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Montag, 5. Dezember 2011
Montag, 7. November 2011
84 Prozent aller Bürger befürchten Egoismus und Verlust des sozialen Zusammenhalts
Aktuelle Umfrage des AWO Sozialbarometers Hannover. 84 Prozent aller befragten Bürger befürchten laut AWO Sozialbarometer ein egoistisches Deutschland. Nur 13 Prozent dagegen glauben, dass die Gesellschaft in den kommenden fünf Jahren eher solidarischer wird. "Die Bürger haben offensichtlich ein starkes Gespür für tiefgreifende Veränderungen", so der AWO Bezirksvorsitzende Axel Plaue. "Ihr Glaube und das Vertrauen in die soziale Gestaltungskraft von Politik und Gesellschaft sind scheinbar verloren gegangen." Natürlich sei den Bürgern klar, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise nicht ohne Folgen für die deutsche Haushaltspolitik und damit auch für sie bleiben werde. "Angesichts der unsozialen Politik der letzten Jahre fürchten sie jedoch eine ungerechte Lastenverteilung", betont Plaue. Die wachsende Spaltung zwischen Arm und Reich ist eines der größten gegenwärtigen Probleme. "Wenn es den Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nicht gelingt, gemeinsam diese Spaltung zu bekämpfen, hat dies unabsehbare Folgen auf das demokratische Gemeinwesen insgesamt", so Plaue weiter. Schon jetzt hänge gute Bildung, angemessener Wohnraum, stabile Gesundheits- und Altersvorsorge und damit eine Zunahme der Teilhabechancen maßgeblich vom Geldbeutel ab. "Die Politik der Bundesregierung darf diese Entwicklung nicht noch weiter verschärfen", fordert die AWO. *Die AWO fragte 1.000 Menschen: Wenn Sie einmal an die kommenden 5 Jahre denken, glauben Sie, dass die deutsche Gesellschaft a) eher solidarischer wird und der soziale Zusammenhalt zunimmt oder dass jeder eher seinen eigenen Vorteil sucht, es mehr Egoismus geben wird? oder dass sich nicht viel verändern wird? Die Studie wird von TNS-Infratest durchgeführt. Weitere Informationen unter www.awo-sozialbarometer.org
Dienstag, 18. Oktober 2011
SPD-Ratsfraktion Hannover: „Hannover kann von Frauenquote profitieren“
Die hannoversche SPD-Ratsfraktion geht beim Thema Frauenquote mit gutem Beispiel voran. „Mehr als 48 Prozent unserer Aufsichtsratsposten haben wir mit Frauen besetzt“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Klie. „Denn auch wenn sich die Bundesregierung nicht auf eine einheitliche Linie einigen kann, sollen Frauen in Hannover gute Karrierechancen bekommen. Unsere Frauen tragen mit ihrer Sichtweise dazu bei.“
Die gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion Regina Fischer bezeichnet es als enttäuschend, dass es bei dem Gespräch am Montag zu keiner gemeinsamen Linie der DAX-Unternehmen und der Bundesregierung gekommen ist: „Allerdings war eine Einigung auch kaum zu erwarten, wenn sich schon die Bundesregierung nicht auf eine Position einigen kann.“ Dabei sei eine Frauenquote auch für Hannover wichtig: „Zwar haben wir mit der TUI und Rossmann zwei Unternehmen, die die geforderte Quote von 40 Prozent knapp erfüllen bzw. deutlich darüber liegen, doch in den Aufsichtsräten und Geschäftsführungen sind Frauen durchweg unterrepräsentiert.“
Auf Antrag der SPD-Ratsfraktion wird es deswegen eine öffentliche Anhörung zum Thema „Frauen in Führungspositionen“ geben. Dabei werden Fachleute aus Betrieben mit städtischer Beteiligung mit Expertinnen diskutieren, wie Frauen der Aufstieg in die oberen Führungsebenen ermöglicht werden kann, welche Maßnahmen bislang erfolgreich waren und an welchen Stellen Verbesserungen nötig sind. Bislang liegt der Anteil von Frauen in der ersten Führungsebene bei 0 Prozent, in der zweiten Führungsebene bei 26,9%, in der Dritten bei 16,7% und in der vierten Ebene bei 23,6%.
Dies ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.
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