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Donnerstag, 9. Oktober 2025

Justizministerin Dr. Wahlmann: Wer eine Frau tötet, weil sie eine Frau ist, der gehört lebenslänglich hinter Gitter.

Dr. WAHLMANN Foto: Justizministerium

Rede der Niedersächsischen Justizministerin Dr. Wahlmann Aktuelle Stunde im Landtag – Klare Kante gegen Gewalt an Frauen. Es gilt das gesprochene Wort!

"Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete, Jeden Tag wird in Deutschland im Schnitt mindestens eine Frau oder ein Mädchen getötet – die meisten durch ihren Partner, ihren Ex-Partner oder einen nahen Angehörigen. 52.330 Frauen und Mädchen wurden im Jahr 2023 Opfer einer Sexualstraftat. Das sind 143 pro Tag.

Auch online erfahren Frauen mehr Gewalt. Rund 62 Prozent der Opfer digitaler Gewalt sind weiblich. Im Berichtsjahr waren 17.193 Frauen und Mädchen in Deutschland betroffen von Taten wie Cybergrooming oder Cyberstalking.

So geht es nicht weiter. Im letzten Jahr haben wir alle miteinander unser Grundgesetz gefeiert – und waren alle miteinander stolz auf unsere freie, egalitäre Gesellschaft, in der alle die gleichen Rechte und die gleichen Pflichten haben und in der Männer und Frauen gleichberechtigt sind. In einer solchen Gesellschaft muss es aber auch jeder und jedem möglich sein, sich frei zu bewegen und sich sowohl im öffentlichen Raum als auch im Internet und – insbesondere – in den eigenen vier Wänden sicher zu fühlen. Wir haben darum eine ganze Reihe an Gesetzesinitiativen auf den Weg gebracht, damit alle, und insbesondere auch Frauen und Mädchen – die Hälfte der Gesellschaft – sicher bei uns leben können.

Wenn ein Mann eine Frau als sein Eigentum betrachtet und sie tötet, weil sie sich seinem Willen widersetzt – weil sie anders leben will, weil sie sich anders kleidet, weil sie ausgeht – dann ist das ein Femizid und muss grundsätzlich als Mord bestraft werden. Ich freue mich daher sehr, dass ich auf der Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister all meine Ministerkolleginnen und -kollegen davon überzeugen konnte, dass die Tötung aus geschlechtsspezifischen Gründen zukünftig als Mordmerkmal ins Strafgesetzbuch aufgenommen werden soll. Und auch die große Koalition auf Bundesebene hat dieses Vorhaben im Koalitionsvertrag stehen. Jetzt muss der Bund schnell handeln:

Wer eine Frau tötet, weil sie eine Frau ist, der gehört lebenslänglich hinter Gitter.

Auch beim strafrechtlichen Schutz vor bildbasierter sexualisierter Gewalt ist die JuMiKo unserem Beschlussvorschlag gefolgt, mit dem wir weitere Strafbarkeitslücken schließen wollen. Wussten Sie, dass das reine Fotografieren von unbekleideten Personen in öffentlichen Umkleidekabinen und Duschen nicht strafbar ist? Das ist absolut inakzeptabel.

Das gleiche gilt auch für die Herstellung von Deepfakes – durch KI manipulierte Bild- und Videoaufnahmen. Mittlerweile ist es ein Leichtes, die Nachbarin oder Kollegin in einem Porno auftauchen zu lassen. Auch das ist nicht in Gänze strafbar. Wenn solche Fake-Pornos aber viral verbreitet werden, dann kann das gravierende Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Person haben und einen Menschen psychisch – und auch gesellschaftlich – ruinieren. Dem müssen wir entschlossen begegnen – und auch dazu hatte unser Antrag an die JuMiKo Erfolg. Auch im Land selbst haben wir gehandelt:

Wir haben eine zentrale Fachstelle gegen digitale Gewalt eingerichtet, die bereits eine Qualifizierungsoffensive zu bildbasierter sexualisierter Gewalt gestartet. Auch bei verbaler und nonverbaler sexueller Belästigung werden wir hoffentlich zeitnah eine Änderung des Strafgesetzbuches erreichen. Keine Frau und kein Mädchen muss es sich gefallen lassen, wenn wildfremde Männer sie lautstark sexuell belästigen oder sie mit mehreren Männern umzingeln und dabei Kopulationsbewegungen machen. Das muss strafrechtliche Konsequenzen haben. Dafür werden wir sorgen.

