Mittwoch, 20. Mai 2026

Humanitäre Arbeit noch möglich? "WIR SIND DOCH AUCH JEMAND!" Merkels neueste Geflügelte Worte, verstanden als "Wir sind doch auch wer"...

 Donezk: https://youtube.com/shorts/LPCnQvdDh9Q?si=Rw8xS7glgMHPR8_F

Merkels neueste Geflügelte Worte (natürlich assoziiert jeder "Wir sind doch auch wer", so wie es nach der Zerstörung Deutschlands durch GB und USA und dem Wiederaufbau hieß "Wir sind wieder wer" : https://www.theguardian.com/world/live/2026/may/18/europe-eu-ukraine-russia-greenland-bulgaria-germany-latest-news-updates?shem=dsdf,sharefoc,agadiscoversdl,,sh/x/discover/m1/4

Dazu meine Anmerkung: Diese dümmlichen Medienäußerungen, Merkel hätte uns vom russischen Gas abhängig gemacht, sind schlicht Fake. Bereits als die Kanzlerin noch fast ein Kind war, lieferte Russland treu das Gas, sogar während der ganz heißen Phasen des Kalten Krieges...Ihre verfehlte Anbiederung an Präsident Bush in Sachen Irak konnte ich glücklicherweise mit meiner Galtung-Zeitungsperformance in Hannover im Dunstkreis Schröders abbiegen... 😊❤️ 🎈 ip

Durch die Luft geschleudert: Schlüsselbeinbruch

Klage gegen Polizeigewalt erfolgreich
Verwaltungsgericht Berlin erklärt Einsatz der Berliner Polizei gegen Unterstützer der Letzten Generation für rechtswidrig
Berlin/Braunschweig, 20.05.2026, 09:30 Uhr — Das Verwaltungsgericht Berlin hat gestern der Klage eines Unterstützers der ehemals Letzten Generation gegen das Land Berlin wegen rechtswidriger Polizeigewalt stattgegeben.

Am 30.06.2022 hatte Edmund Schultz (62), Projektmanager aus Braunschweig, an einer Straßenblockade der Letzten Generation auf der A100, Abfahrt Steglitz, teilgenommen. Infolge der gewaltsamen Räumung erlitt er unter anderem einen Schlüsselbeinbruch. Nach übereinstimmenden Aussagen von drei Zeug:innen wurde er bei der Räumung von einem Polizisten mehrere Meter weit durch die Luft geschleudert, landete auf dem Gehweg und schlug mit dem Kopf gegen einen Telefonkasten. Eine vorherige Warnung oder Ansprache habe es nicht gegeben.

Das Verwaltungsgericht urteilte nun, dass dieses Vorgehen „nicht erforderlich, in der Art und Weise rechtswidrig“ und ein solcher „Schwung unverhältnismäßig“ gewesen sei. (1) Weitere Verfahren können nun folgen und auch strafrechtliche Konsequenzen für den Beamten haben.

Der Kläger Edmund Schultz war sichtlich erleichtert: „Die Polizei darf ihr Gewaltmonopol nicht missbrauchen. Immer wieder haben Einsätze der Polizei gegen Proteste der Letzten Generation zu Verletzungen geführt, obwohl diese konsequent gewaltfrei durchgeführt wurden.“ (Presseinfo)

Dazu eine Anmerkung aus eigenem Erleben: Als über 200 gesunde Bäume am Ihme-Ufer Hannover für die Stadtwerke (heute enercity AG) abgeholzt werden sollten (und es daraufhin wurden) holte im Morgengrauen eine Sondereinheit die Demonstranten von den Bäumen. Ich sprach mit einem Mädchen in Gegenwart eines Polizisten, sie solle doch wegen der voraussichtlichen Gewaltanwendung freiwillig herunterkommen, was sie auch tat. Der Polizist begleitete sie dann mit einem völlig überflüssigen, unnötig schmerzhaften Griff in die Flanke vom Gelände... ip)

Tote auf dem Kreuzfahrtschiff? Diskussionstermine in der Provinz:

Die Aktienkurse der Pharmaindustrie explodieren wiedermal. Dieses Mal durch den Hantavirus. Wodarg klärt auf.

Swetlana Geier: "Es gibt eigentlich keinen Unterschied zwischen Russen und Ukrainern"

Ist die Ukraine eigentlich das russische Urland? 

Swetlana Geier, die Grande Dame der russischen Übersetzer: Ja, das ist die sogenannte Kiewer Rus. Sie dauerte bis zum 12. Jahrhundert und war sehr wichtig. Erstens war es der einzige Zugang zu einem Meer. Zweitens lag es in Nachbarschaft zu Byzanz, und drittens war es ein ganz flaches Land, nach allen Seiten offen. Und im 12. Jahrhundert kamen die Mongolen. Und da hat Russland eigentlich Europa gerettet. 

Weil das Land so groß war, dass die Mongolen nicht mehr weiter gezogen sind. Sie wollten ja bis Wien. Und als sie sich zweieinhalb Jahrhunderte später wieder zurückgezogen haben, war hier, in der Kiewer Rus, verbrannte Erde. 

Eigentlich haben diese 250 Jahre, von 1200 bis zum 15. Jahrhundert, dem Russen das moralische oder sittliche Rückgrat gebrochen. Weil man sich daran gewöhnt hat, dass es keine Gerechtigkeit gibt. – Das ist nicht etwa meine Idee, das ist eine Meinung der Historiker. – Es wirkt sich dies heute noch auf unsere soziale Moral aus. 

Das Gericht zum Beispiel fürchtet man wie die Hölle. Das Gericht hält man grundsätzlich für ungerecht. Und darunter leiden wir heute. Wir haben kein Verhältnis zur Demokratie. Wir sind für Demokratie absolut ungeeignet. Wir haben keinen Sinn für soziale Gerechtigkeit, wir glauben nicht daran.

Das heißt, es gibt eigentlich keinen Unterschied zwischen Russen und Ukrainern?

Als die Mongolenherrschaft vorüber war, ist von Russland nur das geblieben, was tief in den Wäldern lag. Wo die Mongolen, dieses Reitervolk, nicht hin konnten. Und das war Moskau. Es lag in undurchdringlichen Wäldern. 

Und dann hat sich Moskau eben zu einem Primus unter lauter kleinen Fürstentümern entwickelt und ist unter dem Fürsten, der der Sammler, Kalita, hieß, gewachsen.

Und seit Iwan dem Schrecklichen besteht ein Imperium mit dem Zentrum Moskau. Und von da an begann die Expansion, wurde der Ural überschritten und Sibirien einverleibt. 

So wurden wir zu einem Sechstel des Erdballs. Die Ukraine nun war sozusagen der Hauptsitz der Mongolen gewesen, und die Sprache hat sich dort gewissermaßen konserviert.

