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Montag, 9. Februar 2026

Bertha von Suttner: Krieg ist kein Heldentum, sondern menschliche Katastrophe. Buddha: ergreife keinen Beruf, der anderen schadet (z. B. Waffenhandel, Betrug).

Bundeskanzler Konrad Adenauer hat sich seinerzeit erfolglos stark gemacht für eine Wiedervereinigung Deutschlands... Inzwischen mutierte die Münchener Sicherheitskonferenz zur internationalen Rüstungs-Messe und zum Frohlocken der Deutschen Bank, Commerzbank, KfW, sowie EIB über massenhaft locker gemachte flüssige Gelder und zu erwartendes "Wachstum". Welch eine perverse Welt. 

Milliarden-Beträge für gemeinsame Firmengründungen von Hensoldt bis Helsing, Expansion von Rheinmetall, Lenkwaffenallianzen, Unterwasserdrohnen, Börsengänge im Rüstungs-Sektor, Bundeswehrsatelliten, machen Europa zur Kapitalmarktunion mit Kernbereich Rüstung. Eurobonds sind geplant. iptextfoto

Mittwoch, 15. Oktober 2025

Die machtlose Bevölkerung geht drauf?

Der ehemalige Staatssekretär Willy Wimmer hat es bereits aufgedeckt, und ich habe lange vor diesen Jüngelchen, die das nun erneut darstellen, darüber berichtet: Washington liebt das Planspiel, Deutschland in Gefahr zu bringen, auch um aus der wirtschaftlichen Schuldenmisere herauszukommen. Schon während der Regierung Kohl hatten die USA Eskalationsideen zu solchen Übungen. 

Rüstungs-Krebswachstum statt normaler wellenförmiger Zyklen und Kooperationen sollen nun retten. Das kann nicht funktionieren. Aber die machtlose Bevölkerung der "Bananenrepublik" Deutschland geht in Kriegen drauf?

Während unsere alliierten Beschützer (nach der Strafzerbombung Deutschlands zum Ende des 2. Weltkriegs und darauf folgendem Marshallplan, Carepaketen usw.) nun von uns Militarisierung verlangen, entwickeln sich die "Werkbänke" Chinas mit Russland als Energielieferant emanzipiert. ip

Montag, 7. Juli 2025

Der amerikanische Vermögensverwalter Blackrock ist aktuell der größte Aktionär bei Rheinmetall

An der Benno-Ohnesorg-Brücke Hannover angekündigtes Protestcamp wurde verboten:

Gegen Protestierende hat die Polizei zwar ein paar höllisch schmerzende Kunstgriffe in die Flanken in petto, wird aber inzwischen immer aggressiver selbst angegriffen. 

Ingeburg Peters: "Der Kapitalismus zehrt den steuerzahlenden, zinsgeplagten Mittelstand als einzige Produktivkraft aus. 

Schon John Pierpont Morgan (JP Morgan sen.) verkaufte seinerzeit in Amerika nicht funktionierende Schrottgewehre mit Riesengewinn. Dies wurde dann für viele Waren Standard: 'Hauptsache Umsatz' bleibt die Devise. Samuelson beschrieb es in seinen Wirtschaftslehrbüchern: Kaufen und gleich wegwerfen erhöhe das Bruttosozialprodukt. Wer also Wirtschaft studiert, kann damit Millionen machen. 

Inzwischen können die Billionäre für weiteren Macht(Gewinn) nur noch Waffen produzieren, wodurch die produktive Bevölkerung weiter schrumpft und letztlich in Armut und Tod getrieben wird.

Aber auch diese "netten Leute" und "Wohltäter" werden immer verzweifelter, weil sie bald für ihr vieles Geld nichts mehr kaufen können, denn die gigantischen Rüstungsausgaben vereiteln sinnvolle Produktion.

Schafft Kapitalismus und Kommunismus ab! Ich will keine Weltregierung und keine Weltrevolution und keine Kanzlerregierung. Jagt die Parteien zugunsten direkt gewählter Abgeordneter aus den Parlamenten! Verhindert Terror, von welcher Seite er auch immer kommt!

Gewalt erzeugt Gegengewalt, die ihr früher oder später überlegen wird. Die Gütigkeit aber verstärkt sich selber, indem sie Gütigkeit hervorruft (A. Schweitzer).

