Freitag, 12. Juni 2026

40 Jahre Eurocities: Vier Jahrzehnte Zusammenarbeit für starke Städte

Utrecht. Mit ihrer Jahreskonferenz in Utrecht hat das europäische Städtenetzwerk Eurocities diese Woche sein 40-jähriges Bestehen gefeiert. Seit seiner Gründung im Jahr 1986 hat sich Eurocities von sechs Gründungsstädten, darunter Frankfurt am Main, zu einem Netzwerk von mehr als 220 europäischen Großstädten entwickelt. Ziel des Zusammenschlusses ist es, den Austausch bewährter Lösungen zu fördern und die Interessen der Städte gegenüber den EU-Institutionen wirksam zu vertreten.

Frankfurt war gemeinsam mit Barcelona, Birmingham, Lyon, Mailand und Rotterdam eine der sechs Gründungsstädte von Eurocities. Noch vor der Gründung von Eurocities hat sich Frankfurt im Jahr 1970 mit seinen drei Partnerstädten Lyon, Birmingham und Mailand in einem „Viererbund“ zusammengeschlossen.

Die Gründung von Eurocities zeigte das Bestreben, den Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen den Städten besser zu koordinieren. Das Netzwerk ermöglicht Städten einen engen Austausch zu Zukunftsfragen wie beispielsweise Klimaschutz, Digitalisierung, sozialem Zusammenhalt und Bürgerbeteiligung. Gleichzeitig stärkt es die Rolle der Kommunen in der europäischen Politik und erleichtert die Zusammenarbeit bei gemeinsamen Projekten und Förderprogrammen.

Mit Blick auf den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) 2028 – 2034 der Europäischen Union haben die deutschen Städte zusammen mit Eurocities im vergangenen Jahr in einem gemeinsamen Schreiben an Bundeskanzler Friedrich Merz eine stärkere Berücksichtigung kommunaler Belange in der EU-Finanzpolitik gefordert. 

In ihrem Schreiben forderten die deutschen Städte unter anderem: die feste Verankerung von Städtekapiteln im MFR, einen direkten Zugang zu Fördermitteln der EU und die Beteiligung der Städte in allen Programmphasen. 

Viele dieser Forderungen finden inzwischen Unterstützung im Europäischen Parlament. Nun liegt der Ball beim Europäischen Rat, der den Finanzrahmen einstimmig annehmen muss.

Dazu meine Anmerkung: Die Utrechter Baufirma Bredero hat mit ihrem Brutalismushochhaus (Sichtbeton) hinterm hannoverschen Hauptbahnhof (und Segeltouren in der Ägäis für Journalisten?) entscheidend dazu beigetragen, dass "Hinterm Bahnhof" bis heute "Hinterm Bahnhof" geblieben ist. Solche Fehler wie die Bahnhofsproblematik finden sich in vielen europäischen Städten, auch hier könnte eine verstärkte Zusammenarbeit von Vorteil sein.

2006 übernahm das niederländische Unternehmen Maxime Invest das Gebäude. Seither gibt es Probleme bei der Finanzierung und Gebäudenutzung, sodass 14 Geschäftsetagen leer stehen und eine Investitionsruine darstellen. Nach kontroverser Diskussion sollten 2008 verschiedene niedersächsische Gerichte als Mieter in das Hochhaus einziehen, was am Widerstand der Beschäftigten scheiterte. Auch gab es Überlegungen der Oberfinanzdirektion Niedersachsen, mehrere Landesbehörden, wie die Landesschulbehörde und Teile des Landessozialamtes, im Bredero-Hochhaus unterzubringen. 2011 plante die Stadt Hannover, im Bredero-Hochhaus künftig das Bürgeramt Mitte und die Kfz-Zulassungsstelle zusammenzulegen was 2012 an den Verhandlungen mit dem Eigentümer scheiterte. Foto: Axel Hindemith • Public domain

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