankfurt. In Nied sollen durch das Bundesprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ mit sozialen und städtebaulichen Projekten die Lebensverhältnisse nachhaltig verbessert werden. Gefördert wird dieses Ziel mit Bundes- und Landesmitteln. Grundlegend ist ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK), das am 12. Mai 2022 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde.

Frankfurt Business Change Makers: Academy startet

Ab April begleitet die Wirtschaftsförderung Frankfurt Sozialunternehmer mit einer kostenfreien Lerncamp-Reihe von der Idee bis zur Gründungsreife

ffm. Die Wirtschaftsförderung Frankfurt startet im Rahmen von Frankfurt Business Change Makers das Academy-Programm zur Unterstützung von Social-Startups. Im Fokus stehen der Aufbau eines tragfähigen Geschäftsmodells, die Marktreife, Finanzierung sowie Pitching. Das kostenfreie Angebot umfasst drei zweitägige Lerncamps, die im Laufe des Jahres stattfinden. Sie bauen modular aufeinander auf und können einzeln oder als Gesamtreihe besucht werden. Vorkenntnisse aus vorherigen Camps sind nicht erforderlich.

 „Frankfurt steht als Wirtschaftsstandort für Innovationskraft und gesellschaftliche Verantwortung. Mit dem Change-Makers-Programm schaffen wir ein weiteres Angebot für Gründerinnen und Gründer und legen den Fokus auf unternehmerisches Denken, das mit sozialem und ökologischem Nutzen verbunden wird. Das Change Makers Breakfast im Februar hat bereits gezeigt, wie hoch der Bedarf an Austausch bei Social Entrepreneurs ist. Mit der Academy gehen wir nun den nächsten Schritt", sagt Bernhard Grieb, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt.

 Begleitung in der frühen Gründungsphase bis zur Pitchreife

 Die Lerncamps richten sich an Gründerinnen und Gründer in der frühen Gründungsphase (0 bis 18 Monate), die Geschäftsideen mit sozialem oder ökologischem Mehrwert umsetzen möchten. Teilnehmen können Einzelpersonen, Teams oder Initiativen. Wer alle drei Camps absolviert, durchläuft einen klaren Entwicklungspfad – vom ersten Konzept bis zur Pitchreife.

Konzeption und Umsetzung der Lerncamps liegen bei Kompass Frankfurt. Die Organisation begleitet Gründerinnen und Gründer in allen Phasen des Unternehmensaufbaus – von der Idee über das Geschäftsmodell bis hin zu Finanzierung und Markteintritt – und ist fest im Frankfurter Gründungs- und Impact-Ökosystem verankert.

 Die drei Camps im Überblick

 Camp I – Frühlingscamp: „Von der tragfähigen Idee zum Geschäftsmodell“ am Donnerstag, 16., und Freitag, 17. April, jeweils von 9 bis 18 Uhr. Das erste Camp begleitet Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei, aus einer ersten Idee oder Problemstellung ein wirkungsorientiertes und wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln. Am Ende liegt eine belastbare Grundlage vor, um Feedback einzuholen, Pilotpartnerinnen oder -partner anzusprechen und den nächsten Entwicklungsschritt (Markttest) vorzubereiten.

Camp II – Sommercamp: „Von der Marktreife zu Go-to-Market“ am Donnerstag, 16., und Freitag, 17. Juli, jeweils von 9 bis 18 Uhr. Das zweite Camp überführt ein bestehendes Geschäftsmodell in einen umsetzbaren Markteintrittsansatz inklusive Pilot- und Partnerstrategie. Am Ende liegt ein Fahrplan vor, der Marktzugang, Stakeholder-Logik und Skalierbarkeit abbildet – ohne die Wirkungsziele zu verwässern.

Camp III – Herbstcamp: „Legal, Finance & Pitching“ am Donnerstag, 1., und Freitag, 2. Oktober,  jeweils von 9 bis 18 Uhr. Das dritte Camp schließt die Reihe mit den Themen Recht, Finanzen und Pitching ab. Teilnehmerinnen und Teilnehmer klären die rechtlichen und steuerlichen Grundlagen ihres Vorhabens, erarbeiten einen konkreten Finanzierungs- und Runway-Plan und entwickeln einen konsistenten Pitch, der Wirkung und Geschäftsmodell überzeugend verbindet. Interessierte können sich unter Kompass Frankfurt anmelden. Weitere Informationen zu den Camps und dem Change Makers Programm finden sich unter Change Makers.

 Über Frankfurt Business Change Makers

Das Programm Frankfurt Business Change Makers baut auf einem starken Netzwerk bestehender Impact-Ökosystempartner auf. Gemeinsam mit zentralen Akteurinnen und Akteuren wie der KfW-Gründerplattform, Kompass Existenzgründungen, Frankfurt Forward, dem Tech-Quartier, der Villa Gründergeist, dem Sozial Innovator Hessen (SEND) sowie regionalen Hochschulen wird das Programm für Social Entrepreneurship umgesetzt. Die Aktivitäten begleiten das World Design Capital Jahr 2026 und enden mit dem Impact Festival 2026. Ziel ist es, über die Programmlaufzeit hinaus nachhaltige Strukturen für wirkungsorientiertes Unternehmertum zu etablieren. Teilnehmen können Einzelpersonen, Gründerteams und kleine sowie mittlere Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main, die mit ihren Produkten, Services oder Geschäftsmodellen gesellschaftliche oder ökologische Herausforderungen adressieren. Die Teilnahme an den einzelnen Veranstaltungen i st nach Anmeldung möglich.

