Mittwoch, 13. Mai 2026

Feldhamster sind Frankfurter:innen und wollen es auch bleiben!


Vom Käfig ins Feld: Die Auswilderung der Feldhamster soll die Bestände sichern, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Isaak Papadopoulos

ffm. Ab in die Freiheit: Im Mai werden in Bergen-Enkheim erneut Feldhamster ausgewildert. Insgesamt 24 Tiere aus der Zucht der Arbeitsgemeinschaft Feldhamsterschutz (AGF) der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) werden auf einer vorbereiteten Fläche in die Freiheit entlassen. Unter dem Leitgedanken „Ich bin Frankfurter:in und will’s auch bleiben!“ wird das Projekt zur Wiederansiedlung des Feldhamsters seit 2023 umgesetzt. Es wird von der Stadt Frankfurt jährlich mit rund 50.000 Euro unterstützt und nach den Erfolgen der vergangenen Jahre fortgeführt. „Ich freue mich sehr, dass Frankfurt wieder Lebensraum für den Feldhamster bietet. Das Projekt zeigt, dass kommunaler Artenschutz konkret wirkt, wenn Stadt, Landwirtschaft, Naturschutzverbände und Wissenschaft gemeinsam handeln“, sagte Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, beim Auswilderungstermin vor Ort. „Mit Auswilderungen wie dieser leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Feldhamster. Entscheidend bleibt aber, dass wir ihre Lebensräume dauerhaft sichern und nicht weiter verlieren.“

Die etwa einjährigen Nager werden behutsam in vorbereitete Erdlöcher eingesetzt. Dort erhalten sie Futter als Startproviant sowie einen kleinen Schutzkäfig für die ersten Tage. „Wir hoffen, dass wir an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen können und sich die Tiere weiter in der Umgebung ausbreiten“, sagte HGON-Referentin Maie Kool.

In den vergangenen drei Jahren wurden insgesamt 58 Feldhamster ausgewildert. Im Jahr 2023 waren es 14 Tiere, 2024 20 Tiere, 2025 24 Tiere. Bereits jetzt konnten mindestens 189 Jungtiere nachgewiesen werden. „Die Bestandsstützung ist ein langfristiges Projekt, bei dem über mehrere Jahre kontinuierlich Tiere ausgesetzt werden müssen“, sagte Julia Heinze, Tierärztin und Leiterin der Feldhamsterzuchtstation der AGF. Der übliche Zeitraum liege bei etwa fünf Jahren, häufig sei jedoch auch darüber hinaus weiteres Engagement erforderlich.

Artenschutz nur gemeinsam mit der Landwirtschaft

Das Projekt zeigt, dass Feldhamsterschutz nur in enger Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft gelingen kann. In Bergen-Enkheim stellt Ortslandwirt Marco Schäfer die Auswilderungsfläche zur Verfügung. Die Tiere sind auf tiefgründige, gut bearbeitbare Böden angewiesen, in denen sie ihre Baue bis zu zwei Meter tief anlegen können. „In sandigen oder steinigen Böden funktioniert das nicht“, erklärte Heinze. Der Erhalt geeigneter landwirtschaftlicher Flächen sowie die Kooperation mit Landwirtinnen und Landwirten sind daher zentrale Voraussetzungen für den Erfolg.

Entsprechend ist das Projekt in das Frankfurter Arten- und Biotopschutzkonzept eingebettet, in dem der Feldhamster als eine von 59 sogenannten Verantwortungsarten geführt wird. „Der Feldhamster ist ein typisches Beutetier und auf eine hohe Reproduktionsrate angewiesen“, erklärte Maie Kool. „Nur wenn ausreichend Nachwuchs entsteht, kann sich die Population stabilisieren.“ Erste Erfolge der Auswilderungen in Frankfurt zeigen, dass dieser Ansatz wirkt.

Hintergrund: Eine stark bedrohte Art

Der Feldhamster wird von der Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature, IUCN) seit 2020 als „weltweit vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Ursachen sind unter anderem Lebensraumzerschneidung, genetische Verarmung und veränderte landwirtschaftliche Bedingungen, etwa durch klimabedingt frühere Ernten.

Deutsche Messe AG stellt Vorstand neu auf

Hannover. Mit einem erweiterten dreiköpfigen Vorstand setzt die Messe AG klare Schwerpunkte in den Bereichen Messegeschäft, Digitalisierung sowie Geländeentwicklung & Transformation, wie der Niedersächsische Wirtschaftsminister und Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Messe AG, Grant Hendrik Tonne heute mitgeteilt hat. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Belit Onay erklärt: „Die Deutsche Messe AG ist für Hannover das Tor zur Welt und alle Beteiligten wissen: Jetzt geht es darum, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen.“

Führung Stadtfriedhof Lahe und im benachbarten Krematorium - Die Gewinne steigen stetig, Bestatter Lautenbach kassiert mit

Hannover: Seltene Einblicke und spannende Hintergrund-Informationen: Unter dem Titel „Was Sie schon immer über Urnenbestattungen wissen wollten“ wird am Mittwoch, dem 20. Mai, ab 14 Uhr in Lahe eine kostenfreie Führung angeboten. Mitarbeitende der Städtischen Friedhöfe führen über den Stadtfriedhof Lahe, der in den 1960er Jahren eröffnet wurde und häufig als „Sonnenfriedhof“ betitelt wird. In den Urnenabteilungen werden Fakten zu den Urnenbeisetzungen erläutert und es können Fragen gestellt werden.

