Sonntag, 7. Juni 2026

Nachtrag zum Europäischen Nachbarschaftstag

Hannover. Wienke Zitzlaff, geborene Meinhof, die ein Wohnhaus für Frauen als Stiftung gegenüber dem Faustzentrum gründete, ist vor fast 10 Jahren gestorben. 

Sie genehmigte mir zuvor die Veröffentlichung einer e-mail, die sie mir schickte, als ich sie um Rat für eine eigene Stiftung fragte, denn zig Stiftungen sind inzwischen verschleiert kommerziell und politisch zweifelhaft auf dem "Markt".

Zitzlaffs später inhaftierte Schwester Ulrike Meinhof versuchte über den Anwalt und Kinderbuchautor Heinrich Hannover ihre Kinder bei Wienke unterzubringen. Der Spiegel-Redakteur und Reitstallbesitzer Aust hatte sie aber bereits dem pädophilen Vater Röhl zugeführt, der das Sorgerecht innehatte. 

Dies als Hintergrund, um welch eine bescheidene und liebenswerte Person es sich bei Wienke handelte, die wegen der landesweit mit 150 000 Mann und zentralisierter Polizeimacht des Bundeskriminalamtes (Einschaltung von Volksfahndung über Fernsehen und Bundeskanzler) gejagten Terroristin von der Polizei bedrängt wurde, Auskunft über den Aufenthaltsort ihrer Schwester zu geben, sonst würde man Ulrike erschießen... 

Fand jetzt erst diesen kleinen email-Text-Rest von Wienke Zitzlaff wieder, zum Thema Nachbarschaft bei den Zeiss-Mitarbeitern in Jena. ip

"In meinem kindlichen Erleben gab es da keinen Unterschied zwischen einem einfachen Arbeiter und einem Ingenieur. Unsere sozialdemokratische Mutter hob hervor, dass die Zeiss-Stiftung auf Wunsch von Ernst Abbe nach dem Handwerker Carl Zeiss benannt wurde und nicht nach ihm. Diese Erfahrung hat mich sehr geprägt. 

Später - Anfang der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts - erwarb ich ein kleines Häuschen mit 60 qm Wohnfläche, einem Ziegenstall und 1250 qm Land in einer Arbeitersiedlung: Alle Häuschen waren gleich, die Bewohner hatten sie selbst gebaut, sich gegenseitig geholfen. Die Männer arbeiteten in der Fabrik, ihr Lohn wurde gebraucht, um Land und Baumaterialien zu finanzieren, die Frauen bestellten das Land, erwirtschafteten Gemüse, buken Brot, sorgten für die Kinder und für die Ziegen. Ihr Stolz: wir wohnen unabhängig vom Fabrikherren. 

Hier habe ich erlebt, was gegenseitige Nachbarschaftshilfe ist. All die verschiedenen Modelle -  und noch mehr - habe ich mir gründlich angeschaut. Dann machte ich eine Erbschaft - das habe ich an anderer Stelle genauer beschrieben. Jedenfalls beschloss ich, diese Erbschaft in die Gründung der SapphoStiftung Hannover zu investieren." 

Samstag, 6. Juni 2026

Blauer oder weißer Kassenzettel?

Wochenendeinkaufstipp: Wenn du zb in Hannover einkaufst, könntest du direkt bei einer Filiale nachfragen, z. B.: NP-Markt Hannover - Calenberger Neustadt. Ein einfacher Test: Sind die Bons blau, handelt es sich meist um Blue4est-Papier, das ohne BPA, BPS und andere chemische Farbentwickler hergestellt wird.

Freitag, 5. Juni 2026

PRÜF Demo am 13. Juni mit Ronja Maltzahn. Die von Udo Lindenberg mit dem Panikpreis ausgezeichnete Künstlerin

Die bundesweite Bewegung PRÜF (Prüfung Rettet Übrigens Freiheit) geht in die nächste Runde. Am zweiten Samstag im Juni (13.06.) versammeln sich erneut Bürger:innen aus ganz Niedersachsen in der Landeshauptstadt Hannover, um ein klares Zeichen für den Schutz unserer verfassungsrechtlichen Ordnung zu setzen. 

Die zentrale Forderung der Kampagne bleibt unmissverständlich:
„Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall
oder als gesichert rechtsextrem eingestuft werden, sollen durch das Bundesverfassungsgericht überprüft werden.“

Während die Politik zögert, beweist die Zivilgesellschaft langen Atem. Frei nach dem Motto:„Demokratie ist kein Sprint, sondern ein Marathon“ versammeln sich die Demonstrierenden landesweit auf den regelmäßigen PRÜF-Demos. In Deutschland wird traditionell jede Kleinigkeit kontrolliert. Vom TÜV bis zur Wasserqualität. Es ist unvernünftig, ausgerechnet bei der existenziellsten Frage unserer Demokratie auf ein mögliches rechtsstaatliches Prüfverfahren zu verzichten. Ziel des anhaltenden Protests ist es, die Landesregierung zu einem formalen Beschluss zu bewegen, damit Niedersachsen im Bundesrat aktiv die Einleitung des Prüfverfahrens gemäß Artikel 21 Grundgesetz vorantreibt.
Positiver Protest und kreatives Programm
Die PRÜF-Demos zeichnen sich bewusst durch eine friedliche, bunte und ausgesprochen familienfreundliche Atmosphäre aus. Statt Ohnmacht und Frustration setzt die Bewegung auf kreativen Mitmach-Protest, Informationsangebote und ein vielfältiges Kulturprogramm.Wann? Samstag, 13. Juni 2026 um 14 Uhr Wo? Kundgebung auf dem Opernplatz, Hannover. Demozug als Rundlauf, ca. 2,2 km.
Moderation: Pauline Prigge. Die erfahrene Poetry Slammerin wird mit kraftvoll aufgeladenen Worten und ihrer mitreißenden Energie durch das Programm führen.
Bühne: Ronja Maltzahn. Die von Udo Lindenberg mit dem Panikpreis ausgezeichnete Künstlerin hat mit ihrer Musik bereits über 30 Länder bereist und stand auf mehr als 600 Bühnen. Gemeinsam mit ihrem Partner Fede verbindet sie Cello, Ukulele und Synthesizer zu einem sphärischen Sound, bei dem es um weit mehr als Musik geht: um echte Begegnung und gelebte Weltoffenheit.
Lauti: DJ Lunatic. Er sorgt auf dem Lautsprecherwagen für den passenden Demotrack und die nötige Energie auf der Straße. Seit über 30 Jahren ist er in der Clubszene von Hannover
und hat bereits in fast jeder Location der Stadt an den Decks gestanden.
Die Veranstalter rufen alle Teilnehmenden dazu auf, kreative, bunte und witzige PRÜF!-Schilder mitzubringen. Auf das Mitführen von Länderflaggen wird im Sinne einer überparteilichen, rein verfassungsorientierten Demonstration bewusst verzichtet. Interessierte Bürger:innen können zudem die landesweite Online-Petition unterstützen (innn.it/pruef-nds), die bereits von über 10.000 Menschen unterzeichnet wurde. Weitere Infos: pruef-demos.de/nds.

Enercity und Kraken: Neue Geschäfts- und Erlösmodelle dank flexibler Vermarktungsoptionen

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Entwickelt ein KI-gestütztes virtuelles Kraftwerk, das Energie intelligent steuert: Das Projektteam von enercity und Kraken. Bildrechte: Jannis Bach, enercity

Hannover. „In einer dynamischen und multifunktionalen Energielandschaft bedarf es effizienter Steuerungsinstrumente. Ohne digitale Prozesse, Echtzeitdaten, automatisierte Prognosen und intelligente Algorithmen wird man diese Komplexität nicht beherrschen. Wer den Energiemarkt erfolgreich gestalten will, muss digitale Kompetenz mit energiewirtschaftlichem Know-how verbinden. Virtuelle Kraftwerke sind deshalb nicht nur ein technisches Instrument, sondern ein zentrales Element der Transformation hin zu einem resilienten und effizienten Energiesystem“, sagt Jean Baptiste Cornefert (Foto), Bereichsleiter Trading & Energy Markets bei enercity.  

