Mittwoch, 6. Mai 2026

Großes Interesse an Munitionsaltlasten in der Nordsee

Bremerhaven.Für die Menschen auf Wangerooge ist die militärische Vergangenheit der Insel allgegenwärtig. Bombentrichter, alte Bunker und militärische Anlagen zeugen von dieser Zeit. Aber nicht nur auf der Insel, sondern auch im Meer finden sich militärische Altlasten, hauptsächlich von Verklappungen nach dem zweiten Weltkrieg. 

Durch die Strömung landen die Munitionsreste regelmäßig an unseren Stränden, wie die Bewohner*innen von Insel und Küste am besten zu berichten wissen. 

Auf großes Interesse stießen auch deshalb die Informationsveranstaltungen vom Projekt REMARCO des Deutschen Schifffahrtsmuseum und Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark-Haus und der evangelischen Kirche auf Wangerooge. 

Das Projekt REMARCO beschäftigt sich mit der Überwachung, Risikobewertung und Altlastensanierung von Munition in der Nordsee. Es wird über den aktuellen Stand informiert, diskutiert und ausgetauscht. Die starke Resonanz zeigt, wie relevant das Thema für Bewohner*innen und Gäst*innen auf Wangerooge ist. 

Auf der Insel existieren enormes lokales Wissen und werden praktische Maßnahmen durchgeführt. Aber es wird auch Handlungsbedarf gesehen, das Bewusstsein für das Thema weiter zu schärfen und politische Maßnahmen anzuregen, die die aktuelle (Umwelt-)Problematik, auch in Bezug auf gegenwärtige Kriege, thematisieren.

Das Team im Museumshafen ist komplett und nimmt volle Kraft in Richtung Zukunft: Die neue Leiterin Nina Nustede und die Technische Mitarbeiterin Jessica Langer

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