Samstag, 16. Mai 2026

ACHTSAM MORDEN -

heißt der Krimiserien-Slogan auf einer Reklamewand. (Hier einer der Trailer dazu: https://youtu.be/ZDdijwdg7s8?si=2T5JAOI6QRZCPUUY. Etwa von der frauenfeindlichen buddhistischen Szene inspiriert, wo das Leiden im Gegensatz zum Christentum sozusagen Privatsache ist? Den Polizisten als "Staatsgewalt" geht es übrigens ähnlich wie dem Anwalt im Film. Sie müssen tagtäglich öde Jobs ausführen, Betrunkene abschleppen, sich im Rotlichtmilieu aufhalten, Verkehrssünder überführen, Verkehrsunfälle dokumentieren.)

Darunter steht dann gleich auf dem nächsten Werbedisplay dazu passend, dass Mercedes noch stärker in die Rüstungsproduktion einsteigen will. Am besten "achtsam" morden können ja tatsächlich die Drohnen, wie man weiß... 

Liebe Kinder, wenn ihr all das nicht versteht, so seid ihr kerngesund in dieser kranken Gesellschaft. ip

Pfingstgruß und Nachtrag zum "Vatertag"

Wohlauf in Gottes schöne Welt
Lebe wohl, ade
Die Luft ist blau und grün das Feld
Lebe wohl, ade
Die Berge glüh'n wie Edelstein
Ich wandre mit dem Sonnenschein
La la la la la la la
Ins weite Land hinein
La la la la la la la
Ins weite Land hinein

Du traute Stadt am Bergeshang
Lebe wohl, ade
Du hoher Turm, du Glockenklang
Lebe wohl, ade
Ihr Häuser alle, wohlbekannt
Noch einmal wink' ich mit der Hand
La la la la la la la
Und nun seitab gewandt
La la la la la la la
Und nun seitab gewandt

An meinem Wege fließt der Bach
Lebe wohl, ade
Der ruft den letzten Gruß mir nach
Lebe wohl, ade
Ach Gott, da wird so eigen mir
So milde weh'n die Lüfte hier
La la la la la la la
Als wär's ein Gruß von dir
La la la la la la la
Als wär's ein Gruß von dir

(In dem Dorf am Harzrand traf sich die Jugend unter den Linden zum abendlichen Gesang. Mein Vater nahm mich an die Hand und wir sangen mit.)

Freitag, 15. Mai 2026

Habt ihr heute schon die Blumen gegossen...?

ip-Polaroid - man beachte die energiegeladene Faust

Der Sommer beginnt mit Metallica-Konzert und endet mit BLUTGOTT

Über Pfingsten feiert Frankfurt im Stadtwald seinen Wäldchestag. Von Freitag, 22., bis Dienstag, 26. Mai, gibt es Rummel und Musik, Ebbelwei und Handkäs. Am Freitag, 22., und Sonntag, 24. Mai, verwandelt sich außerdem das Waldstadion nebenan bei zwei Konzerten der Band Metallica zum Rock-Mekka. 

In Hannover wirds dann und wann musikalisch dunkel: 



CSD-Termine

Christopher Street Day (CSD) am 23. Mai in Hannover. 

Und noch eine kleine Auswahl aus hunderten weiterer CSD-Termine in Germany: 

30. 5. Frankfurt/Oder, Wiesbaden, Osnabrück, Lüneburg, Wernigerode. 

6.6. Dresden, Düsseldorf, Paderborn, Celle. 

20.6. Göttingen, Heidelberg, Lutherstadt Wittenberg. 

18.7. Frankfurt am Main.

Meine Frage zum Wochenende: Wurde Nazi-Eichmann wirklich hingerichtet?

Die deutsche Journalistin Gaby Weber bemüht sich seit langem, die Eichmann-Akten in Argentinien frei zu bekommen, über dessen Prozess die umstrittene politische Theoretikerin Hannah Arendt berichtete, die den Schreibtisch-Massenmörder als hörigen Bürokraten darstellte. 

