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Montag, 16. Februar 2026

Sekundärtraumatisierung im Journalismus

Hannover. Journalistinnen verdrängen oft ihre eigene Betroffenheit bei traumatischen Erlebnissen, die sie während einer Berichterstattung erfahren. Sie finden es "geschmacklos", angesichts des Leides anderer Menschen auf sich selbst zu achten. 

Inzwischen ist die Situation auch im Inland derart brisant zugespitzt, dass ein Anruf bei der Trauma-Spezialistin Fee Rojas helfen kann...

0511 / 85 03 08 58 oder schreiben Sie eine e-Mail: post(at)fee-rojas.de. Auch die Biographiearbeit mit Dr. med. Susanne Hofmeister wird von ihr gepflegt.

Dazu meine Anmerkung: Journalismus ist schreiben, was ich sehe, was wahr ist (dic et scribe que vides et audis). Ein äußerst gefährliches Unterfangen in der derzeitigen Kriegs-Situation. ip

Dienstag, 6. Februar 2024

Das neue Ja(hr) fällt schon jetzt sehr schwer

Nachzulesen im Stadtarchiv Hannover

40 Jahre vor #GretaThunberg war ich an all den wichtigen Themen dran, musste mir aber vor allem Männer zum Transport meiner Ideen aussuchen. Aber selbst Greta antichambriert heute vom Dalai Lama bis Sir Attenborough meist bei alten weißen Männern,die nichts erreichen. Ipideenfoto

Donnerstag, 24. Juni 2021

Mein regionaler analoger Alltag in Journalismus und Performance, bevor Twitter & Co. aufkamen


Erst nachdem ich über das dem Brandschatzen freigegebene Mädchenhaus der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule in Hannover-Ahlem berichtet hatte, begann ein sagenhafter Aufstieg der Gedenkstätte dort. 

Die Schöpfungshoehe war erreicht bei meinem Vorschlag zur Beleuchtung des Heizkraftwerks #Hannover an den Vorstandsvorsitzenden der Stadtwerke "enercity" ... 
#Hannover.Zum #Ihmezentrum sagich nichts mehr,gibt's da noch etwas zu sagen?Diese fröhliche Runde dortselbst beim einjährigen Bestehen mit den Geschäftsführer:innen von ottowerner, weipert, Ehrenberger, teppichschulz ist reine Nostalgie. Hatte Wettbewerbe gewonnen+mich engagiert

Meine Initiierung Reformschule Goetheplatz, hier Üstrabesuch. Zuvor den Kinderladen Glocksee-Strolche aus der Kifferecke geholt. 
Spende beim OB abgeben mit Dipl. Kaufmann Korittki
0
Mallorca-Exkursion mit AusdrucksTänzerin Manja Chmiel

Besichtigung Lachs-Raeucherei in Norwegen mit Kollegin Vera Koenig u. a.
 

Bleiberecht für Kosovo-Gefluechtete erwirken mit Politiker Wolfgang Juettner 

Haute Couture in Paris aufgrund meiner Freundschaft mit der Galeristin Maria Marghescu und dem Maler Alexandre Hollan, Edler von Kisloed. 

Gründung der Insel-Zeitung Lanzarote, damals leider noch
in Kooperation mit einem einheimischen Verlag Pflicht,
der sie dann aus urheberrechtlichen Gründen
 in "Rundschau" umbenannte. Einsatz für den
Naturschutz der Salinen von Janubio. 
Beachtet in der englischen Ausgabe
die Verballhornung "Proprietrix",
Frauen darf mann weltweit
um keinen Preis hochkommen lassen... Ip

Und wo ich nun schonmal dabei bin: das allerwichtigste zuletzt.
Der Familie des damaligen Bundeskanzlers
im #KaiserWilhelmRatsgymnasium und anderswo
meine Zeitung in den Weg gelegt,
nicht am #Irakkrieg teilzunehmen.
Mangels innenpolitischer Erfolge ergriff
Kanzler Schröder die Chance. 




Mittwoch, 12. Oktober 2011

JournalistIn sein heute - Eiszeit

Lesen Sie:

Handelsblatt-Interview ohne Antworten

Dazu mein Kommentar: Auch immer mehr Presseabteilungen und PR-Berater schließen sich zusammen oder werden dazu gezwungen, eine Wand des Schweigens gegenüber unwillkommenen journalistischen Anfragen zu bilden.
Und wenn das nicht hilft, kann ja mal kurz der Werbeabteilung einen Tipp geben, wo sie keine Anzeigen mehr schalten soll, oder?
Ich finde, dass diese Entwicklung genau in dieselbe Richtung geht, wie die gesamte Finanzkrise.

