Samstag, 28. November 2009

makaberer journalismus der bürgerlichen presse

die süddeutsche zeitung hatte kürzlich eine durchaus "feuilletonistische" doppelseite, die an der tatsache festgemacht war, dass sich bei france telekom 25 menschen aufgrund der katastrophalen arbeitsverhältnisse dort das leben genommen haben.
so weit der aufhänger - und nun durften die journalisten textlich
los-brillieren, was das zeug hielt. in poetischer weise reihten sie satz an satz, einer schöner gedrechselt als der andere, von der bestimmung des menschen seit urzeiten und seiner stellung in der natur bis in die moderne. mir wurde übel.
das große kunststück der bourgeoisie, zuckerguss übern scheißhaufen zu ziehen, hier wurde es derart unverhohlen durchexerziert, dass enke aus dem grab springen würde, hätte er das noch zu lesen bekommen.
kein wort davon, wo diese menschenverachtende job-rotation und entfremdung, die immer schneller fortschreitende verarmung des "humankapitals" (was für eine verbrecherische wort-schöpfung) ihre wurzeln hat, keinerlei kritisches hinterfragen, nur journalistische hochglanzpolitur, an der sich der treue, sich für gebildet haltende, leser bei einer tasse guten tees delektieren konnte.

Freitag, 27. November 2009

im rechten winkel marsch, was kommt da für ein .....?

vorgestern habe ich eine neue version extremer männerschüchternheit erleben dürfen, in das hannoversche bordell braunstraße einzubiegen.
normalerweise lachen wir leute, die in der nähe wohnen, uns schlapp, wenn die freier die braunstraße entlangschießen, um dann genau vorm eingang in schärfstem rechten winkel dorthin rasch einzubiegen, den blick noch starr geradeaus.
dieselbe heuchel-prozedur findet beim herauskommen statt, wieder dieser messerscharfe rechte winkel, nun in richtung fußweg.
aber das vorgestern war neu:
da schoss ein alternativer auf dem fahrrad den fußweg entlang, um dann, zack...., das hätte einen unfall durch zusammenstoß geben können.....
der deutsche puff wird täglich von ca. 1,2 millionen männern besucht, woher nun diese verleugnung?
im fernsehen laufen pausenlos stories über sogenannte sex-worker, als sei diese weichteil-innige "dienstleistung" das selbstverständlichste von der welt.
oder etwa doch nicht?
zeitweilig habe ich den freiern nachgerufen: aber seid nett zu den mädels, die tun einen schweine-job für euch.
inzwischen grinse ich nur noch, das ist weniger anstrengend.
auf dem kleinen parkplatz neben dem eingang der stadtwerke glockseestraße müsste man mal autoschild-nummern abschreiben und mit tag und uhrzeit veröffentlichen.
manche frau und freundin würde dann verstehen, warum das gassi-gehen so lange dauerte und der hund vom langweiligen verweilen im fond des wagens missmutig bellt.

nicht unkomisch auch die neue situation an hannovers alter ludwigstraße, seit prostitution in deutschland fatalerweise zum offiziellen gewerbe erklärt wurde (ungarn nimmt die enormen einnahmen sogar in die außenhandelsbilanz auf), in der ludwigstraße also, wo muslimische mütter mit ihren kindern ihre aldi-waren ins auto packen, da neigt sich aus dem erhöhten fenster eine üppige prostituierte zu einem alten mann herunter, vor dessen augen sich nun ein fleischiges meer aus busen und oberschenkeln ausbreitet, wodurch er schon rein vom anblick her halb ins elysium eingetreten ist.
tja, geholfen hat den mädchen die gewerbefreiheit bisher nichts. sie sind nicht besser versichert, sie sind äußerst selten wirkliche nutznießerinnen ihrer guten einnahmen, nicht wirklich aus der extremen ausbeutungszone herausgekommen.
und auch den 1,2 millionen täglichen puffgängern ist es so wohl nicht dabei, wie das fernsehen suggerieren will, siehe oben.

