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Montag, 7. September 2020

50Jahre #Petersmedienkunst: Hier "Disruption"


#Hannover. 50 Jahre #Petersmedienkunst: Schon 2002 verabschiedete sich der #Neoliberalismus allenthalben ungeordnet aus den alten fabrikanlagen, hier des continentalwerks in #hannover-#limmer, um die #Wasserstadt zu fantasieren und das selbstfahrende #conti-auto.
Dort blieb alles stehen, als sei den Arbeitern soeben der Hammer aus der Hand gefallen wie in Dornröschen. Nur wurde der Zauber nicht wieder gelöst.
Es kamen Jugendliche und zogen ultralange Kabel aus den eingeschlagenen Fenstern, um das in ihnen enthaltene Metall zu verscherbeln. Sprayer überfielen die vorsorglich für das Immobilienprojekt Wasserstadt zwangsgeraeumten kleingartensiedlungen mit Kapitalismuskritischen Kommentaren.
In der nahegelegenen ehemaligen israelitischen gartenbauschule Ahlem lagen im #maedchenhaus zertrümmerte fotokopierer neben Gardinen, die zugeschissenen Toilettenbecken zerschlagen, als ich mit einem Begleiter durchdrang.
Der Hausmeister von nebenan sagte auf meine Frage nach dem Zustand des Hauses, ein oelbehaelter im Keller des Gebäudes gehe garantiert demnächst in Flammen auf. Die Immobilie schien dem Besitzer unliebsam geworden zu sein, es konnte leicht ein Streichholz drangehalten werden.
Aber da kam nun ich des stets journalistischen Weges und schrieb in meinem kleinen Blatt darueber. Und wie von Zauberhand (Aehnliches passiert häufig durch meine Texte) wurden wenige Tage nach Veröffentlichung die zerbrochenen Fensterscheiben und ausgehaengten Tueren mit Holzverschalung versehen.
Und wieder einige Zeit später stand auf dem Bauschild zu lesen: "Ein Jüdisches Baudenkmal erwacht zu neuem Leben". Sic.
Ingeburg Peters

Donnerstag, 13. Februar 2020

Schon vor 35 Jahren verhallte der Hinweis auf Folgeschäden des Wachstums


1985 verfasste der Berliner Wirtschafts-Wissenschaftler Christian Leipert eine Studie, dass allein in dem genannten Jahr 186 Milliarden DM aufgebracht werden mussten, um durch die Wachstumswirtschaftspolitik hervorgerufene Schäden zu beseitigen und zu verhindern. Diese Kosten nahmen bereits da schon deutlich stärker zu als das Wirtschaftswachstum selbst. (aus meinem Archiv, ip)



Mittwoch, 13. November 2019

No future? Sich nicht gegeneinander aufhetzen lassen

ipfoto plastik statt karpfen im maschsee

Deutschlands Wirtschaft gehört lt. Magazin Focus inzwischen zu 85 Prozent ausländischem Kapital. Voran den Niederlanden, dann Amerika (dessen Regierung den Klimawandel leugnet), aber angesichts der weltweit radikal agierenden, oft unbekannten Hedgefonds besagt das Herkunftsland nicht allzu viel.
Auf die restlichen 15 Prozent bestehen ebenfalls starke Begehrlichkeiten. Shell zum Beispiel geiert auf Übernahme e.on und RWE usw..
Auch der Mittelstand ist im Visier.
Das bedeutet im Klartext, dass, wenn du gute Leistungen bringst, dir die Firma abgekauft oder ruiniert wird, falls du dich weigerst. Bei "Sonnen", dem Solaranbieter, ist das so passiert. Die gehören jetzt zu Shell. Die Lage ist also nicht gerade schön für Idealisten.
In Deutschland wird tapfer an der Wasserstofftechnologie geforscht, werden Batteriefabriken vorangetrieben, mit dem Cloud-Projekt Gaixa-X soll die digitale Abhängigkeit vermindert werden.

