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Freitag, 5. Januar 2024

Gute Kindheitserinnerungen zum Jahresanfang


Spielen bis in die Dunkelheit auf offenem Boden mit anderen Kindern, vor allem im Jugoslawien-Jahr, wo ich die Landessprache so spielend erlernte.
Mich auf dem Rücken meiner Mutter nach dem GuteNachtKuss ins Bett schleppen lassen. Schlitten fahren. Mit dem Großvater einmal sogar im Pferdeschlitten, in Pelzdecken gehüllt. Mit Onkel Ewald vom Heuboden in die Strohballen geplumpst. Ihn Weihnachten als verkleideten Weihnachtsmann entlarvt. 
Am Bächlein Sauerampfer pflücken und mit glänzenden Kieselsteinen im Wasser spielen. Mit Gummistiefeln im Acker stecken bleiben, am Wehr Blutegel fangen. Unser Auto mit Maiengrün schmücken und Volkslieder singen. 
Und mit Vater: Maikäfer in die Zigarrenkiste sammeln und Laub dazustecken. Einen zugefrorenen Sumpf begehen und bestaunen. Wanderungen. Spaziergänge in Wald und Flur, um den Hasen Salz auf den Schwanz zu streuen. Pilze und Heidelbeeren sammeln in Harz und Heide. 
Den Vater beim Spiegellesen (damals ohne Fotos) bewundern, unseren Nachbarn an der Schreibmaschine. MenschÄrgerDichnicht und Mühle/Dame spielen. 
Ganz wichtig: Meine Märchenbücher einschließlich TausendundEineNacht und WilhelmBusch, jede einzelne Geschichte tausend Mal gelesen, lange vor der Einschulung.ip

Epilog: Es gibt keine Maikäfer mehr. Auch kaum noch Eis und Schnee. Durch den Teich führt eine Autotrasse. Heidelbeeren und Pilze sind verseucht und kommen nun aus Plantagen in Peru in den Supermarkt. Der Harz ist abgeholzt, die Heide voller Militär. 



Freitag, 29. Dezember 2023

Eine Geschichte, beim Schein der Lampe zu erzählen


In "So zärtlich war Suleyken" von Siegfried Lenz gibt es eine Geschichte "Die Verfolgungsjagd" vom stattlichen Hirsch, der gemeinsam mit den Kühen grast, aber ein Jäger will sein Geweih als Trophäe. Da veranstalteten die Bürger eine Rettungsaktion. Auch wir müssen die Wildtiere retten.

Mittwoch, 11. August 2021

Der Harz ist tot

"Jetzt sind wir so weit gefahren+bekommen keinen Parkplatz", ist jemand enttäuscht.Diese Leute bestaunen, dass der #Harz tot ist,der von der #FAZ noch als Urlaubsziel genannt wird-die warn wohl länger nicht dort.Ipfotos



Der Mann beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen"...(Albert Schweitzer). Wo einst die Hohen Tannen prangten, benutzen Kuenstler Zitate von Goethe+Schweitzer für ihre Skulpturen. Zu spät. Die Fakten sind brutal. 



Die toten #Fichten im #Oberharz sehen in der Sonne wie mit Aluminum besprüht aus. Wird es genauer wissenschaftlich untersucht,ob wirklich nur die #Borkenkaefer das Unheil angerichtet haben? Gewaltige Raeumungsmaschinen haben jetzt jedenfalls freie Fahrt+ #Mountainbikerpest. 


Nirgendwo ein schattiges Plätzchen. 


Das Gebirge meiner Vorvaeter, wo meine Urgroßmutter einen schwungvollen Holzhandel betrieb, bis sich die Peters vom Berge mit den Peters vom Bache zerstritten, ist nur noch Brennholz und Bikerpiste. 
Die Natur ist selbst im Sterben noch schön. 



Umleitung Kaiserweg: Für Riesenreifen wurden jetzt die einst romantischen
 Wanderwege gesperrt und Schotter gestreut. 

Sonntag, 18. Oktober 2015

Ein Bad in Waldluft

Der Herbst eignet sich hervorragend für Waldspaziergänge. Koreanische und japanische Arbeitsgruppen haben die Auswirkungen von Ausflügen in den Wald auf unsere körperlichen und psychologischen Funktionen untersucht. Im Japanischen spricht man von Shinrin-yoku (森林浴), was "Bad in der Waldluft" bedeutet. Das Baden in der Waldatmosphäre senkt die Bildung von körpereigenem Cortison. Dies Hormon wird unter anhaltender Anspannung gebildet. Es ermöglicht uns, eine Anspannung über längere Zeit aufrechtzuerhalten. Allerdings wird in Stresssituationen so viel davon gebildet, dass wir danach nicht mehr abschalten können und der Schlaf gestört ist. Das Waldbad fördert die innerliche Entspannung, senkt Puls und Blutdruck. Es bessert auch Ängste, Ärger und Depressionen und hebt das Selbstwertgefühl. Beim Bad im Wald werden vermehrt Killerzellen gebildet - die Zellen, die sich über alles hermachen, was nicht in unseren Körper gehört. Es wird so das Immunsystem gestärkt. Dieser Effekt hält für 7 Tage messbar an. Das Hormon Adiponectin wird vermehrt ausgeschieden, was der Fettleibigkeit, der Arterienverkalkung und der Zuckerkrankheit entgegenwirkt. Die Entspannung setzt bereits nach 5 Minuten im Wald ein. Führt der Weg an einem Bach oder einem See entlang, vergrößert sich der Effekt. Spaziert man stattdessen die gleiche Zeit durch eine Stadt ohne Bäume, kommt es nicht zu diesen positiven Effekten auf Körper und Seele. Das Wandern bietet sich dafür an, es gemeinsam mit dem Partner, der Familie oder Freunden zu veranstalten. Man hat so die Gelegenheit, wieder einmal miteinander zu klönen und dies mit der Förderung der Gesundheit zu verbinden. Eine Brotzeit im Freien fördert zusätzlich die Geselligkeit. Manche Psychologen postulieren, dass gute Freunde wichtiger sind als gesundes Essen. Ein Spaziergang von 1 Stunde über 4 km verbraucht ungefähr 240 Kilokalorien. Joggt man diese Strecke in ½ Stunde, so verbraucht nur etwa 80 Kilokalorien mehr. Wer also mehrere Stunden wandert, verbraucht mehr Energie, als ein Jogger in 1 Stunde. Man sieht sich im Wald - und schlechtes Wetter sollte angesichts der heute angebotenen Funktionskleidung keine Ausrede sein!

Dr. med. Klaus Borcherding,Hannover
Facharzt für Innere Medizin Homöopathie Umweltmedizin Präventivmediziner DAPM Stresstherapeut MMS