Samstag, 27. Juni 2026

Hitze-Frankreich und seine Atomkraftwerke

Es gibt zwei Haupttypen von Kühlsystemen: Durchlaufkühlung

Das Kraftwerk entnimmt Wasser aus einem Fluss oder dem Meer.

Das Wasser nimmt Wärme auf.

Anschließend wird es – einige Grad wärmer – wieder zurückgeleitet.

Kühlturmkühlung Das Flusswasser dient hauptsächlich dazu, den Kühlkreislauf zu ergänzen.

Der größte Teil der Wärme wird über Kühltürme an die Luft abgegeben.

Dabei verdunstet ein kleiner Teil des Wassers.

Was passiert bei einer Hitzewelle?

Es gibt mehrere Probleme: Die Flüsse sind wärmer. Warmes Wasser kühlt den Reaktor weniger effizient.

Der Wasserstand sinkt. Es darf nicht mehr Wasser entnommen werden als ökologisch vertretbar ist.

Umweltschutzgrenzen. Das zurückgeleitete Wasser darf den Fluss nicht über zulässige Temperaturen hinaus erwärmen, um Fische und andere Wasserlebewesen zu schützen.

Müssen die Reaktoren dann abgeschaltet werden?

Ja. Der Betreiber Électricité de France reduziert dann die Leistung einzelner Reaktoren oder nimmt sie zeitweise vom Netz. Das ist in heißen Sommern bereits mehrfach passiert, etwa entlang der Flüsse Rhône und Garonne.

In Ausnahmefällen können die Behörden vorübergehend höhere Einleittemperaturen erlauben, wenn die Versorgungssicherheit als besonders wichtig angesehen wird. 

Geht den Kraftwerken das Kühlwasser aus?

Komplett ausgehen würde das Kühlwasser normalerweise nicht. Selbst wenn ein Reaktor abgeschaltet ist, muss er weiterhin gekühlt werden. 

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