Posts mit dem Label kommerz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label kommerz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 10. Januar 2026

Und noch ein europäisches Märchen: Little Red Riding Hood, Chaperon Rouge, Rotkäppchen und der Wolf

Ein kleines Mädchen, dem seine Großmutter einst eine rote Kappe geschenkt hatte, daher Rotkäppchen genannt, wird von der Mutter zu der in einem Haus im Wald wohnenden, bettlägerig kranken Großmutter mit einem Korb mit Leckereien (Kuchen und Wein) geschickt. Die Mutter warnt Rotkäppchen eindringlich, es solle nicht vom Weg abgehen. Im Wald lässt es sich auf ein Gespräch mit einem Wolf ein. Dieser horcht Rotkäppchen aus und macht es auf die schönen Blumen auf einer nahen Wiese aufmerksam, worauf Rotkäppchen beschließt, noch einen Blumenstrauß zu pflücken, der Warnung der Mutter zum Trotz. Der Wolf eilt geradewegs zur Großmutter und verschlingt sie. Er legt sich in deren Nachthemd in ihr Bett und wartet auf Rotkäppchen. Bald darauf erreicht Rotkäppchen das Haus, tritt ein, und begibt sich in (bei Perrault) bzw. an (bei den Brüdern Grimm) Großmutters Bett. Dort wundert sich Rotkäppchen über die Gestalt seiner Großmutter, erkennt aber den Wolf nicht, bevor es ebenfalls verschlungen wird. Bei Perrault endet das Märchen hier. Großmutter und Rotkäppchen werden bei den Brüdern Grimm vom Jäger aus dem Bauch des schlafenden Wolfes befreit. Dem Wolf werden stattdessen Steine in den Bauch gefüllt. Wegen des Gewichts der Steine kann der Wolf nicht fliehen und stirbt. In einer italienischen Version, Die falsche Großmutter, befreit sich Rotkäppchen durch seine eigene Schlauheit und flieht. Der Wolf stirbt anschließend.

Arpad Schmidhammer (1857–1921) • Public domain

Das Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf kann auch so interpretiert werden, dass es junge Mädchen vor Übergriffen gewalttätiger Männer warnen soll. Die Moral am Ende des Märchens in der Fassung von Perrault lautet: „Kinder, insbesondere attraktive, wohlerzogene junge Damen, sollten niemals mit Fremden reden, da sie in diesem Fall sehr wohl die Mahlzeit für einen Wolf abgeben könnten. Ich sage „Wolf“, aber es gibt da verschiedene Arten von Wölfen. Da gibt es solche, die auf charmante, ruhige, höfliche, bescheidene, gefällige und herzliche Art jungen Frauen zu Hause und auf der Straße hinterherlaufen. Und unglückseligerweise sind es gerade diese Wölfe, welche die gefährlichsten von allen sind.“ (Quelle: Wikipedia)

Samstag, 12. August 2023

Wie halten sich Künstler:innen über Wasser?

Hannover. Nicht nur Slogans entwickeln gelang mir. Zudem spektakuläre Aktionen für meine Kundschaft wie diese: Der Künstler fuhr bei #BartelsRenault mit nem Schrottauto vor und lud sein Objekt aus, während Rotwein entkorkt wurde. 
Bei meinem #KunstfestamAegi verbreitete #NigelPackham seine Kopierkunst und Schmalstieg ließ seinen Kopf von einem hauptberuflich in der Anatomie tätigen Künstler als Büste modellieren. Ich vergaß wiedereinmal völlig, ein Honorar zu nehmen, spendete dem Kunstverein stattdessen 10 000 DM für alte Künstler:innen. 

Auch Kurt Schwitters machte seinerzeit Werbung (für eine Möbelfabrik in Celle) und quälte sich wie ich mit Akzidenzsatz herum, den er dann einfach zur Dada-Kunstform erhob. Clever war es ja.
Der Dichter Eckermann aus der Calenberger Neustadt Hannover verdingte sich beim berühmten #Goethe quasi als lebendes Notizbuch, Diktiergerät...
Ipideenfoto 

Als ich die Werkszeitungen von Massey Ferguson in #Hannover (Hanomag) und Eschwege erstellte (Inge und #HeinerMüller erarbeiteten Ähnliches für #SchwarzePumpe in Ostdeutschland) sagte mir Pressechef Willmer, den Vertrag könne ich ignorieren, die hätten Heere von Anwälten. 
Genauso liegt das jetzt bei der #Niedersachsenbank, #nbank. Du kannst Widerspruch als Kamikazeversuch einreichen...
Kreativen das Leben schwer machen, gelingt besonders leicht, weil sie sich aufgrund ihrer Sensibilität schlecht wehren können. Ingeburg Peters 
Das abgehalfterte #Niedersachsenross sitzt mir einfach zu eng. Ipideenfoto 




Samstag, 26. Februar 2011

samstagmorgen - fiction oder non-fiction?

ich bin am meer, signalisieren mir meine ohren heute morgen - vom hannoverschen goetheplatz übers üstra-depot bis zum altenheim ihme-ufer ist nur mövengeschrei zu hören, und eine frische brise streicht mir durchs haar.

die geschulte verkäuferin erklärt mir einen staubsauger, der stets auf voller leistung arbeite. mein bewusstsein braucht eine ganze weile, um zu verstehen, dass dieser sauger stets laut wie die hölle saugt. im stillen wünsche ich der tüchtigen frau ein entspannungsbad nach feierabend.

beim schreiben von doktorarbeiten ist es zum beispiel bei medizinern nicht selten, den begehrten titel durch eine arbeit über die eigenschaft eines pflasters oder eines anderen relativ trivialen gegenstands(gesponsort von einer lieferfirma?), zu erwerben.

