Mittwoch, 4. März 2026

Fast jeden Tag wird eine Frau von einem Mann getötet

Hannover/Niedersachsen. Allein in der vergangenen Woche gab es zwei Feminizide in Niedersachen - in Eimke (Landkreis Uelzen) und in Hildesheim. Insgesamt sind in Niedersachsen seit Anfang des Jahres fünf verübt worden. Und es ist gerade einmal Anfang März.

Das Netzwerk Feminizide-Stoppen macht darauf und das System dahinter aufmerksam und setzt sich für ein Ende von patriarchaler Gewalt ein, so wie heute im Rahmen einer Performanceaktion an vier verschiedenen Orten (Kröpcke, Hauptmensa/ LUH, Hauptgebäude Welfenschloss, Conti Campus) in Hannover. 

Walter-Lampe-Haus in strahlendem Herrenhausen-Gelb

 Hannover. Er war ein Guter und sein Name prangt nun auf dem frisch im Herrenhausen-Gelb gestrichenen Diakoniegebäude für Erwachsenen-Migrationsberatung Burgstraße 10. 

Walter Lampe belehrte zum Beispiel so manchen Spießbürger, der sich über die elegante Jacke eines Asphalt-Zeitungsverkäufers aufregte, dass Obdachlosigkeit mittels Spenden nicht zwangsläufig zu verwahrlostem Aussehen führen muss. Letzten Dienstag traf sich dort alles, was ein Herz für die Innenstadt  hat, von Polizeipräsidentin bis Suchtberatung, zum internen Austausch über den Umgang mit dringenden sozialen Problemen. iptextfoto

Montag, 2. März 2026

Verzweiflung macht sich im Ihme-Zentrum breit

Hannover. "Onay hasst das Ihme-Zentrum, " sagt ein Passant. Frage: "Wieso?". Der Oberbürgermeister lehne jegliche Hilfen ab.

Die Wohnungseigentümer sind völlig raus aus dem Geschehen, und müssen zusehen, wie der neue Verwalter, der bereits einige misslungene Projekte hinter sich hat, jetzt ein Fantasieprojekt "KI-Universität" von Geldgebern fürs Ihme-Zentrum einwirbt. Angelogen von den dubiosesten "Entwicklern" über Engel bis Carlyle macht sich Agonie und Verzweiflung breit. Denn Hauptziel war bei denen stets, öffentliche Gelder locker zu machen. Und daran scheint sich auch aktuell nichts zu ändern. 

Ein unbekannter Taubenfreund streut dann auch noch regelmäßig Futter in dem taubengeplagten Komplex aus...

Der ehemalige Verwalter Jaskulski ist weiterhin im Koloss zu finden, aber mit neuer Firma, die Restposten von Tiefgarage bis Hinterlassenschaften des Lars Windhorst bearbeitet. Für den gesamten Gewerbebereich ist eine Zwangsversteigerung vorgesehen, zumal mehrere Geldgeber betroffen sind. Derweil lenkt nur das Geschrei der Möven am Ihme-Strand vom Anblick des hannoverschen Schandflecks ab. ip

Klimaaktivistin Miriam Meyer tritt Erzwingungshaft an

 
Bremen/Chemnitz– Acht Tage Erzwingungshaft für ein Bußgeld, das in vergleichbaren Fällen längst eingestellt wurde: Die Klimaaktivistin Miriam Meyer (33) tritt heute ihre Haft in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz an. Sie soll dort acht Tage verbringen, um ein Bußgeld von 328,50 Euro zu begleichen. Der Rechtshilfeverein Rückendeckung für eine aktive Zivilgesellschaft – RAZ e.V. – begleitet Klimaaktivist:innen unter anderem bei den §129-Verfahren und Gefängnisaufenthalten, so auch Miriam Meyer. Inzwischen hat der Verein über zehn Menschen bei ihren Haft- oder Ersatzfreiheitsstrafen unterstützt und begleitet viele weitere Aktivist:innen, die eine Haftstrafe vor sich haben. Der RAZ e.V. erklärt zu Meyers Haftantritt: “Diese Haft ist teurer als das Bußgeld selbst und hätte nie stattfinden müssen. Dass Miriam Meyer jetzt in Haft muss, zeigt vor allem eines: Wie viel Energie darauf verwendet wird, Klimaprotest zu kriminalisieren, statt die Klimakrise zu bekämpfen.” Briefe erreichen Miriam Meyer in der JVA unter folgender Adresse: Miriam Meyer, JVA Chemnitz,  Thalheimer Straße 29,  09125 Chemnitz.

