Freitag, 15. Mai 2026

Habt ihr heute schon die Blumen gegossen...?

ip-Polaroid - man beachte die energiegeladene Faust

Metallica-Konzert

ffm. Über Pfingsten feiert Frankfurt im Stadtwald seinen Wäldchestag. Von Freitag, 22., bis Dienstag, 26. Mai, gibt es Rummel und Musik, Ebbelwei und Handkäs. Am Freitag, 22., und Sonntag, 24. Mai, verwandelt sich außerdem das Waldstadion nebenan bei zwei Konzerten der Band Metallica zum Rock-Mekka.

CSD-Termine

Christopher Street Day (CSD) am 23. Mai in Hannover. 

Und noch eine kleine Auswahl aus hunderten weiterer CSD-Termine in Germany: 

30. 5. Frankfurt/Oder, Wiesbaden, Osnabrück, Lüneburg, Wernigerode. 

6.6. Dresden, Düsseldorf, Paderborn, Celle. 

20.6. Göttingen, Heidelberg, Lutherstadt Wittenberg. 

18.7. Frankfurt am Main.

Immer mehr Frankfurter bitten online um Geld für die Miete

In Frankfurt hat sich die Zahl der GoFundMe-Kampagnen rund ums Wohnen mehr als verdoppelt. Was die Daten über eine wachsende Not verraten. https://www.fnp.de/frankfurt/mehr-frankfurter-bitten-online-um-geld-fuer-die-miete-letzter-ausweg-crowdfunding-immer-94241208.html?utm_source=_shared&utm_medium=west&utm_campaign=interactionbar

Meine Frage zum Wochenende: Wurde Nazi-Eichmann wirklich hingerichtet?

Die deutsche Journalistin Gaby Weber bemüht sich seit langem, die Eichmann-Akten in Argentinien frei zu bekommen, über dessen Prozess die umstrittene politische Theoretikerin Hannah Arendt berichtete, die den Schreibtisch-Massenmörder als hörigen Bürokraten darstellte. 

Da Nazi-Eichmann völlig unbehelligt in Argentinien lebte, dann in einer spektakulären Polit-Aktion plötzlich festgenommen wurde, um von anderen politischen Verbrechen abzulenken (siehe Gabyweber.com), und zum Tode verurteilt wurde,  habe ich die Fantasie, dass er gar nicht gehängt wurde. Wurde er  wirklich "geopfert", weil er zu viel redete, wie Weber schrieb?

Gibt es handfeste Beweise dafür, dass tatsächlich er es war, der hingerichtet wurde? ip

Führungen auch auf Chinesisch: Belt and Road

ffm. Ein Vortrag und eine Podiumsdiskussion ergänzen am Donnerstag, 21. Mai, die Sonderausstellung „Die Welt im Geld“ des Historischen Museums Frankfurt. Kuratorin und Wirtschaftshistorikerin Yi Liu führt ab 18.30 Uhr unter dem Titel „Von den Seidenstraßen zur ‚Belt and Road Initiative‘“ in das Thema historischer und moderner Seidenstraßen ein und diskutiert auf dem Podium mit folgenden Gästen aus Wissenschaft und Kunst zu Machtverhältnissen durch Infrastruktur und Kapital:

Friederike Sattler, Wirtschafts- und Finanzhistorikerin an der Goethe-Universität Frankfurt und am Fritz Bauer Institut. Sie forscht unter anderem zur Geschichte deutscher Banken und Kaufleute in Ost- und Südostasien im „langen 19. Jahrhundert“.

Johannes Petry, Politikökonom und Senior Researcher an der Goethe-Universität Frankfurt. Er ist spezialisiert auf die politische Ökonomie Chinas, die Entwicklung globaler Finanzmärkte und die Rolle finanzieller Infrastrukturen in der „Belt and Road Initiative“.

Verdiana Albano, Künsterlin aus Frankfurt. Sie thematisiert und visualisiert Globalisierung und Migration. In ihrem Fotoprojekt „status report (2022/23)“ dokumentiert sie Logistikzentren und Landschaften entlang der „Neuen Seidenstraße“ und macht politisch-ökonomische Prozesse sichtbar.

Die Sonderausstellung „Die Welt im Geld“ im Historischen Museum zeigt Globalisierung als eine Geschichte von Waren, Ideen und Werten. Im Mittelpunkt stehen Handels- und Infrastrukturnetzwerke, die seit Jahrhunderten Regionen miteinander verbinden und kulturellen wie wirtschaftlichen Austausch ermöglichen. Ein frühes Beispiel für solche globalen Verflechtungen sind die sogenannten Seidenstraßen.

Der 1877 von Ferdinand von Richthofen geprägte Begriff der Seidenstraßen beschreibt kein einzelnes Straßensystem, sondern ein weitreichendes Netz von Land- und Seewegen, über das Waren, Technologien, religiöse Vorstellungen, Kunstformen und Wissen zirkulierten. Heute knüpft Chinas „Belt and Road Initiative“ – auch „Neue Seidenstraße“ genannt – symbolisch an diese historische Vorstellung an. Zugleich deutet sie diese im Kontext gegenwärtiger geopolitischer und wirtschaftlicher Entwicklungen grundlegend neu.

Auch Europa ist unmittelbar eingebunden: Neue Knotenpunkte globaler Lieferketten entstehen, wirtschaftliche Verflechtungen vertiefen sich, und Fragen politischer Handlungsfähigkeit werden diskutiert – etwa am Hafen von Piräus in Athen, im Logistikzentrum Duisburg oder bei Beteiligungen chinesischer Unternehmen am Hamburger Hafen.

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen des Begleitsprogramms zur Sonderausstellung „Die Welt im Geld. Globale Ereignisse im Spiegel Frankfurter Finanzobjekte“ im Historischen Museum Frankfurt statt. Die Ausstellung  wird bis 31. Januar 2027 zu sehen sein.

Mehr Informationen zur Ausstellung sind unter Historisches Museum | Die Welt im Geld abrufbar.

Politische Bildung als Mittel der Demokratisierung der Deutschen nach 1945

Vortrag von Dr. Tim Schanetzky am 21. Mai im Haus der Region Hannover

Hannover. Mit dem Aufstieg des Rechtspopulismus rückte politische Bildung wieder in den Blickpunkt der Politik. Im aktuellen Streit gerät aber leicht in Vergessenheit, dass seit 1945 um die Demokratisierung der Deutschen gerungen wird. Diese Auseinandersetzungen begannen mit der alliierten Reeducation, erlebten im Kalten Krieg einen ersten Höhepunkt, gehörten zu den Schauplätzen von „Achtundsechzig“ wie der politischen Tendenzwende und setzen sich fort bis in die Gegenwart. Tim Schanetzky zeigt in seinem Vortrag, wie ihre Rekonstruktion Einblicke in die sich verändernden zeitgenössischen Vorstellungen von der Demokratie ermöglicht. Welche Gefahren jeweils wahrgenommen und worin die Antworten gesehen wurden, bildete sich ebenso in der Politik der politischen Bildung ab.

Tim Schanetzky ist seit 2022 Inhaber einer Heisenberg-Stelle der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Zuvor lehrte er Neuere und Neueste Geschichte in Jena, Marburg, Wien, Bayreuth und New York. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören neben der Demokratiegeschichte die Geschichte des Kapitalismus sowie die politische Ideengeschichte. Wann: Donnerstag, 21. Mai, 19 Uhr. Wo: Haus der Region, Raum 602, Hildesheimer Str. 20. Eintritt: frei.