Junge Menschen und die Heeresflieger-Werbung

Hannover. Die Bundeswehr wird auf der IdeenExpo 2026, 20. bis 28.Juni, als größter Aussteller vertreten sein. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 1.500 Quadratmetern präsentiert sie sich auf Europas größtem Technologie- und Innovationsfestival "für junge Menschen als moderner und vielseitiger Arbeitgeber". In Bückeburg bietet sie Einblicke in Ausbildung, Technik und Berufsbilder der Heeresflieger sowie in den geplanten Messeauftritt der Bundeswehr auf der IdeenExpo 2026. Ein besonderes "Highlight" der IdeenExpo werden erneut die täglichen Hubschrauberlandungen auf dem Messegelände in Hannover sein. Ein Hubschrauber startet hierfür vom Standort Bückeburg und landet während der Veranstaltung direkt auf dem Gelände der IdeenExpo.

Mittwoch, 8. April 2026

Nur auf Verlangen werden Rechtsextreme überprüft - Demo am 11.April

Samstag, den 11. April 2026, findet in Hannover die zweite Demonstration der Initiative PRÜF statt - gleichzeitig mit Demonstrationen in 10 weiteren deutschen Landeshauptstädten.
Die wichtigsten Eckdaten:
Ort:
 Am Küchengarten, Hannover-Linden
Zeit: 14:00 – 16:00 Uhr
Weg: Kundgebung, dann Rundkurs über den Schwarzen Bär (ca. 1,7 km)
Bei der ersten Hannover-Demo am 14. März kamen 2.400 Menschen.
Das Kulturprogramm am Samstag umfasst Moderation von Impro-Künstlerin Mareike Mehlich, die Band Feathers and Greed auf der Bühne, sowie Das Günther und DJ Cityroller auf den Lautsprecherwagen.
Hintergrund: Die von Nico Semsrott gegründete PRÜF fordert, dass alle vom Verfassungsschutz als rechtsextrem oder rechtsextremer Verdachtsfall eingestuften Parteien durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.

Digitale Räume im Fokus: 10. bundesweiter Fachaustausch der Ausstiegsprogramme in Niedersachsen

Hannover. Auf Einladung des Landespräventionsrates Niedersachsen fand im Niedersächsischen Justizministerium der „10. Praxis- und Erfahrungsaustausch der behördlichen und zivilgesellschaftlichen Ausstiegsprogramme für Rechtsextremist*innen in Bund und Ländern“ (PEARBL) statt.Teilgenommen haben in diesem Jahr eine Vielzahl von Personen verschiedener Ausstiegsprogramme – sowohl unter behördlicher als auch freier Trägerschaft. Unter der Überschrift „Radikalisierung & Radikalisierungsprävention im digitalen Raum“ diskutierten die Teilnehmer mit Experten vom „Peace Research Institute Frankfurt (PRIF)“, der „Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW“, von „jugendschutz.net“ und „A-ware.Net“ sowie des Vereins „Akzeptanz-Vertrauen-Perspektive“ etwa die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und gamingnahen Plattformen für Radikalisierungsprozesse. Zudem erörterten sie Möglichkeiten, in diesem Kontext Radikalisierungs- und Rekrutierungsbestrebungen entgegenzuwirken und beispielsweise Künstliche Intelligenz auch für die Radikalisierungsprävention sowie für Ausstiegs- und Distanzierungsberatung nutzbar zu machen. Hier zeigten sich – auch mit Blick auf andere Phänomenbereiche – Möglichkeiten und diverse Ansätze für innovative Ideen und Methoden, die bestehende Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit konsequent weiterzuentwickeln.

Justizministerin Dr. Wahlmann: „Digitale Welten gehören zur Lebensrealität unserer Kinder und Jugendlichen. Wir müssen auch dort präsent sein, wo unsere Kinder und Jugendlichen große Teile ihres Alltags verbringen – und dürfen sie dort nicht Menschen überlassen, die sie für menschenverachtende Zwecke instrumentalisieren. Dabei sind extremistischen Bestrebungen in der digitalen Welt professionelle Unterstützung und Beratungsangebote entgegenzustellen, die die Resilienz unserer Kinder und Jugendlichen stärken, um Rekrutierungs- und Radikalisierungsbemühungen widerstehen zu können. Unsere freiheitliche und pluralistische Gesellschaft verdient es, sich dieser Herausforderung anzunehmen und Antworten auf extremistische Radikalisierungs- und Rekrutierungsstrategien zu liefern.“

 Hintergrund:

Die Tagungsreihe findet bereits seit dem Jahr 2015 statt. In den zehn Auflagen trafen insgesamt über 140 Ausstiegsberater*innen aus 35 zivilgesellschaftlichen und behördlichen Ausstiegsprogrammen im Phänomenbereich Rechtsextremismus aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen. Der Fachaustausch hat sich zu einer festen Größe und Institution von bundesweiter Bedeutung entwickelt. Er stellt einen wichtigen Motor für die beständige Reflexion und Fortentwicklung von Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit dar.

Die Prävention von Rechtextremismus ist im Landespräventionsrat Niedersachsen, der im Niedersächsischen Justizministerium angesiedelt ist, vielfältig verankert. Über das Landes-Demokratiezentrum wird das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ umgesetzt. In diesem Rahmen werden auch die „Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“, die „Mobile Beratung Niedersachsen gegen Rechtsextremismus“ sowie die zivilgesellschaftliche Ausstiegs- und Distanzierungsberatung und die Beratungsstelle für Ausstiegswillige aus Verschwörungserzählungen und deren Umfeld unterstützt. Zudem ist die Koordinierungsstelle des Landesprogramms für Demokratie und Menschenrechte im Landespräventionsrat angesiedelt.