Samstag, 11. April 2026

Kanzler Kohl hat sich einfach geweigert, illegale "Spenden" anzugeben und ist damit durchgekommen

Berlin. Meine Frage ans Digitalministerium zum exekutiven Fußabdruck: Wieviel der meisten und größten Parteispenden kommen unter der Hand herein? RüstungsGewinner wie Rheinmetall oder Palantir zum Beispiel geben rein gar nichts? 

Kanzler Kohl hat sich seinerzeit einfach geweigert, solche "Spenden" anzugeben und ist damit durchgekommen... 

Wenn es um illegale Gelder geht, sieht eine Bürgerinitiative wie abgeordnetenwatch.de ziemlich alt aus und wirkt wie ein Feigenblatt, auch wenn 100 000 eine Petition gegen Lobbyismus unterschrieben haben. 

Da muss halt die Justiz ran, aber die hat derzeit anderes zu tun, nämlich sich als Erfüllungsgehilfin der Militarisierung anzubiedern? ip

Donnerstag, 9. April 2026

Freude, schöner Götterfunken, meine Lenaustraße bekommt echte Bäume

Hannover. Nikolaus Lenau, Niembsch Edler von Strehlenau, Dichter des Weltschmerzes, wäre bestimmt begeistert über diese Rückverwandlung städtischen Raums.
Nun müsste noch die Berufsschule übergestrichen oder mit passenden Graffiti als Hintergrund gestaltet werden. Dafür kommt nur einer der ganz großen Graffiti-Künstler in Frage: BeNeR1 aus Hannover, der auch das Hannah-Arendt-Graffiti in der Falkenstraße schuf. iptextfoto

Junge Menschen und die Heeresflieger-Werbung

Hannover. Die Bundeswehr wird auf der IdeenExpo 2026, 20. bis 28.Juni, als größter Aussteller vertreten sein. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 1.500 Quadratmetern präsentiert sie sich auf Europas größtem Technologie- und Innovationsfestival "für junge Menschen als moderner und vielseitiger Arbeitgeber". In Bückeburg bietet sie Einblicke in Ausbildung, Technik und Berufsbilder der Heeresflieger sowie in den geplanten Messeauftritt der Bundeswehr auf der IdeenExpo 2026. Ein besonderes "Highlight" der IdeenExpo werden erneut die täglichen Hubschrauberlandungen auf dem Messegelände in Hannover sein. Ein Hubschrauber startet hierfür vom Standort Bückeburg und landet während der Veranstaltung direkt auf dem Gelände der IdeenExpo.

Mittwoch, 8. April 2026

Digitale Räume im Fokus: 10. bundesweiter Fachaustausch der Ausstiegsprogramme in Niedersachsen

Hannover. Auf Einladung des Landespräventionsrates Niedersachsen fand im Niedersächsischen Justizministerium der „10. Praxis- und Erfahrungsaustausch der behördlichen und zivilgesellschaftlichen Ausstiegsprogramme für Rechtsextremist*innen in Bund und Ländern“ (PEARBL) statt.Teilgenommen haben in diesem Jahr eine Vielzahl von Personen verschiedener Ausstiegsprogramme – sowohl unter behördlicher als auch freier Trägerschaft. Unter der Überschrift „Radikalisierung & Radikalisierungsprävention im digitalen Raum“ diskutierten die Teilnehmer mit Experten vom „Peace Research Institute Frankfurt (PRIF)“, der „Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW“, von „jugendschutz.net“ und „A-ware.Net“ sowie des Vereins „Akzeptanz-Vertrauen-Perspektive“ etwa die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und gamingnahen Plattformen für Radikalisierungsprozesse. Zudem erörterten sie Möglichkeiten, in diesem Kontext Radikalisierungs- und Rekrutierungsbestrebungen entgegenzuwirken und beispielsweise Künstliche Intelligenz auch für die Radikalisierungsprävention sowie für Ausstiegs- und Distanzierungsberatung nutzbar zu machen. Hier zeigten sich – auch mit Blick auf andere Phänomenbereiche – Möglichkeiten und diverse Ansätze für innovative Ideen und Methoden, die bestehende Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit konsequent weiterzuentwickeln.