Nur eine  einvernehmliche, kooperative Tauschgesellschaft kann überleben, mit modernsten Mitteln müsste sie möglich sein! Silvio Gesell (Jutta Ditfurth identifizierte ihn allerdings als Faschisten, John Maynard Keynes nannte Gesell hingegen in seiner General Theory einen „übersehenen Propheten“), Helmut Creutz, Bernhard Litaer, Margrit Kennedy, auch ich, und vor uns Goethe, haben vor der rein abstrakten Explosion der Geldmenge gewarnt, die nur wenige reich und immer mächtiger macht. Während der Bayerischen Räterepublik (1919) war Gesell für wenige Tage Finanzminister. Nach dem Scheitern wurde er verhaftet, später aber freigesprochen.

Wendet euch Leistungen zu, die nicht mit Geld verbunden sind.  Sonst droht die Auslöschung der Menschheit. 

Der zweite Hauptfehler im kapitalistischen System liegt darin, dass eingetragene Firmen, und bald auch die Künstliche Idiotie, juristische Personen sind, also rechtlich wie Menschen behandelt werden. Das ermöglicht "Finanzratgebern", mal lächelnd ein Einkaufszentrum sterben zu lassen, oder dauernd GmbHs, KGs usw. in die Pleite zu schicken. Stiftungen gelten auch als solche "Personen". Wenn die "sterben", werden sie letztendlich dem Staat zugeschlagen. Trump will jetzt die Wikipedia-Stiftung fertig machen, während die KI's dort laufend absahnen. Mir wurde von einer KI eine falsche und zu teure Zugverbindung genannt. Erst der nette Schaltermensch am Bahnhof konnte korrigieren, dass da wohl ein beworbenes "günstiges Angebot" gesponsert worden war. Genau das wirft aber Trump Wikipedia vor, der gemeinnützigen Organisation, die uns so lange Zeit so korrekt wie möglich informierte. Homo homini lupus?  Die konkurrienden Ki-Firmen zerfleischen sich gegenseitig wegen der winkenden Gewinne. 

Es musste wohl wiedermal ein Rapper sein, der jetzt vor laufenden Kameras aussprach: Lieber besetzt sein als tot. Zur derzeitigen Rüstungssituation: Rüstungs-Spitzen sind Armin Papperger (Rheinmetall), Oliver Dörre (Hensoldt), Verteidigungsminister Boris Pistorius, Michael Schöllhorn (Airbus Defence), Gundbert Scherf (Helsing). Im niedersächsischen Unterlüß baut der Konzern Rheinmetall eine große Munitionsfabrik. Seit Mitte Juli dieses Jahres darf die Salzgitter AG Spezialstahl für Panzer, Kriegsschiffe und Bunker produzieren. Und das sind nur zwei Beispiele aus Niedersachsen, angefordert sind auch die Zulieferer. Good night, Germany pride. ip

Dienstag, 5. März 2024

Deutschland als Knecht der Rüstungs-Schmarotzer


Wikipedia: Daron Acemoglu und James A. Robinson haben festgestellt, dass es bei den Wirtschafts- und Sozialordnungen eine große Bandbreite gibt, die von inklusiven bis zu extraktiven Systemen reicht. Inklusive Systeme zeichnen sich aus durch eine breite aktive Beteiligung der Bürger in Wirtschaft und Politik, die Förderung der Ausbildung, der Wissenschaft und der unternehmerischer Initiative, die persönliche Freiheit bei der Wahl der Ausbildung und der Berufswahl, ein breit verteiltes Wissen der Bürger, die Existenz von persönlichem Eigentum usw. Hinzu kommt ein allgemein verbindliches Rechtssystem und eine zentrale Institution, die Ordnung und Recht gewährleistet, eine Vielfalt im wirtschaftlichen Wettbewerb ohne Beschränkung des Zugangs zu den Märkten usw. Alle Menschen haben dadurch einen Anreiz, für sich selbst und die Gesellschaft etwas zu tun, weil sie wissen, dass sie unmittelbar oder mittelbar selbst davon profitieren. Inklusive Systeme sind symbiotische Systeme.