Ursprünglich sollten Presse-Abteilungen den Journalisten kompetente Hilfe bei der Informationsbeschaffung leisten  und PR-Leute positive Aspekte eines Unternehmens ans Licht der Öffentlichkeit bringen. Aber da gibt es wohl kein "Tue Gutes und rede darüber" mehr, denn inzwischen sind viele von ihnen zu wahren Höllenhunden mutiert. Die Pressechefin einer Aktiengesellschaft beispielsweise trommelte Stakkato auf ihren Schreibtisch: "Es geht nichts raus, was nicht über meinen Schreibtisch gelaufen ist!!!" Da war es aber in meinem Fall schon zu spät.
Bei der Stadt Hannover habe ich für ein Interview mit Stadtbaurat Bodemann die Fragen schriftlich bei Dennis Dix vom Presseamt einzureichen.
Hätte doch Bodemann selbst bei der Baumbesetzung am Ihme-Ufer zuvor seine Rede dort korrigieren lassen, als er eine Baumbesetzerin mit "Kommen Sie von dem Baum herunter, meine Dame" demütigte.  Das Ergebnis der versprochenen Verschönerung des Ufers jedenfalls lässt sich jetzt schon nur mit einem Wort bezeichnen: Grausig. Es ähnelt frappant dem Fahrübungsplatz des TÜV.
Ein Tipp: Meine Mitarbeiterin, die der Liebe wegen nach Berlin wechselte, gibt immer noch Kurse für Beamte an der Volkshochschule Hannover, wie sie sich zeitgemäß und ehrlich ausdrücken können. Die ehemalige Studienrätin dankte mir mal ausdrücklich für das, was sie bei mir gelernt hat. Kommt selten unter Frauen vor, trägt aber meinen Stallgeruch.
text/foto ip
Ground Zero gegenüber dem Ihme-Zentrum

Montag, 9. Mai 2011

es muss nicht immer kaviar sein...

schade eigentlich, dennoch ein positives zeichen: in letzter zeit werden immer mehr gala-dinners abgesagt.
seit meinem 17. lebensjahr gehören hummer, lachs, kaviar usw. fast zu meiner berufsmäßigen normal-ernährung, weil ich schon in der schule für die örtliche provinzpresse schrieb und die einladungen selbst dort stets opulent ausfielen (Salzgitter Stahl usw.).
als mich später mal auf sylt ein ehemaliger hannoverscher druckereibesitzer mit solcher speisung in sein nobel-hotel "stadt hamburg" locken wollte, lief er voll bei mir auf damit. insofern scheint erlebter luxus eine immunisierende wirkung auf mich zu haben.
Kürzlich sagte die Firma Deloitte (www.deloitte.com, glasfaser-breitband-aktivitäten), eine der führenden prüfungs- und beratungsgesellschaften in deutschland, urplötzlich ein solches Dinner mit Ministerpräsident David McAllister als Referenten im hannoverschen Pelikan Sheraton ab. Sehr hübsches Restaurant, das 5thAvenue. Dabei hätte ich den Referenten gern nach dem Essen (ich schätze gutes Essen sehr) über sein Verhalten in Sachen Gen-Technik befragt.
Und nun hat sich das Deutsche Atomforum in Berlin "aufgrund der aktuellen Situation gegen die Akkreditierung von Journalisten" ausgesprochen. Das Gala-Dinner sei abgesagt. Vielleicht, weil das Endlager Asse absäuft und nach dem GAU in Japan Tausende nie wieder in Ihre Häuser zurückkehren können? Aber so etwas hat doch noch nie Mächtigen den Appetit verdorben, wie schon Heinrich von Kleist feststellte.
Was wohl auf der Speisekarte stand? ip

Samstag, 28. November 2009

makaberer journalismus der bürgerlichen presse

die süddeutsche zeitung hatte kürzlich eine durchaus "feuilletonistische" doppelseite, die an der tatsache festgemacht war, dass sich bei france telekom 25 menschen aufgrund der katastrophalen arbeitsverhältnisse dort das leben genommen haben.
so weit der aufhänger - und nun durften die journalisten textlich
los-brillieren, was das zeug hielt. in poetischer weise reihten sie satz an satz, einer schöner gedrechselt als der andere, von der bestimmung des menschen seit urzeiten und seiner stellung in der natur bis in die moderne. mir wurde übel.
das große kunststück der bourgeoisie, zuckerguss übern scheißhaufen zu ziehen, hier wurde es derart unverhohlen durchexerziert, dass enke aus dem grab springen würde, hätte er das noch zu lesen bekommen.
kein wort davon, wo diese menschenverachtende job-rotation und entfremdung, die immer schneller fortschreitende verarmung des "humankapitals" (was für eine verbrecherische wort-schöpfung) ihre wurzeln hat, keinerlei kritisches hinterfragen, nur journalistische hochglanzpolitur, an der sich der treue, sich für gebildet haltende, leser bei einer tasse guten tees delektieren konnte.