Während die Global Player derweil aufeinander los hetzen, massenweise Arbeitslose produzieren und Firmen in Teile zerstückeln, werden auch die Bürgerinnen und Bürger gegeneinander aufgehetzt...
Wehe, jemand verlangt noch nach einem Plastikbeutel, er könnte attackiert werden...
Das ist die falsche Richtung.
Denn die Gewinne der ausländischen Investoren fließen unversteuert ab, kommen nicht der Körperschaftssteuer zugute. Der Staat kassiert fast nur noch bei Lohn- und Einkommens- sowie Konsumsteuern, also bei uns.
ingeburg peters




Donnerstag, 30. November 2017

An alle #Frauen,die #ethisch und nachhaltig arbeiten wollen. Meine Tochter in Frankfurt gibt Tipps:

Cool! Freue mich auf Vernetzung mit den anderen 99 der #nachhaltige100. Ab 01/18 stärke ich bei @jumpp_FB die Vernetzung von Unternehmerinnen und Gründerinnen. #chancengleichheit #changemaker https://t.co/PkFErXXiaD

Sonntag, 20. August 2017

Heuchelei pur

Wochenmärkte sind heutzutage nur noch ein Schaugeschaeft für die Besserverdienenden. Die entpackten Plastikfolien werden sorgsam vorm Kunden versteckt.
Eine Ausnahme mögen die Bauernmaerkte sein, zumindest haben in Hannover der Adolphshof, Bauer Stolze und ein paar andere mein Vertrauen.
Letzten Winter erlebte ich dort eine alte Dame gutes Fleisch einkaufen, und zwar in großen Mengen (vermutlich für die Weihnachtszeit) und zu horrenden Preisen.
Auch die Abgeordneten vom nahen Landtag versorgen sich hier mit Qualität.
Und der Rest der Bevölkerung?IP

Samstag, 10. März 2012

beim bürgeramt

einem welpen wird inzwischen routinemäßig blitzschnell und ohne den besitzer zu fragen beim tierarzt ein erkennungs-chip unter die haut gejagt.
wann sind wir selbst dran?
Die ubin AG präsentierte auf der diesjährigen cebit in hannover biometrie der neuen generation: das passwort am finger! das ist akzeptabel.
aber im internet kursiert der einem mitglied der familie rockefeller zugeschriebene ausspruch, die menschen würden künftig alle gechipt, die armen allerdings mit anderen infos und zugangsmöglichkeiten drin als die reichen. sind das nur verschwörungstheorien?
ich kenne einen wissenschaftler persönlich, der geradezu stolz davon berichtete, wie sie lateinamerikanischen frauen ein kontrastmittel spritzten und sie dann durch eine dafür präparierte tür gehen ließen, aus der die frauen, dadurch nun unfruchtbar geworden, ahnungslos wieder heraustraten.
die digitale big-brother-welt steht also ganz konkret ante portas.
beim bürgeramt: fingerabdrücke einscannen. Die fingerkuppe n bisschen spitz aufgesetzt, schon funktioniert der computer-scanner nicht. 
ich phantasiere wortreich dazu: "Und später dann ein chip unter die haut, mit führerschein, auch internationalem, und dem kontostand, welcher kaste du angehörst, ob du in die besser ausgestatteten krankenhäuser darfst, und wenn du zicken drehst, schalten sie den chip aus und dann kannst du nichtmal mehr die straßenbahn bezahlen?"
„genau, so ist es“ kommentiert die mollige nette bürgeramts-angestellte diese tirade trocken. Das beängstigt mich motzende bürgeramtskundin fast noch mehr als der eigene temperamentsausbruch.
.

ip

Donnerstag, 10. Februar 2011

Deutsche Messe AG gründet Tochtergesellschaft in Russland


Das Foto zeigt Andrej Gross, Geschäftsführer der OOO Deutsche Messe RUS


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Hannover/Moskau. Die Gründung der Tochtergesellschaft der Deutschen Messe in Russland ist nun auch formell vollzogen. Das Unternehmen OOO Deutsche Messe RUS wurde in dieser Woche im russischen Handelsregister in Moskau eingetragen. „Dies ist in der Geschichte der Deutschen Messe AG ein wichtiger Meilenstein und legt im Rahmen unserer Auslandsexpansion die Grundlage für ein dynamisches Geschäft in Russland“, sagte Dr. Andreas Gruchow, Vorstand der Deutschen Messe AG, Hannover. Geschäftsführer der OOO Deutsche Messe RUS wird Andrej Gross, der seit Oktober 2010 für die Deutsche Messe in Moskau tätig ist und zuvor von Hannover aus den internationalen Vertrieb der Messegesellschaft steuerte.

