Mittwoch, 24. Juni 2026

Was ist Upcycling? Etwas bunt und auffällig flicken, reparieren usw.

 Stadt Frankfurt und FUAS setzen Zeichen für nachhaltigen Modekonsum

ffm. Eine Talkrunde beleuchtet die sozialen und ökologischen Folgen des Modekonsums, Kleidertausch und Upcycling zeigen nachhaltige Alternativen im Alltag auf: Die Koordinierungsstelle Fairtrade im Dezernat Finanzen, Beteiligungen und Personal der Stadt Frankfurt am Main veranstaltet gemeinsam mit der Stabsstelle Nachhaltigkeit der Frankfurt University of Applied Sciences (FUAS) ein Fair Fashion Event mit zahlreichen Mitmachaktionen. Am Donnerstag, 9. Juli, erwartet Besucherinnen und Besucher von 16 bis 21 Uhr auf dem FUAS-Campus am Nibelungenplatz 1 ein abwechslungsreiches Programm rund um nachhaltige Mode und bewussten Konsum. Die Veranstaltung findet in Gebäude 1, Foyer und Café 1, statt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht zum einen die Kleidertauschbörse: Bis zu fünf gut erhaltene Kleidungsstücke können mitgebracht und gegen andere Lieblingstücke getauscht werden. „Ziel ist es, Kleidung länger zu nutzen, Ressourcen zu schonen und ein Zeichen gegen eine Fast-Fashion-Mentalität zu setzen“, fasst Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff, Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Personal, zusammen. Eine Teilnahme ist auch ohne eigene Kleidungsstücke möglich.

Ein weiterer Programmhöhepunkt ist die Talkrunde „Kaufen, tragen, wegwerfen? – Wer trägt die Folgen unseres Modekonsums?“. Gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Praxis werden die sozialen und ökologischen Auswirkungen der globalen Modeindustrie diskutiert. Der Talk verbindet Fragen des Konsums mit Einblicken in Arbeitsbedingungen entlang globaler Lieferketten, die Umweltfolgen der Textilproduktion sowie Möglichkeiten für einen nachhaltigeren und gerechteren Umgang mit Kleidung. Bergerhoff sagt: „Dabei steht zur Diskussion: Wie viel Verantwortung tragen wir selbst, und wo braucht es politische und wirtschaftliche Veränderungen?“

Neben Kleidertausch und Talkrunde ermöglicht eine Upcycling-Station, Kleidung kreativ aufzuwerten und länger zu nutzen. Besucher:innen können Kleidungsstücke durch sichtbare Reparaturen individuell gestalten und verschönern. Die Upcycling-Station zeigt auf praktische Weise, wie nachhaltige Mode entstehen kann und wie aus kleinen Veränderungen Kleidungsstücke aufgewertet werden können. Musik sowie Speisen und Getränke laden darüber hinaus zum Stöbern, Verweilen und Austausch ein.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten sowie an Studierende und Mitarbeitende der FUAS. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Dienstag, 23. Juni 2026

Niedliche Worte - verheerende Verhältnisse

 Sido: https://youtu.be/HCWewPwJK4I?si=5aWx65I4Dft6G3Ad

Die Mainstream-Medien sprechen von "ungewöhnlicher Hitze" und "Rekorden", es fehlen denen authentische, passende Worte. Wettermänner scheinen basserstaunt zu sein, dass es nun nächste Woche wieder kühler wird. Dabei geht es doch schon seit Jahren extrem rauf und runter, nur die Ausschläge werden immer größer. 

Wenn auch ARD und ZDF als öffentlich-rechtliche "Anstalt" sicherlich den Auftrag zur verbalen Deeskalation haben, so ist das Wegducken, wie es ihre auftraggebenden Parlamentarier samt eingekaufter Journaille pflegen, für das "Volk" tödlich. Alberne Ratschläge, die Socken länger zu tragen, verniedlichen die Katastrophe. Dass wir unseren Lebensstil krass vereinfachen müssen, ist schon lange klar, aber im Zusammenhang mit den Extremwettern nicht der Punkt. 

An der richtigen Stelle die richtigen Zusammenhänge erfragen, bei der NASA zum Beispiel, im Pentagon oder beim Massachusetts Institut Technology (MIT)! Und besonders beim Militärprojekt Haarp in Alaska, wo mit Tesla-Erfindungen Impulse zu U-Booten in großen Tiefen ebenso wie zur Ionosphäre gesendet werden. 

