Samstag, 4. Juli 2026

Hört mal, Schwestern, seid mutig

voiceofbaceprot in Wacken und der Welt: https://youtu.be/9EXA-dzsn_Q?si=cUOp6ZOFebaI8vYa

Das AfD-Verbot wird in Erfurt auf der Straße durchgesetzt

 “Erfurt wird heute zur antifaschistischen Hauptstadt! Die AfD verbarrikadiert sich in den Messehallen, wir blockieren von allen Seiten. Das AfD-Verbot setzen wir heute auf der Straße durch. Die AfD will faschistischen Terror und Massendeportationen. Wir wollen Bleiberecht und eine solidarische Gesellschaft mit gleichen Rechten und gleicher Sicherheit für alle. Wir sind mehr!”, so Suraj Mailitafi von widersetzen.

Die Teilnehmenden sind aus circa 250 Bussen aus dem ganzen Bundesgebiet angereist: Von Gewerkschafter*innen, Studierenden, Auszubildenden und Wissenschaftler*innen gegen Faschismus über migrantische Gruppen und lokale NGOs bis zu den Omas gegen Rechts. widersetzen ist ein bundesweites antifaschistisches Aktionsbündnis mit Lokalgruppen in über 80 Städten.

Beeindruckende Blockade-Fotos : www.flickr.com/photos/widersetzen/sets/72177720334509852/

Starke Kritik übt Noa Sander vom widersetzen an den Regierungsparteien von Land und Bund:

“Es heißt, unsere Blockaden wären gescheitert. Die Wahrheit ist: Die regierenden Parteien scheitern im Kampf gegen Rechts, übernehmen stattdessen die Forderungen der AfD und schreddern den Sozialstaat, während rechtsextreme Gewalt Höchstwerte erreicht. Wer das tut, kann über die richtige Strategie im Kampf gegen Faschismus auch einfach die Klappe halten.”

Freitag, 3. Juli 2026

Hochschule Hannover mit neuem Masterstudiengang für Erweiterte Pflegepraxis

 „Erweiterte Pflegepraxis – Advanced Nursing Practice (ANP)/ Community Health Nursing (CHN)" startet erstmals zum Wintersemester

Kampus Kleefeld. Foto: Ulf Ostlaender

Hannover, 3. Juli 2026. Neuer Masterstudiengang „Erweiterte Pflegepraxis Advanced Nursing Practice (ANP) / Community Health Nursing (CHN)" entsteht an der Hochschule Hannover (HsH).

In fünf Semestern bereitet der neue Masterstudiengang an der Fakultät V – Diakonie, Gesundheit und Soziales Pflegefachpersonen berufsbegleitend auf eine eigenverantwortliche, evidenzbasierte Tätigkeit in der Versorgung von Menschen mit komplexen Bedarfen vor – darunter chronische Erkrankungen, psychosoziale Fragestellungen und Gesundheitskompetenz. Die direkte klinische Praxis in unterschiedlichen Settings bildet den Kern des Studiums. Fünf übergeordnete Themenfelder rahmen das Curriculum: Erweiterte Pflegepraxis, Forschung, Community Health Nursing, Professionsentwicklung sowie die Reflexion des eigenen Handelns. Interprofessionalität und Diversität sind als Querschnittsthemen angelegt.

„Einen Masterabschluss, der Erweiterte Pflegepraxis in dieser Breite und Tiefe vereint, gibt es in Niedersachsen bislang nicht. Wir sind überzeugt, dass wir damit einen Studiengang einführen, der die Versorgungslandschaft der Region und darüber hinaus nachhaltig mitgestalten kann", so Prof. Dr. Nina Fleischmann, Professorin für Pflegewissenschaft an der HsH.

