Montag, 2. März 2026

Verzweiflung macht sich im Ihme-Zentrum breit

Hannover. Stolz wehten die Fahnen der Landeshauptstadt Niedersachsens über dem Richtfest des Ihme-Zentrums, das inzwischen zum Sorgenkind Nr. 1 avancierte. (Foto Pressedienst Hannover Lenaustraße, später dreist von der Stadtverwaltung kopiert) 

Hannover. "Onay hasst das Ihme-Zentrum, " sagt ein Passant. Frage: "Wieso?". Der Oberbürgermeister lehne jegliche Hilfen ab. Die Wohnungseigentümer sind völlig raus aus dem Geschehen, und müssen zusehen, wie der neue Verwalter, der bereits einige misslungene Projekte hinter sich hat, jetzt ein Fantasieprojekt "KI-Universität" von Geldgebern fürs Ihme-Zentrum einwirbt. Angelogen von den dubiosesten "Entwicklern" über Engel bis Carlyle macht sich Agonie und Verzweiflung breit. Denn Hauptziel war bei denen stets, öffentliche Gelder locker zu machen. Und daran scheint sich auch aktuell nichts zu ändern. 

Ein unbekannter Taubenfreund streut dann auch noch regelmäßig Futter in dem taubengeplagten Komplex aus...

Der ehemalige Verwalter Jaskulski ist weiterhin im Koloss zu finden, aber mit neuer Firma, die Restposten von Tiefgarage bis Hinterlassenschaften des Lars Windhorst bearbeitet. Für den gesamten Gewerbebereich ist eine Zwangsversteigerung vorgesehen, zumal mehrere Geldgeber betroffen sind. Derweil lenkt nur das Geschrei der Möven am Ihme-Strand vom Anblick des hannoverschen Schandflecks ab. ip

Hannovers kreativer Oberstadtdirektor Martin Neuffer (links) in den Siebzigern im Interview zum Ihme-Zentrum, das ebenso wie das Terrassenhaus in Davenstedt zu seinen Lieblingsprojekten gehörte. Damals gab es noch die Aufgabenteilung des repräsentierenden Oberbürgermeisters, scherzhaft "GrüßAugust" genannt, und des die Geschicke lenkenden Oberstadtdirektors. Rechts IZ-Developer Schätzle. iparchiv. 

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