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Dienstag, 7. Januar 2025

Bitte anklicken, anrufen, abholen: Überblick über Fragen rund um die Themen Alter und Pflege

Neue Infobroschüre für Senior*innen   
Region Hannover. Mit möglichst hoher Lebensqualität und Selbstständigkeit älter werden können – dafür ist es gut, sich frühzeitig mit dem Altern zu beschäftigen, um seine persönliche Situation in Hinblick auf die Zukunft selbst gestalten zu können. Die neue Infobroschüre für Senior*innen der Region Hannover, die aus dem bisherigen Seniorenratgeber hervorgegangen ist, bündelt viele Informationen zum Älterwerden. Sie gibt einen guten ersten Überblick über die wichtigsten Themen sowie über Anlaufstellen und Angebote vor Ort. Auf 75 Seiten liefert sie Informationen zu Ansprechpartner*innen, Unterstützungsmöglichkeiten und Wissenswertes rund um das Thema Alter und Pflege. Die Infobroschüre für Senior*innen ist kostenfrei in den Senioren- und Pflegestützpunkten der Region Hannover und Landeshauptstadt Hannover, den Rathäusern oder Seniorenbüros der Städte und Gemeinden in der Region Hannover oder über die Regionsverwaltung, Telefon 0511/616-26462, erhältlich. Außerdem ist die neue Infobroschüre im Internet hinterlegt unter www.hannover.de/senioreninfo-region.

Sonntag, 21. Januar 2024

Es gibt auch für alte Frauen ein Leben vor dem Grabe


Gerade alte Frauen, denen ein Licht aufgeht, die in der Lage sind, Weizen vom Spreu zu trennen, dürfen sich nicht aus dem öffentlichen Bewusstsein hinausdrängen lassen. Make something that means something! Was einer wichtig ist, muss sie live ins Leben bringen. Witterung der  Strömungen von Liebe und Hass aufnehmen, die im Ozean der Luft liegen. Nur dies erlebende Erspüren entscheidend für ihr Tun sein lassen, nicht in den Bewusstseinsschlaf verfallen. Es gibt auch für alte Frauen ein Leben vor dem Grabe. Ip


Samstag, 4. November 2023

Feierabend -Wortgeräusche von IP


Herr Chatzi schließt seinen Markisenladen zu.
Eine Straße weiter lungern leerstehende Läden herum, vor denen die Wochenblätter hin und her wehen; dazwischen, mit dem verwitterten Schild, die Buchhandlung Witte.
Drinnen archiviert der ebenfalls verwitterte Inhaber die Tagebücher einer einst blonden Professorin, deren Lebensborn immernoch brennt, scannt sie oder tippt ab. 
Rosa Abendwolken ziehen über das Autoinferno Königsworther Platz.
Im Copyshop Lange Laube stapelt sich neueste Technik zugriffsbereit. Deutschkenntnisse braucht es dort nicht mehr, aber Freundlichkeit und möglichst intakte Dateien.
In der Leine kräuseln sich die Wasserwirbel.
Hannover - du tropfes Tier - ich liebe dir.



Freitag, 31. August 2018

Depressionen und Suizidgefahr im Alter

In der Reihe „Informationen am Mittwoch“ des Kommunalen Seniorenservice Hannover (KSH), Veranstaltungszentrum, Ihmepassage 5 (Eingang über Blumenauer Straße), geht es am Mittwoch, dem 12. September um 15.30 Uhr um Depressionen und Suizidgefahr im Alter.

Freudlosigkeit, Schlafstörungen und zahlreiche körperliche Beschwerden werden häufig als Begleiterscheinungen des natürlichen Alterungsprozesses gesehen. Die Gefahr einer Altersdepression gerät dabei häufig aus dem Blickfeld und wird somit auch nicht behandelt. Dabei leiden etwa 15 Prozent der über 65-Jährigen an einer Depression. Das Risiko, Suizid zu begehen, steigt mit zunehmendem Alter. Daher spielt der Aspekt der Suizidprävention eine entscheidende Rolle.

Referent ist Oliver Rosenthal, Leitender Arzt, Abteilung Seelische Gesundheit im Alter, Klinikum Wahrendorff GmbH.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist um etwa 17.30 Uhr beendet.

Informationen unter der Telefonnummer 168-45195.

Mittwoch, 8. Februar 2012

assauer, alzheimer, demenz & co.

ingeborg bachmann hat mal eine geschichte darüber geschrieben, wie sie die alte mutter ihres freundes besuchte, der sich überhaupt nicht dafür interessierte und die ihn, den sohn, sehnsüchtig erwartete statt der dichterin an ihrem bett.
rudi assauer, ehemaliger deutscher fußballprofi, hat seine von alzheimer betroffenen verwandten im heim ignoriert...
habe manchmal eine über 80jährige mutter mehrerer söhne besucht, weil sie tagelang niemand zum sprechen fand und ihren hannoverschen sohn hat das null interessiert. ich erinnere mich noch, wie er auch bei seinen seltenen besuchen keinerlei rücksicht auf das schlechter werdende gehör der mutter nahm.
wenn diese söhne dann aber ins alter kommen, spielen sie den könig im eigenen reich, tricksen bewundernswert mit ihren ressourcen herum, und wollen ihre bedürftigkeit auf teufel komm raus nicht wahr haben. fachleute sprechen hier nun von schamgefühlen, die demente daran hindern, hilfe zu suchen.
bei den alten männern, die zumindest ich  kenne, ist dies schamgefühl aber brillant unter einem grenzenlosen anspruchsdenken bestens versteckt.
der oben genannte sohn, nun seinerseits schwerhörig, gibt kryptische antworten auf fragen, weil er deren wortlaut nur noch erraten kann. aber er hat gelernt, um den sieg zu kämpfen, koste es was es wolle.
und nie eine schwäche zu zeigen. rollator wegen der atemnot? nicht um die welt voll affen, was würden die leute denken.
und er wird sicher eine frau finden, die ihn umsorgt, einfach weil es so üblich ist, so wie rudi assauer, nun selbst an alzheimer erkrankt, eine filmerin gefunden hat, die ihn unsterblich macht.
um die traumatisierte alzheimer-mutter eines bekannten hingegen kümmerte sich niemand, bis sie vor kurzem endlich nach immer größerer hinfälligkeit starb. vater, sohn und heiliger geist haben wohl besseres zu tun, als die in der überzahl weiblichen anhängerInnen aufzufangen.
vermutlich werde ich jetzt wieder der männer-diskriminierung bezichtigt. aber in meinem umkreis ist es so wie beschrieben.
ip