Montag, 12. Februar 2024
Muttermord
Mittwoch, 8. Februar 2012
assauer, alzheimer, demenz & co.
rudi assauer, ehemaliger deutscher fußballprofi, hat seine von alzheimer betroffenen verwandten im heim ignoriert...
habe manchmal eine über 80jährige mutter mehrerer söhne besucht, weil sie tagelang niemand zum sprechen fand und ihren hannoverschen sohn hat das null interessiert. ich erinnere mich noch, wie er auch bei seinen seltenen besuchen keinerlei rücksicht auf das schlechter werdende gehör der mutter nahm.
wenn diese söhne dann aber ins alter kommen, spielen sie den könig im eigenen reich, tricksen bewundernswert mit ihren ressourcen herum, und wollen ihre bedürftigkeit auf teufel komm raus nicht wahr haben. fachleute sprechen hier nun von schamgefühlen, die demente daran hindern, hilfe zu suchen.
bei den alten männern, die zumindest ich kenne, ist dies schamgefühl aber brillant unter einem grenzenlosen anspruchsdenken bestens versteckt.
der oben genannte sohn, nun seinerseits schwerhörig, gibt kryptische antworten auf fragen, weil er deren wortlaut nur noch erraten kann. aber er hat gelernt, um den sieg zu kämpfen, koste es was es wolle.
und nie eine schwäche zu zeigen. rollator wegen der atemnot? nicht um die welt voll affen, was würden die leute denken.
und er wird sicher eine frau finden, die ihn umsorgt, einfach weil es so üblich ist, so wie rudi assauer, nun selbst an alzheimer erkrankt, eine filmerin gefunden hat, die ihn unsterblich macht.
um die traumatisierte alzheimer-mutter eines bekannten hingegen kümmerte sich niemand, bis sie vor kurzem endlich nach immer größerer hinfälligkeit starb. vater, sohn und heiliger geist haben wohl besseres zu tun, als die in der überzahl weiblichen anhängerInnen aufzufangen.
vermutlich werde ich jetzt wieder der männer-diskriminierung bezichtigt. aber in meinem umkreis ist es so wie beschrieben.
ip
Samstag, 3. September 2011
"Haut- und umweltfreundlich: Penis mit TravelPussy-Gel einreiben und Sie sind bereit für ein wunderschönes Erlebnis" ? das etwas andere schoß-gebet
bei niki de st. phalles' nanas an der mike-gehrke-promenade (sic) in hannover kann dies unmittelbar verstanden werden.
kunsthistorikerInnen, die die geschichte der künstlerin kennen, die von ihrem vater vergewaltigt wurde, sehen vielleicht noch etwas genauer und mehr, sehen das sperma-motiv auf den ach so bunten figuren, die gesichtslos nur aus busen und unterleib bestehen.
wer sich ganz allgemein und weniger kunst-sinnig über unsere sucht-gesellschaft weiterbilden möchte, kann in der niedersächsischen landeshauptstadt auch im automaten braunstraße/ecke königsworther straße eine künstliche vagina ziehen. die drei euro sollen wohl für arme schweine den besuch des bordells dort sparen helfen, zu einem zehntel des puff-preises. das teil aufblasen oder mit warmem wasser füllen und schon kann's losgehen.
jedem mädchen oder jungen, dem auf diese weise vergewaltigung erspart bliebe, käme der automat recht, ob in hannover oder sonstwo auf der welt. aber leider gab es den wohl nicht an der odenwaldschule, neben katholischen beichtstühlen oder bei kinderstar-regisseuren in hollywood. sie wären ohnehin verschmäht worden, da der macht-faktor 'erniedrigung des opfers' dabei fehlt .
was wunder, wenn inzwischen auch viele frauen sex-toys kaufen. auf spiegel-online kommentiert eine kundin den dildo in ihrer hand: "ist doch toll, wenn da keiner dranhängt. der sagt nichts, deswegen find ich den so schön." text/fotos/fragezeichen: ip
überschrift aus packungsbeilage
Samstag, 20. August 2011
sucht-verhalten hat viele gesichter - eine buch-empfehlung
denn erst jetzt lernte ich einige neurotische letzte (haus-)frauen/gattinnen/tigermütter näher kennen, von der gesellschaft und ihren männern dominiert, betrogen oder durch deren versterben/scheidung/innere emigration/alkohol-flucht usw., zurückgelassen in dieser selbst geschaffenen bösen welt, die von den kindern ausgebeutet werden oder ausgebeutet sein wollen, und deren gedankenwelt ich verstehen möchte.
