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Montag, 7. Juli 2025

Der amerikanische Vermögensverwalter Blackrock ist aktuell der größte Aktionär bei Rheinmetall

An der Benno-Ohnesorg-Brücke Hannover angekündigtes Protestcamp wurde verboten:

Gegen Protestierende hat die Polizei zwar ein paar höllisch schmerzende Kunstgriffe in die Flanken in petto, wird aber inzwischen immer aggressiver selbst angegriffen. 

Ingeburg Peters: "Der Kapitalismus zehrt den steuerzahlenden, zinsgeplagten Mittelstand als einzige Produktivkraft aus. 

Schon John Pierpont Morgan (JP Morgan sen.) verkaufte seinerzeit in Amerika nicht funktionierende Schrottgewehre mit Riesengewinn. Dies wurde dann für viele Waren Standard: 'Hauptsache Umsatz' bleibt die Devise. Samuelson beschrieb es in seinen Wirtschaftslehrbüchern: Kaufen und gleich wegwerfen erhöhe das Bruttosozialprodukt. Wer also Wirtschaft studiert, kann damit Millionen machen. 

Inzwischen können die Billionäre für weiteren Macht(Gewinn) nur noch Waffen produzieren, wodurch die produktive Bevölkerung weiter schrumpft und letztlich in Armut und Tod getrieben wird.

Aber auch diese "netten Leute" und "Wohltäter" werden immer verzweifelter, weil sie bald für ihr vieles Geld nichts mehr kaufen können, denn die gigantischen Rüstungsausgaben vereiteln sinnvolle Produktion.

Schafft Kapitalismus und Kommunismus ab! Ich will keine Weltregierung und keine Weltrevolution und keine Kanzlerregierung. Jagt die Parteien zugunsten direkt gewählter Abgeordneter aus den Parlamenten! Verhindert Terror, von welcher Seite er auch immer kommt!

Gewalt erzeugt Gegengewalt, die ihr früher oder später überlegen wird. Die Gütigkeit aber verstärkt sich selber, indem sie Gütigkeit hervorruft (A. Schweitzer).

Nur eine  einvernehmliche, kooperative Tauschgesellschaft kann überleben, mit modernsten Mitteln müsste sie möglich sein! Silvio Gesell (Jutta Ditfurth identifizierte ihn allerdings als Faschisten, John Maynard Keynes nannte Gesell hingegen in seiner General Theory einen „übersehenen Propheten“), Helmut Creutz, Bernhard Litaer, Margrit Kennedy, auch ich, und vor uns Goethe, haben vor der rein abstrakten Explosion der Geldmenge gewarnt, die nur wenige reich und immer mächtiger macht. Während der Bayerischen Räterepublik (1919) war Gesell für wenige Tage Finanzminister. Nach dem Scheitern wurde er verhaftet, später aber freigesprochen.

Wendet euch Leistungen zu, die nicht mit Geld verbunden sind.  Sonst droht die Auslöschung der Menschheit. 

Der zweite Hauptfehler im kapitalistischen System liegt darin, dass eingetragene Firmen, und bald auch die Künstliche Idiotie, juristische Personen sind, also rechtlich wie Menschen behandelt werden. Das ermöglicht "Finanzratgebern", mal lächelnd ein Einkaufszentrum sterben zu lassen, oder dauernd GmbHs, KGs usw. in die Pleite zu schicken. Stiftungen gelten auch als solche "Personen". Wenn die "sterben", werden sie letztendlich dem Staat zugeschlagen. Trump will jetzt die Wikipedia-Stiftung fertig machen, während die KI's dort laufend absahnen. Mir wurde von einer KI eine falsche und zu teure Zugverbindung genannt. Erst der nette Schaltermensch am Bahnhof konnte korrigieren, dass da wohl ein beworbenes "günstiges Angebot" gesponsert worden war. Genau das wirft aber Trump Wikipedia vor, der gemeinnützigen Organisation, die uns so lange Zeit so korrekt wie möglich informierte. Homo homini lupus?  Die konkurrienden Ki-Firmen zerfleischen sich gegenseitig wegen der winkenden Gewinne. 

Es musste wohl wiedermal ein Rapper sein, der jetzt vor laufenden Kameras aussprach: Lieber besetzt sein als tot. Zur derzeitigen Rüstungssituation: Rüstungs-Spitzen sind Armin Papperger (Rheinmetall), Oliver Dörre (Hensoldt), Verteidigungsminister Boris Pistorius, Michael Schöllhorn (Airbus Defence), Gundbert Scherf (Helsing). Im niedersächsischen Unterlüß baut der Konzern Rheinmetall eine große Munitionsfabrik. Seit Mitte Juli dieses Jahres darf die Salzgitter AG Spezialstahl für Panzer, Kriegsschiffe und Bunker produzieren. Und das sind nur zwei Beispiele aus Niedersachsen, angefordert sind auch die Zulieferer. Good night, Germany pride. ip

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Keine der verhandelnden Parteien bietet Lösungen für die Gerechtigkeitskrisen unserer Zeit

Mit dem  Start der Ampel-Sondierungen ruft ein breites Bündnis aus sozialen Bewegungen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen vom 20. bis 29. Oktober 2021 unter dem Motto "Gerechtigkeit Jetzt!" zu Aktionstagen während der Koalitionsverhandlungen in Berlin auf. 

Neben Großdemonstrationen von Fridays for Future und Solidarisch geht anders! sind auch Blockadeaktionen zivilen Ungehorsams unter dem gemeinsamen Hashtag #IhrLasstUnsKeineWahl sowie eine Konferenz Teil der Aktionstage.
An den Protesten beteiligen sich außerdem das Aktionsbündnis Antira, Extinction Rebellion, Oxfam, Sea-Watch, Deutsche Wohnen & Co. Enteignen und Ende Gelände sowie mehr als ein Dutzend weitere Organisationen.