Bei extraktiven Systemen konzentriert sich Macht, Reichtum und Wissen auf eine kleine selbsternannte Elite, die i. d. R. nicht besonders gut qualifiziert ist, denn sie ist meist durch Geburtsrecht oder Parteibuch an die Spitze gekommen. Sie wird auch nicht kontrolliert, denn es gibt keine Gewaltenteilung; Legislative, Jurisprudenz und Exekutive sind in der Hand der Elite. Die Bürger werden mehr oder weniger als Sklaven des Systems erzogen und behandelt, es gibt kein oder nur ein sehr geringes Privateigentum, der Zugang zum Beruf wird z. B. durch Zünfte beschränkt, unternehmerische Initiativen unterdrückt, Märkte monopolisiert usw. Dadurch fehlt in einem extraktiven System für die allermeisten Menschen der persönliche Anreiz und die Motivation, mehr als das allernotwendigste zu tun. Allgemeine Bildung, Fortschritt und Innovation wird von der Elite unterdrückt, weil dadurch ihre Macht gefährdet werden könnte. Wegen der großen sozialen Unterschiede zwischen den vielen ganz Armen und den wenigen ganz Reichen sind extraktive Sozialordnungen sehr viel konfliktträchtiger als inklusive. Sie sind deshalb weniger stabil, und ihre Aufrechterhaltung erfordert einen großen militärischen und finanziellen Aufwand. Extraktive Eliten sind – naturwissenschaftlich gesehen – Schmarotzer.


Dienstag, 6. Februar 2024

Das neue Ja(hr) fällt schon jetzt sehr schwer

Nachzulesen im Stadtarchiv Hannover

40 Jahre vor #GretaThunberg war ich an all den wichtigen Themen dran, musste mir aber vor allem Männer zum Transport meiner Ideen aussuchen. Aber selbst Greta antichambriert heute vom Dalai Lama bis Sir Attenborough meist bei alten weißen Männern,die nichts erreichen. Ipideenfoto

Mittwoch, 2. Februar 2011

Zur Lage im Nahen Osten

Laotse soll im 6. Jahrhundert v. Chr. gelebt haben, das von Unruhen und Kriegen geprägt war. Er schrieb das Tao te King nieder, aus dem die folgenden Zitate stammen:
* Hinter den Kämpfen her kommen immer Hungerjahre. Darum sucht der Tüchtige nur Entscheidung, er wagt nicht, durch Gewalt zu erobern.
* Je mehr die Menschen scharfe Geräte haben, desto mehr kommen Haus und Staat ins Verderben.
* Woher weiß ich, daß es also mit der Welt steht? je mehr es Dinge in der Welt gibt, die man nicht tun darf, desto mehr verarmt das Volk.
* Dass das Volk hungert,kommt davon her, dass seine Oberen zu viele Steuern fressen; darum hungert es.

* Dass das Volk den Tod zu leicht nimmt,kommt daher, dass seine Oberen des Lebens Fülle zu reichlich suchen.
* Wo jeder ein scharfes Schwert trägt; wo man heikel ist im Essen und Trinken, Güter im Überfluss sind, herrscht Verwirrung, nicht Regierung.

* Rennen und jagen machen der Menschen Herzen toll. Seltene Güter machen der Menschen Wandel wirr. Besser: Nahrung zu suchen bei der Mutter.
*Wer sinnvoll einem Menschenherrscher hilft, vergewaltigt nicht durch Waffen die Welt, denn die Handlungen kommen auf das eigene Haupt zurück. (ip)

Sonntag, 30. Januar 2011

Ohne Rüstung Leben (ORL)

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK):
Kampagne gegen Rüstungsexport bei Ohne Rüstung Leben (ORL)und RüstungsInformationsBüro (RIB e.V.)

++ Friedensorganisationen kritisieren „aktuelle Verdoppelung der Waffenexporte an das diktatorische Regime in Ägypten“ ++
++„Ägypten ist als Entwicklungsland bedeutendster Empfänger deutscher Waffen“ ++
++ Grässlin und Russmann fordern „sofortigen Rüstungsexportstopp für Ägypten und alle anderen menschenrechtsverletzenden Staaten“ ++