Und schließlich werde ich auf der nächsten JuMiKo im November einen Antrag einbringen, mit dem wir Vergewaltigernetzwerke austrocknen und den Besitz von Vergewaltigungsvideos unter Strafe stellen.

 Es macht mich schier fassungslos, dass Hunderte von Männern ihre eigenen Frauen betäuben, vergewaltigen, die Vergewaltigung filmen und hochladen sich dann auch noch in Vergewaltigernetzwerken im Internet dafür feiern lassen. Und es macht mich ebenso fassungslos, dass der reine Besitz von Vergewaltigungsvideos straflos ist.

Diese Videos werden doch überhaupt nur produziert, weil es einen Markt dafür gibt. Jeder Mann, der solche Videos besitzt und konsumiert, missbraucht die betroffene Frau damit moralisch zum zweiten, dritten, vierten Mal. Das muss – und das wird – ein Ende haben. Der Besitz von Vergewaltigungsvideos muss bestraft werden.

Außerhalb des Strafrechts stärken wir die Möglichkeiten unseres Rechtsstaats, Gewalttaten zu verhindern. Das betrifft etwa die elektronische Fußfessel bei Gewalttätern, die wir im NPOG verankern werden. Damit werden die Opfer häuslicher Gewalt zukünftig gewarnt, wenn sich der Täter wieder nähert – und damit werden wir zukünftig zahlreiche Wiederholungsfälle schwerwiegender häuslicher Gewalt verhindern.

Die Betroffenen lassen wir dabei nicht allein. Mit der psychosozialen Prozessbegleitung unterstützen wir bereits Opfer häuslicher Gewalt im Strafprozess. Künftig erproben wir dies auch für das Gewaltschutzverfahren."

Dass solche Plakat-Aktionen nötig sind, spricht Bände. ipfoto
Tara-Louise Wittwer: https://youtu.be/ygNnSBeAGJ0?si=je8s4WEKIP8b73AN

Sonntag, 14. Januar 2024

Strapaziöser Sonntagsspaziergang




IP-Ideenfotos



#Hannover. Nur #Ignoranten können noch genussvoll in der Natur spazieren gehen. Andere sehen die ins Wasser gestürzten Baumstämme an der Brücke Königsworther Straße, den überall in Büschen verfangenen Müll. Konnte an einem der gesunden Alleebäume am Weddigenufer (lasse mich über diesen Namen und das gesamte Kommandanten-+Flottenviertel dahinter an dieser Stelle nicht aus) noch vier Reißzwecken mit den Fingernägeln aus der Borke abziehen, das damit festgezwickte Plakat bereits vor Monaten. 
Die Polizei fährt an der Bastion mit Spürhündin auf. Deren Führerinnen in kugelsicheren Westen lassen die Schleppleine lang und zeigen den Weg zurück, wenn sich die Leine verfangen hat. 
Sonntags sind hier wohl besonders viele Drogen versteckt, ganz nach Nachfrage? 
Unterhalb des Heizkraftwerks verrotten FestivalZelte und die Sprayer sind sich nicht zu schade, Bäume anzusprühen. Auch dort ist der Drogenkonsum überwiegend Teil des Selbstverständnisses?
Im ehemaligen Bordell Braunstraße finden sich ausschließlich Ibrahims und Mohammeds an den unzähligen neuen Briefkästen, kein deutscher Name. Stirbt unsere Ethnie aus? 
Das Damaskus mit seinen syrischen Spezialitäten hat sich vernünftigerweise völlig aus dem Nachtleben ausgeklinkt und öffnet nur noch von Montag bis Freitag bis 19 Uhr. 


 

Donnerstag, 22. September 2022

Podcasttext Klimastreik von Marlene Stamerjohanns

 Aus aktuellem Anlass:

Hör dir Hambacher Forst .m4a, ein Text Marlene Stamerjohanns, Wilhelmshaven, gelesen von Ingeburg Peters an auf #SoundCloud

https://on.soundcloud.com/qEh93


Dienstag, 14. April 2020

Coronavirus-Zeit vermehrt die Aggressivität

#Hannover. Die Stimmung in der Bevölkerung ist grottenschlecht. Meine Tochter holte die Polizei, als zwei einen festhielten und ein weiterer ihn in den Bauch trat.
Die Drogendealer haben Hochsaison. Auf den Buergersteigen haendigen sie im Vorbeiradeln Ware aus.
Eine ältere Frau mit großem Gepäck kauerte in der Adolfstrasse. Bot an, ihr zur Caritas hinüber zu helfen. Sie lehnte ab.
Vier betrunkene Typen am Ihmeuferweg ließen mich nur durchgehen, weil sie Polizei auf der Brücke sahen. Ip
Hier hat jemand seine gefüllte Zeugnismappe weggeworfen. Und Rüpel, die schwarze Katze mit den krummen Vorderpfoten ist aus der Glocksee ausgebuechst. Nur falls ihr sie seht... Ipfoto