Die erste Bewerbungsphase zum neuen Masterstudiengang „Erweiterte Pflegepraxis Advanced Nursing Practice (ANP) / Community Health Nursing (CHN)" läuft noch bis zum 15. Juli. Der Studiengang startet jeweils zum Wintersemester, erstmals im September 2026. Er richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber mit einem Bachelor- oder gleichwertigen Abschluss in einem pflegebezogenen Studiengang (mind. 30 Credit Points Pflegewissenschaft) sowie einer pflegerischen Berufszulassung. Ausländische Abschlüsse werden nach den Bewertungsvorschlägen der Kultusministerkonferenz anerkannt. Weitere Informationen unter https://f5.hs-hannover.de/studium/master-studiengaenge/erweiterte-pflegepraxis-advanced-nursing-practice-anp/-community-health-nursing-chn-mep (aus Presseinfo HsH)

Dazu meine Anmerkung: Selbst kleinste Sorgende Gemeinschaften (was kann ich für meine Nachbarin tun?), können entscheidend helfen. Zusätzliche Ärzte und Pflegefachkräfte als mobile Teams, die den Patienten zuhören, sind das Wichtigste: https://youtu.be/l0eNcB3ELSA?si=44uep72czEEZokUw.

Wenn ein Krieg vorangetrieben wird, und die ausgebildeten Pflege-Master dann für die Pflege Kriegsverletzter "verwendet" werden, das ist Kolonialismus im eigenen Land bei den eigenen Fachkräften, statt den Krieg unbedingt und koste es, was es wolle, durch Kommunikation, Vernetzung und Diplomatie zu vermeiden. ip

Abschaffung des Informations- und Presserechts?

 Abgeordnetenwatch Info: "Der Schock nach dem gestrigen Tag sitzt noch immer tief.

Denn was die Koalitionsspitzen von Union und SPD gestern angekündigt haben, ist ein Frontalangriff auf die freie Zivilgesellschaft.

Nach den Plänen der Bundesregierung soll es das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) in seiner jetzigen Form bald nicht mehr geben – Unterlagen von staatlichen Stellen sollen zukünftig Geheimsache bleiben.

Transparenz-Anfragen von Bürger:innen über das IFG könnten zukünftig tausende Euro kosten und sollen überhaupt nur bei „berechtigtem Interesse“ erlaubt sein. Journalist:innen und zivilgesellschaftliche Organisationen wie abgeordnetenwatch sollen nach den Plänen der Koalition überhaupt keine IFG-Anfragen mehr stellen dürfen.

Übersetzt bedeutet das: Die Abschaffung des Informations- und Presserechts, wie wir es kennen. Kanzleramt und Ministerien könnten sämtliche Transparenz-Anträge abbügeln oder mit Gebühren belegen, die jede Anfrage im Keim ersticken. 

Bisher ermöglicht das IFG die Kontrolle staatlichen Handelns überhaupt erst – nur dank des Gesetzes können z.B. Unterlagen zu verdeckten Lobbytreffen oder geheimen Absprachen zwischen Politik und Konzernen an die Öffentlichkeit gelangen.

Dass vor allem CDU und CSU das IFG in seiner jetzigen Form kaltstellen wollen, hat einen einfachen Grund: Durch Transparenz-Anfragen über das IFG haben abgeordnetenwatch und andere zivilgesellschaftliche Akteure wie FragDenStaat in der Vergangenheit immer wieder Lobbyskandale in den Reihen der Union aufgedeckt.

So konnten wir etwa das geheime Lobbyschreiben veröffentlichen, mit dem Philipp Amthor dem US-Konzern August Intelligence in der Bundesregierung Türen öffnete. Und auch Jens Spahns geheime Maskenliste wurde erst nach abgeordnetenwatch-Recherchen über das IFG einsehbar.

Lobbytreffen, Kungeleien, einseitige Einflussnahme – all das könnte für die Öffentlichkeit zukünftig zur Blackbox werden, die für immer verschlossen bleibt.

Damit wollen und dürfen wir uns auf keinen Fall abfinden! Jetzt ist der Zeitpunkt, laut und unmissverständlich klarzumachen, dass wir als Gesellschaft nicht tatenlos zusehen, wenn die Bundesregierung politische Transparenz beerdigt.