"Ob Mietenwahnsinn, Abschottungspolitik, extreme Ungleichheit oder das Verfehlen des Pariser Klimaschutzabkommens – keine der verhandelnden Parteien bietet Lösungen für die Gerechtigkeitskrisen unserer Zeit. Sie lassen uns keine Wahl: Wir müssen selbst für Veränderung und den notwendigen sozial-ökologischen Umbau sorgen.
Bereits die Wahlprogramme der Parteien waren laut unabhängigen Analysen vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und dem Konzeptwerk Neue Ökonomie unzureichend. So wurde etwa keines der Wahlprogramme der Einhaltung der 1,5-Gad-Grenze gerecht. Das Bündnis "Gerechtigkeit Jetzt!" kritisiert zudem, dass sich alle an einer möglichen Ampel- oder Jamaika-Koalition beteiligten Parteien gegen den Berliner Volksentscheid Deutsche Wohnen & Co Enteignen aussprachen. Sie stehen außerdem für eine menschenunwürdige Politik an den europäischen Außengrenzen bei weiterhin überfüllten Lagern.

"Von den Ampelgesprächen erwarten wir nichts als schmutzige Deals. Für den Anschein von Klimaschutz werden Menschenrechte im Mittelmeer weiter ausgesetzt und eine gerechte Umverteilung blockiert. Eine Koalition, die auf entfesseltes Wachstum setzt, ist Teil des Problems und nicht der Lösung. Wir müssen die Probleme an der Wurzel packen. Dafür brauchen wir ein Wirtschaftssystem,
dem Menschenleben und unsere Lebensgrundlage wichtiger sind als Profite Einzelner. Ein System, das auf Kooperation anstelle von Konkurrenz baut."

 


Sonntag, 24. August 2008

Die Weltgemeinschaft und das Abschlachten

Diese Mail kam heute von Monika Ganseforth, SPD:
Sehr geehrte Frau Peters,
ob ein Sommerbiwak in die Zeit passt, ist mir schon immer mehr als eine Frage gewesen.
Sie verbinden damit die Frage nach dem Sinn des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan.
Ich finde Ihr Unbehagen eindrucksvoll und ehrenwert, teile es aber nicht in dieser Form, was ich nur Ihnen kurz und ebenfalls nicht in erster Linie fachlich, sondern aus einer Grundauffassung schildern möchte.
Ich hoffe, dass zukünftig immer weniger einzelne Staaten gewalttätig aufeinander losgehen und immer mehr "Verbündete" mit einbeziehen, oder der "Stärkere" (wie die USA im Irak) unilateral seine Interessen oder was er für "Gerecht" hält, durchsetzt. Ich hoffe, dass es so etwas geben wird (und noch bedeutender wird), wie eine Weltverantwortung (UNO), die aber wohl nicht immer nur mit freundlichen Worten, sodern auch mit Militär vermitelt und eingreift.
Das verlangt aber, dass am Ende alle (auch wir) mitmachen und auch mit Militär.
Sie merken, ich bin keine Pazifistin, und ich glaube, dass auch wir unseren Beitrag zur Befriedung brennender Regionen leisten müssen.
Ich denke mit Schrecken an das, was z.B. im Burundi mit dem Abschlachten der Tutsi geschah, wie alle das kommen sahen und die Weltgemeinschaft weder vorher oder als es "brannte", mehr als gute Worte hatte (wie augenblicklich im Sudan).
Ich hatte mit Tutsi- und Hutu-Abgeordneten vor dem Völkermord zu tun und war danach im Land, sprach mit Opfern und Tätern (auch im Gefängnis) und kam zu dem Ergebnis: Die UNO muß versuchen, solches zukünftig zu verhindern (was in Jugoslawien wieder nicht gelang).
Nach meiner Ansicht ist das, was in dem schwierigen Land Afghanistan geschieht, der (zugegebenermaßen unvollkommene und verbesserungsfähige) Versuch, den Menschen (vor allem den Frauen, was mir- wie Sie mich kennen- sehr wichtig ist) zu helfen für eine friedliche Zukunft in dieser schwierigen Region. Gern würde ich diskutiern, was besser gemacht werden müßte und dass (aus meiner Ansicht) mehr Soldaten, mehr Geld, mehr Zivilisten eingesetzt werden müßten , um schneller und mehr Erfolg zu haben.
Wir haben in Deutschland eine "Parlamentsarmee", d.h. das Parlament, die "VolksvertreterInnen", müsen entscheiden. Das ist nicht einfach, wo wir doch alle gehofft haben, dass nach Ende des Kalten Kriegs die "Friedensdividende" zu verteilen ist.
Heute hörte ich eine Interview im Deutschlandfunk, dass vor allem die USA immer mehr "Private" z.B. im Irak finanzieren, die verschleiern, wieviele Soldaten eingesetzt werden, wieviel Amerikaner sterben und deren (Fehl)Verhalten nicht entsprechend öffentlich kontrolliert wird. Eine problematische Fehlentwicklung!
Ich kann Ihr Unbehagen verstehen, teile es auch zum Teil, komme aber zu anderen Schlüssen als Sie.
Ich hoffe, dass ich diese ´verständlich machen konnte.
Mit freundlichen Grüßen
Monika Ganseforth
Als ehemalige Neustädterin und dort ein Mitglied der Friedensbewegung ist mir die Rolle und die z.T. unrühmliche Geschichtez.B. des Fliegerhorstes bestens bekannt. Ich habe seinerzeit viel Ärger gehabt wegen meiner kritischen Haltung, mit der ich nicht "hinter den Berg" hielt.