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Montag, 30. Juni 2025

50 jähriges Jubiläum: "Überwachen und Strafen",

so heißt ein bekanntes Werk des interdisziplinären Denkers Michel Foucault. Moderne Gesellschaften seien durchzogen von Überwachungs- und Disziplinarmechanismen, behauptete er schon 1975. Wie wahr - gerade 2025. Der Abstand zur sogenannten individuellen Freiheit ist deutlich verkleinert. 

Beispielsweise haben in neueren Gefängnissen Gefangene ein nettes kleines Zimmer mit persönlichen Gegenständen, Fernsehen, Internet und bekommen neben der notwendigen Verköstigung allerlei Kreativkurs-Angebote wie Töpfern, manchmal Theaterprojekte über Orwells 1984, sowie Gruppentherapie geboten, ohne das Haus verlassen zu müssen, brauchen nicht zum Militär. Wo liegt da der Unterschied zum Robinson-Club? frage ich jetzt mal ketzerisch, nachdem ich einen Bericht auf Arte sah. 

Allerdings soll es in der Heilbronner JVA unerträgliche Zustände geben, schreibt Buchautor Joachim Walter im overton-magazin.de. 

Durch Corona und homeoffice sind wir inzwischen alle einsamkeitsgeschult und in unsere Überwachungsblase per Künstlicher Intelligenz eingeschlossen... Militärische Drohnen können sogar die Handynummer ansteuern, oder unter Millionen Menschen deine DNA finden und dich auf Anweisung töten... Ipideentextfoto 

Readymade-Skulptur "Überwachung" All rights reserved by ip 

Panoptismus in der digitalen Gesellschaft:
Nicht die direkte Kontrolle ist entscheidend, sondern die ständige Möglichkeit der Beobachtung, die dazu führt, dass wir uns selbst disziplinieren.

Dienstag, 5. März 2024

Deutschland als Knecht der Rüstungs-Schmarotzer


Wikipedia: Daron Acemoglu und James A. Robinson haben festgestellt, dass es bei den Wirtschafts- und Sozialordnungen eine große Bandbreite gibt, die von inklusiven bis zu extraktiven Systemen reicht. Inklusive Systeme zeichnen sich aus durch eine breite aktive Beteiligung der Bürger in Wirtschaft und Politik, die Förderung der Ausbildung, der Wissenschaft und der unternehmerischer Initiative, die persönliche Freiheit bei der Wahl der Ausbildung und der Berufswahl, ein breit verteiltes Wissen der Bürger, die Existenz von persönlichem Eigentum usw. Hinzu kommt ein allgemein verbindliches Rechtssystem und eine zentrale Institution, die Ordnung und Recht gewährleistet, eine Vielfalt im wirtschaftlichen Wettbewerb ohne Beschränkung des Zugangs zu den Märkten usw. Alle Menschen haben dadurch einen Anreiz, für sich selbst und die Gesellschaft etwas zu tun, weil sie wissen, dass sie unmittelbar oder mittelbar selbst davon profitieren. Inklusive Systeme sind symbiotische Systeme.

Bei extraktiven Systemen konzentriert sich Macht, Reichtum und Wissen auf eine kleine selbsternannte Elite, die i. d. R. nicht besonders gut qualifiziert ist, denn sie ist meist durch Geburtsrecht oder Parteibuch an die Spitze gekommen. Sie wird auch nicht kontrolliert, denn es gibt keine Gewaltenteilung; Legislative, Jurisprudenz und Exekutive sind in der Hand der Elite. Die Bürger werden mehr oder weniger als Sklaven des Systems erzogen und behandelt, es gibt kein oder nur ein sehr geringes Privateigentum, der Zugang zum Beruf wird z. B. durch Zünfte beschränkt, unternehmerische Initiativen unterdrückt, Märkte monopolisiert usw. Dadurch fehlt in einem extraktiven System für die allermeisten Menschen der persönliche Anreiz und die Motivation, mehr als das allernotwendigste zu tun. Allgemeine Bildung, Fortschritt und Innovation wird von der Elite unterdrückt, weil dadurch ihre Macht gefährdet werden könnte. Wegen der großen sozialen Unterschiede zwischen den vielen ganz Armen und den wenigen ganz Reichen sind extraktive Sozialordnungen sehr viel konfliktträchtiger als inklusive. Sie sind deshalb weniger stabil, und ihre Aufrechterhaltung erfordert einen großen militärischen und finanziellen Aufwand. Extraktive Eliten sind – naturwissenschaftlich gesehen – Schmarotzer.