Gemeinsam mit anderen bekannten zivilgesellschaftlichen Organisationen plant abgeordnetenwatch in diesem Moment öffentliche Aktionen, mit denen wir der Bundesregierung klarmachen, dass die Koalitionspläne gestoppt werden müssen."

Dazu meine Anmerkung: Auch der Journalistin Dr. Gabriele Weber (www.gabyweber.com) wurden die von ihr angeforderten Eichmann-Akten nach der abgelaufenen Schutzfrist dennoch nicht ausgehändigt, sondern bleiben weiter geheim. Ihr Prozess gegen die Bundesregierung wurde und wird mit Spenden finanziert. Banküberweisung bitte auf den Namen Gabriele Weber IBAN DE43120300001207441294, bic BYLADEM1001 oder über Paypal: gaby.weber@gmx.net.

Winzige 3-D-Minitumore zerstören Brustkrebszellen in der Tierärztlichen Hochschule Hannover

TiHo-Forschende lösen in 3D-Minitumoren den Zelltod aus und finden heraus, dass das Erzwingen des Zelltods von Krebszellen auch das Immunsystem alarmieren und dessen Angriff auf den Tumor verstärken kann.

3. Juli 2026 Ein Forschungsteam unter der Leitung von Professor Dr. Sjoerd van Wijk, Professor für Zellbiologie am Institut für Physiologie und Zellbiologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), und Dr. Francesco Pampaloni von der Goethe-Universität Frankfurt, untersuchte eine Form des programmierten Zelltods, die sogenannte Nekroptose, bei fortgeschrittenem Brustkrebs. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin Signal Transduction and Targeted Therapy (Springer Nature: https://www.nature.com/articles/s41392-026-02755-9#Sec11).

Im Gegensatz zum zufälligen Zelltod können manche Zellen aktiv beschließen, durch einen kontrollierten Prozess zu sterben. Dieser Vorgang wird als programmierter Zelltod bezeichnet. Es gibt verschiedene Formen davon, wie beispielsweise Apoptose und Nekroptose. Zellen greifen auf den programmierten Zelltod zurück, wenn sie beschädigt oder gestresst sind, sich zu Krebszellen entwickeln oder von schädlichen Mikroben befallen werden. Dieser Selbstzerstörungsmechanismus trägt zum Schutz des Körpers bei, spielt aber auch bei vielen Krankheiten eine Rolle, wie beispielsweise bei Infektionen, Entzündungen und Krebs. Ein großes Problem bei Krebs ist, dass manche Tumore und Krebszellen lernen, die Apoptose zu umgehen, wodurch sie überleben können, obwohl sie eigentlich absterben müssten. Diese Resistenz kann Krebsbehandlungen weniger wirksam machen, insbesondere bei fortgeschrittenen oder sich ausbreitenden (metastasierenden) Krebserkrankungen.

Die Forschenden verwendeten für ihre Arbeit sogenannte Organoide, also winzige 3D-Minitumoren, die im Labor aus den Krebszellen echter Patientinnen gezüchtet wurden. Diese Minitumoren ähneln dem ursprünglichen Krebs sehr stark, weshalb sie sich gut eignen, um Therapien zu entwickeln und zellbiologische Experimente durchzuführen. Die Forschenden fanden heraus, dass, wenn sie in Brustkrebszellen, die gegen den normalen Zelltod (Apoptose) resistent waren, eine andere Form von Zelltod, die Nekroptose, auslösten, zwei wichtige Vorgänge stattfanden: Die Krebszellen starben ab und die sterbenden Zellen sendeten zusätzlich Notsignale aus, die das körpereigene Immunsystem aktivieren konnten. Diese Signale sind an der Stimulierung von Immunreaktionen beteiligt, darunter Signalwege, die mit natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) in Verbindung stehen – das sind Immunzellen, die dabei helfen, Krebszellen aufzuspüren und zu zerstören. Vereinfacht ausgedrückt legt die Studie nahe, dass das Erzwingen des Zelltods schwer zu bekämpfender Krebszellen durch Nekroptose nicht nur die Krebszellen direkt beseitigen, sondern auch das Immunsystem alarmieren und dessen Angriff auf den Tumor verstärken könnte.