Das, was man Ukrainisch nennt, ist also Russisch, aber ein konserviertes Russisch. Es ist sozusagen Vorbarock – Ukrainisch verhält sich zu Russisch etwa wie Monteverdi zu Wagner. Es ist eine sehr, sehr schöne Sprache. Es hat natürlich dasselbe Alphabet, weil hier auch das erste Lehrkloster war. Aber es gibt Eigenheiten. 

Die Vortreppe heißt beispielsweise auf Russisch kryl’zound auf Ukrainisch hanok. Die Russen können das «h» nicht sagen; Hölderlin, Hegel, Herzen heißen bei uns Gelderlin, Gegel, Gerzen. Die Ukrainer aber haben dieses «h». So erkennt man natürlich sofort am Dialekt, dass der Mensch aus der Ukraine ist. 

Unter dem Sowjetregime gab es in der Ukraine Schulen mit Unterrichtssprache Russisch und Schulen mit Unterrichtssprache Ukrainisch. Entsprechend wurde es in allen größeren Städten der Nationalrepubliken gehandhabt – es waren deren elf zu der Zeit. 

Russisch aber war – wie Englisch in allen englischen Kolonien – die Staatssprache und die Pflichtsprache. Ich ging in eine russische Schule und habe acht Stunden in der Woche ukrainische Sprache und Literatur gelernt, und in den ukrainischen Schulen hatte man acht Stunden russische Literatur und Sprache." (aus" Tatjana Geier - Ein Leben zwischen den Sprachen", aufgezeichnet von Taja Gut.)

Eine europäische Verbundenheit gab es schon immer? Die Legende erzählt, daß drei Normannen Kiew regiert haben. Deren berittenes Gefolge wurde Rus genannt, so sei der Name Russland entstanden, berichtete Swetlana Geier. ip

IP: Ukrainer und Russen, jetzt müssen sich die Geschwister gegenseitig abschlachten.

Dienstag, 19. Mai 2026

Triumph der Massenproduktion?

1,51 Millionen Reisende starteten 2025 in Deutschland eine Kreuzfahrt

Diese Pötte verschmutzten beim Anlegen in den romantischsten Orten der Welt die Luft. 

Ebenso wie das Ausmaß materieller Vernichtung durch Autos bei weitem alles übertrifft. 

Der Triumph der Massenproduktion hat mehr Menschenopfer gekostet als sämtliche Kriege. Die Gesamtzahl der Verletzten und Verkrüppelten ist sicher noch höher. 

Täglicher Missbrauch von Stärke und Schnelligkeit erklärt auch die Toleranz gegenüber weiteren technologischen Bedrohungen. 

Gewalt ist unser ständiger Begleiter. 

(nach Lewis Mumford, The Pentagon of Power. In seinem Werk beschreibt er große Macht- und Verwaltungssysteme als „Megamaschinen“. Darin funktionieren Menschen wie austauschbare Zahnräder eines riesigen Apparats — etwa in Militärstaaten, Imperien oder modernen Technokratien. Er wollte Städte, die menschlich, gemeinschaftlich, kulturell lebendig und ökologisch sinnvoll sind. Viele heutige Debatten über soziale Medien, Datenkontrolle oder „smarte Städte“ erinnern stark an Mumfords Warnungen vor einer übermächtigen technischen Ordnung.) 

Foto aus Taja Guts Zeitschrift "Individualität"

Montag, 18. Mai 2026

Sie wollen sich ohne Aberglauben informieren? BITTE SEHR:

https://ontopraxiologie.de/russland-und-europa-auf-kollisionskurs/

Geld von Pistorius und Aberglauben https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/villen-vetternwirtschaft-und-wahrsagerinne/

Zum Holzmarktbrunnen Hannover (zusätzlich nach einem Eisenwarenhändler benannt) machten sich einst Beamte des Magistrats auf, mal innerhalb, mal außerhalb der Amtszeiten, um Geschäfte, die aufgedeckt zu werden drohten, mit dem dortigen Wunschring geheim zu halten. "Ich geh' zum Ding" war in einigen Amtstuben eine geläufige Redewendung, wenn ein Geschäft ins Stocken geraten war. Das Wort "ein Ding drehen" stammt aus ebenjener Zeit (nach Volker App). Auch 2026 lässt sich der goldene Wünschering noch drehen. Die ukrainische Regierung könnte also ein paar abergläubische Abgesandte rüberschicken? iptextfoto

Samstag, 16. Mai 2026

ACHTSAM MORDEN -

heißt der Krimiserien-Slogan auf einer Reklamewand. (Hier einer der Trailer dazu: https://youtu.be/ZDdijwdg7s8?si=2T5JAOI6QRZCPUUY. Etwa von der frauenfeindlichen buddhistischen Szene inspiriert, wo das Leiden im Gegensatz zum Christentum sozusagen Privatsache ist? Den Polizisten als "Staatsgewalt" geht es übrigens ähnlich wie dem Anwalt im Film. Sie müssen tagtäglich öde Jobs ausführen, Betrunkene abschleppen, sich im Rotlichtmilieu aufhalten, Verkehrssünder überführen, Verkehrsunfälle dokumentieren.)

Darunter steht dann gleich auf dem nächsten Werbedisplay dazu passend, dass Mercedes noch stärker in die Rüstungsproduktion einsteigen will. Am besten "achtsam" morden können ja tatsächlich die Drohnen, wie man weiß... 

Liebe Kinder, wenn ihr all das nicht versteht, so seid ihr kerngesund in dieser kranken Gesellschaft. ip

Pfingstgruß und Nachtrag zum "Vatertag": wo wir uns finden wohl unter Linden zur Abendzeit

Wohlauf in Gottes schöne Welt
Lebe wohl, ade
Die Luft ist blau und grün das Feld
Lebe wohl, ade
Die Berge glüh'n wie Edelstein
Ich wandre mit dem Sonnenschein
La la la la la la la
Ins weite Land hinein
La la la la la la la
Ins weite Land hinein

Du traute Stadt am Bergeshang
Lebe wohl, ade
Du hoher Turm, du Glockenklang
Lebe wohl, ade
Ihr Häuser alle, wohlbekannt
Noch einmal wink' ich mit der Hand
La la la la la la la
Und nun seitab gewandt
La la la la la la la
Und nun seitab gewandt

An meinem Wege fließt der Bach
Lebe wohl, ade
Der ruft den letzten Gruß mir nach
Lebe wohl, ade
Ach Gott, da wird so eigen mir
So milde weh'n die Lüfte hier
La la la la la la la
Als wär's ein Gruß von dir
La la la la la la la
Als wär's ein Gruß von dir

(In dem Dorf am Harzrand traf sich die Jugend unter den Linden zum abendlichen Gesang. Mein Vater nahm mich an die Hand und wir nahmen teil.)