haben amerika und deutschland für milliarden rüstungsgüter in den nahen osten geliefert, damit die ausrüstung nun schonmal am ort ist? nicht zu toppendes mehrfach gewinnmaximierend praktisches und lukratives morden?

doch bleiben wir im lande, wo die wirtschaft(siehe voriger absatz) gerade so herrlich prosperiert: immer mehr studenten und andere arme gehen hier containern. Sie wissen nicht, was das ist? kannte ich bis vor kurzem auch nicht: die holen aus den containern, in die hinter den supermärkten abgelaufene "lebensmittel" geworfen werden, ebendiese zum verzehr wieder heraus (nein, keine fiction, wirklich nicht). darunter eine nach nichts schmeckende leberwurst, mit sahne und honig gestreckt, würstchen in harter plastikpelle, die packungen immer leicht verschmiert. falls sich jemand solche spezialitäten abgewöhnen möchte, beim containern hat er beste gelegenheit dazu. ip

Freitag, 27. November 2009

im rechten winkel marsch, was kommt da für ein .....?

vorgestern habe ich eine neue version extremer männerschüchternheit erleben dürfen, in das hannoversche bordell braunstraße einzubiegen.
normalerweise lachen wir leute, die in der nähe wohnen, uns schlapp, wenn die freier die braunstraße entlangschießen, um dann genau vorm eingang in schärfstem rechten winkel dorthin rasch einzubiegen, den blick noch starr geradeaus.
dieselbe heuchel-prozedur findet beim herauskommen statt, wieder dieser messerscharfe rechte winkel, nun in richtung fußweg.
aber das vorgestern war neu:
da schoss ein alternativer auf dem fahrrad den fußweg entlang, um dann, zack...., das hätte einen unfall durch zusammenstoß geben können.....
der deutsche puff wird täglich von ca. 1,2 millionen männern besucht, woher nun diese verleugnung?
im fernsehen laufen pausenlos stories über sogenannte sex-worker, als sei diese weichteil-innige "dienstleistung" das selbstverständlichste von der welt.
oder etwa doch nicht?
zeitweilig habe ich den freiern nachgerufen: aber seid nett zu den mädels, die tun einen schweine-job für euch.
inzwischen grinse ich nur noch, das ist weniger anstrengend.
auf dem kleinen parkplatz neben dem eingang der stadtwerke glockseestraße müsste man mal autoschild-nummern abschreiben und mit tag und uhrzeit veröffentlichen.
manche frau und freundin würde dann verstehen, warum das gassi-gehen so lange dauerte und der hund vom langweiligen verweilen im fond des wagens missmutig bellt.

nicht unkomisch auch die neue situation an hannovers alter ludwigstraße, seit prostitution in deutschland fatalerweise zum offiziellen gewerbe erklärt wurde (ungarn nimmt die enormen einnahmen sogar in die außenhandelsbilanz auf), in der ludwigstraße also, wo muslimische mütter mit ihren kindern ihre aldi-waren ins auto packen, da neigt sich aus dem erhöhten fenster eine üppige prostituierte zu einem alten mann herunter, vor dessen augen sich nun ein fleischiges meer aus busen und oberschenkeln ausbreitet, wodurch er schon rein vom anblick her halb ins elysium eingetreten ist.
tja, geholfen hat den mädchen die gewerbefreiheit bisher nichts. sie sind nicht besser versichert, sie sind äußerst selten wirkliche nutznießerinnen ihrer guten einnahmen, nicht wirklich aus der extremen ausbeutungszone herausgekommen.
und auch den 1,2 millionen täglichen puffgängern ist es so wohl nicht dabei, wie das fernsehen suggerieren will, siehe oben.

Samstag, 14. März 2009

business as usual...

auf spiegel online gibt es heute ein video über den dicht mit wohnungslosen und kranken menschen besetzten tunneluntergrund von las vegas. sehr empfehlenswert. klicken Sie rein.

dazu habe ich einige ergänzende informationen beizutragen:

eine bekannte bat mich, sie zur mitteilung ihrer untersuchungsdiagnose im besten krankenhaus seattles, im amerikanischen bundesstaat washington, zu begleiten.

krebs, die ärzte hatten tränen in den augen.

dieses krankenhaus beeindruckte mich kolossal. weder ärzte noch personal trugen weiße kittel, sondern straßenkleidung. die warte-areale waren in hellem holz gehalten, es gab ledersessel, jede menge lesestoff, kioske mit köstlichkeiten, zahlreiche große aquarien, alle wände hingen voller geschmackvoller kunstwerke. die mitarbeiter waren überaus mitfühlend und freundlich, fast vergaß frau dadurch, in einem krankenhaus zu sein.
als die bekannte nach einer komplizierten, lebensgefährlichen operation auf die intensiv-station kam, wurde dort das schmückende beiwerk offensichtlich deutlich weniger.
aber als ihre enkelkinder dann hunger bekamen und ich spätabends nach etwas essbarem fahndete, geriet ich auf der suche nach dem letzten geöffneten supermarkt (wohl fürs personal) in die keller-gänge.

dort traf ich plötzlich auf ratzekahle wände. personal huschte traurig, mürrisch und grußlos an mir vorbei. ich kniff mich in die wange, ob ich vielleicht einem alptraum erlegen war.

mir wurde schlagartig bewusst, hier ging es ja nicht mehr ums topp-image, hier kam ja auch normalerweise niemand von der "kundschaft" hin.
ich war schließlich in amerika, dem land der freundlichsten verkäufer.
diese verhältnisse haben wir ja bereits weitgehend nach deutschland importiert inzwischen, oder sind zumindest auf dem besten wege dorthin.