Samstag, 10. Oktober 2026

Sofort Merz absetzen, Merkel einsetzen!

Deutschlands Bundeskanzlerin Merkel war die einzige, die mit Kompromissen, aber klarer Linie und viel Diplomatie, gen USA als auch China und Russland, das Staatsschiff lenkte. Mann hechelte über sie, sie ging mit blauen, grünen und gelben Flecken (wie Nina Hagen es im Abschiedslied formulierte) aus dem Amt, ballte die Lederhandschuhfäuste bei den Abschiedsfanfaren, während der Militärchef breitbeinig sein Gemächt vorzeigte. 

Inzwischen gibt es Satirikerinnen, die sie wieder als Kanzlerin wollen (und nur Satirikerinnen dürfen bei uns überhaupt noch etwas sagen, weil sie unausgesprochen den Paragraphen 20 haben (früher 51), also als unzurechnungsfähig gelten wie einst die Narren am Hofe). 

Die Idee ist von mir, bin die ganze Zeit für Merkel eingetreten. Aber es ist wohl zu spät. Trump veranlasst Militärhinrichtungen, alle Seiten schulen ihre KI auf Untergang. Chemielabore arbeiten weltweit an tödlichen Viren, auch in Deutschland. Der Golfstrom stockt. 

Und dennoch, es ist die einzig intelligente Leistung, die uns zur Verfügung steht: sofort Merz absetzen, Merkel einsetzen.ip

Freitag, 9. Oktober 2026

Cannabis-Checks in Clubs

ffm. Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmer können in Frankfurt ihr Cannabis künftig schnell auf Wirkstoffgehalt und mögliche Verunreinigungen testen lassen. Der Verein BASIS – Beratung, Arbeit, Jugend & Kultur wird voraussichtlich ab November mit einem mobilen Testgerät den Service in wechselnden Clubs, bei Festivals und auf Partys anbieten. 

 „Das ist praktizierter Gesundheits- und Verbraucherschutz“, sagt Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit. „Denn nur wer weiß, was in seinem Cannabis enthalten ist, kann verantwortungsvoll und sicher konsumieren. Gute Gesundheitspolitik macht den Menschen keine Vorschriften – sondern hilft ihnen dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen.“

 „Genau deshalb ist es wichtig, dass der Cannabis-Check mit einer kompetenten Beratung einhergeht“, sagt Annika Funke, Leiterin des Drogenreferats. „Wir erreichen auf diese Weise auch Konsumierende, die sich von anderen Angeboten der Drogenhilfe nur bedingt ansprechen lassen.“

Cannabis hat unterschiedliche Wirkstoffe, die mit dem Auge nicht erkennbar sind. Vor allem der THC-Gehalt schwankt je nach Sorte. Konsumierende können daher bereits seit Oktober 2025 mittwochs zwischen 15 und 20 Uhr ihr Cannabis kostenlos und anonym in den Räumlichkeiten des Vereins BASIS in der Wiesenau 27-29 testen lassen. Die Ergebnisse des Infrarot-Spektroskops liegen innerhalb weniger Sekunden vor.

 „Im Auswertungsgespräch thematisieren wir die Risiken, geben Tipps, wie damit umzugehen ist, und natürlich verweisen wir auf weiterführende Hilfs- und Beratungsangebote“, sagt BASIS-Geschäftsführer Karsten Tögel-Lins. BASIS informiert bereits seit vielen Jahren auf Festivals und in Frankfurter Clubs über Risiken und Gefahren des Drogenkonsums.

Mittwoch, 7. Oktober 2026

Wer nennt die Mütter? Keine Zeit für Zärtlichkeit? Gebärneid?

Extrem auffällig ist für mich in den Medien, dass dort Männer viel und gern von ihren Kindern (manche davon noch klein) reden, aber nicht von ihren Frauen, den Müttern dieser Kinder. Sie erzählen von ihren Erlebnissen mit Kindern, nicht von Zuneigung zu deren Mutter, die doch auch geliebt werden möchte und liebt, selbst wenn sie Karriere macht und er mit anpacken muss zuhause und in der Kinderaufzucht. 