Justizministerin Dr. Wahlmann: „Digitale Welten gehören zur Lebensrealität unserer Kinder und Jugendlichen. Wir müssen auch dort präsent sein, wo unsere Kinder und Jugendlichen große Teile ihres Alltags verbringen – und dürfen sie dort nicht Menschen überlassen, die sie für menschenverachtende Zwecke instrumentalisieren. Dabei sind extremistischen Bestrebungen in der digitalen Welt professionelle Unterstützung und Beratungsangebote entgegenzustellen, die die Resilienz unserer Kinder und Jugendlichen stärken, um Rekrutierungs- und Radikalisierungsbemühungen widerstehen zu können. Unsere freiheitliche und pluralistische Gesellschaft verdient es, sich dieser Herausforderung anzunehmen und Antworten auf extremistische Radikalisierungs- und Rekrutierungsstrategien zu liefern.“

 Hintergrund:

Die Tagungsreihe findet bereits seit dem Jahr 2015 statt. In den zehn Auflagen trafen insgesamt über 140 Ausstiegsberater*innen aus 35 zivilgesellschaftlichen und behördlichen Ausstiegsprogrammen im Phänomenbereich Rechtsextremismus aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen. Der Fachaustausch hat sich zu einer festen Größe und Institution von bundesweiter Bedeutung entwickelt. Er stellt einen wichtigen Motor für die beständige Reflexion und Fortentwicklung von Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit dar.

Die Prävention von Rechtextremismus ist im Landespräventionsrat Niedersachsen, der im Niedersächsischen Justizministerium angesiedelt ist, vielfältig verankert. Über das Landes-Demokratiezentrum wird das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ umgesetzt. In diesem Rahmen werden auch die „Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“, die „Mobile Beratung Niedersachsen gegen Rechtsextremismus“ sowie die zivilgesellschaftliche Ausstiegs- und Distanzierungsberatung und die Beratungsstelle für Ausstiegswillige aus Verschwörungserzählungen und deren Umfeld unterstützt. Zudem ist die Koordinierungsstelle des Landesprogramms für Demokratie und Menschenrechte im Landespräventionsrat angesiedelt.

50 Jahre Freizeitheim Döhren

Hannover. Vor 50 Jahren wurde das Freizeitheim Döhren eröffnet. Dort ist auch die Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld e. V. aktív (ki@kulturini.de), die zum Beispiel am 13. April um 18 Uhr eine Einführung in den Ausstellungsbesuch der in Salzgitter geborenen Künstlerin Gabriela Jolowicz anbietet. Sie gehört zu den wichtigsten Stimmen des Holzschnitts in Deutschland. Ihre großformatigen Schwarz-Weiß-Arbeiten verwandeln banale Alltagsszenen in Erzählungen voller Witz und Tiefe. Am 17.4. um 15 Uhr folgt der gemeinsame Ausstellungsbesuch im Sprengelmuseum. 

18.4. Kleidertauschparty im Freizeitheim ohne Geldausgeben. 30.4. und 30.5. folgt die legendäre Döhrener Disconacht. 

Wundersame Alltags-Welt - mein Korallenriff aus Basmatireis

 

ipideenfoto "Blick über den Kochtopf-Rand" 

Dienstag, 7. April 2026

Bildung auf Bestellung - Zum Beispiel Spaziergang "Als Luther noch katholisch war"

Hannover. 90 Euro pro Gruppe. Termine nach Vereinbarung mit der Fabi, Goethestraße 31, Telefon 0511 164 05 70, bildung@kath-fabi-hannover.de.

Zum Beispiel "Als Luther noch katholisch war". Ein ökumenischer Spaziergang durch Hannover.

Am 26.Juni 1533 kommt es in Hannover vor der Marktkirche zum Schwur. Die dort versammelten Bürger bekennen sich zur neuen lutherischen Lehre; Katholiken verlieren ihre Wohn-und Bürgerrechte in der Altstadt. Fast 200 Jahre danach können sie in der Calenberger Neustadt wieder ein Gotteshaus errichten, die St. Clemens Kirche.

Luthers Frau Katharina von Bora brach als katholische Nonne aus dem Kloster aus, damals eine Ungeheurlichkeit. ipkünstlerinfoto vom Lutherdenkmal an der Marktkirche Hannover.