Sonntag, 22. September 2019

Du musst ein Schwein sein in dieser Welt

Mir ist es ähnlich mit dem Amtsgericht Hannover ergangen. Die haben mir praktisch die Menschenrechte abgesprochen, das Recht auf unversehrtes Wohnen, auf Privatsphäre. Ip
Drecksfotzenrichter fällen geisteskrankes Urteil gegen Renate Künast, das Justizia wie eine Schlampe aussehen lässt, die auf den Sondermüll gehört.

Sonntag, 16. Juni 2019

Hallo Stadtverwaltung #hannover.

#hannover.
Oberhalb der ihme-terrassen müssen dringend solche solarlampen wie am KlaraZetkinweg installiert werden. Wegen der extremen Kriminalität rät die Polizei Anwohnern bereits, die Gegend zu meiden. Zu recht, denn es standen schon einzelne Bewohner finsteren Gruppen von 30 Leuten gegenüber...

Mittwoch, 22. November 2017

Wundervolle Weihnachtszeit

#Hannover. Am Goetheplatz und in der Calenberger Str. Werbeplakate: "Wundervolle Weihnachtszeit in #Hamburg". Der Kampf an der Heimatfront um die Millionen € aus 13. Monatsgehaeltern sowie dem #Kleingeld der #Selbsthilfegruppen beginnt. Manche Leute fahren auf Weihnachtsmarkttour, von Berlin bis Strassburg. Goslar gefällt am besten. Gruppenkuscheln beim #Eiergrog, da stellt man sogar mal den Spion auf lautlos. Rundherum mit Polizeischutz, den der OB noch schnell zur Terrorabwehr organisiert hat.

Donnerstag, 24. November 2011

dunkler dämon deutschland

aus der grundschulzeit des kindes gibt es immer noch türkisch-stämmige freundinnen und befreundete familien. die eine tochter studiert medizin, (oma hat sich um die enkel gekümmert, ich habe mich für ihre aufenthaltsgenehmigungsverlängerung hier stark gemacht) während ihre mutter als kassiererin im supermarkt arbeitet, der vater bei vw.
die mutter erzählte mir mal, sie trüge nach der arbeit auf dem heimweg immer ein weißes kopftuch, damit man ihre dunklen haare nicht sehe, und sie so einem überfall entgehen könnte.
ich hielt sie für überspannt mit diesen vorstellungen, bis heute.
dabei fällt mir seit längerem schon der hohe anteil strohblonder polizistinnen auf. noch nie habe ich hier in hannover einen schwarzen polizisten oder eine dunkelhäutige polizistin gesehen.
aber ich kenne eine familie, deren vater weißer wissenschaftler ist, die mutter schwarze hausfrau, auf die genau die geschichte der bedrohten familie krause heute auf spiegel-online zutreffen könnte....ip

Montag, 26. September 2011

Die Polizei, Dein Freund und Helfer - eine Nostalgie?

Seit über 40 Jahren wohne ich an gleicher Stelle und engagiere mich hier. Wenn eine nachts aus dem Fenster gefallene Alkoholikerin um Hilfe rief, oder irgendwo die Scheiben zersplitterten, wer rief die Polizei, ich. Das hat offensichtlich einen schwerwiegenden, traurigen Nachteil für mich, denn wer sich dort meldet, scheint selbst in den Fokus des polizeilichen Interesses zu geraten.
Neulich geht nämlich jemand hinter mir her. Ich fühle mich beobachtet, bleibe stehen, lasse ihn vorgehen, und vorm Haus verwickelt er mich in ein Gespräch über die Straße. Die sähe ja schlimm aus. Ich: "Nein, heute sieht sie super aus. Und dass das so ist, ist meinem permanenten Kontakt zur Müllabfuhr und zum Bauordnungsamt zu verdanken."
Schließlich stellte sich der gute Mann als ehemaliger Kripo-Beamter Grube heraus, der mir den wirklich aufbauenden Rat gab, ich solle der Polizei nicht auf den Wecker gehen.
Auch bei der Ihme-Zentrums-Räumung der Hausbesetzer mit Riesen-Polizeiaufgebot, waren alle Beamten, die ich mit gezücktem Presseausweis (DJV, also Superior-Qualität) etwas fragte, ausgesprochen abweisend und unfreundlich.Wegen einer Handvoll Hausbesetzern kamen mindestens 5 Mannschaftswagen, Dutzende Polizisten  in kugelsicheren Westen sowie Kripo-BeamtInnen, die in gespannter Aufmerksamkeit die Lage kontrollierten, und der Einsatzleiter machte nicht den Eindruck, dass ihm die Verwalterfirma Simchen auf den Wecker ginge. Die Vertreterin der Wohnungseigentümer wurde erst spät hinzugerufen, als alles schon geräumt war.
Wie steht es vorm DGB-Haus am Klagesmarkt geschrieben: "Nicht Ruhe, nicht Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit, ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit" (Otto Brenner, Antifaschist und Ratspolitiker, 1956 - 1972 Erster Vorsitzender der IG Metall).
Da scheint aber zumindest hier in Hannover die Eiszeit ausgebrochen zu sein. ip