Freitag, 15. Mai 2026

Habt ihr heute schon die Blumen gegossen...?

ip-Polaroid - man beachte die energiegeladene Faust

CSD-Termine

Christopher Street Day (CSD) am 23. Mai in Hannover. Und noch eine kleine Auswahl aus hunderten weiterer CSD-Termine in Germany: 30. 5. Frankfurt/Oder, Wiesbaden, Osnabrück, Lüneburg, Wernigerode. 6.6. Dresden, Düsseldorf, Paderborn, Celle. 20.6. Göttingen, Heidelberg, Lutherstadt Wittenberg. 18.7. Frankfurt am Main.
Gedenktafel am historischen Museum Hannover. ipfoto

Wurde Nazi-Eichmann wirklich hingerichtet?

Die deutsche Journalistin Gaby Weber bemüht sich seit langem, die Eichmann-Akten in Argentinien frei zu bekommen, über dessen Prozess die umstrittene politische Theoretikerin Hannah Arendt berichtete, die den Schreibtisch-Massenmörder als hörigen Bürokraten darstellte. 

Da Nazi-Eichmann völlig unbehelligt in Argentinien lebte, dann in einer spektakulären Polit-Aktion plötzlich festgenommen wurde, um von anderen politischen Verbrechen abzulenken (siehe Gabyweber.com), und zum Tode verurteilt wurde,  habe ich die Fantasie, dass er gar nicht gehängt wurde. Wurde er  wirklich "geopfert", weil er zu viel redete, wie Weber schrieb?

Gibt es handfeste Beweise dafür, dass tatsächlich er es war, der hingerichtet wurde? ip

Regisseurin von „Die Essenz des Tanzes“ kommt nach Hannover

Trailer: https://youtu.be/cjn1MK3SLH4?si=UYPS6kHANSxx4cBl

Zum Kinostart: Am 28. Mai 2026 feiert die Dokumentation „Die Essenz des Tanzes“ über und mit Germaine Acogny ihren deutschlandweiten Kinostart. In Kooperation mit dem Kino am Raschplatz gibt es eine Vorstellung und anschließendes Publikumsgespräch mit der Regisseurin Greta-Marie Becker am 31. Mai 2026 um 11.00 Uhr im Kino am Raschplatz. 

Germaine Acogny ist eine der wichtigsten künstlerischen Stimmen Afrikas. Verwurzelt in traditionellen westafrikanischen Tänzen und in Auseinandersetzung mit europäischen Tanzformen, entwickelte sie ihre ganz eigene Acogny-Technik. Mehr als 50 Jahre auf internationalen Bühnen und ihre Arbeit als Mentorin für junge Tänzer*innen in Senegal und weltweit haben die 81-jährige Künstlerin zur Tanzikone eines ganzen Kontinents gemacht. 2021 wurde diese außergewöhnliche Tänzerin, Choreografin und Lehrerin mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk auf der Tanz-Biennale in Venedig ausgezeichnet.

Donnerstag, 14. Mai 2026

1xHimmelfahrt fürs Volk:im Kettenkarussell am Kröpcke - Herrenausstatter Wormland ist weg

ipfoto 
Hannover. Unter den Eichen am Marstall ist es wesentlich schöner (zumindest tagsüber) als auf dem Rummelplatz Georgstraße bis Bahnhof, wo sich Italienische Spezialitäten mit einer Israel-Kundgebung über die Siedlungsbewegungen seit Stammvater Abraham in die Quere kommen. Dazwischen stehen Polizisten und plaudern mit Passanten. 
Die Geschäftsaufgabe Wormland ist ein weiterer herber Schlag ins Innenstadt-Kontor. Retail News: Das Amtsgericht Osnabrück hat das Insolvenzverfahren über die Theo Wormland GmbH offiziell eröffnet. Rund 250 Beschäftigte sowie die Vermieter der verbliebenen acht Filialen erhalten nun die endgültigen Kündigungen. Zwei Filialen – in Hannover und Oberhausen – bleiben lediglich noch für kurze Abverkaufsaktionen geöffnet.

Aktualisiertes Märchen zum Wochenende: von einer, die schließlich das Gruseln lernte

Foto: Julian, Limmerstraße Hannover

Es war einmal eine junge Frau mit grünen Augen, die wollte von Kindheit an Journalistin sein. Boshafte Männergesellschaft fürchtete sie nicht, sondern bezog Stellung. Es begann eine Hexenverfolgung, aber sie behielt ihre Fähigkeit, zu handeln. Die herabfallenden Mundwinkel kerbten sich allerdings von Jahr zu Jahr tiefer in ihr Gesicht ein. Im Alter bekam sie bedrohliche Tweets unter dem Namen Musk, Tesla und von tausenden mutmaßlichen AfD-Anhängern. Aber sie hatte immernoch keine Angst.

Schließlich begann Deutschland, Krieg vorzubereiten. Da endlich gruselte es ihr. ip

Schutzräume fehlen in Deutschland - nur der Niedersächsische Landtag hat neu ausgestattete, dabei ist der doch völlig uninteressant für feindliche Angriffe. ip

Hannover/Helsinki. Beindruckt zeigten sich die Teilnehmenden einer deutschen Delegation von der Zivilschutzanlage Merihaka, eine Bunkeranlage im Herzen Helsinkis. In Friedenszeiten wird die Anlage für Indoorsportanlagen und andere zivile Zwecke genutzt, innerhalb von 72 Stunden kann sie jedoch vollständig geräumt werden und einem bis zu 6000 Personen Schutz bieten. Insgesamt können die rund 5,6 Millionen Finninnen und Finnen rund 50.500 Schutzräume nutzen. Sie bieten Schutz für rund 4,8 Millionen Menschen zur gleichen Zeit. 80 Prozent dieser Schutzräume befinden sich dabei in oder unter privaten Gebäuden. Nur 20 Prozent gehören der öffentlichen Hand.

Innenminister Maier aus Thüringen sagt: „In Deutschland versucht der Bund dagegen seit etwa anderthalb Jahren, Eckdaten für das Erfassen von Schutzräumen zu erarbeiten. Bis heute fehlen dafür aber die Kriterien, ist die Auflistung noch nicht einmal gestartet.“ (Text-Passagen aus Presseinfo Nied. Innenministerium)

Mittwoch, 13. Mai 2026

Führung Stadtfriedhof Lahe und im benachbarten Krematorium - Die Gewinne steigen stetig, Bestatter Lautenbach kassiert mit

Hannover: Seltene Einblicke und spannende Hintergrund-Informationen: Unter dem Titel „Was Sie schon immer über Urnenbestattungen wissen wollten“ wird am Mittwoch, dem 20. Mai, ab 14 Uhr in Lahe eine kostenfreie Führung angeboten. Mitarbeitende der Städtischen Friedhöfe führen über den Stadtfriedhof Lahe, der in den 1960er Jahren eröffnet wurde und häufig als „Sonnenfriedhof“ betitelt wird. In den Urnenabteilungen werden Fakten zu den Urnenbeisetzungen erläutert und es können Fragen gestellt werden.