Frankfurt / Freiburg / Stuttgart, 30. Januar 2011 - In Ägypten ist seit dem Jahr 1981 die Notstandsgesetzgebung ununterbrochen in Kraft, die Menschenrechtslage katastrophal.[#1] Mit der Waffengewalt staatlicher Sicherheitskräfte, die selbst massiv an Menschenrechtsverletzungen beteiligt waren und sind, konnte sich das diktatorische Regime in Kairo drei Jahrzehnte lang an der Macht halten. Derzeit riskieren Ägypterinnen und Ägyptern ihr Leben, indem sie ihren Protest gegen das diktatorische Regime unter Hosni Mubarak öffentlich artikulieren. Ägyptische Polizisten schießen auf weit überwiegend friedliche Demonstranten, mehr als hundert Menschen sind bereits ums Leben gekommen.
Bundesaußenminister Guido Westerwelle erklärte, „der Weg zur Stabilität führt über die Wahrung der Menschen- und Bürgerrechte“.[#2] Erklärungen wie diese „wirken heuchlerisch angesichts der Tatsache, dass Deutschland zu den Hauptwaffenlieferanten der diktatorischen Machthaber in Ägypten zählt“, sagte Jürgen Grässlin, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.). Der Freiburger Rüstungsexperte warf der Bundesregierung vor, dass sie 2009 gegenüber dem Vorjahr „mehr als eine Verdoppelung der Lieferungen von Waffen und Rüstungsgütern an Ägypten genehmigt“ habe. So sei der Genehmigungswert von 33,6 Millionen Euro (2008) auf 77,5 Millionen Euro (2009) „dramatisch gesteigert worden“.
„Die Einzelgenehmigungen für ‚Kleinwaffen’ sind aufgrund der hohen Opferzahlen besonders folgenschwer.", so Jürgen Grässlin. Die für ihre rücksichtslose Vorgehensweise bekannte ägyptische Polizei verfüge über Maschinenpistolen des Typs MP5, entwickelt von Heckler & Koch in Oberndorf. Allein im Jahr 2009 habe Ägypten weitere 884 Maschinenpistolen und Bestandteile im Wert von 866.037 Euro erhalten.[#3]

„Die Machthaber in Kairo erhielten Teile für Panzer, gepanzerte Fahrzeuge, militärische Landfahrzeuge und Kommunikationsausrüstung“, erklärte Paul Russmann, Sprecher der Kampagne gegen Rüstungsexport bei Ohne Rüstung Leben (ORL). Insgesamt sei „Ägypten mittlerweile sogar das bedeutendste Empfängerland in der Liste der aus Deutschland belieferten Entwicklungsländer“.
Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) stufte Ägypten in ihrem Rüstungsexportbericht 2009 als „problematisches“ Empfängerland ein. Die dortige Menschenrechtssituation sei laut Bericht der beiden großen christlichen Kirchen „sehr schlecht“, die Gefahr der Unverträglichkeit von Rüstung und Entwicklung sei „groß“.[#4] „Angesichts der katastrophalen Menschenrechtslage hätte Ägypten unter
Diktator Mubarak niemals Waffen aus Deutschland und anderen Ländern erhalten dürfen“, erklärte ORL-Sprecher Paul Russmann.
Grässlin und Russmann forderten die Bundesregierung auf, „mit sofortiger Wirkung einen Rüstungsexportstopp gegenüber Ägypten und allen anderen menschenrechtsverletzenden Staaten zu verhängen“.

Kontakt:
Jürgen Grässlin, Freiburg, Tel.: 0761-76 78 208, j.graesslin@gmx.de
Paul Russmann, Stuttgart, Tel.: 0176-28 04 45 23, orl-russmann@gaia.de


Websites:
Informationen über Rüstungsexporte siehe
www.rib-ev.de, www.dfg-vk.de, www.ruestungsexporte-stoppen.de,
www.juergengraesslin.com;

Rüstungsexporte an Ägypten siehe:
http://www.bicc.de/ruestungsexport/pdf/countries/2010_aegypten.pdf


Quellen:
#1 AMNESTY INTERNATIONAL REPORT 2010, Ägypten, S. 67 ff.
#2 Focus Online vom 26.01.2011
#3 Bericht der Bundesregierung über ihre Exportpolitik für
konventionelle Rüstungsgüter im Jahre 2008 (Rüstungsexportbericht 2008),
S. 106
https://www.dfg-vk.de/dateien/Ruestungsexportbericht_2008_der_BR_BT-DS17-1333.pdf
und Rüstungsexportbericht 2009 , S. 15, 24, 34, 110
(https://www.dfg-vk.de/dateien/Ruestungsexportbericht_der_BR_BT-DS17-4200.pdf)
#4 GKKE-Rüstungsexportbericht 2009, Fachgruppe Rüstungsexporte, S. 40
(https://www.dfg-vk.de/dateien/2009-REX-Bericht-GKKE.pdf)

Dienstag, 12. Oktober 2010

anlässlich der Wahl Deutschlands in den UN-Sicherheitsrat

Friedensorganisationen fordern von Bundeskanzlerin Merkel
eine internationale Abrüstungsinitiative im UN-Sicherheitsrat
zum Stopp aller Rüstungsexporte


Freiburg/Stuttgart/Frankfurt, den 12. Oktober 2010

Die Bundesrepublik Deutschland ist für zwei Jahre in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gewählt worden. In ihrer Charta haben sich die UN-Mitgliedsstaaten das Ziel gesetzt, „künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren“. Die Vereinten Nationen wollen ihre Kräfte vereinen, „um den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren“ (1).