deshalb wienere ich in phänomenologisch-hermeneutischer feld-forschungs-manier empirisch das stöfchen an stellen, die man gar nicht sehen kann von außen.
gegen einige von ihnen war hannelore kohl noch 'ne ulk-nudel, die keinesfalls einen einzelfall darstellt, wie ich jetzt weiß.
viele dieser klassischen frauen möchten sich nach wie vor im grunde in luft auflösen in ihrer grenzenlosen anpassungsfähigkeit.
und auf mir nun laden sie in imitatio männlicher herrschafts-manier ihre ganze selbst- und fremd-verachtung ab, indem sie schmutzige stellen aufzeigen, in und an meinen taschen, in und an meiner psyche, meiner physis, meiner küche vor allem.
sauberkeit ist eine zier, zweifelsohne. und hitler war vegetarier.
ich empfehle dazu das buch von anne wilson schaef (dtv) "Die Flucht vor der Nähe", untertitel: warum liebe, die süchtig macht, keine liebe ist. denn viele (familien)-beziehungen kranken an übersteigerten emotionen, romantischen wunschvorstellungen und besitzergreifendem verhalten.
schaef zeigt auf: jemanden wirklich zu lieben heißt, immer bei sich selbst zu bleiben und doch gemeinsam mit dem anderen den lebensweg zu gehen.
stattdessen herrscht viel zu oft kontrolle vonseiten aller beteiligten vor. und das sei genau flucht vor nähe in sucht-verhalten, erläutert schaef. sex-sucht zum beispiel durchzieht unsere gesamte gesellschaft wie ein schimmel-pilz. die ständige suche nach kicks aller art lässt die leute zu misstrauischen lügnern werden.
was die putz-sucht betrifft (häufig auch bei muslima bis zur völligen muskelverhärtung anzutreffen), muss es daran liegen, dass diese arbeit nicht bezahlt und auch nicht geehrt wird, mit dem zusammenbrechen einer familie also eine totale überflüssigkeit dieser feen entsteht, die sich dann plötzlich in armut und not gestoßen sehen, oder, bei besseren verhältnissen, der totalen isolation gegenüberstehen. also noch mehr putzen, was sonst?
aber auch sogenannt selbstständige frauen wie zum beispiel ich müssen mal sehr sehr genau hinschauen, ob sie sich wirklich nicht beherrschen lassen wollen, egal, von wem, ob das nun ein mann, eine andere frau, kinder, banken, vermieter, arbeitgeber, öffentliche institutionen, die regierung sind.... ip
fortsetzung folgt.
Samstag, 1. Januar 2011
alles beim alten...neujahr teil2
am anderen ende vielleicht mutti, nicht in den genuss des neujahrssegens gekommen, weil mit dem abwasch beschäftigt.ip
Dienstag, 27. Juli 2010
Gehechel zur Sommerpause
Mehr als Merkel gemacht hat, kann man(n) echt nicht machen in dem Job, sie hat sich die Sommerpause wirklich verdient, aber nur testosterongeschwängertes Gehetze und Intriganz pflastern ihren Weg.
So ist das Leben eben für eine mächtige Frau.
Nun die fast schon normale Variante der Ohnmacht:
Eine Frau reflektiert laut gegenüber einer zweiten ihren Zigarettenkonsum: "Vielleicht steck ich mir eine Zigarette an, vielleicht auch nicht...
Selbst wenn ich es irgendwo rieche, muss ich es nicht haben...
Aber die Claudia, die raucht die ganze Zeit im Auto und nimmt es nichtmal wahr...
Zwei bis drei Zigaretten am Abend, das reicht.
Tagsüber, im Job, kann ich's lassen."
Und so weiter über eine schier endlose Zeitstrecke, wie mir schien.
Dann wechselte sie das Thema zu ihren Krampfadern.
Sie könne gar keine Röcke mehr tragen.
Und so weiter und so fort, siehe oben.
Jetzt warf ich neugierig einen Blick auf die Frau, nachdem ich diese Minderwertigkeits-Tiraden mitanzuhören satt hatte.
Sie war schlank und gut aussehend...
Womit wir zum Thema Aussehen kommen.