Apoptose und Nekroptose sind beides Formen des programmierten Zelltods, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrem Ablauf und ihren Folgen für das umliegende Gewebe. Die Apoptose ist ein kontrollierter und meist nicht entzündlicher Prozess, bei dem die Zelle schrumpft, ihr Erbgut geordnet abbaut und schließlich in kleine membranumhüllte Bestandteile zerfällt, die von Fresszellen beseitigt werden. Da die Zellmembran dabei weitgehend intakt bleibt, tritt kein Zellinhalt aus und es kommt normalerweise nicht zu einer Entzündungsreaktion.

Die Nekroptose ist ebenfalls ein regulierter Zelltod, verläuft jedoch anders. Dabei schwillt die Zelle an, verliert ihre Membranintegrität und platzt schließlich auf. Dadurch werden Zellbestandteile in das umliegende Gewebe freigesetzt, was eine Entzündungsreaktion auslöst und das Immunsystem aktiviert. Die Nekroptose tritt häufig als Alternative auf, wenn die Apoptose blockiert ist, beispielsweise bei bestimmten Virusinfektionen.

Diese Forschungsergebnisse zeigen zudem, dass hochentwickelte 3D-Minitumoren (Organoide) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern helfen können, besser zu verstehen, wie Krankheiten entstehen und wie Behandlungen beim Menschen wirken könnten. Da diese Modelle natürlichen, komplexen Geweben sehr ähnlich sind, liefern sie oft realistischere Ergebnisse als herkömmliche Labormethoden und können den Bedarf an Tierversuchen verringern.

Sjoerd van Wijk und sein Team wollen diese Organoidmodelle nun weiterentwickeln und nutzen, um Zellstress und -schäden, Krebs sowie Infektionskrankheiten zu untersuchen. Ihr Ziel ist es, komplexe, auf Organoiden basierende Labormodelle zu schaffen, die physiologisches menschliches und tierisches Gewebe so genau wie möglich nachbilden und Forschenden helfen, Krankheiten zu erforschen und potenzielle Behandlungen effektiver zu testen. (Presseinfo TiHo) 

Auf und Ab - Up and down

In Budapest sind es 40 Grad heute. Besonders alte Leute leiden. Jeder Schritt fällt schwer. In solventen Einrichtungen werden Klimaanlagen eingebaut, aber der Einbau dauert natürlich eine geraume Weile. Bis alles fertig ist, wird es Herbst? Die Branche boomt, der Stromverbrauch steigt immens, auch für die Ventilatoren und Kühl-- sowie Gefriergeräte. 

Hannover hat 18 Grad, was nach dem Heat Dome (und ein neuer ist angekündigt...) vor allem wegen der stürmischen Windböen als kalt empfunden wird. Der Körper weiß nicht, wie er sich anpassen soll an das Auf und Ab. Wo sind die Socken? ip

Broken flowers after the heat dome. Die Natur ist voller Analogien. iptextfoto 

Webinar Rüstungswettlauf

Am 7. Juli findet ab 18 Uhr ein Webinar zum Flaggentag der Mayors for Peace statt mit dem Titel "Städte zwischen Völkerrecht und nuklearem Rüstungswettlauf". Podiumsgäste sind Moritz Kütt vom Hamburg Nuclear Disarmament Laboratory, Universität Hamburg, Heidemarie Dann vom Hiroshima-Bündnis Hannover und Thomas Hermann, Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. Die Teilnahme ist frei. Weitere Informationen und den Link zur Einwahl hier: Zwischen Völkerrecht und nuklearem Rüstungswettlauf - Hannover.de