Die Deutsche Messe richtete im September 2010 erstmals eine eigene Industriemesse in Moskau aus, die Industrial Trade Fair Moscow (ITFM). Zur Premiere kamen 270 Aussteller aus 25 Nationen. „Dieser Erfolg hat gezeigt, dass wir zur rechten Zeit in den russischen Markt eingetreten sind. Für die Weiterentwicklung unserer bereits bestehenden Veranstaltung sowie für das Etablieren von neuen Messethemen ist es unbedingt erforderlich, in Russland mit einer eigenen Gesellschaft vor Ort zu sein. Nur so können wir unser Geschäft ausbauen. Derzeit prüfen wir relevante Messethemen für den russischen Markt“, sagte Gruchow weiter.

Dieser Artikel ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.

Dienstag, 18. Januar 2011

der scheiß-wachstumsgedanke

2011 ist wahljahr.
jede partei, die den wachstumsgedanken weiterhin unterstützt, bringt uns den ruin.
für mich gibt es nur eine einzig sinnvolle wirtschaftsweise: die subsistenzwirtschaft, wie sie von frauen seit aberjahrtausenden geführt wird, wenn mann sie lässt.
damit meine ich schon autonomes wirtschaften, aber nicht stringente selbstversorgung um jeden preis.
in der wirtschaftswissenschaft nennt man das den breakeven-point.
akzelerator- und multiplikator-effekte müssen dabei natürlich ausbalanciert werden.
was im kleinen geht, bei mir seit über 40 jahren, muss auch im großen funktionieren.
die bauern dürfen dann wieder ihre eigenen samen züchten.
und die afrikaner und andere völker sollen wieder grund haben, in ihrem land zu bleiben und dort wirtschaften zu können. ip

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Es ist so weit

Ivan Illich: "Wenn Werkzeuge nicht unter politische Kontrolle gestellt werden, wird man sie in einer verspäteten technokratischen Reaktion auf die Katastrophe managen. Dann werden Freiheit und Würde weiter dahinschwinden, und die Menschheit wird sich auf bisher beispiellose Weise ihren Werkzeugen unterwerfen müssen." ....Gegenwärtig überlassen die Menschen gern einer Fachelite die Aufgabe, sich über die Zukunft Gedanken zu machen. Sie übertragen Politikern die Macht, die versprechen, eine Maschinerie zu konstruieren, die diese Zukunft möglich machen wird. Sie nehmen eine Zunahme der Machtebenen in der Gesellschaft hin, sofern die Ungleichheit die Voraussetzung für weitere hohe Outputs ist. (aus 'Selbstbegrenzung - eine politische Kritik der Technik')

Montag, 24. November 2008

eyes shut wide

weihnachten naht: unsere kunden sind besonders jetzt unsere besten freunde, halleluja!
mann kann nicht mehr in den krieg ziehen und aus ihm entlassen werden.
der krieg ist überall. und wir sind der terror, den wir bekriegen.
nur hier ist er momentan gerade noch nicht, in meinem büro, an meinem laptop, wie ein wunder kommt einer das vor. hier ist er noch nicht.
und hier will ich ihn natürlich auch nicht haben. schreckliche bilder unter www.whyhunger.com , wie ein menetekel. das böse ist präsenter denn je. schauen sie mal dort die bildergalerie durch.
wasser trinken, nichts als wasser. das flüssige gold, um das wir uns bald bekriegen werden. wer ist hier wir? wer sind wir? und wer sind die anderen? wer sind sie? es gibt falsch gepolte leute, die gibt's.