Mein Nachbar sagt, die Merkel hätte in Bayreuth unmöglich weite Hosen angehabt, ob die keinen stilistischen Berater hätte.
Ich sage, Mann, Du musst ja nicht mit ihr ins Bett gehen, sie ist die Kanzlerin, und natürlich könnte sie sich einen Spezialisten halten, der sie innerhalb kürzester Zeit auf Schön und Schlank trimmen würde.
Was aber wäre dann gewonnen?
Dann begänne ein neues Gehechel:
Was ist denn mit der los?
Will sie jetzt Models Konkurrenz machen?
Und so weiter und so fort, siehe oben.
Mittwoch, 24. Februar 2010
Bleibe bei dem, was dir dein Herz rät - aber wer fährt jetzt wohl den Phaeton?
im ersten artikel kurz nach dem bekanntwerden, dass käßmann zu viel vom blut christi genossen hatte, kommt der neid auf ihren vw phaeton durch.
im zweiten, nach dem rücktritt, wird über die mordmaschine auto unter alkoholeinfluss räsoniert, die ihren rücktritt nachvollziehbar mache.
jene mordmaschinen, der geliebte hätschel-fetisch des auto-mannes (besonders und gerade am niedersächsischen vw-standort), in denen hauptsächlich männer (unter alkohol oder ohne, bekifft oder "nur" aggressiv) so viele schwere unfälle mit todesfolge verursachten, wie es die vergangenen weltkriege nicht geschafft haben.
nicht geredet von dem, was da hinten so rauskommt aus dem auspuff...dem immer noch sichersten selbstmordmittel schlechthin, persönlich und für die welt-gesellschaft.
wir hier in hannover-mitte kannten bisher käßmann immer nur auf dem fahrrad fröhlich an uns vorbeiradelnd.
Sonntag, 5. April 2009
almstetten, afghanistan, manhattan, göttingen
einmal lebenslängliche folter bitte. manchmal im keller des hauses angekettet. lange vor almstetten und co. hörte ich schon von solchen fällen.
das ist so selten nicht, aber nur selten kommt es überhaupt vor gericht.
oft bleibt der mann hoch angesehen, er kann frauen- und kinderschänder sein, macht nichts, macht nichts, schon gar nicht, wenn er woody allen heißt.
oder - als historisches beispiel -georg christoph lichtenberg (1742-1799), das 1,43 kleine berühmte wissenschaftler-krüppelchen aus göttingen mit seiner minderjährigen haushälterin, der stechardin, die mit noch nichtmal 13 seine fick-mamsell wurde.
er ritt nach eigenen aussagen ständig auf ihr herum.
bis sie 17jährig (!) mit aufgedunsenem gesicht starb.
mitten in leipzig gemahnt übrigens eine in ihrer mutigen aussage aufrüttelnde skulptur der sexuellen verfehlungen des einstigen dortigen kardinals.
auffällig ist, das schon während der bush-regierung, wie jetzt auch bei obama und merkel, immer dann die enorme frauenfeindlichkeit der taliban und anderer fremder volksgruppen hervorgehoben wurde, wenn militärische interventionsabsichten bestehen. vor allem dann fällt den politikern die fatale lage der frauen dort wieder ein.
dabei könnten sie standardmäßig täglich bei amnesty international durchrufen, um auf dem gespenstischen 'laufenden' in dieser frage zu bleiben.
Freitag, 5. Dezember 2008
Samstag, 25. Oktober 2008
stammtischgequatsche
der 80jährige: "das war doch schmidt schnauze ganz anders".
der 70jährige: "aber der hat ja schon seinen vierten herzschrittmacher teuerster bauart".
Dienstag, 9. September 2008
vom umgang mit patriarchalischen männern
dazu gab mir eine bekannte politik-professorin ein paar tipps:
Männer sind nicht das Problem, sondern patriarchale Männer. Aber das sind ja die
meisten... Frau muß dem eigenen Weg, Kopf, Gemüt etc.
folgen und sich von ihnen nicht beirren lassen, Gewalttäter im Stich lassen,
Herrenallüren ironisch kommentieren, nicht mitmachen und eine andere
Geisteshaltung in die Welt bringen... Souveränität...und sie hinweisen auf das,
was sie alles kaputt machen.