Seitdem die Feuerbestattungsgesellschaft Hannover (FBG) im Jahr 2010 mit dem Umwelt-Zertifikat „Ökoprofit Hannover“ für den Betriebsstandort Laher-Feld-Straße 19 a ausgezeichnet worden ist, zählt das Unternehmen zu den über 100 Betrieben in der Landeshauptstadt und der Region Hannover, die sich einem ehrgeizigen Ziel verpflichtet haben. Sie alle wollen mit unterschiedlichen Energiekonzepten die Umweltbelastungen verringern.

Die Gewinne steigen stetig, Bestatter Lautenbach kassiert immer noch mit? 

https://www.northdata.de/Feuerbestattungsgesellschaft%20Hannover%20und%20Niedersachsen%20mbH,%20Hannover/HRB%20201161

Montag, 11. Mai 2026

Gedanken über Demokratiebildung beim Aussortieren alter Aktenordner

Heute hat Herr M. Geburtstag. Kann das Datum einfach nicht vergessen, weil ich vor 50 Jahren mit den Vorbereitungen seiner Ehrung betraut war. Habe als Gründerin einer der ersten PR-Agenturen Deutschlands, die mit dem Ziel, Bestechung von Journalisten zu unterbinden, pompös 'Gesellschaft für Öffentlichkeitsarbeit' hieß, noch jede Menge weiteren Mist machen müssen, um Geld zu verdienen: Anzeigen für meine Zeitungen heranholen, sie mutterseelenallein textlich, fotografisch und layoutmäßig herzustellen, dazu weitere Zeitungsgestaltungen und Aktionen mit mäßig begabten Mitarbeitern als Fremdauftrag anzunehmen. Beim Aussortieren alter Aktenordner wurde mir bewusst, was das für ein Leben war, das ich führte. Aber ging es den Kolleginnen bei den etablierten Medien besser? Nein, im Gegenteil, damals nicht und heute schon gar nicht mehr. ip

Wer trägt wirklich die Dornenkrone? Copyright by up.

Samstag, 9. Mai 2026

Pfingsten wirft seine Schatten voraus

Hannover-Mitte. Fragte einige Zuschauer des "Glocke-Graffiti-Festivals: "Seid ihr jetzt kommerziell geworden?". "Nö, wir nicht, wir bewerfen das gleich." So einfach scheint es also nicht zu sein, die Graffitiszene zu bändigen... 

Löwenzahn darf sich jetzt auf dem wissenschaftlich kontrollierten Dreieck an der Glockseestraße ausbreiten. Der Initiator wohnt gegenüber. 

Eine Eigentümerin klagt, nicht so negative Fotos von der Taubenbelastung Ihme-Zentrum zu schießen. Als ob es etwas nützen würde, positive Aspekte hervorzuheben... Die Seite zum Schwarzen Bären wurde inzwischen mit Holzverschlägen gesichert. Das Ergebnis: Freche Tauben turnen nun auf den Balkons herum. Da war der Einsatz von Turmfalken billiger, bevor Hundertausende für Taubenvergrämung eingesetzt wurden. Aber der verstädterte Mensch erträgt den Anblick aufgerissener Taubenkadaver halt nicht? Allerdings interessierte sich solch ein Raubvogel auch schon für meinen winzigen Goldfischteich... 
Ende Mai ist wieder Eigentümer-Versammlung. Da werden die Kleinen erneut verklapst?

 
Geheimnisvolle Verschalungen am Capitol.
 
Die roten Kastanien blühen in der Minister-Stüve-Straße. Historische Häuser werden renoviert, Preise hochgeschraubt. Mancher muss ausziehen. 
  
Biotransfer-Studentin Karlotta verkauft Bio am Lindener Markt, dem angesagten Hotspot der Bessergestellten. Väter mit Baby vorm Bauch lassen sich hier bewundern, die älteren vergessen darüber, auf das Kind zu achten. 
Ein vorbeigehender Journalistenkollege sieht, ebenso wie ich, verschrumpelt wie eine alte Kartoffel aus (Demografischer Wandel) und beklagt, er müsse noch Geld verdienen.
Und natürlich gibt es weiße Pfingstrosen zu kaufen, weil der "Heilige Geist" nunmal nicht lila ist (siehe Text Pfingsten 7.5.). 
Am Lindener Markt wurde einst auch die umstrittene politische Theoretikerin Hannah Arendt geboren. Auf ChatGTP heißt es, sie stamme aus Linden bei Hannover. Wie wahr gesprochen. Linden war gefühlt immer selbstständig und kein Stadtteil. iptextfotos
Pfingsten wirft seine Schatten voraus. 

Mein Vater, mein Name, der Krieg, sowie die von den Alliierten versenkten 50 Chemiewaffen-Schiffe

Stavanger/Haugesund. Die haben bei der Marine einen Klempner gebraucht, und so hatte mein aus dem Harzvorland stammender Vater in Norwegen stets gut zu essen, musste im 2. Weltkrieg nicht an der Ostfront verrecken. Aus diesem Grund heiße ich Ingeburg, nach Ingeburg von Norwegen, und meine Schwester Dagmar, nach Dagmar von Dänemark. Das Skagerrak hatte ihn nachhaltig beeindruckt.

Heute wie damals stehen die Matrosen in Stavanger am Hafen herum. Im durch untermeerische Bodenschätze inzwischen reich gewordenen Norwegen, in dem früher die bitterarmen Arbeiterinnen der Heringsfabrik ihre Kinder bei der Arbeit unterm Rock verstecken mussten, verdeutlicht nun ein prachtvolles Ölmuseum, wie die neueste Technik in tiefste Tiefen vordringt.

Wo der Bürgermeister von Haugesund residiert, sind noch die von Kugeleinschlägen der Deutschen durchlöcherten Wände zu sehen. Mir war ganz merkwürdig zu Mute, als ich entlang des Hafenbeckens zurück zum Hotel ging. Mein Vater. Mein Name. Der Krieg... ip

Drei deutsche Gartenzwerge. Aufnahme ca. 1954. iparchiv
Norwegisches Erdölmuseum: https://maps.app.goo.gl/NDXfNmBcSANtURcJ9?g_st=ac.    Rio Reiser: Der Krieg, er liegt da im Hinterhof und wartet auf dich: https://youtu.be/Page5wSNuQI?si=2CHSQnZDjSocDssb
Wikipedia: Wegen der großen Meerestiefe im Seegebiet des Skagerraks versenkten die Alliierten dort nach dem Zweiten Weltkrieg mehr als 50 mit chemischen Waffen beladene Schiffe, darunter die Düsseldorf und die Herbert Norkus. Im Jahr 2002 hat ein Forschungsinstitut der norwegischen Marine einige Wracks untersucht.

Donnerstag, 7. Mai 2026

Omas Feiertipps: Was hat es mit "Pfingsten" auf sich? Kuriositäten religiösen Glaubens. Auch die Zeit der Festivals beginnt!

