Frankfurt. Jürgen Habermas, der international renommierte Denker, ist am Samstag, 14. März, im Alter von 96 Jahren gestorben. Habermas prägte als Professor für Philosophie an der Goethe-Universität die intellektuelle Landschaft Europas und der gesamten Welt.
Seine Assistentin Ildiko Dornbach und weitere Studenten unterstützte er bei der Bildung einer Landkommune in Italien, die bis heute funktioniert. Seine tiefe Überzeugung von der Kraft einer Vernunft basierten Kommunikation hat Maßstäbe auch für künftige Generationen gesetzt.
"Er hat die Kritische Theorie seiner Lehrer Theodor W. Adorno und Max Horckheimer durch kommunikationstheoretische Ansätze weitergeführt und mit dem Begriff des kommunikativen Handelns eine universelle Gesellschaftstheorie geschaffen, die auf der Grundlage der Rationalität von Verständigung im Medienzeitalter basiert.
Das weltweit rezipierte Werk ‚Die Theorie des kommunikativen Handelns‘ gehört zum Kanon der bedeutendsten Werke der Philosophie des 20. Jahrhunderts und hat den internationalen Ruhm von Jürgen Habermas begründet. Jürgen Habermas war ohne Zweifel der wichtigste Philosoph der alten Bundesrepublik, der bis an sein Lebensende an den Debatten und Diskursen als ein wacher und scharfer Analytiker teilgenommen hat. Mit ihm verlieren wir einen großen Denker und einen überzeugten Demokraten, dessen Stimme dem Land fehlen werden.“ sagt die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig.
Auch nach seiner Emeritierung blieb Habermas eine einflussreiche Stimme in politischen und philosophischen Debatten. Seine Beiträge zur europäischen Integration, zu Fragen der Demokratie und zur Rolle der Öffentlichkeit fanden weltweit Beachtung.

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