Da Nazi-Eichmann völlig unbehelligt in Argentinien lebte, dann in einer spektakulären Polit-Aktion plötzlich festgenommen wurde, um von anderen politischen Verbrechen abzulenken (siehe Gabyweber.com), und zum Tode verurteilt wurde,  habe ich die Fantasie, dass er gar nicht gehängt wurde. Wurde er  wirklich "geopfert", weil er zu viel redete, wie Weber schrieb?

Gibt es handfeste Beweise dafür, dass tatsächlich er es war, der hingerichtet wurde? ip

Führungen auch auf Chinesisch: Belt and Road

ffm. Ein Vortrag und eine Podiumsdiskussion ergänzen am Donnerstag, 21. Mai, die Sonderausstellung „Die Welt im Geld“ des Historischen Museums Frankfurt. Kuratorin und Wirtschaftshistorikerin Yi Liu führt ab 18.30 Uhr unter dem Titel „Von den Seidenstraßen zur ‚Belt and Road Initiative‘“ in das Thema historischer und moderner Seidenstraßen ein und diskutiert auf dem Podium mit folgenden Gästen aus Wissenschaft und Kunst zu Machtverhältnissen durch Infrastruktur und Kapital:

Friederike Sattler, Wirtschafts- und Finanzhistorikerin an der Goethe-Universität Frankfurt und am Fritz Bauer Institut. Sie forscht unter anderem zur Geschichte deutscher Banken und Kaufleute in Ost- und Südostasien im „langen 19. Jahrhundert“.

Johannes Petry, Politikökonom und Senior Researcher an der Goethe-Universität Frankfurt. Er ist spezialisiert auf die politische Ökonomie Chinas, die Entwicklung globaler Finanzmärkte und die Rolle finanzieller Infrastrukturen in der „Belt and Road Initiative“.

Verdiana Albano, Künsterlin aus Frankfurt. Sie thematisiert und visualisiert Globalisierung und Migration. In ihrem Fotoprojekt „status report (2022/23)“ dokumentiert sie Logistikzentren und Landschaften entlang der „Neuen Seidenstraße“ und macht politisch-ökonomische Prozesse sichtbar.

Die Sonderausstellung „Die Welt im Geld“ im Historischen Museum zeigt Globalisierung als eine Geschichte von Waren, Ideen und Werten. Im Mittelpunkt stehen Handels- und Infrastrukturnetzwerke, die seit Jahrhunderten Regionen miteinander verbinden und kulturellen wie wirtschaftlichen Austausch ermöglichen. Ein frühes Beispiel für solche globalen Verflechtungen sind die sogenannten Seidenstraßen.

Der 1877 von Ferdinand von Richthofen geprägte Begriff der Seidenstraßen beschreibt kein einzelnes Straßensystem, sondern ein weitreichendes Netz von Land- und Seewegen, über das Waren, Technologien, religiöse Vorstellungen, Kunstformen und Wissen zirkulierten. Heute knüpft Chinas „Belt and Road Initiative“ – auch „Neue Seidenstraße“ genannt – symbolisch an diese historische Vorstellung an. Zugleich deutet sie diese im Kontext gegenwärtiger geopolitischer und wirtschaftlicher Entwicklungen grundlegend neu.

Auch Europa ist unmittelbar eingebunden: Neue Knotenpunkte globaler Lieferketten entstehen, wirtschaftliche Verflechtungen vertiefen sich, und Fragen politischer Handlungsfähigkeit werden diskutiert – etwa am Hafen von Piräus in Athen, im Logistikzentrum Duisburg oder bei Beteiligungen chinesischer Unternehmen am Hamburger Hafen.

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen des Begleitsprogramms zur Sonderausstellung „Die Welt im Geld. Globale Ereignisse im Spiegel Frankfurter Finanzobjekte“ im Historischen Museum Frankfurt statt. Die Ausstellung  wird bis 31. Januar 2027 zu sehen sein.

Mehr Informationen zur Ausstellung sind unter Historisches Museum | Die Welt im Geld abrufbar.