„Von diesem selbst gesetzten Ziel sind die Vereinten Nationen heute sehr weit entfernt“, kritisierte Jürgen Grässlin, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Sprecher der Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD) und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.). „Anstatt konsequent zur Konfliktprävention und -deeskalation beizutragen, liefern allein die fünf Ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats rund 67 Prozent – also zwei Drittel – aller Waffen (2). Mit dem Export von Gewehren, Kampfpanzern, Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen gießen sie Öl ins Feuer kriegerischer Auseinandersetzungen in aller Welt.“

Nach den USA und Russland ist Deutschland mit einem Anteil von 11 Prozent der drittgrößte Weltwaffenexporteur. Mit der Wahl Deutschlands in den UN-Sicherheitsrat steigert sich der Gesamtanteil auf etwa 78 Prozent der weltweiten Waffenlieferungen – und damit auf mehr als drei Viertel. „Erst pumpen die Staaten des UN-Sicherheitsrats den Globus mit Kriegswaffen voll, anschließend entsenden sie ihre Armeen in so genannten ‚Friedensmissionen’ zum Einsammeln der eigenen Waffen. Diese Rüstungsexport- und Militärpolitik dient allenfalls den Profiten der Rüstungsindustrie, keinesfalls jedoch dem Weltfrieden“, so Paul Russmann, Geschäftsführer der Ökumenischen Aktion OHNE RÜSTUNG LEBEN (ORL).

Eine gleichsam unrühmliche Rolle spielt auch die Bundesrepublik Deutschland: „In gewaltigem Umfang lieferten und liefern Rüstungsunternehmen, wie Daimler/EADS, Heckler & Koch und andere, Waffen an kriegsführende und menschenrechtsverletzende Staaten“, so Russmanns Vorwurf mit Verweis auf die offiziellen Rüstungsexportberichte (Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung, GKKE-Rüstungsexportbericht 2009, S. 40 (3) und Rüstungsexportbericht 2008 der Bundesregierung, S. 19 ff. (4)).

Jürgen Grässlin begrüßte die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Deutschland wolle auf „viele Prozesse der Konfliktlösung Einfluss nehmen“ und zum weltweiten Frieden beitragen. Im Namen der vier Friedensorganisationen forderte Grässlin von der Bundeskanzlerin: „Als Mitglied des UN-Sicherheitsrats muss Deutschland die Chance nutzen und in den kommenden beiden Jahren eine langfristig angelegte internationale Abrüstungsinitiative starten. Wer den Weltfrieden wahren will, der muss Waffenexporte stoppen und sich zugleich für zivile Konfliktbearbeitungen stark machen.“

Quellen: (1) Präambel der UN-Charta, www.unric.org/de/charta
(2) www.sipri.org (3) GKKE 2009 http://www3.gkke.org/53.html
(4) http://bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/ruestungsexportbericht-2008,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf).

Dieser Artikel ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.

Mittwoch, 15. September 2010

Obszön

Dankenswerter Weise veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine gestern diese Information

Überschrift: Amerika bereitet Rüstungsgeschäft in Rekordhöhe vor

Vorspann: Nach Angaben des amerikanischen Verteidigungsministeriums hat Saudi-Arabien in großem Stil Kampfjets und Helikopter aus den Vereinigten Staaten bestellt. Die Aufträge könnten sich auf bis zu 60 Milliarden Dollar summieren.

Die Information ist wichtig, der Inhalt obszön, so hochgradig obszön, dass ich es kaum aushalten kann.
In allen Chat-Foren, an allen Stammtischen wird über Sarrazin geredet, die Gehirne der Medienkonsumenten werden gleichgeschaltet mit Belanglosigkeiten solcher Art.

Niemand schreit auf ob der Obszönität von 60 Milliarden fürs Töten. Wie soll man das seinen Kindern erklären?