Erich Fromm, meines Wissens der einzige Psychologe, der seiner Frau treu blieb, hat sich intensiv mit der naturalen Produktivität der Frau und dem Gebärneid des Mannes auseinandergesetzt. Man möchte meinen, das sich überlegen gerierende Patriarchat sei inzwischen bei jungen Leuten überwunden. Aber das Verhalten der neuen Väter deutet nicht darauf hin:

Sie berichten, was sie kochen und wie sie die Kinder von der Schule abholen, als hätten ihre Kinder keine Mutter und sie selbst keine Partnerin.  Irgendetwas stimmt da nicht. 

Die Rumpelstilzchen-Zeiten, als die Frau nichts als ein Gefäß war, Gebärkuh, als Gefangene ihrer Kinder beraubt, sollten doch eigentlich vorbei sein und sind wissenschaftlich aufgearbeitet. Wir wissen heute, dass Kinder die Immunzellen ihrer Mutter in sich tragen, dass mangelnde Zuwendung der Mutter eine lebenslange Katastrophe für sie nach sich zieht, dass alleinerziehende Mütter durchaus erfolgreich Kinder groß ziehen, dass die Welt nicht durch ein Wort des Vaters im Himel ("Es werde"...) entstanden ist. 

Es kann doch nicht sein, dass diese 'neuen' Männer sich zieren, die Kindsmutter zu nennen, oder was liegt da vor, dass sie nur in seltenen Fällen von sehr emanzipierten Männern, wie zum Beispiel Sheldrake oder Theweleit, erwähnt werden? 

In meiner Nachbarschaft spielen sich derzeit mehrere entsetzliche Dramen ab, wo psychisch schwer geschädigten Männern jedes Mittel recht ist, 'ihre' Kinder von der Mutter zu trennen und mit direkter oder subtiler Gewalt auf ihre Seite zu bringen.

Als hätte es Filme wie 'Grüne Tomaten',  'The War Zone – Im Namen der Familie', 'Der Report der Magd' oder 'Antonias Welt' nie gegeben. Als seien wir auf dem Rückweg ins Mittelalter. ip

Samstag, 3. Oktober 2026

Literarische Impressionen aus dem Schwarzwald und Klezmer Musik

Sehnde-Köthenwald. Wahrendorff lädt am Freitag, 23. Oktober 2026, um 19.00 Uhr zu einem besonderen Kulturabend ein. Unter dem Motto „Klezmer und Literatur in Wahrendorff“ erwartet die Gäste eine abwechslungsreiche Kombination aus Musik und Literatur.

Das Ensemble „Maja Clef“ aus Hannover präsentiert Klezmer-Musik. 

Die Musikerinnen und Musiker interpretieren die facettenreiche jüdische Volksmusik, die zwischen melancholischen und lebensfrohen Melodien wechselt und für ihre mitreißende Vitalität bekannt ist. Sylvia Hagenbach liest aus ihrem Reisetagebuch „Zum Kuckuck“. Alleine wanderte Sie auf dem Schwarzwaldostweg und fand dabei allerlei Schreibanlässe. Lustige, ernsthafte, seltsame, skurrile, kurze und unterhaltsame Texte sind dabei entstanden, notiert in den unterschiedlichsten Textarten.

Breiter Mix aus erneuerbarer Energie und Speichern stärkt ein flexibles und resilientes Energiesystem

Hannover. enercity treibt den Ausbau batterieelektrischer Speichersysteme weiter voran und erweitert das unternehmenseigene Asset-Portfolio um zwei weitere Flexibilitätslösungen. Es entstehen steuerbare Anlagen, die dabei unterstützen, kurzfristig auf Veränderungen an den Energiemärkten und im Stromsystem zu reagieren und somit das Energiesystem zu stabilisieren. 

In Hannovers Stadtteil Misburg entsteht ein Stand-Alone-Speicher. Am neu entwickelten Energiepark Lehrte-Ahlten wird das bestehende batterieelektrische Speichersystem von bisher 40 Megawatt Leistung und einer Kapazität von 80 Megawattstunden um eine Leistung von 115 Megawatt und eine Speicherkapazität von 230 Megawattstunden verstärkt.