Freitag, 18. Juli 2008
militarisierung

zu den messen in hannover kommen häufig chinesische arbeiter zum auf- und abbau der stände, einfache männer, die kein englisch sprechen, vermutlich direkt aus den chinesischen bergen vom lande, ihren sack reis dabei, sogar frische eier unterm bett zur preiswerten selbstversorung (birdflue?). was nun lesen sie abends nach der arbeit zur entspannung? pornos, wie es deutsche tun würden? nein, siehe fotos, militär-zeitungen. jeder kommentar erübrigt sich. (alle rechte bei der autorin)
Mittwoch, 16. Juli 2008
delegieren
als ich mich dann später im zarten alter von 21 jahren gleich nach dem volontariat selbstständig machte, las ich management-bücher, die alle das delegieren als hohe kunst des unternehmers priesen. also delegierte ich, ich wurde meister im delegieren. aber - wundersame welt des mannes - immer, wenn ich an männer delegierte, hieß es, er helfe mir, ich könne es wohl nicht allein, obwohl meist das umgekehrte der fall war. und so ist es bis heute geblieben.
wenn ich dann so die haremsbilder von matisse aus marokko betrachtete, wie gemütlich, heiter und komfortabel die frauen da auf ihren brokatkissen lagerten, während ich tausende von zeitungen vom stapel ließ, unzählige impulse gab und initiativen initiierte, gleichzeitig aber trotz des erfolges die unbekannteste person hannovers war, ohne jede anerkennung, nie zu podiumsdiskussionen oder ähnlich publikumswirksamen veranstaltungen eingeladen, dann dachte ich, die welt ist falsch, ich wurde in den falschen planeten hineingeboren. jedenfalls komme ich mit dem rollenangebot auf diesem nicht zurecht, weder als untergeordnete haremsdame, ehefrau und mutter noch als missachtetes, ausgebeutetes saumtier im berufsleben.
hannoveranerin luise pusch formulierte den frust witziger auf ihrer cd: Luise pusch liest glossen:
Über das Fraulenzen
Warum ist uns immer so melanchomisch zumute? Es liegt nicht nur am allgemeinen Baldsterben auf unserem Klobus. Wir fraulenzen zu wenig!
Es ist doch so, liebe Frauen: Tagsüber erdulden wir die manntasielose Bürotik und das No-how des Chefs und nachts die penomännale Sklerotik des alten Fregatten. Kurz, von Morgasmus bis Mitternackt die Mannzüglichkeiten des Pornograviehs. Wir ertragen seine Penorrhoe & Schämorrhoiden, sein kondominantes Verhalten, überhaupt diese ganze Spermakrobatik. Uns wird nicht nur geschlecht - uns schwangert Böses! Wir werden immer phallergischer.
Tragen wir dann aber Ihm zuliebe mal diese Brechreizwäsche, trinkt das Mannko sein Masturbierchen und kommt im Schafanzug auf die Duftmatratze - er hat jeden Tag Gefurztag! Furchtpaar!
Wir bügeln seine Hemden und bringen seine Mannzüge zur Peinigung. Wir räumen den Adamsabfall fort und bekochen das Mannstrum mit Pfanntasie, bis wir auf dem Kreatiefpunkt sind. Wir knabbern an der Pizza dolorosa und verschwenden unsere Zeit auf diesen miederträchtigen Schönheits-Pharmen, um uns so manngenehm wie möglich zu gestalten, doch was tut der Grölefant? Er holtert und poltert. Was ist unsere Polternative? Im Marginalchor die "Erschöpfung" von Haydn!
Erteilen wir dem Hahnrei aus der Tube eine gynergische Abfurie! Fangen wir endlich an zu fraulenzen, statt unser büromantisches Dicksal zu beklagen. Soll sich der Matscho seine Mackerelen, Mackeroni und sein Hommelett alleine braten! Kein einziges Gnadenbrötchen werden wir ihm mehr schmieren. Schluß mit dem Schnorrgasmus und Spermasochismus! Soll er sich im Nacktiv-Urlaub alleine phallustieren. Keine muttilateralen Verhandlungen, mag er sich auch noch so romanntisch oder mannisch-defressiv gebärden! Der reine Opfertunismus!
Wir treten aus der Küche aus und schicken ihn in Penision! Es ist kein großer Phallust.
© Luise F. Pusch
(1987 zuerst abgedruckt im Zürcher Tagesanzeiger)
Luise F. Pusch liest ihre Glossen — CD bestellen