Mittwoch, 9. Februar 2011

undurchsichtig und gefährlich

bin hocherfreut heute, denn ein lieber netter idealistischer jugendlicher aus ostdeutschland, wo es so verdammt wenig arbeitsplätze gibt, ist bei der hiesigen bundeswehr ausgemustert worden.
er wollte 4 jahre wehrdienst absolvieren, allen möglichen afghanistan-gefahren eingedenk, um mit dieser kostspieligen ausbildung später in den personenschutz zu gehen.
bin ich froh! einer weniger für den undurchsichtigen personenschutz. hab ihm meine hilfe angeboten, wo es friedliche existenzmöglichkeiten geben könnte.
es wird nämlich reichlich unübersichtlich mit diesen privat-polizisten.
wer soll die noch von betrügern unterscheiden können?
beispielsweise gestern abend 22 uhr auf der hannoverschen goethestraße: ein nach polizeibus mit lampen und beschriftung "www.zoll-gegen-schwarzarbeit.de" aussehendes gefährt. In dem Wagen schien jemand verhört zu werden. Ich linste neugierig hinein, worauf abweisende Blicke mich trafen.
Die genannte Website hat kein Impressum und scheint ein übler Angstmacher-Trick zu sein, mit dem Aufruf, andere Menschen zu denunzieren.
Neulich erschien auch mal ein Typ bei mir, um meine Rundfunkgeräte zu sichten, er sei vom NDR, ließ mich aber seinen Ausweis nicht kopieren...
das kann einer schon sorgen bereiten.
in ägypten hingegen laufen die polizisten in jeans und t-shirt zwischen den demonstranten umher und filmen mit handys laut frankfurter allgemeine diejenigen, die es wagen, mit journalisten zu sprechen, um kurze zeit darauf möglicherweise als verschollen zu gelten...
die lage dort wie hier kann eigentlich nur noch als traumatisierend bezeichnet werden.ip

Mittwoch, 19. Januar 2011

Verfahren zum G8-Gipfel in Heiligendamm

Monty Schädel: „Es bleibt der Eindruck: Die Polizei darf als einzige ungestraft vor Gericht lügen!“


Mehr als dreieinhalb Jahren nach dem G8-Gipfel in Heiligendamm hat das Verwaltungsgericht Schwerin heute über die damals von der Polizeisondereinheit KAVALA erlassenen Allgemeinverfügung eines Demonstrationsverbotes im Landkreis Bad Doberan verhandelt.
Auch wenn die fünf Richter das Urteil erst für Anfang Februar in Aussicht gestellt haben, machte der Vorsitzende Richter in der Verhandlung bereits Tendenz eines möglichen Urteils deutlich. Danach würde das umfassende Demonstrationsverbot der Polizei für den Raum auch außerhalb des Schutzzaunes um Heiligendamm, dem Bundesverfassungsgericht folgend, für rechtswidrig erklärt werden. Im Weiteren würde der zweite Klagepunkte der Globalisierungsgegner, festzustellen, dass die damaligen
Polizeiausführungen zur Lageeinschätzung vor dem Bundesverfassungsgericht auf unwahren und übertriebenen Behauptungen beruhten, sich jedoch erübrigen und keiner Prüfung bedürfen. Eine neue Regelung zur Übernahme der Verfahrenskosten für die
Globalisierungsgegner sei ebenfalls nicht nötig.
In einer ersten Stellungnahme schätzte der Politische Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG-VK) und damalige Rostocker Koordinator der Gipfelproteste Monty Schädel die Überlegungen des Gerichtes als „abträglich für das Vertrauen in den Rechtsstaat“ ein.