Donnerstag, 26. November 2009

freizeitbereich durchgängig entlang der ihme zu beiden seiten gestalten

die neue jahrhundertwasserbrücke am hannoverschen ihme-zentrum wird, wenn sie denn endlich gegen 2012 fertig ist, mit dem ehemaligen fußgänger- und raddurchgang in dann verbesserter asphaltierter form den auenbereich hannovers noch attraktiver machen.
geplant ist ein solcher weg auch auf der anderen seite des flusses, dort aber schwieriger zu realisieren, weil eu-fördergelder fließen müssen; und mit dem stagnierenden ihme-zentrum verhandelt werden muss, dass die dortigen zufahrtswege als fuß- und radwege sowohl am anfang des zentrums beim capitol als am schluss bei der sportschule lee, wo jetzt die radfahrer ihre räder die wendeltreppe hoch- und runtertragen müssen, an den weitläufigen hannoverschen fluss-freizeitbereich angeschlossen werden.
das bauamt zeigt sich zuversichtlich. Es gibt vorrichtungen an den widerlagern der brücke und aussparungen, die diese einrichtung vorsehen.

Samstag, 21. November 2009

anzeige gegen unbekannt

das gras sprießt. der sommer ist da. ich überlege, anzeige gegen unbekannt zu stellen, wegen der überprüfung von aufheizanlagen des amerikanischen militärs in alaska, und ähnliches soll es ja auch in tschernobyl geben. aber bei welcher institution. wo? beim internationalen gerichtshof?

Freitag, 20. November 2009

weihnachtsschokokalender zu gewinnen


zum ersten mal in 40jähriger berufspraxis habe ich eine zeitung ohne kaffeekonsum zu boden gebracht. das muss gefeiert werden.
deshalb auch an dieser elektronischen stelle in ergänzung zur printausgabe city-zeitung, die mein provider hoffentlich heute auch noch ins netz stellt, die verlosung von 10 Hannover-Vollmilch-Schokoladen-Adventskalendern. Deshalb schnell ne e-mail schicken: peters@city-zeitung.de und schon nehmen Sie teil.

Dienstag, 17. November 2009

tiefster winter bei frühlingstemperaturen

das vom private-equity-fonds carlyle zum linden-park heruntergeschleifte ehemalige hannoversche einkaufsgebiet ihme-zentrum wird derzeit winterfest gemacht.
passanten, die angesichts des anblicks einiger aktiver handwerker frohlockten, müssen enttäsucht werden. die pressestelle der landesbank berlin bestätigte lediglich maßnahmen solcher art.
ein fortgang der sogenannten revitaliserung ist nicht in sicht.

Montag, 16. November 2009

Buchtipps

Wie die Chakrablüten Essenzen wirken
Heilpraktikerin Carola Lage-Roy berichtet

In den letzten zehn Jahren habe ich bei mehreren Patienten eine
mehrwöchige Kur mit den Chakrablüten Essenzen gemacht und sie bei den
verschiedensten Zuständen und Störungen der Chakren mit großem Erfolg
eingesetzt, schreibt die Heilpraktikerin und Homöopathin Carola Lage-Roy
in ihrem Buch "Die Chakrablüten Essenzen".
Vor zehn Jahren entdeckte sie mit ihrer Familie die ersten Blüten, aus
denen sie Essenzen herstellte, die auf die Energiezentren oder Tore
(Chakren) zum Bewußtsein wirken. Die Essenzen wurden viele Jahre
getestet, bevor sie therapeutisch zum Einsatz kamen. Dieses Buch ist das
Ergebnis zehnjähriger Forschung und Erfahrung der Autorin mit den
Essenzen. In diesem Buch finden sie eine genaue Beschreibung der ersten
zwölf Chakrablüten Essenzen mit vielen Fallbeschreibungen und
Anweisungen, wie die Essenzen anzuwenden sind.
Inzwischen werden sie auf drei Kontinenten hergestellt und stehen damit
sinnbildlich für die globale Vernetzung auf der bewußten Herzensebene.

Lage & Roy Verlag für homöopathische Literatur: 82418 Murnau-Hagen,
Burgstraße 8. Tel.08841/4455 - Fax 4298; E-Mail: verlag ad lage-roy.de,
www.lage-roy.de.

Weltgeschichte
des 20. Jahrhunderts
Hans-Heinrich Nolte

Das 20. Jahrhundert ist durch vielfältige Emanzipationen,
außerordentliche Erfindungen und eine schnelle Globalisierung, aber auch
durch wachsende Ungleichheit, Genozide und Vertreibungen, unsichere und
multiple Identitäten, Terrorismus und einen ungezügelten Verbrauch von
Umwelt gekennzeichnet. Der wiederaufstieg Indiens und Chinas sowie neue
Hoffnung für Afrika und Lateinamerika bestimmen den Jahrtausendwechsel.
Hans-Heinrich Nolte bietet in diesem Buch einen Überblick über die
politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen der
Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts, von der Industrialisierung bis heute.

Böhlau Verlag Wien - Köln - Weimar