Posts mit dem Label city-zeitung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label city-zeitung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 16. April 2010

frau tut, was ihr möglich bleibt

zum amtsantritt von merkel habe ich ihr geschrieben, sie aufgefordert, unsere arbeitslosen jugendlichen nicht im kriegsdienst zu verheizen, und dies auch in meiner zeitung veröffentlicht.
ich ahnte schon, wie es kommen könnte in afghanistan.
besonders "männer" ("richtige") werden das jetzt vielleicht naiv nennen und wiedermal ihr hohngelächter anstimmen.
wenn man aber bedenkt, dass die agenda von attac heute praktisch als mögliche vorlage zur finanziellen sanierung großbritanniens verwendet wird, so wirft das ein trauriges licht auf die doch so oppositionsfeindliche etablierte politik.
nach 9/11 konnte ich mich mit meiner zeitung im umfeld des in hannover lebenden bundeskanzlers, der mangels innenpolitischer erfolge offensichtlich eine wirksame strategie für die bevorstehenden wahlen brauchte, rechtzeitig für eine verweigerung des kriegseinsatzes im irak einsetzen.
man tut eben, was man kann, diesen satz könnte ich eigentlich der antidiskriminierungsstelle in berlin melden und gleichstellung der frau in der sprache einklagen.

Dienstag, 3. Februar 2009

die ratio sagt....


Ratiopharm-Inhaber Merckle glaubte offensichtlich nicht an die Werbesprüche seiner u.a. mit Psychopharmaka dealenden Firma.
Er zog es vor, sich vor den Zug zu werfen.
Denn Mirtazapin beispielsweise hätte ihn zwar betäubt, aber dennoch wären ihm die enttäuschten Blicke der Nachbarn und Stammtischbrüder in seinem kleinen geliebten Heimatort unerträglich gewesen. Merckle ein Zocker, wer hätte das geglaubt?...so ungefähr muss es durch seinen kopf geschallt haben.
der mann an sich ist schlecht im reagieren auf ohnmachtsgefühle, das wird im film "yella"deutlich, auch arthur miller hat es schon frühzeitig nach der 30er-jahre-depression im tod des handlungsreisenden thematisiert (death of a salesman), ein anderer autor im steidl-verlag und ich in meiner city-zeitung.
wirklichkeit hängt von wahrnehmung ab und die ist immer subjektiv. männer, vergesst eure "ratio" und die mittelchen von ratiopharm, und zeigt das selbst-vertrauen, euch, euren nachbarn und freunden, eurer familie, euren mitarbeitern, und vor allem auch den von ihren makabren überroll-erlebnissen schwer traumatisierten zugführern (an die denkt meist gar keiner) zusätzliche schocks zu ersparen, und gesteht einfach eure ohnmacht, unfähigkeit und schwäche ein.
nur das gibt nämlich die kraft für ein besseres leben.