Absurde Nuklearprojekte werden mit EU-Geldern subventioniert

Sie ist gerade mal 15 Jahre her – und doch droht die Atomkatastrophe von Fukushima schon wieder in Vergessenheit zu geraten. Dabei sind bis heute große Teile der Region radioaktiv belastet. Noch immer fließt radioaktives Wasser in den Pazifik. Noch immer ist kein einziges Gramm der rund 880 Tonnen hochradioaktiver Brennstoffschmelze aus den zerstörten Reaktoren geborgen. Und noch immer kämpfen Zehntausende Menschen mit den Folgen der Katastrophe.

Der 11. März 2011 hat allen die immensen Gefahren der Atomkraft deutlich vor Augen geführt: Wenn ein solcher Unfall in einem technologisch fortschrittlichen Land wie Japan passieren kann, dann kann er überall passieren – jederzeit. Dennoch setzt Europa wieder auf Atomkraft. Die EU plant, Milliarden an Subventionen für Atomprojekte zu verschleudern:

Laufzeitverlängerungen uralter Meiler, teils nahe der deutschen Grenze. Neue AKW. Absurde Nuklearprojekte wie Small Modular Reactors (SMR) und Kernfusion – Technologien, die kaum mehr sind als teure Luftschlösser. Trotzdem liegen sie bei Atomfans voll im Trend. Frankreich etwa plant mehrere solcher Mini-AKW, finanziert mit EU-Geldern, die wir dringend für die Energiewende in Europa brauchen. Diese atomfreundliche Linie ist bereits in den Vorschlag für den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der EU eingeflossen. Auch Teile der deutschen Bundesregierung tragen sie mit: Bundeskanzler Merz und Wirtschaftsministerin Reiche (beide CDU) zeigen sich durchaus aufgeschlossen für eine EU-Förderung von Atomprojekten.

Basketballcracks zeigen Tricks, Spielzüge und Finten

Hannover. Die legendären Harlem Globetrotters feiern in diesem Jahr ihr 100jähriges Jubiläum. Am Sonntag, 3. Mai, ist die spektakuläre Basketballshow wieder in der Swiss Life Hall zu Gast (The Harlem Globetrotters – Hannover Concerts). Aus diesem Anlass findet am kommenden Freitag, 6. März, ab 12 Uhr ein Showtraining bei der IGS List, Röntgenstraße 6, in Hannover statt. Von den Harlem Globetrotters kommen „Sky“ Zavian Jackson und Eryka „Spice“ Sidney nach Hannover, um mit Schülerinnen und Schülern der IGS zu trainieren. Im Rahmen des Besuchs zeigen die Basketballcracks Tricks, Spielzüge und Finten.

"Mit Gott gegen die Demokratie.“ Wie wir unsere Widerstandskräfte dagegen stärken können

Hanns-Lilje-Forum mit Arnd Henze, Bischöfin Shelly Bryan Wee u. a. am 12.03.2026, 19.30 Uhr, Marktkirche, Hannover

Der christliche Nationalismus hat Donald Trump maßgeblich ins Weiße Haus getragen – und auch in Deutschland gewinnt diese Ideologie an Einfluss. In seinem Buch „Mit Gott gegen die Demokratie. Warum der christliche Nationalismus alle angeht“ (erscheint im März 2026) analysiert Arnd Henze die religiöse Rechte in den USA, ihre Netzwerke und Strategien, mit denen sie ihren Kulturkampf nach Deutschland zu übertragen versucht. Kirche, Politik und Gesellschaft müssen dieser unheiligen Allianz etwas entgegensetzen. Wie stärken wir unsere Resilienz? Wie treten wir dem auch theologisch entgegen?

Darüber diskutieren der WDR-Journalist Arnd Henze, der Verfassungs- und Kirchenrechtler und Vizepräsident Prof. Dr. Christoph Goos (Landeskirchenamt der Landeskirche Hannovers) und Bischöfin Shelly Bryan Wee, Evangelical Lutheran Church in America, die den christlichen Nationalismus in den USA scharf kritisiert (live zugeschaltet). Außerdem sind der religionspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Thore Güldner sowie die Vorsitzende der Jungen Union Niedersachsen Karoline Czychon zu Gast.

Prof. Dr. Christoph Dahling-Sander, Geschäftsführer der Hanns-Lilje-Stiftung, und Marc Blessing, Pastor der Marktkirchengemeinde Hannover, moderieren. Beginn ist um 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.