Das sogenannte Pfingstwunder war die Ausgießung des Heiligen Geistes über die versammelten engsten Schüler (Apostel) von Jesus. Das Ereignis wurde bald als die Geburtsstunde der christlichen Kirche angesehen und bis heute im Pfingstfest - am vierzigsten Tag nach Ostern - gefeiert.

Im 2. Kapitel der Apostelgeschichte wird es geschildert als "ein Brausen vom Himmel wie eines gewaltigen Windes", der zerteilte Zungen mit sich führt und unter dessen Einfluss die Apostel wie betrunken in fremden Sprachen zu predigen beginnen, die sie nie gelernt haben.

Die Praxis breitete sich aus. Bald redeten die Frühchristen allerorten in Zungen (wissenschaftlich Glossolalie genannt). Paulus hob die Glossolalie in den gleichen Rang wie die Prophetie. Sie wird laut Psychologe Julian Jaynes bis in die jüngste Zeit im Umkreis von Kirchen der Hauptlinie des Protestantismus praktiziert und manifestiert sich stets im Rahmen einer gottesdienstlichen Veranstaltung mit Gesang und Zurufen, die in eine bewusstseinsverengende Trance und rhythmische Entladungen führen können. Die Beziehung einer Gruppe mit engem Zusammenhalt zu einem charismatischen autoritativen Führer ist dabei nötig. Man gibt seine Steuerungsmechanismen aufgrund der als wohlwollend empfundenen Autoritätsfigur auf. (Das Standardwerk "Psychologie der Massen" von Le Bon gehört in diesen Zusammenhang sowie Rupert Sheldrakes Festival-Euphorie).

Auch die Zeit der Festivals beginnt nun!

In Hannover gab es am Himmelfahrtstag Norddeutschlands größtes Open-Air-Jazz-Festival vorm Rathaus. Es wirbt für die gute Energie des Energieversorgers und Sponsors der Stadt. iptextfoto 


Zentrales Happening des hannoverschen Glocke-Festivals war die Graffiti-Jam auf dem Glockseehof in der Hall of Fame und der angrenzenden Berufsschule. Das obige Kunstwerk ist aber bereits wieder unter neuer Grundierung verschwunden.


Mittwoch, 6. Mai 2026

Großes Interesse an Munitionsaltlasten in der Nordsee

Bremerhaven.Für die Menschen auf Wangerooge ist die militärische Vergangenheit der Insel allgegenwärtig. Bombentrichter, alte Bunker und militärische Anlagen zeugen von dieser Zeit. Aber nicht nur auf der Insel, sondern auch im Meer finden sich militärische Altlasten, hauptsächlich von Verklappungen nach dem zweiten Weltkrieg. 

Durch die Strömung landen die Munitionsreste regelmäßig an unseren Stränden, wie die Bewohner*innen von Insel und Küste am besten zu berichten wissen. 

Auf großes Interesse stießen auch deshalb die Informationsveranstaltungen vom Projekt REMARCO des Deutschen Schifffahrtsmuseum und Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark-Haus und der evangelischen Kirche auf Wangerooge. 

Das Projekt REMARCO beschäftigt sich mit der Überwachung, Risikobewertung und Altlastensanierung von Munition in der Nordsee. Es wird über den aktuellen Stand informiert, diskutiert und ausgetauscht. Die starke Resonanz zeigt, wie relevant das Thema für Bewohner*innen und Gäst*innen auf Wangerooge ist. 

Auf der Insel existieren enormes lokales Wissen und werden praktische Maßnahmen durchgeführt. Aber es wird auch Handlungsbedarf gesehen, das Bewusstsein für das Thema weiter zu schärfen und politische Maßnahmen anzuregen, die die aktuelle (Umwelt-)Problematik, auch in Bezug auf gegenwärtige Kriege, thematisieren.

Das Team im Museumshafen ist komplett und nimmt volle Kraft in Richtung Zukunft: Die neue Leiterin Nina Nustede und die Technische Mitarbeiterin Jessica Langer

Dienstag, 5. Mai 2026

Mehr Farbe in die Stadt?

Hannover. Dieses Seitengebäude an der Glockseestraße ist in enercity-Farben als Untergrund für die Sprayer getaucht. ipfotos

Ab sofort sollen jedes Jahr die Wände an der Sporthalle der BBS neu bemalt werden. 

Die wilden Graffiti an der Turnhalle Berufsschule Goetheplatz sind im Auftrag der Stadt Hannover überstrichen und mit neuen Graffiti versehen.

Keinen Krieg gegen Russland, Kanzler Merz! Bin mit dem Grundgesetz geboren, Kanzler Merz ip

Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen und Bremen unterstützen die Initiative von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, einen Ehrentag anlässlich des Geburtstags des Grundgesetzes am 23. Mai 2026 zu begehen. Der Bundespräsident hat zu diesem Anlass eine bundesweite Initiative ins Leben gerufen, die das Bewusstsein für die verfassungsmäßigen Grundlagen der Demokratie stärken soll. Weitere Informationen zur Initiative des Bundespräsidenten: https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Berichte/DE/Frank-Walter-Steinmeier/2026/04/260423-Auftakt-Ehrentag.html

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Demokratie mit Babys

Kinderwagenführung Orte der Demokratiegeschichte. Die Babys sind dabei, wenn Karo Quambusch mit jungen Eltern (Großeltern oder anderen Betreuungspersonen), bei einem gemeinsamen Spaziergang die Altstadt erkunden, und etwas über die Hannoversche Geschichte erfahren. Freitag, 5. Juni, 10 Uhr. Treffpunkt: Hannover Kiosk, Karmarschstraße 40. Teilnahme kostenlos. Anmeldung im Online-Shop https://hannover-historisch-shop.gomus.de

Mischt euch in die Schulpolitik ein!

Hannover. Erfolgreiches Beispiel, wie eine Reformschule entstand.

Als meine Tochter im Karneval von der Grundschule Goetheplatz nachhause kam und sich mir anvertraute: "Wir haben einen Umzug durch alle Klassen gemacht, und was in den höheren Klassen an der Tafel stand, habe ich alles verstanden," klingelte es bei mir im Kopf. Die Schule unterrichtete Kinder aus 19 Nationen (inzwischen werden es noch mehr sein), einige saßen lange da und übten, während andere schon vor der Schule lesen konnten: Zweimal in die Brotscheibe gebissen "das ist ein E".

Im Keller Vorderhaus wollte eine Mieterin ihr Sofa loswerden. Ich bat einen athletischen freien Mitarbeiter, anzufassen, und wir schleppten nach vorheriger Anfrage bei der liebenswürdigen Klassenlehrerin Heckler (die wahrhaft anthroposophische Qualitäten besitzt*) das gemütliche Teil ins Klassenzimmer, sowie noch einen Haufen guter Kinderbücher dazu. Von nun an konnten alle Schüler:innen, die mit ihren Aufgaben fertig waren, dort lagern und schmökern.

