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Donnerstag, 8. Januar 2026

Mit dem Beispiel Jugendoffiziere die Kids in den Krieg locken? ip

PRESSEMITTEILUNG Bundeswehr raus aus den Schulen!  Besuche an Schulen in Niedersachsen besonders hoch - Klassenzimmer sind keine Rekrutierungsräume! 

Berlin/Hannover. Die Abgeordnete Maren Kaminski kritisiert die zunehmende Präsenz der Bundeswehr an deutschen Schulen scharf. Laut aktueller Zahlen des Verteidigungsministeriums hat sich die Zahl der Besuche von Vertreter*innen der Bundeswehr an Schulen und Hochschulen seit 2020 mehr als verdoppelt. Von 2.717 Auftritten im Jahr 2020 sind sie auf über 6.100 im Jahr 2024 gestiegen. Dieser Trend zu einer stärkeren militärischen Präsenz in Bildungseinrichtungen setzt sich auch 2025 fort.„Schulen sind Orte der Bildung, nicht der militärischen Rekrutierung. Dieser Trend zur Normalisierung militärischer Präsenz im Klassenzimmer ist hochproblematisch“, so Kaminski. „Während staatliche Bildung demokratisch und vielfältig sein muss, droht durch die Häufung von Bundeswehr-Besuchen die Grenze zwischen sachlicher Information und subtiler Nachwuchswerbung zu verschwimmen.“

Besonders besorgniserregend ist laut Kaminski, dass Niedersachsen beim Umfang dieser Aktivitäten im bundesweiten Vergleich eine herausragende Position einnimmt. Nach Zahlen der Bundesregierung fanden in Niedersachsen im Jahr 2025 insgesamt 570 Bundeswehr-Besuche an Schulen statt (aufgeschlüsselt nach Schulformen: 190 in der Sekundarstufe I, 258 in der Sekundarstufe II und 121 in Berufsschulen sowie 1 sonstige Veranstaltung). Damit gehört Niedersachsen zu den Bundesländern mit überdurchschnittlich vielen Besuchen durch die Bundeswehr und liegt im oberen Feld der bundesweiten Verteilung. 

„Wenn Niedersachsen als Flächenland mit vielen Schulen und jungen Menschen im bundesweiten Vergleich besonders oft Ziel dieser Aktivitäten ist, müssen wir hinterfragen, welche Folgen das für das politische Klima und die Bildung unserer Jugendlichen hat,“ sagte Kaminski. „Es geht nicht allein um Zahlen, sondern um die Frage, welche Botschaften und Perspektiven jungen Menschen im Bildungsalltag vermittelt werden.“

Kritik richtet Kaminski nicht nur an die Quantität der Besuche, sondern auch an die Rahmenbedingungen. Junge Menschen dürfen nicht einseitig über militärische Perspektiven, sondern müssen auch über Friedens- und Konfliktforschung, Abrüstung und zivile Konfliktlösung informiert werden.

Auch wenn Jugendoffiziere offiziell keine direkte Personalwerbung betreiben dürfen, ist der Einfluss auf die Identitätsbildung Jugendlicher nicht zu unterschätzen. Friedens-, Entwicklungs- und zivilgesellschaftliche Initiativen erhalten nicht denselben Zugang zu Schulen wie die Bundeswehr, was zu einem Ungleichgewicht in der politischen Bildung führt.

Maren Kaminski unterstreicht: „Es ist Aufgabe des Staates, sicherzustellen, dass politische Bildung an Schulen demokratisch, vielfältig und ausgewogen stattfindet. Klassenzimmer dürfen keine Rekrutierungs-Messe für militärische Karrieren sein.“ Sie fordert daher eine klare Leitlinie zur Rolle externer Akteure in Schulen und eine gesetzliche Prüfung der bisherigen Praxis. 

Mittwoch, 6. März 2024

Deutsche Sprache, schwere Sprache: 4000 Bundeswehrsoldaten nach Litauen

Aus Pressemitteilung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Hanns-Lilje-Stiftung: "Der Verteidigungsminister fordert „Kriegstüchtigkeit“ für die Bundeswehr ein. 4.000 Bundeswehrsoldaten sollen zum Schutz vor russischer Aggression in #Litauen stationiert werden." 
 Ja sind die Soldaten denn dort besser geschützt als in Deutschland??? 😊😛😁🙄😂

Mittwoch, 27. August 2008

Bundeswehrkrankenhaus

Sehr geehrte Frau Peters,

"besondere Bundeswehrkontingente" in Plankrankenhäusern gibt es nach
Rücksprache mit dem Bundeswehrkrankenhaus in Westerstede nicht. Die
Bundeswehr betreibt eigene Krankenhäuser in Deutschland. Sollten deren
Kapazitäten nicht ausreichen, werden Soldaten bei Bedarf (ohne spezielle
Kontingentierung) analog einem Privatpatienten in einem geeigneten (zivilen)
Krankenhaus behandelt

Umgekehrt versorgen BW-KH zum Zwecke der Ausbildung in der Regel zivile
Patientinnen und Patienten mit.

In Niedersachsen besteht lediglich ein einziges BW-Krankenhaus. Bisheriger
Standort war Bad Zwischenahn. Seit 01.06.2008 ist eine Neubau in Westerstede
in unmittelbarern Nachbarschaft und in Kooperation mit der Ammerland-Klinik
in Betrieb gegangen. Diese verfügt über insgesamt 135 Betten (85 für
Zivilpatienten und 50 für Soldaten).

Mit herzlichem Gruss,

Thomas Spieker

Pressesprecher
Leiter Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit