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Mittwoch, 9. August 2023

Es ist soweit

Aus einem meiner Künstlerbücher: Der Tag, an dem alle #Thermometer verrückt wurden und die #Wetterstationen durchdrehten. Jedes zeigte eine andere Temperatur an... #KonkretePoesie von Ingeburg Peters, all rights reserved

Samstag, 28. März 2020

Mein Freund der Baum




Nur die Alleebaeume kommen halbwegs zurecht, weil sie sich unterirdisch über das Wurzelwerk gegenseitig unterstützen. 

Ipideefotos

Die Borke der meisten Bäume bricht in unregelmäßigen Rechtecken oder auch Hufeisenform auf.
Du sollst doch nicht weinen, dichtete Ingeborg Bachmann.
Jemand wienert sein Auto von außen und innen. Ip



Sonntag, 22. September 2019

Holzschwemme

Es liegt an den durch die tausendfachen Notfaellungen erkrankter Bäume enorm gesunkenen Holzpreisen, dass der Supermarkt sich nun als menschlich und gut darstellen kann. In den Regalen aber jeder Salat, jedes Würstchen Plastik verpackt.
Begrenzte Ressourcen halten wie eh und je für den Kommerz her.ip

Mittwoch, 26. Juni 2019

Klimaschutz?

In der hannoverschen Weltfirma #Leunisman werden bereits die Verpackungen für das Weihnachtsgeschäft gedruckt und gestanzt. Vorn präsentiert sich die Firma nach Millionenumbau des Stammsitzes der Eltern des jetzigen Geschäftsführers hui, nach hinten zum Leineuferweg pfui: die Entlüftung stößt stundenweise übel riechende Luft aus, ein kleiner Giebel verrottet.

Samstag, 26. Februar 2011

samstagmorgen - fiction oder non-fiction?

ich bin am meer, signalisieren mir meine ohren heute morgen - vom hannoverschen goetheplatz übers üstra-depot bis zum altenheim ihme-ufer ist nur mövengeschrei zu hören, und eine frische brise streicht mir durchs haar.

die geschulte verkäuferin erklärt mir einen staubsauger, der stets auf voller leistung arbeite. mein bewusstsein braucht eine ganze weile, um zu verstehen, dass dieser sauger stets laut wie die hölle saugt. im stillen wünsche ich der tüchtigen frau ein entspannungsbad nach feierabend.

beim schreiben von doktorarbeiten ist es zum beispiel bei medizinern nicht selten, den begehrten titel durch eine arbeit über die eigenschaft eines pflasters oder eines anderen relativ trivialen gegenstands(gesponsort von einer lieferfirma?), zu erwerben.

haben amerika und deutschland für milliarden rüstungsgüter in den nahen osten geliefert, damit die ausrüstung nun schonmal am ort ist? nicht zu toppendes mehrfach gewinnmaximierend praktisches und lukratives morden?

doch bleiben wir im lande, wo die wirtschaft(siehe voriger absatz) gerade so herrlich prosperiert: immer mehr studenten und andere arme gehen hier containern. Sie wissen nicht, was das ist? kannte ich bis vor kurzem auch nicht: die holen aus den containern, in die hinter den supermärkten abgelaufene "lebensmittel" geworfen werden, ebendiese zum verzehr wieder heraus (nein, keine fiction, wirklich nicht). darunter eine nach nichts schmeckende leberwurst, mit sahne und honig gestreckt, würstchen in harter plastikpelle, die packungen immer leicht verschmiert. falls sich jemand solche spezialitäten abgewöhnen möchte, beim containern hat er beste gelegenheit dazu. ip

Freitag, 16. Juli 2010

Wirtschaftsweltkrieg

Letztes Jahr um diese Zeit saß ich im DB-Fahrradwaggon von Westerland nach Hannover, bei dem die Klimaanlage ausgefallen war.
Niemand vom Personal rührten die ächzenden Leute, denn es wusste offenbar von der prekären Lage der Bahn.
Auch habe ich im ICE schon die Türen von Schalttafeln offen stehen sehen, die jeder hätte manipulieren können.
Nicht viel besser steht es offensichtlich mit der Post.
Man sehe sich mal die allenthalben verrostenden gelben Briefkästen an.
Auch die Telekom lässt das Loch in der Schalt-Anlage vorm Haus seit Jahren unrepariert, obwohl der Schaden bekannt ist.
Und im Bauhaus am hannoverschen Klagesmarkt müssen die Angestellten ganz ohne Klimaanlage auskommen, während die Chemikalien ihrer Waren die Raumluft vergiften. Offenbar wurde das gesamte Budget zur FußballWM-Werbung verbraucht.
Währenddessen reist Merkel durch die Welt, um Aufträge heranzuholen, ihr Wirtschaftsminister hat wohl nicht die Eier dafür.
Das Männermagazin "Der Spiegel" hetzt täglich, dass die Kanzlerin ganz allein dastehe, niemand mehr hinter sich habe. Die sind halt zu feige, die Burschen.