Freitag, 7. November 2008

regierung züchtet menschliche ratten, teil 2

ich fordere hiermit die wirtschaft auf, ihr recycling-problem nicht auf den verbraucher abzuwälzen, schon gar nicht auf die "mutti", wie es ein fachmann von der stiftung initiative mehrweg vorgestern formulierte (sic), die im supermarkt nach dem falschen einweg-kasten greift (bei derartigen beispielen für blödheit muss ja immer die frau herhalten).
schließlich verdient unsere wirtschaft ja an den konsumenten, also sollte sie sich innovativ etwas einfallen lassen, wie ihre verpackungen wieder rückgeführt und rückverarbeitet werden können, ohne dass arbeitslose im müll nach pfandflaschen ausschau halten müssen, so "lieb" das ja vom staat als zusatzeinnahme für an ertüchtigung interessierte rentner gemeint sein mag.
da geh ich völlig einig mit herrn pott, dem inhaber der bügelflaschenbrauerei pott im münsterland (www.potts.de), der sagt, die verbraucher würden derzeitig derartig reglementiert, dass er's nicht mehr aushalten könne, seien es nun die raucher oder trinker oder fettleibigen. nur die banker nehme der staat bisher seltsamerweise von seinem reglement aus...
bitte beachten Sie dazu auch kommantar 1 unter dem 30. juli 08 in meinem blog.

Montag, 8. September 2008

Wie sieht Deutschland heute aus?

Hallo Frau Peters,
ich laufe schon seit mehreren Jahren mit einigen Gedanken herum. Ich hoffe, diese mit Ihnen teilen zu können. Sie haben, soweit ich mitbekommen habe, sehr offene Augen. Es ist ja auch nicht mehr normal für eine Journalistin, man muss sich schon überall informieren...
Wie sieht Deutschland heute aus? Fühlen wir uns wirklich so gut? Geht es mit der Wirtschaft nach oben weil es mit der Wirtschaft nach oben geht oder nur weil es so in den Medien propagiert wird? Werden wir belogen, um glücklich zu sein? Können und müssen wir mit wachsender Staatsmacht leben?
Die ganzen Überwachungsstrukturen, entwickelt in DDR-Zeiten sind nun in das tägliche Leben geschwappt. Keiner der verbalen Heißluftgebläse der Politik macht sich irgendwelche Gedanken über die Auswirkungen deren dreckiger Gesetze, zusammengeborgt aus den dunkelsten Stasi-Unterlagen, verhunzt und in ein Zensur-Korsett gepresst. Eine Schande für Deutschland, einst ein Land der glücklichen, freien Deutschen.
Es wird überwacht, was sich nur überwachen lässt. Das dunkle Internet darf natürlich nicht fehlen. Die riesigen Datenmengen, die täglich durch die Leitungen sausen, wollen sich aber nicht so recht beherrschen lassen. Da werden die Server des Anonymisierungs-Projektes TOR beschlagnahmt in der Annahme, dort Protokolle der anonymen Kommunikation finden zu können. Technisch unversierte Politiker versuchen sich an Medien, die für sie unverständlich aufgebaut sind. Es kann doch nicht sein, dass es rechtsfreie Räume gibt. Wo kämen wir denn hin, wenn es irgendwo undefinierte Zustände gäbe?
Das Volk, verdummt durch die Bild-Zeitung, sieht immer schlechter durch die Brille des Fernsehens welches schon immer das beste Medium war, um Propaganda zu verbreiten. Wer aber Innen sitzt weiß nicht wie es von Außen aussieht.
Das Volk, früher nicht wissend, wo man das ganze Gehalt oder Lohn ausgeben soll, außer für drei- oder vierfach vorhandene Lebensversicherungen, weiß jetzt nicht was tun, wenn am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig bleibt.
Wir leben also in den Zeiten der, ach so tollen, Globalisierung. Man spricht von Terrorismus, der als Deckmantel für alle Zensur- und Überwachungsspielchen der Politik dient. Man spricht von Globalisierung, wenn es um die Löhne geht. Sobald aber ein Unternehmen nicht mehr die ausgetrockneten Brieftaschen der Deutschen auspressen kann heißt es, dass die Wirtschaft nicht mehr gut läuft.