„Die Energiewende braucht mehr als zusätzliche Erzeugungsleistung. Sie braucht Flexibilität, damit erneuerbarer Strom genau dann genutzt werden kann, wenn das Energiesystem ihn benötigt. Mit zwei neuen Großbatteriespeichern in der Region Hannover investieren wir gezielt in ein modernes Energiesystem, das von dezentralen Anlagen getragen wird. Gleichzeitig stärken wir unser diversifiziertes Asset-Portfolio, das erneuerbare Energien und Speicher intelligent zusammendenkt. So verbinden wir Versorgungssicherheit und Systemstabilität mit wirtschaftlicher Resilienz“, sagt Aurélie Alemany, CEO des enercity-Konzerns.

Das Speichersystem in Lehrte-Ahlten soll sowohl am Regelenergiemarkt als auch am Spotmarkt eingesetzt werden. Am Regelenergiemarkt helfen Batteriespeicher dabei, die Netzfrequenz stabil zu halten. Sie können innerhalb von Millisekunden Strom aufnehmen oder abgeben und so kurzfristige Schwankungen im Stromnetz ausgleichen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit.

Über den Spotmarkt, also den kurzfristigen Stromhandel an den Day-Ahead-, Intraday- und Intraday-Continuous-Märkten, kann der Batteriespeicher Strom aufnehmen, wenn das Angebot hoch und die Preise niedrig sind, und ihn zu einem späteren Zeitpunkt wieder bereitstellen. Da Batteriespeicher mehrfach täglich geladen und entladen werden können, zählen sie zu den flexibelsten Anlagen im Energiesystem. Die gemeinsame Nutzung des Standorts ermöglicht zudem, bestehende Netzanschlüsse und Infrastruktur effizient auszulasten.

Ein weiterer Großbatteriespeicher entsteht in Hannover-Misburg. Anders als beim Energiepark Lehrte-Ahlten, handelt es sich dabei um einen Stand-Alone-Speicher, der nicht unmittelbar mit einer erneuerbaren Erzeugungsanlage an einem Netzeinspeisepunkt gekoppelt ist. Der ‚Zwei-Stunden-Speicher‘ verfügt über eine nutzbare Kapazität von 40 Megawattstunden und eine Leistung von 20 Megawatt. Der Speicher nimmt Energie in Zeiten hoher Verfügbarkeit auf und speist diese in Zeiten hoher Nachfrage wieder ins Netz ein. Darüber hinaus stellt auch dieser Speicher Regelleistung bereit, womit zur Netzstabilität beigetragen wird.

Auf etwa 2.000 Quadratmetern kommen elf Batteriecontainer zum Einsatz, die insgesamt 45.760 Lithium-Eisenphosphat-Zellen enthalten. Die Inbetriebnahme ist für Ende dieses Jahres geplant. Ab 2027 sollen jährlich rund 21.900 Megawattstunden Strom durch den Speicher fließen. Das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa 5.500 Vier-Personen-Haushalten.

Das Grüne Band wächst zusammen

Der BUND hat zum Tag der Deutschen Einheit gleich mehrere tolle Neuigkeiten: Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen haben ihre Abschnitte des Grünen Bandes als Nationale Naturmonumente unter besonderen Schutz gestellt. Gleichzeitig zeigt die jüngste Erfassung: Mindestens 7.000 Insektenarten leben am Grünen Band.

Freitag, 2. Oktober 2026

Altenpflege als wertschätzende Assistenz?

"Ich spreche nicht mit dir", sagt eine alte Dame zum Roboter. Schließlich möchte sie ein lebendiges Gespräch ohne Zeitbegrenzung führen. 

Nur noch KI-Roboter heißen jetzt „Schwester Gerda“, und „Super-Nurse“, während die Bezeichnung „Krankenschwester“ allgemein abgeschafft ist, zugunsten der in der Minderzahl pflegend tätigen Männer. Im wirklichen Leben heißen sie jetzt „Pflegekraft“, baden hier ein Baby, dessen Mutter nicht dazu in der Lage ist, versorgen dort eine Krebskranke, während sie munter Krankenhauskeime und andere Viren verstreuen könnten, die sich an ihnen wie an einem Taxi festhalten? 

Pflegekräfte sind nicht selten selbst krank, suchtmittelaffin, psychisch angeschlagen. Manche nutzen ihre Macht über die Alten aus, um sie zu gängeln, während eine digitale Nursing-App neutral ans tägliche Gehen und die Tabletteneinnahme gemahnen würde, wenn sie denn installiert ist und funktioniert. 

