Donnerstag, 26. Februar 2026

Feminizide stoppen - Performance am 4.3. vom Welfengarten zum Kröpcke

Wir sind ein Netzwerk aus Hannover, das sich für ein Ende von Feminiziden und patriarchaler Gewalt einsetzt. Wir möchten auf Feminizide und das System dahinter aufmerksam machen. Feminizide sind keine Einzelfälle, sondern Ausdruck eines patriarchalen Systems, das Frauen entwertet, kontrolliert und unterdrückt. Laut dem im November 2025 veröffentlichten Lagebild des Bundeskriminalamts wurden allein im Jahr 2024 308 Femizide in Deutschland registriert – fast jeden Tag wurde eine Frau von einem Mann getötet. Im Jahr 2025 zählt die Initiative @femizide_stoppen 98 Femizide. Die Femizidmap zählt 2025 hingegen 175 Femizide und 86 versuchte Femizide. Der Unterschied in den Zahlen ergibt sich daraus, dass es weder eine einheitliche, bundesweite Definition noch Erfassung von Femi(ni)zidengibt. Aber egal welche der Zahlen wir uns anschauen: Sie zeigen uns, dass bei einem Femizid niemals von einem Einzelfall gesprochen werden kann. Sie zeigen uns auch, dass wir laut sein müssen. Diese Zahlen erschüttern uns, machen uns traurig, verständnislos und wütend! Und genau aus diesem Grund haben wir als Netzwerk gegen Feminizide Hannover FLINTAS* dazu aufgerufen, an einer von uns organisierten und entwickelten Performance teilzunehmen. Diese Performance wird am 04.03.2026 stattfinden und besteht daraus, dass wir ein ca. 15-minütige Tonband abspielen werden, auf welchem Feminizide vorgelesen werden. Dies erfolgt aus Ich-Perspektive mit wechselnden Stimmen. Während das Audio abspielt, wollen wir uns, repräsentativ für die ermordeten Frauen sowie trans und nonbinären Personen, die aufgrund von Hass auf Feminitätgetötet wurden, auf den Boden legen.

Wir werden uns auf den Boden legen, um patriarchale Gewalt und Strukturen sichtbar zu machen.

Wir werden uns auf den Boden legen, um zu zeigen, dass Feminizide keine Einzelfälle sind. Wir werden uns auf den Boden legen, weil wir nicht einfach bloß zuschauen können, wie die Gewalt fortgesetzt wird. Wir wollen uns auf den Boden legen, damit Menschen über patriarchalen Gewalt sprechen. Damit wir die Menschen emotional erreichen können. Damit wir ein Zeichen setzen!

Während der Aktion verteilen wir Flyer vom Netzwerk, auf welchem der Begriff Feminizid erklärt wird. Auf diesem stehen auch Infos und Zahlen zu patriarchaler Gewalt, welche wiederum anhand einer Gewaltpyramide erklärt wird. Wir wollen Menschen erreichen, aber auch Menschen informieren und ins Miteinander-reden bringen. Wir möchten die Dringlichkeit des Themas so zeigen, dass man nicht einfach weggucken kann.

Wir rufen daher alle Menschen auf: Kommt am 04.03.2026 zu der Aktion und legt euch zu uns! Wir treffen uns um 12 Uhr an der Hauptmensa (Callinstraße 23).Von dort aus gehen wir zu anderen Orten weiter. Kommt gerne dazu, auch wenn es nur an einem Ort ist.

11:50 Uhr: Hauptmensa, 12:40 Uhr: Welfengarten, 13:15 Uhr: Conti-Campus, 13:55 Uhr: Kröpcke. Weitere Informationen teilen wir auf Instagram. Ihr erreicht uns ansonsten aber auch per Mail (feminizide-stoppen-hannover@systemli.org). Lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen patriarchale Gewalt setzen. Und lasst uns viele werden!!! Danke fürs Teilen und verbreiten der Aktion. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung!! Mit freundlichen Grüßen Nica (sie/ihr) vom Netzwerk gegen Feminizide Hannover.

Mittwoch, 25. Februar 2026

"Atmen" - das neue Buch des Londoner Bürgermeisters im Alexander-Verlag

 Ein Leitfaden für Politiker:innen, Aktivist:innen und Bürger:innen, die sich für Umweltfragen interessieren und engagieren möchten.

Sadiq Khan ist seit 2016 Bürgermeister von London und ein engagierter Kämpfer für den Umweltschutz. Als er im Alter von 43 Jahren aufgrund der starken Luftverschmutzung in seiner Stadt an Asthma erkrankt, erkennt er die dringende Notwendigkeit, für eine sauberere Luft und damit gegen den Klimawandel zu kämpfen.

In seinem Buch zeigt er Wege auf, wie man für Umwelt- und Klimaschutz die richtigen Weichen stellen kann, und benennt sieben Hindernisse, die es dafür zu überwinden gilt: Fatalismus, Apathie, Zynismus, Prioritätenverschiebung, Feindseligkeit, Kosten und Stillstand. Er erläutert, wie er diesen Herausforderungen in seiner Amtszeit begegnet ist, indem er beispielsweise die weltweit erste Ultraniedrigemissionszone (ULEZ) eingeführt, neue Radwege geschaffen, tausende Bäume gepflanzt und London zur ersten »Nationalpark-Stadt« gemacht hat. Eines seiner zentralen Themen ist dabei der unmittelbare Zusammenhang von sozialen, Umwelt- und Gesundheitsfragen. Khan betont, dass Maßnahmen für eine bessere Luftqualität nicht nur zum Klimaschutz beitragen, sondern vor allem auch unserer Gesundheit zugutekommen.