Was in jeder nachmittäglichen Gerichtsshow selbstverständlich ist und für den Rechtsstaat sprechen sollte: „Vor Gericht darf nicht ungestraft gelogen werden“, soll für die Polizei offensichtlich nicht gelten. Monty Schädel: „Die Polizei darf zur Durchsetzung ihrer Interessen vor Gericht die Unwahrheit sagen, und obwohl es nicht nur zugegeben wird und es einen Berg an Belegen dafür gibt, sieht das Gericht keine Veranlassung diesem Sachverhalt auf den Grund zu gehen oder dieses gar zu rügen. Das ist völlig unverständlich und stellt nach der Glaubwürdigkeit der Polizei jetzt auch die Unabhängigkeit von Gerichten und damit zunehmend den Rechtsstaat in Frage!“ Der damalige Koordinator betonte: „Es ist nicht ausreichend, dreieinhalb Jahre später Recht zu bekommen. Noch dazu, wenn man es nicht wahrnehmen konnte. Gerade die Rüge der Verweigerung von Rechten durch öffentliche Instanzen wie der Polizei, machen die Stärke des Rechtsstaates aus. - Bleibt sie aus, ist der Rechtsstaat in Frage gestellt. Es bleibt der Eindruck: Die Polizei darf als einzige ungestraft vor Gericht lügen!“

Der DFG-VK-Geschäftsführer hofft jetzt darauf, dass das Gericht durch die im Verfahren dargelegten Begründungen der Globalisierungskritiker seine Überlegungen überdenkt. „Es geht auch dreieinhalb Jahre nach den Ereignissen nicht darum, dass ein salomonisches Urteil sondern Recht gesprochen wird.“

Dieser Artikel ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Kritik von Journalistenverband und Amnesty International + + +

+ + + Einsatzleiter der dänischen Polizei gibt während Klimaverhandlungen (COP15, Kopenhagen) Anweisung die Presse anzugreifen + + +
Aufzeichnungen des dänischen Polizeifunks zeigen, dass ein Einsazleiter der dänischen Polizei dazu animierte, Presseangehörige anzugreifen. Ort der Geschehnisse: Proteste außerhalb des Konferenzgeländes am 16. Dezember 2009 während des Klimagipfels in Kopenhagen (COP15).
Der Polizeifunk wurde aufgezeichnet und ist nun Teil einer dänischen Dokumentation über die Proteste im Rahmen der COP15, die heute ihre Premiere beim dänischen Fernsehsender DR (http://www.dr.dk/pirattv/nyheder/) hat.
Der Film begleitet die Aktivistinnen Stine und Tannie, die als Pressesprecherinnen des internationalen Netzwerks Climate Justice Action auftraten. Im letzten Monat wurde sie verurteilt als Teil der Demonstrationen die Sörung der öffentlichen Ruhe und Gewalt gegen Polizisten geplant zu haben.
Weitere Informationen zu ihrem Fall:
http://www.guardian.co.uk/environment/2010/nov/25/copenhagen-climate-activists-found-guilty
Zu den Gesprächs-Aufzeichnungen:
http://politiken.tv/nyheder/indland/ECE1143276/indsatsleder-i-hugger-bare-til-dem/
Englische Übersetzung: http://www.climatecollective.org/post/165
Die Polizei wurde angewiesen den Lautsprecherwagen der Demonstranten zu beschlagnahmen, von dem aus sich Redebeiträge und Informationen an die Protestierenden richteten.
Schlagt die Presse

Die Polizisten wurden wiederholt aufgefordert die Presse zu schlagen:
“Ich weiß hier vorne ist viel Presse, aber sie sind in der Risikozone. Es ist ihr Problem...”, sagt der Einsatzleiter der Polizei.
Später wird die Botschaft noch deutlicher:
“Es ist Presse zwischen den Autos – sie werden die selbe verdammte Behandlung bekommen.”

Die dänische Journalistenvereinigung und Amnesty International kritisieren die Statements der Polizei vehement.
Dänische Journalisten Vereinigung
Presse Kontakt: http://www.journalistforbundet.dk/sw48335.asp
Amnesty International
Pressekontakt in Dänmark: http://www.amnesty.dk/side/pressekontakt

Dieser Artikel ist eine Presseinformation, kopiert und eingefügt.