Es gibt Übergriffe durch zu pflegende Grapscher: Pflegerinnen an den Busen fassen beispielsweise. 

Bettlägerigen Männern die Eichel säubern gehört zu den Pflichtaufgaben, und die eine oder andere lässt sich inzwischen zusätzlich zur Sexualbegleiterin ausbilden, begleitet den Kranken in den Urlaub. Führt 'ihre Männer' in die Therme aus. 

Umgekehrt griff ein Fußpfleger in die Brüste seiner laut um Hilfe rufenden Kundin, wurden Frauen im Altenheim vergewaltigt, und BILD ekelte sich auflagensteigernd davor. 

Während von alten Frauen die Unterdrückung ihrer Sexualität verlangt, oder sogar als nicht vorhanden geleugnet wird, gilt die von Männern als normal. (siehe Urteil Sozialgericht am Schluss). 

Alte Frauen werden also weit weniger komfortabel betreut, es sei denn, sie haben genug Geld im Sparstrumpf gehortet. Für die putzen sie auch mal Fenster, klettern auf eine Leiter, heben Heruntergefallenes auf, und was sonst noch verboten ist für Pflegekräfte. Nehmen gut 'Trinkgeld', um das Einkommen zu erhöhen und sich ein iPhone leisten zu können?

Differenzen zwischen Kindern und alten Eltern

Seit Familien zu existieren aufgehört haben, wo die alte Mutter sprachlos in der Zimmerecke dem Geschehen zusah, fördern einige Pflegekräfte auch die Differenzen zwischen erwachsenen Kindern und Eltern. 

Denn mancher alte Mann hat entsetzliche Angst vor dem eigenen Sohn, oder eine alte Frau vor der Verwandten, die schnell mit der Einweisung ins Heim bei der Hand ist. 

Wozu wurden die Kinder so gut ausgebildet? Um ihre Karriere den Eltern zu opfern?

Interimsmäßig verfrachten Angehörige ihre lädierten Opas auf Kreuzfahrtschiffe (auch dort ist Sexualbegleitung möglich) oder ins Flugzeug zum Langzeiturlaub, was zur erheblichen Belastung der Stewardessen führen kann, wenn zum Beispiel ein Malheur in die Hose gegangen ist. 

So werden die Alten zum gesellschaftlichen Spielball, als lukratives Geschäft für die Medizinindustrie: Hier eine neue Hüfte, dort ein Nagel in den Oberarm, oder einen Sensor ins Kreuz, ausgewechselte Augenlinsen, Cochleaimplantate, Spondylodese mit Stangen und Schrauben zur Verstärkung der Wirbelsäule. Immer mehr Technik ist machbar. Die Langzeitfolgen und Nebenwirkungen trägt die Patientin aber allein. 

Noch werden Assistenzhunde ausgebildet, auch zum streicheln, aber bald übernehmen das die Roboterhunde mit Fellbesatz? 

Die steigenden medizinischen Möglichkeiten werden dabei gleichzeitig für die Verletzten genutzt, die in aller Welt am Kriegsfließband ihr schreckliches Schicksal erleiden. Frischen Kriegstoten wurden schon die Organe entnommen und verkauft, heißt es im Untergrund. Der alte Rockefeller starb mit über 100 nach der siebten Herztransplantation. Die Frau wird zur Leihmutter zerlegt, zur Stammzellenspenderin mittels Nabelschnurblut.

Ehefrauen, die ihren dementen Ehemann pflegten, können manchmal nach seinem Tod monatelang nicht sprechen oder weinen. Sie sind 'fertig'-gemacht. Eine warf ihren riesigen Plastikkoffer voller verschiedener Medikamente aus Protest "versehentlich" in den Ausguss... 

Der Notrufknopf um den Hals funktioniert begrenzt. Bei einer Patientin kamen die Sanitäter erst am nächsten Tag. Außerdem ist zu viel Technik ohnehin mehr Belastung als Entlastung.

