Mittwoch, 22. September 2010

Ich bleibe, aber etwas mehr Anerkennung wäre dennoch angenehm!



Da irgendwie alle Leute vergessen, sich mal bei Cordula Lüdtke-Eichhorn aus der Glockseestraße und mir für unseren Einsatz zu bedanken, möchte ich nun in eigener Sache an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich sehr intensiv auf die Fortentwicklung des Abholzstopps in der Calenberger Neustadt hingewirkt habe.
Welche zig Meinungsbildner in der letzten Zeit von mir e-mails bekamen, das grenzte an Kamikaze...
Während Lüdtke-Eichhorn den langen Weg durch die Institutionen wählte, war mir von vornherein klar, dass das nicht reichen würde.
Ich sprach mit Berufsschülern und Punks, mit Linken und Rechten, Hundbesitzern und Feierlustigen, mit Leuten von der Glocksee und meinen Nachbarn.
Meine Idee, sich an die Bäume zu ketten, wenn es so weit ist, das stieß bei den Leuten, denen ich es vorschlug, meist auf blanke Ablehnung.
Ein "Freund" äußerte sich zu meinen Freilichttheateralternativen abfällig mit einem beleidigenden "Schnaps-Idee".
Dabei bin ich doch seit 40 Jahren die Inhaberin der City-Zeitung und des Regional Medien Verlages, bin also wer, wenn man es so sagen will, sollte es zumindest sein.
Hätte er das bei einem anderen Zeitungsverleger oder Journalistenherren wie Conrad von Meding oder Architekt Grobe auch gesagt?
Es ist also gar nicht so leicht, hier im Viertel etwas für die Bäume zu tun.
Einer meiner größten Zeitungsinserenten setzte diesmal aus, ein herber finanzieller Verlust, aber ich habe trotzdem den Abholzstopp drin im Blatt, siehe www.city-zeitung.de, Archiv, während die Tages-Zeitungen zuvor nur "wohl abgewogen" berichtet hatten.
Viele politische Bewegungen von rot bis grün und Wochenblätter sind nun plötzlich auf den Karren aufgesprungen.
Gut so, aber etwas mehr Anerkennung für Einzelpersonen wie Cordula Eichhorn und mich fände ich doch angemessen.
Auf keinen Fall gehe ich mit Lug List in der Sache ins Rathaus.
Bin ja keine Masochistin.



Hier nichtsdestoweniger die neuesten Infos der Initiative:


Liebe Stadtteil-Initiative,


das Plenum Abholz-Stop21 diesen Montag in der Glocksee war gut besucht und es wurde intensiv diskutiert:
Es besteht die Möglichkeit, das Abholzen der Bäume tatsächlich zu verhindern!
Das Projekt stößt auf die Ablehnung der allermeisten Anwohner und Stadtteilbewohner:
Ohne dass ausreichend informiert oder gar gefragt wurde, sollen zwischen 300 bis 400 Bäume aus einem der dichtbesiedeltesten Gebiete der Stadt verschwinden; eine wichtige grüne Ausgleichsfläche
zu den angrenzenden Betonlandschaften.
Ein Abholz-Stop ist daher aus guten Gründen vernünftig und einstweilig sinnvoll!

-Thomas Ganskow von der BI 'Kein Calenbergerloch' beantragt als Anwohner eine Einstweillige Verfügung.

-Ludwig List bringt als Ratsherr der Stadt Hannover einen Dringlichkeitsantrag für einen Baustop in den Rat der Stadt ein:

Donnerstag, 23.9., 15:00, Neues Rathaus, Sitzungssaal;

Öffentlichkeit ist ausdrücklich erwünscht!

Was jeder tun kann:

Komm Freitag, den 24.9. um 17:30 zum Abholz-Stop Flashmob

Treffen am Glocksee-Ufer unterhalb der Spinnereibrücke!

Es gibt im Anschluss eine öffentliche Pressekonferenz auf der Limmerstraße, Höhe Leinaustraße und einen Umzug dorthin, um einen Aufmerksamkeitskorridor für die drohende Abholzung zu öffnen.

Bringt bitte Ketten mit für ein Fotoshooting "Anketten"!

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