Posts mit dem Label universität werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label universität werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 30. Juni 2025

50 jähriges Jubiläum: "Überwachen und Strafen",

so heißt ein bekanntes Werk des interdisziplinären Denkers Michel Foucault. Moderne Gesellschaften seien durchzogen von Überwachungs- und Disziplinarmechanismen, behauptete er schon 1975. Wie wahr - gerade 2025. Der Abstand zur sogenannten individuellen Freiheit ist deutlich verkleinert. 

Beispielsweise haben in neueren Gefängnissen Gefangene ein nettes kleines Zimmer mit persönlichen Gegenständen, Fernsehen, Internet und bekommen neben der notwendigen Verköstigung allerlei Kreativkurs-Angebote wie Töpfern, manchmal Theaterprojekte über Orwells 1984, sowie Gruppentherapie geboten, ohne das Haus verlassen zu müssen, brauchen nicht zum Militär. Wo liegt da der Unterschied zum Robinson-Club? frage ich jetzt mal ketzerisch, nachdem ich einen Bericht auf Arte sah. 

Allerdings soll es in der Heilbronner JVA unerträgliche Zustände geben, schreibt Buchautor Joachim Walter im overton-magazin.de. 

Durch Corona und homeoffice sind wir inzwischen alle einsamkeitsgeschult und in unsere Überwachungsblase per Künstlicher Intelligenz eingeschlossen... Militärische Drohnen können sogar die Handynummer ansteuern, oder unter Millionen Menschen deine DNA finden und dich auf Anweisung töten... Ipideentextfoto 

Readymade-Skulptur "Überwachung" All rights reserved by ip 

Panoptismus in der digitalen Gesellschaft:
Nicht die direkte Kontrolle ist entscheidend, sondern die ständige Möglichkeit der Beobachtung, die dazu führt, dass wir uns selbst disziplinieren.

Samstag, 22. Dezember 2018

Weltreisen von Überfliegern zum Fest der Geburt


#Hannover. Verreise über Weihnachten nach China. Mit meinen Geschmacksknospen.
Denn ich habe eine sympathische junge Chinesin + ihren Laden entdeckt: Sie verkauft taufrischen Tofu, köstlichen Algensalat mit Sesam, Supernudelsuppen - und dann die unvergleichlich leckeren scharfen Algenchips, einfach Spitze.
An der Kasse schaue ich dann, was die Chinesen so kaufen: Enteneier, winzige langstielige Pilze, kleine weiße leichte Küchlein zum Frühstück, Sushi-Zutaten wie eingelegten Rettich. Deshalb sind nämlich viele Asiaten so langlebig + gesund.
Ich liebe solche Weltreisen mit der Zunge.
In unserer Grundschule Goetheplatz mit damals 19 Nationen hätte sich Goethe garantiert gern auf seinem west-oestlichen Diwan geräkelt, wenn die Orientalinnen ihre Gemüse- und Süßspeisen auftischten.
Auch Goetheplatz und Goethestraße haben enormes lukullisches Potential (von frisch Geschlachtetem im Beirut-Geschäft über Qualität im Öz Urfur bis hin zum Steintor im Traditionsrestaurant Max Walloschke sowie Bratwurstglöckle). Mein Kind hat aufgrund solcher #Brainfood-Erfahrungen später im als bestes niedersächsisches Gymnasium bekannten #KWR ne Klasse übersprungen, um als (fast) Schulbeste Abitur zu machen und dann zur ebenso angesehenen #UniversitätHeidelberg zu gehen, wo auch Mileva Einstein einst studierte; war nebenbei noch Preisträgerin Jugend musiziert, erhielt Ethnologischen Award in #Edinburgh usw. (Sollte sie das lesen, gibt es wieder Ärger, dabei war ich gerade keine Helikoptermutter).
Las kürzlich einen eifersüchtigen dummen Artikel in der "Zeit": So lange Frauen Kinder kriegten, blieben sie unterdrückt. Umgekehrt muss es sein, wir bekommen viele Kinder (nicht "kriegen") und bringen sie mit in die Parlamente, Firmen und Institutionen...
Nun geht es auf nach China, 500 Meter weit, zu Fuß - für taufrischen Tofu ...war halt auch schon immer n #Überflieger. Ingeburg Peters

Sonntag, 13. März 2011

6. Hanover-PreMoot vom 23. bis 25. Februar 2012

An der Leibniz Universität Hannover, Juristische Fakultät, Institut für Prozess- und Anwaltsrecht ging heute das diesjährige Hanover PreMoot zuende, mit Teilnehmern aus aller Welt.

Ein Moot Court ist ein Wettbewerb zur Übung der anwaltlichen Tätigkeit. Dabei geht es um die Bearbeitung fiktiver Streitfälle aus der Sicht der Parteien. Die Herangehensweise unterscheidet sich deutlich von der im Rahmen der deutschen Juristenausbildung sonst üblichen: Nicht die Sichtweise des Richters, der die "richtige" Lösung zu einem Lebenssachverhalt finden muß, ist gefragt, sondern die Sichtweise des Anwaltes, der den vorgegebenen Sachverhalt juristisch korrekt, aber im Sinne seines Mandanten bewerten muß. Im angelsächsischen Raum sind Moot Courts fester Bestandteil der Juristenausbildung.

Je nach Ausrichtung des konkreten Wettbewerbs müssen zunächst vorbereitende Schriftsätze erstellt werden, etwa eine Klagebegründung und eine Klageerwiderung. Entscheidend ist die mündliche Verhandlung vor einem "Gericht", das mit Professoren, Anwälten oder "echten" Richtern besetzt ist. Bewertet werden dabei einerseits die juristischen Fertigkeiten, andererseits aber auch die Überzeugungskraft der Argumente und die Gewandtheit und Sicherheit im Auftreten.

Diese in Amerika schon lange gepflegten Übungs-Gerichtsverhandlungen begeistern besonders Studentinnen und Studenten, aber auch Fachkräfte.

Der 6. Hanover-PreMoot findet vom 23. bis 25. Februar 2012 statt.