Aktivist*innen aus der Vernetzung „Zukunftswerk Osnabrück“ kritisieren scharf, dass VW und die niedersächsische Landesregierung den Weg dafür geebnet haben, in der Friedensstadt Osnabrück – statt ökologisch sinnvollen Gütern wie Kleinbussen – Kriegsgerät zu produzieren. Heute wurde dazu eine Absichtserklärung zwischen dem Land Niedersachsen, Volkswagen und einem Investor geschlossen. Als erstes Projekt sollen in der Fabrik Rüstungsgüter des israelischen Unternehmens Rafael produziert werden. Der Name Rafael hat hebräische Wurzeln. Er stammt von „Rāfāʾēl“ (רְפָאֵל) und bedeutet:„Gott heilt“ oder „Gott hat geheilt“. Der Name setzt sich aus rapha („heilen“) und El („Gott“) zusammen. Rafael ist besonders durch den Erzengel Raphael aus der jüdisch-christlichen Tradition bekannt. Zynischer geht es wohl kaum...ip
Montag, 7. September 2026
Die Peters und der Wald: Abholzung
Deutschland schützt seine Wälder, Russland holzt sie ab?
Wir hier sind laut einer russischen Wissenschaftlerin davon abhängig, dass die enormen russischen Waldgebiete uns kühlen Regen herüber wehen!!! (aus Peter Wohllebens Bestseller 'Bakterien, die heimlichen Helden', Piper-Verlag.)
Beide Länder erlauben wirtschaftliche Holznutzung. Deutschland hat jedoch ein dichteres System aus Forst-, Umwelt- und Naturschutzrecht und kann dessen Einhaltung aufgrund der wesentlich kleineren Fläche leichter kontrollieren.
Russland besitzt ebenfalls umfangreiche Schutzvorschriften, hat aber bei der praktischen Überwachung riesiger und abgelegener Waldgebiete größere Probleme.
Etwas Lokalkolorit: Nachdem in Hannover an der Ihme über 200 stattliche Bäume in den dunklen Morgenstunden mit Einsatz von Ninjas der Polizei abgeholzt worden waren, fragte Cordula Lüdtke-Eichhorn von unserer Bürgerinneninitiative Calenberger Loch, wo das Holz geblieben sei. Eine Antwort der Stadtverwaltung steht bis heute aus.
Die Initiative WESTprotest wird am Mittwoch, 09.09.26, in der Mittagspause der Sitzung im Landtag einen Brief an die Landtagsabgeordneten übergeben, mit dem sie gemeinsam mit Umwelt- und Verkehrsverbänden von der Landesregierung fordert, eine Sanierung des Westschnellwegs im Bestand zu prüfen, um einen „vermeidbaren Schaden von Natur, Menschen, Klima abzuwenden sowie sparsam und sinnvoll mit Steuergeldern umzugehen.“ Unterzeichnet wurde der Brief auch vom BUND, vom VCD, vom ADFC, vom FUSS e.V., von Fridays For Future Hannover, vom Umweltzentrum Hannover, von der Initiative Hannover unterwegs, von der BI Wasserstadt Limmer und von extinction rebellion Hannover. Ein Auftritt von Christian Fahrenheit ist geplant, https://youtu.be/EVuYG_bN50E?si=An6Hu89HnKriyaJ8
Das Trojanische Pferd AfD wurde eingelassen...
Sonntag, 6. September 2026
Günter Pohl und die Widersprüche
Was dieses Land kann. Lesung in der Lindener Buchhandlung (Hannover)
Günter Pohl, Autor einer philosophischen Trilogie, stellt am 22. September 20 Uhr „Was dieses Land kann“, den vierten Band aus der Reihe „Von der Ordnung der Welt“, in der Lindener Buchhandlung (Limmerstraße 43) vor. Er wird aus einigen von mehr als einhundert Glossen zum Zustand eines Landes lesen, das instinktsicher beim Lernen aus der Vergangenheit bei zwei Möglichkeiten die schlechtere auswählt. Die zehn Themenbereiche „Parteien“, „Staatsräson“, „Freunde“, „Medien“, „Menschenrechte“, „Europäische Union“, „Fußball“, „Militarismus“, „Verwandte“ und „Gott und Kirche“ bringen scharfsinnige Texte zu Deutschland und der Welt, die verständlich die Widersprüche der heutigen Politik offenlegen. „Was dieses Land kann“, ist nicht wenig – leider war in den letzten eineinhalb Jahrhunderten nicht so viel Gutes dabei.
Von den Nazis ermordet - von der Akademie gelöscht: Edith-Stein-Haus umbenannt
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| Das Edith-Stein-Haus ist umbenannt. iptextfoto |
Die Katholische Kirche hatte ihr im Gegensatz zu manch anderen hochbegabten Nonnen freie Hand für ihr literarisches Werk gelassen. Dennoch starb sie 1942, von den Nazis ermordet, in Auschwitz, und ich empfinde ihre Löschung gerade jetzt als unangemessen.
Zwar wurde sie 1998 zur Schutzpatronin Europas als 'Teresa Benedicta vom Kreuz' ernannt, aber der ebenfalls intellektuelle Papst Benedikt, Josef Ratzinger, 2022 verstorben, er hob zynisch die Erfindung der Waschmaschine zur Befreiung der Frau hervor, hätte die Namensähnlichkeit verhindern sollen, finde ich... Die Gesegnete und der Segner? ip
Samstag, 5. September 2026
Beatles auf Röntgenbildern - heute sind sie Klassik und Volksmusik zugleich.
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| Alexey Panov / Presidential Press Service, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons. |
🎸 Die Beatles waren in der Sowjetunion extrem populär, obwohl ihre Musik dort offiziell nicht einfach erhältlich war. Viele Jugendliche kamen über Schallplattenkopien und Schwarzmarktaufnahmen an ihre Musik.
🇬🇧 Der Westen sah die Beatles als Teil der westlichen Popkultur. Für die sowjetische Führung war westliche Kultur teilweise ideologisch problematisch.
💿 Fans stellten sogenannte „Bone Records“ (Rippenplatten) her: Musik wurde auf gebrauchte Röntgenaufnahmen geritzt und weitergegeben. Das war eine ungewöhnliche Form des illegalen Musikkopierens.
🎵 Der Beatles-Song „Back in the U.S.S.R.“ von 1968 spielt ironisch mit der sowjetischen Perspektive – obwohl die Beatles selbst nie als Band in der UdSSR auftraten.
🕊️ Besonders interessant: Paul McCartney trat 2003 in Moskau auf dem Roten Platz auf. Für viele ehemalige sowjetische Beatles-Fans war das ein historischer Moment.
Kurz gesagt: Die Beatles waren ein Symbol westlicher Freiheit und Jugendkultur, das trotz der politischen Grenzen des Kalten Krieges hinter den Eisernen Vorhang gelangte.