»Wenn man eine grünere Welt schaffen will, muss man die Menschen für eine grüne Politik gewinnen. Dieses bemerkenswerte Buch bietet einen umfassenden Einblick in das Wie.« Anne Hidalgo (Bürgermeisterin von Paris)

»Seit seiner Wahl hat der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan der Welt gezeigt, dass eine transformative grüne Politik möglich ist.« Justin Trudeau (ehem. kanadischer Premierminister)

»Atmen ist ein starkes Gegenmittel gegen Zynismus und demonstriert die Kraft einer Politik, die darauf abzielt, Menschen bei der Suche nach Lösungen zusammenzubringen.« The Observer

Things with feelings

Hannover. Www.feinkunst.org, Roscherstraẞe 5: Bis 22.03. wird das Unbehagen im Vertrauten sichtbar gemacht, die Aufmerksamkeit auf Prozesse des Zerfalls und der Transformation gerichtet.

Sprechen und Schweigen über Kunst

Hannover. Städtische Galerie Kubus, Theodor-Lessing-Platz 2: Yoga im Kubus: immer mittwochs um 18 Uhr, Matten und Decken sind vorhanden, einfach vorbeikommen oder anmelden unter kubus@hannover-stadt.de, die Teilnahme ist kostenlos. Spenden gehen an das HomelessCare-Projekt des Tibet-Zentrum Hannover. 

Un_told Stories, Brotzeit und Erinnerungen, Donnerstag 26.2. Um 18 Uhr.

SonnTALK immer Sonntags 15 Uhr zu Sprechen, Nachdenken, Fragen, Zweifeln, Freuen und Schweigen über Kunst mit den Künstler*innen, Kunstwissenschaftler*innen und Designer*innen der Ausstellung, die laufende endet am 01.03.

Dienstag, 24. Februar 2026

Frauen-Guide als App

Den Frankfurter Frauen-Guide gibt es zum Download unter Frauen-Guide 2026/2027. Für mobile Zugänge und schnelle Verfügbarkeit von Infos und Hilfeleistungen gibt es ihn auch als App für das Smartphone in 19 Sprachen. Die App gibt es sowohl für Apple- als auch für Android-Geräte. Zu finden ist sie unter apps.mmg.de.

Enkel als "gefragte Ware"

Die digitale  Schlinge zieht sich immer weiter zu. Machte Fehler bei der Elster-Security-App und rief beim Finanzamt an. Der zuständige Mitarbeiter sagte zu meinem Erstaunen: "Wenden Sie sich an Familienmitglieder oder Nachbarn." Ich kommentierte diese steile These sarkastisch mit:"Oh wie süß." (Enkel sind sehr gefragt, wenn man welche hat, der Nachbar nimmt locker 40 Euro für ne Dreiviertelstunde.) 

Er: "Das Finanzamt macht keine EDV-Beratung mehr" und ranzte mich schuldzuweisend in diskriminierendem Tonfall an: "Wenn Sie mich unterbrechen, kann ich es Ihnen nicht erklären", worauf ich auflegte.

Dann gemütlich zu Fuß zur Sparkasse gegangen, um ein preiswertes Konto neu zu eröffnen und ein anderes teures aufzugeben. In der gähnend leeren Filiale saßen zwei Mitarbeiter hinterm Tresen und beschieden mich kurz mit "Gehn Sie dazu auf unsere Website und erledigen das dort." 

Einer dieser gefragten, allerdings computertechnisch weniger fitten, Enkel erzählte mir später, er hätte den Bank-Berater "fast vor die Krawatte gepackt", als er seiner Oma nicht erklärte, wie sie manuell eine Überweisung ausfüllen könne. Das war sehr ungerecht gegenüber dem armen Mann, dessen Kollegen bereits gekündigt sind. Und der genau weiß, dass comdirekt von der Commerzbank oder N26 gratis Konten führen, aber überhaupt keine persönliche Beratung bieten. 

Das Einscannen der Waren an den Supermarkt-Kassen hingegen lernt der Mensch noch relativ schnell in lebendiger Praxis, damit die Ausgangspforte nicht gesperrt bleibt...

Philosoph Michel Foucault hat diese Mechanismen in seinem Werk "Überwachen und strafen" bereits präzise beschrieben. ip

Mutti, komm wieder!

Ein dickes Dankeschön an unsere ostdeutsche Bundeskanzlerin im Ruhestand, dass sie sich wieder einmischt in die Unordnung und sich damit der Lächerlichkeit preisgibt, denn das macht mann nicht als angesehener ehemaliger Staatsmann: Fehler zugeben, Fehler korrigieren, zum Besseren hin agieren mitten in all dem politischen Unrat, während andere in ihrer Position sich im Sex suhlen, schräge Geschäfte forcieren, ausgefallene Sportarten betreiben und der Langlebigkeit hinterherjagen.

Kenne einige solcher Ost-Frauen, die das Arbeiten gelernt haben: Sibylle Berg zu Beispiel, die sich gegen Überwachung wendet; oder eine Sportlerin, die ihren akademischen Abschluss gleich in mehreren Disziplinen absolvierte; sowie eine Angestellte in Königswusterhausen, die ich zum bevorstehenden "Ruhestand" interviewen sollte, und die mir klipp und klar antwortete, sie wolle gar nicht aufhören, sie werde gezwungen. ip

ipfoto aus der Graffitigalerie Glocksee Hannover