Hannover. Die Wasserbüffel sind heute Vormittag auf der Fläche der "Großen Koppel" angekommen. Die Koppelstrukturen von damals sind immer noch erkennbar in Form von Baumreihen. Sie liegt heute im Landschaftsschutzgebiet und Flora-Fauna-Habitat-Gebiet „Leineaue zwischen Hannover und Stöckendrebber“. Ein wichtiges Ziel in diesem Gebiet ist die Entwicklung einer naturnahen und dynamischen Aue mit den typischen Tier- und Pflanzenarten.
Die robusten Tiere sollen für mehr Artenvielfalt sorgen und die wertvolle Auenlandschaft zwischen Westschnellweg und den Herrenhäuser Gärten ökologisch weiterentwickeln.
Das rund 15 Hektar große Areal in Herrenhausen – eingerahmt von Ernst-August-Kanal und Leine – gehört zu den wohl landschaftlich idyllischsten Gebieten der Stadt. Wo früher königliche Pferde weideten, und später ein Bauer aus Limmer seine Kühe, soll künftig eine besondere Form der Landschaftspflege stattfinden: Eine Herde von voraussichtlich sechs bis acht Wasserbüffeln wird dort leben, betreut von einem erfahrenen Tierhalter.
Wasserbüffel sind weltweit als „Landschaftspfleger auf vier Beinen“ bekannt. Sie halten Feuchtflächen offen, fressen Gehölz- und Schilfaufwuchs zurück und schaffen durch Trittspuren und Suhlen eine Strukturvielfalt, die vielen Arten zugutekommt. Offene Bodenstellen, kleine Wasserzonen und lückige Vegetation bieten vor allem Amphibien, Insekten und für bodenbrütende Vögel ideale Bedingungen. Weil die Tiere auch in sumpfigem Gelände problemlos unterwegs sind, entstehen Mikrohabitate, die herkömmliche Weidetiere nicht erreichen. Ihre hohe Toleranz gegenüber Hitze und Nässe macht sie zu idealen Partnern für naturnahe Pflege im Klimawandel.
Das Gelände ist Landschaftsschutzgebiet, der Einsatz von Drohnen ist verboten!

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