Gequälte Tierheimhunde zu adoptieren ist bei den sogenannt 'Gesunden' hingegen große Mode. Oder 10 Prozent des Gehalts für die dritte Welt abgeben, auch Gewinne aus dem Handel mit Rüstungsaktien an einen Gnadenhof in Südafrika zu spenden, und abgelegte Kleidung zu Oxfam bringen. Tausende für Selbstoptimierung in Sachen Longevity auszugeben. 

Saubermachen frisst das Zeit-Budget

Zum Abschluss möchte ich noch ein paar weitere Gedanken zur ambulanten Pflege äußern. Die Mitarbeiterinnen sind in einem Zeitfenster befangen. Je nach Fall 40 oder 60 Minuten, oder weniger. Und die gehen meist fürs Saubermachen drauf. 

Gestorbene werden manchmal erst am Montag nach dem Wochenende gefunden, das macht das dicke Fell unserer versklavten "Alltags-"Heldinnen" durchlässig. 

In dieser knappen Zeit wird also nur das Wichtigste erledigt. Was die Klienten der etwas niedrigeren Pflegestufen, eigentlich aber alle, wirklich brauchen, ist jedoch Anleitung zur Bewegung in jedweder Form, vom Einkaufen gehen mit Rollator bis Treppensteigen oder Tai Chi und Kraft- sowie Gleichgewichts-, Aufstehtraining nach dem Hinfallen. Dazu werden sie dann aber auf Ergotherapie/Fitnesscenter und andere externe Leistungen verwiesen, wo sie wegen der kräftezehrenden An- und Abfahrt doch nicht erscheinen oder bald wieder abbrechen. 

Es wird ihnen geraten, sich eine kleine Wohnung mit Fahrstuhl zu besorgen, selbst wenn sie, wenn auch mühselig, Stufen noch selbst schaffen, um etwas Flüssigkeit in ihre Gelenke zu bekommen. Manche Pflegekraft genießt ihre Macht, Ratschläge zu geben, als seien die Kundinnen unmündig geworden. Wer sich darauf einlässt, wird es tatsächlich. 

Altenpflege sollte wertschätzende Assistenz zur Selbstständigkeit und Gesunderhaltung sein; und statt Kontrolle Hilfe dort geben, wo es nicht mehr allein geht. Wohngemeinschaften werden verstärkt gefördert. ip

Sozialgericht Hannover zum Thema Sex (siehe oben), Urteil vom 11. Juli 2022, - S 58 U 134/18 - nicht rechtskräftig: 'Auf Antrag des Klägers schloss die BG mit dem Kläger einen entsprechenden Budgetvertrag und bewilligte ihm als Leistung zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ein persönliches Budget für Sexualbegleitung durch zertifizierte Dienstleisterinnen für den Zeitraum März 2016 bis insgesamt Februar 2018. Den Folgeantrag des Klägers auf Gewährung eines weiteren persönlichen Budgets ab März 2018 lehnte die BG ab. Leistungen zur Befriedigung des Sexualtriebs fielen nicht unter den Bereich der Heilbehandlung oder Pflege, weil es sich nicht um die Behandlung einer Krankheit bzw. nicht um Hilfe bei gewöhnlich regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens eines Menschen handele. Es handele sich auch nicht um Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft, weil die Befriedigung sexueller Bedürfnisse durch den Einsatz Prostituierter nicht die Teilnahme am Leben in der Gesellschaft ermögliche oder erleichterte. Das SG Hannover hat am 11. Juli 2022 der Klage stattgegeben. Die Leistungen zur sozialen Teilhabe nach § 39 SGB VII beschränkten sich nicht darauf, Kontakte zur Außenwelt zu knüpfen oder Hilfsmittel zur Bewältigung der Anforderungen des täglichen Lebens bereitzustellen, sondern sie sollten auch das gestörte seelische Befinden des Behinderten verbessern und sein Selbstbewusstsein stärken. Sexuelle Bedürfnisse zählten zu den grundlegenden menschlichen Bedürfnissen und könnten daher im Rahmen von Teilhabeprozessen auch indirekt eine große Rolle spielen, nämlich für die persönliche Entwicklung und das seelische Befinden. Damit sei eine selbstbestimmte Sexualität Voraussetzung für eine wirksame und gleichberechtigte Teilhabe und soziale Eingliederung des Menschen mit Behinderung.' ip (all rights reserved)