Ein Energiesystem, das auf dezentrale Lösungen setzt, muss jedoch so sicher und effizient funktionieren wie ein einziges Großkraftwerk. In diesem Umfeld wird das virtuelle Kraftwerk zum zentralen Nervensystem der Energiewende. Es bündelt Kapazitäten unterschiedlicher Anlagen zu einer Masse, die wirksam am Strommarkt teilnehmen kann.

Im Zentrum der Lösung steht deshalb ein ganzheitlicher Optimierungsansatz. „Da der Ausbau erneuerbarer Energien in ganz Europa an Geschwindigkeit gewinnt, besteht die Herausforderung, vor der wir heute stehen, nicht in der Kapazität, sondern in der Koordination. Durch die Vernetzung dezentraler Anlagen zu einem einzigen, intelligenten System sorgt Kraken für ein ausgeglichenes Stromnetz und ermöglicht eine bessere Nutzung kostengünstiger, reichlich vorhandener und erneuerbarer Energie. Gemeinsam mit enercity bauen wir ein intelligenteres und flexibleres Energiebetriebssystem für Deutschland auf“, erklärt Charlotte Johnson (Foto), General Manager of Flexibility bei Kraken. (aus Presseinfo)

Mittwoch, 3. Juni 2026

8. Juni Welttag der Ozeane: Phytoplankton im Meer produziert fast 70 Prozent des Sauerstoffs. Das Meer ist eine wichtige Nahrungsquelle für Milliarden von Menschen.

Bremerhaven. Die Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft geben bekannt: Der Welttag der Ozeane (World Ocean Day) findet jedes Jahr am 8. Juni statt. Dieses weltweite Ereignis würdigt die lebenswichtige Rolle der Meere und macht auf die dringende Notwendigkeit ihres Schutzes aufmerksam.

Denn: Zwei Drittel der Erde sind von Wasser bedeckt. Im Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte findet unter anderem Forschung zum Meer statt. Anlässlich des diesjährigen World Ocean Days erzählen dort Forschende, inwiefern ihre Forschung zum besseren Verständnis und Umgang mit dem Ozean beiträgt.

Warum ist der Schutz unserer Meere so wichtig? Als Lebensraum bedecken die Meere über 70 Prozent des Planeten und sind Lebensraum für 80 Prozent der weltweiten Arten. Das Meer ist eine wichtige Sauerstoffquelle, denn das Phytoplankton im Meer produziert fast 70 Prozent des Sauerstoffs. Das Meer ist eine wichtige Nahrungsquelle für Milliarden von Menschen.

Aktuell sind die Meere jedoch durch die globale Erwärmung, Plastikmüll und Überfischung massiv gefährdet. Es liegt in der Verantwortung aller Menschen, diese Ressourcen für künftige Generationen zu bewahren.

Wahrer Sound der City of Music ist das Armuts-Klingeln der Flaschensammler

Klavier kaputt machen? ipfoto 
Hannover. Ein Klavier ist ein wunderbares Instrument, wenn es in einem Haushalt steht (wie beispielsweise in Korea üblich) und auch von Ungeübten liebevoll behandelt wird (lässt sich gegen Gebühr sogar leasen). 
Für die City of Music Hannover schlage ich hiermit andere Musikaktionen vor, gern auch gemeinsam mit den hannoverschen Kulturgewächsen Friedhelm Kändler und Maybebop. 
Menschen haben bei der Arbeit Musik und Gesang entwickelt. Es gab immer Lieder für jede Gelegenheit, für abends, morgens, zu Feierlichkeiten, auch reichlich Bänkelgesang über Mariechen-Dramen (Aktuell 12.–14. Juni interaktive „Ausstellung über/gegen Femi(ni)zide“, Kö20 Nachbarschaftstreff (Königsworther Straße 20, Hannover).
Wir sollten diese Tradition 2026 weiterführen und die öffentliche Outdoor-KlavierAktion wegen Vandalismus beenden. 
Ich schlage eine Flaschensammler-Sinfonie vor, gern auch unter Beteiligung des Opernhauses, ein Opernsänger könnte als Professor Dr. PFAND durchs Programm führen (alle Rechte bei mir, all rights reserved). Das Armuts-Klingeln der Flaschen gehört doch zum Alltag der Städte und ist es wert, kompositorisch bearbeitet zu werden!!! ip