Freitag, 17. April 2020

Militär nutzt Pandemie zur Imagewerbung


Die Bundeswehr nutzt 
den Einsatz während der 
Corona-Pandemie, 
um eine politisch und 
moralisch fragwürdige 
Werbekampagne zu starten.
Es gibt eine eigene Website,
eine YouTube-Serie und
Werbebanner auf Nachrichtenseiten
von u.a. „SPIEGEL“, „BILD“ sowie auf
Social-Media-Plattformen.
Unter dem Titel „Einsatz gegen Corona“
hat die Bundeswehr gerade eine groß
angelegte Werbekampagne gestartet.
Das Ziel dabei ist es, das eigene Image zu verbessern. „Die schwierige – ja teilweise sogar lebensbedrohliche – Situation vieler
Menschen wird ausgenutzt, um
sich mit Steuergeldern ein besseres
Image zu erkaufen“, erklärt Michael
Schulze von Glaßer, politischer
Geschäftsführer Deutsche Friedensgesellschaft. 

Mittwoch, 7. August 2019

Wetterkrieg?

Dass von Russlands imposantem Baumbestand Millionen Bäume verbrannt sind, bringt mich wieder auf das Thema #Wetterkrieg.
Was, wenn Luftmassen einschließlich den "Löchern" in ihnen, verschoben werden können, um zu vernichten und Schäden gigantischer Dimensionen anzurichten? Was, wenn wir Versuchskaninchen sind, was ein Mensch gesundheitlich aushalten kann? Ip

Donnerstag, 21. Oktober 2010

SPD:Rückzug britischer Soldaten: McAllister muss für Klarheit sorgen

Hannover. Mit Beunruhigung hat der niedersächsische SPD-Bundestagsabgeordnete und Verteidigungsexperte Lars Klingbeil die Meldungen über den frühzeitigen Rückzug der britischen Soldaten zur Kenntnis genommen. Diese sollen zum Teil bis 2015, endgültig aber bereits bis 2020, komplett aus Deutschland abgezogen werden. Vorherige Planungen sahen noch einen kompletten Abzug bis zum Jahr 2035 vor. „Dass die Briten gehen, bedeutet für die betroffenen Kommunen schwere Einschnitte. Wir hatten gehofft, dass wir noch 25 Jahre Zeit haben um die Veränderungen zu planen und somit abzumildern. Wenn jetzt alles so schnell gehen soll, müssen auch die Verantwortlichen auf deutscher Seite handeln“, so Klingbeil am heutigen Donnerstag. „Wichtig ist, jetzt nicht unnötig in Panik zu verfallen, denn die konkreten Abzugsplanungen wird es erst im Frühjahr 2011 geben. Es bleibt also noch Zeit zu kämpfen.“

In der Pflicht sieht Klingbeil vor allem den niedersächsischen Ministerpräsident McAllister. Wir bereits von dessen Büro angekündigt, müsse der Ministerpräsident jetzt seine guten Beziehungen zum britischen Premierminister David Cameron spielen lassen. „McAllister muss schnell für Klarheit darüber sorgen, welche Truppen von welchen Standorten in Niedersachsen zu welchem Zeitpunkt abgezogen werden. Das ist die Voraussetzung dafür, um ein dringend notwendiges Hilfskonzept für die betroffenen Kommunen aufzulegen. Ein solches Konzept zur Sicherung und Unterstützung der Kommunen muss unter Federführung der Landesregierung und zusammen mit den Kommunen und den Bürgern möglichst transparent entwickelt werden“, forderte Klingbeil. Von den zwölf bestehenden Standorten liegt ein Drittel in Niedersachsen. Deren Schließung wird die Kommunen massiv treffen, denn mit Abzug der Truppen gehen nicht nur rund 5.300 Soldaten, sondern auch deren Angehörige.

Der Verteidigungspolitiker warf außerdem die Frage auf, ob sich die Bundesregierung und insbesondere das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) im Vorfeld engagiert genug für den Verbleib der britischen Soldaten eingesetzt haben.

„Ich gehe davon aus, dass die britischen Entscheidungsträger in Deutschland nach guten Gründen für einen längeren Verbleib ihrer Truppen gefragt haben. Augenscheinlich hat das BMVg aber nicht überzeugend argumentiert, da die Standzeit gleich um 15 Jahre verkürzt wird“, sagte Klingbeil.

Dieser Artikel ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.