Seitdem die Feuerbestattungsgesellschaft Hannover (FBG) im Jahr 2010 mit dem Umwelt-Zertifikat „Ökoprofit Hannover“ für den Betriebsstandort Laher-Feld-Straße 19 a ausgezeichnet worden ist, zählt das Unternehmen zu den über 100 Betrieben in der Landeshauptstadt und der Region Hannover, die sich einem ehrgeizigen Ziel verpflichtet haben. Sie alle wollen mit unterschiedlichen Energiekonzepten die Umweltbelastungen verringern.

Die Gewinne steigen stetig, Bestatter Lautenbach kassiert mit:

https://www.northdata.de/Feuerbestattungsgesellschaft%20Hannover%20und%20Niedersachsen%20mbH,%20Hannover/HRB%20201161

"Wenn du nicht mit am Tisch sitzt, stehst du auf der Speisekarte“

Hannover. "Wenn du nicht mit am Tisch sitzt, stehst du auf der Speisekarte“, brachte es der kanadische Premierminister Mark Carney auf den Punkt.„America first - Europa second?“ am 2.06. um 19 Uhr, Verdi-Höfe, Goseriede 10. Adis Ahmetovic (SPD. Wahlkreis Stadtmitte...) referiert.

Dienstag, 12. Mai 2026

Rikscha-Ausflug mit Promis gefällig?

Seelze (mhd). Lust auf ein Ehrenamt an frischer Luft? Die Malteser in Seelze suchen Fahrerinnen und Fahrer für ein Rikschaprojekt. Der Hilfsdienst informiert darüber in einem Infoabend am 21. Mai 2026 um 18 Uhr im Pfarrheim Hl. Dreifaltigkeit, Südstraße 9, 30926 Seelze.
Älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen ein wenig Gesellschaft und Abwechslung zu schenken ist ein lohnendes Ehrenamt. Möglich wird das mit einer E-Rikscha, die bereits bestellt ist und von der Bürgerstiftung Seelze gefördert wird. Gesucht werden nun Ehrenamtliche, die mit Seniorinnen und Senioren Rikschaausflüge unternehmen wollen, zum Beispiel an der Leine oder am Mittellandkanal entlang. Auch Organisationstalente, die ein solches Projekt koordinieren und Fahrten planen können, sind willkommen, ebenso Allrounder mit oder ohne handwerkliche Fähigkeiten.
Dazu meine Anmerkung: Auf dem Foto wird ein 83jähriger ehemaliger Oberbürgermeister zusammen mit einem jungen Politiker und zwei weiteren Alten für die Fotografen transportiert. In der Realität aber wollen die meisten mobilitätseingeschränkten Seniorinnen und Senioren nicht öffentlich (vielleicht gar mit Malteserschild) zu Schau gestellt werden. ip

Die sonnigen Tage mit und ohne Blaualgen

Hannover. Am kommenden Donnerstag (14. Mai, Himmelfahrt) beginnt in den städtischen Freibädern die Saison. Das aktuelle Wetter ist darauf offenbar noch nicht so ganz vorbereitet, alle Mitarbeitenden aber schon: Das Lister Bad, das Ricklinger Bad und das Misburger Bad öffnen Ihre Pforten und freuen sich auf zahlreiche Besucher*innen.In diesen drei Bädern dauert die Saison bis zum 13. September.

Das nicht beheizte Naturbad Hainholz geht etwas später an den Start und öffnet vom 30. Mai bis zum 29. August.

Es gibt in dieser Saison keine Einschränkungen der Zeiten, wie es sie leider 2025 durch Personalmangel geben musste. In diesem Jahr konnte ausreichend Personal gewonnen werden.

Nähere Informationen und alle Öffnungszeiten sind unter Bäderführer - Hannover.de abrufbar.

Das Volksbad Limmer startet erst am 17. Mai. Das Strandbad Maschsee ab 15. Mai: aber nur an sonnigen Tagen. 

Zeichnung aus Rabenschnabel-Kalender, Sammlerexemplar

Montag, 11. Mai 2026

Always Be Communicating

München. Ab dem 15. Mai zeigen Christine Sun Kim und Thomas Mader die neue Videoarbeit ABC (Always Be Communicating) für 231 Tage am Münchner Marienplatz.

Die gepixelte Silhouette eines Gesichts. Ein Mund formt einen Kuss, der als großes schwarzes Pixelherz davonfliegt. Zwei grinsende Smileys über gepixelten Fäusten. Die Bildsprache entstammt einem der ersten Emoji-Sets für Mobiltelefone aus dem Jahr 1997. Christine Sun Kim und Thomas Mader machen anhand von 26 Videoclips die Etymologie der Amerikanischen Gebärdensprache (ASL) sichtbar. Gezeigt wird die Arbeit auf elf Monitoren in den denkmalgeschützten Vitrinen der Passage am Marienplatz.

„Warum gibt es nicht eine universelle Gebärdensprache?" Diese Frage begegnet Christine Sun Kim so häufig, dass sie ihr in der Zeichnung Shit Hearing People Say To Me (2019), ein ganzes Stück eines Tortendiagramms gewidmet hat. ABC gibt eine unerwartete Antwort.

Monatliche Führungen in Deutscher Gebärdensprache von den Museum Signers (GMU München) sind nicht Begleitprogramm, sondern eigenständiger Teil des Werks.

Kim, deren Mid-Career Survey All Day All Night derzeit im Walker Art Center, Minneapolis, läuft, arbeitet seit 2013 mit Mader zusammen. ABC ist Teil des Public Art München Focus Year 2026.