Sonntag, 31. Mai 2026

Presseinfo von 2014 zeigt die tiefen Verbindungen der Blackrockzentrale mit der Medizinischen Hochschule Hannover: Plastik und Gehirnschnittstellen

Hannover. Blackrock-Europazentrale in der AdenauerAllee 20 treibt Wachstum und neurowissenschaftliche Forschung von Blackrock Microsystems voran. ip

SALT LAKE CITY (2. Dezember 2014) – An diesem Wochenende wurde die Eröffnung des neuen europäischen Hauptsitzes von Blackrock Microsystems LLC in Hannover per Handschlag besiegelt. Doch dies war kein gewöhnlicher Händedruck. Olaf Lies, der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, ergriff die bionische Hand eines Amputierten, die von der deutschen Prothesenfirma Ottobock entwickelt und hergestellt worden war. Die revolutionäre Technologie von Blackrock, die Gehirn- und periphere neuronale Schnittstellen verbindet, ermöglicht die intuitive Steuerung solcher Prothesen der nächsten Generation.

„Unsere neue Europazentrale unterstreicht unsere Position als weltweit führender Anbieter von Werkzeugen und Systemlösungen für Neurowissenschaften und neuronale Technik“, sagte Professor Dr. Florian Solzbacher, Präsident von Blackrock Microsystems. „Darüber hinaus wird unsere Nähe zum aufstrebenden Neurowissenschafts- und Technologiezentrum Hannover die Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen aus verschiedensten Bereichen erleichtern – von der Prothesenentwicklung bis hin zu Cochlea-Implantaten.“

Ottobock in Duderstadt am Harz gehört zu den ersten deutschen Partnern von Blackrock. Mit Näder (Gründer war Schwiegersohn von Otto Bock) erforschen die beiden Unternehmen in gemeinsamen Projekten Neuroprothesentechnologien. 

Die Medizinische Hochschule Hannover ist ein weiterer Partner von Blackrock. Diese medizinische Fakultät ist führend im Bereich der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und arbeitet mit Blackrock zusammen, um Verbesserungen an Cochlea-Implantaten zu erforschen.

Das Büro in Hannover ermöglicht es BlackRock, seine europäischen Kunden und Entwicklungspartner mit exzellentem lokalem Service und Support noch besser zu betreuen. Es wird die Entwicklung neuer polymerbasierter Geräte, modernster Elektroden, Datenerfassungssysteme und Gehirn-Computer-Schnittstellen für Neurowissenschaftler in ganz Europa beschleunigen. Als einziger globaler Distributor von FDA- und CE-zugelassenen Elektrodensystemen ist das Unternehmen besser denn je aufgestellt, um Klinikern und Forschern weltweit gerecht zu werden.

„BlackRock ist eines der innovativsten Unternehmen im Bereich der neurowissenschaftlichen Technologien weltweit“, sagte Prof. Dr. med. Thomas Lenarz von der MHH. „Gemeinsam werden wir daran arbeiten, bahnbrechende neue Technologien und Behandlungen für Patienten mit Hörverlust und anderen beeinträchtigenden Erkrankungen zu entwickeln.“

Über Blackrock Microsystems LLC

Blackrock Microsystems mit Sitz in Salt Lake City wurde 2008 gegründet und ist heute weltweit führender Technologieanbieter in den Bereichen Neurowissenschaften, Neurotechnik und neuronale Prothesen. Die Technologie des Unternehmens bildet das Fundament weltweiter Innovationen bei Gehirn-Computer-Schnittstellen, implantierbaren bionischen Technologien und der Epilepsiediagnostik. blackrockneurotech.com

Die MHH-Zeitschrift berichtete im Juli 2025 über den Besuch von Bundeskanzler Merz und Ministerpräsident Lies im Hause.