Freitag, 17. Oktober 2008

the world according to haarp...

in den obligatorisch gewordenen überheißen sommern pflegen sich inzwischen die alten und schwachen ins krankenhaus zurückzuziehen. denn das wetter mordet neuerdings.
und immer wieder schlägt die haut blasen, weil haarp es so will? jenes amerikanische militär-projekt in alaska, das mit dem wetter experimentiert? the world according to haarp... die harfe, auf der kein engel spielen mag.
im september dann kippten die temperaturen schlagartig von 25 grad auf 10. kurz zuvor setzten sich noch im warmen kiesteichwasser die vogellarven in der haut fest. dann plötzlich gefror das blut in den adern, die muskeln erstarrten.
da kam gestern eine schwer übergewichtige blondine aus dem verwaltungsgebäude der gewerkschaft und plötzlich sackte sie auf dem bürgersteig in sich zusammen und sagte benommen: "ich bin so taumelig."
http://www.science-explorer.de/reports/haarpprojekt.htm

Mittwoch, 27. August 2008

Bundeswehrkrankenhaus

Sehr geehrte Frau Peters,

"besondere Bundeswehrkontingente" in Plankrankenhäusern gibt es nach
Rücksprache mit dem Bundeswehrkrankenhaus in Westerstede nicht. Die
Bundeswehr betreibt eigene Krankenhäuser in Deutschland. Sollten deren
Kapazitäten nicht ausreichen, werden Soldaten bei Bedarf (ohne spezielle
Kontingentierung) analog einem Privatpatienten in einem geeigneten (zivilen)
Krankenhaus behandelt

Umgekehrt versorgen BW-KH zum Zwecke der Ausbildung in der Regel zivile
Patientinnen und Patienten mit.

In Niedersachsen besteht lediglich ein einziges BW-Krankenhaus. Bisheriger
Standort war Bad Zwischenahn. Seit 01.06.2008 ist eine Neubau in Westerstede
in unmittelbarern Nachbarschaft und in Kooperation mit der Ammerland-Klinik
in Betrieb gegangen. Diese verfügt über insgesamt 135 Betten (85 für
Zivilpatienten und 50 für Soldaten).

Mit herzlichem Gruss,

Thomas Spieker

Pressesprecher
Leiter Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit

Donnerstag, 21. August 2008

kriege werden aus hannover beliefert

ich hab mir das neue militär-großraumtransportflugzeug, das ab 2010 von wunstorf bei hannover starten soll, mal vorgestellt. unten die panzer und raketen, eine etage drüber die soldaten schön in reih und glied auf den sitzen festgeschnallt, als notwendiges bedienmaterial der maschinen, ein bild wie aus metropolis: abflug zum krieg im balkan, sudan, libanon, kongo, in Afghanistan, Djibouti, zu Kriegen, die von hannover aus beliefert werden.
derweil werden unsere kleinen jungs schonmal per gewaltgetränktem interaktivem videospiel aufs töten konditioniert, wo sie lernen, tod und leid mit vergnügen und belohnung zu verbinden. die kids schießen per joystick (bei den neuesten versionen sogar per pistole mit echtem rückstoß, was ein feeling...) auf menschliche silhouetten, jeder kopfschuss ein zusatzbonus-punkt.
und diese pseudosoziopathen werden dann vielleicht eines tages soldaten, oder sie ballern einfach so herum, mit hoher, am simulator angelernter, treffsicherheit, falls ihnen mal ein lehrer nicht passt. früher spielten solche jungs indianer, mit holzschwertern, und wenn sie ihren freund verletzten, war es schluss mit lustig. heute lachen in amerika kinder, wenn die lehrerin von einem massaker in der nachbarschule erzählt.
derweil wird morgen, 22.8. im stadtpark hannover ein "sommernachtstraum" gefeiert, wie die Agentur event it das diesjährige sommerbiwak betitelt, von der eingreiftruppe 1. panzerdivision und der bundesdeutschen prominenz. makaber...
http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=39156492

Montag, 14. Juli 2008

schützenfest

gestern bei einbrechender dunkelheit zogen sie mit fackel- und spielmannszug nach'm rathaus hin, wie es echt hannöversch heißt. vor dem gartensaal bauten sich die bruchmeister und andere schützen mit fahnenstandarten auf. da hieß es für den spielmannszug: links kehrt, augen gerade aus, rührt euch, dann wieder: augen gerade aus, und "rührt euch".
schützenfeste sind entstanden aus bürgerwehren, keine frage. dem 1. bürgermeister bernd strauch (selbst ein fan des jazzes und des segelns) wird in militärischem tonfall die nachricht der beendigung des 479. schützenfestes gemeldet.
alle nationen haben auch im zivilbereich solche militärischen riten, weiß ich ja, aber deshalb gefällts mir trotzdem nicht.