Dienstag, 28. Juli 2009

ich blogge gern

irgendwie find ich das gut, dass die zeitungen durch blogger und twitters endlich mal von ihrem hohen ross herunterkommen, auch und gerade weil ich selbst eine zeitung herausgebe. als nestbeschmutzer galt ich sowieso schon immer, das macht mir nichts.
für mich ist das internet eine enorme befreiung. ich kann jetzt tatsachen vermelden, die wichtig sind, aber höchst selten in einer zeitung platz bekommen.
und was heißt denn überhaupt objektivität? sie wird in den medien doch nur vorgetäuscht.
da gab es den alten witz, wie das möglich sei, dass immer täglich alles gerade in eine zeitung hineingeht.
so blöd ist die frage gar nicht. denn was hineinkommt in eine ausgabe, scheint immer mit dem nimbus des wichtigen versehen.
aber in wirklichkeit waren wir alle schon immer content-journalisten, die also irgendeinen passenden inhalt zusammenklaubten. ich weiß noch, wie ich als gerade erst eingestellte volontärin bei der damaligen hannoverschen presse mutterseelenallein das vermischte für den nächsten tag zusammenstellen musste, während sich die redakteure zuprosteten. ich hab das dennoch gut gemacht, die setzer und metteure mochten mich, es gab kaum übersatz.
nach einem norwegen-urlaub bot ich damals auch unserer reiseredaktion einen bericht an. er passte gerade ins anzeigenkonzept und wurde genommen. und so weiter.
oder der spiegel geruht ausnahmsweise, den neuesten konsumklima-index zu hinterfragen, und wir erfahren, dass zum beispiel höhere energiekosten diesen ansteigen lassen, hahaha...im gegensatz zum einzelhandelsindex.
scheins eine edle journalistische tat vom spiegel, aber mehr oder weniger mit dem zufallsgenerator erzeugt.
mein nachbar, ein gestandener alter journalist in rente, ließ sich schon immer seine texte vom informanten fast diktieren, je druckreifer desto besser, und gab sie dann bei allen drei damals in hannover vorhandenen tageszeitungen in druck: allgemeine, presse und rundschau.
also wozu das geschrei über unseriöse internet-quellen?
nie zuvor hatte das volk so viele möglichkeiten, seine beobachtungen zu artikulieren.
und dass es gut beobachten kann, zeigen die sehr erfolgreichen bürgeraktionen von bild und spiegel ("einestages"). wenn jetzt zeitungen über deren mangelnde journalistische qualität lamentieren, ist das purer egoismus.
journalisten neigen zur selbstdarstellung, zu maßloser eitelkeit. worauf aber bilden sie sich eigentlich so viel ein?
ich zähle mich auch zu den gut ausgebildeten journalisten. aber am meisten freude machte und macht es mir immer, wenn ich einen wirklich authentischen bericht in die hand bekomme, und sei er noch so schlecht geschrieben. wie oft habe ich mich stundenlang an einen solchen text gesetzt, den beispielsweise ein mitarbeiter in den papierkorb warf, weil er ihn schlecht formuliert fand, ich aber den berichtenswerten kern erfasste.
absolut lesenswertes internet-medium ist zum beispiel telepolis, der newsletterdienst vom hannoverschen heise-verlag.
redaktionell ist er nicht selten schlecht durchredigiert, oft sind die texte zu lang, zu ungünstig umbrochen, but anyway: it fits. keep it up!
klar - es gibt immer noch genug leute, die im gartentheater herrenhausen mit der tageszeitungs-rezension zur heutigen aufführung als biblischer losung auf den knien sitzen. solche ferngesteuerten wird es immer geben.

Dienstag, 21. Juli 2009

noch

kabarettisten wie hagen rether gehören momentan zu den wenigen stimmen, die sich überhaupt zu hören lohnen. nur haben kabarettisten einen schwerwiegenden nachteil: sie werden nicht ernst genommen. ihnen wird (noch) die narrenfreiheit gewährt, die bis zu einem gewissen maß auch journalisten (noch) genießen. ein bekannter amerikanischer investigativer journalist schrieb allerdings kürzlich: Wir können schreiben, was wir wollen, es interessiert die mächtigen nicht im geringsten, die haben sich völlig abgekoppelt von jeglicher kritik, es tangiert sie längst nicht mehr.