Ich organisierte Betriebsbesichtigungen im Stadtteil Mitte: Bäckerei Kranz, Üstra, Verpackungsbetrieb Leunisman, Friederikenstift, um den Kleinen das wirkliche Leben zu zeigen; wie heutzutage Brot gebacken wird, wie ein Operationssaal aussieht usw.. Die Kinder waren begeistert und die Exkursionen halten bis heute an.

Mietete für die Naturgruppe auf eigene Kosten einen Kleingarten in der Kolonie Königsworth.

Niemand informierte mich, dass später alle Klassen ein solches Sofa bekamen. Erfuhr es zufällig von einer Mutter. Die Blumen für die inzwischen Reformschule genannte Bildungseinrichtung wurden anderen an den Hut gesteckt.

So richtig weiterentwickelt wurden meine Reformvorschläge letztlich nicht. Teuer bezahlte Schulassistentinnen langweilen sich inzwischen, neben zu betreuenden traumatisierten Migranten-Kindern sitzend, um Unfälle wie in die Hose machen oder heimliche Daddelversuche zu glätten... 

Mütter! Schöpfertum ist gar nicht männlich. Im Gegenteil ist es unser ureigenstes Gebiet. Lasst euch nicht mehr ignorieren, euer geistiges Eigentum enteignen, und abwerten!!! iptextfoto 

Hinweis: Das "Grüne Klassenzimmer" neben der Turnhalle Grundschule Goetheplatz ist suboptimal gepflegt:

*Karin Heckler sprach mit ihm in aller Ruhe, nachdem ein Junge von einem anderen Kind Schutzgeld für sicheren Nachhauseweg verlangt hatte. Er blieb so "unser Lenny" und unterließ solche Attacken fürderhin...

Montag, 4. Mai 2026

Anna Schäfers Solo und Sistergold

Freitag, 12.06.2026, 20:00 Uhr Anna Schäfer // Schlafende Hunde // Comedy-Theater von Dietmar Jacob's. Veranstaltungsort: Kulturzentrum bauhof, Dorfstraße 53, 30966 Hemmingen. 

Was passiert nicht alles in einer verrückten schlaflosen Nacht? Marie, die Hauptfigur in Anna Schäfers neuem und fulminantem Solo, kennt das Problem. In einem schnellen, sehr witzigen, aber auch berührenden und musikalischen Monolog zielt Anna Schäfer mitten hinein ins Herz unserer Zeit. Sie spielt, singt und wirbelt durch die großen Themen, die sie und uns betreffen. Unterstützt wird Anna Schäfer vom Theaterautor und Grimme-Preisträger Dietmar Jacobs, dem preisgekrönten Regisseur Hans Holzbecher und dem Komponisten Jochen Kilian.

'bauhof on tour‘, Freitag, 19.06.2026, 20:00 Uhr

sistergold // Luftmaschen // Saxophonkonzert

Veranstaltungsort: St.-Lucas-Kirche, Corvinusplatz, 30982 Pattensen

In ihrem neuen Programm „Luftmaschen“ präsentieren die vier Saxophonistinnen neben bekannten Stücken aus Jazz, Klassik, Funk und Pop auch eine Vielzahl eigener Kompositionen passgenau zugeschnitten für das Quartett. Der rote Faden wird schnell sichtbar: die Liebe zur Musik jedweden Genres, die Freude am Zusammenspiel miteinander und das Spiel mit dem Publikum. Mit feinem Gespür für Inszenierung verstricken die temperamentvollen Musikerinnen ihre Stücke mit amüsanten Moderationen, gekonnten Showeinlagen und überraschenden Griffen in die Instrumentenkiste. Sie drehen musikalische Schleifen, flachsen mit den Gästen und spinnen Stroh zu Gold.

Wohlbekannte Werke wie „Forest Gump“, „Spinning Wheel“, „Palladio“, „Monster Inc.“ oder auch Johannes Brahms „Ungarischer Tanz Nr.5“ werden mit Raffinesse und durch eigene Bearbeitungen zu neuen Klanggeweben. Wer sistergold schon einmal erlebt hat, weiß: Es wird ein fesselnder, feiner, wilder und kurzweiliger Konzertabend. 

sistergold mit Inken Röhrs, (Sopran-), Natascha Protze (Bariton-), Tini Thomsen (Tenor-) und Elisabeth Flämig (Altsaxophon).

To-Go-Abfallbehälter mit krähensicherer Haube

ffm. Auf der Königsteiner Straße in Höchst hängen seit Kurzem vierzig neue Papierkörbe des Modells Dinova. Dabei handelt es sich um einen Abfallbehälter, der fast alles aufnimmt – auch To-Go-Verpackungen und Pizzakartons. Der Dinova hat einen breiteren Einwurf, keinen Mittelsteg, an dem Verpackungen hängenbleiben und den Einwurf verstopfen könnten, und eine krähensichere Haube, so dass Vögel die bereits entsorgten Abfälle nicht herausziehen und wieder auf dem Boden verteilen können.

Gerade wenn das Wetter schön ist, nutzen Menschen die Straßen und Plätze, Parks und die Flussufer wie ein zweites Wohnzimmer. Man trifft sich mit Freundinnen und Freunden, isst und trinkt. Damit so wenig Abfall wie möglich liegenbleibt, erfolgt nun in Frankfurt der Tausch der Papierkörbe – zunächst dort, wo besonders häufig To-Go-Verpackungen zu finden sind.

Ärzte in Hannover sollen Parkinson-Patienten über Berufserkrankung aufklären

Die „Jobs im Grünen“ stehen nicht immer nur für frische Luft. „Wer in der Stadt und Region Hannover auf den Feldern oder in Gewächshäusern arbeitet, den kann es treffen: Ein erhöhtes Risiko, Parkinson zu bekommen. Und zwar immer dann, wenn er über Jahre häufig mit Pflanzenschutzmitteln zu tun hatte“, sagt Stephanie Wlodarski von der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

Das Parkinson-Syndrom durch Pestizide sei als Berufskrankheit anerkannt. Betroffene müssten allerdings nachweisen, dass sie in ihrem Berufsleben mindestens 100 Tage mit chemischen Pflanzenschutzmitteln gearbeitet hätten – also jeweils entweder mit Fungiziden (zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten), Insektiziden (zur Bekämpfung von Insekten) oder Herbiziden (zur Bekämpfung von Unkraut), so die IG BAU Niedersachsen-Mitte. Dann bekommen Beschäftigte, die an Schüttellähmung erkrankt sind, Unterstützung von der gesetzlichen Unfallversicherung: Die Hilfe der Berufsgenossenschaft reicht von guter medizinischer Versorgung bis zu Geldleistungen“, so Stephanie Wlodarski. Das gelte neben Menschen, die in der Landwirtschaft gearbeitet haben, beispielsweise auch für Beschäftigte im Gartenbau und im Forst.

