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Montag, 9. April 2012

Freiwillige gesucht: Malteser bilden ehrenamtliche Hospizhelfer aus


Ehrenamtliche Hospizhelfer der Malteser bieten schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie Angehörigen in der Region Hannover kostenlose Hilfe und Begleitung an, unabhängig von Herkunft und Glauben. Diese verantwortungsvolle Aufgabe erfordert eine intensive Vorbereitung und kontinuierliche Weiterbildung sowie Unterstützung durch regelmäßige Gruppentreffen.

Die Malteser suchen Frauen und Männer, die sich in der Hospizarbeit engagieren wollen. Einen Infoabend gibt es am Donnerstag, 19. April, um 18 Uhr. Der nächste Kurs beginnt am Freitag, 11. Mai. Veranstaltungsort ist jeweils das Pfarrheim St. Bruder Konrad, Overbeckstraße 4, in Hannover-List. Nähere Informationen und Anmeldungen beim ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Malteser, Telefon 01 71/2 14 11 15, E-Mail: malteserhospizdienst@gmx.de

Mittwoch, 30. März 2011

Ich fordere Versöhnung!

es sollte ein entspannender abend-spaziergang am fluss werden gestern. da lief in ruhigem trab ein hund mit blutiger, abgerissener vorderpfote dicht an mir vorbei. er nahm mich gar nicht wahr. weder schmerz, wut, panik, nur noch überlebens-ökonomie drückte seine körpersprache auf der suche nach einem schützenden ort aus. eine junge frau holte per handy den tierschutz.
ich dachte unwillkürlich an das japanische atomkraftwerk, an die amerikanischen milchbubis in ihren hightech-bombern in libyen. der anblick dieses hundes in höchster not wurde zur metapher für mich, stellvertretend für all die verwundeten, die es derzeit so massenhaft gibt, von japan bis afrika.
wie emotionslos es doch ist, den tod anderer abstrakt zu planen, und wie traumatisierend herzzerreißend der konkrete anblick eines einzigen schwer verwundeten lebewesens gegenüber dem eiskalten glanz der waffenfähigen technologie und medialen pseudo-information. ip

Samstag, 14. November 2009

requiem für enke

ich, enke, bin eine hymne an gottmutter, die uns das leben gab und den inneren reichtum und ich feiere gottmutter, von der ich kam und zu der ich nun zurückgekehrt bin.
ich bin das loblied auf sie und nie wieder werde ich im tor stehen, wenn ich nicht dort stehen will. ich werde nicht hingehen.
und dann nehmen sie mir auch noch das adoptivkind weg, wenn ich versage, meiner geliebten frau nehmen sie es weg. aber dann werde ich eben meine frau noch mehr lieben und ich werde nicht mehr im tor stehen und wir werden hausaufgabenhilfe für migrantenkinder geben und tiere pflegen.
wir werden glücklich sein, weil wir da sind und um unser adoptivkind werben und wir werden uns endlich selbst adoptieren. selbst ehren als schöpfung gottes. ganz ohne geld und ansehen.
(prosa-gedicht von ingeburg peters)

Dienstag, 30. September 2008

friedhof für kreative köpfe

die restriktiven richtlinien mancher friedhöfe sind frustrierend. deshalb sind wir hier im herzen hannovers auf die idee gekommen, einen künstlerfriedhof ins leben rufen zu wollen.
wenn Sie interesse haben, an der realisierung mitzuarbeiten, bitte mailen.
es geht vor allem darum, dass ein fröhlicher friedhof, mit exponaten der jeweiligen künstler oder nach ihren vorstellungen gestaltet, eröffnet wird, auf dem sich die hinterbliebenen kreativer köpfe einfach viel wohler fühlen als auf herkömmlichen friedhöfen mit ihrem reglement.

Sonntag, 29. Juni 2008

Wasser

Is it drinkable? Diese Frage kommt bisher in deutschland nur von ausländern. natürlich ist es drinkable, unser gutes wasser aus den talsperren und dem fuhrberger feld hier in hannover. dass täglich tausende von menschen an verunreinigten wasser sterben, das erscheint immer noch weit weg, weit da hinten, wie goethe es formulierte, wo die völker aufeinanderschlagen.
aber so ist es nicht mehr wirklich. plötzlich schmeckte neulich das leitungswasser stark gechlort. was war passiert? bei langenhagen war vermutlich brauchwasser ans leitungswasser angeschlossen worden. in einigen straßen kaltenweides muss deshalb noch bis heute das wasser abgekocht werden. strafantrag wurde gestellt.
das hannoversche wasser schmeckt jetzt nicht mehr stärker gechlort, die sache scheint behoben, aber die beunruhigung bleibt. ein vorgeschmack darauf, was kommen könnte; ein geringfügiger test für uns, wie es sich anfühlt, worunter andere völker leiden.
beänstigend vor allem, wie einen die hohe tägliche zahl von tausenden toten durch schlechtes wasser bewegungsunfähig macht, den verstand lähmt, weil diese abstrakte zahl uns nicht aktiviert. was tun? nichts tun.
im grundstudium der nationalökonomie habe ich noch gelernt, die natürlichen ressourcen seien frei: wasser, luft. das stimmte schon damals nicht mehr.