Fragen wie "Können Wetterfronten verschoben und erzeugt werden", all das ist "geheim" und wird nicht beantwortet. Die KI als Antwortgeberin ist manipuliert. Also bleiben Konsumenten die Prügelknaben, so einfach ist das. 

Der frische Quell des persönlichen Gesprächs, die authentische Information, das leibhaftige Engagement sind das Wichtigste. Wenn wir es denn überhaupt noch realisieren dürfen. ip

Montag, 22. Juni 2026

Vom Feuerring zur Feuerkuppel?

Die deutsche Zivilbevölkerung wurde 1945 mit dem Feuerring um Dresden bestraft. Die Elbestadt war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach bei Luftangriffen der Briten und US-Amerikaner schwer zerstört worden. Nach Recherchen einer Historikerkommission kamen bis zu 25.000 Menschen in einem Feuersturm ums Leben. 

Nun fällt eine erneute Bestrafung umgekehrt aus?: Die Hitzekuppel sitzt jetzt innendrin im Ring und trifft auch Frankreich.

Solche Fantasien kommen einer dieser Tage. Wer denkt angesichts der drohenden 40 Grad nicht an Flucht nach Patagonien oder Neuseeland?

Konnte mich mit Klimaanlagen, selbst abgesehen von der Umweltschädlichkeit, nie so recht anfreunden. Du musst die Fenster geschlossen halten und fühlst dich wie im Käfig. 

Und ja, es kommt auch die Angst vor unzähligen Hitzetoten auf. ip

Nicht abschotten, sondern öffnen - 23 Städte haben sich dieser Forderung angeschlossen

Anlässlich des 75. Jahrestages der Genfer Flüchtlingskonvention fordert Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg das Bleiberecht für Geduldete

Berlin. Jede Minute flieht ein Mensch vor Krieg oder Verfolgung. Weltweit sind aktuell mehr als 117 Millionen Menschen gewaltsam vertrieben. Allein 2000 von ihnen leben als „Geduldete“ in Frankfurt. Diesen Menschen müsse ein dauerhaftes Bleiberecht eingeräumt werden, forderte Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg am Montag, 22. Juni, bei einer Online-Konferenz im Rahmen des 26. Berliner Symposiums zum Flüchtlingsschutz. 

Anlass des Symposiums ist der 75. Jahrestag der Genfer Flüchtlingskonvention, es steht unter dem Motto „Migration als Chance – eine kommunale Sicht“. Organisiert wurde die Online-Konferenz von der Evangelischen Akademie Berlin.

Bezugnehmend auf ihren Aufruf an die Bundesregierung vom Dezember 2025 sagte Eskandari-Grünberg: „Wir müssen es schaffen, dass geflüchtete und geduldete Menschen, oftmals ja auch Familien mit gut integrierten Kindern, eine dauerhafte Perspektive bekommen – teilweise leben sie ja schon über zehn Jahre in Deutschland.“ Kommunen könnten mehr für die Integration Geflüchteter tun, wenn die Bundesgesetze entsprechend angepasst würden. „Für die Zukunft unseres Landes ist es unerlässlich, dass wir uns nicht abschotten, sondern öffnen. Es heißt wir brauchen Fachleute – die schrecken wir aber mit unserer derzeitigen Politik ab.“

Der Aufruf, dem sich inzwischen Politikerinnen und Politiker aus 23 Städten angeschlossen haben, enthält sieben Forderungen der Kommunen an die Bundesregierung: solide finanzielle Unterstützung für die Aufnahme und Integration von Geflüchteten, schnellere Integration in den Arbeitsmarkt, personelle und digitale Stärkung der Ausländerbehörden, faire Asylverfahren und einen besonderen Schutz für vulnerable Gruppen, einen Schub im sozialen Wohnungsbau und bessere Koordinierung der Verteilung von Geflüchteten, das Bleiberecht für Geduldete sowie besseren Schutz vor Diffamierung und finanzielle Unterstützung für ehrenamtliche Helfer.

Die Genfer Flüchtlingskonvention ist das zentrale Rechtsdokument des internationalen Flüchtlingsrechts. Die Konvention enthält unter anderem eine international verbindliche rechtliche Definition des Begriffs „Flüchtling“ und ist die Rechtsgrundlage für das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR). Sie wurde am 28. Juli 1951 auf einer UN-Sonderkonferenz in Genf verabschiedet und inzwischen von 149 Nationen anerkannt.


