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Montag, 21. Juni 2010

altes und neues aus der ruine

die grundgütige ehemalige vorstand der enercity-betriebskrankenkasse, sylvia gauert, hat mir mal erzählt, dass sie neben ihrem auto in der parkgarage des ihme-zentrums in einer wasserpfütze ausgerutscht ist und nur durch zufall gefunden wurde.
ich weiß nicht, ob ihre hüftoperationen damit zu tun haben und ihr sich rapide verschlechterndes gesundheitliches befinden.
aber weil die menschenfreundliche gauert grundsätzlich alle fehler bei sich selbst suchte (typisch frau?) und niemals andere anklagen würde, muss ich es als journalistin, als wächterin der öffentlichkeit, wohl jetzt mal stellvertretend tun.
zumal die hannoversche neue presse dieser tage ähnliches aus der ruine ihme-zentrum berichtet.

Montag, 14. Juni 2010

ein bild sagt mehr als tausend worte






der brückenteil der neuen brücke zum schwarzen bären ist auf hochwasserüberlauf auf der calenberger neustadt-seite ausgelegt.
dafür wurden dieser tage berge armierten betons unter gigantischem aufwand an der stelle herausgerissen, wo früher der anleger der ihme-schiffahrt war, während am flaschenhals ihme-zentrum nichts dergleichen passiert, obwohl es dort zum beispiel ein völlig ungenutztes spielsplatzterrain gibt (erstes foto ganz oben).
und zu guter letzt wird bei dem riesen-millionen-projekt nur das wüstenloch mit 250 gemordeten bäumen herauskommen und dabei noch nichtmal ein durchgehender fahrradweg auf der ihme-zentrumsseite geschaffen, fürchte ich.

Dienstag, 25. Mai 2010

warum nicht auf der anderen seite?

auf der ihme-zentrums-seite des hannoverschen flusses ihme gibt es ein geräumiges gelände mit spielplatz, der als solcher nicht nutzbar, weil schlecht zu beaufsichtigen, ist.
sehr schön wäre hier die von mir als erster vorgeschlagene flussbadeanstalt in der ihme vorstellbar.
das nutzungsmäßig tote gelände könnte ausgebaggert ein hochwasser-ausweichbecken am flaschenhals des auf uferkante gebauten zentrums darstellen.
aber ausschließlich jenes für die gesamte stadt hannover als oase wertvolle gelände gegenüber, im stadtteil calenberger neustadt, muss dran glauben.
dagegen einspruch zu erheben, hat so gut wie keinen sinn, weil man ja eiligst die bürger vor den ach so hochgiftigen, aber seltsamerweise erst jüngst ans licht der welt geholten, altlasten des ehemaligen gaswerks schützen muss.
von diesen altlasten wusste ich schon vor 20 jahren, habe sie dem bürgerbüro stadtentwicklung in der braunstraße gemeldet, die recherchierten (oder auch nicht?) mit dem ergebnis, da sei nichts dran...
die neue pompöse brücke zum schwarzen bären nun hat auch gleich ein ganzes drittel frei, um auf den mittels abholzung hunderter alter bäume zu schaffenden "ufer-park" auf der calenberger neustadt-seite wasser zuzuleiten, was bildhaft eindrücklich zeigt, dass das ganze eine völlig abgekartete sache ohne jede demokratische einflussmöglichkeit ist.
als erster baum fiel schon beim brückenbau meine lieblings-kastanie, ein wunderschöner, stattlicher baum, angeblich bei nacht und nebel um.
vielleicht wird für die liquidierung der anderen bäume nun mal eben ein tornado durchgeschickt? machbar ist das neuerdings alles.
die natur, sie kann ja so grausam sein, nicht wahr, das kommt gut als volksweisheit rüber.
der krater ist gewollt, ebenso wie die unterirdische d-linie, deren an den finanzen gescheiterte realisierung garantiert irgendwann wiederholt wie ein weißes kaninchen aus dem hut gezogen werden wird, oder die geheimnisvollen umbaupläne der schleuse, des lindener hafens und des stichkanals.

Freitag, 7. Mai 2010

rattenplage im ihme-zentrum



bild hetzt rassistisch gegen griechenland und bringt spektakulär aufgemacht die mäuseplage am kröpcke.

niemand aber erwähnt, dass die bewohner der ihme-passage täglich am helllichten tag die ratten durch die ruinen des linden-parks sausen sehen.

für einen neuen projekt-entwickler hat die berliner bank aktivitäten mit der interessierung von hines.com gezeigt, aber das reale leben, nichtmal eine rattenplage, bekommt sie nicht in den griff.
seltsamerweise hat die hannoversche allgemeine in zwei artikeln den namen hinse statt hines verwendet. das kann doch kein versehen sein, soll hier die öffentlichkeit irregeleitet werden?

Dienstag, 17. November 2009

tiefster winter bei frühlingstemperaturen

das vom private-equity-fonds carlyle zum linden-park heruntergeschleifte ehemalige hannoversche einkaufsgebiet ihme-zentrum wird derzeit winterfest gemacht.
passanten, die angesichts des anblicks einiger aktiver handwerker frohlockten, müssen enttäsucht werden. die pressestelle der landesbank berlin bestätigte lediglich maßnahmen solcher art.
ein fortgang der sogenannten revitaliserung ist nicht in sicht.

Montag, 20. Juli 2009

sonntag-nachlese

gespenstische szenarien am gestrigen sonntag. ich komme gegen abend am ihme-ufer entlang und sehe durch zerbrochene schaufensterscheiben eines ehemaligen ladens hindurch mitten in schutt und müll einen mann, der dort beim schein der lampe an einem tisch sitzt.
ich stecke meinen kopf durch die öffnung mit den spitz aufragenden scherben (erst hinterher wird mir klar, wie gefährlich das ist) und er grüßt freundlich in schwizerdütsch: "morgen sind wir fertig hier im hannoverschen ihme-zentrum. wir haben von der berliner bank nur genauso viel geld bekommen, wie für die wiederherstellung des parkgaragenbodens nötig war. der rest, der hier überall seit 35 jahren verrottet, bleibt so."
er schüttelt den kopf. "und niemand da, der die bauarbeiten fortführt hier."
ich ziehe meinen kopf wieder aus dem scherbenloch und gehe weiter.
treffe eine nachbarin. die sagt: "ich habe heute das seltsamste ereignis meines lebens gehabt, stehe draußen im trockenen und wenige meter weiter regnet es in strömen. ich hätte also in den regen überwechseln können..."

Samstag, 14. März 2009

spekulationsruinen-tourismus beginnt

eine große gruppe dunkel gekleideter junger männer zog gerade eben, mit viel bier bewaffnet, durch die spekulationsruine ihme-zentrum. ich fragte nach dem grund. sie antworteten: konfa-freizeit, waren aber dazu viel zu alt. ich tippe eher auf npd. am anderen ufer wurden sie mit großem polizeiaufgebot erwartet.