Gefahren lauerten allerdings auch in der Floristik. Und sogar auf dem Bau: „Denn auch bei Sanierungsarbeiten wird mit Pestiziden gearbeitet. Vielen ist gar nicht bewusst, wo überall Pestizide zu finden sind. Gerade im Sanitärbereich kommen häufig Baustoffe mit Anti-Schimmelmitteln zum Einsatz. Und die enthalten oft Pestizide“, erklärt Stephanie Wlodarski von der IG BAU Niedersachsen-Mitte.

An die niedergelassenen Ärzte in Stadt und Region Hannover appelliert die Agrar-Gewerkschaft, Parkinson-Patienten gezielt anzusprechen, um abzuklären, ob es sich um eine Berufskrankheit handele. Die gesetzlichen Krankenversicherungen fordert die IG BAU Niedersachsen-Mitte auf, Parkinson-Patienten anzuschreiben und zu informieren. „Immerhin haben Patienten, wenn es um eine Berufserkrankung geht, die Chance auf eine intensive Betreuung und gute medizinische Versorgung, für die die Berufsgenossenschaft steht“, so Stephanie Wlodarski.

Die IG BAU-Bezirkschefin kündigt außerdem an, dass sich die Agrar-Gewerkschaft auch dafür einsetzen werde, dass mehr Betroffene die Anerkennung als Berufskrankheit bekommen: „Es geht vor allem um die, die nicht selbst Pflanzenschutzmittel gespritzt haben, die aber zum Beispiel in Gewächshäusern den Pestiziden ausgesetzt waren“, so Wlodarski.

Die Gewerkschafterin rät Menschen, die in gefährdeten Branchen arbeiten, sich bei Fragen an ihre jeweilige Berufsgenossenschaft zu wenden. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) habe extra eine „Parkinson-Hotline“ geschaltet: 0561 / 785 - 10350. Außerdem gebe die Berufsgenossenschaft Hinweise auf ihrer Homepage: https://www.svlfg.de/fa-parkinson-durch-pflanzenschutzmittel. 

Samstag, 2. Mai 2026

Outdoor-Klavier verstimmt, badende Hunde und echte Enten

Hannover. Das öffentliche Klavier vor der enercity-Zentrale am Glockseeplatz 1 ist verstimmt. Noch nichtmal ein Boogie Wooggie klingt darauf gut. So geht das aber nicht mit dem städtischen Kulturprogramm... 

Immerhin können bei Hitze die Hunde im niedrigen Marmorwasserbecken vorm Portal Abkühlung finden. Auch echte Enten (bei Regen schwimmt dort eine Plastikente) schätzen das Nass, sofern sie den Hunden ausweichen können... Menschen feuchten ihre Kleidungsstücke an. 

So hat jeder seins. Nur die Klavierspielenden nicht. ip

ipfotos 
Kann weg: das Klavier unterm Schnellweg am Moritzwinkel ist hinüber. Wie oft werden die Tasten desinfiziert?

Freitag, 1. Mai 2026

Mutters Alltagstipps. Dieses Mal: Der Türdurchgangseffekt

Als wir noch Kontakt zu unseren tierischen Artgenossen hatten, war die Welt übersichtlicher. Foto: F. Rutchi, 50 Jahre Renuwell, www.holzbutter.com
Der Doorway Effect (auch „Türdurchgangseffekt“) ist ein gut untersuchtes Phänomen aus der kognitiven Psychologie. Er beschreibt, dass Menschen häufig etwas vergessen, wenn sie einen Raum verlassen und einen anderen betreten – zum Beispiel: 

Du gehst ins Wohnzimmer, um etwas zu holen … und hast es plötzlich vergessen. Du stehst im neuen Raum und weißt nicht mehr, warum du hergekommen bist.

Die wichtigste Erklärung ist, dass das Gehirn Erinnerungen stark zusammenhangsabhängig speichert: Beim Durchschreiten einer Tür ändert sich der räumliche Kontext (neuer Raum = neues „Ereignismodul“ im Kopf). Das Gehirn „markiert“ diese Grenze oft als Gedächtnis-Neustart. Dadurch werden vorherige Gedanken/Pläne weniger aktiv im Arbeitsgedächtnis gehalten. Den Effekt kann man nicht komplett ausschalten, aber im Alltag deutlich reduzieren. Die Idee ist: Du hilfst deinem Gehirn, den „Gedankenfaden“ stabil zu halten, auch wenn sich der Zusammenhang (Raum) ändert.

1) Absicht laut oder bewusst wiederholen: Wenn du etwas holen willst:„Ich gehe in die Küche und hole das Glas.“

2) Übergänge bewusst „überbrücken“. Beim Losgehen kurz aktiv an die Aufgabe denken: nicht automatisch aufstehen und loslaufen, sondern 2–3 Sekunden die Absicht halten („Was genau mache ich?“). 

3) Keine unnötigen Unterbrechungen! Der Effekt tritt häufiger auf, wenn du abgelenkt bist (Handy, Gespräche) mehrere Aufgaben gleichzeitig planst→ Multitasking reduzieren hilft sehr.

4) Gedächtnisstützen nutzen! Wenn etwas wichtig ist: innerlich visualisieren (z. B. „Schlüssel auf dem Tisch“) oder kurz im Kopf „abspielen“, wo du es ablegen/holen willst. 

5) „Wenn–Dann“-Pläne bilden. „Wenn ich in die Küche komme, dann nehme ich das Glas vom Tisch.“

6) Langsamer durch Türen gehen (kleiner Trick, aber hilfreich). Beim Durchqueren einer Tür kurz einen Moment bewusst bleiben: nicht auf Autopilot wechseln, sondern kurz „innehalten“ im Gedankenstrom. 

Kurz gesagt: Der Doorway Effect passiert, weil dein Gehirn Räume als „Kapitelwechsel“ nutzt. Du verhinderst ihn, indem du ihn aktiv mental „mit über die Tür nimmst“.

Türen sind natürliche Grenzen zwischen solchen Ereignissen. Der Effekt passiert häufiger, wenn man abgelenkt ist oder mehrere Dinge gleichzeitig plant. Er ist kein Zeichen für schlechtes Gedächtnis.

Der Doorway Effect wird deutlich stärker, wenn dein Gehirn ohnehin „unter Druck“ steht. Die wichtigsten Verstärker sind:

🧠 1) Stress. Wenn du gestresst bist, arbeitet dein Gehirn stärker im „Schnellmodus“ und hat weniger Ressourcen fürs Arbeitsgedächtnis. Folge: Gedanken gehen schneller verloren.

2) Müdigkeit. Bei Schlafmangel sinkt die Fähigkeit, Informationen aktiv „festzuhalten“. Übergänge (wie Raumwechsel) wirken stärker störend. Deshalb passiert es abends oder nachts besonders oft.

3) Ablenkung (größter Faktor im Alltag): aufs Handy schauen beim Gehen, nebenbei reden oder Musik hören, gedanklich schon beim nächsten Thema sein. Dein Gehirn hat dann keinen stabilen Fokus, den es über die Tür „mitnehmen“ kann.

