ffm. Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmer können in Frankfurt ihr Cannabis künftig schnell auf Wirkstoffgehalt und mögliche Verunreinigungen testen lassen. Der Verein BASIS – Beratung, Arbeit, Jugend & Kultur wird voraussichtlich ab November mit einem mobilen Testgerät den Service in wechselnden Clubs, bei Festivals und auf Partys anbieten.
„Das ist praktizierter Gesundheits- und Verbraucherschutz“, sagt Elke Voitl, Dezernentin für Soziales und Gesundheit. „Denn nur wer weiß, was in seinem Cannabis enthalten ist, kann verantwortungsvoll und sicher konsumieren. Gute Gesundheitspolitik macht den Menschen keine Vorschriften – sondern hilft ihnen dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen.“
„Genau deshalb ist es wichtig, dass der Cannabis-Check mit einer kompetenten Beratung einhergeht“, sagt Annika Funke, Leiterin des Drogenreferats. „Wir erreichen auf diese Weise auch Konsumierende, die sich von anderen Angeboten der Drogenhilfe nur bedingt ansprechen lassen.“
Cannabis hat unterschiedliche Wirkstoffe, die mit dem Auge nicht erkennbar sind. Vor allem der THC-Gehalt schwankt je nach Sorte. Konsumierende können daher bereits seit Oktober 2025 mittwochs zwischen 15 und 20 Uhr ihr Cannabis kostenlos und anonym in den Räumlichkeiten des Vereins BASIS in der Wiesenau 27-29 testen lassen. Die Ergebnisse des Infrarot-Spektroskops liegen innerhalb weniger Sekunden vor.
„Im Auswertungsgespräch thematisieren wir die Risiken, geben Tipps, wie damit umzugehen ist, und natürlich verweisen wir auf weiterführende Hilfs- und Beratungsangebote“, sagt BASIS-Geschäftsführer Karsten Tögel-Lins. BASIS informiert bereits seit vielen Jahren auf Festivals und in Frankfurter Clubs über Risiken und Gefahren des Drogenkonsums.

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