Bei den Belegungszahlen am Ende der Statistik

Hannover. Auf der Generalversammlung des Hotel-+Gaststättenverbandes DEHOGA Region Hannover e.V. gab es Klagen: So drückt der fehlende Umsatz weiter auf die Branche – im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten gibt es ein reales Minus von 20 Prozent. Zudem verzeichnet die Gastronomie doppelt so viele Insolvenzen wie andere Branchen, und speziell in Hannover leidet die Hotellerie unter einem spürbaren Besucherschwund.

Cord Kelle, Hoteldirektor des Congress Hotel am Stadtpark, wie's daraufhin, dass Hannover bei den Belegungszahlen am Ende der Statistik von insgesamt 22 untersuchten Großstädten und Ballungsräumen liegt. „Wir müssen leider feststellen, dass sich innerhalb der letzten beiden Jahre nichts bewegt hat“, sagte Kelle vor den Mitgliedern und stellte noch einmal die Frage, was die Stadt eigentlich mit der Bettensteuer mache. „Aus Sicht des DEHOGA ist bislang noch nicht erkennbar, wie der Tourismus davon profitiert.“

Sonntag, 21. Juni 2026

Don't waste - wirf nicht weg, dann ist genug für alle da

Obwohl oder gerade weil wir in Zeiten unvorstellbar rasanter Vernichtung von Ressourcen leben, sei es finanziell an der Börse oder durch Hedgefonds, und vor allem durch Rüstung und Wetterkrieg, sollte gerade der Gedanke, dass es für alle reichen kann, wenn wir nichts verschwenden, nicht fatalistisch aufgegeben werden. Sozusagen als politisches Statement, wenn wir schon sonst nichts mehr mitentscheiden dürfen und jegliche Kontrollinstanzen fehlen. 

In Hannover beispielsweise sieht es recht flau mit Zero Waste aus. Nachdem Manfred von Biologisch trotz großem Engagement unverschuldet eine Riesenpleite hingelegt hat, gibt es nur noch einen einzigen Laden seiner Frau aus der Kette in der Stephanusstraße, der auf Zero-Waste achtet. Die Bauernmärkte freitags am Bahnhof und donnerstags an der Marktkirche sind nicht immer erreichbar. Eine Initiative im Kulturbüro hält die Idee aufrecht:

Wenn du hingegen einen Unverpackt-Laden in Frankfurt suchst, sind diese Adressen besonders interessant:

Ulf - unverpackt einkaufen! – großer Unverpackt-Laden mit Bio-Lebensmitteln, Reinigungsmitteln zum Nachfüllen und nachhaltigen Haushaltsprodukten (ausgerechnet im Millionärsviertel Sachsenhausen!). 
Ulf un:verpackt!
Die Auffüllerei - unverpackt einkaufen – in Bornheim. Eigene Behälter können mitgebracht werden. 
frankfurt-berger-strasse.de
franco Unverpackt Laden – im Nordend, mit Fokus auf nachhaltige, regionale und biologische Produkte. 
unverpackt.net
gramm.genau – Unverpackt-Laden in Bockenheim mit Lebensmitteln, Haushaltswaren und Zero-Waste-Café.
– kleiner Unverpackt-Laden im Frankfurter Westen.
Laut lokalen Verzeichnissen und Frankfurter Community-Empfehlungen gehören insbesondere Ulf und Die Auffüllerei zu den bekanntesten und beliebtesten Unverpackt-Läden der Stadt.

Mein fabelhafter längster Tag des Jahres - ein Gleichnis zur Tag- und Nachtgleiche

Den GoldElritzen hatte ich einen ausgehöhlten Stein ins Becken gelegt. Und wenn ich gucken kam, lugten sie wie kleine Schiffe im Hafen in Reih und Glied unter dem Stein hervor. 

GoldElritzen sind Rudeltiere.

Aber der kleine seichte Teich ist verschlammt. Siedelte sie deshalb mitsamt dem ausgehöhlten Stein auf Nachbarin Karlottas Vorschlag hin in die Regentonne im Vorderhof um, wo auch eine Seerose den letzten strengen Winter überstanden hat. Da fühlen sie sich jetzt offensichtlich sehr wohl und können vor der Hitze wegtauchen. 

Leider ist beim Umzug die Mutter weggespült worden. Sie hatte einen schwarzen Fleck auf dem Rücken, den ich durch das Einfüllen von gefärbtem spitzkantigen Dekosand statt hellem Spielsand verursacht hatte. 

Ich fand nur noch ihr Skelett. ip