4) Multitasking / viele offene Gedanken. Wenn du mehrere Dinge gleichzeitig planst, konkurrieren diese im Arbeitsgedächtnis, beim Raumwechsel „gewinnt“ oft ein anderer Gedanke. 

Ergebnis: Du kommst im Raum an – aber mit dem falschen Gedanken.

5) Schwache Verknüpfung der Aufgabe:„Ich hol mal was…“ (unscharf) statt:„Ich hole mein Ladegerät aus dem Schlafzimmer“. Je vager die Absicht, desto leichter geht sie verloren.

6) Autopilot-Modus: Wenn du Dinge routinemäßig machst, läuft dein Verhalten automatisch, dein bewusstes Ziel wird weniger „mitgeführt“. Türen wirken dann wie echte „Reset-Punkte“. 

Dein Gehirn organisiert Erlebnisse nicht als endlosen Strom, sondern in „Episoden“ oder „Kapitel“. Ein Raumwechsel (z. B. durch eine Tür) ist dabei ein perfektes Signal:

Vorteil 1: Bessere Ordnung im Gedächtnis

👉 Ohne diese Trennung wäre alles ein chaotischer Mix.

🧹 Vorteil 2: Unwichtiges wird ausgefiltert

Beim Übergang in einen neuen Raum werden alte, gerade nicht mehr wichtige Gedanken abgeschwächt, dein Kopf wird „aufgeräumt“

👉 Das ist wie ein mentales Aufräumen.

⚡ Vorteil 3: Fokus auf das Hier und Jetzt. 

Der Effekt hilft dir, dich schneller an neue Situationen anzupassen, dich auf das zu konzentrieren, was im neuen Raum passiert. 

👉 Evolutionsbiologisch sinnvoll: Neue Umgebung = potenziell neue Gefahren oder Chancen.

🧬 Vorteil 4: Energie sparen. Das Gehirn ist effizient: Türen sind ein praktischer Hinweis: „Kontextwechsel → Speicher neu priorisieren“. Dass du dabei manchmal etwas vergisst, ist kein Fehler – sondern der Preis für ein System, das insgesamt sehr effizient arbeitet.

💡 Mini-Strategie für den Alltag: kurz stoppen, Ziel klar benennen, dann erst losgehen. Das reicht oft schon, um den Effekt massiv zu reduzieren. (ermittelt mit ChatGTP)

Erpressung zur Digitalität schreitet fort - KI als "Gott aus der Cloud"?

Hannover. Hast du mal keine Lust auf Online-Banking, sondern zu einem Abendspaziergang zur Sparkassenfiliale mit per Hand ausgefüllter Überweisung für den dortigen Briefkasten, wirst du mit 1,49 pro "Beleg"-Buchung auf dem Kontoauszug abgestraft. Also besser zuhause auf dem Hintern sitzen bleiben, das kommt billiger. 

Hinzu kommt in der Folge der erzwungene Kauf eines neuen Handys, falls dein altes in die Jahre gekommen ist, das neue dann aber mit dem ebenfalls älteren Multifunktionsdrucker nicht mehr kommunizieren kann, sprich: "Druckt nicht". Und auch das noch wunderbar funktionierende Tablet wird nicht mehr eingebunden...

Oder nehmen wir Bäckerei Göing am Schwarzen Bären, da kannste für Veganes nur digital bezahlen. Die sind ja so modern, auf der Höhe der Zeit...

Auf dem neuen Handy dann lauern schon komplett kostenlose Onlinekontoanbieter mit integrierter Bezahlfunktion ohne Karte sowie Wallet für Bitcoin und EFTs. Aber was, wenn im Bioladen kein Empfang ist? Am Besten kaufst du sowieso gleich ein zweites Android als Ersatzgerät dazu (frau hat ja sonst nichts zu tun?) und richtest es ein, falls mal etwas schief geht... Das Ganze so ganz im Sinne des Digitalindustriellen Komplexes! Widerstand zwecklos? 

Dazu meine Anmerkung: Wir befinden uns offensichtlich im Übergang von der Sprache zur weltweiten Digitalität aus 0 und 1. 

Palantir-Gründer Peter Thiel spricht als neuer "Gott" aus der "Cloud" zu uns. Ist das nun der Untergang des aus der Schrift entstandenen Bewusstseins, der Individualität? ip

ipfoto 

Unglücklich gewählte Metaphern: Was heißt denn hier "Cloud" ?

Die Apparaturen, die unsere Erde umrunden, haben nicht die geringste Ähnlichkeit mit einer Wolke. 

Die Hiroshima - Atombombe hieß "Little boy", eine konventionelle Bombe "Daisy (Gänseblümchen)-Cutter" . Was soll der Scheiß, diese Verniedlichung, während alles Natürliche, Lebendige abgeschafft wird? ip

TUMO: Digitale Kompetenzen außerhalb der Schule

Frankfurt hat jetzt eines und in Hannover ist für ca. 2027 ein TUMO + MINT Zentrum in der Innenstadt geplant.

Bei TUMO wird ausprobiert, gestaltet, gemeinsam gearbeitet, mit Profis aus Unternehmen, an echten Aufgaben, nah an der Praxis. So werden IT-Fachkräfte für morgen entdeckt, entwickelt und entfaltet. 

TUMO ist ein großer Schritt auf dem Weg zu mehr Chancengleichheit. Hier sind alle willkommen, die sich für Robotics, Gaming, Grafik-, Film- oder Musikproduktion interessieren und ihre Fähigkeiten entwickeln wollen. 

Sitz von TUMO Frankfurt ist das Nordwestzentrum. Zum Start Ende Mai können Jugendliche aus acht Bereichen wählen: Robotics, 3D-ModQelling, Animation, Game Development, Filmproduktion, Musikproduktion, Grafikdesign und Programmieren. Es stehen bis zu 1.000 Plätze zur Verfügung. Sämtliche Angebote sind kostenlos.

Das Konzept für TUMO stammt aus Armenien. Dort eröffnete 2011 das erste Zentrum. In den innovativen Lernzentren, die auf allen Kontinenten entstehen, erweitern Jugendliche im Alter von 12 (Kinderarbeit?) bis 18 Jahren außerhalb des Schulunterrichts ihre digitalen und kreativen Kompetenzen.

Dazu meine Anmerkung: wenn Merz die Syrer zurückschicken will, zeigt das nur, dass er sich völlig außerhalb der AlltagsRealität bewegt. Syrische Kinder können ohne Weiteres Werbeeinblendungen von seriösen Beiträgen unterscheiden und computermäßig ihren Papa belehren. 

Dieses Potential entgeht Merz aufgrund seiner politischen Anbiederung an AfD-Werte. Außerdem hat schon der Porschefahrer und Volkswirt Prof. Lothar Hübl von der Universität Hannover eine schwungvolle Schattenwirtschaft ausdrücklich begrüßt. ip