Freitag, 26. September 2008

millionen berichten aus ihrem leben

bisher konnten medienschaffende und die besitzer der medien sich relativ ungeniert mittels der begründung, sei seien profis, ausdrücken.
durch das internet kann dies inzwischen fast jeder. dort können jetzt millionen ihr leben beschreiben, während das früher nur eine elite durfte, deren werke dann vielfach als archetypisch galten.
schreiben und filmen ist kinderleicht publizierbar geworden. unter youtube zeigen nun jugendliche anderen die neuesten tanzschritte, springt ein chinese mit seinem vorgeschnallten hund aus dem flugzeug zum fallschirmspringen. auf poesieseiten veröffentlicht die frau von nebenan. das volk darf endlich auch seine kreativität zeigen, wie joseph beuys es gefordert hat.
wir profis hingegen sind pikiert, da könnte ja jeder kommen... aber diese einstellung nützt nichts. der spiegel hat jetzt richtig reagiert und ein mitmachmagazin herausgegeben, die bild setzt leserreporter ein. und ich finde das schön demokratisch und bereite entsprechendes für meine sites vor.
durch die elektronischen medien wissen wir aber auch andererseits alle bescheid über alles, starren dennoch nur gebannt wie das mungo auf die schlange, ohne etwas zu unternehmen. das ist die kehrseite der medaille.

Samstag, 9. August 2008

Nicht genehmigte Sprache

Günther Eich, der sich wie ich sprachlichen Experimenten verschrieb (was mich betrifft, verweise ich zum Beispiel auf meine Website www.petersproudlypresents.de, bald auch auf Englisch als dot.com.), Günther Eich also erklärte schon 1959: "Wir wissen, dass die Macht daran interessiert ist, dass alle Kunst die Grenze der Harmlosigkeit nicht überschreitet. Macht widerstrebt der Qualität. Sprache, die über die gelenkte, die von ihr genehmigte hinausgeht, ist nicht erwünscht. Ihr bloßes Vorhandensein stellt eine Kritik dar, etwas, was der Lenkung und damit der Macht selbst widerspricht.
Ich möchte diese Erklärung auch auf den Journalismus übertragen wissen.
Manchmal frage ich mich, warum überhaupt noch Journalisten zu Presseterminen gehen. Genauso gut könnte der PR-Dienst von dpa die vom Veranstalter verfassten und abgesegneten - welch eine arbeitssparende Vereinfachung -Texte und Fotos an die Medien distributieren, und vielfach geschieht dies auch bereits. Die Journalisten hampeln und kaspern herum, brillieren in Selbstdarstellung, manch einer macht ne dicke Hose, aber dann übernehmen sie doch alle brav den Text aus der Presseinformation.
Ich habe inzwischen von mehreren Pressestellen, am härtesten aber eigentlich bei der VGH, zu hören bekommen: "Es wird nichts veröffentlicht, was nicht über meinen Schreibtisch geht." (Ganz ähnlich aber auch Institutionen wie Finanzamt und Finanzministerium.) Punktum. Schluss. Wer sich nicht daran hält, dessen Medium verliert die Anzeigen oder die Reputation oder beides.
Pressefreiheit ist nur noch ein hohles Wort und war ja immer schon auf schwachem Stand.
Meine Berichterstattung unter www.city-zeitung.de wird systematisch totgeschwiegen. Kein Politiker ruft mal' n Ausschuss ins Leben über all die skandalösen Themen, die ich dort anspreche.
Ich wurde auch nie eingeladen, wenn ich Themen entwickelt hatte, die sich andere dann an den Hut steckten, wie beispielsweise die Entdeckung des Treppenhauses der Cumberlandschen Galerie lange vor Ulrich Khoun, verbunden mit dem Vorschlag, hier eine Museumsinsel zu entwickeln (man sieht ja, was aus der Kestner-Gesellschaft am Steintor geworden ist), oder wie ich beispielsweise Deutschlands ersten Kunstmarkt im Ihme-Zentrum unter Einsatz aller Überredungskünste an Elektriker, den Strom überhaupt illegal anzuschalten, ins Leben rief, Kulturdezernent Bungenstab sich aber als Initiator ausgab.
Im Gegenteil wird vermutlich in den PR-Kartellen schon gegrübelt, wie dieser journalistische Schandfleck, diese frustrierte Frau (das sagt doch auch heutzutage noch alles...) Peters ruhiggestellt werden könnte.
Also werfe ich hier mal ne Flaschenpost in den Ozean des Cyberspace.